A couple of days in… SPREEWALD!


Im Januar machte meine Freundin Anna aus Finnland den Vorschlag, eine gemeinsame Urlaubswoche zu planen. Erst ging es um eine Woche wandern, entwickelte sich dann aber zu einer Woche Berlin mit einem Ausflug in den Spreewald, einem UNESCO Biosphärenreservat etwa 80 km südlich von Berlin. In der Hauptstadt ging quasi der komplette erste Tag damit drauf, Sven zu treffen. Auch er gehört zu unserer Gruppe der Austauschstudenten, die wir uns 1998/99 in Lund kennengerlernt haben. An einem regnerischen Tag saßen wir geschlagene achteinhalb Stunden in einem Restaurant und haben gequatscht. Es hätte auch noch weitere acht Stunden so weitergehen können…

It was back in January when my friend Anna from Finland suggested that we go on a one-week vacation together. At first it was about hiking but then evolved into a trip to Berlin, including a couple of days in Spreewald (Spree Forest), a UNESCO biosphere reserve about 80 km South of Berlin. In the capital, however, practically all of the first day was spent meeting Sven. He was also part of our group of exchange students at Lund University who met in 1998/99. On this rainy day we spent eight and a half hours sitting in a restaurant and chatted away. And I think we would have continued for eight more hours if we hadn’t had to think about the early morning train…

Mit dem Zug ging es bis Vetschau, von wo wir mit dem Bus gleich weiter wollten nach Burg – uns aber dann doch entschieden, uns den Ort noch anzusehen. Das ist eine Ansage, denn der nächste Bus kam erst drei Stunden später. Dazu auch gleich die Anmerkung: Spreewald mit ÖPNV ja, aber nur, wenn man die Unterkunft im Zentrum einer Siedlung hat (hatten wir nicht…). Drei Stunden lassen sich in Vetschau schwer totschlagen. Das Zentrum ist wunderbar saniert, aber ich habe es alles in allem als ähnlich tot wie Putbus empfunden. Zu dem Stopp hat uns die Wendisch-Deutsche Doppelkirche bewegt:

We took the train to Vetschau from where we were going to take a connecting bus to Burg – but then decided to wait for the next one and have a look at Vetschau, too. That is saying something as the next bus was going to depart three hours later. A quick note on exploring Spreewald by public transport: yes, but only if you have booked accommodation in the center of a village (we hadn’t…). Three hours to kill in Vetschau is a tough call. The center has been nicely rehabilitated but to me it felt about as dead as Putbus. It was the Wendish-German double church that made us decide to have a closer look at the place:

Die Kirche war erst nur eine „normale“ Kirche der wendischen Bevölkerung und wurde später (1690-93), mit wachsender Größe der deutschen Bevölkerung, um den deutschen Teil ergänzt – verbunden über die gemeinsame Sakristei und der eine Turm wurde auch als ausreichend empfunden. In einem Café haben wir über einem Latte und einer Schillerlocke die Bücher ausgepackt und auf den Bus gewartet. Gegen 17 Uhr hatten wir über diverse Umwege unsere Unterkunft erreicht, wo wir angeblich keine Reservierung hatten, aber dann doch noch unterkamen. Für den nächsten Tag hatten wir uns die 35 km lange Heuschober Fahrradtour ausgeguckt.

The church was at first only a „normal“ church of the Wendish population in the area and was later (1690-93), when the German population had grown, added to with the German part. The two of them are connected by a shared vestry and there’s also only one steeple. We then took out our books and had a lengthy stay at a café where we enjoyed a latte and a „Schillerlocke“ (some pastry). It was about 5 p.m. when we finally made it to our guesthouse where they did not have our reservation but still found room for us. We then sat down to decide on the bike tour for the following day, the 35-km „Ride of the Hayricks“.

Den Bismarck-Turm in Burg haben wir bestiegen, aber die Aussicht war mit Wald und Windmühlen und Kraftwerken in der Ferne nicht sehr abwechslungsreich. Die Radtour hat uns aber großen Spaß gemacht und war größtenteils sehr gut ausgeschildert. Es ging durch Ortschaften, über die Felder, ganz wenig auf Landstraßen – und auch direkt an den Fließen lang:

We climbed the Bismarck Tower in Burg but the view was a bit boring: trees, trees and more trees, windmills and power stations in the distance. The bike ride was a lot of fun, though, and the route was properly marked. I t took us through the villages and fields and only short stretches on the roads – and some of it right next to the flow lines:

Wir kamen dann im Spreelandmuseum in Lehde an, einem Freilandmuseum. Leider setzte da auch der Regen ein, aber es hat mir trotzdem ausgesprochen gut gefallen. Da es weiter regnete und regnete entschieden wir uns, noch einen nachmittäglichen Snack zu nehmen und auf ein Abebben zu hoffen: mit Hefeplinse (im Bild links oben). Was die kulinarischen Erfahrungen angeht, verstehe ich nun auch den Hype um die Spreewaldgurken. Das erste Mal davon gehört habe ich durch den Film Good bye, Lenin! (!) und habe mich immer gefragt, was das soll… andere Gürkchen sind doch auch gut. Ja, mag sein. Aber die reine Auswahl an verschiedensten Gurken, die dann wiederum noch unterschiedlich eingelegt sind, war doch erstaunlich und sehr lecker. Die Grützwurst hingegen… um es mit Anna zu sagen: „Wenn man nicht darüber nachdenkt, was es ist und nicht guckt, wie aussieht, ist es ganz okay!“ Finnische Diplomatie.

