Handwerkliche Grüße / Another kind of crafty


Über zwei Monate bin ich nun schon dabei zu testen, ob das was werden könnte mit dem Dorfleben und mir. Es waren zwei ziemlich anstrengende Monate, nicht nur wegen des Tests, sondern auch wegen einiger anderer Dinge, die so „nebenher“ noch liefen. Aber es geht voran und bevor ich ab morgen für zwei Wochen wegen eines Besuchs zu gar nichts mehr komme, wollte ich euch mal schnell auf Stand bringen. Ich hatte mir vorgenommen, ein „Dopelzimmer“ zu renovieren, was in den letzten Wochen so ziemlich die meiste freie Zeit in Anspruch genommen hat. Das war die Ausgangslage:

I’ve been testing for more than two months now whether I’m cut out for village life (you need to know: this is where I spent the first 19 years of my life). These were two really demanding two months, not necessarily because of this experiment but because of a few other things going on „on the side“. But there’s progress and as I will be MIA for two weeks as of tomorrow due to a guest, I want to give you an update tonight. I had planned to re-do a „double room“ which is what most of my free time was allotted to over the past two months. This was the starting point:

Naja, eigentlich war die Ausgangslage, dass das Zimmer zusätzlich zum noch zu sehenden Mobiliar komplett zugeknallt war mit einer weiteren Schrankwand, einem weiteren Bett, zwei Regalen, einem Sofa und Kisten, Kisten, Kisten. Und überall war viel drin, was auch noch gesichtet werden wollte. Das hat sich gelohnt, was weitere Beiträge in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft dann zeigen werden. Gleichzeitig haben wir noch ein anderes Zimmer geleert und fanden mit Hilfe von Nachbarn auch einen Weg, einen unglaublich schweren, klobigen, motorisierten Sessel aus dem Haus zu bugsieren:

Well, the real starting point was a room which in addition to the furniture you can still see above was cluttered with another wall unit, another bed, two shelves, a sofa and boxes, boxes, boxes. And all was filled to the brim with stuff that needed to be looked at. It was worth it which I hope to be able to show with a few posts soon. In a parallel process, we completely cleared another room and with the help of neighbors also found a way to get out the incredibly heavy, bulky, motorized armchair:

Ich hatte entschieden, den langen 60er Jahre (?) Einbauschrank in der Schräge zu behalten – aber mit ein paar Änderungen. Ein Schreiner ist damit beauftragt, für die untere Ebene drei Schubladen anzufertigen und oben links aund rechts außen die Regale mit Türen zu versehen. Das zieht sich noch hin (siehe Fachkräftemangel), aber er überzeugte mich, dass ich das Abschleifen und Streichen des Schranks selbst übernehmen sollte. Spaß habe ich an solchen Dingen ja immer schon gehabt, aber die halbe Zeit hatte ich die diversen Physiotherapeuten etc. aus der Reha im Ohr, was ich alles nicht mehr machen soll…

I had decided to keep the cupboard that was built into the slant in the late 60s (I guess) – but with a few changes. A carpenter is going to make three drawers for the lower level and two doors to cover the shelves at the outer left and right. That will take a little while longer (see: lack of skilled workers), but he convinced me that I should do the sanding and painting myself. I’ve always enjoyed doing these things but most of the time I had the voices of the physiotherapists and the like in my head, telling me what I should avoid doing…

Abschleifen, grundieren, wieder abschleifen, streichen, wieder abschleifen, streichen… oben drauf vier Mal, bis es mir gefallen hat. Dazu das Einbauregal. Dann Wände und Decke… und ich musste feststellen, dass die Zeit des Deckestreichens vorbei ist, aber glücklicherweise war meine Schwester zur Stelle und ich konnte im Gegenzug den Fiddelkram auf ihrer Baustelle übernehmen. Und nun habe ich auf der einen Seite ein Schlafzimmer, in dem der wunderbare Quilt richtig zur Geltung kommt und auf der anderen Seite mein Bastelreich. Da gibt’s jetzt sogar eine Nähmaschine. Ich kann zwar nicht nähen, aber sie war da und wurde integriert…

Sanding, priming, sanding again, painting, sanding again, painting… four layers of paint on the top before I decided it was okay. Then the built-in shelf and the walls and ceiling… and I had to admit that the time of painting ceilings is over for me but luckily my sister was also at the house that weekend and could take over while I did the jobs that take time and patience on her construction site. Now I have a bedroom in one half where the wonderful quilt can finally truly shine and on the other side my creative nook. It now even features a sewing machine. I can’t sew but it was there, so I added it…

Dem aufmerksamen Beobachter wird ganz zu Anfang nicht entgangen sein, dass da eine Katze im Bild war. Diese Katze hat sich offenbar entschieden, dass sie auch hier wohnen möchte. Mittlerweile erwartet sie mich jeden Tag… und am Wochenende sitzt sie schon maunzend vor der Tür, wenn ich zum Frühstück runterkomme. Sie war offensichtlich kein Streuner und gehörte irgendwo hin. Hier wird sie nicht gefüttert – was sie nicht davon abhält, den ganzen Tag hier zu verbringen, wenn ich da bin. Mittlerweile weiß ich, wem sie gehört und fühle mich geehrt, dass sie meine Gesellschaft einem Leben in Luxus vorzieht – sie (oder er?) lässt sich also nicht von Äußerlichkeiten täuschen. Aber hat das jemals eine Katze? Sie ist eine wahnsinnige Klette, folgt mir auf Schritt und Tritt und man kommt eigentlich zu nichts, überall ist sie mittendrin statt nur dabei. Ich weiß nicht, wie das weitergehen soll.

