A Few Days in… BERLIN!

So auf den letzten Drücker dachte ich mir der Oktober hat doch auch noch einen Beitrag verdient… ich war ein paar Tage in Berlin, erst beim Humanitarian Congress, was eine ausgesprochen interessante Veranstaltung war, und dann noch das Wochenende bei Freunden.

I thought I should manage to squeeze in a last-minute post in October… I spent a few days in Berlin, attending the Humanitarian Congress, a hugely interesting event, and the weekend with friends.

Nachdem Freitagabend ein ordentlicher Regenschauer runtergegangen war, haben wir uns doch noch rausgetraut zum Festival of Light, zu dem eine nicht zu navigierende Zahl an Gebäuden fix angestrahlt oder mit Laser-Shows bespielt wurde. Es war teilweise wirklich atemberaubend.

There had been heavy rains on Friday night but they did stop in time for us to go out and admire the Festival of Light. Oodles of buildings were brought to life either by a fixed light installation or a mesmerizing laser show. It really was breathtaking at times.

Himmel und Menschen waren unterwegs, aber wen wundert’s. Mehrfach haben wir es bedauert, dass die Straßenbeleuchtung an war – wieviel intensiver hätte das Erlebnis noch sein können. Andererseits war es auch so nicht immer einfach, unsere Kleinstgruppe beisammenzuhalten, wenn jeder von einem „Ooooohhhh…“ ins andere irgendwohin stolperte.

Huge crowds were out and about, not surprisingly. More than once we regretted that the streetlights were on – how much more intense the experience could have been. But then it was hard enough to keep our mini group together when everybody went „Oooooohhhh….“ all the time and staggered towards something else.

Leider habe ich kein Foto (oder besser noch: ein Video) des Straßenkünstlers gemacht, der sich selbst zum Lichtkunstwerk gestylt hatte und dabei Bruce Springsteens Dancing in the Dark in einer stark gewöhnungsbedürftigen, jedoch Lächeln hervorzaubernder Cover-Version vortrug.

Unfortunately, I didn’t take a picture (or better yet: make a video) of the street artist who had made himself into a lightshow and presented a cover version of Bruce Springsteen’s Dancing in the Dark that took some getting used to but in the end added many a smile to the evening.

Die Gebäude am Bebelplatz waren ein wahres Feuerwerk – und so unterschiedlich gestaltet. Samstagmittags kam ich dann nochmal dort lang und auf einmal wirkte alles so langweilig. Aber der Himmel war auch grau… ich werde ihn wohl nochmal bei strahlendem Sonnenschein besuchen müssen, um diesen Eindruck etwas zu relativieren.

The buildings at Bebel Square were quite the fireworks – and their light designs all so different from one another. I came by again Saturday about noon and it all looked utterly boring. But then it was a grey sky, too… I guess I just have to return in lots of sunshine to put my impressions into perspective again.



Nach diesem Overkill war der Berliner Dom fast ruhig, obwohl man auch dort ein ganzes Weilchen verbringen und die verschiedensten Designs bewundern konnte – deutlich mehr als die vier, die ich hier mal beispielhaft zusammengefasst habe.

If that was a bit much, Berlin Cathedral was almost a little serene, even though you could spend quite a while there, watching it being bathed in one design and then another and another etc. Quite a few more than the four I have included in the little collage below.

So richtig touristisch bin ich irgendwie nicht unterwegs. Ich „muss“ ja immer in den Laden mit den tausenden tollen Postkarten. Und in die Krimibuchhandlung, mir Krimis besorgen, von denen man noch nie gehört hat. Solche Sachen. Dieses Mal bin ich dann spontan auch noch im Neues Museum gelandet, meine Gastgeber meinten, ich solle mir mal die Nofretete ansehen – zum ersten Mal einen Fuß auf die Museumsinsel gesetzt. Und natürlich wieder voll verpeilt. Die Nofretete habe ich gesehen und fand sie wunderbar in Szene gesetzt – aber das Gebäude an sich hat mich deutlich mehr fasziniert. Als ich es dann gerafft hatte: gebaut zwischen 1843 und 1855, schwer beschädigt im Zweiten Weltkrieg und nach einer Notsicherung in den 80ern lief seit 2003 die Instandsetzung. Mehr als gelungen, würde ich sagen. Das Treppenhaus wirkt auf mich (die ich noch nie auch nur in Ägypten war, geschweige in der Nähe eines solchen Bauwerks) wie der Eingang in eine Pyramide:

