Hiking Wildnispfad Dahlem

Es sah nicht gut aus für unser Vorhaben, den gut 17km langen Wildnispfad in Dahlem zu gehen: auf dem Weg dorthin gab es sintflutartige Regenfälle, so dass ich schon in Überlegungen verfiel, was man in der Gegend an überdachten Aktivitäten wohl unternehmen könnte. Einmal angekommen und meine Mitwanderer am Bahnhof eingesammelt, hatte der Regen aufgehört und wir entschieden, zu starten. Es war die richtige Entscheidung, denn für den gesamten restlichen Tag sollten wir keinen Tropfen Regen mehr sehen.

We had planned to hike the 17 km Wilderness Path in Dahlem and it didn’t look good: on the way there I encountered torrential rains and feverishly started thinking about alternative indoor activities in the area to spend the day. Once I got there and had picked up my fellow hikers at the train station, the rain stopped and we decided to give it a go. It turned out to be the right decision because we didn’t see another drop of rain for the whole day.

Der erste kurz Stop ist an der Abtei Maria Frieden, deren Architektur mich irritiert hat – bis wir dann rausfanden, dass sie erst 1953 gebaut wurde. Es handelt sich um ein Zisterzienserinnenkloster „strengerer Observanz“ und nach der Website sieht es so aus, als seien derzeit noch 10 Nonnen vor Ort.

The Maria Frieden Abbey is the first landmark. I was quite confused by the architecture – until we found out it was built only in 1953. It’s a Cistercian monastery „of strict observance“ and going by their (German only) website it seems there are currently 10 nuns still living there.

Die Runde ist topografisch am gemütlichen Ende, es gibt eher seltenere Anblicke wie eine Arnikaheide (und wer weiß, was das Gewächs in der Mitte der folgenden Collage ist, darf mich gerne aufklären) und insgesamt ist es fast durchgängig ein Waldbad (à la shinrin yoku) – aber wir waren etwas enttäuscht. Und ich glaube nicht, dass es an der Strecke selbst lag, sondern an dem etwas irreführenden Namen. Bei „Pfad“ waren wir nicht eingestellt auf Forstwirtschaftswege, oft sehr breit und nicht selten mit langen Geraden. Alle drei hatten wir glaube ich mehr gewundene Trampelpfade im Unterholz im Kopf, kurz vor benötigtem Macheteneinsatz. Das war das hier definitiv nicht.

The trail is rather cozy topographically speaking, we have seen things we’ve never seen before like an arnica heath (and should you know the plant in the middle of the collage below, please enlighten me) and in general it felt like a long forest bath (see „shinrin yoku“) – but we were a little disappointed. And I don’t think it was the trail as such, it was the expectations we had associated with the name. „Path“ did not exactly evoke the wide forestry roads with long straight sections. All three of us had expected tiny trails in the undergrowth, just short of, like, needing to use a machete to get us through. That really is not what this is.

Aber wie ihr merkt, hat es meiner Fotografen-Tätigkeit keinen Abbruch getan und ordentlich gequatscht wurde auch, was will man also mehr?

But you may have noticed that it didn’t have an adverse effect on my photographic activity and we chatted away, so what more could you ask for?

Gleich zu Beginn wurden wir interessiert von einem Marder beäugt, während die Weinbergschnecke unser Vorbeikommen eher verschreckte.

Right at the start a marten eyed us curiously, while a Burgundy snail was rather scared by our appearance.

Definitiv liegt einer der lauschigsten Rastplätze ever an dieser Route, Tisch und Bänke etwas ab des Weges direkt am plätschernden Bachlauf, der an einem heißeren Tag sicher auch zu etwas Kneipp-Aktivität einlädt.

Without a doubt, the route offers one of the lushest rest areas ever, table and benches a little off the path, down by a little creek which on a warmer day would have seen us wading in it, I’m sure.

Damit ist der Wanderurlaub leider zuende… aber das Wandern wird wohl weitergehen 🙂

This marks the end of my hiking vacation… but I’m sure the hiking will continue 🙂

Barbara

Hiking Fürstin Margaretha Weg

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Auf den Rundwanderweg „Auf den Spuren von Fürstin Margaretha“ habe ich in diesem Wanderurlaub hingearbeitet, je nach Quelle 27,7 oder 28,3 km lang. Egal. Lang. Ganz klar eine sportliche Herausforderung und größtenteils in Gegenden ganz nah bei, wo ich aber noch nie war. Oder vor 35 Jahren das letzte Mal.

This hiking vacation was designed to build up stamina to tackle „Princess Margaretha Trail“, which, depending on the source, covers a distance of 27.7 or 28.3 km. Doesn’t matter. It’s long. So a real sports challenge and actually really close by, yet in parts where I’ve never been. Or else it’s been 35 years since I was there last.

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Wenn ihr diesen Blog häufiger besucht, dann kennt ihr diesen Berg schon ganz gut, nur aus anderer Perspektive: den Aremberg, den ich auch aus meinem Garten sehr schön inszeniert sehen kann. Und besagte Fürstin Margaretha ist aus dem Haus der Arenberger, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert ganz schön einflussreich waren. Margaretha (1527-1599) kam 1544 mit 17 Jahren an die Macht und hat bedeutend gewirkt in der Graftschaft Arenberg bzw. diversen Ländereien in der Eifel, den Ardennen und den Niederlanden. Das besonders in den Bereichen Bergbau, Eisenindustrie sowie Land- und Forstwirtschaft. Besonders am Herzen lag ihr auch die Erziehung der Jugend und im allgemeinen setzte sie sich dafür ein, durch eine Hebung des Bildungsniveaus das Hexenwesen zu bekämpfen. Ich würde mal sagen: ziemlich ihrer Zeit voraus.

If you come here on a regular basis, you have seen this mountain a number of times but from a different angle: Aremberg, which I can see beautifully staged from my garden. Said Princess Margaretha is of the House of Arenberg which was quite in the midst of it all from the middle ages all the way into the 19th century. Margaretha (1527-1599) came to power in 1544 at the age of 17 (!) and was impressively influential in the county of Arenberg and their many lands in the Eifel, Ardennes and the Netherlands, with a focus on mining, iron industry and agriculture and forestry. In addition, the education of the youth was particularly close to her heart and more generally she tried to fight witchcraft by improving the education of her subjects. I dare say: she was ahead of her time.

