Frohes Neues! / Happy New Year!

2018 ist vorbei… Willkommen in 2019! Wir haben da so einen running gag unter Kollegen – „Ich sag euch: 2019 wird mein Jahr!“ Ich wäre stark dafür. Aber das alte Jahr haben wir noch gebührend verabschiedet mit dem traditionellen Raclette, Spieleabend oder eher -nacht und Gequatsche bis 5 Uhr heute Morgen. Ich kann mich kaum auf das Neujahrsspringen aus Garmisch konzentrieren…

2018 has come and gone… welcome to 2019! There’s this joke among the colleagues – „I’m sure: 2019 will be my year!“ I’m all for it. But we said good-bye to the old year with our traditional raclette, board games and catching up until 5 this morning. I have a hard time concentrating on the New Year’s ski jumping from Garmisch-Partenkirchen…

Das Essen war also reichlich, die Drinks lecker, das Glückslos in meinem Fall erfolglos, dafür die Glückskekse vielversprechend: „Sie meistern jede Situation“, „Prima, Sie haben ein offenes Ohr für Neues“ und „Prima! Auch wenn’s durcheinander geht, bewahren Sie einen kühlen Kopf.“ Was kann da schiefgehen?

So there was lots of food, yummy drinks, my scratch ticket did not bring riches but the fortune cookies were promising: „You master every situation“, „Great, you are open for new things“ and „Great! Even when things get messy, you keep a cool head.“ So what could possibly go wrong?

Bei VERTELL?S wurde ich unter anderem nach meinem größten Erfolg der letzten 12 Monate gefragt. Da würde ich sagen, das war der gemeinsam erreichte Erfolg des Basars für das Elisabeth-Hospiz in Lohmar… der, bis ich den Laden wirklich dicht gemacht habe am 27.12., unglaubliche 2.350 Euro erbracht hat – und dann noch um zwei sehr großzügige „Barspenden“ auf 2.750 Euro hochgetrieben wurde. Nochmal mein Dank an euch alle, das war ein Riesending! Und meine Bastelecke ist endlich wieder bereit, schöne Dinge zu produzieren. Und lasst euch gesagt sein: ich habe schon wieder Ideen für den nächsten Advent!

One of the questions I had to answer when we played VERTELL?S was about my greatest success of the past 12 months. I would say that was the success we all built: the fundraiser for the Elisabeth Hospice in Lohmar… which resulted in (when I finally closed shop on December 27) an incredible 2,350 Euros – which were then raised to 2,750 Euros by way of two very generous „cash donations“. Again: a big thank you to all of you, it was an amazing experience! And my creative nook is finally ready for a lot of fun crafting in 2019. So rest assured: I already have ideas for the next one!

Nicht zu vergessen ist außerdem, dass einfach mal so „nebenbei“ noch 74 Euro für Daw Thein Aye in Myanmar zusammengekommen sind, die ich ebenfalls in Kürze überweisen werde. Auch dafür vielen Dank! Doch nun wünsche ich euch ein frohes neues Jahr voller wunderbarer Begegnungen, spannender Abenteuer und ganz einfach viel Spaß und Gesundheit.

Last but not least, there were another 74 Euros that were raised „on the side“ for Daw Thein Aye in Myanmar which I will also transfer shortly. Many thanks for that as well! But now let me wish you a happy and healthy new year filled with wonderful encounters, exciting adventures and simply lots of fun.

Barbara

Der perfekte Job / The Perfect Job


Das wird mal ein Beitrag, in dem die Fotos nichts mit dem Text zu tun haben. Sie sind zwar am gleichen Tag entstanden, aber aus einer spontanen Laune heraus, die mich nochmal zum Weihnachtsmarkt und auf den Sky Liner gebracht hat. Aber eigentlich geht es um das:

This is going to be a post where the pictures are unrelated to the text. They were made on the same day but on a spontaneous return to the Christmas market where I wanted to go up on the new Sky Liner after all. But this post is really about this:

Im Briefkasten lag ein Paketschein – abgegeben beim Nachbarn drei Häuser weiter. Da wird viel angenommen und das ist eigentlich total praktisch. Jetzt allerdings wurde ich in 48 Stunden sicher zehnmal vorstellig und traf nie jemanden an. Schon der 22. Dezember… ich werde nervös. Was, wenn die in Urlaub sind? Also nochmal hin, zum zweiten Mal allein an diesem Vormittag.