If you looked closely at the first picture, you will have noticed that there was a cat. This cat apparently decided that she also wants to live here. She’s now waiting for me every day… and on the weekend she sits in front of the door meowing away when I come downstairs for breakfast. It was obvious that she’s not a stray cat and belonged somewhere. I don’t feed her – but it doesn’t keep her from spending whole days here (as long as I am home). In the meantime, I found out where her home is (supposed to be), and feel honored that she prefers my company over a life of luxury – she (or he?) is not deceived by appearances. But was any cat ever? She is incredibly clingy affectionate, follows me everywhere and I don’t get around to much, she’s in the midst of everything. I don’t know where this should lead…

So, die Bastelecke ist noch einzuräumen und das führe ich mal besser fort… und dann kommt hoffentlich bald auch mal wieder was aus der Kreativwerkstatt. Es wird sowas von Zeit… Habt ein schönes Restwochenende! Und Frohe Ostern!

Okay, I’d better finish setting up the creative nook… and hope to be able to post about creations from there some time soon. It’s high time! Enjoy the weekend! And Happy Easter, too!

Barbara

Dorf mit Aussicht / Village with a View

Vom letzten Beitrag über Thailand geht es weiter mit der Eifel. Es ist schon wieder viel Zeit vergangen, wo ist der Februar geblieben? Ich komme zu nichts und doch zu viel. Der Blick oben ist der aus dem Garten meines Elternhauses, das meine Schwester und ich geerbt haben, als unser Vater im vergangenen Oktober verstorben ist. Die Frage, die sich uns stellt(e): was macht man mit einem Haus in der Eifel? Nach einiger Überlegung haben wir entschieden, dass wir wir uns eine solide Basis für eine Entscheidung schaffen müssen und deswegen probewohne ich da jetzt. Das größte Problem: Aufstehen um 5:15 Uhr, damit man dem Hauptberufsverkehr voraneilt. Wir räumen noch viel und bald kommt hoffentlich etwas Farbe an die Wände zumindest eines Zimmers – das Experiment ist in der fünften Woche und läuft gut.

From my last post about Thailand I jump right into the Eifel. A lot of time has already passed, where did February go? I don’t seem to get anything done and a lot at the same time. The view above is from the garden of my family home which my sister and I have inherited last fall when my father passed away. The question in need of an answer: what to do with a house in the Eifel? After some deliberation we decided that we need a solid basis for a decision and so it came about that I’m now „test living“ there. The biggest problem: getting up at 5:15 a.m., in order to beat the rush hour traffic. We are still clearing room after room and hopefully one room will soon be done and „my“ room. The experiment is in its fifth week and so far going well.

Ich hatte sogar schon Gäste zum Wochenende: meine Patenkinder und ihre Mutter. Ich war etwas in Sorge, ob sie sich wohlfühlen würden. Das Wetter war eher bescheiden, so dass wir keine großartigen Ausflüge unternommen haben. Aber Hochsitze, etwas Dendrochronologie und die Suche nach Sternchenmoos waren für den ersten Tag schon vollkommen ausreichend. Und Karneval war ja auch noch im Spiel. Die Küche wurde dekoriert, es wurde kostümiert „durch die Häuser gegangen“ und dann noch der Rosenmontagszug geguckt:

I’ve even had weekend guests already: my godchildren and their mother. I was a bit worried whether they would like it. The weather was crappy so we couldn’t really go on any fancy outings. But checking out raised hides, doing a little dendrochronology and the search for Irish moss were more than sufficient for the first day. And then there was carnival, too. We decorated the kitchen, went „through the houses“ as it’s called (a little like trick-or-treating but better) and then of course there was the parade on carnival Monday:

Wir haben einige sehr schöne Wagen und Fußgruppen gesehen und für ungefähr die Hälfte der Wegstrecke hat auch das Wetter mitgespielt (bevor es dann richtig fies wurde) – für mich der schönste Wagen allerdings war der von Alice im Wunderland, äh, Addene Land.

We saw quite a few nicely done floats and groups on foot and for about half of the way the weather was cooperating when it suddenly turned really nasty. The float I liked most, though, was the Alice in Wonderland inspired one.

Nun denn. Ich werde euch also auf dem Laufenden halten. Es könnte hier kurzzeitig zu einem Renovierungsblog werden… Auf bald!

Alright then. I will keep you posted. The blog might turn into a home improvement one for a while… See you soon!

