Another Day in… BANGKOK


Um es vorweg zu sagen: der „weitere Tag“ ist der erste von wahrscheinlich drei Beiträgen, die inhaltlich aus einem einzigen Tag resultieren. Ich hatte ein absolut fantastisches zehnstündiges Erlebnis mit den Bangkok Vanguards auf ihrer BANGKOK360 Tour – zu viert waren wir mit einem Guide den ganzen Tag unterwegs und haben Ecken gesehen und in Bereiche reinspingsen können, auf die kein Mensch in der Form gekommen wäre. Und angefangen hat das ganze am frühen Morgen in Bangkok’s Chinatown. Wenn ihr nur einen vollen Tag in Bangkok habt, bucht diese Tour.

Let me say this up front: the „another day“ is the first of probably three posts that are fed from only a single day. I had a downright fantastic experience with the Bangkok Vanguards on their BANGKOK360 Tour – there were four of us and a guide and we explored areas and literally caught glimpses of everyday life which the regular tourist largely wouldn’t even have thought of. It all started early in the morning in Bangkok’s Chinatown. If you have only one full day to spend in Bangkok, book this tour. There, I’ve said it.

Genau betrachtet ging es los am Haltepunkt Saphan Taksin: dort bestiegen wir eine Fähre der „Orange Line“, die wie Straßen- oder U-Bahnen Teil des ÖPNV in Bangkok sind. Der Ausstieg am Kai Rachawongse war der direkte Einstieg in Chinatown – und wir kamen rechtzeitig zum Frühstückswahnsinn der Street Food Händler… ich hätte fast überall probieren mögen, aber es reichte nur zu einer Tüte verzehrfertiger Ananas-Stücke und zweier Fleischspieße… Oh, und ein Päckchen Kokospudding in Bananenblatt – aber es war ja auch noch nicht mal 9 Uhr!

Strictly speaking, we started out at the Saphan Taksin stop: that’s where we boarded a boat of the „orange line“, which form part of the public transport system in Bangkok. We got off again at the Rachawongse stop and thereby had direct access to Chinatown – where we arrived right in time for the breakfast madness of the street food vendors… I would have loved to try just about everything but managed only a bag of ready-to-eat pineapple and a couple of barbecue meat snacks… oh, and a little banana-leaf packaged coconut custard – but then it wasn’t even 9 a.m. yet!

Wie bereits erwähnt, ist Bangkok eine eher junge Stadt und Chinatown gehört mit zu den ältesten Bereichen. Seit 1767 wurden die Dienste der chinesischen Teochew Händler in Anspruch genommen, um die Versorgung mit Reis und anderen Produkten sicherzustellen. Chinatown wurde dann 1782 gegründet, auf Land, das König Rama I. dafür vorsah. Der Handel florierte weiter und hatte in diesem Bereich Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreicht. Ganz zu Beginn wurde auch ein Tempel errichtet, den wir unter die Lupe nahmen.

As I’ve mentioned earlier, Bangkok is a rather young city and its Chinatown is among the oldest parts. The Chinese Teochew traders had been enlisted to make sure rice and other provisions made it to Bangkok in sufficient amounts. Chinatown was founded in its present location in 1782, on land designated by King Rama I. Trade continued to flourish and grow so that by the turn of the 19th/20th century it reached a peak. A temple also formed part of the earliest stages of the settlement, so we went to have a closer look at that as well.

Was zuerst aussah, wie ein überdachter Mopedparkplatz (der es ja vielleicht auch war), entpuppte sich als besagter chinesischer Tempel. Auch hier wird geopfert in Form von Essen, Räucherstäbchen und Spenden – es gab allerdings nicht nur eine Buddhafigur, sondern gleich drei: für Himmel, Erde und Mensch. Am spannnensten stellten sich für uns die „Glücksstäbchen“ raus. Das sind etwa 50 Stäbchen, die in einer Dose stehen. Mit der Dose kniet man sich vor den Altar und fängt an, rythmisch zu schütteln – bis eins rausfällt. Man muss nach der eingravierten Nummer sehen und sich den Zettel mit der „Prophezeiung“ aus einem Setzkasten-ähnlichen Regal ziehen. Was mir die Nummer 36 verheißt, blieb allerdings für’s erste im Dunkeln (da ich ja weder Chinesisch noch Thai spreche).

I first thought we had come across a roofed motorcycle parking lot (which maybe it was, too) but it turned out to be the entry to a Chinese temple. Here, too, you bring offerings of food, incense sticks and cash donations – but there wasn’t only one buddha statue, there were three: for the sky, the earth and us humans. The most interesting part for us where the „fortune sticks“. Maybe 50 of them are in a box. You take the box, kneel down in front of the altar and start shaking it rythmically until one falls out. Check for the engraved number and get the info from the shelf with the „prophecies“. It would be a little while, though, before I found out what no. 36 actually means (as I’m neither proficient in Chinese or Thai).