We reached the Spreewald Museum in Lehde, an open air museum. Unfortunately, that was when it started to rain, too, but I still enjoyed it very much. The rain would not stop so we decided to have an afternoon snack and hope for improvement: with some special local pancakes called Plinse (upper left corner in the picture). As for culinary experiences in general, I now understand the hype about the Spreewald pickles, too. I first heard about them in the movie Good Bye, Lenin! (!) and always wondered… other gherkins are yummy, too? Well, yes – but the sheer variety of them, preserved in all kinds of different spices etc. was rather amazing and very delicious. The „Grützwurst“, however… or as Anna put it: „If you don’t think too much about what it’s made from and don’t look at it too closely, it’s pretty okay!“ Finnish diplomacy.

Am folgenden Morgen machten wir keinen langen Prozess und begaben uns mit dem Taxi zum Bahnhof Vetschau und fuhren nach Lübbenau, wo es uns nach einer kurzen Runde im Zentrum zum Kleinen Kahnhafen verschlagen hat. Und dann ging es holterdipolter, denn es waren gerade noch zwei Plätze frei und ehe wir’s uns versahen, waren wir auf einer vierstündigen Tour. Und es war wunderbar.

We didn’t think twice the next morning and called a taxi to take us back to the train station in Vetschau. From there, we went to Lübbenau, had a short tour of the center and then happened to walk to the small barge harbor. And then things happened very quickly: a barge was ready to depart but still had two seats so we practically just jumped on and were on a four-hour ride which was just wonderful.

Es war so still, so friedlich. Der Kahn ist einfach nur so dahingeglitten, hin und wieder wurden wir von Paddlern überholt oder ein anderer Kahn kam uns entgegen. Es waren ungefähr 20 Leute auf unserem Kahn und der „Kapitän“ hat uns quasi ohne Unterlass sehr unterhaltsam und informativ die Kulturlandschaft näher gebracht. Eine absolute Empfehlung – und lasst euch nicht auf die zweistündige Fassung ein.

It was so quiet, so peaceful. The barge was just gliding on the water, every now and then we were overtaken by people in cayaks or another barge passed. There were about 20 people on our barge and the „captain“ did a great job at giving us detailed insights into this cultivated landscape – very informative and entertaining at that. A must-do – and don’t go on one of the short two-hour rides.

Es ist tatsächlich so, dass viele Häuser nur per Boot erreichbar sind – und auch die Post per Kahn kommt. Die Briefkästen hier sind oft ziemlich besonders: sozusagen Modellvarianten eines traditionellen Hauses, oft groß genug, um auch Päckchen entgegennehmen zu können. Das wäre was für mich!

Many of the houses can only be reached by boat – and even mail is delivered by barge. The mailboxes are often very special: they look like small scale models of the traditional houses and are often large enough to receive parcels, too. I would love to have one of those!

Ich möchte mal behaupten, dass mich der Spreewald wiedersehen wird… gerne möchte ich mal selbst paddeln und noch die eine oder andere weitere Fahrradtour unternehmen. Und einige Töpferwerkstätten aufsuchen. Noch viele Hefeplinse essen 🙂

I think it’s save to say that I will see the Spreewald again… I’d love to do some cayaking, too, and try a couple more of the bike tours. And find some of the potteries. And eat many more „Plinse“ 🙂

Barbara

Besuch / Visitors in Bonn

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Auf diesen Besuch hatte ich mich sehr gefreut. Wahrscheinlich, weil er über die Jahre gesehen so unwahrscheinlich war. Ich muss etwas ausholen. 1994 saß ich zum Auftakt meines AuPair-Jahrs in einem Flieger nach New York, neben mir die Schwedin Annika. Drei Tage haben wir dann in New York eine „Orientation“ besucht, die Stadt besichtigt und CATS geguckt. Das nächste Mal trafen wir uns 2001 auf einen Kaffee in London, da dann schon mit ihrer Tochter im Buggy. Dazwischen und danach bestand der Kontakt aus den jährlichen Weihnachtsgrüßen. Im Vorlauf zu meinem Schwedenurlaub letztes Jahr habe ich mich gemeldet und es kam zu einem Treffen – ein Grillnachmittag in Småland, Tochter nun 16, dazu ein Sohn und der dazugehörige Vater. Tja, und jetzt kam es zu einem Gegenbesuch in Bonn: ein verlängertes, kinderfreies Wochenende im Rheinland.

I had been looking forward to this visit very much. Probably because it had been so unlikely if I look back at how our friendship has developed of the past decades. Let me elaborate a bit on this. At the outset of my AuPair stay in 1994 I found myself seated next to Annika, a Swedish girl, on a flight to New York. We spent three days doing an orientation there, doing some sightseeing and seeing CATS. The next time we met, it was for a coffee in London in 2001, her little daughter joining us in a stroller. In between and ever since then, we were in touch only via annual Christmas greetings. When I was planning my vacation in Sweden last year, I got in touch out of the blue and we met – for a gorgeous afternoon barbecueing in Småland: with the now 16-year old daughter, a son and the Dad. So now this was the adults only return visit to Bonn: an extended weekend by the Rhine.

