Plastic free… FEBRUARY!

A beach in Lebanon, AP as seen on tagesschau.de on Jan 23, 2018

Ein ganzer Monat ist vergangen ohne einen weiteren Beitrag… der Monat verlief auch deutlich anders, als erwartet. Doch an der „Plastik weg!“-Front gibt es trotzdem Neuigkeiten. Und wieder geht es um Neuerungen in der Küche. Schon lange hatte ich eine Spülbürste aus Holz und stellte kürzlich fest: so geht das nicht mehr. Und in der Folge: oh, das kann man drehen und dann geht es doch noch!

A whole month has gone by without a post… but this month turned out to be a whole lot different than expected. But my „no plastic!“ drive is ongoing and as usual on the first of a month, there’s news – and they’re from the kitchen again. I’ve been using wooden brushes for years and finally reached the conclusion recently that this particular one had had it. And then: oh, this can be turned – and so be used some more!

Über den Jahreswechsel war ich viel zuhause und habe dann auch die Ersatzbürstenköpfe gefunden und besorgt… und dann gleich entschieden, dass es vielleicht doch ein ganz guter Zeitpunkt für einen Wechsel ist 🙂 Bei der gleichen Recherche bin ich außerdem auf neue Spültücher gestoßen, aus Bambus, waschbar, und wenn sie dann doch irgendwann auseinanderfallen, kann man sie in die Biotonne geben:

I was at home a lot over the holidays and came across these new brush heads that I then ordered… and decided that maybe it was time for an exchange after all 🙂 While doing the research on those, I also came across new dishcloths, made of bamboo, washable, and when they do fall apart one day you can get rid of them in the organic waste bin:

Vielleicht fragt ihr euch, wie es um den Schwamm steht, den ich im November hier vorgestellt habe… ich nutze immer noch den allerersten und der hält besser als alle, die ich vorher benutzt habe. Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt also.

Maybe you wonder how that sponge is doing that I introduced here in November… I still use that first one and it keeps up better than any other one I have used before. So you get value for money.

Barbara

Plastic free… JANUARY!

www.srf.ch

Erstmal ein frohes neues Jahr! Und wie immer am 1. eines Monats so will ich auch heute wieder darüber berichten, wie ich nach und nach versuche, das Plastik aus meinem Haushalt zu verbannen. Und nach so einer durchzechten Nacht (?) schien mir das Thema Kaffee naheligend 🙂 Aber was sollen denn da die Kapseln aus Aluminium, mag sich manch einer wundern? Das liegt nur daran, dass ich rumrecherchiert und mich ein bisschen eingelesen habe – die sind der absolute Untergang und das macht auch Geogre Clooney nicht besser. Bei mir war Kaffee in den letzten Jahren eine mehrfache Schande. Löslich. In Plastikeinzelverpackungen. Und, auch noch von Nestlé. Totales no-go. Doch ich habe mich befreien können!

First of all: Happy New Year! And as has become a habit on this blog, my post on the first of the month will report on my progress in getting the plastic out of my household. And on the morning (*ahem*) after a longish night what better subject to choose than coffee? Yes, you may wonder what the aluminum capsules on the picture are about? Well, if anything, aluminum is worse than plastic and then also I came across a number of issues while reading up for this post – they are the worst and George Clooney doesn’t make it any better. Coffee in my household has been a shame for many years. Instant. Single portion plastic packaging. And, I hate to admit it, Nestlé. Total no-go. But I have freed myself!

Nicht überraschend: ich habe es nicht bereut. Der Kaffee (also Espresso – ich bin ein Latte Macchiato Fan) ist einfach so unsäglich viel leckerer! Als regelmäßige Hallo-Wach-Dosis den lieben angen Tag lang brauche ich ihn nicht, aber so wird der eine am Nachmittag ein echtes Highlight. Und wie das riecht… Ich habe da noch mindestens einen weiteren Schritte vor mir: den Kaffee frisch gemahlen in Papierbeuteln kaufen. Kommt noch.

Unsurprisingly, I have never looked bacl. The coffee (espresso, to be exact – I love latte macchiato) is just so much better. I don’t need coffee on a regular basis from the crack of dawn onwards but the one I have in the afternoon as becoem a real highlight. Just the scent was enough to win me over. There’s still one more step to take: to purchase the coffee in paper bags, freshly ground. Working on it.

Einige fragen sich vielleicht, warum Nestlé gar nicht geht. Dazu müsste ich seitenweise ausführen. Ein paar lowlights: Grundwasser in Flaschen abfüllen und damit die Trinkwasserversorgung in Ländern, die da eh schon unter Druck sind, gefährden. Den Markt mit Pulvermilch überschwemmen in Gegenden, wo es kein sauberes Trinkwasser gibt und damit das Leben von Babies gefährden. Die Nespresso-Müllberge (20.600 Tonnen allein in Deutschland in 2015). Oder werft mal einen Blick auf Listen, was alles Nestlé ist, zum Beispiel hier. Dein Supermarkt ist dann wohl auch ein Filiale von Nestlé? Vielleicht mal ein Ansatz für einen Neujahrsvorsatz, kein Nestlé im Haus? Ich wünsche euch allen ein wunderbares 2018!

