Briefe für die Mutti / Letters to Mom (2)

Schon bald nach Beginn der Korrespondenz aus der amerikanischen Kriegsgefangenschaft gibt es einen Jahrestag zu begehen: am 07.12.1944 denkt Karl an seinen fünften Hochzeitstag. Auf mich wirkt das immer ziemlich abgefahren, wenn Leute in der Uniform heiraten… muss man das? Oder ist es einfach eine preiswerte Alternative zu einem Anzug, den man sonst extra würde kaufen müssen? Und manchmal frage ich mich, über welche absurden Kleinigkeiten ich mir so Gedanken machen kann…

Soon after he took up correspondence as a POW in the US, he mentions an anniversary: on December 7, 1944 Karl remembers his 5th wedding anniversary. I guess I have a somewhat different predisposition or does anyone else find it weird when people get married wearing uniforms… or is that mandatory? Or maybe it’s just an inexpensive alternative compared to buying a whole new suit in times when you need to be a penny pincher? And sometimes I wonder how seemingly little things can make me pause…

Mehr ein gemütliches Kaffeekränzchen als die große Party, aber vielleicht ist es einem danach am 07.12.1939 auch nicht. Mein Großvater war offenbar auf Heimaturlaub von der „Westfront“, wie sein Einsatzgebiet für den Zeitraum 26.08.1939 – 11.02.1940 im Wehrstammbuch gelistet ist.  Fünf Jahre später jedenfalls schreibt er:

Ich bin in alle Lande verschlagen worden und zum guten Schluss in amerikanischer Kriegsgefangenschaft gelandet. Führwahr kein rühmliches Ende […]. Du hast mir gegenüber das wesentlich schwerere durchgemacht. […] die vielen Bombenangriffe auf die Heimat.

It looks more like a coffeeklatsch than a party but maybe it wasn’t exactly the time for partying generally speaking on December 7, 1939. My grandfather must have been on home leave from what is listed as „west front“ in his army register for the period August 26, 1939 to February 11, 1940. Five years later he writes:

I have been all over the place and finally ended up as a POW in America. Certainly anything but an honorable ending […]. Compared to me you had to go through a lot more. […] all the bomb raids on our homeland.

“In alle Lande verschlagen”… ich finde Zeiten in Susterburg (?), Insterburg (heute: Chernyakhovsk), Bromberg (heute Bydgoszcz), Lingen/Ems, Minden, Südfrankreich… und ein Ort in Russland, den ich als Melerossowo lese, was aber bei einer Internetsuche in allen möglichen Schreibarten kein Ergebnis bringt. Dort jedenfalls kam es am 29.11.1941 zu einem “Kopfstreifschuss über dem rechten Auge”. Vielleicht mit ein Grund dafür, dass er nichts davon hielt, dass ich mich nach Russland aufmache. Und/oder, weil sein Bruder Leo 1942 in Frolowo gefallen ist. Das habe ich bei den Recherchen nebenbei auch noch rausfinden können. Mittlerweile ist sein Grab (von sterblichen Überresten dürfte nach fast 80 Jahren wohl keine Rede mehr sein) auf dem Friedhof Rossoschka zu finden. Ich schweife ab. In seinem Brief fährt er fort:

[Unsere Kinder] sind uns heilige Verpflichtung, ihnen gilt ja unser ganzer Kampf, den wir hoffentlich in Kürze siegreich beenden.  […] In alter Liebe und Treue zu Dir und der festen Überzeugung an den Endsieg, grüßt und küßt dich innigst Dein Karl.

“All over the place“ (and I definitely do not manage to translate his letters adequately, his style is much more old fashioned and convoluted)… I find periods in Susterburg (?), Insterburg (today’s Chernyakhovsk), Bromberg (today’s Bydgoscz), Lingen/Ems, Minden, Southern France… and a place in Russia which I read as Melerossowo, but internet searches with all kinds of variations didn’t yield any results. That was the place, though, where on November 29, 1941 he suffered from a „graze to the head above the right eye“. Maybe that’s why he didn’t want me to go to Russia. And/or the fact that his brother Leo fell in Frolowo in 1942. That was a „side find“ of my research. His grave is to be found on the Rossoschka cemetery (I guess almost 80 years later, there are no more mortal remains). I’m getting distracted. He continues:

[Our children] are our holy mandate, our fight – which will hopefully end victoriously soon – is for them. […] In old love (?) and loyalty to you and the unwavering conviction of the final victory, I greet and kiss you most intimately. Yours, Karl.

Believed to be Marie-Luise and Norbert, ca. 1945

Der Glaube an den Sieg, Ende 1944, als Kriegsgefangener weit ab des Geschehens. Was ist das? Gedacht zur Verbesserung der Moral – dies- und jenseits des Atlantiks? Schiere Verzweiflung? Muss man das vielleicht, damit man nach so vielen Jahren des selbst erlebten Elends und des anderer nicht vollkommen abdreht ob der Sinnlosigkeit? Welche Informationen haben sie in dem Lager bekommen? Vielleicht realistische und man musste das als Propaganda abtun, schließlich konnte man dem Feind ja nicht trauen?