I’m usually not the typical tourist because by now I „have to“ go to the corner store that sells thousands of postcards. And the bookstore specialized in thrillers – and get one that I would never have heard of otherwise. Things like that. This time I ended up at the Neues Museum rather spontaneously as my hosts thought I should have a look at Nefertiti. So I set foot on the museum island for the first time and for a while just didn’t get it. I did see Nefertiti and found her to be ideally placed – but I was much more fascinated by the building itself. Once I got it: it was built between 1843 and 1855, suffered major damage in WWII and after it underwent some emergency protection measures in the 80s, was being rehabilitated since 2003. Perfectly, I should say. The grand staircase had an air of the entrance to a pyramid (said she who’s never been to Egypt and much less been near an actual pyramid):

Was die Exponate angeht, so fand ich, durch die Abteilungen hindurch, dass die „Humboldt Forum Highlights“ der absolute Knaller waren. Es waren immer Paare aus unterschiedlichen Kulturen und Zeiten, die zusammengefunden haben, wie unten der zeremonielle Goldhut (74cm hoch!), von etwa 1000 v.Chr. – der in Süddeutschland gefunden wurde (hätte ich NIE dort verortet) und der Cacique aus Quimbayan, dem heutigen Kolumbien, etwa 500 bis 700 v.Chr. Die Form seines Huts wird mit dem Fundstück aus Deutschland verglichen, die verschiedenen Methoden der Goldbearbeitung umrissen und die jeweiligen Bedeutungen bzw. Nutzungen erläutert. Der kleine Kerl ist ein Muschelkalkbehälter – und insofern wichtig, als Coca-Blätter ihre Wirkung nur entfalten können, wenn sie mit Kalk zerkaut werden… Didaktisch gelungenes Konzept, würde ich sagen, denn diese Zusammenhänge werde ich behalten.

As for the exhibits: across the departments, I really enjoyed the „Humboldt Forum Highlights“. Exhibits from different cultures and periods were shown together, such as the ceremonial gold hat below (74cm high!), from about 1000 BCE which was found in Southern Germany (who would have thought!) and the Cacique from Quimbayan, present-day Colombia, from about 500-700 BCE. The shape of his hat is being compared to the gold hat from Germany, different methods of working gold are briefly explained as are the respective meanings and uses. The little dude is a container for shell lime – which was (is, I guess) important for coca leaves to reach their full potential when chewed… Anyhow, I find this concept highly educational – I have a feeling I will remember quite a few details.

Doch nun muss ich zum Ende kommen, war schön mit euch. Hoffentlich dauert es bis zum nächsten Beitrag nicht wieder knapp zwei Monate. Habt eine gute Woche!

With this, I have to come to an end, though. I hope I won’t take another two months to post again. Have a good week!

Barbara

Fortschritte / Progress


Und wieder einmal ist ein Monat vergangen… so langsam jedoch zeichnet sich Hoffnung ab, dass das Tempo an allen Enden etwas nachlässt. Die Sommerferien sind vorbei und „im Büro“ sind wieder alle da, sechs Wochen des Wahnsinns sind beendet. Und als am Mittwoch die Couch kam, habe ich es nach erfolgreicher Montage Larry gleich getan und darauf gechillt. Doch von vorn: mit fachmännischer Beratung und großem Einsatz des Vaters einer Freundin (auch Larry war begeistert), sind Wohn- und Esszimmer nun fertig renoviert:

And so another month has passed… but now that summer break is over I am moderately optimistic that things will slow down on more than just one level. Life at the office was crazy for those past six weeks. And when last Wednesday my new sofa was delivered and successfully assembled by yours truly, I immediately joined Larry and chilled some. But let’s start from the beginning: I was blessed with the professional advice and support of a friend’s father (Larry was quite taken, too) so that the dining and living rooms are now finished:

Der Kaminofen wird dann Ende September installiert… so bleibt mir Zeit rauszufinden, wo ich überhaupt Brennholz herbekomme. Am Ende werde ich auch noch eine Ausbildung zum Waldarbeiter absolvieren. Die restliche Möblierung des Wohnzimmers kommt am letzten Septemberwochenende aus Bonn. Eigentlich wollte ich die alten Möbel im Esszimmer erstmal behalten… aber jetzt, da alles so schön ist… geht das irgendwie nicht. Ich sag ja, der Hausflohmarkt wird nicht wirklich kleiner. Aber die Rosen stehen in der zweiten Blüte – und haben Besuch:

The woodburning stove will be installed at the end of September… so there’s still time to find out where I can get wood to burn. I can’t really see myself doing a training as a lumberjack, though I would have the shirts to go with it! All other furniture for the living room will come from Bonn the last weekend in September. For the dining room I thought I’d keep the old furniture for the time being… but now that everything is basically perfect – it won’t work. I keep telling people: the yard sale is ongoing and doesn’t really get any smaller. But the roses are in their second bloom – and got visitors:

