September?!

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber ich kann nicht fassen, dass wir schon auf Oktober zurasen und noch nicht mal mehr 100 mal schlafen müssen und dann ist schon Weihnachten! Höchste Zeit, dass in Sachen Kartenbasteln noch was passiert. Inspiriert bin ich von den Sonnenuntergängen gleich hinter meinem Haus…

I don’t know how you feel about it but I can’t quite wrap my head around the fact that we’re headed for October already and have less than 100 nights to go before it’s Christmas again! High time I got going on some serious card creating. With this one, I was inspired by the sunsets right behind my house…

Es wurde eine bei mir ganz seltene quadratische Karte (halt so unverschämt teuer portotechnisch…)

The result is a square card, which I hardly ever make (postage is just outrageous…)

Und sie geht in die folgenden Challenges:

I will enter it into the following challenges:

Jingle Belles: Tic-Tac-Toe

(Bling, Die Cuts, Trees… admittedly, the bling is not easy to make out on the paper or on that fancy ribbon)

MLCCB: #38 Anything Christmas

CHNC: #559 Anything Christmas, optional twist: patterned paper

CCAYR: R for Ribbon, R for Red Deer, R for Red, R for Rose (brad)

Und dann ist da ja noch der Erfolg zu vermelden: Top Pick der Monate zurückliegenden Mai Challenge bei CCAYR mit diesem Eisbär! Sollte der Auftakt zu einem kreativen Sommer werden und dann – weiß ich auch nicht.

And then I shouldn’t forget to mention – better late than never – being one of the top picks of the CCAYR May challenge with this cutie of a polar bear! Supposedly the start into a creative summer…

Und morgen ist auch schon wieder Mmittwoch, d.h. das Wochenende ist bald erreicht 😉 Macht’s gut!

And tomorrow’s Wednesday already so the weekend will be upon us soon 😉 See you!

Barbara

 

A little teaser…

Food photo created by azerbaijan_stockers – www.freepik.com

Hiking near Hersdorf

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Es kamen viele Dinge zusammen. Unter anderem klappte es endlich mal, ein lang geplantes Treffen mit einer Freundin zu ermöglichen und sich somit in vielen Bereichen mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Und dann dazu dieses Wahnsinnswetter – die Wanderung hatten wir im… April? schon mal auf dem Plan, sagten es aber ab wegen widrigster Bedingungen. Im Nachhinein war das noch weiser als sowieso schon.

A few things fell in place today. Among others, I finally managed to meet a friend again and catch up on all kinds of things. And then this positively gorgeous weather – this hike had originally been planned in… April? but was cancelled due to really nasty conditions. It was a good move back then, in hindsight even wise.

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Zur Abwechslung bin ich mal keinem ausgeschilderten Pfad gefolgt sondern unter Führung besagter Freundin, die sicherstellen wollte, dass ich darüber im Bilde bin, dass die Eifel auch in ihrer Gegend den Besuch wert ist (naja, das war ja schon länger klar – sogar für wunderbare Winterspaziergänge!). Das erste, was mich überzeugt hat, war die Weite. Hin und wieder kam man sich vor wie auf einer Hochebene. Da kann der Kopf noch so dicht sein: hier wird er wieder frei.

With my friend as a local guide at hand, we didn’t follow a particular trail. She just wanted to make sure I fully realize that this part of the Eifel is well worth a visit, too (well, I’ve known that for a while – even wonderfully snowy winter hikes!). The first thing I noticed: the vastness of the landscape. In some places I felt as if on a high plateau. You can be stressed out as hell: out and about around here you will find your balance.

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Auch hier hat das Hochwasser Schäden angerichtet – es sieht im Vergleich zu vielen anderen Orten nicht nach viel aus (und ist es auch nicht), aber wenn man bedenkt, dass dieser Bachlauf im Normalfall eigentlich so gut wie gar kein Wasser führt, sogar die zerstörte Brücke fast überflüssig wirkte, ist schon das nicht nachvollziehbar. Den Bäumen wird es wohl eher unangenehm sein, im Wurzelbereich so nackig dazustehen… aber immerhin ist es ein interessanter Einblick.

The area was also affected by the floods – compared to many other places it doesn’t look like (and isn’t) much but when you realize that there is usually only a tiny creek here, often not more than a trickle, that almost made the recently destroyed bridge look redundant, you have a hard time to make sense of it. I would think the trees don’t enjoy being so bare around the roots… but for me at least it’s an interesting insight.

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Aber lieber auf zu einem weiteren Highlight, das korrekterweise wohl eher den Orten Fleringen oder Rommersheim zuzuordnen ist: der Krausbuche (und ihrer beiden Kinder). Es ist eine seltene Form der Rotbuche, die man unter vielen verschiedenen Namen finden kann – Süntelbuche scheint der verbreitetste zu sein. Der leitet sich ab vom größten bekannten Süntelbuchenbestand in Europa, nördlich von Hameln – leider 1843 gerodet.

But let’s move on to another highlight, which, truth be told, is more correctly allocated to either Fleringen or Rommersheim: the twisted beech (also: dwarf beech or parasol beech). It’s a rare variety of the common beech. One of its many German names, Süntelbuche, comes from an area north of Hameln of the same name, where there was a whole forest of them – until it was cleared in 1843.

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Sie bilden ein kuppelförmiges Blätterdach, was mich sofort denken ließ: will ich haben für den Garten! Aber dass das nicht einfach ist, kann man sich ja denken, wenn das Vorkommen so sehr beschränkt ist. Und selbst wenn es klappen sollte, dass aus den Bucheckern tatsächlich eine Krausbuche wächst und keine normale Rotbuche – was man erst nach 5 bis 10 Jahren feststellen kann – wird das mit dem Daruntersitzen in diesem Ausmaß wahrscheinlich nicht mehr ganz hinkommen…

The branches form a cupola and standing underneath it my first thought was: gotta have it for the garden! But seeing as it’s so rare, it doesn’t come as a surprise that it’s not easy at all to grow a twisted beech out of its nuts… many things need to be „right“ in order for it to become just that and not a common beech. And you can notice only 5 to 10 years in whether that was successful. So to grow one to this size and lounge underneath it… I’m too late.

