Plastic free… OCTOBER!

http://www.spiegel.de/fotostrecke/plastikmuell-ozeane-fotostrecke-116404-2.html

Source: spiegel.de

Schon wieder ein Monat vorbei und ich habe weiter daran gedreht, weniger Plastik im Alltag zu verwenden. Bei mir findet ziemlich viel Milch und Joghurt Verwendung. Wie jedes Mal bislang ist auch hier die Aussage: ist halt etwas teurer. Die Milch in den Flaschen schmeckt mir aber dazu auch noch besser. Und außerhalb Deutschlands lacht sich wahrscheinlich sowieso jeder kaputt, wenn man deutsche Dumping-Preise zitiert…

Another month has come and gone and I have tried to find more ways to avoid plastic. I eat and drink quite a lot of yoghurt and milk. And as with all other replacements so far: it’s a little more expensive. But an added value was that the milk from the bottles tastes better. And people anywhere outside Germany probably laugh hysterically when they hear the German dumping prices… fresh milk can be had for as little as 0,65€ a litre.

Beim Joghurt kann man sich ob größerer Auswahl noch deutlich länger mit Marktforschung befassen. „Normal“ oder bio; Plastik, Plastik mit Pappbanderole oder Glas. Wenn die Pappbanderole ins Altpapier kann und der Plastikbecher darunter unbedruckt ist, lässt der sich angeblich besser recyceln. Das reicht beim 500g Behältnis von 0,45€ bis 1,99€ (plus Pfand). Ich war schon lange bei Glas, habe aber – ich geb’s zu – nie auf den Preis geachtet, bin auf die Platzierung im Regal reingefallen (Augenhöhe halt). Und stelle jetzt fest: ich hatte immer den teuersten gegriffen. Kaufverhalten angepasst.

Getting an overview of the „yoghurt market“ takes a little longer. „Normal“ or organic; plastic, plastic with a cardboard sleeve, or glass. You can recycle the cardboard sleeve with the waste-paper – and the plastic can underneath is pure white, apparently it can be recycled more efficiently. Prices range from 0.45€ to 1.99€ (plus deposit) per 500g container. I had been buying yoghurt in glasses for a while already but – I admit it – have never paid attention to the price, just grabbed what was on eye level. And had to realize: I always took the most expensive one. Purchase behavior adjusted.

Source: Gourmet Versand

Beim Gemüsehändler gibt es regional produzierten Apfelsaft in der Glasflasche und auch dm hat leckere Säfte im Angebot. Wer sich mal was richtig leckeres – und auch mal ausgefallenes – gönnen will, dem lege ich die Gourmetsäfte von Van Nahmen ans Herz. Weißer Pfirsich. Sternrenette. Konstantinopeler Apfelquitte. Die sind so intensiv, die kann man fast nur als Schorle genießen. Gibt’s in großen Supermärkten. Aber nun sehen wir mal, was der nächste Monat bringt…

The greengrocer around the corner has regionally produced apple juice in glass bottles and my favorite drugstore offers yummy juices, too. And if you want to go for something really delicious – and extraordinary – have a look at the Gourmet Juices from Van Nahmen. White Peach. Rennet. Constantinopel Apple Quint. The taste is so intense you can really only have it weakened with sparkling water. You can get it in large supermarkets (at least in Germany). But now let’s see what October has in store for us…

Barbara

P.S.: Ich habe die Waschnüsse auch in einem kleineren Paket bei dm gefunden, da kann man das ganze mal für 3,95 Euro testen. Auf den ersten Blick sahen sie aber nicht ganz so… potent aus, also vielleicht höher dosieren.

Plastic free… September!

http://www.spektrum.de/news/wohin-verschwindet-unser-plastikmuell/1315749

Photo credit: spektrum.de


Schon wieder ein Monat um – und an der „Kampf gegen das Plastik-Front“ gab es eine weitere Entwicklung. Beim Besuch in Berlin im Juli hatte ich bei meiner Freundin Waschnüsse entdeckt. Sie benutzt sie seit Jahren und war sehr zufrieden damit, also habe ich diesen Versuch gestartet. Auch hier treibt einem die Anschaffung erstmal Tränen in die Augen (19,95€ für ein Kilo beim Waschbär), aber sie sollen ewig halten. Das sehen wir dann. Ich habe gerechnet: es müsste für 120 Wäschen reichen, um gleichviel zu kosten wie mein vorheriges Waschmittel… Man gibt jedenfalls 4-8 halbe Nüsse in einem kleinen Säckchen zur Wäsche. Die Nüssen enthalten Saponin, das reinigend wirkt. Die einzelnen Nüsse kann man 2-3mal verwenden.

