Rundweg *Hocheifel* Circular Route

Für gestern hatten wir uns viel vorgenommen: den Rundweg Hocheifel, 25,4km ab Adenau über die Hohe Acht und Nürburg zurück zum Ausgangspunkt. Wenn ich im Tal starten und gleich in den Antieg gehen muss, ist das schwierig… ich muss mich erst warm laufen. Dazu hatte ich hier keine Chance. Schon nach kurzer Zeit erreicht man die erste Aussicht über Adenau (s.o.). Im Nachgang frage ich mich in der Summe schon, warum der gesamte Weg als „schwer“ beschrieben wird, denn den allergrößten Teil waren wir etwa so unterwegs:

We had ambitious plans yesterday: the Hocheifel Circular Route, 25.4 km starting in Adenau, taking us to Hohe Acht and Nürburg and back to Adenau. I always find it challenging to start out with an ascent… I kind of have to warm up first. Well, I didn’t stand a chance. After only a rather short distance you reach a point where you get the above vista of Adenau. But looking back at the hike as a whole, I do wonder why it is rated „hard“ as most of the time we were walking on paths like these:

Vielleicht bezieht sich das auf die Länge – und auf den zugegebenermaßen nicht enden wollenden Anstieg zur Hohen Acht. Wo wir dann allerdings schon nach etwa 2 Stunden passend zu einer Mittagspause ankamen. Die Hohe Acht ist mit knapp 747m der höchste Berg der Eifel und wie so ziemlich jede Erhebung hier ein im Tertiär entstandener Vulkankegel, dessen Kuppe gut sichtbar aus Basalt besteht. Wir haben uns noch gefragt, wie es zum Namen kam und nach morgendlicher Recherche kann ich berichten: „Acht“ hat in diesem Fall nichts mit der Zahl zu tun, sondern leitet sich ab vom gallischen „acaunum“ = Stein, Fels. Urkundliche Erwähnungen sprechen 943 von Mons (lat. Berg) Achon.

Maybe it is because of the sheer length – or due to the admittedly neverending ascent to Hohe Acht, which we reached after about 2 hours, right in time for a lunchbreak. At about 747m, Hohe Acht is the highest elevation in the Eifel and as just about any hill around here created by tertiary volcanism, its top made of basalt as you can tell. We wondered about the name („Acht“ in German is the number eight) and after some reading up on this this morning I can enlighten us all: „Acht“ in this case has nothing to do with the number and much rather stems for the gallic „acaunum“ = stone, rock. A documented mention in 943 A.D. speaks of Mons (lat. mountain) Achon.

Oben angekommen, findet man den Kaiser-Wilhelm-Turm, gebaut 1908/09 anlässlich der Silbernen Hochzeit Kaiser Wilhelm II. – und in Gedenken an Kaiser Wilhelm I. Komische Kombi – konnte man sich nicht entscheiden?

On top of it you find Kaiser-Wilhelm-Tower, built 1908/09, on the occasion of emperor Wilhelm II. silver wedding anniversary… and in remembrance of Kaiser WIlhelm I. Weird combination – couldn’t they make up their minds?

Der Turm war offen und es war genau richtig „viel“ los: als wir kamen, hatte eine Famliie gerade den Besuch beendet und als wir zum Picknick an den Tisch unterhalb des Turms zurückkehrten, waren zwei Mountainbiker eingetroffen. Kein Schlagestehen, Abstand beachten usw. Trotz fantastischen Wetters! Wenn ich da an den Drachenfels denke… Jedenfalls hat man atemberaubende Aussichten, auch wenn es dann doch etwas dunstig war.

The tower was open and saw just the right amount of visitors: when we got there, a family was just getting ready to leave and when we descended to the picknick table just underneath the tower, two mountain bikers had arrived. No queues, no „keep distance“ in mind etc. Despite the glorious weather! You are treated to breathtaking views, albeit a bit hazy yesterday.

Von dort sind es weitere 12,5km bis zur Nürburg und mit ihr schon in greifbarer Nähe hatte ich gerade gedacht, wie gut der Weg ausgeschildert ist, als das ein jähes Ende nahm. Das uns verwirrende Schild muss, so denke ich nun, runtergefallen und genau auf die andere Seite des Baums gehören, dann macht es Sinn. Jedenfalls kamen wir ziemlich weit ab, bis zum Pflegeheim Alte Burg, und haben uns dann querfeldein zur Burg durchgeschlagen. Das ist der Vorteil, wenn der nächste Punkt quasi nicht zu übersehen ist. Aber so zwei, drei Extrakilometer wird uns das gekostet haben.

From there it’s another 12.5km to Nürburg and maybe a kilometer or two away I had just finished thinking how well signposted this trail is, when we had to realize it wasn’t. The sign that got us off track must belong – that’s my conclusion as of this morning – on the opposite side of the tree it was on, it would have made perfect sense there. Maybe it fell down and some well-meaning stroller put it back up. Anyhow, we went on quite a detour, all the way to a home for the elderly in Alte Burg and then decided to reach the castle cross-country. That’s the advantage when the landmark you’re trying to reach basically can’t be missed. But I think it added maybe two or three kilomters to the hike.

Credit: Tourenplaner Rheinland-Pfalz

Die Nürburg selbst haben wir nicht besichtigt (könnt ihr hier) und uns eher auf Aspekte des Motorsports, der einen über weite Strecken hier – auch als Geräuschkulisse – begleitet hat, konzentriert. Von einem Streckenposten habe ich mir die diversen Flaggen erklären lassen und wir werden dann nächste Woche mal überprüfen, wie es um unser Kurzzeitgedächtnis und den Transfer ins Langzeitgedächtnis bestellt ist 😉 Diesen Blick auf die Döttinger Höhe hatte ich bereits im Februar auf der „Grüne Hölle“-Runde:

We did not stop to explore Nürbug castle (you can do that here) and concentrated on motorsports which keeps you company on this hike for longer periods – a background hum, sometimes coming to the foreground, too. I found a friendly track marshal who explained the meaning of the different flags they wave throughout the races and next week we’ll test our short term memory and the transfer into long term memory 😉 This view of Döttinger Höhe was already familiar after the „Green Hell“ hike back in February.

Die Strecke wartet mit der Hohen Acht und der Nürburg mit zwei absoluten Highlights auf, ist aber ansonsten recht unspektakulär (aber ich bin sehr gerne im Laubwald unterwegs). Bis auf Nürburg kommt man in keine Ortschaft, aber am Ende kann man sich in Adenau ein sehr leckeres Eis gönnen. Die Länge macht sie für manchen vielleicht zur sportlichen Herausforderung, wobei mir gefallen hat, dass man sich die meiste Zeit ohne in Atemnot zu geraten unterhalten konnte – woran mir liegt, wenn ich in Begleitung unterwegs bin. Und eben beachten: wer in der Nähe des Nürburgrings wandert, muss mit Motorenlärm rechnen. Und freundlichen Streckenposten!