Barbara

A Sixth Day in… BANGKOK


Wenn man sich den Komplex mit und um den Königspalast ansehen möchte, sollte man sich gleich als erstes morgens aufmachen, da sich dorthin ausnahmslos jeder Tourist begibt und es entsprechend voll ist. Ich war nur ganz kurz nach Öffnung der Tore da und es war brechend voll und entsprechend anstrengend bei dazu noch schwülen 34 Grad und Smog. Doch auch wenn ich zum Ende meines fast dreistündigen Aufenthalts dachte, ich müsste der nächsten für ein besonderes Erinnerungsfoto posierenden Touristin an die Gurgel gehen, würde ich den „Grand Palace“ auf jeden Fall wieder besuchen.

If you plan to visit the Grand Palace and the other accessible areas of its compound, go there early in the morning because this is where every single tourist will go so you can imagine the crowds. Maybe. I got there only minutes after the official opening and it was absolutely crowded and really exhausting at a muggy 34°C and smog. But even though I felt, at the end of my almost 3-hour visit, that I would choke the next tourist who would pose forever for a very special picture, I would definitely visit the Grand Palace again.

Das größte Problem an diesem Beitrag war die Fotoflut. 250 Fotos in drei Stunden spiegeln einfach wieder, was das Anwesen für eine absolute Reizüberflutung ist. Die öffentlich zugänglichen Areale, besonders im Bereich des Wat Phra Kaew, des Tempels des Smaragd-Buddha, wirkten auf mich ein bisschen „zugeknallt“ mit allen möglichen Gebäuden, Statuen usw. Das hat aber nichts daran geändert, dass ich staunend von einer Ecke in die andere und wieder zurück und noch mal quer drüber usw. gegangen bin.

The biggest problem about this post was the sheer number of photos. I took about 250 in 3 hours – which goes a long way to tell you what a sensory overload it all is. The areas which are open to the public, especially around the Wat Phra Kaew, the temple of the Emerald Buddha, to me seemed to be too densely built up – temples, statues, other buildings etc. But that didn’t stop me from walking around completely awe-struck, from here to there and back again and once more.

Nur wenige Leute interessierten sich für die Galerien (Phra Rabieng), die ähnlich wie ein Kreuzgang den Tempelbezirk umgeben. Dabei wird hier in detailreichen Malereien ein riesiges hinduistisches Epos erzählt. Es geht, grob gesagt, um den Sieg des Helden Rama über das Böse und entsprechend pompös ist das einerseits. Andererseits aber gibt es viele Dinge zu entdecken… ich frage mich immer noch, wem die vollbusige Dame da wohl zulächelt… vielleicht dem schmerbäuchigen Mann im Nachbarhaus?

Only very few people were interested in the galeries (Phra Rabieng) circling the temple compound. Very detailed murals tell the story of a Hindu epic about the hero Rama and his victory over evil, so on the one hand it’s really pompous but on the other hand there are also so many little things to discover… I still wonder who this bosomy lady is smiling at… maybe the paunchy guy next door?

Sich dieses Epos anzusehen hatte den zusätzlichen Reiz, mal etwas Ruhe zu haben und in den Schatten zu kommen – nicht zu vernachlässigende Aspekte. Aber schnell zog es mich auch wieder nach draußen, z.B. in den Glitzer der Bibliothek.

Checking out this epic had the added value of getting a break from the crowds and a welcome rest in the shade. But there was so much more to have a closer look at, the glittering library for example.

Für mich sieht dieser Deko-Overload hier (und auch an anderen Tempeln) so aus, als hätten sich die Handwerker oder Künstler da richtig ausleben können – aber vielleicht täuscht das? Auch wenn die vielen Figuren unterschiedlich gestaltete Gesichtszüge usw. haben, ist vielleicht doch alles nach irgendeinem Muster? Oder diese „blütenprächtigen“ Dachkonstruktionen…

I was wondering if this decoration overload on the buildings and statues (here and in other places) means that craftsmen or artists were allowed to get really creative – or maybe the different faces on statues are still following a certain pattern? Or look at these „flowery“ roofs….

Der eigentlich Palast ist dann fast langweilig, so farblos. Könnte daran liegen, dass hier architektonisch Europäer die Hände im Spiel hatten. Selbst das thailändische Dachdesign war ursprünglich nicht vorgesehen, sondern eine dem Stil des restlichen Gebäudes eher entsprechende Kuppelkonstruktion.

In comparison, the actual Royal Palace is almost boring, lacking in color. Maybe because the architects were from Europe… Even the Thai design of the roof was not part of the original plan which foresaw a construction more in line with the style of the rest of the building (cupolas).

Einen guten Blick von oben bietet dieses Video – das auch einen Eindruck davon vermittelt, wie beliebt der 2016 verstorbene 9. Rama, König Bhumibol Adulyadej, in Thailand war. Szenen aus seinem Leben sind unterlegt mit einer von ihm gehaltenen Rede und wechseln sich ab mit Szenen einer Gedenkveranstaltung. Hoher Gänsehautfaktor.