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Nach dem schattigen, wenn auch lichtdurchfluteten Buchenwald mal wieder tiefblauer Himmel gefällig? In den letzten Zügen dieses, sagen wir mal zweifelhaften Sommers, muss man das mitnehmen, wann und wo immer man es kriegen kann.

Leave the shady, if light-flooded beech forest for some more time under the clear blue skies? In the last stages of this, let’s call it dubitable summer, you have to enjoy it to the full, whenever and wherever possible.

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Abschließend erreichten wir die Dolomitfelsen des Walbert, Teil der sog. Schönecker Schweiz in der Prümer Kalkmulde. Entstanden vor ungefähr 400 Millionen Jahren haben wir es hier mit ehemaligen Meeresboden zu tun, wo es erdgeschichtlich interessante Funde gab. Dass der Meeresboden quasi senkrecht in die Höhe ragt ist auf die Kollision der Urkontinente Laurussia und Gondwana zurückzuführen, die die Gegend hier „gefaltet“ hat.

Towards the end we reached the dolomite rocks of the Walbert which form part of Schönecken Switzerland in the lime depression of Prüm. It was formed about 400 million years ago and is basically former ocean floor which yielded quite a few finds of geological interest. The fact that the former ocean floor is often practically perpendicular to the ground we walk on today is due to the collision of the supercontinents of Laurasia and Gondwana which „folded“ the area around here.

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Es gibt noch viel zu entdecken und weitere Ausflüge in die Schönecker Schweiz und angrenzende Gebiete zeichnen sich ab!

There’s still a lot to discover and more trips to Schönecken Switzerland and neighboring areas are on the horizon!

Barbara

Hiking Pellenzer Seepfad

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An diesem wunderbaren Tag im Frühherbst – ja, es fühlte sich eher als Herbst denn als Spätsommer an – hat es uns auf den Pellenzer Seepfad mit Startpunkt Tumulus in Nickenich geführt. Hier vielleicht die erste Anmerkung: den Parkplatz haben wir beide nur auf Nachfragen gefunden. Aus Richtung Nürburgring kommend am besten den Schildern zum Sportplatz folgen.

This gorgeous day in early fall – yes, it felt a tad more like fall than late summer – saw us hiking Pellenzer Seepfad, starting out at Tumulus in Nickenich. That warrants the first comment: we both found the parking lot only with the help of friendly locals. Coming from the direction of Nürburgring it’s best to follow the signs to the „Sportplatz“.

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Mit den Aussichten war es etwas schwierig, weil es besonders zu Beginn noch sehr diesig war. Noch dazu haben wir den Weg entgegen der Beschreibung gegen den Uhrzeigersinn begonnen, wir Revoluzzer, aber irgendwie schien das der passende Einstieg. Mit um die 600 Höhenmetern bin ich ganz gut ans Schnaufen gekommen – die Pause war viel zu lang. Vom Frustfressen ganz zu schweigen. Aber besonders die Partien im Laubwald haben uns gut gefallen.

We didn’t quite get to see all the views as it was rather hazy, especially at the start. And then we also did the trail counter-clockwise and thus against the described direction, the revolutionaries that we are, but somehow it seemed right. In all, it was an ascent of about 600 meters which I found surprisingly challenging – or maybe not surprising at all, seeing the long break and all the chocolate turned „hip gold“. But long stretches in deciduous forest made it all worth it.

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Der Anstieg zur Teufelskanzel, einem Felsvorsprung, mit Blick auf den Krufter Waldsee und das Neuwieder Becken war nicht annähernd so steil wie mancherorts beschrieben – es muss eine Alternativroute geben, wobei wir definitv der ausgeschilderten Traumpfad-Route gefolgt sind.

Reaching Teufelskanzel, a rock ledge with a view of Kruft forest lake and the Neuwied Basin wasn’t nearly as steep as described – there must be an alternative trail but it wasn’t part of this „Traumpfad“ one…

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Der Laacher See ist auch Teil der Route, wobei man die Klosterkirche nur aus der Ferne sieht. Viel interessanter an dieser Stelle waren auch die Mofetten. Das sind Stellen, an denen Kohlendioxid blubbernd an die Oberfläche tritt. Sie stehen hier im Zusammenhang mit Vulkanismus. Das Kohlendioxid kommt aus Magmakammern der Erdkurste oder des Erdmantels und ist an sich nicht giftig. Wenn durch den Anteil am Luftgemisch allerdings der Sauerstoffgehalt zu weit absinkt, kann man „friedlich einschlafen.“ So funktioniert wohl auch die manchmal im Zusammenhang mit COVID-19 vorkommende „happy hypoxia“…

Lake Laach is also part of the trail but the monastery’s church is visible only from a distance. It was rather more interesting to check out the mofettes. That are places where carbon dioxide bubbles to the surface, a volcanic phenomenon in the area. The carbon dioxide originates in magma chambers of the earth’s crust or mantle and is not toxic as such. But when the percentage of the air reaches a critical level (and lowering the oxygen share), you can „fall asleep peacefully“. I guess it’s the same process that is called „happy hypoxia“ when it comes to COVID-19…

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Einblicke in die Geologie kann man hier an verschiedenen Stellen gewinnen, wie auch durch den Tagebau am Eppelsberg oder an der „Schwarzen Wand“ unten. Die verschiedenen Schichten entstanden durch unterschiedliche Eruptionsformen sowie Ruhephasen. Auf Wasserdampfexplosionen folgten dann, in Ermangelung von mehr Wasser, Lavafontänen (Typ Stromboli), so dass sich Schlackenkegel bildeten: ein schwarzes Band mit darüber liegenden bunten Schichten, der bekannte Laacher Bims als heller Abschluss. Auch Unterschiede in der Körnung sind erkennbar, von feinen Ascheablagerungen über Lapilli (kleine Bröckchen) zu großen Lavabomben.