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Der Weg nun war ziemlich abwechslungsreich, lichte Laubwälder, gedämpte Nadelwälder, fast mediterran anmutende Höhenrücken, plätschernde Bachläufe – an diesem schwül-heißen Tag besonders angenehm. Und natürlich: weite Aussichten. Den Rastplatz oberhalb von Eichenbach, mit Blick auf Wershofen, kann ich mir sehr gut mit Kaffee, Kuchen und einem guten Buch für einen gesamten Nachmittag vorstellen.

But now for the trail: rather varied again, light deciduous and muted coniferous forests, almost mediterranean plateaus, rippling creeks – very pleasant on this humid day. And of course: wide views. I do see myself returning to the rest area above Eichenbach, looking towards Wershofen, with coffee, cake and a good book, enjoying a whole afternoon up there.

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Und wieviel Schönheit kann man so ertragen?

And how much beauty can you handle?

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Die Wanderung wird mit 7:30 Stunden Dauer angegeben. Es hatte dieses Mal jemand die Uhr so richtig im Auge: wir waren nach 7:55 Stunden zurück am Ausgangspunkt, inkl. mehr als 60 Minuten Pause. Irgendwo zwischen Kilometer 20 und 25 wurde es mal schwierig, vom Kopf her, aber die letzten 4 Kilometer sind dann fast verflogen. Es erreichte uns dann allerdings auch der Regen, so dass wir keinen Grund mehr hatten, uns irgendwo aufzuhalten oder gar Fotos zu machen.

The trail is listed as taking 7.5 hours to complete. Someone was keeping our time: we were back at the car after 7 hours 55 minutes, which included more than 60 minutes of rest time. Somewhere between kilometers 20 and 25 it got a bit tedious, mentally, but the last 4 kilometers went by in practically no time. I guess it helped that the rain caught up with us, so there was no reason to linger or even take pictures.

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Die Wanderung kann in zwei Etappen gesplittet werden… oder man kann auch noch früher anfangen als wir (9 Uhr) und wenn man keinen Regen in der Vorhersage hat, muss man sich ja auch nach hinten raus nicht hetzen. Bleibt ja noch bis 21:30 Uhr hell.

The circular route can be split in two legs… or you can just get going a little earlier than we did (9:00 a.m.) and if you choose a day without rain forecast, there’s no need to hurry at the end, either. It’s light out until 9:30 p.m. at the moment.

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Es wird weiter gewandert – bis bald!

There will be more hiking – see you soon!

Barbara

P.S.: Könnt ihr mit noch mehr Fingerhut umgehen?!

P.S.: Can you deal with more foxglove?!

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Hiking Wacholderweg / Juniper Trail

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Zwei der geplanten Wanderungen sind wegen eines spontanen Impfangebots ausgefallen – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! So war dann die nächste Runde das Warm-up zur großen Herausforderung: der knapp 9 km lange Traumpfad Wacholderweg bei Langscheid. Wobei ich sagen muss, dass es mir eher vorkam wie der Fingerhutweg.

Two of the hikes I had planned were cancelled due to a short notice appointment for a vaccination which I very gladly accepted – fear not: the hikes have only been postponed, not abandoned. So the next one was the warm up for the upcoming mega challenge: the 9 km Juniper Trail near Langscheid. Truth be told, it looked more like the Foxglove Trail when we hiked it.

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Aber weder Wacholder noch sonstige Flora waren der Hauptgrund für diese Wanderung. Der Hauptgrund war die Wacholderhütte bzw. die dort zu genießenden Köstlichkeiten, Kuchen und Torten im besonderen. So fing der Ausflug pünktlich zur Mittagszeit erstmal mit einem sehr leckeren Cheeseburger an, bevor wir uns überhaupt auf den Weg gemacht haben.

But the motivation for this hike was neither juniper nor any other flora. The reason for choosing it was Wacholderhütte, or rather the delicacies that they offer, cakes and pies in particular. So we started out with a cheeseburger lunch at noon before we even hit the trail.

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Wenn man so will, sind die Wacholderheiden das Ergebnis ausbeuterischer landwirtschaftlicher Praktiken, die den Böden so ziemlich alles entzogen haben, was sie nährstofftechnisch zu bieten hatten. Der Boden verarmte und wurde erst dadurch zu einem bevorzugten Standort für Heidevegetation. Diese Kulturlandschaft muss man nun tatsächlich pflegen, denn würde man allem hier freien Lauf lassen, würde die Wacholderheide wieder überwuchert.

This landscape is the result of exploitive agricultural techniques which removed most of what the soils had to offer in terms of nutrients. The soils were depleted and thus developed into the ideal environment for juniper / heath vegetation. And you have to keep cultivating it as such: if you left nature to run her course, it would disappear again.

Der Weg war abwechslungsreich und recht schnell gegangen. Er wird gelistet mit 3,5 Stunden… ich glaube, wir waren in knapp über zwei Stunden durch und sind nicht gehetzt. Was wir aber mit Blick auf die bereits begutachtete Kuchentheke nicht gemacht haben war, uns an den vielen Aussichten oder anderweitigen Rastmöglicheiten aufzuhalten.

The trail was quite varied and easily done. It’s listed to take about 3.5 hours… I think we did it in little more than two and we were not rushing. With fond memories of the cake display we had already inspected, we did not linger for long at any of the vistas or other spots outfitted with benches or the like.

Und dann gab es doch noch anderes als Fingerhut… neu war mir der Natternkopf, auch „Blauer Heinrich“ genannt – ich glaube, letzteres werde ich mir besser merken können.

And there were flowers other than foxglove after all… it was the first time I got to see viper’s bugloss, also known as blueweed.

Und nun das Desaster: ich war von meiner Erdbeerrolle und der Eierlikörtorte so begeistert, dass ich noch nicht mal Fotos gemacht habe. Allein die Tatsache aber, dass auf der Website der Wacholderhütte darauf hingewiesen wird, dass, sollte man für ein bestimmtes Gebäck anreisen, man vorher telefonisch die Verfügbarkeit sichern sollte, gibt euch einen Eindruck, wovon wir hier sprechen. Doch keine Sorge: mein nächster Besuch wird nicht lange auf sich warten lassen.