There was a notice in my mailbox: a package had been handed over to a neighbor three houses down the street. They accept a lot of packages all year round and it usually comes in very handy. This time, though, I went there about 10 times in 48 hours and no-one ever answered the door. And it’s December 22 already… I’m starting to get a little nervous. What if they already left for a Christmas vacation or something? Well, let’s try a second time this morning.

Aus dem Hoftor getreten steht das gelbe Auto eine Paketdienstes direkt vor mir, der freundliche Zusteller einen Turm Pakete balancierend. Um nicht noch einen Paketschein zu kassieren frage ich: „Ist da auch eins für mich dabei?“ und nenne meinen Namen. „Nein, heute nicht,“ sagt er ohne zu zögern, „aber vor zwei oder drei Tagen – das habe ich in der 16 abgegeben, haben Sie das geholt?“ Ich war total perplex, der hat seinen Laden echt im Griff. „Ehrlich gesagt versuche ich das seitdem erfolglos, bin auch gerade wieder auf dem Weg dahin.“

When I open the gate to the street there’s a large yellow delivery truck parked right in front of the house and the friendly delivery guy is balancing a tower of packages. To be sure not to get another notice in the mailbox I ask: „Do you have one for me, too?“ and add my name. „No, not today,“ he says without missing a beat, „but two or three days ago and I handed it over to the lady in no. 16 – have you picked that up?“ I was completely dumbfounded, he really knows what he’s doing. „Frankly, I have tried a zillion times but no one’s ever home – was going to try again just now.“

Ein entsetzter Blick: „Oh, da ist keiner mehr, die sind schon weg! Aber da können Sie in dem Restaurant an der Ecke mal fragen, oder im Sushi-Laden, die sind irgendwie verbandelt, vielleicht können die helfen.“ Die Örtlichkeiten hatten zwar beide noch geschlossen und letztlich klingelte ich die anderen Hausbewohner durch und das Paket wurde mir ausgehändigt… aber dieser Paketzusteller hat mich echt nachhaltig beeindruckt. Erstens sowieso und dann in dieser sehr stressigen Zeit. Wow. Da hat einer ganz offensichtlich einen Job, der für ihn gemacht ist und der ihm Spaß macht. Und ich sitze hier noch 2 Tage und starre ein Paket im Weihnachtsdress an und frage mich, was da wohl drin sein könnte!

He looks at me terrified: „Oh, they’re not there anymore, they’ve left! But you could check at the restaurant on the corner or the sushi place down that street… they are connected somehow, maybe they can help.“ The places both hadn’t opened for the day yet and in the end I just rang everybody’s doorbells at no. 16 and someone was in fact able to give me that package… But this delivery guy really impressed me. Quite generally, to begin with, and then in this most hectic time of year. Wow. Someone seems to be having the job they were cut out for and be enjoying it. While I will now sit here two more days and stare at that package in Christmas finery and wonder what’s inside!

Einen schönen vierten Advent!

Have a wonderful fourth of advent!

Barbara

Es funktioniert!! / It works!!


Der Baum steht – und das wie immer schon seit dem ersten Adventswochenende! Es ist wieder ein Riesentrümmer und eine Schönheit noch dazu. Das geschulte Auge sah schon bei Anlieferung (nicht gesehen gekauft), dass er zu groß war – doch bevor ich die Worte „Ich hole mal die Säge raus“ äußern konnte, war die Spitze schon abgeschnippt. Und trotzdem sind 400 Lichterchen noch zu wenig… Aber ich habe ein neues Familienmitglied, rein technisch wohl ein Rentier, eine Rudolfine, aber sie wurde herzlich willkommen geheißen:

