Aprilhimmel / April Sky


Das Wetter muss nicht immer grell sonnig sein, um wunderbar zu sein. Wobei dieses Osterwochenende aprilgerecht ja fast alles im Angebot hatte – bis auf Schnee. Im Grenzbereich zwischen Bud Spencer und dem Massenkonsum der charakteristischen ovalen Gebilde hieß es bei uns irgendwann nur noch „Vier Eier für ein Halleluja“… Ohne Eier hingegen kamen die kleinen Hasenschachteln aus, die ich mithilfe meiner Cameo für die Kollegen gemacht habe (erste echte Bastelaktion in 2018…):

The weather doesn’t have to be right out sunny to be gorgeous. Even though this Easter weekend, true to (April) style, gave it all it had – just snow was missing. We started out with forty colored eggs and somehow by dinner last night we were down to four… The tiny treat boxes I made with my Cameo for my colleagues did not come with eggs, though (first noteworthy crafting activity of 2018…):

Ich hoffe, euer Osterwochenende war erholsam und dass ihr den April zu nehmen wisst!

I hope you’ve had a relaxing Easter weekend and that you know how to handle April!

Barbara

Good-bye PyeongChang

Seit Jahresbeginn war es hier komisch still – das hatte verschiedene Gründe. In den letzten zwei Wochen jedoch den, dass ich jede freie Minute den Olympischen Spielen in PyeongChang gewidmet habe. Jetzt ist die Sonne untergegangen über den Spielen (und gestern über der Eifel) – aber ich brauchte noch einen Moment, mich von diesem Wahnsinnseishockey-Finale heute Morgen zu erholen. Was war das ein Krimi. Und es hat bei mir länger gedauert, als bei den Spielern, die Silbermedaille feiern zu können – es war SO – NAH – DRAN! Den Blutdruck zu messen habe ich mich nicht getraut und meine Stimme hat sich auch noch nicht wieder ganz erholt. Die letzten beiden Wochen im Überblick:

It’s been eerily quiet here since the new year started – due to a number of reasons. The past two weeks were spent watching the Olympic Games in PyeongChang every free minute I had. Now the sun has set over the Games (and yesterday on the Eifel) – but I needed a moment to recover from that fantastic hockey final this morning. What a thriller. I think it took me way longer than the players to realize that this silver medal was a miracle and just as good as gold – but IT – WAS – SO – CLOSE! I didn’t dare check my blood pressure and my voice isn’t quite back to normal, either. The past two weeks at a glance:

Das letzte Foto kommt meinem jetzige Zustand wohl am nächsten… es ist ziemlich genau erschütternd 30 Jahre her, dass mein Olympiawahnsinn Außenstehenden zum ersten Mal so richtig bewusst wurde. Da das damals auch mit der gleichen Zeitverschiebung und den damit einhergehenden Nachtschichten vonstatten ging (Seoul 1988), hat die damals entstandene Zusammenfassung meiner Klassenlehrerin nichts an Aussagekraft eingebüßt:

The last picture probably gets closest to how I currently feel… It was about 30 years ago that my Olympics mania became apparent to people outside of my family. It was Seoul 1988, so I was dealing with the same time zone and the respective night shifts. The following synopsis my teacher made at the time is still powerful:

Aber diese Spiele hatten noch einen ganz besonderen Charme. Durch einen an sich eher unerfreulichen Besuch in den USA im Januar habe ich eine junge Südkoreanerin kennengelernt, die kurz nach dem Beginn der Spiele wieder nach Hause geflogen ist. Ich konnte sie nicht nur davon überzeugen, dass man da dabei gewesen sein muss. Auch nicht nur davon, dass Biathlon mit die coolsten Wettbewerbe zu bieten hat. Nein. Nein, nein. Ich muss so überzeugend gewesen sein, dass sie entschied, die Deutschen anzufeuern – und wie!

But these Games had a very particular charm. During an unplanned visit in the US in January I got to meet a young woman from South Korea who returned home shortly after the Games had begun. I didn’t only manage to persuade her that she had to go and see a race – any race, really. And not only that biathlon is among the most thrilling sports to watch. No. No, no. Apparently, I was so convincing that she decided to root for the Germans:

Photos courtesy of Haemin Kim… and Erik Lesser, apparently?

Haemin blieb uns bis zum (Eishockey-)Schluss heute Morgen auf dem heimischen Sofa treu – die Fan-Base war also wirklich breit aufgestellt. Wir sind jetzt lose für einen Biathlon-Weltcup in Europa 2019 verabredet… Oberhof, Ruhpolding oder doch Oslo? Die Planung kann beginnen!

Haemin was a loyal fan up until the hockey final this morning on the couch – the fan base was truly diverse! We have now started to plan for a World Cup experience in Europe 2019… Oberhof, Ruhpolding oder maybe Oslo? I can’t wait!