Ich hatte den Eindruck, die Libelle ist tot und bis nah rangegangen, was sie dann dazu bewegt hat, aufzufliegen… dem toten Zustand näher ist nun mein Smartphone. Kommt halt davon, wenn man nicht die 10 Sekunden noch aufwendet, um die Kamera zu holen. Apropos Kamera: die durfte man leider auf der Freilichtbühne in Schuld nicht benutzen, sonst hätte ich euch schon längst von meinem Besuch dort berichtet. In diesem Jahr wurde Pinocchio gegeben. Schön ist es immer, aber in diesem Jahr war es absolut zauberhaft und ich bin sehr froh, eine der letzten Vorstellungen noch besucht zu haben – Pinocchio hatte mich an sich nicht so gereizt. Für 2020 habe ich was auch immer fest im Kalender.

I wondered whether the dragonfly was dead and got really close which made it take off… now, my smartphone is closer to a dead state. I should have spent another 10 seconds grabbing the camera, right? Talking of the camera: unfortunately, photography was not allowed at the Schuld Open Air Theater or I would have created a huge post on that. They performed Pinocchio this year. It’s always just wonderful but this year it was right down enchanting and I’m really happy that I managed to go to one of the last performances – Pinocchio as such was not that much of a pull factor for me but that’s how wrong you can be. A visit in 2020 is already on the agenda.

Am Wochenende danach ging es noch nach München – diese Besuche sind nie mit vielen Fotos gesegnet, da wir nicht viel anderes machen als quatschen, essen, einen heben, schlafen, shoppen und von vorn: unser alljährliches AuPair-Treffen. Es galt 25 Jahre Freundschaft zu feiern. Schocker.

The weekend after that was spent in Munich – these visits never yield many pictures as we don’t do much other than chatting, eating, drinking, sleeping, shopping (start over): our annual AuPair meet. We celebrated 25 years of friendship. Scary.

Und damit komme ich zum Ende – und überlege noch, ob ich mich mit Wahlsendungen heute noch in einen depressiven Zustand versetzen soll. Euch einen schönen Restsonntag und bis hoffentlich bald wieder

I’ve got to come to an end – wondering whether I should watch the specials on the elections in two states, thereby very likely maneuvering me into a depressed mood. Anyhow, I wish you all a wonderful Sunday and hope to post again soon

Barbara

Schwimmbad der Pandora / Pandora’s Pool


Dieses Foto ist auch schon wieder drei Wochen alt und ungefähr 5 Minuten Fußweg von zuhause entstanden. Da hat man ganz schnell mal Urlaubsstimmung besorgt nach Feierabend. Geht auch auf der Terrasse, aber von da ist der Ausblick nicht ganz so schön. Und hier war einiges los. Ende Juni, direkt vor dem Trip nach Flensburg, gab es einen großen Hausflohmarkt. Am Tag selbst und den Wochenenden seitdem ist sehr viel Geschirr, Mobiliar, Bücher, Super 8-Ausstattung, Tischwäsche und und und weggegangen. Der Rest, der immer weiter wächst, weil so langsam auch einiges aus Bonn dazu kommt, bleibt einfach den ganzen Sommer stehen und ich werde ein klassisches schwedisches Loppis-Konzept fahren: Schild an die Straße, wenn ich da bin und wer kommt, der kommt. Alles wieder einpacken kann ich auch an regnerischen Tagen im Herbst.

This picture is almost three weeks old already and it was taken about 5 minutes‘ walk from home. Very easy to get into vacation mode after work. Works on the terrace, too, but the view can’t compare. And so much was going on here, too. At the end of June, right before I went to Flensburg in fact, I had a huge indoor yard sale. On that day and the weekends since, I was able to find new owners for a lot of china, furniture, books, super8 equipment, table cloths and more. Whatever is left keeps growing as piece by piece my things from Bonn move here as well and there’s some yard sale material there, too. I have decided to run a classic Swedish-style loppis all summer: whenever I feel like it, I put out a sign by the road and welcome anyone who’d like to browse. Rainy fall days are more apt for repacking it all and taking it other places.