Another month has come and gone – and there are new developments in my fight against plactic. When I went to see friends in Berlin in July I noticed that they used soapberries for their laundry. She’s been using them for years and has always been happy with the results so I decided to give them a try, too. As with many things, the initial investment makes your eyes water (19.95€ for 1 kg at Waschbär) but supposedly they last forever. We’ll find out. I did the maths: they would have to last 120 loads not to be more expensive than my previous detergent… You use 4-8 half berries in a little net for one load. They contain saponin which acts as a detergent. You can use the berries two to three times.

Ich bin von den Ergebnissen bislang ebenfalls angetan. Wenn’s hartnäckige Flecken gibt, muss man schon auch noch anderweitig behandeln, aber für die große Menge an Wäsche, die ja eigentlich nicht wirklich dreckig wird, funktioniert das einwandfrei. Gewöhnungsbedürftig fand ich dann nur, dass die Wäsche nach nichts riecht. Die Infos, die mit den Waschnüssen kamen, gaben den Tipp, „einige Tropfen“ bspw. Lavendelöl in die Weichspülkammer zu geben. „Einige“ habe ich als 5-6 interpretiert, mit dem Resultat, dass die Waschküche eine einzige Lavendelwolke war, als ich die Wäsche rausnehmen wollte. Also tun es auch drei Tropfen, was das 7,95€-Lavendelöl auch weiter bringen wird. Wenn ich es überhaupt dauerhaft nutzen will.

I have so far liked how the laundry turned out, too. When there are really tough stains, you need to use some other agent as well but it’s perfectly fine for the great bulk of it – let’s face it: our laundry is not really that dirty to start with. It took some getting used to the fact that the laundry does not smell like artificial lilac or whatever anymore – there is no discernible smell at all. The leaflet that came with the berries said to use „a few drops“ of an essential oil. I got some lavender oil and interpreted „a few“ to mean 5 or 6 – the result being that I walked into a lavender cloud when I returned to the laundry room. So three drops suffice… and the 7.95€ tiny bottle of oil will last a lot longer, too.

Es ist auch gut zu sehen, wann die Nüsse durch sind: auf dem Foto oben ganz links taufrisch, in der Mitte einmal benutzt und rechts dann nach der zweiten Wäsche. Da ist wohl nichts mehr zu holen. Dreimal nutzen finde ich ein bisschen schwierig. In der Summe: ich bleibe dabei und ihr solltet es vielleicht auch mal testen!

You can easily see when the berries are done: on the picture above, there’s an unused one on the left, one after one use in the middle and then one after two loads. Looks like all saponin is gone. So I think using them three times would be stretching it. Anyhow: I will continue to use soapberries and maybe you should give them a try, too!

Barbara

Plastic Free… August!

Photo credit: Guardian Weekly

Im Juli habe ich mit einem Beitrag zur Plastikmüllwelle angefangen – und meinem Privatexperiment, wo immer möglich auf Plastik zu verzichten. Nach einem Monat mit Seifenschale statt Seifenspender und Shampoo in Seifenform statt Plastikflasche kann ich vermelden: funktioniert wunderbar… und das Shampoo scheint meinem Haar dazu auch noch besser zu tun. Ab jetzt ist der Plan, einmal im Monat einen weiteren Beitrag zu schreiben und die Reihe fortzusetzen.

In July, I wrote a post about the wave of plastic trash and how I decided to reduce plastic in my life. After a month with a soap bar instead of liquid soap and a shampoo bar instead of the liquid version in a plastic bottle I’m very happy with both changes – it’s working very well and my hair actually seems to prefer the new shampoo. My plan is to post about my experiment once a month and maybe inspire a few of you.

Im Guardian Weekly gab es einen Artikel, der wieder mit Zahlen um sich geschmissen hat, die einem die Luft wegnehmen: weltweit werden jede Minute 1 Million Plastikflaschen gekauft – wovon nur ein zu vernachlässigender Anteil recycelt wird. Plastikflaschen waren in meinem Leben hauptsächlich mit Sprudel gefüllt und die habe ich schon vor einigen Jahren abgeschafft. Allerdings weniger wegen der Plastikfrage, sondern mehr aus Faulheit: ich wollte die nicht ständig 40 Treppenstufen nach oben schleppen und bin auf einen SodaStreamer umgestiegen. Und habe es nie bereut.

I’ve recently read an article in the Guardian Weekly that dealt with the issue of plastic bottles, quoting numbers that simply take your breath away: globally, one million plastic bottles are sold every minute – and only a fraction of these will be recycled. For a long time, plastic bottles in my life mainly came filled with sparkling water but I got rid of them years ago already. That was not about plastic trash but about laziness: I was getting tired of lugging them all up the 40 steps to my apartment, so I bought a SodaStreamer and never looked back.

Meine neueste Anschaffung hingegen ist der Jaus’nWrap. Das sind in Bienenwachs- und Kiefernöl getränkte Baumwolltücher, die zur Frischhaltung von Lebensmitteln dienen und die Frischhaltefolie ersetzen sollen (für die Aufbewahrung im Kühlschrank fuktioniert ein auf eine Schüssel gelegter Teller auch wunderbar, falls diese althergebrachte Technik verloren gegangen ist). Das hat sich ein österreichischer Ingenieur überlegt. Wie so oft keine ganz preisgünstige Anschaffung, aber ich bin sehr angetan davon.