The route offers two proper highlights with Hohe Acht and Nürburg Castle, but for the remainder is rather unspectacular (I personally enjoy walking in deciduous forests). Other than the village of Nürburg, you will not come through any settlements but you can treat yourself to some delicious ice-cream in Adenau. The sheer distance maybe makes for a challenge while I enjoyed walking for long strteches and being able to talk without getting short of breath – important when you’re not out alone. And well, it’s to be expected to hear motor noises when you walk next to a race track. What you can also expect: friendly track marshals!

So, jetzt geh ich aber mal raus in den Garten, habe eine neue Idee zur Gestaltung gehabt vorgestern Abend… doch dazu vielleicht nächstes Wochenende mehr!

With this, I will end and go out in the garden, I had a new „landscaping“ idea Friday night… but more on that maybe next weekend!

Barbara

 

Rund um *Eiserfey* and beyond

Der Samstag entwickelte sich in mehrfacher Hinsicht zu einem Knaller: das Wetter war deutlich besser, als angesagt (viel Sonne), wir konnten zwei Wanderrouten zu geschätzten 17 km sehr gelungen kombinieren („Wasser für Köln“ und „Rund um die Kakushöhlen“), wurden historisch-archäologisch beeindruckt und waren fasziniert und amüsiert von diversen Kunstobjekten.

Saturday developed into a proper highlight: the weather was a lot better than forecast (lots of sunshine), we successfully combined two trails to a total of about 17 km („Water for Cologne“ and „Around the Kakus Caves“), were impressed by the historic-archeological education we were treated to, unexpectedly, and fascinated and amused by a number of art objects.

Die Route war wieder abwechslungsreich: Laubwälder, (wenig) Nadelwald, sanfte Hügel und saftige Wiesen, tatsächlich mal eine offene Kirche (in Weyer), mäandrierende Bäche, wunderbare Weitblicke, malerische Dörfer. Und Schlüsselblumen quasi überall – ich konnte mit den Fotos nicht an mich halten: dann ist der Frühling wirklich angekommen, wenn meine Lieblingsblumen blühen.

The route was again beautifully varied: decidous and (little) coniferous forests, rolling hills and rich pastures, surprisingly enough: an open church (in Weyer), meandering brooks, wonderful vistas, picturesque villages. And cowslips basically everywhere – I couldn’t stop myself: final proof that spring has sprung, when my favorite flowers are in bloom!

Die Route „Wasser für Köln“ hat uns wirklich beeindruckt. Man erwandert diverse Ausgrabungen aus römischer Zeit, die alle zusammenhängen: Bauwerke, die über 95,4 km Köln mit Frischwasser versorgt haben – aufwändig und… pfiffig. Der „größte antike Technikbau nördlich der Alpen.“ Im Ort Eiserfey konnte man ein in den 1950ern entdecktes Sammelbecken bewundern. Auf 12 Uhr sieht man den Abfluss Richtung Köln, auf jeweils 3 und 7 Uhr kommen Zuläufe. Über insgesamt 5 Zuläufe wurden täglich 20 Millionen Liter Wasser in die Metropole geleitet. Unglaubliche Mengen?

The trail „Water for Cologne“ really impressed us. There are several archeological excavations from Roman times which all form part of the „largest technical structure of antiquity north of the Alps“, the 95.4 km aqueduct that delivered a breathtaking 20 million liters of drinking water to Cologne – daily. Very elaborate and… smart. In the village of Eiserfey we checked out a collection basin that was dicovered in the 1950s. At noon you see the outlet towards Cologne, while there are inflows at 3 and 7 o’clock.

Das nach Köln fließende Wasser wurde in den Berghängen durch Kanäle geleitet. Den Kanal an sich finde ich ja schon beeindruckend genug, aber das Schwarzweiß-Foto daneben (von der Infotafel) zeigt ein heute durch Efeu überwuchertes Baudetail: diese Mauer ist eine Hangdrainage, die dafür gesorgt hat, dass „dreckiges“ Oberflächenwasser sich nicht mit dem reinen Quellwasser im Kanal mischt.

The water was sent on its way to Cologne via these channels. I find them pretty impressive per se but look at the black and white photograph (taken from the info sign): it shows a structural detail that is covered by ivy today. That wall is a slope drainage which made sure that „dirty“ surface water wouldn’t mix with the pristine spring water in the channel.

Das grundlegende Konzept für diese Wasserleitung liegt in der Schwerkraft: es war eine Gefälleleitung, die also über die gesamte Strecke noch so minimal abschüssig ist. Ganz ehrlich: das über 95,4 km zu konzipieren ist für mich unvorstellbar… Wieviel Vermessungsarbeit unter einfachsten technischen Voraussetzungen ist da reingegangen? Jedenfalls musste hier und da ja auch mal ein Tal überquert werden. Dafür wurden dann Aquäduktbrücken gebaut. Durch die auf Bauwerksresten entstandene Rekonstruktion kann man sich das ziemlich gut vorstellen. Der Kanal lief auf ungefähr 10m Höhe.

The basic idea of this system is based on gravity: it was a slope line which keeps descending however little over the whole distance. Honestly: can you imagine constructing this over 95.4 km? How much surveying went into this, with the simplest tools/techniques available? Anyhow, every now and then you had to cross a valley for which they built acqueduct bridges. The one you see below was reconstructed based on remnants, which does a pretty good job of visualizing it. The water flew through that channel up top, at above 10m above the ground.

Der archäologische Teil des Tages wurde dann ergänzt durch den geologischen: die Kakushöhlen im Kartsteinfelsen. Der Teil Große Kirche ist bis zu 15m hoch und 30m breit und wurde wohl durch den Weyrer Bach ausgewaschen. Sie sind frei zugänglich und am Eingang ist ein Kiosk, wo man sich auch unter den aktuellen Bedingungen versorgen konnte.

The archeological part of the day was combined with a point of geologic interest: the Kakus Caves, eroded out of the kartstein / cartstone rock by the Weyer brook. The part Large Church is up to 15m high and 30m wide. They are accessible free of charge and you will also find a little kiosk at the entrance where you can stock up on provisions.

Und zuletzt noch die Frage: wie sind wir überhaupt dahin geraten? Ich hatte auf Empfehlung die SWR Landesschau in der Ausgabe Das rheinland-pfälzische Naturdenkmal der Kalkeifel gesehen und es ließ sich quasi nicht mehr wegdiskutieren, dass man Eiserfey besucht haben muss. Mittlerweile konnte ich übigens auch in meinem Heimatort die Verwendung des Begriffs „Jehüschnis“ nachweisen 😉

Lastly: how did we end up here in the first place? I had seen a documentary which left no doubt that Eiserfey was worth the visit.