Some of you may wonder why I wrote above that Nestlé is a no-go. Well, it would take hours to detail but let me outline a few lowlights: bottle ground water and endanger the drinking water supply in countries that already are under pressure in that respect. Aggressively sell infant formula in countries where there’s no clean water to prepare it and thereby putting infants at risk of death. The coffee capsule trash mountains (20,600 tons in 2015 in Germany alone). Or have a look at the lists of products or brands that are part of the company here. So your supermarket is specialized in Nestlé, too? Maybe that gives you an idea for a new year’s resolution, ban Nestlé from your home? Have a wonderful 2018 everyone!

Barbara

Dec/zember 24

Für diejenigen unter euch, die es noch nicht bemerkt haben: ich liebe Post. Briefe aus Papier. Postkarten. Schon immer. Und wo immer ich gelebt habe, ich habe eine besondere Beziehung zu Postbeamten entwickelt. So auch in Afghanistan. Weihnachten 2004 in Afghanistan war ein ganz besonderes Weihnachten – wahrscheinlich das beste, das ich bislang erlebt habe. Da kamen dann zwei Dinge zusammen: Weihnachten und Post. Denn mich erreichte Post auch in Qala-i-Nau, jenseits des Sabzak-Pass nördlich von Herat. (Und bevor ich weiter schreibe: alle Fotos und Videos in diesem Beitrag sind von R. Göhlen).

For those of you who have not realized it yet: I love snail mail. Letters on paper. Postcards. Always have. And wherever I’ve lived, the relationship with the staff at the post offices was always special. Afghanistan was no different. And Christmas in Afghanistan was a very special Christmas – probably the best Christmas on (my) record. And then two things coincided: Christmas and snail mail. I got a lot of mail in Qala’ye Now, beyond the Sabzak pass north of Herat. (And before I continue: all photographs and videos in this post are by R. Göhlen).

An einem Tag im Dezember kam ein Bote an unser Tor und richtete mir aus, der Post Director bestelle mich ein, es sei Post für mich angekommen. Auch nach fast anderthalb Jahren in Afghanistan fragte ich mich noch, warum er die Post nicht einfach schon mitgebracht hatte. Wie auch immer, ich brach auf – ohne zu wissen, dass mich diese „Besorgung“ mehr als zwei Stunden kosten würde. Denn die Übergabe der Post wurde zelebriert. Und ich muss ja zugeben: er hat versucht, mich vorzubereiten:

It was a day in December when a messenger came to our gate to let me know that the Post Director wanted to see me – there was mail for me. And even after almost a year and a half in Afghanistan I still wondered why he didn’t just bring the mail, now that he had made the way anyway. Well, I left to see him – little did I know that this errand would take me more than two hours. Because the handing over of my mail was a celebration. And I have to hand it to him, he did try to prepare for it:

Ich fasse es mal kurz: es waren glaube ich vier Päckchen und an die zehn Briefe. Die alle versteckt waren. Und im Laufe unseres Gesprächs kramte er immer NOCH eine Sendung irgendwo raus.

Let me keep it short: I think there were four packages and about 10 letters. Which were all hidden. And in the course of our conversation he kept getting out YET ANOTHER letter or package from somehwere.

Alle Pakete mussten natürlich geöffnet werden – wegen der zollamtlichen Überprüfung. Es ist ja schließlich das Gesetz.

All packages had to be opened – for customs clearance. After all, it’s the law.

Da war ein Päckchen mit Christstollen von einer Kollegin, selbst gestrickte Socken von meiner Oma, ein Pulli von meiner amerikanischen Oma und vieles mehr. Die Post kam aus allen Ecken der Welt und auch das musste im Detail besprochen werden:

There was a package with stollen from a colleagues, handknit socks from my Grandmother, a pullover from my American Grandmother and lots more. The mail came from all over the world and we had to discuss all places involved:

Wir waren auch nach meiner Rückkehr nach Deutschland noch in Kontakt – beim nächsten Weihnachtsfest erreichte mich ein Paket mit Badghiser Pistazien und besten Grüßen an meine Eltern. Ob er wohl noch im Amt ist?

We were in touch a couple of times even after my return to Germany – the following Christmas I got a present from Afghanistan, a bag of the famous Badghis pistaccios and regards to my parents. I wonder if he’s still around.

Frohe Weihnachten

Merry Christmas

 

 

Dec/zember 23

Vielleicht ist es auch nur mein Humor – aber diese Weihnachtsgeschichte ist ein sehr guter Start in einen vielleicht nicht ganz stressfreien Tag. Und nur nicht verlieren, den Humor… Nur noch einmal schlafen!