There are quite a few spots where you can get an idea of the geology of the place, for example at the Eppelsberg open pit mine or the „Black wall“ below. The layers you see were created by different kinds of eruptions and dormancy periods. There were steam explosions followed by lava fountains (once there was no water left to create steam) of the Stromboli type, creating volcanic cones: a massive black layer with colorful layers added one by one, the well-known Laach pumice on the very top. You can make out different grain sizes, too: very fine ash layers, „lapilli“ (smaller chunks) and large lava bombs.

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Bevor ich der Vulkanologie den Rücken kehre, hier noch ein Blick auf die Schweißschlackenbänder am Alte-Burg-Vulkan (rechts). Das Zeug wird bei der Eruption rausgehauen und flatscht so auf andere Auswurfprodukte und verschweißt sich mit denen. Vor Augen habe ich sowas, wie wenn man gut durchnässten Sand auf eine Sandburg knallt und der dann so ein bisschen abfließt, lasse mich aber gern aufklären von Menschen, die mit der Materie vertrauter sind 🙂

Before I let go of volcanology, let’s have a last look at the spatter layer of the Alte-Burg-Volcano (on the right). The stuff is shot out during an eruption and slams on the ground or material that went out first and sticks to it. Before my mind’s eye it looks like a shovel full of really wet sand thrown at a sand castle and how that oozes over the structure. But I’ll be happy to hear from people who have a more science-based view of things 🙂

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Doch noch mal zurück in den Wald, wo wir neben Trollen…

But let’s return to the forest for a bit where found trolls…

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… auch sehr viele und teilweise unfassbar große Pilze gesehen haben. Hier die bekannten Glühbirnen. Oder so – wer kann helfen?

… and lots of often incredibly large mushrooms, see the wellknown lightbulbs below. Or… who knows what they are?

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Hiermit komme ich zum Ende, ein Pflaumenkuchen ruft! Mit Sahne!

I’ll end here, there’s a plum cake waiting – with whipped cream!

Barbara

Hiking Wildnispfad Dahlem

Es sah nicht gut aus für unser Vorhaben, den gut 17km langen Wildnispfad in Dahlem zu gehen: auf dem Weg dorthin gab es sintflutartige Regenfälle, so dass ich schon in Überlegungen verfiel, was man in der Gegend an überdachten Aktivitäten wohl unternehmen könnte. Einmal angekommen und meine Mitwanderer am Bahnhof eingesammelt, hatte der Regen aufgehört und wir entschieden, zu starten. Es war die richtige Entscheidung, denn für den gesamten restlichen Tag sollten wir keinen Tropfen Regen mehr sehen.

We had planned to hike the 17 km Wilderness Path in Dahlem and it didn’t look good: on the way there I encountered torrential rains and feverishly started thinking about alternative indoor activities in the area to spend the day. Once I got there and had picked up my fellow hikers at the train station, the rain stopped and we decided to give it a go. It turned out to be the right decision because we didn’t see another drop of rain for the whole day.

Der erste kurz Stop ist an der Abtei Maria Frieden, deren Architektur mich irritiert hat – bis wir dann rausfanden, dass sie erst 1953 gebaut wurde. Es handelt sich um ein Zisterzienserinnenkloster „strengerer Observanz“ und nach der Website sieht es so aus, als seien derzeit noch 10 Nonnen vor Ort.

The Maria Frieden Abbey is the first landmark. I was quite confused by the architecture – until we found out it was built only in 1953. It’s a Cistercian monastery „of strict observance“ and going by their (German only) website it seems there are currently 10 nuns still living there.

Die Runde ist topografisch am gemütlichen Ende, es gibt eher seltenere Anblicke wie eine Arnikaheide (und wer weiß, was das Gewächs in der Mitte der folgenden Collage ist, darf mich gerne aufklären) und insgesamt ist es fast durchgängig ein Waldbad (à la shinrin yoku) – aber wir waren etwas enttäuscht. Und ich glaube nicht, dass es an der Strecke selbst lag, sondern an dem etwas irreführenden Namen. Bei „Pfad“ waren wir nicht eingestellt auf Forstwirtschaftswege, oft sehr breit und nicht selten mit langen Geraden. Alle drei hatten wir glaube ich mehr gewundene Trampelpfade im Unterholz im Kopf, kurz vor benötigtem Macheteneinsatz. Das war das hier definitiv nicht.

The trail is rather cozy topographically speaking, we have seen things we’ve never seen before like an arnica heath (and should you know the plant in the middle of the collage below, please enlighten me) and in general it felt like a long forest bath (see „shinrin yoku“) – but we were a little disappointed. And I don’t think it was the trail as such, it was the expectations we had associated with the name. „Path“ did not exactly evoke the wide forestry roads with long straight sections. All three of us had expected tiny trails in the undergrowth, just short of, like, needing to use a machete to get us through. That really is not what this is.

Aber wie ihr merkt, hat es meiner Fotografen-Tätigkeit keinen Abbruch getan und ordentlich gequatscht wurde auch, was will man also mehr?

But you may have noticed that it didn’t have an adverse effect on my photographic activity and we chatted away, so what more could you ask for?

Gleich zu Beginn wurden wir interessiert von einem Marder beäugt, während die Weinbergschnecke unser Vorbeikommen eher verschreckte.