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Nach geschätzten 12 Jahren bin so auch noch mal ins Beethoven-Haus (oben) geraten, das selbst in dieser wahrscheinlich am wenigsten besuchten Jahreszeit alles andere als verwaist war. Zum allerersten Mal in 20 Jahren Bonn war ich dann anlässlich des Besuchs in der Namen-Jesu-Kirche. Bislang war sie immer entweder eingerüstet oder geschlossen, ob „einfach so“ oder weil sie jahrelang aufwändig für 7,6 Millionen Euro renoviert wurde. Ich fand sie wunderschön – und wo hat man schon mal einen „aktiven“ Friedhof in der Krypta?

After what must have been about 12 years, I finally made it to the Beethoven Haus (above) again. Despite this being (I suppose) the most quiet time of the year tourist-wise it was anything but deserted. And for the first time ever in the 20+ years I’ve lived in Bonn this visit also featured a look at the Namen-Jesu-Church nearby. It had always been either covered in scaffolding or closed, either „just like that“ or because it had undergone extensive renovations worth 7.6 million Euros for many years. I really liked the interior – and I can’t remember ever having been in a church with an „active“ graveyard in the crypt.

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Im Anschluss sind wir nach Brühl gefahren, um uns die Schlösser Augustusburg und Falkenlust anzusehen, die eine UNESCO Welterbestätte sind. Die Führung in Augustusburg war sehr interessant – ich muss vor etwa 10 Jahren schonmal dort gewesen sein, konnte mich aber nur an das vollkommen irre Treppenhaus erinnern. Die Führerin hatte auf alle Fragen eine Antwort. Der Audioguide, auf den meine Gäste zurückgreifen mussten, war allerdings deutlich weniger detailliert. Wir haben uns dann auch noch auf den Weg zum Jagdschloss Falkenlust gemacht, das man nach einem halbstündigen Spaziergang durch den Park erreicht. Fotos in den Innenräumen nicht erlaubt… also macht euch auf und besucht Brühl!

We then took the train to Brühl (about 15 minutes) to visit the Augustusburg Palace and the Falkenlust Hunting Lodge, which are a UNESCO World Heritage Site. The guided tour of Augustusburg was immensely interesting – I had been there what must have been about 10 years before but the only thing I still remembered was the insane grand staircase. The guide knew the answer to every question. The audioguide which my guests had to rely on turned out to be less detailed – by far. We went on the half hour walk through the park to see the Hunting Lodge as well. Photography is not permitted inside… so get ready to go see it yourself!

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Sonntags blieben wir trocken und haben sogar ein bisschen Sonne gesehen, auf dem Weg nach Königswinter und auf den Drachenfels. Trotz der Bewölkung konnten wir bis Köln sehen und sogar den Dom ausmachen, den die Gäste schon freitags, während ich noch im Büro schmachten musste, besucht hatten. Auch hier die Feststellung, dass für einen wettermäßig durchwachsenen Tag im Februar ganz schön viele Leute unterwegs waren – das neue Restaurant schien gerade die richtige Größe zu haben. Im Sommer wird es wohl aus allen Nähten platzen. Aber architektonisch finde ich die Neugestaltung sehr gelungen.

No rain on Sunday and even a little sunshine here and there on our way to Königswinter and the Drachenfels. Despite the clouds we could see all the way to Cologne and could even make out the cathedral which my guests had visited on Friday already when I was still working. And again I found it amazing to see the number of people out and about on this not exactly inviting February day – the new restaurant was just the right size. I guess it will be bursting at the seams in the summer. I have to say, though, that I really like how they have redone the place architecturally.

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Immer wieder erfreue ich mich an Schildern in englischer Sprache aus aller Welt, zuletzt zum Bespiel an diesen. Doch auch am Drachenfels gab es ein Foto-Motiv, denn hier wird vor dem Leben gewarnt, so dass es in der Summe eigentlich eher eine Einladung ist – denn wer will sein Leben nicht gelebt haben? Man könnte es als fremdländischer Tourist durchaus auch erhellend finden, dass der Eselspfad bspw. als Donkey Trail übersetzt würde… aber ich bin mal wieder ein Korinthenkacker.

If you visit this blog regularly you will know that I often get a kick out of English-language signs from all over the world, most recently here. Drachenfels now also features a motif worth mentioning as there is a DANGER OF LIFE! which I find inviting rather than deterring – because I do want to live life „and not, when I came to die, discover that I had not lived“ (Thoreau) Also, a tourist not well-versed in the German language might find it interesting to know that the Esels-path is in fact a donkey trail – which is a reference to an old tradition at Drachenfels. Okay, it seems to be a nitpicking kind of day…

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Nicht unerwähnt bleiben soll auch unser Besuch des Semesterabschlusskonzerts des Jazz Chors der Uni Bonn in der Trinitatiskirche in Endenich, wo es brechend voll war – und das aus gutem Grund (bei Interesse: am 8.2. gibt es ein weiteres in der Aula der Uni). Vom letzten Jahr habe ich einen Eindruck vom Konzert an gleicher Stelle gefunden:

We had a great evening attending a concert of the Jazz Choir of Bonn University at Trinitatis Church in Bonn-Endenich on Friday, where there was standing room only. I have found this clip from a concert last year at the same venue:

Also man kann sagen: ein rundum tolles Wochenende… nächstes Mal dann noch mit Sonne und es wäre kaum zu toppen 🙂 Gute Nacht!