You can get a good view of this compound from above in this video – which also serves to give you an idea of how popular the 9th Rama, King Bhumibol Adulyadej, who passed away in 2016, was in Thailand. Scenes from his life alternate with those of a commemoration event, with the recording of one of his speeches from the off. High risk for goose bumps.

Barbara

A Fifth Day in… BANGKOK


Wer hätte das gedacht: Beton kann faszinieren. Bislang hatte ich nur Vertreter des Brutalismus näher kennen- und nicht gerade lieben gelernt. Und Liebe geht vielleicht auch hier etwas weit, aber besonders die „Schlangen“ der erhöhten Verkehrswege, zumeist des BTS Skytrain-Systems, habe ich mir immer wieder angesehen. Der Verkehr läuft hier gestapelt und mir fallen bis zu 6 Ebenen ein: U-Bahn, Wasser, Straße und dann bis zu drei Stockwerke in den Himmel rein, Züge, Straßen, Fußgängerbrücken oder -zubringer. Fußgängerbrücken auch schonmal locker 300m einfach über dem Bürgersteig, da lässt’s sich ja dann auch viel ruhiger flanieren…

Who would have thought: concrete can be fascinating. Until now, I had only come across brutalist architecture and hadn’t exactly grown fond of it. To say that I’ve now fallen in love with concrete mega structures would be pushing it but especially the „snakes“ of raised transportation arteries, mostly the BTS Skytrain system, caught my amazed eye on a regular basis. Transportation happens on several levels and I can think of at least 6: subway, water, street and then up to three raised levels on top of each other, trains, streets, pedestrian bridges or feeder paths (if that is a word). Pedestrian bridges can easily be 300m long, right above the actual sidewalk – and it makes for a much more relaxed stroll…

Ich war dann tatsächlich auch noch allein unterwegs – eigentlich ja an allen Tagen bis auf einen. Und den Golden Mount hatte ich mir auch noch vorgenommen, ein künstlich angelegter Berg innerhalb des Wat Saket Tempelkomplex. Der Aufstieg war weit weniger anstrengend als befürchtet und eine leichte Brise machte die Aussicht auf die Stadt noch angenehmer.

By the way: I did explore Bangkok by myself mostly – actually on all days except one. The Golden Mount was also on my list, an artificial hill within the Wat Saket compound. The ascent was a lot less demanding than I had feared and a wonderful breeze on top made me linger, looking at the city.

In Sachen Verkehrswege ging es dann weiter mit einer Kanalfähre. Oder vielleicht sollte ich sagen: mit einem eher nicht schnittigen Schnellboot. Das Tempo ist wirklich teilweise atemberaubend und die Schaffner brauchen keine spannenden Hobbies wie Bungeejumping oder Paragliding nach Feierabend mehr. Die balancieren die ganze Zeit außen auf den Booten rum, den Arm über dem Stahlseil, während sie Tickets verkaufen. Wenn es richtig schnell wird, gehen sie, den Arm weiter eingehakt, in die Hocke und machen sich windschnittig. Zu verstehen, wann man die Haltestelle erreicht hat, wo man aussteigen will, ist eigentlich unmöglich, aber es wurde mir von anderen Fahrgästen immer freundlich geholfen.

Talking about transportation arteries: I continued with a canal ferry. Or to give you a better idea: with a rather not streamlined speed boat. The speed really is breathtaking at times and the conductors do not need any after hours thrills like bungee jumping or paragliding. They balance on the outside of those boats all day, the arm hooked onto a steel wire, while selling tickets. When the boat really speeds up, they squat down, arm still hooked onto the wire, and try to be as streamlined as possible. It is hard to understand when you’ve reached the stop you had in mind, impossible really, but I always got very friendly support from helpful locals.

Eine Haltestelle gibt es nahe des Jim Thompson House (man kann so sehr gut dieses und den Golden Mount verbinden), das ich erst nicht so auf der Tagesordnung hatte – wäre aber schade gewesen, wenn das hintenrunter gefallen wäre. Der Herr war ein amerikanischer Architekt, der nach dem zweiten Weltkrieg in Thailand hängenblieb und erfolgreich in Seide machte. Das Haus ist eigentlich ein Komplex aus 6 traditionellen thailändischen Holzhäusern, die leicht verwunschen in einer Dschungellandschaft am Kanal liegen. Es hat mir sehr gut gefallen. 1967 machte er eine Reise nach Malaysia, auf der er verschwand. Bis heute weiß man nicht, was ihm passiert ist.

One stop is close to the Jim Thompson House (it’s a perfect connection between the Golden Mount and this), which I hadn’t originally considered – it would have been a shame if I had missed out on that. The gentleman was an American architect who decided to make Thailand his home after WWII and make a career in the silk business. „The house“ is really a compound of six traditional Thai houses, located in an enchanted little jungle garden by the canal. I really enjoyed the visit there. Thompson disappeared on a trip to Malaysia in 1967 and to this day nobody knows what happened to him.

Und nun ist’s mal wieder Zeit für Pause… auf bald!

And now it’s time for a break again… take care!

