Frühling, divers / Spring, miscellaneous

In den letzten Wochen gab es viele Dinge, über die ich gerne kurz berichtet hätte, aber die Umstände so allgemein haben es nicht zugelassen. Da war das tolle Wochenende mit 30 Grad, an dem man im April schon in kurzer Hose und T-Shirt bis zum Sonnenuntergang abends grillend draußen saß. Oder die Kirschblüte in der Bonner Altstadt, ein großes Event. Ja, im Ernst – vergesst Japan, kommt nach Bonn! Fühlt sich auch schon fast wie Tokio an…

There have been a number of these little things that I would have liked to let you know about over the past few weeks but circumstances kept me from it. There was that fantastic weekend in April, 30°C/86°F, where I opened the barbecue season, sitting outside in shorts and t-shirt until the sun went down. Or the cherries in bloom in Bonn’s old city, a big event. Seriously – forget Japan, come to Bonn! It even feels like Tokyo at times…

Was mich heute aber letztlich überzeugt hat, meine Prioritäten nochmal klar zu ziehen, war ein Maibaum. Ich werde nicht nochmal auf die ganze „Maibaum-Sache“ eingehen, das kann man hier nachlesen – aber ein so ausgefallenes Maibaum-Schild habe ich noch nie gesehen. Die Elisa hat offenbar einen Künstler am Start:

It was one of the may poles, though, that made me recalibrate today and set my priorities straight. I won’t explain all about may poles again but if you’re interested, you can check that tradition out here. But have a look at this extraordinary may pole sign – Elisa obviously is courted by an artistic soul:

Die neu gesetzten Prioritäten beinhalteten italienisches Eis und einen spontanen Besuch im Botanischen Garten. Ich hatte die Rhododendren für dieses Jahr schon abgeschrieben. Morgen geht es auf eine zweiwöchige Reise und danach wird die Pracht vorüber sein. Doch dann ging mir auf: Donnerstag. Öffnungszeiten bis 20 Uhr! Also los. Und was hat sich das gelohnt!

My recalibrated priorities included Italian ice-cream and a spontaneous visit at the Botanical Gardens. I had sort of made peace with the fact that I wouldn’t be seeing the rhodies this year. I’m off on a two-week trip tomorrow and once I return, they will largely be gone. But then I realized: Thursday. Open until 8 p.m.! Let’s go! And how spectacular it was!

Leider ist der Koffer immer noch nicht gepackt, aber jetzt bleibt keine Ausrede mehr übrig… auf bald!

Unfortunately, I still haven’t packed my suitcase but there are no more excuses… take care!

Barbara

Sonnenanbeter / Sun Worshipers

Wie immer im Frühjahr lasse ich mich von den Temperaturen in meiner ausgekühlten Wohnung täuschen: heute war Kurze-Hosen-Wetter! Wenn die Temperatur irreführend war, so hätte ich den durchdringenden und nicht abnehmenden Geruch von Grillanzünder richtig einordnen können. Die Saison ist eröffnet – und alle haben sich nach der Sonne gestreckt:

The temperature in my cold apartment has fooled me just as it does every spring: today was a t-shirt und shorts day! And if the temperature was misleading, I could have correctly interpreted the penetrant and never-ceasing smell of charcoal lighter at least. The season has begun – and everybody was trying to get as much sun as possible:

Die scheinbar grinsende Schildkröte rechts gefällt mir wirklich gut… Aber andere waren dann doch nicht so sehr auf die Sonne konzentriert: die Poppelsdorfer Froschkonzerte haben begonnen!

I love how that turtle on the right seems to be smiling! But there were others who didn’t concentrate on the sun as much: the Poppelsdorf Frog Concert Season has officially started:

Die Rhododendren halten sich weiter zurück, aber es waren auch genug andere Blüten zu genießen. Endlich habe ich zudem mal das nicht mehr ganz so neue Café ausprobiert. Auf der Terrasse sitzt man wunderschön, die Bedienung war freundlich und schnell, aber die Kuchenauswahl war enttäuschend (und teilweise um 15:30 Uhr schon ausverkauft), der Latte Macchiato durchschnittlich und der Test mit dem Leitungswasser funktionierte erst nach Erinnerung. Dazu schmeckte der Kuchen zwar gut, war aber zu teuer. Hörte am Nebentisch eine ähnliche Einschätzung. Aber wahrscheinlich ist das egal, die Lage wird’s machen.

The rhodies are still reluctant but there were enough other blooms to enjoy. And finally I got to try the not-so-new-anymore café. Sitting on the terrace is just wonderful, the service was friendly and fast but the choice of cakes was disappointing (and one of four sold out by 3:30 p.m.already), the latte was average and asking for tap water took two attempts – but it wasn’t denied. The cake was yummy, but too expensive. The party at the next table thought about the same. But I guess that doesn’t matter, the location is the selling point.