Barbara

Hairspray


Das ist die Astrid – die macht den Auftakt zu einem Kurzpost mit drei Fotos. Aber das ist eine kleine Reihe, die allein stehen sollte. Als ich mir die Dias nur mini auf dem Sortiertisch angeguckt habe, fragte ich mich, um welche südtiroler Urlaubsbekanntschaften es sich da wohl handeln könnte. Als sie dann digital vorlagen, kam Licht ins Dunkel: nix Südtirol. Rohr. In der Eifel. Denn den lässigen Teenager links habe ich erkannt:

This is Astrid – she is opening a short post featuring only three photos. But this is a little set that is worth the focus. When I looked at the slides in the mini version on the sorting table, I wondered whether they were friends made while vacationing in South Tyrol. But the cue came with the digital version: forget South Tyrol. Rohr. In the Eifel. Because I recognized the debonair teenager on the left:

Das ist meine Großcousine Rita. Sie ist die Tochter von Oma Finchens dritter Schwester, Agnes. Und als das gelöst war, wurde außerdem klar: rechts, das muss Marina sein, die jüngere von zwei Töchtern von Onkel Jupp – dem Hahn in der Geschwistertruppe. Ich weiß gar nicht, was mich an diesem Foto am meisten fasziniert. Die Madonna im Tulpenbeet, die zu erahnenden Muster auf den Klappstühlen, dieser unglaubliche Tisch oder auch die Kniestrümpfe. Wahrscheinlich ist es das Ensemble. Und obwohl ich Rita und Marina identifiziert hatte, war ich unschlüssig, wer diese Dame sein sollte:

It’s my great cousin Rita. She’s the daughter of Grandma Finchen’s third sister, Agnes. And when that was solved, I realized that the girl on the right must be Marina, the younger of two daughters of Uncle Jupp (Josef) – the only brother. I can’t decide what part of the picture most fascinates me. The madonna in the tulip bed, the barely discernible patterns on the lawn chairs, this incredible table or the knee-highs. Most likely, it’s the ensemble. And even though I had identified Rita and Marina, I wasn’t quite sure about this lady:

Auch wenn sie aussieht, als würde der Kaffeeklatsch ihre Rückkehr vom (erfolgreichen!) Casting für Hairspray feiern – so trägt sie doch ihr „obligatorisches Geschäftsdress“, wie Rita mich aufgeklärt hat… denn es ist tatsächlich Tante Agnes, ihre Mutter. Sie führte in Rohr ein Geschäft. Und ganz ehrlich: mit der Frisur war sie offensichtlich tief in der Eifel mehr am Puls der Zeit, als ihre drei vergroßstädterten Schwestern zusammen 🙂

Even though she looks like this coffeeklatsch is celebratig her return from a (successful!) casting for Hairspray – she is in fact wearing her „mandatory business outfit“, as Rita has informed me… it really is Aunt Agnes, her mother. She owned a store in Rohr. And honestly: with this hairdo she was quite obviously more in tune with the times than her three big city sisters combined 🙂

Barbara

Sie sind da! / They’re here!

Freunde aus München erzählten im vergangenen Jahr von einem wunderbaren Urlaub auf Rügen und von den riesigen Scharen an Kranichen, die sie bei ihrer Zwischenlandung im Darß beobachtet hatten. Ich geriet gleich ins Schwelgen, dass nichts für mich mehr Frühling (oder eben Herbst) heißt, als wenn die Kraniche vorbeikommen. Und erntete verständnislose Blicke. Denn über München ziehen die nicht in ihrer Migration. Ein Grund mehr, im Westen zu bleiben. Gestern waren es hunderte – ich will fast sagen, tausende.

Friends from Munich told us about their vacation on the island of Rügen and the huge flocks of cranes that they watched take a break on their great migration in the Darß region. I immediately revelled in this spring (or fall) feeling when we hear their calls and see the flocks pass on their way North (or South). And they gave me a blank stare. Because the migration route does not cross Munich. Yet another reason to stay in the West. Yesterday, there were hundreds – I’m tempted to say thousands.

cranes

Ich muss irgendwie immer alles stehen und liegen lassen, wenn ich die Kraniche auf einmal höre und muss gucken. Und das Wetter war für den größten Teil des Tages nicht halb so übel, wie es hier aussieht! Er ist da, der Frühling – egal, was die kommende Woche noch bringt!

Every time I hear them, I have to drop whatever I’m doing and look up at the skies. And by the way: the weather wasn’t half as bad as it looks on the pictures (at least for most of the day)! Spring is here – no matter what the new week will bring!

Barbara

Winter!

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Ein Wintermärchen – zwar nicht da, wo ich wohne… aber nur anderthalb Autostunden entfernt. Aufwachen bei Schnee und wunderbarem Licht. Ein Schneemann auf Diät. Eine Burgruine. Stille im Wald (mit versteckten Dachsbaue). Vorsichtiger Sonnendurchbruch. Und – wie man sieht – immer noch mehr Schnee im Himmel 🙂

A Winter Wonderland – though not where I live… but only about an hour and a half by car. Waking up to snow and this wonderful light. A skinny snowman. A towering castle. Silence in the woods (and hidden badger dens). The sun carefully making a breakthrough. And – as you can tell – more snow in the skies 🙂

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Frohes Neues Jahr (leicht verspätet…)!

A belated Happy New Year!

Barbara

Neulich in der Eifel

This post is in German only as I see myself unable to translate this conversation in a manner that only remotely conveys its hilarity. It also won’t work in standard German so the potential readership will remain smallish…

A: „Jetzt sin se all up Jaach no de Pokemons.“
B: „Jo, die sin all bekloppt.“
A: „Anjeblich is do uch eent be oos upp’m Kirchhoff.“
B: „Wie kütt dat dann do hin?“
A: „Do frochste mich jet!“
C: „Denne Vüjelche möt me all ens mit em Kantholz für de Kopp schloon.“

Zu dem Zeitpunkt stand mir schon das Wasser in den Augen und ich versuchte, mein Lachen mit der Hand vor dem Mund zu kaschieren. Als ich aber dann vor meinem geistigen Auge den ca. 80-jährigen „C“ das Kantholz schwingend die Girardet-Brücke in Düsseldorf räumen und die Pokemon-Jäger zu Dutzenden in den Stadtgraben senden sah, wuchs sich das zu einem Lach-Flash fast bis zur Atemnot aus…

Auf bald
Barbara