Barbara

A Fourth Day in… BANGKOK


Auf unserer Tour haben wir zwar auch gelernt, wie man die Blätter von Lotusblüten dekorativ faltet, aber worauf ich heute eigentlich eingehen will, ist das Essen. Darüber kann man gar nicht genug erzählen, auch wenn ich sicher nur an der Oberfläche gekratzt habe, denn schon von der Schärfe her muss ich ziemlich früh die Segel streichen.

We also learned how to fold the petals of a lotus (no, I don’t know why that is deemed necessary – I was so dumbfounded I didn’t even ask) but that is not what I want to talk about today. I want to talk about food. With regard to Thailand, you couldn’t possibly talk too much about it even though I certainly only experienced the tip of the culinary iceberg: dishes that are unbearably hot for me are sometimes considered about as unbearably bland by friends in Germany.

Das war eine meiner größten Sorgen, dass ich mich im Land der Köstlichkeiten eben deswegen womöglich bei dem Goldenen M und mit Pizza jedweder Provenienz durchschlagen muss. Doch weit gefehlt. Nicht alles ist von vornherein scharf. Manche Dinge werden erst durch extra Saucen oder einen Löffel geschnipselte Chili dazu… kann man ja dann weglassen. Wo wir auf der Tour langkamen, war die Old Siam Plaza. Und um es vorweg zu sagen: da war ich in der einen Woche dann noch zweimal. Und hauptsächlich deswegen:

It was one of my biggest concerns that maybe I would have to eat at the „Golden M“ all the time and have pizza in between – while being in a country known for its excellent cuisine. Well, no. To start with, not everything is hot. Some dishes are hot only after you’ve poured additional sauce or a spoonful of chopped chilis over it… so I just passed on that. The tour also brought us to the Old Siam Plaza and it may well have become one of my favorite places where I went two more times in the course of only that one week. And this is why:

Diese kleinen Pyramiden. Ich habe keine Ahnung, wie sie heißen, oder in welche eher harten Blätter der Inhalt gelegt wird – es ist auch egal. Noch weniger konnte ich mir bei Betrachtung der Einzelteile vorstellen, dass das schmeckt (getrocknete Shrimp-Flocken in einer Art Palmzuckersirup, Schalotten, Erdnüsse, Limonenstückchen) und ich kann auch nicht beschreiben, wonach das schmeckt – ihr müsst mir einfach glauben: sie schmecken göttlich. Und wahrscheinlich ist in den Blättern noch irgendein Suchtstoff versteckt… ich wollte die einfach nur immer wieder essen.

These little pyramids. I have no idea what they’re called or what those rather hard leaves are that they use to wrap the contents – but it doesn’t matter. When it came to the filling, I could not imagine that this concoction of shrimp flakes in palm sugar syrup (I believe), shallots, peanuts and tiny pieces of lime could be any good. And I also can’t describe what it tastes like – you just have to take my word for it: they are divine. And the leaves may or may not contain some addictive substance… they were always on my mind.

Süß oder herzhaft gefüllte Mini-Crepes, Fleischspieße, gedämpfte Knödel bzw. Teigtaschen… aber auch sehr viel leckeres im Bereich süßer Nachtisch. Allen voran sticky rice mit Mango und Kokosmilch, Mango- und Kokoseis mit diversen exotischen Toppings – alles sehr, sehr gut! Aber mein Favorit hier waren wohl die kleinen orangen Dinger auf dem Foto oben: Süßkartoffelbällchen in Eigelb getunkt und dann frittiert. Palmzucker wohl auch hier im Spiel.

Mini crepes, sweet or savoury, meat skewers, steamed dumplings… and quite a lot for a sweet tooth like me as well. First of all sticky rice with mango and coconut milk, mango and coconut ice-cream with several exotic toppings – very good, the lot of them! But my favorite must be these small orange things on the picture above: tiny sweet potato balls dipped in egg yolk and fried. I think palm sugar must have played a part here as well.

An wieder eher weniger geschniegelter Stelle (doch nicht weniger lecker) konnte ich wieder meiner Freude an unglücklich formulierten Schildern fröhnen. Hier darf man sich anstellen und wenn man die Theke dann erreicht hat, den Abgang machen – vermutet unverrichteter Dinge…

At one of the less fancy (though equally tasty) places again I found this hilarious sign: queue here… but „quit“ once you reach the counter, it seems to say…

Aber vielleicht wurde ich auch einfach schon ein bisschen müde, wie jetzt auch! Gute Nacht und auf bald!

But maybe I was just getting a bit tired, like now! Good night and take care!

Barbara

A Third Day in… BANGKOK

Ein weiterer Teil unserer Tour war ein Einblick in ein Verkehrssystem und einen Lebensraum, der Bangkok ursprünglich ausgezeichnet und für den Spitznamen „Venedig des Ostens“ gesorgt hat: die Khlongs (Kanäle). Die Stadt befindet sich im Deltabereich des Chao Phraya Flusses und viel bebaute Fläche ist ehemaliger Sumpf. Von der Hochzeit dieses Kanalsystems ist nicht mehr viel übrig geblieben, denn schon seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden Kanäle zugeschüttet und durch Straßen ersetzt. Die massive Urbanisierung (1950 überschaubare 1 Mio. Einwohner, 2010 schon 8,3 Mio.) und Industrialisierung führten zu einer ungesteuerten Überbauung. Flächennutzungspläne sucht man wohl weiterhin vergebens.