I guess it’s safe to say: an enjoyable weekend… next time we add some sun to the equation and that will leave nothing to be desired 🙂 Good night!

Barbara

A Day in… LÜBECK!

LUB1Nach einer Nacht ganz in der Nähe von Lübeck habe ich mich früh aufgemacht, die nächste Hansestadt zu erkunden… und mit dem Teufel zu flirten, der neben der Marienkirche sitzt. Netter Kerl. Er hat dafür gesorgt, dass beim Bau der Kirche auch irdische Gelüste Berücksichtigung fanden: der Ratskeller ist gleich nebenan.

I had spent the night near Lübeck and was out and about exploring my next Hanse city rather early… and got to flirt with the devil as you can see. Nice guy. He sits next to St. Mary’s Church and played a role in its construction, making sure eartly pleasures were also allowed for: a pub was built right next door.

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Nur, damit das von vorneherein klar ist: ich habe in Lübeck, obwohl das Wetter anfangs weiter grau war, über 300 Fotos gemacht. Es ging nicht anders. Es grenzt an ein Wunder, dass ich die Stadt heil verlassen konnte, denn man vergisst alles um sich herum – ein atemberaubendes Haus am anderen und dann alle möglichen Details. Die Entscheidung, was ich hier einbauen soll, hat ein Weilchen gedauert.

Only so you know it: I have taken, despite the fact that the weather continued to be rather dull until about 3pm, more than 300 pictures that day. There was no avoiding it. It’s a miracle I could leave the city unscathed because you forget everything around you – one amazing house after the next and all kinds of interesting details. It took me a while to decide which ones I wanted to include here.

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Das Markenzeichen Lübecks schlechthin ist ja das Holstentor, Jahrgang 1478 – und das war so ziemlich das einzige, wovon ich wusste… Klassenfahrt im neunten Schuljahr hin oder her. Ich denke, zu der Zeit lagen die Prioritäten weder bei architektonischen, noch geschichtlichen Highlights. Und selbst das hat sich einer „normalen“ Besichtigung entzogen, denn es kam zu einem dramatischen Rettungseinsatz… hier hatte sich der Staub dann gesetzt:

Lübeck’s trademark building is the Holsten Gate, built in 1478 – and it was about the only thing I remembered from a school trip back in ninth grade. I guess it wasn’t a time when architectural or historical gems were high on my priority list. And even the gate couldn’t just sit there and behave for the tourists, as we got to witness a dramatic rescue operation… this is when the dust had settled:

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Das Tor wurde gemeinsam mit der Altstadt 1987 in die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Dazu gehört auch das Rathaus, das mich sehr an das in Stralsund erinnert hat:

The gate and Lübeck’s old town have been awarded World Heritage status by the UNESCO in 1987. The town hall, which reminded me a lot of that in Stralsund, is also part of that:

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Beim Abendessen bei Freunden am Vorabend war ich noch auf die „Gänge und Höfe“ hingewiesen worden, die unbedingt eine Führung wert seien. Führungen gibt es nur an Wochenenden, aber man drückte mir einen Plan mit 103 (!) Gängen und Höfen in die Hand, anhand dessen man sie selber erkunden konnte. Auch sowas irres. Im Prinzip sind es Hinterhöfe, in denen aber ganze kleine Wohnviertel liegen. Zutritt bekommt man über leicht zu übersehende Eingänge wie diesen her ganz rechts am Haus:

Over dinner with friends the night before it was recommended I go on a tour of the „backyards and alleyways“. Tours were only on offer on weekends but I was given a map and list of 103 (!) of these structures to go on a self-guided tour. It was baffling. All they are, really, are backyards but featuring their own little neighborhoods. You access them via rather unspectacular entries, like the one on the far right of this house:

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Und dann kann alles mögliche passieren. Es kann was richtiggehend nobles dahinterliegen, was eher alternatives, was Spießbürgerhaftes mit vermuteter Kehrwoche, was, das man dann am Ende des Ganges doch nicht einsehen kann, weil die Bewohner es eher privat halten wollen… mit oder ohne Katze (der dicke Rote, Kater Bolle, ließ sich durch rein gar nichts aus der Ruhe bringen und hat seine eigene Facebook-Seite), während ich unter dem Goldregen das Gefühl hatte, direkt unter einem Bienenstock zu stehen. Ein Blick nach oben klärte dann auf, dass es sich lediglich um einen sehr stark frequentierten Ort der Honig-Rohstoff-Beschaffung handelte.

And then just about anything can happen. You can find something really classy, or something leaning more towards an alternative lifestyle, a sterile little suburbia – or a locked gate because you’ve chosen a yard whose residents would rather keep it private. With or without cat (the large red one, tomcat Bolle, almost seemed sedated and actually has his own Facebook page), while I had the eerie feeling of standing right underneath a bee hive next to this golden chain tree. When I looked up I realized it was a highly frequented place for the mining of raw material in honey production.