Und das nicht zuletzt auch, weil man hier die Edelstahlfiguren von Peter Ratz Ley bewundern kann. Ihr werdet nicht überrascht sein zu hören, das bei dieser Auswahl ein Favorit schwer zu identifizieren ist… wobei ich mir den großen Stern sehr, sehr gut vor dem fast schwarzen Giebel meines Hauses vorstellen kann. Zumindest in meiner Lieblingsjahreszeit. Vielleicht gekoppelt mit dem wegfliegenden Nikolaus im Vorgarten.

Add to that the chance for a close-up look at the stainless steel sculptures of Peter Ratz Ley. I’m sure you agree that it’s hard to identify a favorite here… though I have to say that I can very well imagine having that large star in the gable of my house, swinging in front of the almost black woodwork. At least during my favorite time of the year. Maybe in tandem with the flying Saint Nicolas on the lawn.

Also, bereit für Eiserfey und Umgebung? Viel Spaß!

So are you ready for Eiserfey and surroundings? Enjoy!

Barbara

 

Waldseepfad in Rieden / Rieden Forest Lake Trail

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe dieser Tage das Gefühl, einfach nichts gebacken zu kriegen und bin trotzdem komplett ausgepowert im Kopf. Es war also wieder Zeit für ausgedehntere Wanderaktivitäten und so habe ich ein weiteres 4-tägiges Wanderwochenende eingelegt. Am Freitag waren wir auf dem Waldseepfad in Rieden unterwegs.

I don’t know how you’re doing these days but I constantly feel that nothing ever gets done and still I am really tired mentally – so here I go hike again: another four-day hiking vacation. This past Friday brought me to the Rieden Forest Lake Trail.

Einiges an Blumen war schon zu sehen, wenn auch im Vergleich zum Vorjahr alles etwas später ist… kein Wunder bei den Temperaturen der letzten Wochen. Ein beachtlicher Anteil des ca. 14 km langen Wegs ging durch noch laubfreien Buchenwald, in dem die Atmosphäre an einer Stelle sehr komisch rüberkommt. Es wirkt fast wie 2D? Wenn man mal vom Schäfer absieht?

We came across quite some flowers and blooming bushes but in all nature is a lot later this year than last… not really surprising after the freezing temperatures of the past weeks. Beech tree forest, yet to get foliage, made up a considerable amount of this 14 km hike. At one spot, the atmosphere was weird – it almost looks like 2D? If you leave the shepherd aside?

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Ich fand die Strecke abwechlungsreich und mit diversen größeren oder kleineren Hinguckern, seien es steinerne Wegkreuze aus dem 18. Jh,, der Gänsehalsturm oder die beeindruckenden Aussichten auf die Eifler Vulkanlandschaft und das Neuwieder Becken. Die Ausschilderung ließ keine Wünsche offen und Bänke entlang der Strecke luden viel zu häufig zu einem Aufenthalt ein.

We were on a very varied path, in my opinion, with a few larger or smaller eye-catchers, be that stone wayside crosses from the 1700s, Gänsehalsturm („goose neck tower“) or breathtaking views of the volcanic Eifel landscape or the Neuwied Basin. Signs were clear and plentiful and there were far too many benches – lots of temptation for breaks!

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Credit: U. Sülflohn

 

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Besonders aufgefallen sind mir an vielen Stellen die Zaunpfähle, die aus einer oft bunten Mischung aus alten Bahnschwellen bestanden und entsprechend massiv daherkamen.

Talking about eye-catchers: the fence posts were mostly repurposed railraod ties and accordingly massive.

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Grüne Hölle / „Green Hell“

„Auf den Spuren der Grünen Hölle“ hieß der Rundweg, auf den wir uns am Aschermittwoch begeben haben. Wenn man die Route online sucht, beginnt sie meist an der Nürburg, was ich ehrlich gesagt nicht so gelungen finde. Erstens wäre das für mich das Highlight der Runde und rein von der Topografie her hat man dann den Anstieg zum Schluss. Wir sind in Quiddelbach eingestiegen, am kleinen Wanderparkplatz in der Gartenstraße, haben den Anstieg also erstmal voller Motiviation hinter uns gebracht und konnten dann mit Blick auf die Burg die perfekte Mittagsrast einlegen.

„On the traces of the ‚Green Hell'“ is the name of the circular hike we did on Ash Wednesday. When you look it up online, they usually make you start out at Nürburg Castle but I think that’s not the best way of doing it. For starters, the castle is the highlight and then on top of that, topography works against you, with the ascent at the end. We started in Quiddelbach, from the small hiking parking lot in Gartenstraße, so we were still at the top of our capabilities when it went practically uphill only and then had a lunch break with a breathtaking view in the shadow of the castle.Wir sind extrem wenigen anderen Wanderern begegnet. Es mag zum Teil dem Wetter geschuldet gewesen sein, aber wir sind nicht nur trocken geblieben – sogar die Sonne kam raus, so dass man selbst Mitte Februar in aller Ruhe sitzend pausieren konnte. Kurz vor besagter Pause gab es neben dem Blick auf den irgendwie immer präsenten Aremberg die Reste eines Skigebiets. Also genauer gesagt ein Skilift, der quasi im (jetzt) Wald direkt unterhalb der Burg zu enden schien, und die Reste einer 1952 erbauten 42-m-Skisprungschanze.

Again, there were only very few other people out there. Maybe it was in part due to the weather but not only didn’t we see a single drop of rain – we were even treated to some sunshine so that actually sitting down for a bit to have a proper lunch break was no problem. In February! Shortly before we got there, though, we got a wonderful view of the ever present Aremberg and the remnants of a former ski area. More to the point: a skilift that ended in what is now the woods on the slopes of the castle, as well as the place where a 42m-ski jump was built in 1952.

Auf dem Foto oben sieht man die Talstation des Mini-Lifts, die auf der Luftaufnahme unten sozusagen auf 12 Uhr liegt. Der Lift verläuft durch die Schneise in dem kleinen Wäldchen am Weg und weiter Richtung Burg. Auf der Luftaufnahme erkennt man wie ich meine die Schanze in der Verlängerung des spitz zulaufenden Teils der Burg (was in nördlicher Richtung wäre). Was für eine coole Schanze direkt an einer Burg!

On the picture above you see the lower station of the tiny skilift, which on the aerial view below is located at 12 o’clock. The lift moves through the aisle in that small patch of forest by the path and on towards the castle. I believe that the location of the ski jump is still discernible on the aerial view: to the left of the castle (which would be north of it). What a cool location, right underneath a castle!

Die Nürburg selbst ist auch den Besuch wert, ist zu dieser Jahreszeit allerdings geschlossen. Von einer Besichtigung im Sommer habe ich hier berichtet. Wir haben uns derweil noch etwas weiter unterhalb herumgetrieben und teilweise regelrecht durch den Wald geschlagen (wo aber immer noch die Markierungen des Wegs zu finden waren…), der manchmal wirkte wie eine Ansammlung von grünzehigen Dinosaurierbeinen… hatten Dinosaurier Zehen? Lars hätte es bestimmt gewusst.