Right at the start a marten eyed us curiously, while a Burgundy snail was rather scared by our appearance.

Definitiv liegt einer der lauschigsten Rastplätze ever an dieser Route, Tisch und Bänke etwas ab des Weges direkt am plätschernden Bachlauf, der an einem heißeren Tag sicher auch zu etwas Kneipp-Aktivität einlädt.

Without a doubt, the route offers one of the lushest rest areas ever, table and benches a little off the path, down by a little creek which on a warmer day would have seen us wading in it, I’m sure.

Damit ist der Wanderurlaub leider zuende… aber das Wandern wird wohl weitergehen 🙂

This marks the end of my hiking vacation… but I’m sure the hiking will continue 🙂

Barbara

Hiking Fürstin Margaretha Weg

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Auf den Rundwanderweg „Auf den Spuren von Fürstin Margaretha“ habe ich in diesem Wanderurlaub hingearbeitet, je nach Quelle 27,7 oder 28,3 km lang. Egal. Lang. Ganz klar eine sportliche Herausforderung und größtenteils in Gegenden ganz nah bei, wo ich aber noch nie war. Oder vor 35 Jahren das letzte Mal.

This hiking vacation was designed to build up stamina to tackle „Princess Margaretha Trail“, which, depending on the source, covers a distance of 27.7 or 28.3 km. Doesn’t matter. It’s long. So a real sports challenge and actually really close by, yet in parts where I’ve never been. Or else it’s been 35 years since I was there last.

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Wenn ihr diesen Blog häufiger besucht, dann kennt ihr diesen Berg schon ganz gut, nur aus anderer Perspektive: den Aremberg, den ich auch aus meinem Garten sehr schön inszeniert sehen kann. Und besagte Fürstin Margaretha ist aus dem Haus der Arenberger, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert ganz schön einflussreich waren. Margaretha (1527-1599) kam 1544 mit 17 Jahren an die Macht und hat bedeutend gewirkt in der Graftschaft Arenberg bzw. diversen Ländereien in der Eifel, den Ardennen und den Niederlanden. Das besonders in den Bereichen Bergbau, Eisenindustrie sowie Land- und Forstwirtschaft. Besonders am Herzen lag ihr auch die Erziehung der Jugend und im allgemeinen setzte sie sich dafür ein, durch eine Hebung des Bildungsniveaus das Hexenwesen zu bekämpfen. Ich würde mal sagen: ziemlich ihrer Zeit voraus.

If you come here on a regular basis, you have seen this mountain a number of times but from a different angle: Aremberg, which I can see beautifully staged from my garden. Said Princess Margaretha is of the House of Arenberg which was quite in the midst of it all from the middle ages all the way into the 19th century. Margaretha (1527-1599) came to power in 1544 at the age of 17 (!) and was impressively influential in the county of Arenberg and their many lands in the Eifel, Ardennes and the Netherlands, with a focus on mining, iron industry and agriculture and forestry. In addition, the education of the youth was particularly close to her heart and more generally she tried to fight witchcraft by improving the education of her subjects. I dare say: she was ahead of her time.

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Der Weg nun war ziemlich abwechslungsreich, lichte Laubwälder, gedämpte Nadelwälder, fast mediterran anmutende Höhenrücken, plätschernde Bachläufe – an diesem schwül-heißen Tag besonders angenehm. Und natürlich: weite Aussichten. Den Rastplatz oberhalb von Eichenbach, mit Blick auf Wershofen, kann ich mir sehr gut mit Kaffee, Kuchen und einem guten Buch für einen gesamten Nachmittag vorstellen.

But now for the trail: rather varied again, light deciduous and muted coniferous forests, almost mediterranean plateaus, rippling creeks – very pleasant on this humid day. And of course: wide views. I do see myself returning to the rest area above Eichenbach, looking towards Wershofen, with coffee, cake and a good book, enjoying a whole afternoon up there.

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Und wieviel Schönheit kann man so ertragen?

And how much beauty can you handle?

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Die Wanderung wird mit 7:30 Stunden Dauer angegeben. Es hatte dieses Mal jemand die Uhr so richtig im Auge: wir waren nach 7:55 Stunden zurück am Ausgangspunkt, inkl. mehr als 60 Minuten Pause. Irgendwo zwischen Kilometer 20 und 25 wurde es mal schwierig, vom Kopf her, aber die letzten 4 Kilometer sind dann fast verflogen. Es erreichte uns dann allerdings auch der Regen, so dass wir keinen Grund mehr hatten, uns irgendwo aufzuhalten oder gar Fotos zu machen.

The trail is listed as taking 7.5 hours to complete. Someone was keeping our time: we were back at the car after 7 hours 55 minutes, which included more than 60 minutes of rest time. Somewhere between kilometers 20 and 25 it got a bit tedious, mentally, but the last 4 kilometers went by in practically no time. I guess it helped that the rain caught up with us, so there was no reason to linger or even take pictures.

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Die Wanderung kann in zwei Etappen gesplittet werden… oder man kann auch noch früher anfangen als wir (9 Uhr) und wenn man keinen Regen in der Vorhersage hat, muss man sich ja auch nach hinten raus nicht hetzen. Bleibt ja noch bis 21:30 Uhr hell.

The circular route can be split in two legs… or you can just get going a little earlier than we did (9:00 a.m.) and if you choose a day without rain forecast, there’s no need to hurry at the end, either. It’s light out until 9:30 p.m. at the moment.

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Es wird weiter gewandert – bis bald!

There will be more hiking – see you soon!

Barbara

P.S.: Könnt ihr mit noch mehr Fingerhut umgehen?!

P.S.: Can you deal with more foxglove?!