Belief in the final victory, at the end of 1944, as POW far removed from everything. What is this? Meant to boost morale – on both sides of the Atlantic? Sheer desperation? Maybe you need to keep thinking that after so many years of misery for yourself, your loved ones and millions of others, or else you lose it completely, in face of the futility of it all? Were they kept informed about the developments back home? Maybe they were and you just had to take it as propaganda, because you can’t trust the enemy?

Karl and Finchen, Pentecost 1936

Es mangelt den Briefen wahrlich nicht an Material zum Nachdenken… doch genug für heute. Viele Grüße aus der leicht “gezuckerten” Eifel und auf bald!

There certainly is enough to make you think in these letters… but enough for now. Wintery greetings from the Eifel, with a touch of snow and see you soon!

Barbara

Briefe für die Mutti / Letters to Mom

Wie der geneigte Leser dieses Blogs im vergangenen Jahr verfolgt hat, habe ich viel Zeit und Energie unter anderem in das Ausräumen und Re-Organisieren meines Elternhauses gesteckt. Dabei stolpert man über so manches, einiges kommt in den Müll, vieles auf den nun wieder wachsenden Dauerflohmarkt – und hier und da gibt es etwas, das, zumindest emotional, in den Tresor kommt. So auch die „Briefe an die Mutti“, wobei es sich nicht um Korrespondenz mit der Kanzlerin handelt.

As a loyal follower of this blog you are aware that I have spent a lot of time and energy last year clearing and re-organizing my childhood home. Doing this, I came across all kinds of things, some go right to the bin, a lot ends up on my growing in-house yard sale (is that a contradiction in terms?) – and a few things find their way to the safe. Emotionally speaking at least. One of these are the „Letters to Mom“.

Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Briefen, die mein Großvater Karl aus der über dreijährigen Kriegsgefangenschaft geschrieben hat. Nicht, wie der Titel vermuten lassen würde, an seine Mutter, sondern ein bisschen verstörenderweise an seine Frau Josefine, meine „Oma Finchen“. Es ist ein Heft, wie sie in der Schule benutzt wurden und werden und es ist nicht mehr zu klären, ob er noch in der Gefangenschaft eine Kopie angefertigt hat, oder die Briefe nach seiner Rückkehr nochmal abgeschrieben hat. Ich vermute ersteres, denn wenn ich alle Briefe zuhause finde, kann ich die auch einfach aufbewahren? Kein Originalbrief ist vorhanden.

It’s a collection of letters which my Grandfather Karl wrote while being detained as a prisoner of war for more than three years. Not, as the title makes you think, to his mother, but a little weirdly to his wife Josefine, my „Grandma Finchen“. It’s a notebook like they were and still are being used in school and I couldn’t find out whether he actually copied all his letters while being POW already or whether he copied them when he returned home. The former seems more likely – because wouldn’t you just keep the letters if they were around? But I didn’t find a single original.

Mein Großvater hat nie wirklich über den Krieg oder die Gefangenschaft gesprochen. In meiner Erinnerung wurde es zum ersten Mal Thema, als ich 1991 in den Sommerferien mit dem VdK drei Wochen „Kriegsgräber schrubbend“ verbringen wollte. Im Prinzip war mir total egal wo, Hauptsache billig möglichst weit weg, und irgendwie hörte sich Russland spannend an. Das hat ihm gar nicht gefallen und ich habe ihn zum ersten und letzten Mal mir gegenüber laut erlebt. Letztlich habe ich mich für La Cambe in der Normandie entschieden. Als es dann 1994 als Au Pair in die USA ging, fand er das gut, und erzählte von seinem ersten Frühstück mit Cornflakes und wie fasziniert er von einem Zahnarztbesuch war (es hörte sich für mich wie Fließbandabfertigung in einem Flugzeughangar an, aber es hat ihn nachhaltig beeindruckt).

My Grandfather never really talked about the war or his detention. I first remember it when in 1991 I planned to go „scrub war graves“ for three weeks with the German organization that takes care of all war cemeteries worldwide. I didn’t really care where as long as I could get as far away as possible for as little money as possible and thought Russia sounded satisfactorily exotic. He didn’t like that idea at all and it was the first and last time that his voice ever rose while talking to me. I ended up going to La Cambe, Normandy. When I went to the US as an Au Pair in 1994, he was all excited and talked about having cornflakes for breakfast and how fascinated he was from a visit to the dentist (which to me sounded like a mass processing in some hangar but apparently it had left a lasting impression).

Quelle / Source: VdK

Der erste Brief an Finchen ist datiert am 16.11.1944. Nach Auskunft des Bundesarchivs, das ich im März 2019 kontaktiert hatte, um mehr über diese Zeit im Leben meines Großvaters herauszufinden, wurde er allerdings bereits am 15.08.1944 in St. Tropez gefangengenommen. Kurz bevor das passierte, hatte er wohl das letzte Lebenszeichen von Finchen bekommen. Er teilt ihr Mitte November also mit, er sei „bei bestem Wohlergehen“ und dass

man sich gut pflegen und gesund erhalten kann. Ich betreibe viel Sport. Diese Betätigung hat mir ja schon immer zugesagt. Und dann lese ich viel.