Nun geht es auch im Haus in die nächste Phase: sechs Wochen oder so habe ich versucht, die Schrankwand im Wohnzimmer zu verkaufen – ohne Erfolg. Am letzten Wochenende haben wir sie dann abgebaut. Dabei stellte sich heraus, dass ich auch wieder einen Elektriker kommen lassen muss, denn bspw. ein Kabel aus der Wand, das per Lüsterklemmen zu einer Dreiersteckdose wird, soll dann doch nicht die Hauptstromversorgung im Wohnzimmer schultern. Am Freitag werden erste Arbeiten für den Kaminofen gemacht (Schornstein u.a.). Und DANN kann es an das „Schönmachen“ gehen 🙂

The work on the house is reaching a new phase, too: for about six weeks or so I have tried to sell the huge wall cupboard – unsuccessfully. Last weekend my sister and I took it down. While doing so, I noticed that I do need to get an electrician in to fix a few things, among others the main power outlet which currently is a cable protruding from the wall connected to a triple socket by way of connectors. This Friday, a chimney will be installed for the woodburning stove to come. And THEN the part where you will actually see change will start 🙂

Wir waren echt gut beschäftigt am Wochenende und hatten uns den Grillnachmittag am Sonntag dann wirklich verdient. Denn das Schwimmbad der Pandora haben wir auch noch geöffnet. Obwohl Kathrin noch meinte, wir sollten vielleicht einfach einen Sarkophag gießen. Auf dem Bild weiter oben sieht man den Flohmarkt und darunter ist ein ehemaliger Pool:

We were really busy on the weekend and more than deserved the barbecue Sunday afternoon. Because we also opened Pandora’s Pool. Kathrin suggested we might just construct a concrete sarcophagus but then we did end up opening it. On the picture above the living room one you see the yard sale and underneath that is a former pool:

Es war nicht ganz so zugeknallt, wie befürchtet, aber praktisch fast nur mit „Müll“. Die Weltmarktpreise für Kupfer werde ich allerdings noch prüfen müssen, bevor der nächste Schrotthändler die Runde macht. Die alten Küchenstühle hätten bestimmt noch Liebhaber gefunden – wären sie nicht total verschimmelt gewesen. Neben Poolreinigungsgerätschaften gab es eine angebrochene Packung Glaswolle (Abnehmer??), eine Rolle Drahtzaun, diverse leere Kartons von ca. 1994 gekauften Bildschirmen, Bühnenbilder von Grundschultheateraufführungen und nicht zuzuordnende Gerätschaften. Ggf. zur Urananreicherung?

It wasn’t quite the dump we had feared but most of it was actually „trash“. I do have to check the market value for copper, though, before the next scrap dealer passes through. The old kitchen chairs would have found a loving new home, I am sure – hadn’t they been extremely mildewy. There was pool cleaning equipment, an opened package of glass wool (interested anyone??), a roll of metal fencing, a collection of empty boxes of computer screens bought in 1994 and the like, set designs and props for primary school plays and equipment we had not a clue what it could be used for. Maybe uranium enrichment?

Und dann Kisten über Kisten mit Melamingeschirr – für Parties von bis zu 90 Gästen. Flache Teller, tiefe Teller, Kompottteller, Suppenschalen… Ich hatte das vorher noch nie gesehen, es waren Werbeprospekte mit DM-Preisen in den Kisten – und alle kamen vom Katastrophenschutz. Gab’s vielleicht mal einen Tag der offenen Tür am Bunker, wo man sich mit Dingen eindecken konnte, die man da loswerden wollte? Wie gesagt, der Hausflohmarkt wächst:

And then boxes and boxes of melamine dishes – multiple-use very sturdy plastic party dishes for up to 90 people. Flat plates, soup plates, dessert plates, soup bowls… I had never seen it before, there were ads quoting Deutschmark prices inside the boxes. And the boxes had originally all been addressed to the disaster reponse office. Maybe there was an open house at one of the nearby mega bunkers and they were having their very own yard sale?? Anyhow, MY yard sale is growing again:

Doch nun werde ich noch ein Stündchen im Garten liegen und lesen… und vielleicht gesellt sich die Katze dazu. Genießt den Sommer und auf bald!

But now let me go outside for a little break in the garden, reading a good book… and maybe the cat will join me. Enjoy the summer and take care!

Barbara

A Couple of Days in… FLENSBURG!