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Ich vermute, ich habe ungefähr 25 oder 30 Höfe besucht. Der Himmel blieb bedeckt und so habe ich beschlossen, mir auch das Europäische Hansemuseum anzusehen (ebenfalls eine Empfehlung). Wie es der Zufall wollte, feierte es seinen ersten Geburtstag und ein Stück Geburtstagstorte war inklusive. Was dann kam hat dazu beigetragen, dass ich mich nun offiziell zum Hanse-Fan erkläre und dieser Blog nun auch ein Hanse-Tag aufweist. Es war eines der besten Museen, das ich jemals aufgesucht habe. Allein die Technik und der „Zuschnitt“ auf die Bedürfnisse des einzelnen Besuchers… Die Eintrittskarte enthält eine Art Chip, den man an einem Terminal vor Betreten des Museums personalisiert: Sprache, Interesse an Sonderthemen, Herkunft aus (der Nähe) welcher anderen Hansestadt u.ä. Im Museum legt man das Ding dann an die unzähligen Lesegeräte und die Darstellungen sind (in meinem Fall) alle in Deutsch, das Sonderthema Stadt und Herkunft Köln wurde eingebaut – ich war fasziniert. Die eigentlichen Inhalte waren bestens aufbereitet. Einziges Manko war eine Reisegruppe mit Guide, der ich ständig den entscheidenden Schritt voraus zu sein versuchte. Als ich dann widerstrebend wieder rauskam, war die Sonne rausgekommen und ich konnte auch noch eine Bootstour unternehmen…

I think I must have seen about 25 or 30 of these backyards. The weather remained grayish so I decided to give the European Hanse Museum a try (another recommendation). I was lucky: I had chosen its first birthday for my visit, so a slice of birthday cake was included. This museum is responsible for the fact that I now consider myself a fan of the Hanse and that I have added a Hanse tag to this blog. It was one of the best museums I have ever visited. The equipment and the visitor-specific approach alone… The ticket comes with a built-in chip which you have to personalize at a terminal before entering the actual museum: language, special interests, which of the other Hanse cities do you live in / close to etc. Inside, you just put the ticket to the readers and all the maps and information boards switch (in my case) to German, the special interest „city life“ and origin Cologne – I was fascinated. Moreover, the actual contents were perfectly prepared. The only downside was a guided tour I was trying to remain ahead of. When I reluctantly left the museum again, the sun had returned and I decided to add a little cruise, too…

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Davon gibt’s aber nicht so großartig interessante Bilder, die habe ich mehr so auf mich wirken lassen (ja, zugegebermaßen erzwungenerweise… da war ein Balken im Weg). Nach einem Abendessen habe ich mich dann auf den Weg nach Travemünde gemacht, wo ich die Abendstimmung an der Außenallee genossen und auf die Abfahrt der Nachtfähre nach Trelleborg gewartet habe.

I didn’t take any great pictures on that, just enjoyed the ride (yes, I admit it: I was forced to refrain from photography… a beam was in the way). After dinner I continued to Travemünde from where I was to take the late night (or should I say early morning?) ferry to Trelleborg – the sunset was quite a view to behold, as were the constantly passing huge ferries, coming through this bottleneck of a harbor entrance.

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Tja… dann bald mehr aus Schweden! Viele Grüße!

More to come… from Sweden! Lots of love!

Barbara

Another Day in… BREMEN

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Ich gebe es unumwunden zu: die Empfehlung lag vor. Mehrfach. Wie es trotzdem dazu kommen konnte, dass ich mich nur in letzter Minute noch entschlossen habe, den etwas abseits gelegenen Rhododendronpark in Bremen aufzusuchen, bleibt ein Rätsel. Mangelnde Zurechnungsfähigkeit oder so. Wirklich. Und dann das. Sowas habe ich noch nie gesehen, der absolute Hammer, nie dagewesene Ausmaße. Zum Niederknien. Das Rhododendronrondell in Bonn wird nie wieder das gleiche sein. Oder eben doch?

I admit it freely: I had the recommendation. More than one. I have no clue why it still turned out to be a last minute decision to do go and see the rhododendron park in Bremen, which is a bit off the beaten track. Lack of mental capacity (temporary, I hope). Really. And then this. I’ve never seen anything like it, just awesome, a vast expanse of a rhododendron forest I’d call it. Drop on your knees beautiful. The rhododendrons in Bonn will never be the same again. Or will they?

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Kein Wunder, dass Ilse immer wieder kommt. Ilse traf ich auf dem Rückweg an der Bushaltestelle und wir haben uns im Bus und dann anschließend auf der Straßenbahnfahrt unterhalten. Sie war mit einer Handtasche und zwei Gehstöcken bewaffnet, so um die 85 – direkt zu fragen habe ich mich dann doch nicht getraut. „47“ kam sie zum ersten Mal nach Bremen und hat dann 52 Jahre dort gewohnt.

No surprise at all that Ilse keeps returning. I met Ilse at the bus stop on the way back and we got into talking on the bus and then on the tram. She was armed with a handbag and two canes, maybe 85 years old – I didn’t want to ask. But it was in „47“ that she first came to Bremen and stayed for 52 years.