The tree is up – and of course as of last weekend! It’s huge again – and a beauty, too. I saw already when they brought it that it was too tall (I bought it without seeing it – it’s a place where you can do that) – but before I could utter „Let me get the saw“, they had cut off the top. And still 400 lights are not enough… Give a warm welcome to a new member of the family, technically a reindeer, a Rudolphia, but the moose did not mind one bit:

Und heute Morgen mache ich die Wohnungstür auf und meine Deko, ein großer Nikolaussocken, klonkert hart gegen das Holz. Hm? Und dann gucke ich nach – und dann sind da allen Ernstes Süßigkeiten drin!!! Und es ist noch nicht mal Nikolaus!!! Es funktioniert! 🙂

And then this morning I open the apartment door and my decoration, a large stocking, kind of hits hard against the wood. Mmh? I have a closer look – and there’s candy inside!!! And it’s not even St. Nicholas yet!!! It works! 🙂

Hoffe, eure Vorweihnachtszeit lässt sich auch gut an!

I hope your Christmas season is also off to a good start!

Barbara

Absurdistan

Hat euch eure Mutter / Großmutter / Tante auch immer gewarnt: „Kind, achte auf deine Unterwäsche. Wer weiß, wann man mal per Notarzt ins Krankenhaus kommt und dann wird es sonst peinlich!“? Nun, den Test dieser Theorie habe ich noch nicht durchgezogen, aber drei Polizisten spontan in der Wohnung zu haben, die vor einer Weile mal aufgeräumt und geputzt wurde, steht dem wahrscheinlich in nicht viel nach. Ich glaube die 2m² große Deutschlandfahne, die aus aktuellem Anlass an der Wand hängt, hat da das schlimmste abgefedert.

Were you also warned by your mother / grandmother / aunt: „Child, always take good care of your undergarments. Who knows, maybe one day you’re taken to the hospital by ambulance and then it can be very embarrassing if they are not in good shape!“? Well, I haven’t run that test yet but to have three police(wo)men in your not really recently cleaned apartment on a spontaneous visit probably comes pretty close. I think the fact that a 2m² German flag adorns one wall due to the World Cup helped to distract them.

Aber zurück auf Start. Ich komme halbwegs guter Dinge und halbwegs früh nach Hause (eine Kombination, an die ich mich nicht mehr wirklich erinnere), stecke den Schlüssel ins Schloss – und stelle fest, dass der Schlüssel nicht passt. Das Schloss ist ausgetauscht. DAS SCHLOSS IST AUSGETAUSCHT?! Vermieter angerufen, der weiß von nichts. Was ist hier passiert? Wie sieht die Wohnung aus? Zum Schlüsseldienst geschlappt – der gut bekannte Herr guckt mich an, als hätte ich einen neben mir stehen. Verschiebt aber, verlässlich, wie er ist, einen Termin, um sich erstmal die Lage bei mir anzusehen. Meinen Wohnungsschlüssel muss er gar nicht testen, dem Profi ist per Blick klar: dieser Schlüssel gehört nicht zu diesem Schloss. Die Tür wird aufgebrochen. Im Flur dahinter liegen die Teile des alten Schlosses.

But back to zero. I come home, for once somewhat relaxed and somewhat early (a combination not known in living memory, it seems), put the key in the lock – and notice that the key does not fit. The lock has been changed. THE LOCK HAS BEEN CHANGED?! Called the landlord, who didn’t have a clue. What happened here? What state is the aparmtent in? Trotted over to the locksmith – the gentleman who has been of help a couple of times before looks at me like I’ve lost it. But reliable as he is, he postpones an appointment to check out the situation. Upon arriving, he doesn’t need to test my key, the professional sees at first glance: that key doesn’t go with this lock. He breaks the lock. The pieces of the old lock are scattered on the floor in the hall.