Ferner kann man noch viel für seine Weiterbildung tun. Ein regelrechter Schulbetrieb ist aufgebaut, die verschiedensten Sachen werden gelehrt. Letztenendes sollen wir hier ja nicht verdummen, sondern demnächst gestärkt an Herz und Seele und Verstand in die Heimat zurückkehren.

The first letter to Finchen is dated November 16, 1944. I had contacted the Bundesarchiv in March 2019 to find out more about this time in the life of my Grandfather, and according to their records, he was detained in St. Tropez / France on August 15, 1944 already. Shortly before that happened, he last heard from Finchen. Now, four months on, he lets her know that he is „doing very well“ and that

one can take good care of oneself and keep healthy here. I do a lot of sports. I have always liked that. And then I read a lot.

Furthermore, we can work on our education. It’s like a real school here, all kinds of subjects are taught. We are supposed to return home with a healthy heart and soul and mind.

Zuallererst bin ich über den Kommentar gestolpert, dass er immer schon viel Sport getrieben hat, denn ich habe ihn nur als ewig Kreuzworträtsel lösend, den Kicker lesend, Zigarren Kette schmauchend und etwas unsicher auf den Beinen erlebt. Und auch lange vor meiner Zeit aufgenommene Bilder zeigen ihn eher am Spielfeldrand als darauf.  Doch dass man es als Kriegsgefangener in der USA (davon gab es 370.000 – von insgesamt 3 Millionen, die aber zum größten Teil in amerikanischen Lagern in Europa festgehalten wurden) eigentlich ganz gut aushalten konnte, ist ein Fakt. Zu Zeiten, wo die Genfer Konvention halt noch was wert war. Beim Deutschlandfunk Nova gibt es einen interessanten Podcast dazu, Beste Feinde. In welchem der 700 Camps auf amerikanischem Boden er allerdings genau war, weiß ich nicht. Im Brief vom 30. November 1944 ist der einzige Hinweis: „Die Gegend, in der ich mich befinde, ist eine Hochlandsteppe, 1.200m hoch. Das Wort Steppe besagt ja alles.“

I paused when I read that he had always been a very active sportsman. Because I remember him forever solving crosswords, reading Kicker (a soccer magazine), smoking cigars non-stop and being slightly shaky on his legs. And pictures taken of him long before I came into being also show him on the stands rather than on the playing field. But I found out it’s a well-known fact that as POW in the US you had sort of hit the jackpot. (There were about 370,000 of them of a total of 3 million in American custody but most of them were held in camps spread across Europe). I guess that was when the Geneva Convention was still widely recognized as being a sensible “invention”. Anyhow, there’s only a vague clue as to the location of his camp (one of about 700 on American soil) in his letter of November 30, 1944: “The area where I am now is a highland steppe, 1,200 m high. The word steppe says it all.“

Quelle / Source: Wikipedia

Es gibt noch viele weitere Briefe, aber für heute soll es mal gut sein. Mal sehen, wann die Fortsetzung folgt… 2020 macht leider so weiter, wie 2019 aufgehört hat. Einen schönen Restsonntag euch und hoffentlich auf bald!

There are many more letters but I have to let you go for today. To be continued at some point… unfortunately, 2020 has started in the same fashion that 2019 ended. Have a nice Sunday and hopefully „see you“ soon!

Barbara

Fuchsia Friday!

Bevor wir hier einsteigen in den Fuchsia Friday, dachte ich, ich wecke mal euren Appetit auf Winter und Weihnachten. Ich bin in einer wunderbaren Urlaubswoche und gehe wie immer in dieser Woche auf in Weihnachtsvorbereitungen jedweder Art. Der Erholungsfaktor ist wie erwartet hoch – wie soll es anders sein, wenn man schon zum Frühstück den Ausblick oben hat?

Before we dive right into Fuchsia Friday, I thought I’d wet your appetite for winter and Christmas. I’m in a wonderful vacation week and as every year, I have the best time doing all things Christmassy. The relaxation level is amazing as always – how could it be different if you start out your day with a view like the above at breakfast?

Dann schwinge ich mich vielleicht auf’s Fahrrad, um mal kurz am Stelzmannweiher vorbeizuschauen und zu gucken, wann die Oberfläche wohl Eishockey-fähig sein könnte…

Then I might go on a quick bike ride to Stelzmann Pond to check out when the surface could be ready for some hockey…

Später dann helfe ich Larry bei der Model-Karriere, in dem ich ein paar heiße Aufnahmen von ihr (und dem Baum) schieße.

Later, I help Larry with her modelling career, making a few hot shots of her (and the tree!)

Dann werfen wir noch einen kurzen Blick auf die Mausjagd-Statistik – läuft.

Then we have a quick look at the mouse kills – right on target.

