An afternoon in… BLANKENHEIM

Es ist schon wieder gut eine Woche her, aber ich komme zu nichts bzw. zu zuviel… Am vergangenen Wochenende hatte ich Besuch von einer Freundin aus Bonn, zum Zwecke der Entspannung. Schlafen, so lange man will, in Ruhe frühstücken und dann sehen, wohin einen der Tag treibt. Am Samstag trieb er uns nach Blankenheim. Es ist schier unvorstellbar, aber ich glaube, ich war noch nie zuvor in Blankenheim – vielleicht als unter 5-jährige oder so, aber ich habe keine Erinnerung und auch keine Aussicht auf irgendwas hat etwas in mir wachgerufen.

It’s already been a week but I just don’t get around to doing many things these days, or too many… Last weekend, a friend from Bonn was visiting with the sole purpose of having no purpose. Sleeping in late, having a laid-back breakfast and then go wherever the day would take us. On Saturday the universe had us go to Blankenheim. It’s impossible to conceive of but I think that I have never been there before – maybe when I was younger than 5 years old or so, but I have no recollection of it and no vista or anything made me go „oh yes!“

Besonders wenn man bedenkt, dass das gerade mal 30 Minuten entfernt ist. Wenn überhaupt. Wie so oft in diesen Tagen war nichts los und wir hatten den Ort so gut wie für uns allein. Wenige Geschäfte waren auf und man konnte ein bisschen stöbern, ähnlich wenig Gastronomie (Kuchen und Kaffee konnten wir nicht auftreiben, u.a. weil das Museumscafé in der Auflösung begriffen war, Eis gab’s, eine Pizzeria und ein Bistro). Aber das braucht es auch fast nicht, denn man kann in einen Foto-Rausch verfallen, denn hier ist so gut wie alles schmuck restauriert.

Especially considering the fact that it is less than a 30-minute drive from where I live. As is the case so often these days, there was hardly a soul around and we had the place almost to ourselves. A few little shops were open and invited us to browse, and equally few restaurants (we did not manage to find coffee and cake, also as the Museum Café was closing down for good, but there was ice-cream, a pizza place and a bistro). But then you almost don’t need any of these, if worse comes to worst, because all you want to do is look at all these meticulously restored houses.

Blankenheim ist auch der Ort, an dem die Ahr entspringt und es gibt einiges an Wander- und Fahrradrouten, die hier durchkommen. Man würde denken, ich hätte mich zumindest an die Ahrquelle erinnert, aber auch das: kein Wiedererkennungswert.

The river Ahr originates from Blankenheim and the source was apparently made into some sort of attraction as far back as 1726. You would have thought that – had I been here before – this would have left a lasting impression, but… no.

Was jedoch sehr, sehr schwer zu vergessen sein wird, ist dieses Stockrosenparadies, durch das wir auf dem Weg dorthin kamen. Die Besitzerin war in diesem wunderbaren „Garten“ gerade zugange und ließ sich in ein Gespräch verwickeln: die Stockrosen wachsen nur aus den Fugen im Pflaster, nachdem sie irgendwann mal in einem Minibeet ein paar gepflanzt hatte und seitdem im Prinzip in Ruhe lässt, nur die heruntergefallenen verblühten Teile aufkehrt, damit die das Pflaster nach einem Regen nicht zur einer Rutschpartie machen. So einfach kann es sein.

Something I will have a very, very hard time ever forgetting though is this hollyhock paradise we came through on the way to the source. The owner happened to be in her wonderful „garden“ and was ready for a chat: the hollyhocks really only grow in the cracks of the pavement after some time back she had planted a few in a small flower bed and basically leaves them to their own devices, just clearing away wilted parts so as to avoid creating a slide once the rain comes. It can be as simple as that.

