Meine neue Küche XXL – die Doku-Soap aus Poppelsdorf, Teil 3

Tag 2 der Renovierung! Und es war ein schwieriger Start – ich bin mit ziemlichem Muskelkater aufgewacht – aber da gab’s ja nichts zu ändern, die Küche lag im Chaos. Und einmal angefangen, fluppte es auch ganz gut – selbst den Bohrmaschinenquirl hatte ich im Griff: mittags waren die restlichen Wände in zitronengelb getaucht, und dass, obwohl ich die Flächen, die vorher orange waren, DREIMAL streichen musste. Dafür nutzte ich die Gelegenheit (durch die endlich gekaufte Leiter), zum ersten Mal in über sechs Jahren das Oberlicht in der Küche zu putzen. Sagen wir so: es hat sich gelohnt.


Der Kühlschrank an seiner neuen Position
The refrigerator in its new location

Die Ergebnisse bislang: das „Türsturzregal“, in dem bislang das Geschirr stand, beherbergt jetzt unsere Lebensmittel. Das Geschirr ist bis morgen in meinem Wohnzimmer zwischengelagert (also Chaos-Verlagerung sozusagen), denn die beiden gammligen Regale hatte ich über den Tausch- und Verschenkmarkt der Stadt Bonn bereits heute Morgen um 8:54 Uhr vertickt (Abholung später). Den Kühlschrank habe ich aus allgemeinen planerischen und energietechnischen Gründen von der Heizung weggeschoben – endlich siegte der Verstand. Da nun aber auch Praktikabilität wieder hergestellt werden muss, wollte ich die Türen desselben und des angeschlossenen Gefrierschranks auf der entgegen gesetzten Seite einhängen. Soweit so gut. Nachdem ich schmerzlich feststellen musste, dass beide im Zusammenhang stehen, dann aber blitzschnell handeln konnte und fast alles schon umgehängt hatte, fehlte mir das allerletzte Werkzeug (und ich weiß ehrlich gesagt nicht, ob es das, was ich zu brauchen scheine, überhaupt gibt…) – also alles wieder retour, wobei ich fast erschlagen worden wäre von der oberen Tür, als ich die untere fixieren wollte… es muss ein wunderbarer Anblick gewesen sein, mich mit einem Schraubenzieher und einigen anderen mehr oder weniger sinnvoll anmutenden Utensilien vor dem augenscheinlich auseinanderfallenden Kühlschrank wirr lachend auf dem Küchenboden liegen zu sehen. Es war Gott sei Dank niemand außer mir in der Wohnung.


Die neue Vorratskammer… bitte beachten: die Martinslaterne habe ich noch nicht ganz abgeschrieben…
The new larder… please take note: I have not quite decided to get rid of the St. Martin’s lantern…

Bruch hat es gegeben, aber es handelte sich lediglich um einen Teller – und da es keiner vom Meißener war, werde ich das auch überleben… am Nachmittag habe ich noch einiges erledigt und rumgeputzt und morgen geht es zum schwedischen Möbelhaus meines Vertrauens für die Schränke, JA!

Viele Grüße
Barbara

Meine neue Küche XXL – die Doku-Soap aus Poppelsdorf, Teil 2

Tag eins der Renovierung! Um neun Uhr ging’s los, voller Elan. Die Decke wollte ich zuerst streichen, einfach weiß. Und das wollte ich von hinten nach vorn erledigen: erst über dem Hochbett, dann nach vorne zum Fenster hin. Bevor ich anfing, dachte ich, das ehemalige Hochbett sei ganz praktisch – da braucht man nicht auf einer wackeligen Leiter zu stehen und hat alles in Reichweite. Dumm nur, dass das Bett so hoch ist, dass man nicht aufrecht sitzen kann… So endete es damit, dass ich die Decke im Liegen gestrichen habe, den Tag, an dem das Bett installiert worden war, verfluchte und kurzfristig noch mit dem Gedanken spielte, es abzureißen! Ich kam mir vor wie Michelangelo in der Sixtinischen Kapelle – nur musste der nicht mit einem gewissen Maß an Druck eine Rolle über die Gewölbe schieben.

Aber auch das ging vorüber und ich konnte mich dem ersten Highlight widmen: der Wand, die von schmutzigem weiß in eine pink-farbene Pracht verwandelt werden sollte. Dafür musste ich Herd, Schränke und Kühlschrank von der Wand rücken und konnte mich nicht ganz unerwartet erstmal einer ausgiebigen Reinigungsaktion widmen:

null
Der Herd, linke Seite. Den Blick dahinter erspare ich euch…
The stove, left side. I spare you the look at the backside…

Erstaunlicherweise gab es nur eine winzige Spinne zu finden. Aber dann ging’s zur Sache, auch wenn ich nach der Ankündigung der Renovierung gestern u.a. schon eine entsetzte Mail aus Sri Lanka bekam:

„Hallo Barbara,
um Gottes Willen!!! Nix ändern!!! Lass das so!!! Du vernichtest Deine Identität!!! Oder hast Du schon eine neue??? Mach nix kaputt [!]“

Tja, habe ich eine neue Identität? Ja genau, leider aufgeflogen, ich bin in einem Zeugenschutzprogramm und wohne schon lange nicht mehr in Poppelsdorf, ist alles nur zur Tarnung 😉 Aber ich konnte außerdem feststellen, wie klein die Welt ist. Eine andere Reaktion auf die Ankündigung kam aus Sankt Augustin, von wo man mir mitteilte, dass besagter Kameramann, der das Fass der Renovierung zum Überlaufen brachte, der Nachbar von guten Freunden sei und entsetzt war, als er von meinen Plänen hörte – die Atmosphäre habe ihm WIRKLICH gefallen, ich solle bloß nicht renovieren! Ich sehe das nun so: a) es war nie anders geplant, als dass auch nach der Renovierung Atmosphäre herrschen soll und b) ich wohl die entsetzten Kritiker dann mal einladen muss, um sie von eben diesem Sachverhalt zu überzeugen! Wieso ich was kaputt machen soll, habe ich sowieso nicht verstanden 😉

Aber auf zur Wand. Ich hatte mir extra so einen Quirl (Rondenrührer mit 6-Kant Schaft, ich lerne auch Vokabeln) zugelegt, damit das Farbenmischen nicht letztendlich so ein Desaster wird, wie damals im Schlafzimmer. Man stelle sich also einen überdimensionalen, von einer Schlagbohrmaschine betriebenen Stabmixer vor. Von Binford war er nicht, aber ich hatte auch ohne Tim Taylor schon mehr als ausreichend Power und habe erstmal einen Flatschen pinke Farbe in der halben Küche verteilt, nur nicht auf die Wand, wo sie drauf sollte. Auch die Hose hat nun pinke Beine. Aber das macht nichts, sie war eh dem Müllcontainer geweiht, zum Ende der Woche. Nach alles in allem 8 Stunden liebevoller Arbeit ohne Pause (und ohne Sitzen, mein Rücken wird sich erkenntlich zeigen) ist der im Plan vorgesehene pinke Teil nun pink:


Pink is beautiful! Der orange Rest mit den Spachtelflecken ist nun auch weg
Pink is beautiful! By now I have also taken care of that orange spot with the filler

Und es gab heute exakt 3 Minuten lang Sonnenstrahlen – fast pünktlich zur Fertigstellung, das muss ein Zeichen sein! Für morgen ist schon alles abgeklebt, gleich räume ich die Regale leer (will die jemand im Umkreis haben? Ich verschenke sie!!) und dann gehe ich einen heben mit meiner Mitbewohnerin und einem Landsmann, der in London wohnt und sie anlässlich ihres Geburtstags am Mittwoch heute überrascht hat – ich wusste davon (Facebook macht vieles möglich) und die Überraschung ist voll gelungen.

So, nun geht’s weiter!
Barbara

Meine neue Küche XXL – die Doku-Soap aus Poppelsdorf, Teil 1

(Now that I have people worldwide psyched up about me rehabbing my kitchen, I will try to post a daily blog entry in English, too… just click on the “English?!” button… but as usual: pictures only on the German site.)

Lange schon hatte ich den Plan, die Küche zu renovieren (und den Flur und das Wohnzimmer und…), aber es gab immer einen Grund, warum ich das Projekt nicht angegangen bin. Meistens gingen die Gründe in die Richtung „Wer weiß, wie lange ich noch hier bleibe“ oder „Wenn ich die Wohnung dann ganz übernommen habe…“. Nun, jetzt bin ich es endgültig leid und mache es – egal, ich kann mir auch beim nächsten Becker-Hecht in der Haribo-Halle das Genick brechen. Wahrscheinlich hat diese Entscheidung zur Folge, dass das Gebäude Ende des Jahres als abbruchreif klassifiziert wird oder ich doch einen Job im Ausland annehme oder oder oder. Die Tatsache, dass ich uralte Dübel problemlos aus der Wand ziehen konnte und der Durchmesser der Löcher nun etwa doppelt so groß ist durch herausgebröselten Backstein, lässt schlimmstes vermuten. Wie auch immer, letztlich ausschlaggebend war die Reaktion des Kameramanns eines Lokalsenders, dem ich vor einigen Wochen bei der Erstellung eines Beitrags behilflich war:

„Wo filmen wir denn nun, was denkst du?“ fragte die Redakteurin ihren Kollegen.
Der antwortete ohne zu zögern: „In der Küche, die ist so schön… alternativ.“

Ich fiel fast vom Glauben ab (dass er sich dafür entschieden hatte) und war kurz davor, meine Zustimmung zum filmen in meiner Wohnung zurückzuziehen. Dann jedoch dachte ich: „Sch… der Hund drauf, ich stehe zu meinem Biene-Maja-Kalender und der Martinslaterne, die vom ehemaligen Hochbett-jetzt-Stauraum baumelt, mit dem „Religion-Poster“ des ZEIT-Wissen-Magazins daneben. Mein Musikgeschmack wurde ja schon immer als gefühlskrank beschrieben, warum sollte die Küche anders sein?!