Okay, Mitte Juli schon wieder… Und ich erreiche den Punkt, dass ich mir selbst für die Wochenenden to-do-Listen mache. Das ist nicht gut! Aber immerhin kann der Punkt ganz oben heute gestrichen werden: ich wollte euch noch von einem kurzen Ausflug nach Flensburg erzählen, wo ich eine Freundin besucht habe. Ende Juni…

Wow, mid July already… And I’ve reached a point where I make to-do lists for the weekends even. And that is not good! But the no. 1 will be off the list soon: I have wanted to tell you about a short trip to Flensburg, which is practically Denmark, where I went to see a friend. At the end of June…

Das einzige, was ich vorher dachte war: „Da hake ich noch was auf meiner Hanse-Liste ab!“ Doch ach: Flensburg war nicht Teil der Hanse! Das fand ich schon sehr überraschend und würde gerne mal genauer reingucken, warum das (nicht) der Fall war. Aber Flensburg hat mir nichtsdestotrotz sehr gut gefallen. Eine schöne Größe (um die 90.000 Einwohner), ansprechende Architektur (über 300 Fotos an zwei Tagen… hat wohl mit dazu beigetragen, warum es so lange gedauert hat, bis ich hier mal zu Potte gekommen bin), die Förde – und die besten Fischbrötchen ever, bei Ben ganz versteckt am Museumshafen (Foto oben), geöffnet „12 Uhr bis alle“. Allein dafür würde ich nochmal fahren.

The only thought I had before going was: „Another city to check off my Hanse list!“ Imagine my surprise upon discovering: Flensburg wasn’t part of the Hanse! I was dumbfounded and still want to have a closer look at why that was (not). But anyhow, I liked Flensburg a lot. Nice size (pop. 90,000), beautiful architecture (more than 300 pictures in two days… I guess that was part of the reason it took so long to get going on this post), the firth – and the best fish buns ever, at Ben’s, hidden away at the museum harbor (picture above), open „12 noon till gone“. They alone are reason enough to go again.

Irgendwann so mittelfristig steht vielleicht auch eine neue Haustür an und irgendwie glaube ich, muss das so was nordisches werden. Allein mit den Türen hätte ich einen Tag verbringen können, aber auch die dazugehörigen Häuser in den entsprechenden Vierteln luden zum Verweilen an, besonders in der St. Jürgen-Straße, wo viele Kapitänshäuser stehen, aber auch im Bereich Fußgängerzone/Altstadt.

At some point down the road I may need to think about a new door for the house and somehow, I think it may have to be a colorful wooden door. I could have spent a day with the doors alone, and the houses that came with them in the repsective neighborhoods, like St. Jürgen Street where you find the old Captains‘ houses, but also in and around the shopping area which is also the historic center.

Ich hatte mir den heißesten Tag des Sommers ausgesucht, und während es im Rheinland unerträglich war, war es im Norden der perfekte Sommertag bei etwa 26 Grad und einem angenehmen Wind. Da hat man kaum Lust, irgendwo rein zu gehen, aber der einen oder anderen Kirche habe ich dann mal einen Besuch abgestattet (St. Johannis oben). So insgesamt allerdings ist da noch vieles offen, was ich anlässlich eines erneuten Besuchs mal in die Planung mit einbeziehen könnte. Beispielsweise das Thema Rum, was der Stadt im 18. und 19. Jahrhundert zum Aufschwung verhalf. Der Rum kam aus Dänisch-Westindien – wer wusste, dass es das gab?! Es handelt sich hierbei um die drei Inseln St. Thomas, St. John und St. Croix. Das nur mal nebenher.

I had inadvertantly chosen the hottest day of the summer to be here, and while it was totally unbearable in the Rhinland, I enjoyed the perfect summer day at about 26C and a nice wind. And as usual these conditions kept me from going inside anywhere for any longer period of time. I did check out a couple of churches and quite liked St. Johannis (above). But in all there’s a lot left to discover (a second trip is definitely necessary). The whole subject of rum and how it brought the city forward in the 18th and 19th centuries, for example. The rum came from the Danish West Indies – who would have known they even existed?! They are the islands of St. Thomas, St. John and St. Croix. Just so you know.

Der malerische Oluf-Samson-Gang (oben) war laut Altstadtplan der Touri-Info früher Wohnstraße der Schiffer und Handwerker, dann das Rotlichtviertel. Oder, wie es wörtlich heißt, die „Liebesgasse“. Das machte die Gentrifizierung offensichtlich etwas schwieriger… Mich erinnert es aus unerfindlichen Gründen frappierend an „Earl’s Lane“ aus Der Kleine Lord. Vielleicht, weil es schon wieder so rasant auf Weihnachten zugeht?!

According to the map and guide I got at the tourist info, the picturesque Oluf-Samson Lane (above) used to be inhabited by sailors and craftsmen before it became the redlight district. Or, as they call it, „Love Lane“. Apparently, that last use made it a bit harder to gentrify… Somehow, it reminds me of „Earl’s Lane“ in Little Lord Fauntleroy. Maybe this is helped by the fact that we are getting closer and closer to Christmas again?!