Bevor ich nach Chinatown kam, habe ich zwei Dinge erwartet: das Street Food (Haken dran) und die basarähnlichen Gässchen voller Geschäfte mit so ziemlich allem, was man jemals brauchen könnte (auch Haken dran – ich habe kurzzeitig mit dem Gedanken an einen Container und eine Spedition gespielt, ihn dann aber doch wieder verworfen). Worüber ich nicht so nachgedacht hatte, waren die Wohnverhältnisse und das Leben „hinter den Fassaden“ im allgemeinen. Man hätte ja auch gar nicht gewusst, in welchem Gässchen es sich lohnt, mal näher reinzusehen usw. Was als erstes auffiel, war die unglaubliche Enge – in den Gassen selbst und in den Wohnungen. Das Leben ist gefühlt komplett öffentlich: im Erdgeschoss fehlten den Häusern oft die Wände zur Straße, es waren nur Gitter, die dann oft auch zur Seite geschoben waren. Bei dem Klima an sich nicht die schlechteste Idee.

Before I came to Chinatown, I expected two things: the street food (done) and the little lanes with stores, not unlike a bazaar, where you can buy all you (n)ever dreamed of (done, too – for a while I was considering contacting a company to rent a container but relax, I thought better of it). What I did not think about was the housing and living conditions. And I wouldn’t have known which little lane would be worth turning into etc. The most obvious thing to notice was the narrowness of the backlanes, and the confinement of the accommodations. It feels like life is 100% public, a severe lack of privacy: on the ground floor, there were often not even walls on the side facing the street, only a lattice door which more often than not was not even closed. Considering the climate, maybe not the worst idea.

In diesen maximal 2m breiten Gassen wird gewaschen, Moped gefahren, auf schweren Karren gezogene Früchte verkauft, gekocht, gequatscht, gespielt – gelebt. In den Erdgeschossbereichen der Häuser ist das Wohnzimmer cum Lagerfläche cum Arbeitsplatz untergebracht (z.B. Goldschmiede, Friseure) und auf uns haben diese Bereiche meist sehr zusammengewürfelt und unwirtlich gewirkt, aber es hat ja nun jeder auch andere Dinge, die ihm wichtig sind bzw. ein anderes Empfinden von Gemütlichkeit. Oder gemütlich ist gar nicht das Ziel. Wie auch immer. Zum Ende unseres Besuchs in Chinatown kamen wir noch in den Bereich eines Kanals, der nach Angaben unseres Guides noch bis vor kurzem baumbestanden war und nun ein schicker weiterer „floating market“, für die Bangkok berühmt ist, werden soll. Die Notwendigkeit gerade dieses Entwicklungsschritts entzieht sich mir.

In these max. 2m wide lanes people do laundry, ride motorcycles, sell fruit off heavy hand drawn carriages, cook, chat, play – live. The ground floor level of the buildings house the living room cum storage area cum workplace (e.g. gold smiths, hair dressers) and to us the rooms appeared rather thrown together and somewhat barren but then everybody has their own priorities and definitions of „gemutlichkeit“. Or maybe nobody is even going for a cozy atmosphere. Anyhow, at the end of our visit to Chinatown we reached the area at a canal that was until rather recently tree-lined and is now being rehabilitated as a „floating market“. Why it has to be yet another of these Bangkok landmarks – of all the things that it could be – eludes me.

Wie lange kann das so bleiben? Will jemand, dass das so bleibt? Bislang ist Chinatown vergleichsweise schwer zu erreichen, aber das ändert sich voraussichtlich im Herbst 2019, wenn eine neue U-Bahn-Station eröffnet wird. Dazu kommt ein grundsätzliches Gentrifizierungsproblem und die Abwanderung von Teilen der Bevölkerung in „bessere“ Stadtteile. Im Vorfeld der zu erwartenden besseren Anbindung kam es schon zu Investitionsschüben, aber es werden auch Chancen gesehen, dass der Stadtteil seinen besonderen Charakter erhalten kann. HIER findet ihr einen interessanten (englischsprachigen) Artikel dazu. Doch für heute: auf bald!

How long can Chinatown retain its very particular atmosphere? Do people want to keep it? Up until now, Chinatown’s accessibility is rather limited but that will change by fall 2019 when a new subway station will be opened. Add to that a general gentrification drive and the move by parts of the population out to „better“ neighborhoods. Apparently, in the run-up to the improved connection, there has been quite some investment already, but there’s also reason to believe that this neighborhood will manage to retain its particular charme. You can read an interesting article on that HERE. But for now, I have to let you go!

Barbara

A Day in… BANGKOK!


Den „offiziellen“ zeremoniellen Namen Bangkoks wollte ich eigentlich schon im Titel nennen, aber das hätte alles gesprengt: Krung Thep Maha Nakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Yutthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udom Ratchaniwet Maha Sathan Amon Phiman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit. Laut der großen Online Enzyklopädie bedeutet das soviel wie:

Stadt der Devas, große Stadt [und] Residenz des heiligen Juwels Indras [Smaragd-Buddha], uneinnehmbare Stadt des Gottes, große Hauptstadt der Welt, geschmückt mit neun wertvollen Edelsteinen, reich an gewaltigen königlichen Palästen, die dem himmlischen Heim des wiedergeborenen Gottes gleichen, Stadt, die von Indra geschenkt und von Vishvakarman gebaut wurde.