Nürburg Castle itself is also worth a visit, but it’s closed at this time of year. But you can find some pictures of another visit in the summer here. Instead, we followed the trail further downhill and at some point felt there was no trail at all (but we continued to come across trail markers…) and at some point were almost sure to be walking in between dozens of green-toed dinosaur legs… Did dinosaurs have toes? I guess I should have asked Lars.

Es war eine wirklich ansprechende Runde von ungefähr 11 km, die im Frühjahr und Sommer sicher nochmal ganz andere Reize zu bieten hat, wenn Wildblumenwiesen in voller Üracht stehen und die Laubwälder wieder grün sind. So aber fallen einem ganz andere Dinge auf, wobei ich immer noch nicht so wirklich weiß wie es zu dieser „Installation“ gekommen ist:

It was a really appealing hike of about 11 km which probably has a whole different appeal in spring or summer when the meadows are in bloom and the hardwood forest sports a green roof again. But right now you notice things that my then not be there or not as prominent. I still wonder a bit how this „installation“ came into being:

Der Wanderurlaub von zuhause hat wirklich großen Spaß gemacht und wird denke ich Wiederholung finden… Für heute erstmal ein schönes Restwochenende!

This home-based hiking vacation really was a lot of fun and is set for a sequel… But for now enjoy what’s left your weekend!

Barbara

 

 

 

Panoramic Views of Kelberg

Man kommt ja wirklich mit nichts mehr hinterher… über eine Woche liegt diese Wanderung schon zurück, aber die Eindrücke will ich euch nicht vorenthalten. Wir waren unterwegs auf dem Kelberger Panoramen Weg, einer gut zu gehenden ca. 15km langen Strecke. Zum Einstieg kamen wir am ehemaligen Pfarrhaus vorbei, bevor wir uns dann irgendwie gleich zu Beginn – also wirklich ganz am Anfang – verhaspelt hatten…

I have a hard time keeping up these days… it’s been over a week already since I did this hike but I still want to give you a little impression of it. We did the Panoramic Views of Kelberg Hike which was a mostly easy access 15 km circular route. At the start we passed the former parsonage before we somehow lost our way literally right at the start…

Böse Zungen würden behaupten, dass wir gleich so ins Quatschen verfallen wären, dass wir die Welt um uns herum vergessen hätten. Vielleicht… eher nicht.

I know what you’re thinking, that we started chatting away the moment we met and forgot all around us. Maybe… not really.

Auf dem Hochkelberg bietet sich auf verschiedenen Bänken mit wunderbaren Aussichten die Pause an… nur ein bisschen windig war’s an diesem Karnelvalsdienstag. Das Wetter war ja vor- wie nachher wunderbar; die lange, für den Montag gepante Tour fiel leider letztlich ganz dem Wetter zum Opfer.

The summit of Hochkelberg offers breathtaking views and a number of benches to have a nice break… it was just a little windy on that Tuesday. The weather had been fantastic before and then again after that second half of my hiking vacation. The long hike we had planned for Monday had to be called off completely.

Wie auch immer, abwärts vom Hochkelberg kamen zum ersten Mal meine Stöcke zum Einsatz. Ziemlich steil, relativ schmal und noch gut vereist. Da war ganze Konzentration gefragt und die Kamera blieb in der Tasche.

Anyhow, the descent from Hochkelberg saw the first use of my hiking poles. Quite steep, pretty narrow and still rather icy. I needed to stay focused and left the camera in the bag.

Auf dem eigentlich gut ausgeschilderten Weg haben wir dann allerdings irgendwann einen Abzweig verpasst. Ich hatte zumindest ein Foto der Übersichtskarte gemacht und stellte fest, dass wir mit einem kurzen Abstecher über die Geschichtsstraße wieder auf den Panoramenweg zurückfinden würden. Ohne diese Abweichung hätten wir erst das Gefallenenehrenmal für den Ersten und Zweiten Weltkrieg verpasst…

The trail was generally well equipped with signposts but at some point we did miss a turn. Luckily, I had taken a picture of the trail map so we realized that if we took the „History Trail“ for a while, we would meet our „P“ trail again. If it hadn’t been for this detour, we would have missed out on first the memorial for soldiers killed in WW1 and WW2…

… und dann noch die Schwarzenbergkapelle, die als erste Kapelle/Kirche überhaupt auf allen Wanderungen, die ich bisher in der Eifel gemacht habe, geöffnet war. Echt ein Alleinstellungsmerkmal.

and then Schwarzenberg Chapel, the first chapel/church that I came across on all my hikes in the region which was open for the public. Truly unique for that fact alone.

Auch wenn wir so gut wie kaum jemandem begegnet sind auf dieser Wanderung, fühlten wir uns doch nicht allein, eher ständig beobachtet!

Even though we hardly met a soul on this hike, we never felt lonely – quite the opposite, really, under constant observation!

Das war der Dienstag. Auch Aschermittwoch hatte eine Wandung zu bieten, doch dazu ein anderes Mal mehr.

That was Tuesday. Ash Wednesday had another hike in store but more about that another time.

Barbara

Immer noch da / Still here

Was für ein Sommer! Hier war verdammt viel los und ich frage mich allen Enrstes, wie und warum ich „früher“ Zeit für’s Reisen gefunden habe… Es war viel lieber Besuch hier und nebenher waren noch so ein paar andere Projekte zu betreuen – braucht jemand noch wunderbar in einem warmen lila blühende Schwertlilien / Iris? Da sind noch ein paar.

What a summer it was! There was so much going on here that I wonder how I found time for travel „back in the day“… There were many dear people here visiting and I had a few other projects to take care of on the side – anybody need any iris, blooms in a winderfully warm purple? I have a few left.

Nun mal im Schnelldurchlauf ein paar Highlights der letzten Wochen – ich hoffe wirklich, dass ich in den kommenden Monaten wieder mehr Zeit für den Blog finde… er fehlt mir! An einem wunderbaren Tag im September zum Beispiel habe ich mit einer Gruppe lieber Menschen den Rundweg Nr. 7 zwischen Insul und Schuld erkundet. Topografisch in der Summe nicht sehr anspruchsvoll, bis auf einen kurzen Anstieg gefolgt von einem kleinen Abschnitt auf einem schmalen Pfad an einem steilen Abhang eher in der Kategorie „netter Spaziergang“ – und das war genau das richtige.

Now let me give you a quick tour with some of the highlights of the past weeks – I really hope to find more time for blogging in the coming months… I miss it! On a gorgeous day in September for example, I explored „Circular walk no. 7“ between Insul and Schuld. In all, it wasn’t very challenging topographically speaking, with a brief ascent followed by a short stretch on a really narrow path along a ledge. But this stroll was the perfect choice for the occasion.