Und wie war euer Sommersonntag im April?

Did you have a summer Sunday in April, too?

Barbara

Endlich Sommerzeit… / Finally back on summer time


Es ist der perfekte Tag. Schraubt die Erwartungen nicht zu hoch – es bedarf bei mir wirklich nicht mehr viel, um dieses Prädikat zu verteilen: einfach nichts vorhaben. Morgens wach werden und erstmal noch in aller Ruhe ein Stündchen lesen. Entscheiden, beim Kaffeeröster Kurt als einer der ersten zu frühstücken und dann weiter zu ziehen in den Botanischen Garten, der an diesem Sonntag die Sommersaison eröffnet und damit auch sonntags wieder öffnet. Ein Weilchen bin ich vollkommen allein unterwegs, nachdem ich die neue Eingangspforte passiert habe – und ich fühle mich wie diese Krokusse, die durch alles durchgehen, um ans Licht zu kommen:

It’s a perfect day. Don’t expect too much now – I really only have one requirement to make a day a perfect day: not to have anything scheduled. Not A Thing. Wake up in the morning and just stay in bed to read for an hour. Decide to have breakfast over at Kaffeeröster Kurt as one of the first customers. To move on to the Botanical Gardens where summer season starts today and they’re finally open on Sundays again. To stroll around there all by myself for a little while after I have passed the new entrance – I feel like these crocusses, pushing their way through anything to reach the light:

Man kann jetzt schon eine Explosion der Farben finden, wenn man etwas genauer hinguckt – aber da sind überall schon so viele Knospen… das kann nicht mehr lange dauern, dann kommen die Blätter und die Blüten und es ist einfach nur noch schön. Und ja, ich bin ein Verfechter der Sommerzeit. Ich liebe die langen Abende und das Licht nach Feierabend – und die allerwenigsten Menschen brauchen Tageslicht um 4 Uhr morgens. Von mir aus keine Umstellung mehr; aber dann immer Sommerzeit. Aber nun noch mal ein bisschen Frühling:

There’s an explosion of color already, if you look somewhat closely – but there are buds all over the place… and pretty soon there will be all those light green leaves and thousands of blooms and it’s nothing short of beautiful. And yes, I love the switch to daylight saving time. I love to have the long evenings, more light after work – and I believe there are only very few people who need daylight at 4 a.m. If you don’t want to switch anymore, fine – but stick with summer time then. Now for some more spring:

Mal sehen, worauf ich jetzt Lust habe – euch noch einen schönen Sonntag!

Let’s see where fancy takes me now – enjoy your Sunday everybody!

Barbara

An Afternoon at the… ARNOLD ARBORETUM


Es ist schwer zu glauben: nach meinem AuPair-Jahr war ich vor diesem Urlaub bereits sieben mal wieder in Boston – und habe es NIE ins Arnold Arboretum geschafft. Ich habe keine Ahnung, was da schief gelaufen ist. Bei meiner Vorliebe für Botanische Gärten und ähnliches sollte man meinen, es wäre jedes Mal auf’s neue ein Anlaufpunkt. Aber jetzt war es soweit.

It’s hard to believe: I had already returned to Boston seven times after my AuPair stay – and had never made it to the Arnold Arboretum. I have no clue how that could have happened, seeing how much I enjoy botanical gardens and the like, you would have thought I hadn’t only visited it long ago but kept returning to it. But now it finally happened.

Das Arnold Arboretum ist groß: 281 acres – oder 113 Hektar – und liegt mitten in der Stadt. Es ist Teil der Harvard University und gehört zum Emerald Necklace, einer Aneinanderreihung von Parks und Grünanlagen, die von Frederick Law Olmsted gestaltet wurde (der zeichnet auch für den Central Park in New York verantwortlich). In der enttäuschten Vorfreude auf viel farbenfrohes Herbstlaub hatten mich besonders die 141 verschiedenen Ahornbäume interessiert. Aber es gibt noch soviel anderes zu sehen.

The Arnold Arboretum is large: 281 acres – or 113 hectares – and is located in Boston. It belongs to Harvard University and forms part of the Emerald Necklace, a chain of parks that was designed by Frederick Law Olmsted of New York City’s Central Park fame. Hoping for colorful fall foliage, I had been looking forward to the 141 different maple trees in particular. Colors were lackig but there was so much to explore.