Sehr bald ist klar: ein Tag ist wie kein Tag… Ich werde eine ganze Woche in Bangkok sein und es wird nicht annähernd reichen. Doch an diesem ersten Tag steht erstmal die Tempelanlage Wat Pho auf dem Programm (und eigentlich auch der benachbarte Königspalast, aber es kam anders). Wat Pho fokussiert auf einen riesigen liegenden Buddha – 46m lang und 15m hoch. Bei Durchsicht der Fotos fiel mir auf: ich habe viel zu wenige (nämlich exakt eins) seiner perlmuttverzierten Fußsohlen gemacht… Aber so als Größenvergleich sei mal vermutet, dass ein Zeh wohl ungefähr so groß wie mein Bein ist.

I had intended to use Bangkok’s „official“ ceremonial name in the title already but that would have been too much: Krung Thep Maha Nakhon Amon Rattanakosin Mahinthara Yutthaya Mahadilok Phop Noppharat Ratchathani Burirom Udom Ratchaniwet Maha Sathan Amon Phiman Awatan Sathit Sakkathattiya Witsanukam Prasit. According to the famous online encyclopedia it means:

City of angels, great city of immortals, magnificent city of the nine gems, seat of the king, city of royal palaces, home of gods incarnate, erected by Vishvakarman at Indra’s behest.

(Now look at how that differs in length from the German version… mmmhhh…)

Soon enough it is obvious: one day feels like none at all… I will be in Bangkok for a whole week and it won’t be nearly enough. But on this first day we have put the (temple) Wat Pho on the agenda (and actually also the neighboring Grand Palace but things changed). Wat Pho’s center is the giant reclining buddha – 46m long and 15m high. When I was going through my pictures I noticed that I didn’t take enough pictures (one, to be precise) of the soles of his feet, inlaid with mother-of-pearl… To give you an idea of the size: I would estimate that one of his toes is about as big as my leg.

Sein „Zuhause“ bietet mit seinen Wandmalereien auch schon einiges, aber man bekommt realistisch betrachtet weder genug Abstand vom Buddha noch von den Wänden, um beides jeweils in Gänze bzw. in seinem Detailreichtum bewundern zu können. Das ändert aber nichts daran, dass es ein ziemlich beeindruckendes Ensemble ist.

His „home“ with the detailed murals is a gem in itself but really: you can’t get enough distance between yourself and either the buddha or the murals in order to fully appreciate the size and the details respectively. It’s an impressive site nevertheless.

Hatte ich schon erwähnt, dass dieser Beitrag eher bilderüberladen sein wird? Der treue Leser dieses Blogs wird es schon vermutet haben, bei diesem Thema… ein Tag, 250 Fotos. Wie soll man sich nur entscheiden? Und dann kam ich in dieses getöpferte Blumenmeer in Form unzähliger Stupas. Was ist diese Tempelanlage fröhlich, irgendwie. Voller Blumen, echten und getöpfterten, farbenfroh, kleingemustert:

Did I mention that this will again be one of those picture-heavy posts? The loyal reader of this blog may have expected as much, seeing the subject and all… one day, 250 pictures. How should I decide? And then I found myself in this sea of flowers in the form of countless stupas. What a happy temple this is, somehow. Full of flowers, real and clay ones, colorful, intricately patterned:

Selbst die Wächter machen einen gutmütigen bis humorvollen Eindruck… Die haben entweder eher chinesische oder europäische Züge und wurden wohl als Ballast genutzt und aus China importiert.

Even the guards seem to be good-natured or humorous even… They all seem to have either Chinese or European looks and were apparantly imported from China, as ballast on trade ships.

Hier gibt es außerdem eine Ausbildungsstätte für Thai-Massage… von der bin ich allerdings mit Blick auf die Bronze-Statuen weiter nicht überzeugt. Aber eine eher entspannende Herangehensweise wird ja wohl auch hier irgendwo zu finden sein?

This is also a place where people are trained in Thai massage… looking at the bronze statues around here, I’m not convinced this is my cup of tea. But I’m optimistic that I’ll find a more relaxing approach somewhere…?

Der Baubeginn für den Tempel wird auf 1688 datiert, als Bangkok noch ein kleines Fischerdorf am Fluss Chao Phraya war (das Gründungsdatum für die Stadt Bangkok ist 1782) – da wird einem schwindelig beim Gedanken an die heute wohl 10 Millionen Einwohner innerhalb der Stadtgrenzen und vielleicht 20 Millionen im Großraum? Wie auch immer, um das Datum der Stadtgründung wurde auch die Phra Ubosot gebaut, die Ordinationshalle:

The begin of the construction of the temple is thought to be 1688, when Bangkok was still a small fishing village on the Chao Phraya river (the city of Bangkok was founded in 1782) – I get dizzy thinking about the rapid development it has taken since then, having a population of about 10 million people within city limits and maybe 20 million in the greater Bangkok area. Anyhow, just about then, when the city was founded, the Phra Ubosot, the ordination hall, was dedicated as well:

Der Morgen war nur so an uns vorbeigerauscht und ich kam zu meinem ersten Lunch auf thailändischem Boden, und das gleich mit diesem Ausblick auf den Wat Arun, den Tempel der Morgenröte, auf der anderen Seite des Flusses. Essenstechnisch bin ich es mit Pad Thai vorsichtig angegangen und habe mich dann auf ein Boot Richtung Wat Arun geschmissen.