Kurz danach, mit Besuch nach einem leckeren Grillabend auf der Terrasse sitzend, konnte ich dem Gespräch nicht mehr folgen, musste mich entschuldigen und meine Kamera holen, eine Canon SX730 HS, mit der ich ohne Stativ über den 40-fach optischen Zoom dieses Bild machen konnte (ich muss das hier so ausführen, weil es mir kaum einer glaubt):

Shortly therafter, when I was sitting out on the terrace with friends – we’d just enjoyed a yummy barbecue – I had to excuse myself to fetch my camera, a Canon SX730 HS, which I used without a tripod to take the following picture with its 40x optical zoom (I have to be detailed here as people tend not to believe I took the picture myself):

An einem regnerischen Tag Ende September wurde ich gegen meinen Willen 😉 zu einer Wanderung mit Startpunkt Mechernich überredet, auf die Schleife „Kommerner Fachwerkidyll“. Ich durfte feststellen: sollte ich jemals am Bahnhof Mechernich stranden, werde ich es als eine der glücklichsten Fügungen meines Lebens betrachten, da gibt es eine unfassbar gute Bäckerei/Konditorei. Ich wünschte es hätte geregnet und wir hätten uns da einfach drei Stunden durch’s Angebot gegessen. Außerdem wurde ich daran erinnert, dass ich das Freilichtmuseum in Kommern „immer noch mal“ aufsuchen, sowie das Bergbaumuseum in Mechernich erstbesuchen wollte. Ein anderes Mal. Und ja, das Fachwerk war idyllisch.

It was a rainy day at the end of September when I was forced 😉 on a hike starting out in Mechernich, the route called „Timber frame idyll of Kommern“. Let me state the following: should I ever be stranded at Mechernich train station, I will consider it one of the most fortunate coincidences of my life as there is an exceptional bakery and café. I wished it had poured so that we could have just stayed there for three hours and had all the cake we could possibly manage. Also, I was reminded that for quite a while I have wanted to go to the open air museum in Kommern again and to explore the mining museum in Mechernich. Next time. And yes, the timber frame structures were idyllic.

An einem wunderbaren Tag im Garten hat Larry mich in die Kunst der herbstlichen Entspannung eingeführt. Es ging so la la – im Gras zu liegen war angenehm, aber ich hab mich bei den Räkelübungen verdreht und bin kaum noch hochgekommen…

On a gorgeous day spent mostly out in the yard, Larry taught me how to fully relax in the fall. It went so-so – lying down in the grass was wonderful but when I tried to follow the stretching moves I made a wrong ones and had a hard time getting up again…

Auch die Natur hatte noch ein absolutes Highlight zu bieten, es hat die Leute hier geradezu elektrisiert. Ich selbst war in einem Skype Call mit Freunden in Finnland, als ich irgendwann meinte, ich müsse mal gerade rausgehen, das Licht sei so komisch. Das Foto ist leider, leider nicht von mir. Aber es war der Wahnsinn. Ganz oben auf der Liste der schönen Begebenheiten in 2020.

Nature had another spectacular sight in store, people around here were fascinated, to say the least. I was in a call with friends in Finland when I decided I needed a quick break and check what was going on outside – the light was really weird. This picture was not taken by me, very unfortunately so. It was incredible. Among the top positions of wonderful things happening in 2020.

Source: A. Schmitz from W., as posted on Facebook

Heute wiederum war ich u.a. mit Freunden im nahegelegenen Wald unterwegs – es war eine pilzige Angelegenheit.

And today I was out and about with friends again – it was a mushroomy affair.

Und zum guten Schluss läuft ja hier noch einiges im Hintergrund. Larry und ich haben eine neue Mitbewohnerin, die uns regelmäßig durch ihr schweigendes in der Gegend rumstehen zu Tode erschreckt. Aber sie ist eine geduldige Helferin bei den Vorbereitungen für den diesjährigen Weihnachtsbasar… ihr könnt euch den 23. November schonmal im Kalender festhalten.

Finally, there are quite a few things going on behind the scenes. Larry and I have a new housemate who gives us a start on a regular basis with her taciturn demeanor. But she’s a patient helper with the preparations for this year’s fundraiser… save the date: November 23!

Doch nun: gute Nacht – startet gut in die neue Woche!

But for now: good night – and have a good start into the week!

Barbara

An afternoon in… MEMMINGEN

Am vergangenen Wochenende war es wohl mindestens das fünfte Mal, dass ich Freunde in Illertissen besucht habe. Und nur durch Zufall und die Kombination von strömendem Regen und der Suche nach einem Café kamen wir nach Memmingen. Ich fasse nicht, dass es so viele Jahre gedauert hat, bis ich einen Fuß in diese Stadt mit dem wunderschönen Altstadtkern gesetzt habe. Der Vollständigkeit halber: das Café Martin lohnt den Besuch… für das erste Stück Prinzregententorte meines Lebens, die Pralinenauswahl und diverse andere Dinge.

Last weekend, I went to see friends in Illertissen for at least the fifth time. And it was only by chance and a combination of pouring rain and the search for a café that we came to Memmingen. I still can’t get over the fact that is has taken all these years and visits for me to set foot into this town with the amazing old town. And to have that covered: Café Martin is well worth a visit… for my first ever piece of Prinzregententorte, their range of pralines and much more.

Memmingen ist im wahrsten Sinne des Wortes steinalt – die erste Besiedlung geht auf die Steinzeit zurück. 1158 wurden dem Ort durch Welf VI. die Stadtrechte verliehen, er muss also schon einiges an Bedeutung gehabt haben. Und das, obwohl er in einem Streit der Welfen mit den Staufern (Geschichtsunterricht lässt grüßen) erst 1130 platt gemacht worden war – durch den Staufer Friedrich II. von Schwaben. Die Lage mit Blick auf europaweiten Handel war vielleicht der springende Punkt: an der Salzstraße von Böhmen, Österreich und München nach Lindau bzw. von Norddeutschland in die Schweiz und nach Italien. Ich weiß nur theoretisch, dass es noch 2km Stadtmauer und 10 Türme zu bewundern gibt – denn es blieb gar nicht so viel Zeit für den Ort. Wenn also für unsere jährliche Au Pair Reunion in drei Jahren wieder Illertissen auf dem Programm steht, dann muss ich unbedingt nochmal hier hin.

Memmingen goes way back – remnants of the first settlements are from the stone age. It was awarded city rights in 1158 by Welf VI. so it must have been a place of quite some importance back then. This only 28 years after it was destroyed in a fight between the House of Welf and the Staufer (I somewhat vaguely remember from history class) – by Frederick II., Duke of Swabia. Memmingen’s location made it a bit of a hub for pan-European trade: it was located on the salt road from Bohemia, Austria and Munich to Lindau, as well as from Northern Germany to Switzerland and Italy. I have only read that about 2km of the medieval wall and ten towers remain – there wasn’t all that much time to roam. So I’ve already made a mental note that when our annual Au Pair reunion takes us to Illertissen again in three years, I have to pay Memmingen another visit.