Another part of our tour was a glimpse into a transportation system and living environment which used to be what Bangkok was all about and why it was called „Venice of the East“: the khlongs (canals). The city is located in the delta of the Chao Phraya river and much of the built-up area is former marshland. The heyday of this canal system is long gone, though: as early as the end of the 19th century, canals were filled in and replaced by roads. Massive urbanization (in 1950 there were a moderate 1 million inhabitants, by 2010 there were 8.3 million) and industrialization brought uncontrolled construction in their wake. Zoning plans apparently do not exist.

Die Reste sind immer noch sehr interessant. Mich hat dabei einerseits fasziniert, wie öffentlich der Lebensraum ist (in der Hinsicht aber eigentlich auch nicht anders als die Wohnverhältnisse in Chinatown) und andererseits, mit wie viel Liebe die Häuser und das wenige Drumherum oft gestaltet sind. Dazu kam, dass wir an allen Ecken und Enden Warane gesehen haben, die sicher hier und da auch mal in dem einen oder anderen Wohnzimmer auftauchen, und dass die Boote, die sich in den Kanälen bewegen größtenteils mit voller Fahrt unterwegs sind und es egal zu sein scheint, bis wohin die Bugwelle schwappt.

But the remains are still very interesting. On the one hand, I was fascinated by the sheer publicness of the living environment (which is not so much different from the situation in Chinatown, come to think of it), and on the other hand, how much love went into the creation of the homes. Then we saw Warane practically everywhere, which I’m sure drop by in living rooms here and there to say hi, and that the boats travelling through the canals usually went full throttle with no attention to what their wake might do to whatever it crashed against.

Bei der Lektüre zu Bangkok und den Khlongs im Besonderen bin ich auch über das große Hochwasser von 2011 gestolpert (und frage mich weiterhin, ob das nachrichtentechnisch tatsächlich an mir vorbeiging oder ob man so mit Informationen zugeschüttet wird, dass selbst solche Großkatastrophen in Vergessenheit geraten). Es gab 680 Tote, aber viel erschütternder finde ich, dass geschätzte 9 Millionen (!!!) Menschen ihre Wohnungen verloren haben. Der Deltabereich war 1-3 Meter unter Wasser – und das über mehrere Wochen. Nach dem letzten großen Hochwasser davor, 1983, hatte man wohl viele Maßnahmen zum Hochwasserschutz angeleiert, aber offenbar eher erfolglos oder nicht koordiniert genug, besonders mit Blick auf die Stadtentwicklung im Allgemeinen.

Reading up on Bangkok and the khlongs in particular, I came across the major flood of 2011 (and still wonder whether that actually passed me by on the news or if we are just flooded by so much information that even major disasters like this one are forgotten a mere 7.5 years later). There were 680 fatalities but what I found even more devastating was that an estimated 9 million (!!!) people lost their homes. The delta area was under 1 to 3 meters of water – for weeks on end. The last major flood before that had hit the city in 1983 and afterwards many measures were taken to increase protection but obviously that wasn’t very successful or not coordinated enough, especially with regard to the general rapid development of the city.

Im „Zentrum“ von Khlong Bangluan legten wir an, um eine Mittagspause zu  machen – da hätte ich insgesamt gerne mehr Zeit verbracht… vielleicht ein anderes Mal. Das Mittagessen jedoch war auch ein besonderes Erlebnis, denn wir nahmen es in den Privaträumen der Restaurantbesitzer ein, also ein Blick hinter die Kulissen (und unglaublich lecker war es noch dazu). Und dort war auch die benötigte Expertise, um uns zu unseren „Glücksstäbchen“ aufzuklären:

We docked at the “center” of Khlong Bangluan to have our lunchbreak – I would have loved to spend more time there… maybe next time. Lunch in itself was quite the experience as it was served in the living room of the restaurant owners, backstage so to speak (and it was incredibly delicious, too). There we also found the much needed expertise in translating and interpreting our „fortune sticks“:

Vor/in meinem Haus sollten fünf Pferde stehen, um mich zu beschützen, ob das denn so sei? Das musste ich verneinen, erwähnte aber, dass ich mit Unmengen an Elchen dienen könne, ob das wohl auch was wert sei? Nach kurzer Beratung wurde entschieden: ja. Dazu stünde ein Schwan im Goldregen – Schwan vorhanden? Auch nein. Den muss ich also noch besorgen, denn mir ist klar: deswegen klappt das mit dem Lotto nicht, der Schwan fehlt. Die Rettung naht, liebe Tippgemeinschaftler! Letztlich werde ich noch einen aufmerksamen, wohlhabenden Mann treffen, der mich beschützt. Die Spannung bleibt. In diesem Sinne: auf bald!