The morning flew by within the blink of an eye and I got to have my first lunch on Thai soil – with this particular view of Wat Arun, the Temple of Dawn, across the river. Foodwise, I decided to take it easy on that first day and enjoyed my pad thai before I boarded a boat and crossed the river, headed for Wat Arun (of course).

Der Tempel besteht wahrscheinlich seit dem 16. Jahrhundert, die markanten Türme kamen allerdings erst im frühen 19. Jahrhundert dazu. Sie sind noch detailverliebter und abwechslungsreicher gestaltet, als die in Wat Pho – und dabei weniger farbenfroh. Aber man könnte stundenlang immer neue Dinge entdecken.

The temple can be traced back to the 16th century but the distinctive spires were added as late at the early 19th century. Believe it or not, their decorations are even more detailed and with more patterns than those of Wat Pho – yet a little less colorful. But I could just sit there for hours and find more and more interesting details.

Blumen spielen auch hier eine Rolle – aber sehen diese „Topper“ nicht im äußeren Blütenkranz ein bisschen so aus, als hätte man Omas zerschlagenes Geschirr verwendet? Also, zumindest auf den allerersten Blick…

Flowers are at the center of things here as well – but when it comes to those „toppers“ of blossoms, don’t the outer layers look a little bit like pieces of Granny’s broken china? At first sight, at least…

Hüben wie drüben ist auch Gold angesagt und es gibt unzählige Steinskulpturen im Umfeld der großen Gebäude. Allerdings sind es kleinere:

Just as at Wat Pho, gold plays a large role here as well, and there are also countless stone sculptures around the larger structures. But they are smaller:

Abschließend bin ich noch ein bisschen durch die Wohnviertel hinter dem Tempel gestreift und habe den ersten Eindrcuk vom Leben an Bangkok’s khlongs, den Kanälen, bekommen.

I had a look at the neigborhoods adjoining the temple afterwards and got a first impression of life along the khlongs, the canals.

Aber dazu ein anderes Mal mehr – hier geht es auf 1:30 Uhr und ich muss in die Federn! Auf bald!

More about that later – it’s going on 1:30 a.m. here and I have to get some sleep! Take care!

Barbara

An afternoon in… EKSJÖ!


An der Chronologie doktore ich hier ein bisschen rum… Eksjö haben wir nämlich eigentlich am gleichen Tag gemacht wie die Elche und Skurugata – aber das kann man ja gar nicht alles in einen Beitrag fassen. Wir haben uns hier sogar eine Stadtführung gegönnt, als die einzigen daran interessierten Touristen. Wir waren kurz davor, die Fliege zu machen, als die Stadtführerin noch auftauchte und uns eine kurzweilge Stunde lang viel über Geschichte und Architektur Eksjös nahegebracht hat.

I have doctored the chronology a bit here… in fact, we did Eksjö on the same day as the moose and Skurugata – but it’s just too much for one post (and one day?!). We treated ourselves to a guided tour here – the only tourists who were interested as it turned out. We were just about to make a quick exit when the guide showed up and did a very interesting one-hour tour of the old town, filling us in on Eksjö’s history and architecture.

Eksjö bezeichnet sich selbst als die „Holzstadt“: die weiterhin den mittelalterlichen Stadtplan wiederspiegelnde nördliche Altstadt steht komplett unter Denkmalschutz und ist wirklich malerisch. Eine große Lücke besteht im Zentrum, wo erst im August 2015 das größte Gebäude niedergebrannt ist. Glücklicherweise konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindert werden.

Eksjö calls itself the „wooden city“: the Northern part of the old city is still set up along the medieval plan, is listed as a whole and really quite picturesque. There is one huge gap in the center, though, where the largest building burned down as recently as August 2015. Luckily, the fore department managed to keep the flames away from the neigboring houses.

Besonders interessant sind die diversen „gård“ – was übersetzt so ziemlich alles sein kann von Hof über Anwesen bis Innenhof: es sind an vier Seiten umbaute Grundstücke, die durch mindestens eine Hofeinfahrt erreichbar sind. Das können Bauernhöfe sein, aber auch Geschäfte bzw. Handelsplätze oder Handwerksbetriebe. Ein solcher ist der Krusagården, wo im Laufe der Jahrhunderte so unterschiedliche Dinge wie eine Gerberei und eine Schnappsbrennrei untergebracht waren. 1946 sollte er abgerissen werden und es formierte sich Widerstand dagegen – er wurde erhalten und insgesamt wurde man sich der Einzigartigkeit der Bebauung bewusster. Krusagården jedenfalls ist nun im Besitz der Stadt und ist eine Art Kulturzentrum. Wir wurden allerdings hauptsächlich deshalb darauf aufmerksam, weil draußen ein Schild „LOPPIS“ stand 🙂 Dazu gab es aber auch frische Waffeln mit Erdbeermarmelade und Sahne, Live-Musik und gemütliche Atmosphäre. Was die Hummel zum Absturz brachte, blieb unerforscht.