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Hiking Wacholderweg / Juniper Trail

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Zwei der geplanten Wanderungen sind wegen eines spontanen Impfangebots ausgefallen – aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben! So war dann die nächste Runde das Warm-up zur großen Herausforderung: der knapp 9 km lange Traumpfad Wacholderweg bei Langscheid. Wobei ich sagen muss, dass es mir eher vorkam wie der Fingerhutweg.

Two of the hikes I had planned were cancelled due to a short notice appointment for a vaccination which I very gladly accepted – fear not: the hikes have only been postponed, not abandoned. So the next one was the warm up for the upcoming mega challenge: the 9 km Juniper Trail near Langscheid. Truth be told, it looked more like the Foxglove Trail when we hiked it.

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Aber weder Wacholder noch sonstige Flora waren der Hauptgrund für diese Wanderung. Der Hauptgrund war die Wacholderhütte bzw. die dort zu genießenden Köstlichkeiten, Kuchen und Torten im besonderen. So fing der Ausflug pünktlich zur Mittagszeit erstmal mit einem sehr leckeren Cheeseburger an, bevor wir uns überhaupt auf den Weg gemacht haben.

But the motivation for this hike was neither juniper nor any other flora. The reason for choosing it was Wacholderhütte, or rather the delicacies that they offer, cakes and pies in particular. So we started out with a cheeseburger lunch at noon before we even hit the trail.

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Wenn man so will, sind die Wacholderheiden das Ergebnis ausbeuterischer landwirtschaftlicher Praktiken, die den Böden so ziemlich alles entzogen haben, was sie nährstofftechnisch zu bieten hatten. Der Boden verarmte und wurde erst dadurch zu einem bevorzugten Standort für Heidevegetation. Diese Kulturlandschaft muss man nun tatsächlich pflegen, denn würde man allem hier freien Lauf lassen, würde die Wacholderheide wieder überwuchert.

This landscape is the result of exploitive agricultural techniques which removed most of what the soils had to offer in terms of nutrients. The soils were depleted and thus developed into the ideal environment for juniper / heath vegetation. And you have to keep cultivating it as such: if you left nature to run her course, it would disappear again.

Der Weg war abwechslungsreich und recht schnell gegangen. Er wird gelistet mit 3,5 Stunden… ich glaube, wir waren in knapp über zwei Stunden durch und sind nicht gehetzt. Was wir aber mit Blick auf die bereits begutachtete Kuchentheke nicht gemacht haben war, uns an den vielen Aussichten oder anderweitigen Rastmöglicheiten aufzuhalten.

The trail was quite varied and easily done. It’s listed to take about 3.5 hours… I think we did it in little more than two and we were not rushing. With fond memories of the cake display we had already inspected, we did not linger for long at any of the vistas or other spots outfitted with benches or the like.

Und dann gab es doch noch anderes als Fingerhut… neu war mir der Natternkopf, auch „Blauer Heinrich“ genannt – ich glaube, letzteres werde ich mir besser merken können.

And there were flowers other than foxglove after all… it was the first time I got to see viper’s bugloss, also known as blueweed.

Und nun das Desaster: ich war von meiner Erdbeerrolle und der Eierlikörtorte so begeistert, dass ich noch nicht mal Fotos gemacht habe. Allein die Tatsache aber, dass auf der Website der Wacholderhütte darauf hingewiesen wird, dass, sollte man für ein bestimmtes Gebäck anreisen, man vorher telefonisch die Verfügbarkeit sichern sollte, gibt euch einen Eindruck, wovon wir hier sprechen. Doch keine Sorge: mein nächster Besuch wird nicht lange auf sich warten lassen.

And now for today’s blogging disaster: I was was so taken by the strawberry roll and egg liqueur cake that I forgot to even take pictures. But the mere fact that their website recommends that if you intend to visit to have a particular cake, you should call ahead and secure a serving, gives you an idea of what I’m talking about. No worries: it won’t be long before I go there again!

Barbara

Hiking Vinxtbachtal

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Für den Titel ist der volle Name der heutigen Runde definitiv zu sperrig: Premium-Rundweg Vinxtbachtal. Schade eigentlich, denn es besteht ja gar kein Anlass, groß zu tönen als sei nix dahinter – ganz im Gegenteil. Doch fangen wir vorn an. Aufgrund der Hitzewarnung haben wir den Start um anderthalb Stunden nach vorne gezogen und anhand der Übersichtskarte entschieden, die Runde gegen den Uhrzeigersinn zu gehen, um das potentiell beschattetere Stück für den Nachmittag aufzuheben.

The official name of today’s hike is way too ungainly to be used in the title: Premium Circular Route Vinxtbachtal. It’s a shame, because there’s no reason to be so pompous as if you had to hide behind a fancy name – quite the opposite. But let’s take it from the start. We moved that up by an hour and a half because of another heat alert and after checking out the map decided to walk counter-clockwise, thereby covering the part with less forest cover in the morning and keep the potentially more shady part for the afternoon.

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Am Rodder Maar ging’s gleich los mit einem wunderbaren Blick auf die Burg Olbrück in der Ferne, während mich die Seerosen und Libellen fasziniert haben. Hinweis: hier startet dann der eigentliche Rundweg… 1,6 km vom Parkplatz entfernt. Interessante Info, besonders für einen heißen Tag.

It started out with a wonderful view towards Olbrück Castle across Rodder Maar, while I was all fascinateed by water lilies and dragon flies. Note: this is where the actual route starts… 1.6 km away from the parking lot. Good to know, especially in heat conditions.

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Es war ein Weg größtenteils durch Wiesen und Felder und zwar so, dass einem das Herz aufging. Auch an diesem Tag konnten wir auf zwei falsche Abbieger nicht verzichten. Der erste war missverständlich ausgeschildert, aber früh erkannt, der zweite hat uns deutlich mehr Zeit gekostet: Der Pfosten selbst war von Brennesseln zugewuchert und dann auch noch das Schild ab. Aber wie immer ist da eine positive Seite zu betrachten, denn ohne diese Umwege hätten wir weder den Feldhasen, noch den schimmernden Käfer gesehen.