Es ist auch einer der Orte, in dem man sich mit der Betrachtung von Türen den Tag vertreiben kann…

It’s also one of those places where you can easily spend a day looking at doors…

Wenn ich auch sagen muss, dass mich die Erkenntnis, dass es bereits vor einigen hundert Jahren Katzenklappen gegeben hat, am meisten begeistert hat 😉

Even though I will admit that I was most smitten with the fact that obviously cat flaps have been around for centuries 😉

Dann gibt’s ja auch noch die mittelalterliche Burg, die man zwar nicht großartig besichtigen kann, weil sie eine Jugendherberge ist. Ergo: man kann sie zwar nicht besichtigen, aber darin wohnen! Wie cool ist das denn?

Then there’s the medieval castle which you can’t tour because it’s a youth hostel. So… you can’t tour it but stay in it! How cool is that?

Man kommt ja immer mal wieder irgendwo lang, wo es heißt, man stehe vor dem schmalsten Haus des Planeten – könnte es gegebenenfalls doch in Blankenheim stehen und nicht in einem der anderen Orte, die das von sich behaupten?

It happened more than once that I was visiting a city and, standing in front of some old structure, was told it was the narrowest house on this planet – but maybe it is to be found in Blankenheim after all and not one of those other places?

 

Eine sehenswerte Kirche gibt es auch, leider sind die Fotos vom Innenraum nicht wirklich was geworden. Einer von vielen Gründen, nochmal hinzufahren. Wir waren nicht im Museum. Wir waren haben uns die mittelalterliche Wasserversorgung der Burg nicht angesehen. Wir waren hier nicht wandern. Wir haben nicht in der Jugendherberge übernachtet. Und es gibt ein Pfannkuchenhaus – das leider geschlossen hatte, aber das ist ja vielleicht kein Dauerzustand.

There’s also a church worth visiting but the pictures I took inside didn’t really turn out well. One of many reasons to return. We did not go to the museum. We did not check out the medieval water supply system for the castle. We didn’t go hiking. We didn’t stay at the youth hostel. And there is a „House of Pancakes“ – which was closed but hopefully that was only a temporary measure.

Also, Lust auf Eifel? Nächste Verfügbarkeit „Chez Barbara“ ist Anfang September… Doch nun habt ein schönes Wochenende und auf bald!

So – ready for the Eifel? The next opening „Chez Barbara“ is at the beginning of September… but for now, have a great weekend and see you soon!

Barbara

 

Von Blumen und Insekten / Of Flowers and Bugs


„Da fehlt nur noch der Kaugummiautomat daneben…“ dachte ich, als ich an dieser Bank bei Kottenborn vorbeikam, noch ganz am Anfang meiner Wanderung. Aber ich hätte ja eh keinen Groschen gehabt. Ich war unterwegs auf der Müllenwirft Schleife. Der innere Schweinehund hat sich heute Morgen erst noch eins ins Fäustchen gelacht, aber einmal unterwegs war er bald still. Dafür hatte die Kamera keine ruhige Minute – es wird ein fotolastiger Beitrag.

The look of this bench together with the bin took me right back to my childhood – the only thing missing was a gumball machine right next to it. But then I wouldn’t have had a „Groschen“ (a 10-Pfennig coin) with me anyway… that’s what you got a gumball for back in the day. I was on Müllenwirft Loop. It took me a while to get going this morning but once I was out there, I had a grand time and the camera was put to good use – this is going to be a picture-heavy post.

Irgendwie war ich der irrigen Vorstellung, dass die Wiesen entweder alle schon den Mähmaschinen zum Opfer gefallen seien oder die Blumen so langsam schon wieder weniger werden. Mit meinem Zeitgefühl stimmt irgendwas nicht… ich bin schier ausgeflippt.

For some reason beyond me I was under the impression that most of the meadows had been mown by now or the flowers as such were slowly calling it a day for this season. Something is off with my internal clock, I don’t know… anyhow, I almost lost it.

Die Fingerhüte hatten es mir besonders angetan und waren überall, gefühlt. Wahrscheinlich haben sie mich ein bisschen an Schweden erinnert, wo ich heute genauso gut auf Linnés Råshult hätte rumwandern können.