My latest purchase is the so-called Jaus’nWrap. They are cotton rags drenched in bees wax and pine oil that serve to keep food fresh – replacing cling wrap (placing a plate over a bowl in the refrigerator works well, too, in case you didn’t know). An ingenious engineer from Austria had the idea. As with the shampoo, the purchase was pricey but so far my experiences with it are very good.

Bislang habe ich sie getestet als Verpackung für ein Butterbrot, als Bedeckung für eine halbe Wassermelone, über einer Schale mit einem Rest Nudeln mit Tomatensauce und als Schutz für einen halben Apfel. Alles hat sehr gut funktioniert. Die Kontaktflächen am Fruchtfleisch haben einen Hauch von Bienenwachs angenommen, aber das fand ich nicht störend. Das praktischste ist, dass man das Tuch zwischen zwei Händen quasi verschweißen kann: das Wachs wird warm und dann pappen die Lagen aneinander fest. Natürlich werde ich Frischhaltefolie nie ganz verbannen können: wie sollte ich sonst Zimtsterne backen? Im Umgang mit dem klebrigen Teig hat man nur eine Chance, wenn man ihn zwischen zwei Lagen Frischhaltefolie ausrollt… Habt einen schönen August!

So far, I have used it to wrap a sandwich, to cover half a watermelon to keep in the refrigerator, to cover a bowl with leftover pasta and tomato sauce and to wrap half an apple. And it worked well in all cases. When it came to the fruit, they took on a whiff of bees wax but I didn’t mind that. What I really like about it is the natural cling, if you will: e.g. if you keep the wrapped sandwich between warm hands for a moment, you can actually seal the package as the wax will get warm and act like a glue. Of course, I will never be able to completely ban cling wrap from my house: how should I make cinnamon stars without it, when you need to spread the very sticky dough between two layers of cling wrap?? Have a wonderful August!

Barbara

Plastic Free July


Dieses Foto aus der Ausgabe April 2017 des National Geographic Magazine hat mich einerseits fasziniert, andererseits aber auch schockiert. Dann hört man Zahlen wie z.B., dass in den USA täglich 500 Millionen Plastikstrohhalme benutzt werden. Die würden 127 Schulbusse füllen – jeden Tag. Letztlich dann der Bericht über die Henderson Insel, die mit ca. 38 Millionen Stück Plastikmüll zugemüllt ist:

On the one hand, this picture from the April 2017 issue of the National Geographic Magazine fascinated me – and on the other hand it was just shocking. Then you hear numbers like 550 million plastic straws that are used and discarded in the USA on any given day. They would fill 127 school buses – every day. And then finally the report on Henderson Island which is uninhabited, yet is covered in 38 million pieces of plastic trash:

Schon länger bin ich dabei auszuloten, wo ich auf Plastik verzichten kann. Nicht bei Einkäufen, da nehme ich schon seit Jahren meine Stoffbeutel mit. Aber: Flüssigseife. Warum benutze ich überhaupt Flüssigseife – während sich die handgemachten Seifen aus diversen Urlauben ansammeln? Denn wie kann man aus der Provence nach Hause kommen, ohne eine Lavendelseife im Gepäck zu haben? Und mein ruandischer Gorilla war eh zu lange arbeitslos:

I have been checking for a while where I can get rid of plastic. Not when I shop – I’ve used cotton bags for years already. But: liquid soap. Why do I use liquid soap anyway – when I bring home hand-made soap from just about very vacation? Because… how could I leave Provence without at least one piece of lavender-scented soap? And my Rwandan gorilla had been jobless for too long anyway:

Was geht noch im Bad? Shampoo in Seifenform. Den ersten Versuch der Umsetzung habe ich mit Lush gestartet – und da ist definitiv der Preis ein Thema. Aber gucken wir mal, wie sich das so entwickelt und was ich sonst noch an Möglichkeiten auftue. Tipps sind willkommen.

What else can be changed in the bathroom? Shampoo as a soap bar. I have given it a first try at Lush – and I admit that the price comes into play here. But let’s see how things develop and what other possibe options I come across in the process. Advice is always welcome.

Juli ist hier und da zum plastikfreien Monat erklärt worden – vielleicht guckt ihr euch euren Konsum auch mal an? Ich habe jedenfalls vor, hier hin und wieder darüber zu berichten, was sich sonst noch so ohne größeren Aufwand ändern lässt. Schönes Wochenende!

July has been declared plastic free by some organizations – why don’t you have a look at where you use it and could switch to alternatives? I will keep assessing things and will let you know about the progress. Have a great weekend!

Barbara