Aber, es hing doch länger und intensiver nach, als ich gedacht hatte. So erreichte der lange gefasste Plan die nötige Reife, ich nahm eine Woche Urlaub und morgen geht es los! Wenn mich die Vorfreude nicht noch diese Nacht die Farbtöpfe öffnen lässt… dafür bin ich bekannt 😉

Hiermit habe ich es zu tun, sozusagen der „vorher-Teil“:

Klassische studentische Küche im Rheinland der 1990er Jahre (beachten Sie den zusammenklappbaren Grill unter dem versteckten antiken Sessel der 60er Jahre)
Kitchen typical for a student household in the Rhineland of the 1990s (observe the collapsible barbecue grill underneath the camouflaged antique 60s armchair)

Auch danach werde ich keinen Starkstrom haben, die Leitungen werden weiter über Putz liegen, der Ofen nicht gleichzeitig mit dem Wasserkocher und der Schnellkochplatte betrieben werden können, die Waschmaschine wird weiter 60 Treppenstufen tiefer und ein paar Schritte über den Hof stehen, eine realistische Chance im Kampf gegen wiederkehrende Lebensmittelmotten werde ich wohl erst im neuen Jahr haben, die fahren voll ab auf asiatische Produkte – aber ich liebe diese Wohnung (den Anbau eines Balkons muss ich noch üben)!

Es geht los!
Barbara

Am Rande des Wahnsinns

Am Rande des Wahnsinns

Grundsätzlich gibt es immer wieder Zeiträume, in denen man, so für sich, am Rande des Wahnsinns zu stehen glaubt. Also, mir geht es zumindest so und leider in letzter Zeit immer häufiger und meist aus den gleichen Gründen, aber die sind hier nebensächlich. Was mir auffiel: ganz Bonn scheint unter Druck zu stehen. Wahrscheinlich liegt es an der sich verlangsamenden Konjunktur, ein Trend, der sich laut eines kürzlich in der ZEIT erschienenen Artikels am gestiegenen Schokoladenkonsum der Bevölkerung unausweichlich erkennen lässt. Sehr interessanter Ansatz und ich muss sagen: mein Schokoladenkonsum spiegelt meine innere Trendentwicklung ziemlich gut wieder.

Vielleicht sollte der sonst so freundliche Beamte der Deutschen Bahn am Info-Point mehr kakaohaltige Genussmittel zu sich nehmen. Mal wieder auf dem Weg in die Eifel musste ich als erstes feststellen, dass sich die Ausweitung des VRS-Verbunds für mich nicht positiv gestaltet: meine Bahncard gilt nicht mehr und nun zahle ich das Doppelte von heute auf morgen. Nach der Auskunft wollte ich mich noch an der Auslage des Zeitschriftenladens ablenken und kriege so nebenher mit, wie es am Info-Stand immer lauter wird. Der nette Herr kurz vor der Rente in seiner adretten Weste ist in ein Streitgespräch mit einem potenziellen Kunden verwickelt. Irgendwann, als die Dezibelzahl des Gesprächs deutlich die der häufig vorbeirollenden Güterzüge überschritt und der Vertreter der Bahn hochrot angelaufen war, dass ich dachte, er erleidet vor meinen Augen einen Herzinfarkt, kulminiert das Gespräch in seinem erbosten Ausruf – wahrscheinlich bis Gleis 5 hörbar: „SIE HABEN GESAGT, ICH KÖNNE SIE AM ARSCH LECKEN – UND JETZT LECKE ICH SIE AM ARSCH!!“ Schlagartig wurde es still, der Bäcker sah von seinen Rosinenschnecken auf, am Kiosk blieb ein Kunde während des Bezahlens mitten in der Bewegung stehen – und der Bahnkunde, ein etwa 25-jähriger mit Migrationshintergrund, zog den sprichwörtlichen Schwanz ein und schlich von dannen. Wir werden nie wissen, worum es ging, aber ich frage mich schon, in welchem Seminar zur Kundenbetreuung diese Reaktion eingeübt wurde, grammatikalisch perfekt. Andererseits war der Ausraster ja vielleicht auch berechtigt. Ich jedoch ertappte mich direkt nach dem Ausruf beim Denken des uralten Spruchs „Ach was, Quatsch – dafür ist die Schokolade doch viel zu günstig…“

Mehr in einem Schokoladenhoch war wohl jener Jugendliche, an dem ich abends mit dem Rad vorbeifuhr. Dieser saß an einer Bushaltestelle, telefonierte lautstark und ich suchte nach dem einleitenden Satz vergeblich nach einem Grund, stehenzubleiben und das Gespräch weiterzuverfolgen: „Boah, glaub’s mir, isch hab da echt voll korrekt Gefühle gezeigt, eh!“ Ich bin fast vom Fahrrad gefallen vor Lachen…