Was zum Teufel ist hier abgegangen? Die Wohnung scheint unberührt. Auf den ersten Blick fehlt nichts, alle (eh nicht aktuelle) Elektronik noch da, Geld liegt auf dem Tisch (okay, waren auch nur schwedische Kronen)… Weil das Schloss professionall entfernt wurde, vermutet der Mensch vom Schlüsseldienst, dass sich jemand aus dem Haus im Stock vertan hat, merkt, dass er nicht reinkommt, und hat den Schlüsseldienst gerufen, die Wohnung ist auf, man bemerkt den Fehler, setzt ein neues Schloss ein und hält verschämt den Mund. Ich rufe die Polizei.

What the f… has happened here? The apartment looks untouched. At first sight, nothing seems to be missing, the electronics are all still there (far from being state of the art anyway), money is on the table (okay, only Swedish krona)… As the lock had apparently been removed professionally, the locksmith thinks someone from the house may have mistaken my apartment for theirs, realized he can’t get in, calls a locksmith, the apartment is open, they realize the mistake, a new lock is put in and they are too embarrassed to admit it all. I call the police.

Die Polizei rückt an, gleich drei BeamtInnen, und können sich auf die Sache erstmal auch keinen Reim machen. Man beginnt eine Befragung im Haus und so langsam beginnt sich das ganze aufzuklären. Ein Herr ein Stockwerk weiter oben fand auf seiner Tür heute einen Brief vom Finanzamt – wegen einer fehlenden Steuererklärung von 2014 versuchte man seiner habhaft zu werden, habe die Tür aufgebrochen und die Schlüssel könne er sich abholen. Nur leider war der Brief zwar an seiner Tür – nur war meine aufgebrochen. Was haben die da verbaselt? Offensichtlich war ja klar, dass die Tür die falsche war… ist es zuviel verlangt, (auch) da eine Nachricht zu hinterlassen? Am Ende kann ich ja froh sein, dass es kein Einbruch war oder sonst irgendwas abstruses – hier läuft ja ansonsten genug abstruses, aber das braucht echt niemand… Also, wenn bei euch mal ein Schloss ausgewechselt ist: am besten beim Finanzamt anrufen! Gute Nacht!

The police come, three officers even, and at first also find this just bizarre. They start questioning the neighbors and slowly some light gets shed on this. A guy from one floor up found a letter from the fiscal authorities on his door today – because of a missing tax declaration from 2014 they were trying to get a hold of him, had broken the lock and told him where to get the keys for the new lock. Unfortunately, the letter was on HIS door – but MINE had been broken. What were they doing? Once open, it was obvious they had chosen the wrong place… is it really too much to ask to leave a message there (,too)? In the end I can be happy it wasn’t a real break-in or something else entirely – there are many strange things going on here but really: nobody needs this kind of excitement… Anyhow, should you ever come home to find a changed lock: better call the fiscal authorities! Good night!

Barbara

Das Sockenstrickerimperium / The Empire of Sock Knitters

Der aufmerksame Leser wird bemerken, dass hier am 1. Juni der traditionelle Beitrag zur Plastikvermeidung ausgeblieben ist. Es war im Mai einfach zu viel los und ich bin so fertig wie das Waldhuhn im Titel dieses Blogs. Aber das liegt nicht nur am Mai, das wäre unfair, denn da war auch ganz schön viel schönes los… mehr so an zwei ausgefallenen Urlauben im letzten Jahr… aber der nächste kommt. 20 Tage noch. Wäre doch gelacht! Irgendwie jedoch ist mir danach, über etwas zu bloggen, was einen den Glauben an die Menschheit wiedergewinnen lassen kann: mein Sockenstrickerimperium!

The attentive reader will have noticed that the traditional post on reducing plastic waste was missing this June. But there was just too much going on in May and I am about as knackered as the title of this blog suggests. It’s not only May to blame, though, that would be hugely unfair, because there were so many wonderful things happening, too… it’s more about two vacations that I didn’t get to go on over the past year… but finally, one is coming up. 20 days to go. Piece of cake. But I’ve felt I needed to blog about something that makes you believe in the good of mankind again: my sock knitter empire!