Wie mehr oder weniger kopflos wir durch die Straßen gestolpert sind, merke ich im Nachhinein mit Blick auf diesen beeindruckenden Fachwerkbau – selbst die Tatsache, dass er am Gerberplatz steht, ließ nichts klingeln hinsichtlich seiner Verwendung: es ist das 1601 in Auftrag gegebene Siebendächerhaus der, haltet euch fest, Gerberzunft, die hier auf mehreren Stockwerken die Felle zum Trocknen aufhing, bei nicht-verglasten Fensteröffnungen. Schön anzusehen, aber den Gestank möchte ich mir nicht vorstellen. Im zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, aber durch die spezielle „verzahnte Fachwerkbauweise“ und schnelle Sicherungsmaßnahmen gerettet.

It became blatantly obvious in hindsight, how cake-blocked my brain still was when we passed this timber frame structure and even the fact that it’s situated on Tanners‘ Square didn’t ring a bell as to its original use: it’s the „Seven Roof House“ commissioned in 1601 by… the tanners‘ guild to have an (impressive) place for the furs to dry on several floors – no glass in the windows. A gorgeous building but I don’t even want to imagine the stench. It was severely damaged in WWII but its timber frame structure and almost immediate measures to save it did just that.

Das Rathaus ist ein weiterer schnieker Bau – in seiner jetzigen Struktur 1589 erbaut, wurde es im 18. Jahrhundert gepimpt und kommt nun à la Renaissance daher. Auf dem ersten Foto ganz oben ist zu erkennen, dass es zwischen dem Steuerhaus links und der Großzunft rechts steht, ein wirklich eindrucksvolles Ensemble.

The town hall is another fancy building – built more or less in its current structure in 1589, it got pimped à la renaissance in the 17th century. On the very first picture of this post you can see it being located between the Steuerhaus („Tax house“) and the Großzunft („Grand Guild“), quite the impressive ensemble.

Bei Städtetrips komme ich ja oft mit Kollagen von diversen Türen daher. Könnte ich hier auch…

From a city trip like this I would tend to come back with a collage of doors. I could do that here, too…

Aber ach. Türen… Vergesst die Türen. Hier sind Schilder angesagt. Schmiedeeiserne Schilder…

But oh. Doors… Forget the doors. It’s all about signs. Wrought-iron signs…

Beim nächsten Mal würde ich mich ggf. genauer den Ergebnissen der Fassadenmalerei verschiedener Jahrhunderte widmen.

And who knows, next time I may have a closer look at the murals of bygone centuries.

Und dann sieht es so aus, als wüsste ich endlich, wohin E.T. damals telefonieren wollte…

And it seems I finally understood where exactly E.T. wanted to call, back in the day…

Von den Welfen war ja bereits die Rede. Im Fuggergarten gibt es ein etwas ausgefalleneres Reiterstandbild des genannten Welf VI. Ein Vorderlauf des Pferdes ruht auf der Weltkugel – die Welt hatte er im Rahmen der Kreuzzüge „erkundet“, sein politischer Einfluss reichte bis in die Toskana sowie nach Sardinien und Korsika. Aber weitaus interessanter ist die nackte Frau auf seiner rechten Hand. Auf der offiziellen Seite der Stadt heißt es dazu, sie „gebe einen Hinweis auf die Lebenslust der Zeit.“ So kann man das natürlich auch formulieren.

The House of Welf was mentioned above. Go to the Fuggergarten to see a rather unusual equestrian statue of Welf VI. One of the horse’s forelegs rests on a globe – he had „discovered“ the world during the crusades, his political influence went no further than Tuscany as well as Sardinia and Corsica. But rather more fascinating is the naked woman on his right hand. On the city’s official website is says, she „points to the lust of life of the times.“ I guess that’s one way of putting it.

Lust auf Memmingen? Ich schon… vielleicht warte ich auch keine drei Jahre mehr. Dann käme ich ggf. auch früher nochmal in den Genuss der besten selbst gemachten Burger bislang – der Gedanke daran lässt mir jetzt noch das Wasser im Munde zusammenlaufen. Die gab’s aber in Illertissen 😉 Also denn, schönen Sonntag noch euch allen!

Feel like going to Memmingen? I certainly do… and maybe I won’t wait another three years. Because I could also maybe have one of the best-ever home-made burgers again sooner – thinking of those makes my mouth water even a week later. But they are from Illertissen 😉 Anyhow, enjoy your Sunday afternoon!

Barbara

 

 

Frühling… so richtig / Spring… for real

Heute Morgen habe ich mich kurzentschlossen vom Frühstückstisch erhoben und mich auf eine leicht verkürzte Fassung der Dörferschleife begeben, über Wirft und Kirmutscheid nach Pomster und zurück nach Barweiler. Es waren geschätzt wohl 12 km und in drei Stunden war es schon wieder vorbei. Und nicht ein Mensch ist mir begegenet. Dafür habe ich mindestens fünf Spechte gehört, aber keinen bei der Arbeit ausmachen können.

By the time I had finished breakfast it was decided: I would go on a slightly altered walk along the so-called Dörferblickschleife, first to Wirft and Kirmutscheid before reaching Pomster and then back to Barweiler. I think it must have been 12 km and I was back home in time for lunch after 3 hours. And not a soul was out there with me on the trail. I did hear at least five woodpeckers, though, but unfortunately couldn’t spot a single one.

Noch hält sich die Natur etwas zurück, aber mit der vorliegenden Wettervorhersage wird wohl spätestens zu Ostern jeder Baum in hellgrün erstrahlen. Bis dahin muss man sich mit einigen Frühblühern und deren Besuchern begnügen (wer findet das Insekt??).

Nature is still a little low-key but the weather forecast for the upcoming days will make sure that by Easter at the latest every tree will be shining in light green. Until then we have to make do with a few early bloomers and their visitors (who can spot the insect??).

Es scheint ein Jahr der Veilchen zu sein, denn auch der ehemalige Rasen vor dem Haus ist ein Meer in lila und ich werde den Teufel tun und da mit dem Rasenmäher drüberjagen – das war heute eine wahre Weide für diverse Wildbienen. Aber im Wald war es auch schön und so wunderbar ruhig.

It seems to be a year for violets, as also the former lawn in front of the house is a purple ocean and I will not destroy that with a premature use of the lawnmower – it was a real meadow for numerous wild bees today. But I loved to be in the woods as well, it was wonderfully quiet.

Am geplanten Pausenstandort fehlte zu meiner Enttäuschung die überdimensionierte Aussichtsliege, aber auch die Treppenstufen zur Aussichtsplattform eigneten sich als Sitzgelegenheit.

I had planned to take a break on the huge lawn chair with a view but to my disappointment that had been removed. But the steps to the viewing platform did the job.