The route took us mainly through fields and meadows – and in ways that made my heart leap. Of course, we didn’t manage without a couple of wrong turns as usual. The first one was signed a little unclearly but we noticed early on we’d made a bad decision. The second cost us a lot of time and mileage: the signpost itself was covered in nettles and thus invisible and once we did find it (retracing our steps), the sign as such was gone, too. But you know me to be one to look on the bright side of everything: without these detours we would have missed both the rabbit and that spectacularly shiny beetle!

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Ich habe unzählige Fotos von Aussichten über Felder und Wiesen gemacht und ewig gebraucht, mich zu entscheiden, welche ich euch zeigen will. Aber diese Menge an BLAUEN Kornblumen (ja, sie sind immer blau, das ist ein Hinweis an eine bestimmte Person) zum Beispiel war so gar nicht verhandelbar.

I have taken countless pictures of vistas across fields and meadows and took forever to decide which ones to show you. But this abundance of BLUE cornflowers (yes, they are always blue – that comment is for one particular reader) was not negotiable.

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Oder auch wogende Wiesen mit ganz viel Himmel…

Or undulating meadows with lots and lots of sky…

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Wie schon beim Förstersteig waren auch hier die Wege und Pfade bemerkenswert abwechslungsreich, wenn auch ganz anders. Auf denen wir auch wieder so gut wie niemandem begegnet sind. Einem einsamen Waldarbeiter und seiner Maschine ganz zu Beginn. Und am Ende nochmal… zwei Frauen? Nichts los und außer uns nur zwei weitere Autos auf dem Parkplatz.

The trails and paths were amazingly varied, just as they were on Förstersteig. But different. And again we hardly met a human soul. A forestworker and his machine at the start. And towards the end… two women? It was deserted – we shared the parking lot with two other cars.

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Vollkommen unmöglich ist außerdem, euch ohne eine heftige Blumen-Collage hier durchkommen zu lassen…

Also, it is all but impossible to let you go without a large flower collage…

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Eine rundum empfehlenswerte Tour, auch wenn sie in der Hitze wirklich höllisch anstrengend war. Aber mit drei langen Pausen (inkl. augestreckt auf einer Picknickdecke im Schatten liegend) und 3 Litern Wassern war es machbar. Geholfen hat außerdem die fast immer vorhandene Brise. Manchmal war die dann auch der Jahreszeit entsprechend Heu-geschwängert, einer der besten Gerüche, die ich kenne.

I can fully recommend this hike, even if it was a challenge in the heat. But we took three long breaks (one of them found me stretched out on a blanket in the shade) and 3 liters of water helped, too. And then the gentle breeze, almost always around. Sometimes it was even hay-scented – one of the best smells I know.

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Nach der Tour war das großzügige Eis mehr als verdient… und ich freue mich auf mehr. Wandern UND Eis!

I treated myself to a generous helping of ice-cream after that hike… and am looking forward to more of the same. Hiking AND ice-cream!

Barbara

Hiking *Förstersteig* Wandern

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Es sollte ein heißer Tag werden und es fing nicht gut an: unverschuldete Verspätung bei der Deutschen Bahn… „Personen im Gleis“, da kriege ich ja immer die Motten. Sind die Brombeeren schon so weit? Alternativpläne wurden schon ausgelotet, letztlich machten wir uns aber doch auch nach 12 Uhr noch auf den Traumpfad Förstersteig bei Mayen. Es hat sich gelohnt.

It was going to be a hot day and it didn’t start out well: Deutsche Bahn brought my my fellow hiker with a sizeable delay, though to no fault of theirs… „People on the tracks“, that continues to drive me crazy. Is is blackberry harvest time already? I was already looking at alternative plans but in the end we decided to start this Traumpfad („Dream Path“) Förstersteig near Mayen after noon anyway. It was worth it.

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Wie man mit Blick auf diese Pausenbank bei wunderbarer Aussicht feststellen kann, muss der Pfad auch an normal temperierten Tagen nicht gerade überrannt sein. Warum auch immer. Wir haben den ganzen Tag keinen einzigen anderen wandernden Menschen zu Gesicht bekommen – zwischen 18 und 20 Uhr dann ein paar einsame Seelen, die wohl eine kleine Runde zum Feierabend gedreht haben. Für einen so warmen Tag war es eine ideale Tour, denn ich würde sagen, dass etwa 90% der Strecke mehr oder weniger im Wald verlief. Hochattraktiv in verschiedensten Waldbereichen und auf unterschiedlichsten Pfaden – ein echter Traumpfad.

Looking at this bench and picnic table, overlooking a valley, it seems this path is not much frequented even on cooler days. God only knows why. All day long we did not meet another hiker – until between 6 and 8 p.m. a few souls crossed our path, looking like they were on a little stroll at the end of the day. It was a perfect hike for a hot day as I believe it is under forest cover for about 90%, yet wonderfully varied. A true „Dream Path“.

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Immer wieder Bänke und Liegesessel an Aussichtspunkten… auch deswegen waren wir dann etwas länger unterwegs, als vorgesehen ist. Man will ja einfach nicht mehr aufstehen.

Along the way, there were plenty of benches and even those fancy recliners, usually with great vistas… played a part in why we took a whole lot longer than was anticipated. You just don’t want to move on.

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Ein Highlight ist das Schloss Bürresheim, das auch besichtigt werden kann. Ob der späten Stunde und der Tatsache, dass man sich im Moment voranmelden muss, haben wir darauf verzichtet – es ist aber auf meiner Liste der weiteren Vorhaben dabei 🙂 Das wäre ja auch gut zu verbinden mit einem „Stadt-Tag“ in Mayen, wo ich glaube ich noch nie wirklich war.