Ich sagte ja schon, dass es hier architektonisch einiges zu bestaunen gibt und für die Interessierten hebe ich besonders dieses Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Haus mit einem Bohlendach in Spitzbogenform hervor, was revolutionär war, da man mit geringem Materialeinsatz große Spannweiten stützenfrei überbrücken konnte. Man fragt sich, warum es dann nicht mehr davon gibt (und ich im besonderen frage mich, wie ich das nun übersetzen soll…). Ich finde ganz einfach: es sieht schön aus!

As I mentioned earlier, there are quite a few interesting things for the architecturally inclined. Dear Roy, let me focus on the house from the late 18th century – and bear with me trying to translate what it is about… which you probably know ayway 🙂 It has an ogival shape plank roof, a style, first developed in France, which was revolutionary as it became possible to cover large spans without support and comparably little construction material. Does that make any sense?

Und dann ist da ja auch die Förde. Kurz stellte sich mir die Frage, ob die Förde ein Fjord sei. Sprachlich ist es wohl tatsächlich das gleiche, und weil ich heute offenbar im Recherchemodus bin: geomorphologisch gibt es aber einen Unterschied, haltet euch fest. Bei beiden handelt es sich um durch Gletscherzungen gegrabene Meeresbuchten. Fjorde jedoch sind seewärts gegraben worden, Förden landwärts. Man kann es sich auch unnötig schwer machen, find ich jetzt. Auf jeden Fall war es schön, an der Förde.

And then there’s the firth (Förde in German). I briefly wondered whether the firth is a fjord. And as I now know, linguistically it is basically the same but, as obviously I am in research mode today, there is a difference when it comes to geomorphology. Both, firth and fjord, were formed by advancing glaciers. Fjords were formed by glaciers moving seawards, while firths were formed by glaciers moving landwards. To me, this seems like complicating things with little added value, but hey… It was beautiful, out by the firth.

Der Flensburger Banksy macht eher in Katzen und Hamster, aber es macht Spaß, die Werke des unbekannten Künstlers zu finden. Man muss nur aufpassen, dass man darüber nicht womöglich den schmalen Eingang zu einem wunderschönen Hof verpasst. Und apropos: falls ihr noch einen Anlass braucht, um Flensburg kurzfristig einen Besuch abzustatten: am 19. Juli beginnt die Flensburger Hofkultur, eine Konzertreihe in besagten Höfen.

Flensburg’s Banksy is more into cats and hamsters but it’s a lot of fun discovering the wall-art of this unknown artist. You just need to pay attention so as to avoid missing the narrow entrances to the beautiful courtyards. Talking about them: if you’re still looking for a reason to go to Flensburg soon: July 19 is the opening night of this year’s Flensburger Hofkultur (Flensburg Courtyard Culture) event, a series of concerts in just these courtyards.

Soviel habe ich nun nicht untergekriegt, aber ich muss zum Ende kommen. Habt eine gute Woche – und hoffentlich auf bald!

I have left out so much but have to come to an end now. Have a good week and take care!

Barbara

Love is all around


Der Juni sieht seinen vierten Beitrag, yay! Und es ist mal wieder was kreatives. Ich war zur Hochzeit einer Freundin und Kollegin eingeladen und eine Karte zu kaufen war einfach keine Option. Was sich anhört, als hätte ich mich zwingen müssen, doch weit gefehlt. Es hat endlich mal wieder richtig Spaß gemacht.

June has its fourth post, yay! And this time it’s creative again. I was invited to the wedding of a friend and colleague and buying card just wasn’t an option. It sounds like I felt somehow forced but far from it. I finally had a really good time in my creative nook again.

Die Materialien waren alle vorhanden – den Schriftzug habe ich allerdings nicht selbst aus Draht gebogen, sondern von timklabim auf tauschticket.de eingetauscht. Das war der Knaller.

I had all the supplies – but I didn’t make the wire sentiment myself. I got it from timklabim on a German exchange platform, tauschticket.de. It was just perfect.

Ich hatte zwar nichts damit zu tun, aber es muss Erwähnung finden, wie wunderbar diese Hochzeit war. So viele liebevoll gestaltete Details, die Deko wunderschön… und dann noch eine Wahnsinnstorte, die eine (weitere) Kollegin gebacken hat. Ganz unten Himbeer-Zitrone mit eine Hauch Holunder, in der Mitte Schokolade und Heidelbeeren, oben auf besonderen Wunsch einen Sandkuchen. Abgesehen von lecker und an sich schön anzusehen, passte auch sie perfekt in die Deko.

I had nothing much to do with it all but I have to mention how wonderful this wedding was. So much love for detail, beautiful decorations… and then a breathtaking wedding cake, made by a(nother) colleague. The bottom layer was raspberry-lemon with a touch of elderberry, in the middle chocolate and blueberries and on top, as per special request, a Madeira cake. In addition to being delicious and gorgeous, it was a perfect match theme-wise.