In (front of) my house there should be five horses to protect me – would that be the case? The answer had to be no but I mentioned that there were oodles of moose – did they count? After some deliberation it was decided that yes, they count. Phew. Then there is a swan in rain of gold – swan present? No again. So I have to get a swan because it hit me: that’s why we haven’t gotten the lotto jackpot yet, the swan is missing. I will take care of that soonest, my fellow lotto players! Finally, I will meet a very considerate and rich man who will protect me. The thrill is practically killing me. So… take care and talk with you soon!

Barbara

Another Day in… BANGKOK


Um es vorweg zu sagen: der „weitere Tag“ ist der erste von wahrscheinlich drei Beiträgen, die inhaltlich aus einem einzigen Tag resultieren. Ich hatte ein absolut fantastisches zehnstündiges Erlebnis mit den Bangkok Vanguards auf ihrer BANGKOK360 Tour – zu viert waren wir mit einem Guide den ganzen Tag unterwegs und haben Ecken gesehen und in Bereiche reinspingsen können, auf die kein Mensch in der Form gekommen wäre. Und angefangen hat das ganze am frühen Morgen in Bangkok’s Chinatown. Wenn ihr nur einen vollen Tag in Bangkok habt, bucht diese Tour.

Let me say this up front: the „another day“ is the first of probably three posts that are fed from only a single day. I had a downright fantastic experience with the Bangkok Vanguards on their BANGKOK360 Tour – there were four of us and a guide and we explored areas and literally caught glimpses of everyday life which the regular tourist largely wouldn’t even have thought of. It all started early in the morning in Bangkok’s Chinatown. If you have only one full day to spend in Bangkok, book this tour. There, I’ve said it.

Genau betrachtet ging es los am Haltepunkt Saphan Taksin: dort bestiegen wir eine Fähre der „Orange Line“, die wie Straßen- oder U-Bahnen Teil des ÖPNV in Bangkok sind. Der Ausstieg am Kai Rachawongse war der direkte Einstieg in Chinatown – und wir kamen rechtzeitig zum Frühstückswahnsinn der Street Food Händler… ich hätte fast überall probieren mögen, aber es reichte nur zu einer Tüte verzehrfertiger Ananas-Stücke und zweier Fleischspieße… Oh, und ein Päckchen Kokospudding in Bananenblatt – aber es war ja auch noch nicht mal 9 Uhr!

Strictly speaking, we started out at the Saphan Taksin stop: that’s where we boarded a boat of the „orange line“, which form part of the public transport system in Bangkok. We got off again at the Rachawongse stop and thereby had direct access to Chinatown – where we arrived right in time for the breakfast madness of the street food vendors… I would have loved to try just about everything but managed only a bag of ready-to-eat pineapple and a couple of barbecue meat snacks… oh, and a little banana-leaf packaged coconut custard – but then it wasn’t even 9 a.m. yet!

Wie bereits erwähnt, ist Bangkok eine eher junge Stadt und Chinatown gehört mit zu den ältesten Bereichen. Seit 1767 wurden die Dienste der chinesischen Teochew Händler in Anspruch genommen, um die Versorgung mit Reis und anderen Produkten sicherzustellen. Chinatown wurde dann 1782 gegründet, auf Land, das König Rama I. dafür vorsah. Der Handel florierte weiter und hatte in diesem Bereich Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts seinen Höhepunkt erreicht. Ganz zu Beginn wurde auch ein Tempel errichtet, den wir unter die Lupe nahmen.

As I’ve mentioned earlier, Bangkok is a rather young city and its Chinatown is among the oldest parts. The Chinese Teochew traders had been enlisted to make sure rice and other provisions made it to Bangkok in sufficient amounts. Chinatown was founded in its present location in 1782, on land designated by King Rama I. Trade continued to flourish and grow so that by the turn of the 19th/20th century it reached a peak. A temple also formed part of the earliest stages of the settlement, so we went to have a closer look at that as well.

Was zuerst aussah, wie ein überdachter Mopedparkplatz (der es ja vielleicht auch war), entpuppte sich als besagter chinesischer Tempel. Auch hier wird geopfert in Form von Essen, Räucherstäbchen und Spenden – es gab allerdings nicht nur eine Buddhafigur, sondern gleich drei: für Himmel, Erde und Mensch. Am spannnensten stellten sich für uns die „Glücksstäbchen“ raus. Das sind etwa 50 Stäbchen, die in einer Dose stehen. Mit der Dose kniet man sich vor den Altar und fängt an, rythmisch zu schütteln – bis eins rausfällt. Man muss nach der eingravierten Nummer sehen und sich den Zettel mit der „Prophezeiung“ aus einem Setzkasten-ähnlichen Regal ziehen. Was mir die Nummer 36 verheißt, blieb allerdings für’s erste im Dunkeln (da ich ja weder Chinesisch noch Thai spreche).