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Jetzt wohnt sie in Hannover, hat nur eine kleine Rente und kann keine großen Sprünge mehr machen. Aber nach Bremen kommen zur Zeit der Rhododendrenblüte, dazu muss es jedes Jahr noch reichen. „Ich hab’s alles ausgegeben, Wanderurlaub im Herbst, Skiurlaub im Winter – und ich würde es wieder so machen! Die Erinnerungen, die sind noch hier drin – und mitnehmen kann ich auch nichts,“ sagt sie, und zeigt sich augenzwinkernd den Vogel.

Now she lives in Hannover, on a small pension that doesn’t allow for a lot. But every year she comes to Bremen when the rhodies are in bloom, there’s no passing on that. „I spent it all, hiking vacations in the fall, skiing in winter – and I would do it all over again! The memories are all safe here and I can’t take anything with me when I go,“ she says, indicating her head, winking.

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Krankenschwester ist sie gewesen – und hat immer im Schwesternheim gewohnt, da blieb halt doch einiges übrig. „Nur ganz am Anfang, da gab’s gerade mal 10 Mark… das DRK hat uns schon ausgenutzt. Aber das ist dann ja besser geworden. Wir haben das Leben gelebt und so muss es sein. Machen Sie das bloß richtig!“

She used to be a nurse – and always lived in the dorm of the hospital so she saved a lot at that end. „Only in the beginning, when we didn’t get more than 10 Deutschmark… the Red Cross really did take advantage of us I guess. But that improved and we were living the good life and that’s how it’s supposed to be. You better make sure you remember that!“

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Eine Nicht hat sie in Kanada, die wollte unbedingt, dass sie sie nochmal besucht. „Die wollte auch alles zahlen – aber das ist nicht so meins, ich will nicht ständig zu allen und allem Danke sagen müssen. Aber es ist auch egal, ich weiß heute noch wie Kingston aussieht und wenn die mich sehen wollen, dann sollen die doch geflogen kommen. Auf den langen Flug habe ich keine Lust mehr.“

She has a niece in Canada who wanted her to come and visit again. „They were going to pay for it, too, but I really don’t like that, I don’t want be in a situation where I have to be grateful all the time. But it doesn’t matter, I still know what Kingston is like and if they’d like to see me they might as well come over. I don’t like to fly that long anyway.“

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„Wissen Sie, ich bin da mit mir im Reinen. Früher oder später muss ich ins Heim und dann ist eh alles weg, das bisschen, das da ist. Jetzt gehe ich erst noch nett ins Café und dann fahre ich wieder nach Hause. Einkaufen? Was soll ich denn einkaufen? Alles da. Aber ein gutes Stück Kuchen und eine leckere Tasse Kaffee – so kann der Tag doch enden, oder?“

„You know, I’ve long come to terms with myself. Sooner or later I have to live in a nursing home and then all is gone – the little I have now. So I go and sit in a nice café and then go home again. Shopping? What should I buy anyway? I have everything. But a good piece of cake and a delicious cup of coffee – that makes for a perfect ending of the day, doesn’t it?“

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„Mit Freunden ist es auch nicht immer einfach. Eine gute Freundin hat mir mal gesagt… also, im Prinzip, dass sie keinen Wert mehr auf unsere Freundschaft legt. Naja, irgendwie schmerzt das schon noch, aber sowas muss man akzeptieren. Ich habe jetzt gehört, dass es ihr schlecht geht und dann überlege ich immer wieder, ob ich mich nicht doch melden soll. Aber ich mache es dann doch nicht…“

„It’s not always easy with friends, either. A very good friend once told me, well… that she didn’t care for our friendship anymore. It still hurts sometimes but you need to accept it. Somebody told me now that she was not doing well so I started wondering whether I should get in touch again. But then I didn’t…“

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Ich werde das Gefühl nicht los, dass Ilse noch viel mehr zu erzählen gehabt hätte. Die ganzen Reisen – „nie südlicher als Südtirol, das hat mich nie gereizt. Aber nach Norden, dahin jederzeit und soweit es geht. Bloß keine Kreuzfahrt nach Norwegen – sterbenslangweilig!“ Ganz im Gegensatz zu ihr 🙂

I think that Ilse would have had much more to talk about. All her travels – „never further South than South Tyrol, it never interestd me. But to the North, anytime and as far north as possible. But no cruise to Norway, heaven forbid – deathly boring!“ Quite the opposite of her 🙂

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„Denken Sie dran, verlieren Sie keinen Tag!“ rief sie mir noch hinterher. Das denke ich ja eigentlich sowieso – aber vielleicht habe ich eine Erinnerung gebraucht. Insgesamt 30 km Stau auf der A1 Richtung Lübeck kamen mir nur durch den unermüdlichen Einsatz von Adele nicht als verlorene Zeit vor… auf bald!

„Don’t forget: don’t lose a single day!“ she shouted in my back when I left the tram. I agree anyway – but maybe I did need a reminder. A total of 30 km of traffic jams on A1 towards Lübeck were not considered lost life time only due to Adele’s tireless performance… talk with you soon!

Barbara

P.S.: Die schönen Dinge des Lebens kann man im Cafe des Rhododendronparks bis zur allerletzten Minute auskosten und muss keine Wartezeit an Haltestellen verschwenden:

P.S.: This is how you can enjoy the beautiful things in life at the café of the rhododendron park until the very last minute and not waste any time waiting at bus stops:

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A Day in… BREMEN!