Wo Schokolade jedoch nicht mehr hilft, zeigte sich gestern Abend. Ich sah im Fernsehen den Film „Flug 93“, die verspielfilmte Pseudo-Doku zum Absturz des Flug United 93 in einem Feld in Pennsylvania zu 9/11. Irgendwann kommt meine Mitbewohnerin nach Hause und fragt „Und, was guckst du?“ Darauf meine Antwort: „Einen Film zum 11. September.“ Eine ganze Weile Stille und ein gespannter Blick auf den Bildschirm, dann die Frage: „Aber heute ist doch der 9. September?“ (Für mich jedoch war an diesem Film der größte Schock, dass der Terrorpilot von eben jenem Schauspieler gespielt wurde, der den erwachsenen Amir im „Drachenläufer“ darstellte… Was ihm dauerhaft einen zu großen Sympathiebonus für diese Rolle einbrachte.)

Was bleibt mir zu sagen… esst mehr Schokolode, Leute, bevor es zu spät ist!
Viele Grüße!!

GOLD FÜR DEUTSCHLAND!!

Olympia mit Zeitverschiebung geht doch immer wieder enorm an die Kondition – und 2010 ist das mit Vancouver schon wieder so, wenn auch anders… Ich denke, da muss man doch einfach Urlaub einreichen.

Seit einer Woche stehe ich um 4 Uhr auf, meist um Michael Phelps mit Weltrekord siegen zu sehen, aber vorgestern wurde mein grenzenloser Optimismus dann belohnt: GOLD für Britta Steffen über 100m Freistil!! Es zeigte sich, dass ich auch zu dieser frühen Morgenstunde komplett ausflippen kann und eigentlich warte ich immer noch auf den Rausschmiss wegen Ruhestörung. Eine der spannensten Entscheidungen die ich bislang gesehen habe – und der Adrenalinspiegel war dann so hoch, dass ich danach nicht wieder richtig einschlafen konnte, die Planung muss für das 50m-Freistil-Finale anders laufen.

Mein strategisch genommener Urlaubstag hat sich auch gelohnt: zweimal Gold im Fechten, Florett bei den Herren, Degen bei den Damen. Beides spannend und je mehr man davon sieht, um so mehr werden die Unterschiede klar und ich muss sagen, Florett gefällt mir glaube ich deswegen besser, weil von Anfang an ordentlich die Fetzen fliegen.

Und dann Tischtennis. Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mir nicht bewusst war, dass Deutschland eine konkurrenzfähige Mannschaft und nicht nur Timo Boll hat. Was war das Halbfinale gegen Japan heute spannend. Am Montag geht es im Finale entweder gegen China oder Südkorea. Wenn es der Gastgeber ist, wird das ein Hexenkessel. Das Publikum finde ich enorm – ist das auch anderen aufgefallen, wie viele ÄLTERE Frauen dabei sitzen? Als die deutsche Fangemeinde heute Deutschland, Deutschland skandierte und dazu rhytmisch klatschte, waren die Chinesen schnell dabei und klatschten mit. Ich frage mich nur, ob sie tatsächlich wussten, worum es ging und somit die Japaner abgeschossen sehen wollten oder, um mit einer nicht näher genannten Kommentatorin zu sprechen, sie einfach schnell alles nachmachen?

Das an die Journalisten aus aller Welt ausgeteilte Büchlein mit den 300 wichtigsten Sätzen zum Überleben während der Spiele scheint dem deutschen Reporter, der darüber gestern in der ersten Reihe berichtete, nicht zu helfen. Meine chinesische Fachfrau vor Ort schnell herbeigerufen musste festegestellt werden, dass die Aussprache so übel war, dass man auch mit viel Entgegenkommen nicht versetehen würde, was er mitzuteilen versucht. Wahrscheinlich würde es helfen, die phonetische Umschrift deuten zu können. Davon abgesehen ist die Reihe „Telekolleg Fachchinesisch“ einfach nur wunderbar furchtbar nostlagisch.

Schwierig könnte es heute Abend und morgen früh werden: sieht man davon ab, dass ich an diesem Olympiawochenende zu einer Hochzeit „muss“, habe ich auch noch einen weiteren Übernachtungsgast. Selbiger meldete sich gestern telefonisch zwecks diverser Absprachen und als ich andeutete, dass ich Sonntagmorgen gegen 4 Uhr kurz aufstehen und Britta Steffen anfeuern muss, kam die Rückfrage: „Ach, kennst du die?“ Wesentlich unterschiedlicher könnten die Interessen offensichtlich nicht liegen. Man hat’s nicht leicht.