There are a number of „gård“ who are of special interest – the word can mean just about anything from estate to courtyard: they are properties with walls on all four sides, accessible via one or more gate(s). They can be farms but also stores or trading posts – or a crafts enterprise. One such place is Krusagården which hosted all kinds of enterprises over the centuries, including a tannery and a distillery. In 1946 it was decided to tear it down but that decision met unexpected resistance – the plans were scrapped and the inhabitants of Eksjö became in general more aware of their unique architectural heritage. Krusagården is now owned by the city and a cultural center. We were attracted to it by a sign outside, though, saying „LOPPIS“ 🙂 But we also had a fresh waffle with strawberry jam and whipped cream, live music and great „gemutlichkeit“. The reason for the crash of the bumblebee remained a mystery.

Am Marktplatz, der die Grenze zwischen der nördlichen und südlichen Altstadt darstellt, steht die im 19. Jahrhundert gebaute Kirche. Die ersetzt eine alte, damals als zu dunkel empfundene Holzkirche… aber Altar und Kanzel wurden (neben so einigen anderen Stücken) in die neue Kirche integriert.

The market square marks the border between the Northern and the Southern part of the old town. At its Eastern side is Eksjö church which was built in the late 19th century, replacing a medieval wooden church that people at the time found too dark, apparently… But the altar and the pulpit (among quite a few other objects) were integrated in the new building.

Ohne unsere Stadtführerin wären uns neben den Informationen zur Geschichte auch so kleine Details wie die Schutzvorrichtungen an Hausecken, die Schäden durch die Kurve zu eng nehmende Kutschen vermeiden sollten, gar nicht aufgefallen. Oder später hinzugefügte zweite Stockwerke, die aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen über den ersten Stock hinausragen.

Only thanks to our guide did we learn so much about the history in general and the tiny little details in particular: like these protective measures on the corner of houses that were put in place to make sure that carriages trying to round the corner wouldn’t damage it in the process. Or the second stories of buildings that were added later and for some irreproducible reason were larger than the first floor.

In der Summe hätte ich vielleicht auch einfach kommentarlos die Sammlung an Türen aus Eksjö posten können – eine schöner als die andere… wobei die mit dem beidseitigen Treppenaufgang (die einzige solche) und das dazugehörige Haus wohl mein Favorit ist:

I guess I could have just posted my collection of Eksjö doors as a comment-free synopsis of our visit, one more beautiful than the next… I particularly like the one with the two-sided stairwell (the only of its kind) and the house that goes with it:

Auf bald!

Take care!

Barbara

A Day on the Way to… VETLANDA!


Hin und wieder bekam man den Eindruck, man sei in Indien unterwegs… was so den Fokus auf die Kuh angeht. Nicht viel exotischer war offenbar unser Vorhaben, zwei Nächte in Vetlanda zu verbringen. „Vet-LAN-da?!“ fragte uns jeder, der es hörte – „was um alles in der Welt macht ihr denn in Vetlanda?“ Naja, wir wären nie hingekommen, wenn wir nicht eigentlich einen Freund und seine Familie in der Nähe hätten besuchen wollen – der aber, als Flüchtling, mal kurzfristig 500km „umgezogen“ wurde. Ich rätsele immer noch ob der Frage, warum ein anerkannter Flüchtling innerhalb ziemlich kurzer „Warnung“ wieder umgezogen wird (in das vierte mir bekannte Umfeld) und wie die Leute dann irgendwann mal Fuß fassen sollen, aber das steht auf einem anderen Blatt. In Vetlanda haben wir tatsächlich nichts unternommen. Auch dem Hinweis, dass dort vor ca. 65 Jahren leckere Soldaten stationiert waren, die von der Schulausbildung ablenkten, sind wir nicht weiter nachgegangen.

Every now and then it felt a little bit as if we were traveling in India… as far as the focus on cows is concerned. Apparently, our two-night stay in Vetlanda was no less exotic. „Vet-LAN-da?!“ everybody gasped when we mentioned it – „what on earth do you want to do in Vetlanda?“ Well, we would never have considered it, hadn’t it been for a friend and his family we wanted to see who lived close by – but who, as refugees, had been moved 500km north at short notice. I still wonder what the rationale behind this is, to move people who have all the papers they need yet again (to the fourth place I know of) and how they are supposed to ever manage to actually settle. Anyhow – we did not do anything worth mentioning in Vetlanda. We also didn’t follow up on the cue that about 65 years ago there were handsome soldiers stationed there who distracted our source from her studies.

Stattdessen fuhren wir zum Skullaryd Älgpark – ein Schweden-Aufenthalt ohne Besuch bei den Elchen ist für mich nicht mehr möglich! Zuerst sahen wir jedoch das Rotwild – ca. 70 Tiere, die recht zügig angetrabt kamen und so ein bisschen Serengeti-Feeling aufkommen ließen. Und der Chef der Truppe, Albin, kam etwas ruhig, aber dennoch geschäftig, hinterher – und benahm sich genauso, wie er auf dem Foto (oben rechts) den Eindruck macht: leicht genervt, aber die Sache voll im Griff. Trotzdem ging es mir ja so wirklich nur um die Elche, die wesentlich ruhiger waren und sich gaaaaaanz langsam von ihren Schattenplätzen erhoben und mal rübergeschlenkert kamen, um zu sehen, was denn so Sache sei.