And now for today’s blogging disaster: I was was so taken by the strawberry roll and egg liqueur cake that I forgot to even take pictures. But the mere fact that their website recommends that if you intend to visit to have a particular cake, you should call ahead and secure a serving, gives you an idea of what I’m talking about. No worries: it won’t be long before I go there again!

Barbara

Hiking Vinxtbachtal

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Für den Titel ist der volle Name der heutigen Runde definitiv zu sperrig: Premium-Rundweg Vinxtbachtal. Schade eigentlich, denn es besteht ja gar kein Anlass, groß zu tönen als sei nix dahinter – ganz im Gegenteil. Doch fangen wir vorn an. Aufgrund der Hitzewarnung haben wir den Start um anderthalb Stunden nach vorne gezogen und anhand der Übersichtskarte entschieden, die Runde gegen den Uhrzeigersinn zu gehen, um das potentiell beschattetere Stück für den Nachmittag aufzuheben.

The official name of today’s hike is way too ungainly to be used in the title: Premium Circular Route Vinxtbachtal. It’s a shame, because there’s no reason to be so pompous as if you had to hide behind a fancy name – quite the opposite. But let’s take it from the start. We moved that up by an hour and a half because of another heat alert and after checking out the map decided to walk counter-clockwise, thereby covering the part with less forest cover in the morning and keep the potentially more shady part for the afternoon.

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Am Rodder Maar ging’s gleich los mit einem wunderbaren Blick auf die Burg Olbrück in der Ferne, während mich die Seerosen und Libellen fasziniert haben. Hinweis: hier startet dann der eigentliche Rundweg… 1,6 km vom Parkplatz entfernt. Interessante Info, besonders für einen heißen Tag.

It started out with a wonderful view towards Olbrück Castle across Rodder Maar, while I was all fascinateed by water lilies and dragon flies. Note: this is where the actual route starts… 1.6 km away from the parking lot. Good to know, especially in heat conditions.

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Es war ein Weg größtenteils durch Wiesen und Felder und zwar so, dass einem das Herz aufging. Auch an diesem Tag konnten wir auf zwei falsche Abbieger nicht verzichten. Der erste war missverständlich ausgeschildert, aber früh erkannt, der zweite hat uns deutlich mehr Zeit gekostet: Der Pfosten selbst war von Brennesseln zugewuchert und dann auch noch das Schild ab. Aber wie immer ist da eine positive Seite zu betrachten, denn ohne diese Umwege hätten wir weder den Feldhasen, noch den schimmernden Käfer gesehen.

The route took us mainly through fields and meadows – and in ways that made my heart leap. Of course, we didn’t manage without a couple of wrong turns as usual. The first one was signed a little unclearly but we noticed early on we’d made a bad decision. The second cost us a lot of time and mileage: the signpost itself was covered in nettles and thus invisible and once we did find it (retracing our steps), the sign as such was gone, too. But you know me to be one to look on the bright side of everything: without these detours we would have missed both the rabbit and that spectacularly shiny beetle!

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Ich habe unzählige Fotos von Aussichten über Felder und Wiesen gemacht und ewig gebraucht, mich zu entscheiden, welche ich euch zeigen will. Aber diese Menge an BLAUEN Kornblumen (ja, sie sind immer blau, das ist ein Hinweis an eine bestimmte Person) zum Beispiel war so gar nicht verhandelbar.

I have taken countless pictures of vistas across fields and meadows and took forever to decide which ones to show you. But this abundance of BLUE cornflowers (yes, they are always blue – that comment is for one particular reader) was not negotiable.

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Oder auch wogende Wiesen mit ganz viel Himmel…

Or undulating meadows with lots and lots of sky…

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Wie schon beim Förstersteig waren auch hier die Wege und Pfade bemerkenswert abwechslungsreich, wenn auch ganz anders. Auf denen wir auch wieder so gut wie niemandem begegnet sind. Einem einsamen Waldarbeiter und seiner Maschine ganz zu Beginn. Und am Ende nochmal… zwei Frauen? Nichts los und außer uns nur zwei weitere Autos auf dem Parkplatz.

The trails and paths were amazingly varied, just as they were on Förstersteig. But different. And again we hardly met a human soul. A forestworker and his machine at the start. And towards the end… two women? It was deserted – we shared the parking lot with two other cars.

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Vollkommen unmöglich ist außerdem, euch ohne eine heftige Blumen-Collage hier durchkommen zu lassen…

Also, it is all but impossible to let you go without a large flower collage…

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Eine rundum empfehlenswerte Tour, auch wenn sie in der Hitze wirklich höllisch anstrengend war. Aber mit drei langen Pausen (inkl. augestreckt auf einer Picknickdecke im Schatten liegend) und 3 Litern Wassern war es machbar. Geholfen hat außerdem die fast immer vorhandene Brise. Manchmal war die dann auch der Jahreszeit entsprechend Heu-geschwängert, einer der besten Gerüche, die ich kenne.

I can fully recommend this hike, even if it was a challenge in the heat. But we took three long breaks (one of them found me stretched out on a blanket in the shade) and 3 liters of water helped, too. And then the gentle breeze, almost always around. Sometimes it was even hay-scented – one of the best smells I know.

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Nach der Tour war das großzügige Eis mehr als verdient… und ich freue mich auf mehr. Wandern UND Eis!

I treated myself to a generous helping of ice-cream after that hike… and am looking forward to more of the same. Hiking AND ice-cream!

Barbara

Hiking *Förstersteig* Wandern

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Es sollte ein heißer Tag werden und es fing nicht gut an: unverschuldete Verspätung bei der Deutschen Bahn… „Personen im Gleis“, da kriege ich ja immer die Motten. Sind die Brombeeren schon so weit? Alternativpläne wurden schon ausgelotet, letztlich machten wir uns aber doch auch nach 12 Uhr noch auf den Traumpfad Förstersteig bei Mayen. Es hat sich gelohnt.

It was going to be a hot day and it didn’t start out well: Deutsche Bahn brought my my fellow hiker with a sizeable delay, though to no fault of theirs… „People on the tracks“, that continues to drive me crazy. Is is blackberry harvest time already? I was already looking at alternative plans but in the end we decided to start this Traumpfad („Dream Path“) Förstersteig near Mayen after noon anyway. It was worth it.