So, ein paar Leichtathletikentscheidungen stehen an und die Kuchen für morgen sind auch noch nicht fertig… ich muss los. Drückt die Daumen blau, jederzeit!
Barbara

Sieg durch Ippon

Am vierten vollen Tag der Spiele in Beijing musste ich mich leider erst von einem unerfreulichen Zahnarztbesuch erholen (und einen Resttag im Büro hinter mich bringen), bevor ich wieder halbwegs dem Olympiafieber frönen konnte. Morgen habe ich extra Urlaub genommen und werde meinen auf der Gästecouch vor dem Fernseher weilenden Besuch aus Kanada erbarmunglos um 4 Uhr aus den süßen Träumen reißen. PLATZ DA, ich habe noch Hoffnung für die deutschen Schwimmer! Heute ging es einfach nicht vor 6 Uhr und ich versuche zu verdrängen, dass meine ausbleibende Unterstützung zu früherer Stunde mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit zur Unaufmerksamkeit von Fabian Hambüchen am Reck geführt hat…

Die Eröffnungsfeier am Freitag fand ich beeindruckend. Besonders die 2008 synchronen Trommler zu Beginn waren faszinierend und zur Entzündung der olympischen Flamme der Läufer am Stadiondach. Absolut nervig hingegen waren die nicht enden wollenden Negativ-Kommentare der Kommentatorin. Fand sie die Trommlermassen eher angsteinflössend, bin ich fast sicher, dass sie von Riverdance begeistert war – ob nun irische Tänzer oder chinesische Trommler, da ist der Unterschied im Resultat nicht so groß. Nun ja. Die deutsch-chinesische Völkerverständigung in Poppelsdorf hat allerdings aufgrund der seit jeher bestehenden unterschiedlichen Lebensrhythmen nach der Eröffnungsfeier leider direkt wieder ein abruptes Ende gefunden. Ich gebe auf.

Olympia macht (mir) glaube ich deswegen Spaß, weil man sich ja auch mal Sportarten ansieht, denen man sonst kaum Aufmerksamkeit schenkt. Wie ein Freund bemerkte, fehlt einem zwar das Curling, aber es gibt ja auch genügend andere Sportarten. Zum Beispiel Judo. Davon bin ich allerdings ziemlich enttäuscht. Nicht von der Goldmedaille für Deutschland, aber von der Sportart an sich. Es sieht für mich aus wie Ringen in zweiteiligen Bademänteln. Ehe es zur Sache geht hat man den Eindruck, als stünden sich zwei Katzen auf Hinterbeinen gegenüber, die sich die Krallen um die Ohren hauen. Dann ist alles ein Knäuel und entweder gibt’s gar keine Punkte weil man sich verkeilt hat, einen Punkt oder 10 Punkte auf einmal. Für Passivität kann man bestraft werden, das ist Shido. Und wenn man eine für mich nicht nachvollziehbare Technik anwendet, kann man auch nach wenigen Sekunden der Sieger durch Ippon sein. Ippon ist eigentlich japanisch für eins, heißt aber – ich habe mich schlau gemacht, immer [der] sofortige[n] Sieg für den Judoka und ist damit die höchste mögliche Wertung. Sie wird für einen technisch sauberen Wurf oder eine für 25 Sekunden durchgehend ausgeführte Festhaltetechnik vergeben. Ebenfalls erhält ein Kämpfer ein Ippon, wenn der Gegner nach einem Hebel- oder Würgeangriff aufgibt oder kampfunfähig ist. Den inneren Schenkelwurf oder utshi-mata wende ich dann vielleicht zur Übernahme der Gästecouch an…

Der erste Freiwillige Helfer in Beijing wird wohl mittlerweile auch dem Arbeitslager überstellt worden sein für seinen Faux-pas bei der ersten Siegerehrung des Schwimmstars Michael Phelps – da brach doch zum Entsetzen aller und im Beisein von Bush Jr. UND Sr. die Hymne einige Takte zu früh ab. Da ist selbst mir das Herz stehen geblieben…

Symphatisch finde ich auch, wenn Reporter zugeben können, dass sie eigentlich nicht so voll die Ahnung davon haben, worüber sie gerade berichten. Ganz im Stile der Fernsehshow mit dem Nagetier wurde vorab noch erklärt, worin der Unterschied zwischen Florett-, Säbel- und Degenfechten liegt, nämlich NICHT nur in der Waffe, sondern auch an den Zielflächen: von Kopf bis Fuß (Degen), nur der Torso beiseitig (Florett) oder Oberkörper inkl. allem (Säbel). Und dann ging’s los, heute in aller Herrgottsfrühe, als Nicolas Limbach einem Weißrussen knapp unterlegen war. Gehen nämlich die „Trefferlämpchen“ bei beiden so gut wie gleichzeitig an, entscheidet der Schiri, wer den Punkt bekommt. Meist der aktivere (angreifende) Fechter, wie mir schien.