Instead, we went to Skullaryd Älgpark – a visit in Sweden without seeing moose seems impossible! We first got to see a huge group of red deer – about 70 animals who came trotting towards us at quite a pace and gave us a little stampede feeling. And the boss of them, Albin, approached us a little later, a calm authoritiy, somehow still bustling – and behaved just what it looks like on the picture (top right): just a tad annoyed, but everything under control. But really, all I wanted to see was the moose who were a lot calmer and ever so slowly decided to get up from their spot in the shade and sort of swing over to see what the hype was all about.

Den Specht haben wir auf einer Wanderung am Nachmittag gesehen. Gehört haben wir ihn schnell, ihn zu sehen dauerte eine Weile. Und das Foto, gegen einen bedeckten Himmel fotografiert, musste ich etwas bearbeiten, damit man sein Federkleid erkennen kann. Die Wanderung an sich brachte uns zur Skurugata, einer Schlucht, und weiter zum Skuruhatt, dem mit 337m höchsten Punkt in Småland.

We saw that woodpecker on a hike in the afternoon. We had heard him long before we could locate him. And the photo, taken against a cloudy sky, needed a little manipulation for the plumage to show. The hike brought us to Skurugata, a ravine, and on to Skuruhatt, at 337m / 1105 ft. the highest elevation in Småland.

So einige natürliche Formationen haben mich an die Serie Jordskott denken lassen – „die Rache des Waldes.“ Vielleicht hätte ich die doch nicht gucken sollen, denn hier und da kam mir schon der Gedanke, dass da aus dem komischen Hohlraum ja jetzt die Mörderwurzeln kommen und mich runterziehen wollen oder so… Die Schlucht jedoch brachte mich auf ganz andere und viel schönere Gedanken. Besonders an der Stelle mit der Geröllhalde sah das für mich eindeutig aus wie die Wolfsschlucht in der Mattisburg bei Ronja Räubertochter.

Some of the formations in nature that we came across did remind me a bit of the TV show Jordskott (in German somewhat aptly subtitled „Revenge of the Woods“). Maybe I shouldn’t have watched it after all as every now and then I did feel that some sort of murderous root was going to shoot out of some weird cavity to drag me underneath… The ravine, however, triggered quite different and much nicer thoughts (especially the part with the scree): to me, it looked a lot like the chasm cutting through Matt’s Fort in Ronja, the Robber’s Daughter.

Auf dem Skuruhatt angekommen, war für mich eigentlich klar, dass das der Ort für Ronjas Frühlingsschrei gewesen sein muss. Ich konnte mich mit meinem Sommerschrei noch gerade so im Zaum halten:

Upon reaching Skuruhatt, it was obvious to me that this must have been the place for Ronja’s spring howl. I did manage to refrain from a summer howl myself:

Meine Kamera mit diesem Megazoom macht mich noch zum Vogelliebhaber. Wenn ich das richtig recherchiert habe, handelt es sich bei diesem Exemplar um einen männlichen Buchfink… Wir mussten uns quasi zwingen, den Rückweg anzutreten – gerne wäre ich bis zum Sonnenuntergang geblieben, aber das hätte noch einige Stunden gedauert.

My camera with its megazoom will convert me into a bird watcher one of these days. If I researched this correctly, the bird is a common chaffinch (male)… we practically had to force ourselves to head back again – I would have loved to stay until the sun set but that was still hours to go.

Und dann gab es ja noch einen Tag, den wir nicht in Vetlanda verbracht haben…

And then there was another day that we didn’t spent in Vetlanda…

Barbara

Hours Upon Hours Spent at… LOPPIS


Loppis ist kein Ort in Schweden – aber jeder Ort kann Loppis sein. Ein Loppis (loppmarknad) ist ein Flohmarkt. Aber anders als hier ist das meistens keine großartig angekündigte Sache gigantischen Ausmaßes, sondern ein Sammler, der sonntags seine Garage öffnet, ein Besitzer eines alten Hofs in der småländischen Einsamkeit, der die Scheune umfunktioniert hat und wann immer er da ist, das Schild „LOPPIS – öppet“ an die Straße hängt. Die Fotos hier sind allerdings alle vom kommerziellen Loppis in Moheda, der jeden Samstagnachmittag stattfindet.

Loppis is not the name of a Swedish town – but every town can potentially have a Loppis. A Loppis (loppmarknad) is a flea market. But often it’s not a huge official thing that’s been published in the papers but maybe a collector opening his garage on Sunday afternoons, the owner of an old farm in the solitude of Småland who has found a new use for the large barn and puts up the sign „LOPPIS – öppet“ by the main road whenever he’s available. The pictures here, though, are all from a larger commercial loppis in Moheda who is open every Saturday afternoon.