I couldn’t stop taking pictures of the foxglove in particular and they were everywhere, or so it seemed. They may have reminded me of Sweden where I could have strolled at Linné’s Råshult today…

Ich sollte euch die Insekten und Spinnen auf diesen Fotos zählen lassen, es war die Hölle los. Hier und da auch einige fiese Bremsen (weswegen der Besuch bei den Kühen extrem hektisch ausfiel), aber auch kein Wunder nach den wolkenbruchartigen Regenfällen von gestern Abend.

I should have you count the insects and spiders on these pictures, it was busy. In a few spots I was eaten alive by nasty horseflies (which cut my visit with the cows REALLY short), but not all that surprising after last night’s torrential rains.

Okay, einmal Blüten noch. Ich hätte auch allein von den diversen Rosen und rosenähnlichen Gewächsen 100 Fotos machen können. Insofern habe ich mich insgesamt ja ziemlich zurückgehalten. Alles eine Frage der Perspektive.

Okay, one more collage of blossoms. I could have easily taken 100 pictures of roses and rose-like plants alone. Looking at it that way, I think I was really moderate. It’s all a matter of perspective.

Hätte ich mich nicht gerade mit einer Borreliose rumgeschlagen, hätte ich diese Schaukel ausprobiert. Aber ich war dann heute schon etwas vorsichtiger. Das trifft auch auf den eher ungewöhnlichen Hochsitz zu… aber da habe ich der Brücke nicht so richtig getraut.

If I hadn’t just dealt with Lyme disease, I would have given this swing a try. But I have to say I was a bit more careful than usual today. That’s also true for this unusual perch… but that was more a matter of (not) trusting the bridge.

Ich fand die Strecke ziemlich abwechslungsreich: der Weg führt durch Weiden, (wenig) durch Ortschaften, bietet wunderschöne Aussichten, entlang Bachläufen, im schattigen Wald, in praller Sonne…

I thought it was quite a varied hike: through meadows, (rarely) through villages, it offered gorgeous views, went along little streams, in the shadowy woods, in bright sunshine…

… und ich bin auf den ganzen ca. 15 km keiner einzigen anderen Person begegnet – bis auf die Dame, die mit dem Auto zur Kapelle in der Müllenwirft gebracht wurde, wo ich meine Mittagspause gemacht habe. Apropos: endlich mal eine Kapelle/Kirche, die geöffnet ist. Da steht man auf den Wanderrouten hier in der Gegend leider ja meist vor verschlossenen Türen.

… and I didn’t meet a single soul on all of the 15 km – only the lady who was taken to the little Müllenwirft chapel, where I had my lunch, by car. Apropos: finally a chapel/church that is open. The first one on all the routes I have hiked so far.

Noch gar kein Foto vom Wald – das Problem lässt sich schnell lösen! Schade, dass gerade der Farbtupfer durch einen toten Baum ins Bild kommt… davon abesehen war sehr viel Holz geschlagen und bereits der Rinde entledigt. Der Borkenkäfer lässt grüßen. Die Rinde lag allerdings in großen Haufen weiter im Wald rum – verschmäht der Borkenkäfer die Borke ohne den Baum? Es sieht so aus: eine kurze Orientierung hat ergeben, dass die Männchen der polygamen Art Kammern in den gesunden Baum fressen, um dann Weibchen zur Paarung in diese sog. Rammelkammer locken. Sorry, ich schmeiß mich gerade weg. Es ist spät…

I haven’t even posted a picture from the woods yet – let me fix that. Such a shame that the colorful eyecatcher here is actually a dead tree… Which brings me to another observation: there were quite literally tons of very recently felled trees, I assume all the spruce that didn’t survive the drought and are now prone to bark beetle invasion.

Damit muss ich schließen! Wann sehen wir uns hier mal zu einer Wanderung??