Also, Engarde!!! Der Wecker wird klingeln.
Barbara

20-jähriges Jubiläum steht vor der Tür


Gezeichnet von MF anlässlich der Olympischen Spiele 1988 in Seoul

Spätestens seit den Olympischen Spielen in Seoul 1988 wurde bei mir der Olympiawahn festgestellt. Dies geschah durch meine damalige Englischlehrerin, die bemerkte, dass während dieser zwei Wochen mein Interesse an „if-clauses“ und „modal auxiliaries“ stark nachließ bzw. komplett meiner privaten Olympiaberichterstattung auf dem klasseneigenen schwarzen Brett wich. Steffi Graf mitten in der Nacht gewinnen sehen, in ihrem Grand Slam Jahr. Die Fechter aus Tauberbischofsheim und anderswo jubeln sehen. Darauf warten, dass Florence Griffith-Joyner sich die Mega-Fingernägel abbricht. Ben Johnson siegen und dann des Dopings überführt sehen. Den Deutschland-Achter in Glanzzeiten erleben. Bei Greg Louganis‘ Knall auf das Sprungbrett schockiert von der Couch springen… man hört immer Zahlen wie „die öffentlich-rechtlichen übertragen 300 Stunden von Olympia“. Ich denke, ich kann von mir behaupten, etwa 287 davon gesehen zu haben. Der Rest war Synchronschwimmen und Boxen. Und vielleicht noch Wasserball.

Und auch dieses Jahr setzt der Wahnsinn wieder ein. Es hat lange gedauert, bis ich mich habe anstecken lassen – Kerner hat es geschafft mit der Sendung zu den besten olympischen Momenten. Da brach der Damm, der vorher schon nicht der stabilste war, hätte ein Boykott der Spiele doch aller Wahrscheinlichkeit nach endgültig das Ende aller Beziehungen innerhalb meiner deutsch-chinesischen WG bedeutet. Nun bin ich eingeladen, die Eröffnungsfeier im Kreise der Chinesen in Poppelsdorf zu verfolgen und werde im Geist der Spiele an einer nachhaltigen Verbesserung der Lebensbedingungen hier arbeiten. 😉 Ja, ich unverbesserlicher Optimist.

Zwar werde ich meinen Lebensrhythmus nicht komplett umstellen wie einst zu Nagano (schlafen ab 20 Uhr, aufstehen um 3 Uhr, zwei Wochen im Adrenalinhoch durchhalten, im Nachbarn im Stockwerk drunter des nächtens einen Verbündeten finden – TOOOOOOORRRR! – und schließlich doch zusammenbrechen, siehe oben), aber einige Highlights werde ich mir rauspicken und mal sehen, ob der ein oder andere Urlaubstag drin ist, trotz aller beruflich bedingten Widrigkeiten (wer konnte nur auf den Gedanken kommen, unser alljährliches Mammut-Audit in diesen Zeitraum zu legen?? Unglaubliche Kurzsichtigkeit und/oder mangelndes Interesse an sportlichen Großereignissen…)


Eines von zahlreichen offiziellen Olympia-Briefmarkensets

Meine am weitesten zurückliegenden Erinnerungen habe ich im zarten Alter von 8 Jahren gemacht, anlässlich der olympischen Winterspiele in Sarajewo. Das einzige, woran ich mich da allerdings wirklich erinnere, ist das Maskottchen, der heulende Cartoon-Wolf, der der Auftakt zu jeder Übertragung war: „SARAJE-WOOOOOOOOOOO“ (und, erschütternderweise, die Kür von Jayne Torvill und Christopher Dean, die mich Jahre später zum Kauf einer von zwei Klassik-CDs in meinem Besitz bewegte). In diesem Jahr gibt es gleich 5 Maskottchen, die ich persönlich ästhetisch nicht so gelungen finde – eine in unserer WG einvernehmliche Meinung. Gut wiederum finde ich die (Bedeutung der) Namen. Der Typ ganz links heißt Beibei, dann kommt Jingjing, gefolgt von Huanhuan und Yingying und rechts außen Nini. Diese Namen bilden den Satz „Beijing huan ying ni“. Vielleicht schreibt man da noch was zusammen, das weiß ich nicht. Jedenfalls heißt das: „Willkommen in Beijing“. Dass die Namen alle doppelt sind hat einerseits den Hintergrund, dass sich einsilbige Namen im Chinesischen nicht so gut anhören und andererseits hat das einen verniedlichenden Effekt. Ich hoffe nur, die Eröffnungsfeier ist nicht nur niedlich…

Also, einen genauen Zeitplan habe ich schon, die Planung kann beginnen… irgendwie kommt mir nun eine Zeile von Mr. Winterbottom aus Dinner for one in den Sinn: „I now declare this bazaaaaaaar open“….
Schönes Wochenende!
Barbara

Das Konkurrenzunternehmen

Cover von Senk ju vor träwelling

Es entbehrte nicht gewisser Ironie, dass ich in der Nacht zuvor wegen Schlaflosigkeit bis in die frühen Morgenstunden das Buch „Senk ju vor träwelling“ Wie Sie mit der Bahn fahren und trotzdem ankommen gelesen hatte. Ich wollte mal wieder in die Eifel, zu meinen Eltern, was am Bonner Hauptbahnhof öfter schonmal Schwierigkeiten verursacht und sich auch dieses Mal als eines der großen Abenteuer dieser Welt entpuppte.