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Wie man mit Blick auf diese Pausenbank bei wunderbarer Aussicht feststellen kann, muss der Pfad auch an normal temperierten Tagen nicht gerade überrannt sein. Warum auch immer. Wir haben den ganzen Tag keinen einzigen anderen wandernden Menschen zu Gesicht bekommen – zwischen 18 und 20 Uhr dann ein paar einsame Seelen, die wohl eine kleine Runde zum Feierabend gedreht haben. Für einen so warmen Tag war es eine ideale Tour, denn ich würde sagen, dass etwa 90% der Strecke mehr oder weniger im Wald verlief. Hochattraktiv in verschiedensten Waldbereichen und auf unterschiedlichsten Pfaden – ein echter Traumpfad.

Looking at this bench and picnic table, overlooking a valley, it seems this path is not much frequented even on cooler days. God only knows why. All day long we did not meet another hiker – until between 6 and 8 p.m. a few souls crossed our path, looking like they were on a little stroll at the end of the day. It was a perfect hike for a hot day as I believe it is under forest cover for about 90%, yet wonderfully varied. A true „Dream Path“.

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Immer wieder Bänke und Liegesessel an Aussichtspunkten… auch deswegen waren wir dann etwas länger unterwegs, als vorgesehen ist. Man will ja einfach nicht mehr aufstehen.

Along the way, there were plenty of benches and even those fancy recliners, usually with great vistas… played a part in why we took a whole lot longer than was anticipated. You just don’t want to move on.

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Ein Highlight ist das Schloss Bürresheim, das auch besichtigt werden kann. Ob der späten Stunde und der Tatsache, dass man sich im Moment voranmelden muss, haben wir darauf verzichtet – es ist aber auf meiner Liste der weiteren Vorhaben dabei 🙂 Das wäre ja auch gut zu verbinden mit einem „Stadt-Tag“ in Mayen, wo ich glaube ich noch nie wirklich war.

Bürresheim Castle is a highlight and is open for visitors, too. Seeing as we had started out late and because you had to register ahead of time due to current regulations, we passed on the opportunity – but it’s on my list of things to do around here 🙂 Would be a good combination with a „city“ trip to Mayen where I think I have never really been.

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In der Gegend scheint es auch einen Baumstammkünstler zu geben – ob wir alle Werke gesehen haben oder das eine oder andere verpasst haben?

Apparently, there’s a tree trunk artist in the area – I wonder whether we found all the works or maybe missed out on some?

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Kein Beitrag ohne Flora und Fauna, wunderschöne Teufelskralle!

No post without a close-up of flora and fauna, gorgeous rampion!

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Direkt am Parkplatz „Am Leichenberg“ (die Betitelung sollte man vielleicht mal recherchieren…) gibt es übrigens auch einen Kletterpark. Der war zwar geschlossen, als wir da waren, aber ich denke mal, spätestens zum Beginn der Sommerferien wird der wieder im Geschäft sein.

Viele Grüße aus der Eifel und auf bald!

Right next to the parking lot „Am Leichenberg“ (don’t ask me what that is about, translates into „At the heap of corpses“…) you will also find a climbing park. It was closed but they were working on it so I assume it will be ready for customers latest with the start of the summer break.

Sending love from the Eifel, see you soon!

Barbara

Hiking „Heimatspur Maareglück“

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Wieder einmal bringt mich der Urlaub nicht über die Landesgrenzen hinaus – auch das 2021er Fährticket nach Schweden wurde storniert. Aber die #staycation2021 hat volles Programm: in knapp drei Wochen will ich 10-11 Mal die Wanderschuhe schnüren und der erste Tag brachte mich an den Ausgangspunkt Schalkenmehren, zur 11km langen Tour „Maareglück“.

Once again I am not crossing any international borders during my vacation – the 2021 ferry ticket to Sweden was cancelled once again. But my #staycation2021 won’t see me bored: in a little less than three weeks I plan to hit the trails 10-11 times and the first one started out in Schalkenmehren, „Maareglück“ („Maar Happiness“).

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Wie man an diesem Schilderwald in beeindruckender Weise erkennen kann, gibt es hier einiges abzuwandern – wir folgten der als „MA“ gekennzeichneten Route („MA“ ist für mich unumstößlich mit Massachusetts belegt…). Es war alles dabei: asphaltierte Wirtschaftswege, klassische Feldwege, schmale Pfade, Schotterbereiche, Waldwege. Und Aussichten. AUSSICHTEN.

As you can tell by looking at this signpost, there are more than just a few trails around here – we followed the „MA“ trail (even though „MA“ to me will always be Massachusetts…). It had it all: tarmac farm roads, dirt roads, narrow paths, gravel passages, forest trails. And vistas. VISTAS.

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Es war perfektes Wanderwetter, so temperaturtechnisch, auch wenn wir uns ein bisschen mehr Sonne gewünscht hätten. Ins Schwitzen gekommen sind wir aber auch so, denn von Maar zu Maar klettert man ja immer einen Maarwall hoch, dann wieder runter und auf zum Nächsten. So kam man dann auch in den Genuss, Gemündener und Weinfelder Maare aus allen möglichen Perspektiven zu begutachten:

It was perfect weather for hiking: no rain and about 22°C though we would have liked to see a bit more of the sun. No worries, it was enough exercise as it was because you climb the wall of one crater to look and descend into the next and then repeat. That way you got treated to different perspectives of Gemündener and Weinfelder Maar:

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Gleiches gilt natürlich auch für das Schalkenmehrener Maar, wo es auch noch Corona-konforme Sitzmöglichkeiten gab (sagt jetzt auch was über die nicht vorhandenen Besuchermassen)… die Sonne kam auch noch raus und wir hätten einfach sitzen bleiben können.

The same is of course true for the Schalkenmehren Maar that even offered seating arrangements compliant with COVID restrictions (very telling also when it comes to describe the non-existent crowds)… the sun decided to join us, too, and we could have just stayed forever.

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Hier stand auch mit die interessanteste Infotafel, die die weitere Entwicklung von Maaren nach ihrer Entstehung kurz beleuchtet hat. Guckt man vom Gipfelkreuz oben also auf „das“ Schalkenmehrener Maar, sieht man eigentlich vier Krater, wovon nur noch zwei mit Wasser gefüllt sind, die beiden anderen sind verlandet bzw. waren vielleicht auch nie mit Wasser gefüllt. Insgesamt gibt es in der Region 75 Maare, wovon 9 Wasser führen (das Weinfelder Maar ist satte 51 Meter tief, gefolgt vom Gemündener mit 39m und dem Schalkenmehrener mit 21m).