Doch nun mal zurück zum Fuchsia Friday. Der Fundraiser für das Elisabeth Hospiz in Lohmar steht kurz vor der 1.000-Euro-Marke – vielen, vielen Dank für alle bereits getätigten Käufe, großzügigste Aufrundungen und Spenden! Ich hatte ja versprochen, dass im weiteren Verlauf immer mehr kommen wird und hier sind die Neuankömmlinge der Woche:

But now back to Fuchsia Friday. This year’s fundraiser for the Elisabeth Hospice in Lohmar is very, very close to passing the 1,000 Euro mark – many, many thanks to all of you who have already bought, rounded up most generously and „simply“ donated. As I had promised that the bazaar will be extended step by step, have a look at the newbies of the week:

Feuriges Apfel-Chutney / Spicy Apple Chutney
6,90 Euro per glass

Kokosmakronen, soft-baked / Coconut Macaroons, soft-baked
3,50 Euros a bag

Gefaltete Sternhänger, 3D / Star-shaped Ornaments, 3D
2 Euros a piece

Natürlich gibt es auch noch andere Dinge: wenige Gläser Pflaumen-Cranberry-Chutney (5,90) und Quitte-Weißwein Gelee (4,50) zum Beispiel und die Schokoladentorten, auf die ihr hier noch mal einen Blick werfen könnt. Die wunderschönen Karten von Marianne sind dezimiert, aber einige wenige sind noch da:

Of course some of the earlier goodies are still available: few jars of plum-cranberry chutney (5,90) and quince-white wine jelly for example and the chocolate „cakes“ that you can have another look at here. The beautiful cards made by Marianne are selling like hot cakes but these ones are still to have:

Zabaione-(8,50 Euro) und Eierlikör (5,00 Euro) sind noch im Angebot… und trotz der großen Nachfrage auch noch einige Paar Socken:

Zabaione Liqueur (8.50 Euros) and Egg Nog (5.00 Euros) are still available… and despite great demand a few more pairs of socks, too:

Die adretten Damen vom Huldufólk sind so gut wie auf dem Weg nach Deutschland und somit bald „live“ zu begutachten. Ob Elfen, Socken, Süßes, Herzhaftes oder Schwippsware: gebt euren großen Herzen einen Stoß – das Hospiz braucht eure Unterstützung! Alle Leitungen sind ab sofort freigeschaltet 😉

The neat ladies of Huldufólk fame have almost boarded their flight to Germany and can therefore soon be looked at in person. Fairies, socks, sweet or savoury treats, liqueurs: give your heart a push – the hospice needs your support! All lines are now activated 😉

Barbara

 

Purple Monday!

Es ist wieder soweit – in der Woche vor dem ersten Advent geht der Basar zugunsten des Elisabeth-Hospiz in Lohmar online. Und ich stelle ihn unter das Motto Purple Monday, eine Gegenbewegung zum Black Friday sozusagen. Nach diesem ereignisreichen und auch ziemlich anstrengenden Jahr muss ich ehrlich zugeben: er hätte unter welchem Motto auch immer ohne meine Helfer nicht stattgefunden, die haben mir nämlich keine Wahl gelassen und mich einfach mit Produkten überhäuft. So sind zum Beispiel auch wieder Stricksocken für 18 Euro pro Paar im Angebot… kalt genug war es ja schon! Hier die Auswahl von Cornelia (man beachte das schicke Zopfmuster!):

It’s that time of year again – the week before advent my online fundraiser for the Elisabeth Hospice in Lohmar goes live. This year’s motto: Purple Monday, a countermovement to Black Friday. It’s been a really eventful and rather exhausting year and I have to admit: irrespective of the motto, if it hadn’t been for my helpers it wouldn’t have happened because they didn’t leave the decision to me, they just came and dropped of their goodies. So there are lots of knitted socks at 18 Euros a pair available again… it’s been cold enough already for them to be needed! This is Cornelia’s collection (look at the beautiful cable stitch pattern!):

Ein Neuzugang unter den Strickerinnen ist Hildegard, die diese Modelle gemacht hat (und zwei weitere, die mir allerdings schon von weit her angereisten Gästen aus den Händen gerissen wurden):

A new lady has joined the knitters: find Hildegard’s designs below (she made two more but they were bought right out of the bag by visitors from afar):

Zum wiederholten Male in alter Frische dabei: Johanna.

A regular contributor, active as ever: Johanna.

Der Poppelsdorfer Platz konnte sich erneut nicht den konspirativen Wollübergaben entziehen: Zwischenhändler Martin überbrachte wieder Socken (18 Euro das Paar) und ein Schal-/Mützen-Set (30 Euro) der beiden Marias aus Siegburg:

Poppelsdorf Square again saw conspiratorial wool exchanges: middleman Martin handed over woolen creations of the two Marias from Siegburg (socks at 18 Euros a pair, the set of scarf and hat 30 Euros):

Auch Christa war dieses Jahr wieder aktiv und hat Geschenke für Schokoladenliebhaber entworfen: diverse Merci-Torten (13,50€) und eine für Fans von (45!) Mozartkugeln (24€). Ich hörte in anderem Zusammenhang, man kann die als Diät-Maßnahmen nutzen… jeden Tag darf man sich ein Stück gönnen (naja, das wäre nichts für mich). Oder man stellt die Torte auf den Tisch bei einem Spieleabend o.ä.? Ich hätte da schon Ideen.

Christa is a long-standing participant and has been very active again this year. Her latest creations are for chocolate lovers: several „Merci“ Cakes (13,50€) and one for fans of (45!) Mozart balls (24€). In another context I was made aware that they can be used as part of a weight loss regime… you may treat yourself to one a day (well, wouldn’t work for me). Or you use it as a center piece at a games night? The longer I think about it, the more ideas I get.