Nein, ich habe noch nicht vollkommen den Verstand verloren. Die Sache ist die: anlässlich meines jährlichen Hospizbasars werde ich immer gefragt, ob ich nicht auch handgestrickte Socken im Angebot hätte. Hatte ich bislang nie, denn ich hatte keine Sockenstricker „an der Hand“. Das hat sich geändert: im Kollegenkreis fanden sich zwei, so auch in meinem Heimatdorf. Aber ich brauchte mehr. So kam ich auf den Gedanken, auf nebenan.de zu inserieren… „SockenstrickerInnen gesucht!“ Und es meldete sich jemand, B. aus der Südstadt. B. hat auch schon geliefert (siehe oben) und eine weitere Freundin rekrutiert.

No, I haven’t completely lost my mind quite yet. The thing is: each year when I do my fundraiser for the hospice people ask me, why I don’t have handknit socks. Well, easy: because there was nobody to knit them. That has changed: two colleagues have joined the team and another two knitters from my „home village“. But I needed more. So I posted on nebenan.de (a platform restricted to your actual real-life neighborhood): „Sock knitters wanted!“ And someone replied, B. from down the road. B. already delivered, too (see above), and also got a friend on board.

Dann meldete sich D. von der Poppelsdorfer Allee. Die strickt nun nicht nur, sie hat mich auch mit Tauschmaterialien für die Börse ausgestattet, wo ich die Wolle eintausche gegen alles mögliche andere… hauptsächlich Bücher, aber eben auch die Stoffe, die D. mir geschenkt hat. Und nun konnte ich sogar farblich passend zur Geburtsanzeige eine Kleinigkeit beilegen (und die ersten Euros in die Kasse geben). Schließlich war da aber auch noch M., der meinte, seine Mutter aus Siegen stricke am allerliebsten für den guten Zweck und brachte uns in Kontakt. Ich finde das einfach nur fantastisch, dass wildfremde Menschen da so einsteigen. Und Wolle ist auch noch da:

Then I got a message from D. She doesn’t only knit, she also gave me materials to trade in on the platform where I get the wool. I usually trade books but she gave me wonderful materials which have already yielded the wool for three more pairs. I happened to even have a pair of baby socks that matched the color palette of the birth announcement… a nice little something to add to my card (and the first euros in this years fundraiser were raised). But then there was also M. who messaged that his mother was a passionate sock knitter and preferred doing it for a good cause – and got us in touch. This whole thing absolutely blows my mind, total strangers teaming up for this. And there’s more wool:

An dieser Stelle schon jetzt ganz lieben Dank… an die Strickerinnen sowieso, aber auch an die Kollegen in der Poststelle, die diese Knäuel Umschlag für Umschlag entgegennehmen. Es sei schon lange nichts mehr gekommen, meinte einer gestern. „Nur eine Frage der Zeit!“ war meine Antwort, denn drei weitere Ladungen sind unterwegs… Schönes Wochenende euch allen!

I’m already so grateful and would like to thank… the knitters, of course, but also the colleagues in our mail room who receive these wool balls envelope by envelope. „It’s been a while since the last one came,“ one of them said yesterday. „It’s only a matter of time!“ I said, because three more are on their way… Have a great weekend everybody!

Barbara

Frühling, divers / Spring, miscellaneous

In den letzten Wochen gab es viele Dinge, über die ich gerne kurz berichtet hätte, aber die Umstände so allgemein haben es nicht zugelassen. Da war das tolle Wochenende mit 30 Grad, an dem man im April schon in kurzer Hose und T-Shirt bis zum Sonnenuntergang abends grillend draußen saß. Oder die Kirschblüte in der Bonner Altstadt, ein großes Event. Ja, im Ernst – vergesst Japan, kommt nach Bonn! Fühlt sich auch schon fast wie Tokio an…

There have been a number of these little things that I would have liked to let you know about over the past few weeks but circumstances kept me from it. There was that fantastic weekend in April, 30°C/86°F, where I opened the barbecue season, sitting outside in shorts and t-shirt until the sun went down. Or the cherries in bloom in Bonn’s old city, a big event. Seriously – forget Japan, come to Bonn! It even feels like Tokyo at times…