The info sign to be found on the summit was one of the most interesting, explaining the life of maars after they are created. When looking down from the summit cross (see picture above) to Schalkenmehren Maar, you actually see four craters, only two of which still carry water, the two other ones are silted up or possibly never carried water to begin with. There are 75 Maar craters in the region, only 9 of which are lakes (with varying depths: the Weinfeld Maar is an impressive 51 meters deep, the Gemünden 39m and the Schalkenmehren 21 m).

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Über dem Gemündener Maar, auf dem Mäuseberg, thront der Dronketurm, von wo man sich noch mal einen besseren Blick in alle Richtungen verschaffen kann – unter anderem auch über den gleich anschließenden Wegverlauf, der einen direkt durch einen eingezäunten Bereich führt, in dem die Ziegen regieren… und wo die Bäume offensichtlich gut schmecken.

High above Gemünden Maar, on Mouse Hill, you will find Dronke Tower which allows for a bird’s eye view in all directions – among others on the continuation of the trail which goes right through a large fenced-in area where a goat herd reigns… and where apparently the trees are really tasty.

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Keine Wanderung mit mir ohne Blumen, klar…

No hike with me without flowers, sure…

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Aber der Hammer waren ja die Lupinen, die gleich nach den Schlüsselblumen meine absoluten Lieblingsblumen sind. Ich hätte auch nur die fotografieren können, ganz oft auch in der Kombi mit gelb blühenden Gewächsen wie Ginster oder Goldregen:

Maybe the best of it were the lupines which are my second favorite flowers, right after cowslips. I could have spent all day just taking pictures of lupines, often very nicely paired with yellow blooming plants like broom or laburnum:

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Gibt’s auch mit Maar, natürlich!

Of course there’s lupines with maar backdrop, too!

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Auch mit Landschaft und Aussichten sind wir noch nicht ganz durch. Die Wiesen, nach dem ganzen Regen und nun endlich sommerlichen Temperaturen saftig und hoch, machten fast den Eindruck, als sei man im Meer unterwegs, denn der Wind hat beständig für Wellenbewegungen gesorgt. Es hatte was wirklich beruhigendes und war einfach schön. Der im Namen der Runde angekündigte Glückszustand wurde somit tatsächlich erreicht.

I’m not quite done yet with vistas and landscapes. The meadows are high and really lush after all the rain and the finally higher temperatures of late and it often felt as if we were walking through the ocean, with the waves visible on the grass, made by the constant wind. It had a really calming effect and was just plain beautiful. So the state of „happiness“ mentioned in the name of the trail is not really far-fetched.

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Zum Abschluss haben wir uns dann noch einen Café-Besuch gegönnt – mein erster nach geschätzt 8 Monaten. Ich empfehle hiermit das Café del Maar. Der Name allein ist schon fantastisch, das Personal war freundlich und hilfsbereit, das Essen sehr lecker und die Details haben mich überzeugt…

Last but not least we found the perfect spot to end the day, with my first visit in a restaurant in like 8 months. I highly recommend Café del Maar. It would be a recommendation for the name alone but staff was friendly and helpful, the food yummy and the love for details… have a look:

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Und nun raus auf die Terrasse!

Now let me get outside!

Barbara

 

 

 

Rundweg *Hocheifel* Circular Route

Für gestern hatten wir uns viel vorgenommen: den Rundweg Hocheifel, 25,4km ab Adenau über die Hohe Acht und Nürburg zurück zum Ausgangspunkt. Wenn ich im Tal starten und gleich in den Antieg gehen muss, ist das schwierig… ich muss mich erst warm laufen. Dazu hatte ich hier keine Chance. Schon nach kurzer Zeit erreicht man die erste Aussicht über Adenau (s.o.). Im Nachgang frage ich mich in der Summe schon, warum der gesamte Weg als „schwer“ beschrieben wird, denn den allergrößten Teil waren wir etwa so unterwegs:

We had ambitious plans yesterday: the Hocheifel Circular Route, 25.4 km starting in Adenau, taking us to Hohe Acht and Nürburg and back to Adenau. I always find it challenging to start out with an ascent… I kind of have to warm up first. Well, I didn’t stand a chance. After only a rather short distance you reach a point where you get the above vista of Adenau. But looking back at the hike as a whole, I do wonder why it is rated „hard“ as most of the time we were walking on paths like these:

Vielleicht bezieht sich das auf die Länge – und auf den zugegebenermaßen nicht enden wollenden Anstieg zur Hohen Acht. Wo wir dann allerdings schon nach etwa 2 Stunden passend zu einer Mittagspause ankamen. Die Hohe Acht ist mit knapp 747m der höchste Berg der Eifel und wie so ziemlich jede Erhebung hier ein im Tertiär entstandener Vulkankegel, dessen Kuppe gut sichtbar aus Basalt besteht. Wir haben uns noch gefragt, wie es zum Namen kam und nach morgendlicher Recherche kann ich berichten: „Acht“ hat in diesem Fall nichts mit der Zahl zu tun, sondern leitet sich ab vom gallischen „acaunum“ = Stein, Fels. Urkundliche Erwähnungen sprechen 943 von Mons (lat. Berg) Achon.

Maybe it is because of the sheer length – or due to the admittedly neverending ascent to Hohe Acht, which we reached after about 2 hours, right in time for a lunchbreak. At about 747m, Hohe Acht is the highest elevation in the Eifel and as just about any hill around here created by tertiary volcanism, its top made of basalt as you can tell. We wondered about the name („Acht“ in German is the number eight) and after some reading up on this this morning I can enlighten us all: „Acht“ in this case has nothing to do with the number and much rather stems for the gallic „acaunum“ = stone, rock. A documented mention in 943 A.D. speaks of Mons (lat. mountain) Achon.

Oben angekommen, findet man den Kaiser-Wilhelm-Turm, gebaut 1908/09 anlässlich der Silbernen Hochzeit Kaiser Wilhelm II. – und in Gedenken an Kaiser Wilhelm I. Komische Kombi – konnte man sich nicht entscheiden?

On top of it you find Kaiser-Wilhelm-Tower, built 1908/09, on the occasion of emperor Wilhelm II. silver wedding anniversary… and in remembrance of Kaiser WIlhelm I. Weird combination – couldn’t they make up their minds?