Zusätzlich sind einige wenige ihrer Pralinenbeutel (6,50€) im Angebot und ein leckeres Quitte-Weißwein-Gelee (4,50€):

In addition to those, she’s made a very limited number of her pralines (6,50€ per bag) and a yummy quince-white wine jelly (4,50€):

Noch aus dem letzten Jahr verfügbar und auf der Suche nach einem Liebhaber ist die Patchworkdecke von Doris (100€):

Doris‘ patchwork blanket (100€) from last year is still available and looking for a loving owner:

Aus meiner kreativen Werkstatt gibt es dieses Jahr nichts – dafür aber aus meiner Küche. Einerseits gibt es ein Pflaumen-Cranberry-Chutney (von dem ich eigentlich kein Glas abgeben will – ca. 200g, 5,90€) und andererseits Zabaionelikör (250ml, 8,50€). Das Rezept für selbigen konnte ich nach Jahren harten Kampfes endlich meiner Schwester aus dem Kreuz leiern.

This year, I have nothing to add from my creative nook – but from my kitchen. There is plum-cranberry chutney (which I have a hard time parting with – ca. 200g, 5,90€) and zabaione liqueur (250ml, 8,50€). After years of nagging, I finally managed to get the recipe for the latter from my sister.

Und wo wir gerade bei den Spirituosen sind: da hat Cornelia ein zweites Mal gewirkt und sowohl Eierlikör, als auch Waldmeisterlikör gemacht – letzterer wohl auf Buttermlich-Basis? Er ist war jedenfalls köstlich! (200ml, 5 Euro).

Talking about liqueurs: Cornelia added to this fundraiser at that end as well and made egg nog and woodruff liqueur – I hear the latter is based on buttermilk? Whatever it is, it’s it was yummy (200ml, 5 Euros).

Der Wahnsinn nimmt kein Ende, bzw. geht jetzt erst richtig los. Eva aus dem fernen Island steuert fünf gefilzte Feen bei, Vertreterinnen des Huldufólk. Das sind mystische Gestalten aus der isländischen Sagenwelt. Die sind für 20 Euro pro Stück zu haben, lieferbar ab ca. 15.12.19.

The Christmas madness doesn’t stop here – it takes off for real. Eva from farway Iceland felted 5 fairies, representatives of Huldufólk. These are mystical beings in Icelandic sagas. To be had at 20 Euros a piece, available as of December 15, 2019.

Ískristall / Eiskristall / Ice Crystal

Jólaengill / Weihnachtsengel / Christmas Angel

Snjóflygsa / Schneeflocke / Snowflake

Jólatré / Weihnachtsbaum / Christmas Tree

Vetur / Winter

Da muss doch für jeden etwas dabei sein?! Ich freue mich auf eure Bestellungen / Käufe – und bleibt am Ball diese Woche, es wird noch weitere Angebote geben… ich warte z.B. noch auf Post aus Griechenland… Aber nun: rockt den Purple Monday!

I think there must be something for everybody here?! I’m looking forward to your orders / purchases – and stay tuned this week, there will be more… I’m still waiting for mail from Greece, for example… But now rock this Purple Monday!

Barbara

Schwimmbad der Pandora / Pandora’s Pool


Dieses Foto ist auch schon wieder drei Wochen alt und ungefähr 5 Minuten Fußweg von zuhause entstanden. Da hat man ganz schnell mal Urlaubsstimmung besorgt nach Feierabend. Geht auch auf der Terrasse, aber von da ist der Ausblick nicht ganz so schön. Und hier war einiges los. Ende Juni, direkt vor dem Trip nach Flensburg, gab es einen großen Hausflohmarkt. Am Tag selbst und den Wochenenden seitdem ist sehr viel Geschirr, Mobiliar, Bücher, Super 8-Ausstattung, Tischwäsche und und und weggegangen. Der Rest, der immer weiter wächst, weil so langsam auch einiges aus Bonn dazu kommt, bleibt einfach den ganzen Sommer stehen und ich werde ein klassisches schwedisches Loppis-Konzept fahren: Schild an die Straße, wenn ich da bin und wer kommt, der kommt. Alles wieder einpacken kann ich auch an regnerischen Tagen im Herbst.

This picture is almost three weeks old already and it was taken about 5 minutes‘ walk from home. Very easy to get into vacation mode after work. Works on the terrace, too, but the view can’t compare. And so much was going on here, too. At the end of June, right before I went to Flensburg in fact, I had a huge indoor yard sale. On that day and the weekends since, I was able to find new owners for a lot of china, furniture, books, super8 equipment, table cloths and more. Whatever is left keeps growing as piece by piece my things from Bonn move here as well and there’s some yard sale material there, too. I have decided to run a classic Swedish-style loppis all summer: whenever I feel like it, I put out a sign by the road and welcome anyone who’d like to browse. Rainy fall days are more apt for repacking it all and taking it other places.