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Irgendwann war ich mir nicht mehr sicher, ob ich diesen Urlaub noch unbeschadet würde antreten können – so einiges hat dann auch nicht mehr geklappt und die Abreise war verspätet, aber dann doch noch. Dieses Mal bin ich mit dem Auto unterwegs, ganze drei Wochen lang. Das habe ich so noch nie gemacht. Bin gespannt. Erster Stop: Hansestadt Bremen.

At some point I wasn’t sure anymore whether I would be able to actually go on this vacation – quite a few things weren’t taken care of and the departure was delayed but did happen in the end. This time I’m traveling by car, for a full three weeks. I don’t think I’ve ever done that before. I’m excited. First stop: the Hanseatic City of Bremen.

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Wie man sehen kann, war das Wetter eher trübe – aber immer trocken. Auf der kleinen Kollage ganz oben sieht man den Roland: als Neffe Karls des Großen wacht er sozusagen seit 1404 über die der Stadt 1303 verliehenen Stadtrechte. Zusammen mit dem Rathaus gehört er zum UNESCO Weltkulturerbe. Vom Rathaus habe ich kein Foto – zwischen schlechtem Licht, teilweiser Eingerüstung (?) und dem Kratzer auf meiner Linse machte es keinen Sinn. Aber ich habe mir die interessante Führung desselben gegönnt, die hauptsächlich in der Oberen Rathaushalle stattfand. Von dort sowohl das Foto vom Kronleuchter oben, als auch folgende Aufnahmen (außer den Stadtmusikanten natürlich, die stehen außen):

As you can see, it was overcast and gray – but it never rained. The little collage on top shows Roland: he was the nephew of Charlemagne and his statue here was erected in 1404, protecting the town privileges Bremen had been awarded in 1303. The statue and the town hall to its left were given UNESCO World Heritage status in 2004. There’s no picture of the town hall – bad lighting, scaffolding covering half of it and the scratch on the lens of my camera didn’t make for a favorable combination. But I went on a guided tour inside which took place mainly in the Upper Hall of it. The picture of the chandelier was taken there, as well as the ones below (expect for the one of the Town Musicians of Bremen – they are outside):

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Eine Lampe aus Walkieferknochen… muss man mögen, aber die schiere Größe ist schon beeindruckend. Direkt neben dem Rathaus steht auch der Dom, von dem es aus ähnlichen Gründen kein Foto von außen gibt. Aber mir gefällt die oft farbenfrohe Innengestaltung von Kirchen in Norddeutschland sowieso am besten:

A lamp made from the bones of a whale’s jaw… a matter of taste, I guess, but the sheer size of it is impressive. The cathedral is located right next to the town hall – and for reasons similar to those above there’s no picture of it from the outside. But then I like the often so colorful interior of the churches in Northern Germany best anyway:

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Ein weiteres Highlight in der Bremer Innenstadt ist die Böttcherstraße. Sie wurde zwischen 1922 und 1931 gestaltet. In ihr findet der Expressionismus architektonischen Niederschlag und sie beherbergt heute Restaurants und hauptsächlich kunsthandwerkliche Geschäfte.

Another sight in Bremen’s historic center is Böttcherstraße, the houses on which were built between 1922 and 1931. It’s an example of expressionist architecture and today houses mainly restaurants and arts and craft stores.

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Am besten gefallen hat mir aber sicherlich der älteste Teil Bremens, der Schnoor. Kleine Häuschen in oft noch kleineren Gässchen… Fasziniert war ich von myregalbrett, eine wohl nicht mehr wirklich neue Geschäftsidee, die ich aber noch nicht kannte: hier kann man Regalflächen mieten und was auch immer zum Verkauf anbieten.

I think I most enjoyed the Schnoor neighborhood, though. Tiny houses and often even smaller streets… I was fascinated by a store called myregalbrett (myshelf), a business idea that’s apparently not new, though to me it was: you can rent room on shelves and display whatever it is you’d like to sell.

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Im Café Sand war ich auch noch – da setzt man mit einer kleinen Fähre über und genießt was auch immer mit Blick auf die Weser und die Innenstadt. Wegen des Kuchens allerdings muss man nicht kommen 😉 Ziemlich ermattet habe ich mich dann aufgemacht, um mein erstes Quartier in Findorff zu beziehen (das ist in großen Teilen ein „airbnb-Urlaub“) – eine gute Wahl bei einer sehr netten Buchhändlerin. Davon gerne noch mehr in nächster Zeit!

I also went to Café Sand which you can reach by an about 30-second ferry ride across the Weser river. Nice and quiet (on this overcast day) with a nice view of the river and the city. But don’t come for the cake… I was quite exhausted by the end of the day and went to check out my first accommodation in Findorff – a good choice (this is a vacation mainly with airbnb accommodation). Looking forward to more like that!

Barbara

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Spring Thing

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Das Wochenende habe ich bei Freunden in Frankfurt verbracht und am Samstag hat das wunderbare Wetter uns mit den Kindern in den Freizeitpark Lochmühle in Saalburg geführt. Und zwar für den ganzen Tag. Freizeitpark hört sich so nach Fahrgeschäften an – und die gibt es auch. Aber nicht ein Hightech-durch-die-Gegend-wirbel-Ding am anderen, sondern viele kleinere… und für kleinere Besucher ausgelegte. Dazu dann unzählige Grillhütten und viele, viele Tiere.