Der Turm war offen und es war genau richtig „viel“ los: als wir kamen, hatte eine Famliie gerade den Besuch beendet und als wir zum Picknick an den Tisch unterhalb des Turms zurückkehrten, waren zwei Mountainbiker eingetroffen. Kein Schlagestehen, Abstand beachten usw. Trotz fantastischen Wetters! Wenn ich da an den Drachenfels denke… Jedenfalls hat man atemberaubende Aussichten, auch wenn es dann doch etwas dunstig war.

The tower was open and saw just the right amount of visitors: when we got there, a family was just getting ready to leave and when we descended to the picknick table just underneath the tower, two mountain bikers had arrived. No queues, no „keep distance“ in mind etc. Despite the glorious weather! You are treated to breathtaking views, albeit a bit hazy yesterday.

Von dort sind es weitere 12,5km bis zur Nürburg und mit ihr schon in greifbarer Nähe hatte ich gerade gedacht, wie gut der Weg ausgeschildert ist, als das ein jähes Ende nahm. Das uns verwirrende Schild muss, so denke ich nun, runtergefallen und genau auf die andere Seite des Baums gehören, dann macht es Sinn. Jedenfalls kamen wir ziemlich weit ab, bis zum Pflegeheim Alte Burg, und haben uns dann querfeldein zur Burg durchgeschlagen. Das ist der Vorteil, wenn der nächste Punkt quasi nicht zu übersehen ist. Aber so zwei, drei Extrakilometer wird uns das gekostet haben.

From there it’s another 12.5km to Nürburg and maybe a kilometer or two away I had just finished thinking how well signposted this trail is, when we had to realize it wasn’t. The sign that got us off track must belong – that’s my conclusion as of this morning – on the opposite side of the tree it was on, it would have made perfect sense there. Maybe it fell down and some well-meaning stroller put it back up. Anyhow, we went on quite a detour, all the way to a home for the elderly in Alte Burg and then decided to reach the castle cross-country. That’s the advantage when the landmark you’re trying to reach basically can’t be missed. But I think it added maybe two or three kilomters to the hike.

Credit: Tourenplaner Rheinland-Pfalz

Die Nürburg selbst haben wir nicht besichtigt (könnt ihr hier) und uns eher auf Aspekte des Motorsports, der einen über weite Strecken hier – auch als Geräuschkulisse – begleitet hat, konzentriert. Von einem Streckenposten habe ich mir die diversen Flaggen erklären lassen und wir werden dann nächste Woche mal überprüfen, wie es um unser Kurzzeitgedächtnis und den Transfer ins Langzeitgedächtnis bestellt ist 😉 Diesen Blick auf die Döttinger Höhe hatte ich bereits im Februar auf der „Grüne Hölle“-Runde:

We did not stop to explore Nürbug castle (you can do that here) and concentrated on motorsports which keeps you company on this hike for longer periods – a background hum, sometimes coming to the foreground, too. I found a friendly track marshal who explained the meaning of the different flags they wave throughout the races and next week we’ll test our short term memory and the transfer into long term memory 😉 This view of Döttinger Höhe was already familiar after the „Green Hell“ hike back in February.

Die Strecke wartet mit der Hohen Acht und der Nürburg mit zwei absoluten Highlights auf, ist aber ansonsten recht unspektakulär (aber ich bin sehr gerne im Laubwald unterwegs). Bis auf Nürburg kommt man in keine Ortschaft, aber am Ende kann man sich in Adenau ein sehr leckeres Eis gönnen. Die Länge macht sie für manchen vielleicht zur sportlichen Herausforderung, wobei mir gefallen hat, dass man sich die meiste Zeit ohne in Atemnot zu geraten unterhalten konnte – woran mir liegt, wenn ich in Begleitung unterwegs bin. Und eben beachten: wer in der Nähe des Nürburgrings wandert, muss mit Motorenlärm rechnen. Und freundlichen Streckenposten!

The route offers two proper highlights with Hohe Acht and Nürburg Castle, but for the remainder is rather unspectacular (I personally enjoy walking in deciduous forests). Other than the village of Nürburg, you will not come through any settlements but you can treat yourself to some delicious ice-cream in Adenau. The sheer distance maybe makes for a challenge while I enjoyed walking for long strteches and being able to talk without getting short of breath – important when you’re not out alone. And well, it’s to be expected to hear motor noises when you walk next to a race track. What you can also expect: friendly track marshals!

So, jetzt geh ich aber mal raus in den Garten, habe eine neue Idee zur Gestaltung gehabt vorgestern Abend… doch dazu vielleicht nächstes Wochenende mehr!

With this, I will end and go out in the garden, I had a new „landscaping“ idea Friday night… but more on that maybe next weekend!

Barbara

 

Rund um *Eiserfey* and beyond

Der Samstag entwickelte sich in mehrfacher Hinsicht zu einem Knaller: das Wetter war deutlich besser, als angesagt (viel Sonne), wir konnten zwei Wanderrouten zu geschätzten 17 km sehr gelungen kombinieren („Wasser für Köln“ und „Rund um die Kakushöhlen“), wurden historisch-archäologisch beeindruckt und waren fasziniert und amüsiert von diversen Kunstobjekten.

Saturday developed into a proper highlight: the weather was a lot better than forecast (lots of sunshine), we successfully combined two trails to a total of about 17 km („Water for Cologne“ and „Around the Kakus Caves“), were impressed by the historic-archeological education we were treated to, unexpectedly, and fascinated and amused by a number of art objects.

Die Route war wieder abwechslungsreich: Laubwälder, (wenig) Nadelwald, sanfte Hügel und saftige Wiesen, tatsächlich mal eine offene Kirche (in Weyer), mäandrierende Bäche, wunderbare Weitblicke, malerische Dörfer. Und Schlüsselblumen quasi überall – ich konnte mit den Fotos nicht an mich halten: dann ist der Frühling wirklich angekommen, wenn meine Lieblingsblumen blühen.

The route was again beautifully varied: decidous and (little) coniferous forests, rolling hills and rich pastures, surprisingly enough: an open church (in Weyer), meandering brooks, wonderful vistas, picturesque villages. And cowslips basically everywhere – I couldn’t stop myself: final proof that spring has sprung, when my favorite flowers are in bloom!