Nun geht es auch im Haus in die nächste Phase: sechs Wochen oder so habe ich versucht, die Schrankwand im Wohnzimmer zu verkaufen – ohne Erfolg. Am letzten Wochenende haben wir sie dann abgebaut. Dabei stellte sich heraus, dass ich auch wieder einen Elektriker kommen lassen muss, denn bspw. ein Kabel aus der Wand, das per Lüsterklemmen zu einer Dreiersteckdose wird, soll dann doch nicht die Hauptstromversorgung im Wohnzimmer schultern. Am Freitag werden erste Arbeiten für den Kaminofen gemacht (Schornstein u.a.). Und DANN kann es an das „Schönmachen“ gehen 🙂

The work on the house is reaching a new phase, too: for about six weeks or so I have tried to sell the huge wall cupboard – unsuccessfully. Last weekend my sister and I took it down. While doing so, I noticed that I do need to get an electrician in to fix a few things, among others the main power outlet which currently is a cable protruding from the wall connected to a triple socket by way of connectors. This Friday, a chimney will be installed for the woodburning stove to come. And THEN the part where you will actually see change will start 🙂

Wir waren echt gut beschäftigt am Wochenende und hatten uns den Grillnachmittag am Sonntag dann wirklich verdient. Denn das Schwimmbad der Pandora haben wir auch noch geöffnet. Obwohl Kathrin noch meinte, wir sollten vielleicht einfach einen Sarkophag gießen. Auf dem Bild weiter oben sieht man den Flohmarkt und darunter ist ein ehemaliger Pool:

We were really busy on the weekend and more than deserved the barbecue Sunday afternoon. Because we also opened Pandora’s Pool. Kathrin suggested we might just construct a concrete sarcophagus but then we did end up opening it. On the picture above the living room one you see the yard sale and underneath that is a former pool:

Es war nicht ganz so zugeknallt, wie befürchtet, aber praktisch fast nur mit „Müll“. Die Weltmarktpreise für Kupfer werde ich allerdings noch prüfen müssen, bevor der nächste Schrotthändler die Runde macht. Die alten Küchenstühle hätten bestimmt noch Liebhaber gefunden – wären sie nicht total verschimmelt gewesen. Neben Poolreinigungsgerätschaften gab es eine angebrochene Packung Glaswolle (Abnehmer??), eine Rolle Drahtzaun, diverse leere Kartons von ca. 1994 gekauften Bildschirmen, Bühnenbilder von Grundschultheateraufführungen und nicht zuzuordnende Gerätschaften. Ggf. zur Urananreicherung?

It wasn’t quite the dump we had feared but most of it was actually „trash“. I do have to check the market value for copper, though, before the next scrap dealer passes through. The old kitchen chairs would have found a loving new home, I am sure – hadn’t they been extremely mildewy. There was pool cleaning equipment, an opened package of glass wool (interested anyone??), a roll of metal fencing, a collection of empty boxes of computer screens bought in 1994 and the like, set designs and props for primary school plays and equipment we had not a clue what it could be used for. Maybe uranium enrichment?

Und dann Kisten über Kisten mit Melamingeschirr – für Parties von bis zu 90 Gästen. Flache Teller, tiefe Teller, Kompottteller, Suppenschalen… Ich hatte das vorher noch nie gesehen, es waren Werbeprospekte mit DM-Preisen in den Kisten – und alle kamen vom Katastrophenschutz. Gab’s vielleicht mal einen Tag der offenen Tür am Bunker, wo man sich mit Dingen eindecken konnte, die man da loswerden wollte? Wie gesagt, der Hausflohmarkt wächst:

And then boxes and boxes of melamine dishes – multiple-use very sturdy plastic party dishes for up to 90 people. Flat plates, soup plates, dessert plates, soup bowls… I had never seen it before, there were ads quoting Deutschmark prices inside the boxes. And the boxes had originally all been addressed to the disaster reponse office. Maybe there was an open house at one of the nearby mega bunkers and they were having their very own yard sale?? Anyhow, MY yard sale is growing again:

Doch nun werde ich noch ein Stündchen im Garten liegen und lesen… und vielleicht gesellt sich die Katze dazu. Genießt den Sommer und auf bald!

But now let me go outside for a little break in the garden, reading a good book… and maybe the cat will join me. Enjoy the summer and take care!

Barbara

Ein Besuch auf der…/ A Visit at… NÜRBURG


Heidenei, schon der dritte Beitrag im Juni und wir sind noch nicht mal bei der Monatsmitte angekommen. Es könnte ein Zeichen sein, dass sich die Dinge wieder normalisieren. Auch wenn ich wieder eine Woche hintendran hänge, denn der Besuch auf der Nürburg war bereits am Himmelfahrtswochenende!

Good grief, it’s the third post in June already and we aren’t even half way through yet! I take it as a sign that things are starting to get back to normal. Though I’m still behind as this visit to Nürburg Castle took place more than a week ago already.

Heribert Pohl --- Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975

Heribert Pohl — Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975
Nicht maßstabsgetreuer und nicht gesicherter Grundriss der Burg Nürburg in der Eifel

Auf 678mNN thront die Nürburg und ist damit die am höchsten gelegene Burg in Rheinland-Pfalz. Wie die anderen Berge in der Umgebung ist auch dieser ein erloschener Vulkan aus dem Tertiär. 954 findet er als „mons nore“, „schwarzer Berg“, Erwähnung, worauf der moderne Name wohl zurückzuführen ist. Sein Basalt wurde für den Bau der Burg, ab 1160 durch Ulrich von Are, verwendet. Einen Grundriss musste ich mir nochmal besorgen, denn ich Burgenunkundige ließ mich verwirren: die Vorburg ist/war viel mehr als die Kapelle, die wir vom Bergfried aus sehr gut fotografieren konnten, nämlich ein ziemlich großer, von der äußeren Ringmauer umschlossener Bereich.