I have to go! When will I welcome you on a hike here?

Barbara

Let’s party!

Letztes Jahr habe ich anlässlich meines Geburtstags die Spendenfunktion auf Facebook getestet, an dem sich viele beteiligt haben. Abgesehen davon, dass es dabei einige technisch bedingte Einschränkungen gab, habe ich in diesem Jahr ein Anliegen, das ich dort gar nicht unterbringen kann. Es geht weder um eine Hilfsorgansation noch um eine „persönliche“ Angelegenheit und damit schließt sich das Tool aus.

Last year I had a fundraiser for a charity placed on Facebook on the occasion of my birthday where quite a number of people participated. There were a few technical restrictions to that and this year, there is a need that can’t be addressed there at all, for it’s neither a charity nor a personal issue that I am seeking support for.

Eigenes Foto

Mitte März war der Zirkus Meik in Barweiler zu Gast. Die Saison hatte gerade wieder begonnen und kam im Zuge der Corona-Krise zu einem jähen Ende: Vorstellungen durften zwar noch stattfinden, waren aber spärlichst besucht und dann wurde ihnen untersagt weiterzuziehen. Seit nun bald zwei Monaten sitzen sie also fest, ohne jede Möglichkeit, Geld zu verdienen und fallen auch durch das Netz der staatlichen Unterstützung. Es gab hier sehr viel Hilfsbereitschaft, aber nun steht fest: sie dürfen bis mindestens Ende August nicht weiter und das ist nochmal eine ganz neue Dimension.

A family circus, Zirkus Meik, had come to my village of Barweiler in mid-March. The season had just just started again after the winter break and came to a sudden halt when the COVID-19 crisis started: they did do their shows here but the audience was only a handful of people and before the weekend was over, they were informed that they had to stay put and not move on. So now they are soon reaching two months stuck here, in a very special lockdown situation, and with no way whatsoever to earn money or apply for government support. People here supported them immediately but the current perspective is that they need to stay until at least the end of August – which is a whole different dimension.

Foto Werner Dreschers

Es handelt sich um eine Familie mit fünf Kindern, die außerdem drei Ponys, zwei Esel, fünf Lamas, zwei Zebus und einen Haflinger dabei haben… neben Enten, Gänsen, Hühnern und drei Hunden. Da geht es zuvorderst um Nahrung, ob nun Futter oder Lebensmittel, und so kalt, wie es gerade wieder ist, vielleicht auch nochmal um Heizöl wie bereits im März. Ich würde mich freuen, wenn ihr dabei wärt. Über das Kontaktformular könnt ihr Infos zum Spendenvorgang anfordern oder, falls euch meine e-mail-Adresse bekannt ist, diese direkt zu einer Paypal-Zahlung nutzen. Die Gesamtsumme wird Teil einer Gesamtaktion hier im Dorf werden, die am 09. Mai endet. [Edit: Kontaktformular entfernt, Fundraiser beendet].

It’s a family with five children, who take care of three ponies, two donkeys, five lamas, two zebus and a Haflinger horse… plus some ducks, geese, chickens and three dogs. So we are mainly talking about food for both people and animals and as it’s cold again, possibly heating oil as was needed in March as well. I would be very happy if you participated in this. Get in touch via the form below to get info on how to donate or, if you know my e-mail address, you can make payments to my PayPal account directly. The sum raised will be part of a larger appeal in the village here which ends May 9. [Edit: Form removed – fundraiser ended.]

Also, gebt mir einen Mojito aus, schenkt mir ein Hardcover, backt mir ’nen Kuchen, spendiert das erste Eis der Saison, schickt einen Blumenstrauß oder ladet mich zum Abendessen ein (gerne auch… am Grand Canyon oder so 😉 ) – ihr kommt auch in Corona-Zeiten nicht drumrum, ha! Alles ist willkommen, so let’s party!