I’ve spent the weekend with friends in Frankfurt and on Saturday we decided to go to Theme Park Lochmühle in Saalburg and spent all day there. Theme park sounds like an abundance of fun rides – and they have some of those, too. But not numerous top notch-sending-you-flying-through-the-atmosphere ones but many smaller ones… made for the younger visitors. Then there are countless barbecue huts and many, many animals.

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Dieser Freizeitpark ist aus einer Landwirtschaft erwachsen und hat dieses Thema beibehalten. So kann man Ponyreiten, einen Traktorparcours fahren, „Kühe“ melken und anderes. Und jetzt, im Frühling, kann man ganz viele Tierbabies bewundern. Das hätte mir als Attraktion schon voll und ganz gereicht.

This theme park developed out of a working farm so the theme is farm life. You can ride a pony or hitch a ride on a tractor (on tracks), milk „cows“ and many other things. And these days, in spring, you can check out all the animal babies. That by itself would have been enough to entertain me all day.

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Der kleine Hugo nahm die Besucher gelassen hin – wie auch seine Mutter Ida. Überhaupt waren die Tiere alle ziemlich relaxed. Kein Foto von den Kaninchen ist was geworden (durch die Gitter), aber da hätte man sich auch gleich dazu kuscheln können. Andere wurden durch eine Wärmelampe beim Kuscheln unterstützt…:

Little Hugo remained unperturbed by all the visitors – as did his mother Ida. All the animals were very relaxed. The pictures of the bunnies were all out of focus (due to the fences) but trust me, they really looked like the top cuddlers around. Others found support snuggling up underneath an infrared lamp…:

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… während wieder andere unternehmungslustiger (oder hungriger) waren:

… while yet others were more adventourous (or hungry):

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Mit Ziegen habe ich es ja allgemein nicht so, aber diese drei könnten einen großen Beitrag dazu leisten, die Meinung zu ändern.

I’m usually not too fond of goats but this threesome could really help towards a change in attitude:

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Die Schafe waren noch viel zu warm angezogen – ich wette, die können die Schur kaum noch erwarten!

The sheep seemed to be dressed way too warmly – I bet they can’t wait for the shearing!

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Danke an Our Beautiful World für die Motivation (durch das Motto „Spring Thing“), heute noch einen kleinen Gruß einzustellen! Habt einen guten Start in die neue Woche!

Thanks to Our Beautiful World and their current motto „Spring Thing“ which motivated me to publish this little greeting! Have a good start into the new week!

Barbara

Stein / Stone

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Ab heute geht es bei Our Beautiful World um (Ge)Stein. Das hat mich daran erinnert, dass ich noch gar nicht von meinem Besuch in der Römervilla in Ahrweiler berichtet habe. Da war ich Ende September mit Kollegen. Und ich war absolut fasziniert. Schon von der Architektur des Museumsbaus – so ohne jeden Stützpfeiler.

The new prompt at Our Beautiful World today is „Stone“. That reminded me of a post I’ve wanted to write since the end of September, when I went to see the Roman Villa in Ahrweiler. I went there with colleagues and was intrigued – first by the architecture of the musem as such – without any support.

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Die Villa wurde 1980 im Rahmen von Bauarbeiten für eine Umgehungsstraße entdeckt. Die Mauern des Komplexes stehen teilweise noch in einer Höhe von 1,50m, vielfach sind Wand- oder Deckenmalereien zu sehen – sogar ein Graffito gibt es, wo sich offenbar ein Lehrer und sein Schüler einen Wortstreit geliefert haben.

The villa was discovered in 1980 when work started on a by-pass. The remaining walls of the complex are preserved to a height of 1.50 meteres in some places and often you can see the original wall or ceiling paintings. There’s even a graffito where apparently a teacher and his student had a little debate.

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Mir haben alle diese kleinen Details gefallen, die man immer noch erkennen kann oder auch die verwandten Techniken. Im Bild unten sieht man die Küche und in der Wand diesen kleinen Durchgang. Es ist gar kein Durchgang (ist ja auch viel zu klein). In diesem „Tunnel“ wurde das Feuer für die Bodenheizung der dahinterliegenden Bäder betrieben.

I like all the details there are to discover or the techniques that were used. In the picture below you can see the kitchen and a little passage in the wall. But it’s not really a passage (it’s much too small anyway). It’s more like a „tunnel“ in which they made the fires to heat the floors of the adjoning baths.

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Oder die große Auswahl an Dachziegeln mit Fußabdrücken (Katze, Kleinkind, Sandale mit genagelter Sohle).

Or the numerous roof tiles featuring all kinds of different foot prints (cat, toddler, sandal with nailed sole).

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Wirklich den Besuch wert – wir hatten eine fast anderthalbstündige Führung und es gab noch einiges mehr zu sehen bzw. zu diskutieren. Apropos Besuch wert: einen Besuch wert ist auch der Eintrag zum diesjährigen Fundraiser für das Elisabeth-Hospiz in Lohmar 😉 Habt einen schönen Sonntag!

It’s really well worth a visit – we were on a guided tour of almost 90 minutes and I got the feeling there were still more things to see and talk about. Apropos worth a visit: don’t forget to check out the post about this year’s fundraiser for the Elisabeth Hospice in Lohmar 😉 Enjoy your Sunday!

Barbara