Was mich heute aber letztlich überzeugt hat, meine Prioritäten nochmal klar zu ziehen, war ein Maibaum. Ich werde nicht nochmal auf die ganze „Maibaum-Sache“ eingehen, das kann man hier nachlesen – aber ein so ausgefallenes Maibaum-Schild habe ich noch nie gesehen. Die Elisa hat offenbar einen Künstler am Start:

It was one of the may poles, though, that made me recalibrate today and set my priorities straight. I won’t explain all about may poles again but if you’re interested, you can check that tradition out here. But have a look at this extraordinary may pole sign – Elisa obviously is courted by an artistic soul:

Die neu gesetzten Prioritäten beinhalteten italienisches Eis und einen spontanen Besuch im Botanischen Garten. Ich hatte die Rhododendren für dieses Jahr schon abgeschrieben. Morgen geht es auf eine zweiwöchige Reise und danach wird die Pracht vorüber sein. Doch dann ging mir auf: Donnerstag. Öffnungszeiten bis 20 Uhr! Also los. Und was hat sich das gelohnt!

My recalibrated priorities included Italian ice-cream and a spontaneous visit at the Botanical Gardens. I had sort of made peace with the fact that I wouldn’t be seeing the rhodies this year. I’m off on a two-week trip tomorrow and once I return, they will largely be gone. But then I realized: Thursday. Open until 8 p.m.! Let’s go! And how spectacular it was!

Leider ist der Koffer immer noch nicht gepackt, aber jetzt bleibt keine Ausrede mehr übrig… auf bald!

Unfortunately, I still haven’t packed my suitcase but there are no more excuses… take care!

Barbara

Sonnenanbeter / Sun Worshipers

Wie immer im Frühjahr lasse ich mich von den Temperaturen in meiner ausgekühlten Wohnung täuschen: heute war Kurze-Hosen-Wetter! Wenn die Temperatur irreführend war, so hätte ich den durchdringenden und nicht abnehmenden Geruch von Grillanzünder richtig einordnen können. Die Saison ist eröffnet – und alle haben sich nach der Sonne gestreckt:

The temperature in my cold apartment has fooled me just as it does every spring: today was a t-shirt und shorts day! And if the temperature was misleading, I could have correctly interpreted the penetrant and never-ceasing smell of charcoal lighter at least. The season has begun – and everybody was trying to get as much sun as possible:

Die scheinbar grinsende Schildkröte rechts gefällt mir wirklich gut… Aber andere waren dann doch nicht so sehr auf die Sonne konzentriert: die Poppelsdorfer Froschkonzerte haben begonnen!

I love how that turtle on the right seems to be smiling! But there were others who didn’t concentrate on the sun as much: the Poppelsdorf Frog Concert Season has officially started:

Die Rhododendren halten sich weiter zurück, aber es waren auch genug andere Blüten zu genießen. Endlich habe ich zudem mal das nicht mehr ganz so neue Café ausprobiert. Auf der Terrasse sitzt man wunderschön, die Bedienung war freundlich und schnell, aber die Kuchenauswahl war enttäuschend (und teilweise um 15:30 Uhr schon ausverkauft), der Latte Macchiato durchschnittlich und der Test mit dem Leitungswasser funktionierte erst nach Erinnerung. Dazu schmeckte der Kuchen zwar gut, war aber zu teuer. Hörte am Nebentisch eine ähnliche Einschätzung. Aber wahrscheinlich ist das egal, die Lage wird’s machen.

The rhodies are still reluctant but there were enough other blooms to enjoy. And finally I got to try the not-so-new-anymore café. Sitting on the terrace is just wonderful, the service was friendly and fast but the choice of cakes was disappointing (and one of four sold out by 3:30 p.m.already), the latte was average and asking for tap water took two attempts – but it wasn’t denied. The cake was yummy, but too expensive. The party at the next table thought about the same. But I guess that doesn’t matter, the location is the selling point.

Und wie war euer Sommersonntag im April?

Did you have a summer Sunday in April, too?

Barbara