Und damit wünsche ich euch noch eine schöne Restwoche!

Have a good week!

Barbara

Ein Besuch auf der…/ A Visit at… NÜRBURG


Heidenei, schon der dritte Beitrag im Juni und wir sind noch nicht mal bei der Monatsmitte angekommen. Es könnte ein Zeichen sein, dass sich die Dinge wieder normalisieren. Auch wenn ich wieder eine Woche hintendran hänge, denn der Besuch auf der Nürburg war bereits am Himmelfahrtswochenende!

Good grief, it’s the third post in June already and we aren’t even half way through yet! I take it as a sign that things are starting to get back to normal. Though I’m still behind as this visit to Nürburg Castle took place more than a week ago already.

Heribert Pohl --- Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975

Heribert Pohl — Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975
Nicht maßstabsgetreuer und nicht gesicherter Grundriss der Burg Nürburg in der Eifel

Auf 678mNN thront die Nürburg und ist damit die am höchsten gelegene Burg in Rheinland-Pfalz. Wie die anderen Berge in der Umgebung ist auch dieser ein erloschener Vulkan aus dem Tertiär. 954 findet er als „mons nore“, „schwarzer Berg“, Erwähnung, worauf der moderne Name wohl zurückzuführen ist. Sein Basalt wurde für den Bau der Burg, ab 1160 durch Ulrich von Are, verwendet. Einen Grundriss musste ich mir nochmal besorgen, denn ich Burgenunkundige ließ mich verwirren: die Vorburg ist/war viel mehr als die Kapelle, die wir vom Bergfried aus sehr gut fotografieren konnten, nämlich ein ziemlich großer, von der äußeren Ringmauer umschlossener Bereich.

Nürburg Castle sits on 678m – no other is on a higher elevation in Rhineland-Palatinate. As all the other mountains of the region, it is an extinct volcano from the tertiary that was first mentioned as „mons nore“, „black mountain“, in 954. It seems that the modern name derived from that. The basalt was used for the construction of the castle, started in 1160 by Ulrich von Are. I had to go looking for a plan again as I am somewhat clueless when it comes to castles and got confused: the outer castle is/was of course much more than the chapel that we got a good view of from the bergfried, a pretty large expanse, really, surrounded by the outer ring wall.

Schon im 16. Jahrhundert verfiel die gesamte Anlage und wurde 1587 von niederländischen Soldaten geplündert. Zwar wurde sie 1608/1612 teilweise instandgesetzt (77 Fenster wurden erneuert!), aber kurz nach der Renovierung kam es zu Sturmschäden. Der 30-jährige Krieg hatte auch hier Auswirkungen: die Burg wurde 1633 von Schweden erobert. Das war nicht von langer Dauer; 1689 wurde die Anlage von französischen Tuppen Ludwig XIV. teilweise zerstört. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage als Steinbruch genutzt, bevor 1846, 1871 und 1878 erste Sicherungsmaßnahmen erfolgten. Von der mittelalterlichen Ringmauer ist so gut wie nichts mehr übrig – aber irgendwie hat es was, dass sie heute vom NürbugRING umgeben ist, dessen Start-/Zielbereich wir inkl. des Erlebniswelt-Desasters einwandfrei sehen konnten.

The castle complex deteriorated as early as the 16h century and was raided by Dutch forces in 1587. Quite some renovation took place in 1608/1612, including the renewal of 77 windows, but shortly thereafter, the castle was severely damaged during a storm. It wasn’t left alone by the Thirty Years‘ War, either: the Swedes conquered it in 1633. It wasn’t for long, though, as the castle was partly destroyed by French forces under Louis XIV. in 1689. By the 18th centrury, it was a mere quarry until the first measures were taken to preserve what was left in 1846, 1871 and 1878. Nothing (much) is left of the outer ring wall but the irony is not lost me that nowadays the area is encircled by the NürburgRING racetrack, the start/finish area we got a good view of, too, the disastrous amusement park included.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich vollkommen abschweife: bei dem ganzen Getümmel von Niederländern, Schweden, Franzosen und wer auch immer über die Jahrhunderte hier noch so durch kam (nicht zuletzt die Römer) und mit Sicherheit auch andere als militärische Spuren hinterlassen haben, kann man sich hier ja eigentlich nur als Europäer betrachten.

I’m getting even more distracted: looking at the hustle and bustle of the Dutch, Swedes, French and whoever else passed by through the centuries (the Romans, too!) and the fact that in all likelihood they left more than just military traces, one must come to the conclusion that this is European heartland – how can you consider yourself as anything else?