Wohlwissend, dass ich an einem Samstagmorgen den Wecker sicher nicht wegen ewiger Schlangen im Reisezentrum eine Stunde früher stellen wollte, hatte ich meine Fahrkarte schon am Vortag besorgt. So erreichte ich, noch etwas muffelig wegen des fehlenden Schlafs, um 9:44 Uhr Gleis 4, wo der Zug gewöhnlich – und wie mir das Internet am Vorabend noch einmal bestätigt hatte – um 9:49 Uhr abfährt. Je höher mich die Rolltreppe brachte, um so größer wurden meine Augen: kein Zug angezeigt, dafür Dutzende von verzweifelten Wanderern gestiegenen Alters, die sich einen schönen Tag an der Ahr machen wollten. Die Rolltreppe in die Gegenrichtung war nicht weit und ich machte mich gleich auf zum Info-Point. Dort entspann sich folgender Dialog:

Barbara: „Guten Morgen! Können Sie mir sagen, was mit der Rhein-Ahr-Bahn los ist? Die scheint nicht zu kommen?“
SERVICEkraft: „Nein, die fahren heute alle wegen Gleisarbeiten ab Bonn Bad-Godesberg.“
„Ach Herrje… “ [Blick auf die Uhr]
„Das schaffen Sie nicht mehr. Das war aber überall angeschlagen im Bahnhof.“
„Nun, das setzt voraus, dass man vorher im Bahnhof ist UND aktiv die Glaskästen aufsucht, wo Änderungen stehen KÖNNTEN. Ich habe am Vorabend im Internet geguckt und da stand gar nichts zu Änderungen.“
„Ja, was haben wir mit dem Internet zu tun? Das ist ein Konkurrenzunternehmen.“
„Wie jetzt, Konkurrenzunternehmen? Ich meine http://www.bahn.de.“
„Ja, sag ich doch. Ein Konkurrenzunternehmen, damit haben wir nichts zu tun und können auch nichts dafür, wenn die das nicht ändern.“

Zu diesem Zeitpunkt hielt ich es für besser, einfach per U-Bahn Richtung Bad Godesberg aufzubrechen, denn unausgeschlafen und mit einem stetig ansteigenden Genervtheitspegel kann man mit einem derartigen Ausmaß an Absurdität nicht umgehen. Dass man mir servicehalber beim Kauf des Tickets am Schalter vielleicht einen Tipp hätte geben können, war offensichtlich auch zu viel verlangt… Warum muss man so einen Humbug reden und kann nicht einfach sagen „Das tut mir leid und war mir nicht bewusst – ich werde das melden, damit das an den kommenden Wochenenden behoben ist.“ SELBST WENN man es dann nicht tut?? Ich habe die Frage nach der Konkurrenz auch an das Unternehmen gestellt und bin gespannt auf die Antwort – wenn eine kommt.

Was das oben genannte Buch angeht: es hat gute Passagen und besonders gefallen mir die „Übersetzungen“ für besonders häufig gebrauchte Wendungen in Durchsagen am Bahnsteig (endlich weiß ich, warum es diese ganzen Böschungsbrände gibt, weswegen sich die Züge auf ungewisse Zeit verspäten). Alles in allem ist es aber derart übertrieben, dass es spätestens nach der Hälfte langweilig wird.

Die saisonalen Köstlichkeiten


aus: Boston Globe, 21.12.2001

Was für ein Schock kurz nach meiner Rückkehr. Ich hatte es befürchtet, denn jedes Jahr ist es dasselbe… aber ich hatte keinen Maßnahmen ergriffen. PLUS: keine Zentis-Marzipankartoffeln mehr. EDEKA: ausverkauft. EXTRA: kein Fatz mehr. Panik machte sich breit… Gott sei Dank waren im Kaufhof noch 7 Beutel zu haben, die ich gleich aufgekauft habe. Vielleicht meldete sich wegen der fatalen Marzipankartoffel-Lage auch niemand auf mein Inserat im Tausch- und Verschenkmarkt, wo ich meinen All-in-one Lexmark angeboten habe… gegen 5 Tüten der oben genannten Köstlichkeiten. Wahrscheinlich konnte niemand anbieten.

In der Zwischenzeit bin ich auch selbst backtechnisch aktiv geworden und habe Marzipansterne, Glühweinschnitten und Nussmakronen in die Dosen verfrachtet. Leider ist alles entgegen sämtlicher früherer Planungen so hektisch diesen Advent, dass ich keinen Abend mehr in Ruhe zu Hause bin bis Weihnachten und doch wieder alles so zwischendurch läuft. Aber die Rumkugeln sollte ich vielleicht heute doch noch hinkriegen 😉 Die Glühweinschnitten fallen allerdings unter das Betäubungsmittelgesetz… die machen süchtig! Und die Frage, wie lange die sich wohl halten, entfällt völlig – meist nicht lange!