Bürresheim Castle is a highlight and is open for visitors, too. Seeing as we had started out late and because you had to register ahead of time due to current regulations, we passed on the opportunity – but it’s on my list of things to do around here 🙂 Would be a good combination with a „city“ trip to Mayen where I think I have never really been.

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In der Gegend scheint es auch einen Baumstammkünstler zu geben – ob wir alle Werke gesehen haben oder das eine oder andere verpasst haben?

Apparently, there’s a tree trunk artist in the area – I wonder whether we found all the works or maybe missed out on some?

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Kein Beitrag ohne Flora und Fauna, wunderschöne Teufelskralle!

No post without a close-up of flora and fauna, gorgeous rampion!

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Direkt am Parkplatz „Am Leichenberg“ (die Betitelung sollte man vielleicht mal recherchieren…) gibt es übrigens auch einen Kletterpark. Der war zwar geschlossen, als wir da waren, aber ich denke mal, spätestens zum Beginn der Sommerferien wird der wieder im Geschäft sein.

Viele Grüße aus der Eifel und auf bald!

Right next to the parking lot „Am Leichenberg“ (don’t ask me what that is about, translates into „At the heap of corpses“…) you will also find a climbing park. It was closed but they were working on it so I assume it will be ready for customers latest with the start of the summer break.

Sending love from the Eifel, see you soon!

Barbara

Wandern am / Hiking at Rursee

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Planänderung für den zweiten Wandertag: Besuch am Rursee, wo die Mitwanderin einen Wohnwagen teilt und kurzfristig keine andere Option hatte, als an diesem Wochenende dort zu sein. Glücklicher Zufall, würde ich dann mal sagen. Und spätestens mit so einem Blick von der Terrasse des Wohnwagens wird klar, warum man ihn hat:

Change of plan for the second day hiking: a visit at Lake Rur where the friend joining me for the day shares a caravan and at short notice had to take that weekend there. A lucky coincidence, I would say. And if anyone has a hard time imagining why you would have a caravan, the view from the terrace should get the point across:

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Der Rursee (auch: Rurtalsperre Schwammenauel) war mir ein, wenn auch vager, Begriff. Der Damm (bzw. die Dämme) wurde bereits 1938 fertiggestellt und im Zweiten Weltkrieg durch die Wehrmacht in Teilen gesprengt – was eine 13-tägige Flutwelle auslöste – und ist seit 1959 wieder rehabilitiert. Mit 7,38 km² Fläche und 203,2 Millionen m³ Wasserspeicher (da gibt’s leicht abweichende Angaben, aber alle etwa diese Hausnummer) ist er der zweitgrößte in Deutschland. Er schlängelt sich über 10,6 km.

I had heard of Lake Rur before but knew only vaguely where it’s located. The dam (or rather: the dams) where completed in 1938 already, then partially destroyed by the Wehrmacht in WWII – which caused a flood wave that lasted 13 days – and was fully rehabilitated by 1959. The surface area comprises 7.38 km² and it holds 203.3 million m³ of water (numbers vary but are all in the same ball park), which makes it the second largest in Germany. It meanders for about 10.6 km.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rurtalsperre#/media/Datei:Rursee_mit_Haupt-_und_Obersee_in_der_Eifel.jpg

Credit: Wikipedia

Tourismus in vielen Facetten ist hier angesagt, aber es war wohl deutlich ruhiger, als man es noch am Vortag erleben konnte. Bei den Ausmaßen verläuft es sich wohl spätestens dann, wenn man sich von den Ortschaften wegbewegt.

Of course there’s tourism of all kinds around here but apparently it was a lot less crowded than it had been only a day earlier. And then I guess it gets quieter quickly once you move away from the settlements.

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Wir haben uns in den Wald aufgemacht, keiner ausgeschilderten Route sondern den Ortskenntnissen der Freundin folgend. Obwohl es ja soooo warm noch gar nicht war, hatte es was von einer erfrischenden Oase. Ein nach den vielen Regenfällen bis Anfang des Monats noch gut wasserführender Bach, viel, viel Grün – Vogelgezwitscher und Plätschern, sonst nichts.

We were headed for the woods, not following any signposted trail but on paths my friend has dicovered over the years. It wasn’t all that hot yet but still it felt like being in an oasis. After the heavy rains of the past weeks (months?), the creek was still an actual creek, lots and lots of green – birds chirping and water rippling, nothing else.

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Meine obligatorische Blumen- und Pflanzenschau hat als kleines Highlight ein Foto vom Rückweg über die für’s Heu bereiten Wiesen…

My mandatory look at flora and fauna features a little highlight from the way back across the meadows, ready for the hay harvest to start…

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… und mit einem weiteren Blick auf den See:

… and offering another view of the lake:

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Und damit: auf bald!

See you soon!

Barbara

 

Hiking „Heimatspur Maareglück“

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Wieder einmal bringt mich der Urlaub nicht über die Landesgrenzen hinaus – auch das 2021er Fährticket nach Schweden wurde storniert. Aber die #staycation2021 hat volles Programm: in knapp drei Wochen will ich 10-11 Mal die Wanderschuhe schnüren und der erste Tag brachte mich an den Ausgangspunkt Schalkenmehren, zur 11km langen Tour „Maareglück“.

Once again I am not crossing any international borders during my vacation – the 2021 ferry ticket to Sweden was cancelled once again. But my #staycation2021 won’t see me bored: in a little less than three weeks I plan to hit the trails 10-11 times and the first one started out in Schalkenmehren, „Maareglück“ („Maar Happiness“).