Es gibt so ziemlich alles – und es ist die Hölle los. Ein Café gab es dort auch und eine Würstchenbude. Aber die kleineren waren mir lieber, da kommt man mit den Verkäufern ins Gespräch und kann auch noch was zur Gegend in Erfahrung bringen und überhaupt einfach quatschen. Einer der letzten, den wir aufgetan haben, war auch ein größerer Akt, der nur für drei Wochen, aber täglich geöffnet war und von der örtlichen Kirchengemeinde organisiert war. Wahnsinn, das Angebot – und es warteten noch Wagenladungen voller Kisten auf’s Auspacken.

There’s nothing you can’t get – and it’s crowded. They even had a café and a hot dog stall. But I much preferred the smaller ones where you can chat with the sellers and find out about the region and whatever else. One of the last ones we found was also a larger event that was only going on for three weeks but open daily, organized from the local church community. The range of items was incredible – and there were still truckloads of boxes waiting to be unpacked.

Sagen wir mal so: es war ein Segen und ein Fluch, dass ich ein Auto zur Verfügung hatte…

Let’s put it this way: it was a blessing and a curse that I had a car at my disposal…

… und solltet ihr hören, dass ich beim nächsten Mal mit Anhänger fahre, schreitet ein!

… and should you hear that I plan to take a trailer next time, please do intervene!

Barbara

Another Week in… ÄLMHULT!


Falls das Foto allein die Aussage nicht rüberbringt: es blieb weiter sonnig… und warum ich basierend auf der Erfahrung des letzten Aufenthalts nicht gleich zwei Wochen in die Hütte am See gezogen bin, wird mir für immer ein Rätsel bleiben. Unverändert hat mich eigentlich nichts weggezogen vom See, gemütlichen Frühstücks auf der Terrasse, Sonnenuntergang auf der Hollywood-Schaukel…

Just in case the picture above doesn’t get the idea across: it continued to be sunny! And why exactly I came for only one week again (well knowing from my last stay how absolutely wonderful it would be), will forever remain a mystery. And again, I had a hard time parting with the lake, cozy breakfasts on the terrace, sunsets seen from the porch swing…

Es passt so unglaublich gut, dass ich mich selbst morgens schon zum schwimmen aufraffen kann… Aber dann könnte es nach Frühstück und/oder Mittagessen mit viel frischem Obst auch einfach in einem Nachmittag lesen am Strand enden!

It is just so wonderful that even I can get motivated for a swim in the morning already… But after a breakfast and/or lunch with lots of fresh fruit I could just call it a day and retire to the beach to spend the rest of the day reading!

Aber mit Aussicht auf ein leckeres Stück Kuchen und eine Tasse Kaffee im Garten-Café konnte ich auch dazu bewogen werden, mir (erneut) Linnés Råshult anzusehen… Und nur einen Monat später im Jahr sah es doch sehr anders aus – was sicher auch am lange ausgebliebenen Regen lag.

But with the prospect of having a yummy piece of cake and a coffee in the garden café I could be persuaded to see Linné’s Råshult (again)… And only one month later than last time, things looked decidedly different – maybe that was exacerbated by the drought this year.

Im Gegensatz zum letzten Mal habe ich auch die große Runde kennengelernt, die unter anderem auch solch postkartenkitschige Aussichten bereithielt:

This time I also managed to do the „large loop“ which offered views like this one – if you saw it on a postcard you’d think it’s unreal or this exceptional place… but we saw them over and over again:

Ein weiteres Ziel war das IKEA Museum in Älmhult, das ich gut gemacht und in großen Teilen auch sehr interessant fand. In Sachen Geschäftskarriere bin ich offenbar auf dem richtigen Weg: IKEA-Gründer Ingvar Kamprad fing mit Streichhölzern und… Weihnachtskarten an. Das kann also was werden 😉 Die teilweise jahrzehntealten Beispielzimmer waren faszinierend – im folgenden Bild oben ist eine aus dem Katalog von 1962, darunter in klein von 1999 (links) und 1976 (rechts).

On another day we made it to the IKEA Museum in Älmhult, which I found to be very well made and for the most part very interesting, too. As for entrepreneurship I seem to be on the right way: IKEA founder Ingvar Kmaprad started out with matches and… Christmas cards. I’m getting there 😉 The sample rooms from different decades were fascinating – the picture below shows one from the 1962 catalogue on top (followed by 1999 and 1976, left to right).

Zuletzt gab es eine Ausstellung unter anderem zu IKEAHacks – Gegenständen (oder Kunstwerken), die aus IKEA-Möbelsätzen gefertigt, aber abgewandelt wurden. Oder auch die schwedische Tracht aus den blauen und gelben IKEA-Tüten.

The last part was dedicated to IKEAHacks – items (or pieces of art) that were made by modifying the original purpose of a certain IKEA product. Or the traditional Swedish dress made from IKEA’s blue and yellow bags.

Also, nächstes Mal zwei Wochen, mindestens. Und für den Fall, dass sich einer fragt: wir hatten nicht einen einzigen Tag ein echtes Mückenproblem, das Mückenspray wurde nicht gebraucht. Vielleicht auch ein Ausnahmezustand, aber egal… es war ein Fakt! Doch nun auf bald!