So do whatever comes to your mind, having a mojito with me, give me a hardcover book, bake a cake, treat me to the first ice-cream of the season, send a flower bouquet or invite me for dinner (to… the Grand Canyon 😉 ) – I find a way to party even in these COVID-19 days, ha! Everything’s highly appreciated, so let’s party!

Barbara

Go… analog?!

Viel war an dieser Stelle schon die Rede von einem meiner liebsten Hobbies: Postcrossing. Nun habe ich einerseits in den letzten Tagen immer mal wieder eine Rückfrage dazu bekommen – und vergangene Woche auf dem Blog „The Unmet Friend“ den Beitrag Postcards for the Pandemic Blues gelesen. Mit der Autorin bin ich über eben jenes Postcrossing in Kontakt gekommen.

One of my favorite hobbies is Postcrossing and I’ve written about it on this blog on and off. Over the past few days, I have had a couple of people ask me again what it is about – and last week there was an interesting post on the blog „The Unmet Friend“, Postcards for the Pandemic Blues. I got to know the author via postcrossing.

Manche Postkarten sind so mysteriös wie die Speisekarten in einem irakischen Restaurant (so zum Beispiel die aus Taiwan oben… man muss einen Moment innehalten – und dann hat man’s. Oder?). Und das ist mit der Spaß dabei: du hast keine Ahnung, was kommt. Auch schon mal was sehr langweiliges und wenig informatives („Greetings from Archangelsk“ als vollumfängliches Zitat) – oder dann eine Postkarte, die wirklich eine Geschichte erzält:

Some of the postcards are about as mysterious as the menus in Iraqi restaurants (the one from Taiwan above, for example… you have to stop and wonder for a moment but then it clicks. Or does it?). That’s what the fun is about: you have no clue what to expect. Of course there can be boring disappointments („Greetings from Archangelsk“ being the full quote of one) – but then there are postcards that tell real stories:

The sender had postcards of herself in traditional Korean dress made. And explained all about it (you will be surprised how much some people manage to write on a single, regular size postcard):
„I send you a picture of myself wearing hanbok, Korean traditional dress. It’s not my own hanbok, the rental one. You can wear rental hanbok and enter old palaces in Seoul. Hanbok is dress/costume of Joseon dynasty (1392-1910), you can see the most common style (design) one for girls/women. Girls wore their hair in long braided hair like what I did in this card and then changed to doing one’s hair up in chignon after getting married. So you can distinguish single and married woman through hairstyle. There are 5 old palaces in Seoul and this Chang-deok palace is one of them and only UNESCO heritage among them.“

Andere geben dir mit wenigen Worten ziemlich interessante Info… zu meiner Schande muss ich ja gestehen, dass ich nicht die geringste Ahnung hatte, dass Deutschland in China eine Kolonie hatte. Vielleicht wäre es mir geläufuger gewesen, wenn ich ein Biertrinker wäre?

Others manage to make you pause with just one sentence… shame on me but I didn’t have a clue that Germany once had a colony on what is now (and probably has been for a while) Chinese soil? Maybe I would have known if I liked beer?

„Greetings from Qingdao, German colony from 1897-1914… famous for Tsingtao beer, first brewed by the Germans in 1903“

Oder wenn man mal flugs ein neues Reiseziel entdeckt, weil man sich denkt: dieses Blütenmeer muss man live gesehen haben?

Or if you unexpectedly find a new travel destination because you think: I have to see this in real life?