So also heute mal nichts neues aus der Kreativsparte, doch das wird nicht mehr lange dauern! Habt eine gute Woche und bis bald!

Nothing new from the creative nook today but fear not – there will be soon! Have a good week, take care!

Barbara

 

A Couple of Days in… FLENSBURG!


Okay, Mitte Juli schon wieder… Und ich erreiche den Punkt, dass ich mir selbst für die Wochenenden to-do-Listen mache. Das ist nicht gut! Aber immerhin kann der Punkt ganz oben heute gestrichen werden: ich wollte euch noch von einem kurzen Ausflug nach Flensburg erzählen, wo ich eine Freundin besucht habe. Ende Juni…

Wow, mid July already… And I’ve reached a point where I make to-do lists for the weekends even. And that is not good! But the no. 1 will be off the list soon: I have wanted to tell you about a short trip to Flensburg, which is practically Denmark, where I went to see a friend. At the end of June…

Das einzige, was ich vorher dachte war: „Da hake ich noch was auf meiner Hanse-Liste ab!“ Doch ach: Flensburg war nicht Teil der Hanse! Das fand ich schon sehr überraschend und würde gerne mal genauer reingucken, warum das (nicht) der Fall war. Aber Flensburg hat mir nichtsdestotrotz sehr gut gefallen. Eine schöne Größe (um die 90.000 Einwohner), ansprechende Architektur (über 300 Fotos an zwei Tagen… hat wohl mit dazu beigetragen, warum es so lange gedauert hat, bis ich hier mal zu Potte gekommen bin), die Förde – und die besten Fischbrötchen ever, bei Ben ganz versteckt am Museumshafen (Foto oben), geöffnet „12 Uhr bis alle“. Allein dafür würde ich nochmal fahren.

The only thought I had before going was: „Another city to check off my Hanse list!“ Imagine my surprise upon discovering: Flensburg wasn’t part of the Hanse! I was dumbfounded and still want to have a closer look at why that was (not). But anyhow, I liked Flensburg a lot. Nice size (pop. 90,000), beautiful architecture (more than 300 pictures in two days… I guess that was part of the reason it took so long to get going on this post), the firth – and the best fish buns ever, at Ben’s, hidden away at the museum harbor (picture above), open „12 noon till gone“. They alone are reason enough to go again.

Irgendwann so mittelfristig steht vielleicht auch eine neue Haustür an und irgendwie glaube ich, muss das so was nordisches werden. Allein mit den Türen hätte ich einen Tag verbringen können, aber auch die dazugehörigen Häuser in den entsprechenden Vierteln luden zum Verweilen an, besonders in der St. Jürgen-Straße, wo viele Kapitänshäuser stehen, aber auch im Bereich Fußgängerzone/Altstadt.

At some point down the road I may need to think about a new door for the house and somehow, I think it may have to be a colorful wooden door. I could have spent a day with the doors alone, and the houses that came with them in the repsective neighborhoods, like St. Jürgen Street where you find the old Captains‘ houses, but also in and around the shopping area which is also the historic center.

Ich hatte mir den heißesten Tag des Sommers ausgesucht, und während es im Rheinland unerträglich war, war es im Norden der perfekte Sommertag bei etwa 26 Grad und einem angenehmen Wind. Da hat man kaum Lust, irgendwo rein zu gehen, aber der einen oder anderen Kirche habe ich dann mal einen Besuch abgestattet (St. Johannis oben). So insgesamt allerdings ist da noch vieles offen, was ich anlässlich eines erneuten Besuchs mal in die Planung mit einbeziehen könnte. Beispielsweise das Thema Rum, was der Stadt im 18. und 19. Jahrhundert zum Aufschwung verhalf. Der Rum kam aus Dänisch-Westindien – wer wusste, dass es das gab?! Es handelt sich hierbei um die drei Inseln St. Thomas, St. John und St. Croix. Das nur mal nebenher.

I had inadvertantly chosen the hottest day of the summer to be here, and while it was totally unbearable in the Rhinland, I enjoyed the perfect summer day at about 26C and a nice wind. And as usual these conditions kept me from going inside anywhere for any longer period of time. I did check out a couple of churches and quite liked St. Johannis (above). But in all there’s a lot left to discover (a second trip is definitely necessary). The whole subject of rum and how it brought the city forward in the 18th and 19th centuries, for example. The rum came from the Danish West Indies – who would have known they even existed?! They are the islands of St. Thomas, St. John and St. Croix. Just so you know.

Der malerische Oluf-Samson-Gang (oben) war laut Altstadtplan der Touri-Info früher Wohnstraße der Schiffer und Handwerker, dann das Rotlichtviertel. Oder, wie es wörtlich heißt, die „Liebesgasse“. Das machte die Gentrifizierung offensichtlich etwas schwieriger… Mich erinnert es aus unerfindlichen Gründen frappierend an „Earl’s Lane“ aus Der Kleine Lord. Vielleicht, weil es schon wieder so rasant auf Weihnachten zugeht?!

According to the map and guide I got at the tourist info, the picturesque Oluf-Samson Lane (above) used to be inhabited by sailors and craftsmen before it became the redlight district. Or, as they call it, „Love Lane“. Apparently, that last use made it a bit harder to gentrify… Somehow, it reminds me of „Earl’s Lane“ in Little Lord Fauntleroy. Maybe this is helped by the fact that we are getting closer and closer to Christmas again?!

Ich sagte ja schon, dass es hier architektonisch einiges zu bestaunen gibt und für die Interessierten hebe ich besonders dieses Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Haus mit einem Bohlendach in Spitzbogenform hervor, was revolutionär war, da man mit geringem Materialeinsatz große Spannweiten stützenfrei überbrücken konnte. Man fragt sich, warum es dann nicht mehr davon gibt (und ich im besonderen frage mich, wie ich das nun übersetzen soll…). Ich finde ganz einfach: es sieht schön aus!

As I mentioned earlier, there are quite a few interesting things for the architecturally inclined. Dear Roy, let me focus on the house from the late 18th century – and bear with me trying to translate what it is about… which you probably know ayway 🙂 It has an ogival shape plank roof, a style, first developed in France, which was revolutionary as it became possible to cover large spans without support and comparably little construction material. Does that make any sense?

Und dann ist da ja auch die Förde. Kurz stellte sich mir die Frage, ob die Förde ein Fjord sei. Sprachlich ist es wohl tatsächlich das gleiche, und weil ich heute offenbar im Recherchemodus bin: geomorphologisch gibt es aber einen Unterschied, haltet euch fest. Bei beiden handelt es sich um durch Gletscherzungen gegrabene Meeresbuchten. Fjorde jedoch sind seewärts gegraben worden, Förden landwärts. Man kann es sich auch unnötig schwer machen, find ich jetzt. Auf jeden Fall war es schön, an der Förde.