Alright then: two weeks next time, minimum. And just in case you were wondering: there was not a single day that we were really plagued by mosquitos, I brought the repellent in vain. Maybe that is exceptional, too but anyhow: it was a fact! Take care!

Barbara

A Day in… VÄXJÖ!


Auf dem Weg zur legendären „Hütte am See“ haben wir einen Tag in Växjö verbracht. Da kann ich ja aufgrund meiner jahrzehntelangen Mats Wilander-Affinität immer wieder hinfahren – aber dieses Mal hat es sich gleich mehrfach gelohnt. Doch kurz vorher haben wir noch einen Stopp in Dädesjö gemacht, um die mittelalterliche Kirche mit den wunderbaren Deckengemälden zu bewundern. Auch ein Erlebnis, wenn man im Gästebuch den Eintrag vom letzten Mal wiederfindet!

On our way to the legendary „Cottage by the lake“ we spent a day in Växjö. Seeing as I’m such a Mats Wilander fan, that’s a place I can return to often – but this time it was special. But before we got there we made a stop in Dädesjö to have a look at the medieval church with its wonderful ceiling paintings. Quite something when you find your own entry in the guest book from the last visit!


Weil wir uns verquatscht und die Ausfahrt verpasst hatten
Der erste Anlaufpunkt in bzw. bei Växjö war die Burgruine Kronoberg. Malerisch im See gelegen, Seerosen noch malerischer davor – es war ja ehrlich gesagt vollkommen egal, was es zu sehen gab bei dem Träumchen von Wetter. So haben wir dann auch noch ein Köttbullar Smörgas im Café daneben genossen bevor es weiterging.

As we had chatted away and missed the exit Our first stop in (or near) Växjö was the ruin of Kronoberg Castle. Situated in a lake it looked like a painting, water lilies pushing the picturesque almost beyond bearable – it didn’t really matter what there was to see at all in this breathtakingly gorgeous weather. So we decided to have a meatball sandwich right there and then, too.

Aber dann ging es auch noch in die Stadt, denn den Dom kann man ja keinem vorenthalten. Vertreter der schwedischen Kirche hatten so einen komischen Stand davor aufgebaut, wo gelbe T-Shirts und Wasser verkauft wurden – so richtig kriegten wir das allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht übereinander und haben erstmal den schönen „Glasbaum“ in Innern bewundert. Den kenne ich in diesem Jahr auch schon 20 Jahre… so lange ist das Austauschjahr schon her, wie mir per soziale Medien vermittelt wurde. Hatte ich ganz vergessen.

But then we hit the city as the cathedral is a must-see. Some people from the Church of Sweden were selling yellow t-shirts and water bottles in front of it – but we couldn’t really wrap our heads around that at the time. So we went inside instead to have a look at the wonderful „glass tree“. I’ve known that for 20 years this year… that’s how long ago the exchange year started – as I was told by friends on a social media website.

Wieder draußen wuchs die Zahl der Menschen in gelb, die hier und da mit Kühltaschen und Klappstühlen ausgerüstet am Dom entlang hasteten – und der Groschen fiel: hier war ein Public Viewing des Achtelfinales Schweden gegen die Schweiz zu erwarten. Unsere weitere Planung änderte sich kurzfristig… meine Mitreisende verlor jegliches Mitbestimmungsrecht.

Outside again there was a marked increase in the number of people in yellow, many of which carried coolers and folding chairs while rushing along the side of the cathedral. I finally made the connection: they were going to attend a Public Viewing of the last sixteen game between Sweden and Switzerland. The planning for the remainder of the day was adjusted promptly as my friend lost any right to determine her own fate.

Wie wir jetzt alle wissen, ging das seht gut aus – aber dann im Viertelfinale nicht mehr. Es könnte darauf zurückzuführen sein, dass wir einen taktischen Fehler begangen haben. Zu diesem Spiel war ich bei einer Freundin eingeladen, die diverse Test-Kuchen vorbereitet hatte. Nicht nur stellten wir übereinstimmend fest, dass der Kuchen mit der England-Fahne der leckerste war – das hätte vielleicht noch keine Folgen gehabt. Aber wir haben die englischen Kuchen nicht platt gemacht! Das konnte ja nicht gut gehen!!! So waren sie dann mittwochs noch Helden und Sonntag sprach man nicht mehr von ihnen. Oder, wie es Ingemar, der Vermieter der Hütte am See zusammenfasste: „Die Engländer waren von Anfang an besser und haben verdient gewonnen. Da danken wir für die gute Unterhaltung bis dahin und genießen nun den Rest des Turniers ohne sie.“

As we all know now, this ended very well for Sweden – though not so much in the quarter finals. Maybe that was due to the fact that we didn’t give a thought to tactics. I was invited at a friends‘ place for that game and she had prepared a few experimental cakes. We tried them all and not only did we all feel that the one decorated with the English flag was the best – we also didn’t finish it off! It just couldn’t end well after that!! And that’s how they were heroes on Wednesday and all but forgotten by Sunday. Or, as Ingemar, our landlord in the cottage put it: „The English team was better from the start and deserved to win. So we thank our team for the entertainment we had and now enjoy the rest of the tournament without them.“

Bis die Tage

See you later

Barbara