Sorry this is another German-only link… A German comedian on Christmas. I hope you’re all having a good day and manage to keep the stress out of it 🙂

Barbara

 

Dec/zember 22

Das heutige „Kalendertürchen“ ist nicht wirklich weihnachtlich oder winterlich – aber ich finde es bemerkenswert. Gestern Abend bin ich über den derzeit 13-jährigen Luke gestolpert, der aus Langeweile in den Sommerferien mal angefangen hat, sich sein eigenes Mini-Haus im Garten der Eltern zu bauen. Die Sommerferien haben dann nicht dazu gereicht, denn er musste ja erstmal das Geld dafür verdienen, aber er hat das Projekt zuende gebracht. Hier sein Bericht – ab Minute 6 beginnt die Führung durch das Haus:

Today’s post is not really related to Christmas or even winter but I’ve found it remarkable. Last night I chanced upon 13-year old Luke who one summer vacation got so bored he decided to build his own tiny house in his parents‘ backyard. It took longer than that vacation because he first needed to earn the money for his project but he finished it. This is his report – the tour of the house starts about 6 minutes into it:

Zwei Tage noch 🙂

Two days to go 🙂

Barbara

Dec/zember 21

In den letzten Wochen hat der Jazzchor der Uni Bonn um den Preis „Bester Chor im Westen“ gekämpft – und in der Endausscheidung ganz knapp verloren. Es war ein Zuschauerentscheid und ich habe mir die Finger an zwei Apparaten wund telefoniert, aber es hat nicht gereicht. In der letzten Runde gaben sie ein Weihnachtslied:

The jazz choir of Bonn University has over the past weeks competed to become the „Best Choir in the West“ [read: in North Rhine Westphalia] – and came in second in the last round. The voting was not from the jury but from the audience and I used two phones simultaneously like a madwoman but it wasn’t enough. The very last performance was a German Christmas carol:

Sie haben ein großartiges Repertoire und die Konzerten waren schon vorher immer „standing room only“ – ich kann es wirklich kaum erwarten, bald noch mal zu einem zu gehen. Noch ein paar Eindrücke, genießt es:

They have a fantastic repertoire and even before this competition their concerts had been „standing room only“ – I really can’t wait to go to another one. A few more impressions, enjoy:

Morgen sind sie in der Kölner Philharmonie bei Swinging Christmas dabei…

If you can make it to Kölner Philharmonie for their Swinging Christmas tomorrow, you will get a chance…

Barbara

 

Dec/zember 20

Es war doch schon lange Zeit für einen weiteren Nostalgie-Post, oder? Aber man kommt ja zu nichts. Jetzt ist es soweit: aus dem fotografischen Nachlass meiner Mutter Eindrücke aus einem Skiurlaub, wahrscheinlich Ende der 1960er Jahre.

It’s been a while since I last posted under the tag „Nostalgia“ – but then I really don’t get around to do anything these days. But here goes: impressions from a vacation skiing in the Alps, probably at the end of the 1960’s as found among my late mother’s slides.

Ich kenne (glaube ich) niemanden auf diesen Fotos – außer meiner Mutter natürlich – aber die Ausrüstung (oder Mangel derselben) fasziniert mich. Beim Anlegen der Ski sehen sie hier ja alle noch tiptop aus – auf der Piste jedoch ist klar: wir sind auf dem Anfängerhügel:

I don’t know anyone on these pictures (I think) – other than my mother, of course – but I find the equipment (or lack thereof) fascinating. Getting set up they all look rather posh – but on the slope it becomes clear that we must be on a bunny hill:

In diesen trüben Tagen hier (wann war der Himmel zuletzt blau? Vor sechs Wochen??) machen mich solche Aufnahmen gerade einfach nur neidisch:

In the nasty weather we’ve had here over the past weeks (when did we last glimpse a bit of blue sky? Six weeks ago??) I feel nothing but envy looking at these pictures:

Oben rechts könnte es sich um Margret J. handeln, eine Freundin meiner Mutter. Oder auch nicht? Jedenfalls war auch hier eine After-Ski-Party angesagt, wobei das Glas ja fast auf einen Trupp Chemie-Studenten schließen ließe – aber wie sollte meine Mutter da reingeraten sein?!

The woman on the picture above (top right) could be my mother’s friend Margret J. Or maybe not? Anyhow, this trip also included after-ski fun, though the glass makes me wonder whether we are looking at a bunch of chemistry students? But how should my mother have ended up amongst them?!

Ein Interesse an lokalen Trachten, inkl. Pantoffeln, bestand seitens der Besucher aus NRW offenbar auch:

The visitors from North Rhine Westphalia were obviously interested in traditional local costumes, incl. slippers, too:

Und wie sich das für einen guten Ski-Kurs gehört, gab’s wohl auch ein Abschlussrennen. Oder sollte das etwa ein größeres Event gewesen sein?

As is customary for a good ski course there seems to have bee a final competition, too. Or maybe it was a somehwat larger event?

Vier Tage noch bis Weihnachten! Macht’s gut!

Four days until Christmas! Take care!

Barbara