Die Route „Wasser für Köln“ hat uns wirklich beeindruckt. Man erwandert diverse Ausgrabungen aus römischer Zeit, die alle zusammenhängen: Bauwerke, die über 95,4 km Köln mit Frischwasser versorgt haben – aufwändig und… pfiffig. Der „größte antike Technikbau nördlich der Alpen.“ Im Ort Eiserfey konnte man ein in den 1950ern entdecktes Sammelbecken bewundern. Auf 12 Uhr sieht man den Abfluss Richtung Köln, auf jeweils 3 und 7 Uhr kommen Zuläufe. Über insgesamt 5 Zuläufe wurden täglich 20 Millionen Liter Wasser in die Metropole geleitet. Unglaubliche Mengen?

The trail „Water for Cologne“ really impressed us. There are several archeological excavations from Roman times which all form part of the „largest technical structure of antiquity north of the Alps“, the 95.4 km aqueduct that delivered a breathtaking 20 million liters of drinking water to Cologne – daily. Very elaborate and… smart. In the village of Eiserfey we checked out a collection basin that was dicovered in the 1950s. At noon you see the outlet towards Cologne, while there are inflows at 3 and 7 o’clock.

Das nach Köln fließende Wasser wurde in den Berghängen durch Kanäle geleitet. Den Kanal an sich finde ich ja schon beeindruckend genug, aber das Schwarzweiß-Foto daneben (von der Infotafel) zeigt ein heute durch Efeu überwuchertes Baudetail: diese Mauer ist eine Hangdrainage, die dafür gesorgt hat, dass „dreckiges“ Oberflächenwasser sich nicht mit dem reinen Quellwasser im Kanal mischt.

The water was sent on its way to Cologne via these channels. I find them pretty impressive per se but look at the black and white photograph (taken from the info sign): it shows a structural detail that is covered by ivy today. That wall is a slope drainage which made sure that „dirty“ surface water wouldn’t mix with the pristine spring water in the channel.

Das grundlegende Konzept für diese Wasserleitung liegt in der Schwerkraft: es war eine Gefälleleitung, die also über die gesamte Strecke noch so minimal abschüssig ist. Ganz ehrlich: das über 95,4 km zu konzipieren ist für mich unvorstellbar… Wieviel Vermessungsarbeit unter einfachsten technischen Voraussetzungen ist da reingegangen? Jedenfalls musste hier und da ja auch mal ein Tal überquert werden. Dafür wurden dann Aquäduktbrücken gebaut. Durch die auf Bauwerksresten entstandene Rekonstruktion kann man sich das ziemlich gut vorstellen. Der Kanal lief auf ungefähr 10m Höhe.

The basic idea of this system is based on gravity: it was a slope line which keeps descending however little over the whole distance. Honestly: can you imagine constructing this over 95.4 km? How much surveying went into this, with the simplest tools/techniques available? Anyhow, every now and then you had to cross a valley for which they built acqueduct bridges. The one you see below was reconstructed based on remnants, which does a pretty good job of visualizing it. The water flew through that channel up top, at above 10m above the ground.

Der archäologische Teil des Tages wurde dann ergänzt durch den geologischen: die Kakushöhlen im Kartsteinfelsen. Der Teil Große Kirche ist bis zu 15m hoch und 30m breit und wurde wohl durch den Weyrer Bach ausgewaschen. Sie sind frei zugänglich und am Eingang ist ein Kiosk, wo man sich auch unter den aktuellen Bedingungen versorgen konnte.

The archeological part of the day was combined with a point of geologic interest: the Kakus Caves, eroded out of the kartstein / cartstone rock by the Weyer brook. The part Large Church is up to 15m high and 30m wide. They are accessible free of charge and you will also find a little kiosk at the entrance where you can stock up on provisions.

Und zuletzt noch die Frage: wie sind wir überhaupt dahin geraten? Ich hatte auf Empfehlung die SWR Landesschau in der Ausgabe Das rheinland-pfälzische Naturdenkmal der Kalkeifel gesehen und es ließ sich quasi nicht mehr wegdiskutieren, dass man Eiserfey besucht haben muss. Mittlerweile konnte ich übigens auch in meinem Heimatort die Verwendung des Begriffs „Jehüschnis“ nachweisen 😉

Lastly: how did we end up here in the first place? I had seen a documentary which left no doubt that Eiserfey was worth the visit.

Und das nicht zuletzt auch, weil man hier die Edelstahlfiguren von Peter Ratz Ley bewundern kann. Ihr werdet nicht überrascht sein zu hören, das bei dieser Auswahl ein Favorit schwer zu identifizieren ist… wobei ich mir den großen Stern sehr, sehr gut vor dem fast schwarzen Giebel meines Hauses vorstellen kann. Zumindest in meiner Lieblingsjahreszeit. Vielleicht gekoppelt mit dem wegfliegenden Nikolaus im Vorgarten.

Add to that the chance for a close-up look at the stainless steel sculptures of Peter Ratz Ley. I’m sure you agree that it’s hard to identify a favorite here… though I have to say that I can very well imagine having that large star in the gable of my house, swinging in front of the almost black woodwork. At least during my favorite time of the year. Maybe in tandem with the flying Saint Nicolas on the lawn.

Also, bereit für Eiserfey und Umgebung? Viel Spaß!

So are you ready for Eiserfey and surroundings? Enjoy!

Barbara

 

Waldseepfad in Rieden / Rieden Forest Lake Trail

Ich weiß nicht, wie es euch geht, aber ich habe dieser Tage das Gefühl, einfach nichts gebacken zu kriegen und bin trotzdem komplett ausgepowert im Kopf. Es war also wieder Zeit für ausgedehntere Wanderaktivitäten und so habe ich ein weiteres 4-tägiges Wanderwochenende eingelegt. Am Freitag waren wir auf dem Waldseepfad in Rieden unterwegs.

I don’t know how you’re doing these days but I constantly feel that nothing ever gets done and still I am really tired mentally – so here I go hike again: another four-day hiking vacation. This past Friday brought me to the Rieden Forest Lake Trail.

Einiges an Blumen war schon zu sehen, wenn auch im Vergleich zum Vorjahr alles etwas später ist… kein Wunder bei den Temperaturen der letzten Wochen. Ein beachtlicher Anteil des ca. 14 km langen Wegs ging durch noch laubfreien Buchenwald, in dem die Atmosphäre an einer Stelle sehr komisch rüberkommt. Es wirkt fast wie 2D? Wenn man mal vom Schäfer absieht?