And then there’s the firth (Förde in German). I briefly wondered whether the firth is a fjord. And as I now know, linguistically it is basically the same but, as obviously I am in research mode today, there is a difference when it comes to geomorphology. Both, firth and fjord, were formed by advancing glaciers. Fjords were formed by glaciers moving seawards, while firths were formed by glaciers moving landwards. To me, this seems like complicating things with little added value, but hey… It was beautiful, out by the firth.

Der Flensburger Banksy macht eher in Katzen und Hamster, aber es macht Spaß, die Werke des unbekannten Künstlers zu finden. Man muss nur aufpassen, dass man darüber nicht womöglich den schmalen Eingang zu einem wunderschönen Hof verpasst. Und apropos: falls ihr noch einen Anlass braucht, um Flensburg kurzfristig einen Besuch abzustatten: am 19. Juli beginnt die Flensburger Hofkultur, eine Konzertreihe in besagten Höfen.

Flensburg’s Banksy is more into cats and hamsters but it’s a lot of fun discovering the wall-art of this unknown artist. You just need to pay attention so as to avoid missing the narrow entrances to the beautiful courtyards. Talking about them: if you’re still looking for a reason to go to Flensburg soon: July 19 is the opening night of this year’s Flensburger Hofkultur (Flensburg Courtyard Culture) event, a series of concerts in just these courtyards.

Soviel habe ich nun nicht untergekriegt, aber ich muss zum Ende kommen. Habt eine gute Woche – und hoffentlich auf bald!

I have left out so much but have to come to an end now. Have a good week and take care!

Barbara

Ein Tag in… / A Day in… KOBLENZ!



Es gibt eine wichtige Richtigstellung zu machen. Ich war bislang maximal zweimal in Koblenz, wahrscheinlich vor etwa 25 Jahren, und fand die Stadt ziemlich gruselig. Von Straßenverkehrsplanern vergewaltigt, mit einem Unding eines innerstädtischen Einkaufszentrums – ich kann mich nicht mehr erinnern, wieviel ich überhaupt gesehen habe, aber es hat mir gereicht, um jedem, der mich gefragt hat, von einem Besuch abzuraten. Vielleicht war das damals noch berechtigt, heute ist dem definitiv nicht so (auch wenn man an der Verkehrsführung nicht mehr viel ändern kann… aussagekräftig auch das „Haus der Straßenverkehrs“, wo eine Fußgängerbrücke in einem Winkel von zwei Schienenstängen eine achtspurige Straße überquert, ein Hauch von Bangkok im Rheinland).

There’s an important correction to make. I have so far been to Koblenz twice, probably about 25 years ago, and absolutely hated it. Road traffic seemed to have been the focus of city planning, a horrendous inner city mall – I can’t recall how much of the city I even ventured to see but it was enough to henceforth tell everybody who asked not to go and waste their time. Maybe there was some truth to that at the time, today that is a straightout lie (even though not much can be done about the road system anymore… I thought it was telling to find the „House of Road Traffic“ on this eight-lane thoroughfare, crossed by a large pedestrian bridge, sitting in the angle of two railway tracks – a touch of Bangkok in the Rhineland).

Die Koblenzer Altstadt ist wunderschön! Die zahlreichen Plätze müssen auch bei meinem letzten Besuch schon da gewesen sein, aber vielleicht war das Stadtbild heruntergekommener, unaufgeräumter – ich weiß es nicht. Aus mehreren Ecken vernahm ich jedoch, dass der Vorlauf zur BuGa 2011 die Koblenzer fast den Verstand gekostet hat, weil die Stadt nur noch aus Baustellen bestand und dass sich das gelohnt hat. Ich kenne keine Zahlen und Aufrechnungen, aber schon, wenn es sich nur gefühlt „gelohnt“ hat, ist das schon einiges wert.

Koblenz‘ old city is beautiful! I suppose the numerous squares were there last time around already but maybe the city was less well taken care of, dirtier – I don’t know. More than once I heard, though, that the preparations for the Federal Flower Show in 2011 almost drove the Koblenzers insane as the city seemed to be one giant construction site but that it was worth it. I don’t know any numbers or calculations but even if they only feel it was „worth it“, I think that says a lot.

Vor dem Start der Veranstaltung, in der Mittagspause, vor dem gemeinsamen Abendessen bin ich hin und her geflitzt und habe Fotos gemacht, auch wenn wir am Folgetag noch eine Stadtführung hatten. Ich habe immer noch Lust auf mehr… und der angesprochene Weihnachtsmarkt auf den vielen kleinen Plätzen – das könnte was sein!

Before our event started, during lunch break, before we had the joint dinner I ran about taking pictures, even though we did have a sort of guided tour on the second day. I’m still ready for more… a very cozy Christmas market, spread about all those small squares, was mentioned – that could be an excellent occasion to return!

Die Rosen im kleinen, aber feinen Schlossgarten des Residenzschlosses waren noch nicht soweit, aber das Glitzern des Rheins hat den Entspannungsfaktor gleich mal hochgeschraubt. Apropos: wie man unschwer erkennen kann, war das Wetter absolut fantastisch. Und am Wasser kriege ich ja sowieso eigentlich immer gleich Urlaubsgefühl. Wasser gibt es hier wo Rhein und Mosel zusammenfließen, ordentlich. Und eine Seilbahn geht drüber, vom Deutschen Eck zur Festung Ehrenbreitstein.

The roses in the small but very nice garden of the Palace were not in bloom yet but the glittering of the Rhine did a lot to increase a feeling of instant relaxation. Talking about it: as you can easily see, the weather was absolutely gorgeous. Wherever there’s water, I feel like I’m on vacation anyway. And water there is, at the confluence of the Rhine and Moselle rivers. And a cable car runs across it! From „Deutsches Eck“ to the Ehrenbreitstein Fortress.

Mehr als einmmal war ich an die Rheinkreuzfahrt meiner Freundin Marlene im letzten Herbst erinnert – die sehr unter dem extremen Niedrigwasser gelitten hat. Beim Blick auf das Pegelhäuschen mit dem Rekordhoch von 1651 kaum vorstellbar.

I was reminded more than once of my friend Marlene and her Rhine cruise last fall which suffered a lot from the drought and extremely low water line. Hard to imagine, looking at the gauge house commemorating the record high of 1651 (among others).

Abschließend haben wir beim Weingut Göhlen noch einen zuerst enttäuschend modernen, im weiteren Verlauf aber sehr urigen Weinkeller besichtigen können. Weinproben sind bei mir ja immer vergebliche Liebesmüh – mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass mir Wein mal schmeckt. Der Traubensaft jedoch war hervorragend!

The day came to an end at the Göhlen Winery where we toured an at first somewhat disappointing modern cellar before moving on to a very old one that did impress us all. Wine tastings are always lost on me – by now I have given up hope that I will ever acquire that taste. But the grape juice was delicious!

So, auf in eine neue Woche… genießt den Sonntagabend!

Getting ready for a new week… enjoy your Sunday night!

Barbara