„This card shows Wuling Farm located in the valley area of Heping township, Taichung county, central Taiwan.“

Ich könnte immer weiter machen – bislang habe ich in bald 11 Jahren 804 Postkarten verschickt und, Stand heute, 799 erhalten. Da sind Leute unterwegs, die haben 15.000 Postkarten verschickt… da weiß ich dann ehrlich nicht mehr, wie man sie einerseits alle schreiben und dabei Spaß haben und wie man die Info, die man von anderen bekommt, dann noch verarbeiten soll. Apropos Spaß: mir persönlich macht das Schreiben fast noch mehr Spaß, als das Erhalten. So oder so scheint das ganze gerade sehr Fahrt aufzunehmen – es vertreibt die Zeit und bringt Impulse von außen rein… und wenn du denkst, es geht einfach nicht mehr ohne einen Friseurbesuch, der nicht stattfinden kann aufgrund der aktuellen Lage kommt das (im Ernst – kam letzte Woche!):

I could go on and on – in almost 11 years I have sent 804 postcards and received, tally today, 799. There are people out there who have sent 15,000 postcards… in those cases I honestly don’t know how you can write them all (and have a life) and how you process the info you receive on those cards. Having fun comes to mind as an important factor here. I personnally enjoy writing them almost more than receiving them. Whatever it would be for you, this whole thing seems to get a new boost these days – it makes time pass (at both ends) and will provide unexpected impulses from outside… just when you think you can’t make it anymore without seeing a hairdresser – which can’t happen due to the current situation, this will reach your mailbox (seriously, I got it last week):

Und hier ist der Deal: registrieren bei postcrossing.com, kostenlos. Du wirst zu Beginn maximal drei Postkarten gleichzeitig „unterwegs“ haben dürfen – das werden immer mehr, wenn man merkt, dass du ein verlässlicher Postcrosser bist. Ich kann momentan glaube ich 23 gleichzeitig im Rennen haben. Du forderst eine Adresse an und sie wird dir zugelost – und auch nur immer dann, wenn du Lust und Zeit hast. Für jede Karte, die du schreibst und die der Empfänger dann mittels eines Codes als angekommen registriert hat, wird dir wieder eine zum Versenden freigeschaltet. Keine weiteren Verpflichtungen – Karte schreiben, Feierabend. Die die du erhältst, sind von jemand vollkommen anderem. Was nicht heißt, dass man nicht auch mal mehr Kontakt kriegt: an dieser Stelle ein Hallo an Marlene! Wir sind seit 2010 so richtig altmodische Brieffreunde und haben uns im Herbst 2018 in Köln zum ersten Mal getroffen. Also, worauf wartest du noch? Trau dich!

This is the deal: register free of charge at postcrossing.com. At the start you will only be allowed to have three postcards „traveling“ at any one time – this will get more and more when it’s established that you are a reliable postcrosser. I think I can have 23 out there all at once. You request an address and will be given one at random – and only when you ask for it. For every card you write and that is registered by the addressee via the code that you need to write on the card, a new slot opens for you. No strings attached – write a card, that’s it. The cards that you receive are from completely different random people. But that doesn’t mean that friendships can’t start right there: let me give a shoutout to Marlene! We became penpals of the oldfashioned kind in 2010 and met in Cologne for the first time in 2018. So, what are you waiting for? Be daring!

Barbara

Fortschritte / Progress


Und wieder einmal ist ein Monat vergangen… so langsam jedoch zeichnet sich Hoffnung ab, dass das Tempo an allen Enden etwas nachlässt. Die Sommerferien sind vorbei und „im Büro“ sind wieder alle da, sechs Wochen des Wahnsinns sind beendet. Und als am Mittwoch die Couch kam, habe ich es nach erfolgreicher Montage Larry gleich getan und darauf gechillt. Doch von vorn: mit fachmännischer Beratung und großem Einsatz des Vaters einer Freundin (auch Larry war begeistert), sind Wohn- und Esszimmer nun fertig renoviert:

And so another month has passed… but now that summer break is over I am moderately optimistic that things will slow down on more than just one level. Life at the office was crazy for those past six weeks. And when last Wednesday my new sofa was delivered and successfully assembled by yours truly, I immediately joined Larry and chilled some. But let’s start from the beginning: I was blessed with the professional advice and support of a friend’s father (Larry was quite taken, too) so that the dining and living rooms are now finished:

Der Kaminofen wird dann Ende September installiert… so bleibt mir Zeit rauszufinden, wo ich überhaupt Brennholz herbekomme. Am Ende werde ich auch noch eine Ausbildung zum Waldarbeiter absolvieren. Die restliche Möblierung des Wohnzimmers kommt am letzten Septemberwochenende aus Bonn. Eigentlich wollte ich die alten Möbel im Esszimmer erstmal behalten… aber jetzt, da alles so schön ist… geht das irgendwie nicht. Ich sag ja, der Hausflohmarkt wird nicht wirklich kleiner. Aber die Rosen stehen in der zweiten Blüte – und haben Besuch:

The woodburning stove will be installed at the end of September… so there’s still time to find out where I can get wood to burn. I can’t really see myself doing a training as a lumberjack, though I would have the shirts to go with it! All other furniture for the living room will come from Bonn the last weekend in September. For the dining room I thought I’d keep the old furniture for the time being… but now that everything is basically perfect – it won’t work. I keep telling people: the yard sale is ongoing and doesn’t really get any smaller. But the roses are in their second bloom – and got visitors:

Ich hatte den Eindruck, die Libelle ist tot und bis nah rangegangen, was sie dann dazu bewegt hat, aufzufliegen… dem toten Zustand näher ist nun mein Smartphone. Kommt halt davon, wenn man nicht die 10 Sekunden noch aufwendet, um die Kamera zu holen. Apropos Kamera: die durfte man leider auf der Freilichtbühne in Schuld nicht benutzen, sonst hätte ich euch schon längst von meinem Besuch dort berichtet. In diesem Jahr wurde Pinocchio gegeben. Schön ist es immer, aber in diesem Jahr war es absolut zauberhaft und ich bin sehr froh, eine der letzten Vorstellungen noch besucht zu haben – Pinocchio hatte mich an sich nicht so gereizt. Für 2020 habe ich was auch immer fest im Kalender.

I wondered whether the dragonfly was dead and got really close which made it take off… now, my smartphone is closer to a dead state. I should have spent another 10 seconds grabbing the camera, right? Talking of the camera: unfortunately, photography was not allowed at the Schuld Open Air Theater or I would have created a huge post on that. They performed Pinocchio this year. It’s always just wonderful but this year it was right down enchanting and I’m really happy that I managed to go to one of the last performances – Pinocchio as such was not that much of a pull factor for me but that’s how wrong you can be. A visit in 2020 is already on the agenda.

Am Wochenende danach ging es noch nach München – diese Besuche sind nie mit vielen Fotos gesegnet, da wir nicht viel anderes machen als quatschen, essen, einen heben, schlafen, shoppen und von vorn: unser alljährliches AuPair-Treffen. Es galt 25 Jahre Freundschaft zu feiern. Schocker.

The weekend after that was spent in Munich – these visits never yield many pictures as we don’t do much other than chatting, eating, drinking, sleeping, shopping (start over): our annual AuPair meet. We celebrated 25 years of friendship. Scary.

Und damit komme ich zum Ende – und überlege noch, ob ich mich mit Wahlsendungen heute noch in einen depressiven Zustand versetzen soll. Euch einen schönen Restsonntag und bis hoffentlich bald wieder

I’ve got to come to an end – wondering whether I should watch the specials on the elections in two states, thereby very likely maneuvering me into a depressed mood. Anyhow, I wish you all a wonderful Sunday and hope to post again soon

Barbara

Der Teufel / The Devil

Auch, wenn ich den Link schon an einige per Mail verschickt habe… er muss auch hier verewigt werden. Ihr ratet nie, wofür dieser Werbespot ist… nicht bis zur allerletzten Einstellung. Viel Spaß!

Even though I’ve e-mailed the link to some of you already it does need to also be published here. You’ll never guess what this commercial is for, until the very last scene. Enjoy!

Dirt Devil-The Exorcist from MrPrice2U on Vimeo.