We came across quite some flowers and blooming bushes but in all nature is a lot later this year than last… not really surprising after the freezing temperatures of the past weeks. Beech tree forest, yet to get foliage, made up a considerable amount of this 14 km hike. At one spot, the atmosphere was weird – it almost looks like 2D? If you leave the shepherd aside?

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Ich fand die Strecke abwechlungsreich und mit diversen größeren oder kleineren Hinguckern, seien es steinerne Wegkreuze aus dem 18. Jh,, der Gänsehalsturm oder die beeindruckenden Aussichten auf die Eifler Vulkanlandschaft und das Neuwieder Becken. Die Ausschilderung ließ keine Wünsche offen und Bänke entlang der Strecke luden viel zu häufig zu einem Aufenthalt ein.

We were on a very varied path, in my opinion, with a few larger or smaller eye-catchers, be that stone wayside crosses from the 1700s, Gänsehalsturm („goose neck tower“) or breathtaking views of the volcanic Eifel landscape or the Neuwied Basin. Signs were clear and plentiful and there were far too many benches – lots of temptation for breaks!

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Credit: U. Sülflohn

 

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Besonders aufgefallen sind mir an vielen Stellen die Zaunpfähle, die aus einer oft bunten Mischung aus alten Bahnschwellen bestanden und entsprechend massiv daherkamen.

Talking about eye-catchers: the fence posts were mostly repurposed railraod ties and accordingly massive.

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Grüne Hölle / „Green Hell“

„Auf den Spuren der Grünen Hölle“ hieß der Rundweg, auf den wir uns am Aschermittwoch begeben haben. Wenn man die Route online sucht, beginnt sie meist an der Nürburg, was ich ehrlich gesagt nicht so gelungen finde. Erstens wäre das für mich das Highlight der Runde und rein von der Topografie her hat man dann den Anstieg zum Schluss. Wir sind in Quiddelbach eingestiegen, am kleinen Wanderparkplatz in der Gartenstraße, haben den Anstieg also erstmal voller Motiviation hinter uns gebracht und konnten dann mit Blick auf die Burg die perfekte Mittagsrast einlegen.

„On the traces of the ‚Green Hell'“ is the name of the circular hike we did on Ash Wednesday. When you look it up online, they usually make you start out at Nürburg Castle but I think that’s not the best way of doing it. For starters, the castle is the highlight and then on top of that, topography works against you, with the ascent at the end. We started in Quiddelbach, from the small hiking parking lot in Gartenstraße, so we were still at the top of our capabilities when it went practically uphill only and then had a lunch break with a breathtaking view in the shadow of the castle.Wir sind extrem wenigen anderen Wanderern begegnet. Es mag zum Teil dem Wetter geschuldet gewesen sein, aber wir sind nicht nur trocken geblieben – sogar die Sonne kam raus, so dass man selbst Mitte Februar in aller Ruhe sitzend pausieren konnte. Kurz vor besagter Pause gab es neben dem Blick auf den irgendwie immer präsenten Aremberg die Reste eines Skigebiets. Also genauer gesagt ein Skilift, der quasi im (jetzt) Wald direkt unterhalb der Burg zu enden schien, und die Reste einer 1952 erbauten 42-m-Skisprungschanze.

Again, there were only very few other people out there. Maybe it was in part due to the weather but not only didn’t we see a single drop of rain – we were even treated to some sunshine so that actually sitting down for a bit to have a proper lunch break was no problem. In February! Shortly before we got there, though, we got a wonderful view of the ever present Aremberg and the remnants of a former ski area. More to the point: a skilift that ended in what is now the woods on the slopes of the castle, as well as the place where a 42m-ski jump was built in 1952.

Auf dem Foto oben sieht man die Talstation des Mini-Lifts, die auf der Luftaufnahme unten sozusagen auf 12 Uhr liegt. Der Lift verläuft durch die Schneise in dem kleinen Wäldchen am Weg und weiter Richtung Burg. Auf der Luftaufnahme erkennt man wie ich meine die Schanze in der Verlängerung des spitz zulaufenden Teils der Burg (was in nördlicher Richtung wäre). Was für eine coole Schanze direkt an einer Burg!

On the picture above you see the lower station of the tiny skilift, which on the aerial view below is located at 12 o’clock. The lift moves through the aisle in that small patch of forest by the path and on towards the castle. I believe that the location of the ski jump is still discernible on the aerial view: to the left of the castle (which would be north of it). What a cool location, right underneath a castle!

Die Nürburg selbst ist auch den Besuch wert, ist zu dieser Jahreszeit allerdings geschlossen. Von einer Besichtigung im Sommer habe ich hier berichtet. Wir haben uns derweil noch etwas weiter unterhalb herumgetrieben und teilweise regelrecht durch den Wald geschlagen (wo aber immer noch die Markierungen des Wegs zu finden waren…), der manchmal wirkte wie eine Ansammlung von grünzehigen Dinosaurierbeinen… hatten Dinosaurier Zehen? Lars hätte es bestimmt gewusst.

Nürburg Castle itself is also worth a visit, but it’s closed at this time of year. But you can find some pictures of another visit in the summer here. Instead, we followed the trail further downhill and at some point felt there was no trail at all (but we continued to come across trail markers…) and at some point were almost sure to be walking in between dozens of green-toed dinosaur legs… Did dinosaurs have toes? I guess I should have asked Lars.

Es war eine wirklich ansprechende Runde von ungefähr 11 km, die im Frühjahr und Sommer sicher nochmal ganz andere Reize zu bieten hat, wenn Wildblumenwiesen in voller Üracht stehen und die Laubwälder wieder grün sind. So aber fallen einem ganz andere Dinge auf, wobei ich immer noch nicht so wirklich weiß wie es zu dieser „Installation“ gekommen ist:

It was a really appealing hike of about 11 km which probably has a whole different appeal in spring or summer when the meadows are in bloom and the hardwood forest sports a green roof again. But right now you notice things that my then not be there or not as prominent. I still wonder a bit how this „installation“ came into being:

Der Wanderurlaub von zuhause hat wirklich großen Spaß gemacht und wird denke ich Wiederholung finden… Für heute erstmal ein schönes Restwochenende!

This home-based hiking vacation really was a lot of fun and is set for a sequel… But for now enjoy what’s left your weekend!

Barbara