Unsere Katze Sophie arbeitet wie in jedem Jahr mit Lethargie daran, bis zu den Feiertagen Garfield’sche Ausmaße zu erreichen. Vier Schälchen Futter pro Tag sind gar nichts, dazu die eine oder andere Maus. Ich glaube, die Vögel lassen ihr keine Chance – höchstens der motorisch etwas herausgeforderte, den ich während eines Besuchs bei meinen Eltern in der letzten Woche beobachten konnte: in geschätzten 27 Anläufen hat er es nicht geschafft, den Anflug auf das Vogelhaus erfolgreich abzuschließen. Mal sehen, ob er Weihnachten noch im Training ist.

So, jetzt werde ich in aller Ruhe Weihnachtsstimmung aufladen und mir Olaf, der Elch reinziehen. Und die letzten Karten schreiben, noch ein paar Geschenke verpacken… die dritte Kerze anzünden… und mich dann im Norwegerpulli und bepackt mit Glühweinschnitten auf den Weg in die Südstadt machen. Einen frohen dritten Advent!

Bis bald
Barbara

Der Baum


aus: Boston Globe, 17.12.2001

Trotz aller beunruhigenden Unkenrufe vor meiner Abreise, dass als Maßnahme zur Stabilisierung der Sicherheitslage im Ostkongo die Grenze zu Ruanda am 1.12. geschlossen werden sollte und ich somit meinen Rückflug ab Kigali nicht hätte erreichen können, bin ich heute morgen um 5:30 Uhr sicher in Frankfurt gelandet.

Zum ersten Mal war ich auf der Fahrt zwischen Goma und Kigali nicht hundsmüde und habe die interessantesten Dinge entdeckt. Große dunkelrot blühende Blumen, ein bisschen wie Dahlien, aber mannshoch. Was könnte man daraus ein schönes weihnachtliches Bouquet machen, dachte ich. Auch die bis zum Horizont reichenden Teeplantagen habe ich wahrgenommen – nun ist der Horizont im Land der tausend Hügel zwar nicht so fern, aber immerhin. Tee… da wartet doch so eine leckere Weihnachtsteemischung auf mich in Bonn, dachte ich. Und was sind das für komische hölzerne Zylinder hoch in ganz dünnen Bäumen, fragte ich den Fahrer. „Da wohnen die Bienen,“ antwortete er. Was würde der Honig in meinem Weihnachtstee lecker schmecken, dachte ich.

So ist es denn auch kein Wunder, dass mich nach meiner Rückkehr gleich die Weihnachtsstimmung vollkommen überflutete. An schlafen war nicht zu denken; dummerweise hatte ich auch noch ein gültiges Fernsehprogrammheft: Biathlon aus Hochfilzen war angekündigt. Darüber bin ich dann zwar doch weggedöst, aber es musste sein. So musste es denn auch sein, dass ich NOCH HEUTE einen Baum gekauft habe. Die Herren bei Knauber haben wahrscheinlich gedacht, ich ginge gar nicht mehr – ich habe jeden einzelnen Baum über 2m mehrfach rausgezerrt angeguckt, gedreht, nachdenklich das Kinn in die Hand gestützt, über Preise nachgedacht, über die Enge meiner Wohnung, darüber, was eine Koreatanne wohl im speziellen auszeichnet… und mich dann letztlich doch wieder für eine Nordmanntanne entschieden und dafür, dass die nächste (Altbau-) Wohnung ein Weihnachtszimmer haben muss, in dem ich einen 3,50-Baum voll zur Geltung kommend unterbringen kann!

Nun steht er, der Baum, wenn auch noch ohne Schmuck – das schaffe ich dann heute wohl doch nicht mehr. Und es ist eigentlich vollkommen unverständlich, warum die Weihnachtsstimmung so explodiert ist, hat man sich in Goma doch alle Mühe gemacht, Bonn in nichts nachzustehen. Ich selbst war mit Marzipankartoffeln, Lebkuchen und einem Adventskalenderbuch versorgt, der bekannte Bruder brachte am 4.12. extra kongolesische Barbarazweige vorbei (Palmenblätter), die Kollegin hatte ein tropisches Adventsgesteck organisiert über dem wir den ersten Advent besungen haben und mit der auf Urlaub in Goma weilenden Frau eines anderen Kollegen habe ich mich über Plätzchenrezepte ausgetauscht und festgestellt, dass ich diese „Wespennester“ dringend mal ausprobieren muss. Gleich morgen muss ich mal anrufen und nach dem Rezept fragen…

Ich wünsche euch allen einen tollen zweiten Advent, mit viel Plätzchenbacken, Geschenke verpacken, Geschenke basteln, Karten schreiben, einfach nur abhängen, Wintersport in der ARD oder was auch immer ihn zu einem gelungenen Tag werden lässt!

Bis bald
Barbara