Doch zurück zur Burg, wo ich neben Ruinen wie immer auch die Blumen im Auge hatte und ein IFO, ein interessantes Flugobjekt, das auf meiner Brille Platz nahm. Den Bergfried oder auch Hauptturm betritt man heute im Erdgeschoss – früher war der Zugang im Stockwerk darüber und der heutige Eingangsbereich war das Verlies und ehemals eben nur von oben zugänglich. Was für ein Alptraum, dunkel, 2,75m dicke Mauern, über hygienische Zustände will man nicht länger nachdenken… viel hoffnungsloser kann es ja nicht kommen.

Back to the castle, where flowers caught my eye, too, and a tiny IFO (Interesting Flying Object) that landed on my glasses. Today, you enter the bergfried or main tower at ground level – originally, the entrance was one floor off the ground and today’s entrance area was a dungeon and only accessible through a hole in the ceiling basically. What a nightmare that must have been, dark, 2.75m thick walls, I don’t even want to imagine hygiene… it can’t get much more hopeless than this.

Karl Meyer, 1901 (Ausschnitt), in: Losse, M. (2008): „Keck und fest, mit senkrechten Mauertürmen… wie eine Krone.“ Burgen und Festungen an der Ahr und im Adenauer Land. Regensburg, S. 127.

Da atmet man heute noch mal ordentlich durch, wenn man oben angekommen ist und den Ausblick genießen kann (übrigens durch das Stockwerk mit der Kuppeldecke auf den Fotos oben).

What a relief to reach the top, take a deep breath and enjoy the view (by the way, passing through one floor with a domed ceiling as shown on one of the pictures above).

Mit diesem Ausblick muss ich zum Ende kommen. Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine gute Woche!

This view must mark the end of this post. I wish you all a nice evening and a good week!

Barbara

„Jag gratulerar“


Die über die kreative Welt gewonnenen Leser dieses Blogs könnten zwischenzeitlich den Eindruck gewonnen haben, ich hätte mein Hobby an den Nagel gehängt. Dem ist nicht so. Es gibt momentan nur andere Prioritäten und wenn, dann meist last-minute Kreationen, bei denen ich in der Hektik das Foto vergesse oder zwar welche habe, aber dann nicht die Zeit finde, zu posten. Wie gestern kundgetan: ich habe große Pläne für den Juni 😉

Those of you who got to follow this blog via a crafting connection may have wondered by now whether I’ve said good-bye to my hobby altogether. No, I haven’t. It’s just that other issues have taken my priority list hostage and when I do get to craft, it’s usually very last minute and I forget about pictures or I do take some but then don’t find the time to post them. But as I said yesterday: I have big plans for June 😉

Während meines Schweden-Urlaubs im vergangenen Sommer bin ich ja, wie bereits häufiger erwähnt, den Loppis verfallen, den Flohmärkten. Und immer wieder die Frage: was kauft man denn da alles? Zum Beispiel alte Postkarten, von denen man denkt, sie nochmal „aufarbeiten“ zu können.

While on vacation in Sweden last summer I discovered and got lost in many a loppis, a flea market. And people keep wondering: what on earth did you buy all the time? Old postcards for example, thinking I could upcycle them.

Eine Postkarte mit dem Spruch „Ich gratuliere“ in schwedischer Sprache schien mir passend für den Abschied einer langjährigen Kollegin und Freundin, die nicht nur Schwedisch spricht, sondern auch Halbschwedin ist und sich nun im Ruhestand dauerhaft aufmacht in mein Lieblingsland. Der Urlaub 2020 steht.

A postcard with the Swedish language sentiment „Congratulations“ seemed perfect for the good-bye of a long-time colleague and friend who doesn’t only speak Swedish but is in fact half Swedish and will now make my beloved Sweden her retirement home. Sweden will see me again 2020.

Gemeinsam mit vielen (den engsten?) Kollegen haben wir ein Buch zusammengestellt, für das jeder einen oder mehrere Beiträge machen konnte – und diese Seite ist in meiner Werkstatt dabei herausgekommen. Und ans Foto habe ich erst gedacht, als es schon dunkel war und ich den Text auch schon hizugefügt hatte, deswegen der unkenntlich gemachte untere Teil. Und nun hoffe ich, ihr hattet einen guten Start in die neue Woche!

Together with many (the closest) colleagues we made a book for her. Everybody was invited to add as many pages as they wanted – and this page came from my desk. I only thought of the picture when it was already dark and the text had also already been added – that’s why the lower part is blurred. And with this I hope you had a good start into the new week!

Barbara