I first thought we had come across a roofed motorcycle parking lot (which maybe it was, too) but it turned out to be the entry to a Chinese temple. Here, too, you bring offerings of food, incense sticks and cash donations – but there wasn’t only one buddha statue, there were three: for the sky, the earth and us humans. The most interesting part for us where the „fortune sticks“. Maybe 50 of them are in a box. You take the box, kneel down in front of the altar and start shaking it rythmically until one falls out. Check for the engraved number and get the info from the shelf with the „prophecies“. It would be a little while, though, before I found out what no. 36 actually means (as I’m neither proficient in Chinese or Thai).

Bevor ich nach Chinatown kam, habe ich zwei Dinge erwartet: das Street Food (Haken dran) und die basarähnlichen Gässchen voller Geschäfte mit so ziemlich allem, was man jemals brauchen könnte (auch Haken dran – ich habe kurzzeitig mit dem Gedanken an einen Container und eine Spedition gespielt, ihn dann aber doch wieder verworfen). Worüber ich nicht so nachgedacht hatte, waren die Wohnverhältnisse und das Leben „hinter den Fassaden“ im allgemeinen. Man hätte ja auch gar nicht gewusst, in welchem Gässchen es sich lohnt, mal näher reinzusehen usw. Was als erstes auffiel, war die unglaubliche Enge – in den Gassen selbst und in den Wohnungen. Das Leben ist gefühlt komplett öffentlich: im Erdgeschoss fehlten den Häusern oft die Wände zur Straße, es waren nur Gitter, die dann oft auch zur Seite geschoben waren. Bei dem Klima an sich nicht die schlechteste Idee.

Before I came to Chinatown, I expected two things: the street food (done) and the little lanes with stores, not unlike a bazaar, where you can buy all you (n)ever dreamed of (done, too – for a while I was considering contacting a company to rent a container but relax, I thought better of it). What I did not think about was the housing and living conditions. And I wouldn’t have known which little lane would be worth turning into etc. The most obvious thing to notice was the narrowness of the backlanes, and the confinement of the accommodations. It feels like life is 100% public, a severe lack of privacy: on the ground floor, there were often not even walls on the side facing the street, only a lattice door which more often than not was not even closed. Considering the climate, maybe not the worst idea.

In diesen maximal 2m breiten Gassen wird gewaschen, Moped gefahren, auf schweren Karren gezogene Früchte verkauft, gekocht, gequatscht, gespielt – gelebt. In den Erdgeschossbereichen der Häuser ist das Wohnzimmer cum Lagerfläche cum Arbeitsplatz untergebracht (z.B. Goldschmiede, Friseure) und auf uns haben diese Bereiche meist sehr zusammengewürfelt und unwirtlich gewirkt, aber es hat ja nun jeder auch andere Dinge, die ihm wichtig sind bzw. ein anderes Empfinden von Gemütlichkeit. Oder gemütlich ist gar nicht das Ziel. Wie auch immer. Zum Ende unseres Besuchs in Chinatown kamen wir noch in den Bereich eines Kanals, der nach Angaben unseres Guides noch bis vor kurzem baumbestanden war und nun ein schicker weiterer „floating market“, für die Bangkok berühmt ist, werden soll. Die Notwendigkeit gerade dieses Entwicklungsschritts entzieht sich mir.

In these max. 2m wide lanes people do laundry, ride motorcycles, sell fruit off heavy hand drawn carriages, cook, chat, play – live. The ground floor level of the buildings house the living room cum storage area cum workplace (e.g. gold smiths, hair dressers) and to us the rooms appeared rather thrown together and somewhat barren but then everybody has their own priorities and definitions of „gemutlichkeit“. Or maybe nobody is even going for a cozy atmosphere. Anyhow, at the end of our visit to Chinatown we reached the area at a canal that was until rather recently tree-lined and is now being rehabilitated as a „floating market“. Why it has to be yet another of these Bangkok landmarks – of all the things that it could be – eludes me.

Wie lange kann das so bleiben? Will jemand, dass das so bleibt? Bislang ist Chinatown vergleichsweise schwer zu erreichen, aber das ändert sich voraussichtlich im Herbst 2019, wenn eine neue U-Bahn-Station eröffnet wird. Dazu kommt ein grundsätzliches Gentrifizierungsproblem und die Abwanderung von Teilen der Bevölkerung in „bessere“ Stadtteile. Im Vorfeld der zu erwartenden besseren Anbindung kam es schon zu Investitionsschüben, aber es werden auch Chancen gesehen, dass der Stadtteil seinen besonderen Charakter erhalten kann. HIER findet ihr einen interessanten (englischsprachigen) Artikel dazu. Doch für heute: auf bald!

How long can Chinatown retain its very particular atmosphere? Do people want to keep it? Up until now, Chinatown’s accessibility is rather limited but that will change by fall 2019 when a new subway station will be opened. Add to that a general gentrification drive and the move by parts of the population out to „better“ neighborhoods. Apparently, in the run-up to the improved connection, there has been quite some investment already, but there’s also reason to believe that this neighborhood will manage to retain its particular charme. You can read an interesting article on that HERE. But for now, I have to let you go!

Barbara