Nürburg Castle sits on 678m – no other is on a higher elevation in Rhineland-Palatinate. As all the other mountains of the region, it is an extinct volcano from the tertiary that was first mentioned as „mons nore“, „black mountain“, in 954. It seems that the modern name derived from that. The basalt was used for the construction of the castle, started in 1160 by Ulrich von Are. I had to go looking for a plan again as I am somewhat clueless when it comes to castles and got confused: the outer castle is/was of course much more than the chapel that we got a good view of from the bergfried, a pretty large expanse, really, surrounded by the outer ring wall.

Schon im 16. Jahrhundert verfiel die gesamte Anlage und wurde 1587 von niederländischen Soldaten geplündert. Zwar wurde sie 1608/1612 teilweise instandgesetzt (77 Fenster wurden erneuert!), aber kurz nach der Renovierung kam es zu Sturmschäden. Der 30-jährige Krieg hatte auch hier Auswirkungen: die Burg wurde 1633 von Schweden erobert. Das war nicht von langer Dauer; 1689 wurde die Anlage von französischen Tuppen Ludwig XIV. teilweise zerstört. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage als Steinbruch genutzt, bevor 1846, 1871 und 1878 erste Sicherungsmaßnahmen erfolgten. Von der mittelalterlichen Ringmauer ist so gut wie nichts mehr übrig – aber irgendwie hat es was, dass sie heute vom NürbugRING umgeben ist, dessen Start-/Zielbereich wir inkl. des Erlebniswelt-Desasters einwandfrei sehen konnten.

The castle complex deteriorated as early as the 16h century and was raided by Dutch forces in 1587. Quite some renovation took place in 1608/1612, including the renewal of 77 windows, but shortly thereafter, the castle was severely damaged during a storm. It wasn’t left alone by the Thirty Years‘ War, either: the Swedes conquered it in 1633. It wasn’t for long, though, as the castle was partly destroyed by French forces under Louis XIV. in 1689. By the 18th centrury, it was a mere quarry until the first measures were taken to preserve what was left in 1846, 1871 and 1878. Nothing (much) is left of the outer ring wall but the irony is not lost me that nowadays the area is encircled by the NürburgRING racetrack, the start/finish area we got a good view of, too, the disastrous amusement park included.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich vollkommen abschweife: bei dem ganzen Getümmel von Niederländern, Schweden, Franzosen und wer auch immer über die Jahrhunderte hier noch so durch kam (nicht zuletzt die Römer) und mit Sicherheit auch andere als militärische Spuren hinterlassen haben, kann man sich hier ja eigentlich nur als Europäer betrachten.

I’m getting even more distracted: looking at the hustle and bustle of the Dutch, Swedes, French and whoever else passed by through the centuries (the Romans, too!) and the fact that in all likelihood they left more than just military traces, one must come to the conclusion that this is European heartland – how can you consider yourself as anything else?

Doch zurück zur Burg, wo ich neben Ruinen wie immer auch die Blumen im Auge hatte und ein IFO, ein interessantes Flugobjekt, das auf meiner Brille Platz nahm. Den Bergfried oder auch Hauptturm betritt man heute im Erdgeschoss – früher war der Zugang im Stockwerk darüber und der heutige Eingangsbereich war das Verlies und ehemals eben nur von oben zugänglich. Was für ein Alptraum, dunkel, 2,75m dicke Mauern, über hygienische Zustände will man nicht länger nachdenken… viel hoffnungsloser kann es ja nicht kommen.

Back to the castle, where flowers caught my eye, too, and a tiny IFO (Interesting Flying Object) that landed on my glasses. Today, you enter the bergfried or main tower at ground level – originally, the entrance was one floor off the ground and today’s entrance area was a dungeon and only accessible through a hole in the ceiling basically. What a nightmare that must have been, dark, 2.75m thick walls, I don’t even want to imagine hygiene… it can’t get much more hopeless than this.

Karl Meyer, 1901 (Ausschnitt), in: Losse, M. (2008): „Keck und fest, mit senkrechten Mauertürmen… wie eine Krone.“ Burgen und Festungen an der Ahr und im Adenauer Land. Regensburg, S. 127.

Da atmet man heute noch mal ordentlich durch, wenn man oben angekommen ist und den Ausblick genießen kann (übrigens durch das Stockwerk mit der Kuppeldecke auf den Fotos oben).

What a relief to reach the top, take a deep breath and enjoy the view (by the way, passing through one floor with a domed ceiling as shown on one of the pictures above).

Mit diesem Ausblick muss ich zum Ende kommen. Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine gute Woche!

This view must mark the end of this post. I wish you all a nice evening and a good week!