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Wie man an diesem Schilderwald in beeindruckender Weise erkennen kann, gibt es hier einiges abzuwandern – wir folgten der als „MA“ gekennzeichneten Route („MA“ ist für mich unumstößlich mit Massachusetts belegt…). Es war alles dabei: asphaltierte Wirtschaftswege, klassische Feldwege, schmale Pfade, Schotterbereiche, Waldwege. Und Aussichten. AUSSICHTEN.

As you can tell by looking at this signpost, there are more than just a few trails around here – we followed the „MA“ trail (even though „MA“ to me will always be Massachusetts…). It had it all: tarmac farm roads, dirt roads, narrow paths, gravel passages, forest trails. And vistas. VISTAS.

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Es war perfektes Wanderwetter, so temperaturtechnisch, auch wenn wir uns ein bisschen mehr Sonne gewünscht hätten. Ins Schwitzen gekommen sind wir aber auch so, denn von Maar zu Maar klettert man ja immer einen Maarwall hoch, dann wieder runter und auf zum Nächsten. So kam man dann auch in den Genuss, Gemündener und Weinfelder Maare aus allen möglichen Perspektiven zu begutachten:

It was perfect weather for hiking: no rain and about 22°C though we would have liked to see a bit more of the sun. No worries, it was enough exercise as it was because you climb the wall of one crater to look and descend into the next and then repeat. That way you got treated to different perspectives of Gemündener and Weinfelder Maar:

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Gleiches gilt natürlich auch für das Schalkenmehrener Maar, wo es auch noch Corona-konforme Sitzmöglichkeiten gab (sagt jetzt auch was über die nicht vorhandenen Besuchermassen)… die Sonne kam auch noch raus und wir hätten einfach sitzen bleiben können.

The same is of course true for the Schalkenmehren Maar that even offered seating arrangements compliant with COVID restrictions (very telling also when it comes to describe the non-existent crowds)… the sun decided to join us, too, and we could have just stayed forever.

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Hier stand auch mit die interessanteste Infotafel, die die weitere Entwicklung von Maaren nach ihrer Entstehung kurz beleuchtet hat. Guckt man vom Gipfelkreuz oben also auf „das“ Schalkenmehrener Maar, sieht man eigentlich vier Krater, wovon nur noch zwei mit Wasser gefüllt sind, die beiden anderen sind verlandet bzw. waren vielleicht auch nie mit Wasser gefüllt. Insgesamt gibt es in der Region 75 Maare, wovon 9 Wasser führen (das Weinfelder Maar ist satte 51 Meter tief, gefolgt vom Gemündener mit 39m und dem Schalkenmehrener mit 21m).

The info sign to be found on the summit was one of the most interesting, explaining the life of maars after they are created. When looking down from the summit cross (see picture above) to Schalkenmehren Maar, you actually see four craters, only two of which still carry water, the two other ones are silted up or possibly never carried water to begin with. There are 75 Maar craters in the region, only 9 of which are lakes (with varying depths: the Weinfeld Maar is an impressive 51 meters deep, the Gemünden 39m and the Schalkenmehren 21 m).

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Über dem Gemündener Maar, auf dem Mäuseberg, thront der Dronketurm, von wo man sich noch mal einen besseren Blick in alle Richtungen verschaffen kann – unter anderem auch über den gleich anschließenden Wegverlauf, der einen direkt durch einen eingezäunten Bereich führt, in dem die Ziegen regieren… und wo die Bäume offensichtlich gut schmecken.

High above Gemünden Maar, on Mouse Hill, you will find Dronke Tower which allows for a bird’s eye view in all directions – among others on the continuation of the trail which goes right through a large fenced-in area where a goat herd reigns… and where apparently the trees are really tasty.

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Keine Wanderung mit mir ohne Blumen, klar…

No hike with me without flowers, sure…

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Aber der Hammer waren ja die Lupinen, die gleich nach den Schlüsselblumen meine absoluten Lieblingsblumen sind. Ich hätte auch nur die fotografieren können, ganz oft auch in der Kombi mit gelb blühenden Gewächsen wie Ginster oder Goldregen:

Maybe the best of it were the lupines which are my second favorite flowers, right after cowslips. I could have spent all day just taking pictures of lupines, often very nicely paired with yellow blooming plants like broom or laburnum:

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Gibt’s auch mit Maar, natürlich!

Of course there’s lupines with maar backdrop, too!

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Auch mit Landschaft und Aussichten sind wir noch nicht ganz durch. Die Wiesen, nach dem ganzen Regen und nun endlich sommerlichen Temperaturen saftig und hoch, machten fast den Eindruck, als sei man im Meer unterwegs, denn der Wind hat beständig für Wellenbewegungen gesorgt. Es hatte was wirklich beruhigendes und war einfach schön. Der im Namen der Runde angekündigte Glückszustand wurde somit tatsächlich erreicht.

I’m not quite done yet with vistas and landscapes. The meadows are high and really lush after all the rain and the finally higher temperatures of late and it often felt as if we were walking through the ocean, with the waves visible on the grass, made by the constant wind. It had a really calming effect and was just plain beautiful. So the state of „happiness“ mentioned in the name of the trail is not really far-fetched.

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Zum Abschluss haben wir uns dann noch einen Café-Besuch gegönnt – mein erster nach geschätzt 8 Monaten. Ich empfehle hiermit das Café del Maar. Der Name allein ist schon fantastisch, das Personal war freundlich und hilfsbereit, das Essen sehr lecker und die Details haben mich überzeugt…

Last but not least we found the perfect spot to end the day, with my first visit in a restaurant in like 8 months. I highly recommend Café del Maar. It would be a recommendation for the name alone but staff was friendly and helpful, the food yummy and the love for details… have a look:

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Und nun raus auf die Terrasse!

Now let me get outside!

Barbara