Glück

Heute habe ich in der Post ein kleines Büchlein erhalten, wo schon der erste Eintrag ein Volltreffer ist. Schöne Feiertage!

Glück ist gar nicht mal so selten,
Glück wird überall beschert,
vieles kann als Glück uns gelten,
was das Leben uns so lehrt.

Glück ist jeder neue Morgen,
Glück ist bunte Blumenpracht,
Glück sind Tage ohne Sorgen,
Glück ist, wenn man fröhlich lacht.

Glück ist eine stille Stunde,
Glück ist auch ein gutes Buch,
Glück ist Spaß in froher Runde,
Glück ist freundlicher Besuch.

Glück ist niemals ortsgebunden,
Glück kennt keine Jahreszeit,
Glück hat immer der gefunden,
der sich seines Lebens freut.

Clemens Brentano

Frühlingsfrische / Spring air

Nachdem ich nun den Schnee in La Palma hinter mir gelassen habe, kann ich mit Freude berichten, dass an diesem Wochenende in Deutschland die Freiluftwäschetrockensaison erfolgreich eröffnet werden konnte. Es gibt im Wäschesektor nichts besseres als windgetrocknete Wäsche.

As I’ve now left behind the snow of La Palma I can gladly report that this weekend was the successful official opening of the dry-your-laundry-outdoors-season in Germany. The feel of wind dried laundry is truly hard to beat.

Bevor ich aber voll und ganz in meine Sonntagabend-Routine einsteige noch schnell ein letztes Wort zu den Palmeros bzw. ihrer absolut unhektischen Lebenseinstellung. Diese wurde mir am Abreisetage in Topform demonstriert. Durch den Taxifahrer, der mich zum Flughafen bringen sollte. Dieser hielt sich trotz Verspätung nicht nur sklavisch an die Geschwindigkeitsbegrenzungen. Nein, er unterschritt sie deutlich. Und damit nicht genug: er hatte auch die Ruhe weg, rechts ran zu fahren und die Autos, die sich hinter ihm auf den kurvigen Sträßchen drängelten, gerne vorbeizulassen. Vielleicht hatte er kürzlich Ärger mit der Polizei gehabt. Oder vielleicht war das schnieke Taxi neu. Oder vielleicht hat er Angst vor Abgründen. ODER aber es war ganz einfach eine sympathische Lebenseinstellung.

I can’t immerse into my beloved Sunday night routine without letting you know about one last piece of the La Palma way of life, though, which is the embodiment of „not hectic“. I happened to be a part of a top performance of just that on my way to the airport. I was going to get there with a taxi. The driver not only obeyed the speed limits, he stayed well below them. And more: he politely stopped on the right shoulder to let people (who’d basically been trying to get into his trunk on the winding roads) pass. Maybe he’s recently been in trouble with the police. Or maybe the fancy car was all new. Or maybe he was afraid of the abyss. OR it simply was a very likeable attitude.

Ich werde euch wissen lassen, ob diese Hyacinthen vielleicht bis Ostern tatsächlich nach was aussehen! Einen schönen Abend wünscht…
I’ll let you know whether these hyacinths actually get to look like something come Easter! Enjoy the evening!
Barbara

Frühlingshaft… nicht / Springlike… not

Nochmal Sonne pur, nur 5 Grad kälter und mit extremem Wind chill Faktor… Aber trotzdem waren wir bei weitem nicht die einzigen, die an diesem Samstagnachmittag ein paar Runden gedreht haben…

Again we’ve enjoyed the sun, only 5°C colder and with a considerable wind chill… But still we weren’t – by far – the only ones who did their rounds on this Saturday afternoon…

… mit ständigem Blick auf tertiären Vulkanismus, hier der Aremberg…
… always looking at tertiary volcanism, here: Aremberg…

… in lauschigen Buchenwäldern rumtrapsend…
…clumping through cosy beech forests…

… und Freundschaften mit vierbeinigen Head Bangern schließend!
… and making friends with four-legged head bangers!

Barbara