Barbara

Dörferblickschleife / Village View Loop


Während ich gestern am ersten lauen Sommerabend des Jahres auf der Terrasse saß und die Fledermäuse über mir in einem Affenzahn kreisten, dachte ich, es sei mal an der Zeit, euch wieder mal zu berichten. Der Mai hatte ja schon ansteigende Tendenz, was die Zahl der Blogbeiträge angeht und für den Juni habe ich große Ziele.

I was sitting on the terrace last night, enjoying the first warm summer night with a bunch of bats circling overhead at lightning speed when I thought it was high time I updated you again. I was on the upward slope already in May (talking about the number of blog posts) and I have quite a plan for June.

Gute Freunde aus Bonn waren am 26. Mai hier, um ein bisschen zu wandern und sie hatten sich ganz konkret die Dörferblickschleife ausgesucht. Die führt direkt an unserem Haus vorbei, so dass es der ideale Ausgangspunkt war. Das Wetter war perfekt, sonnig, aber nicht zu warm. Erstmal geht es lange abwärts zur Kirmutscheider Kirche. Die war leider verschlossen – ein Blick hinein hätte sich gelohnt.

Good friends from Bonn came to see me May 26 and were ready for a hike. They had decided on Dörferblickschleife („Village View Loop“). It goes right by our house so it was the ideal starting point. The weather wad perfect, sunny but not too warm. At the start, it was downhill all the way to the church in Kirmutscheid. Unfortunately, the church was locked – I’m sure a peek inside would have been worth it.

Wenn ihr euch die Infos zur Wanderung unter dem Link oben anseht, lasst euch nicht abschrecken von „14 km“, „mittelschwer“ oder dem Profil, das hochalpin aussieht. Wir sind die Strecke in netto dreieinhalb Stunden gelaufen, die eine oder andere Steigung war dabei, aber nichts, was uns an den Rand der Leistungsfähigkeit gebracht hätte.

If you have a look at the description of this hike at the (German language) link above, don’t get put off by „14 km“, „medium hard“ or the elevation profile which looks like it might be alpine. We did it in three and a half hours (plus lunch break), the inclines were moderate and nothing that pushed us anywhere near our limits.

Viel in Laubwäldern und an Trier- und Wenigbach entlang ist es zumeist beschaulich, in Teilen (Barweiler bis Kirmutscheid) hört man allerdings die B258 ziemlich deutlich. Schmetterlinge gab es zu sehen, Ameisenhügel, wenige Insekten und ich bin mir nicht sicher, ob wir überhaupt eine Biene zu Gesicht bekommen haben… aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Mistkäfer-Population im Kommen ist.

Mostly through light deciduous forest and along the brooks Trierbach and Wenigbach, it’s quite a tranquil path. Only between Barweiler and Kirmutscheid you can hear the traffic from route B258. We saw butterflies, ant hills, few insects and I can’t remember seeing a single bee… but I think it’s safe to say that the dung beetle population is up and coming.

Vor Pomster gibt es eine Aussichtsplattform mit Panoramablick. Die ist schon wettergegerbt, aber die Liegebank war ein gelunger Ort für unsere mitgebrachte Mittagspause. Allein, der Blick auf zwei Schutthügel ist verbesserungsbedürftig – aber vielleicht ist das ja auch nur vorrübergehend.

Before reaching Pomster, we came past some sort of observation deck from where to see all the villages (and have them explained by way of photogrpahs, too). The sunbed was a good spot for our picnic lunch. Alas, the view from the sunbed is obstructed by two piles of gravel – but maybe that’s a temporary arrangement.

Auf dem Weg in den Ort konnten wir noch die Flug-Show eines Roten Milan bewundern. Der wirkte fast wie bestellt und wir mussten uns quasi losreißen. Vor vielen Jahren führte mich der Weg des Schulbusses immer durch Pomster; viel verbunden habe ich damit nicht. Ziemlich sicher bin ich mir allerdings, dass diese wunderschön restaurierten Häuser ihren Glanz erst in den letzten Jahren erhalten haben.

On our way into the village we were treated to the aerial show of a red kite. We felt almost as if he did it just for us and we had a hard time continuing on our way. Many years ago the school bus would take me through Pomster twice a day but nothing in particular ever sprang to mind when thinking of it. I am quite certain, though, that the beautifully redone old farm houses have been back to their former glory for a few years only.

Zur Kaffeezeit waren wir zurück in Barweiler und vielleicht ist es auch für den Wanderer ohne Familienanschluss der bessere Startpunkt, weil man hier im Restaurant noch eine abschließende Kuchenpause einlegen und die sanitären Anlagen nutzen könnte? Dafür könnte man den Parkplatz in der Ortsmitte wählen (nahe der Kirche und den Restaurants), an dem man auch auf der eigentlichen Route vorbeikommt. Wie auch immer: ein gelungener Tag im Frühsommer! Und wer kommt nun mit auf die Wirftbachschleife?!

We were back in Barweiler in good time for a coffee and I wonder whether it isn’t also the better starting point for the hiker without family connections, as you could have a closing coffee and cake at the restaurant here (and bathrooms, too)? You would use the parking lot at the village center (close to the church and the restaurants) that you pass on the actual route as well. Anyhow, a very nice day in early summer came to an end! Now who will join me for the Wirftbachschleife?!

Barbara