Ich war ungefähr drei Stunden im Park unterwegs – und habe vielleicht ein Drittel gesehen, und das nicht sehr intensiv. Es müssen noch viele Boston-Besuche kommen. Und zu besonderen Zeiten: für die Rhododendren im Frühjahr. Überhaupt für die Frühlingsblüten. Für die Rosen im Sommer. Und später im Oktober für… das vermaledeite Herbstlaub!

I was walking around the park for about three hours and maybe saw a third of it – and only superficially, I feel. There must be many more Boston visits. And at different times of the year: in spring for the rhodies. Or for all the blooms in spring in general. In summer for the roses. And later in October for… the fall foliage!

Ich habe mir die Infos zu fast jedem Gewächs durchgelesen – und wie immer ist so gut wie nichts hängengeblieben. Es bleibt dabei: ich genieße und fertig.

I have read the tags of almost every plant I looked at – and as usual wasn’t able to retain much of the information. So nothing changes: I just enjoy, period.

Unabhängig vom Zeitpunkt des nächsten Besuchs ist der Plan klar: an einem Tag früh los und das ganze Emerald Necklace ablaufen. Und vielleicht finde ich unter meinen Bostoner Freunden ja auch jemanden, der seine (temporäre) Fußfaulheit überwinden und mitkommen will 🙂

Whenever I will return to Boston, I already have a plan: start early on a gorgeous day and walk the whole Emerald Necklace. And maybe there will be one among my Boston friends who overcome their aversion (or current inability) to walking longer distances to join me 🙂

Herbstsonnengetränkte Grüße

Greetings drowned in the warm light of an Indian Summer day

Barbara

Wunderbarer Herbst / Wonderful fall

Nach dem Dauerregen gestern und dem durch eine dicke Wolkendecke sabotierten Blick auf das Polarlicht über Deutschland war es heute ein wunderbar sonniger Herbsttag und die Entscheidung war nicht schwer: endlich noch mal auf in den Botanischen Garten. Und wer mich kennt, weiß: jetzt kommt eine fette Dosis Fotos und viel Farbe!

Yesterday’s rains finally ended and after we were denied a look at the Northern Lights over Germany because of the heavy cloud cover last night, this morning was downright gorgeous, a wonderfully sunny day in fall. So there was no hesitation: it was high time for a visit at the Botanical Gardens. And those who’ve been around here a little longer know: this post will be picture-heavy and colorful!

Kurz nach 10 war es noch ruhig und ein idealer Ort um in der prallen Sonne das eine oder andere Kapitelchen zu lesen – fast hätte ich mich auf einer Parkbank ausgestreckt. Aber dann wäre ich sicher eingeschlafen und mit dem Teint eines Hummers wieder aufgewacht…

It was still really quiet, shortly after 10 a.m., so it was the ideal place to sit in the sun and read a few chapters. I was very tempted to lie down on one of the benches – but then I would have fallen asleep and would have woken up with the complexion of a lobster…

Wenn man sich gaaaaaanz leise und unbeweglich neben die kleinen Teiche setzt, kann man auch den einen oder anderen Frosch sehen. Wenn man ganz genau guckt. Seht ihr sie auch?

If you sit down reaaaaaally quiet next to the little ponds and stop moving, you can see a frog or two. If you look closely. Can you see them, too?

Doch nun: der übliche Ausklang des Sonntagabends mit einem Krimi! Bis bald.

But now I need to let you go – Sunday night is thriller time! See you soon.

Barbara

Sonnenbrand | Sunburn


Den wunderbaren Sonn(en)tag wollte ich dazu nutzen, „mal kurz“ im Botanischen Garten vorbeizuschauen. Und dann gab’s da eine Eisdiele auf dem Weg dahin, Bratwürste und anderes vor Ort… und diverse Bänke, die ich mit einem leider nicht so guten Buch dann eine nach der anderen probegesessen habe. Dem Stand der Sonne folgend.

I tried to get the best out of this wonderful SUNday, including a „quick“ visit to the Botanical Gardens. And then I passed an ice-cream parlor on the way there, found bratwurst and other yummy stuff on site… and several benches that I frequented one after the other with a not so good book. Following the sun.

Wer denkt da schon an Sonnencreme… So bin ich auf jeden Fall auch noch mal in den Genuss der Rhododendren gekommen – ich hatte schon befürchtet, sie wären auch alle verfroren. Aber dem war nicht so.

Who remembers to bring sunscreen? Anyhow, I was happy to see „my“ rhodies, too. I was afraid they had also been damaged by the cold nights we’ve had. But they hadn’t.

Aber auch sonst blühte es allenthalben:

And it was blooming left and right.

Trotz großer Besuchermengen war ein Schmetterling entspannt genug, sich ausgiebig fotografieren zu lassen:

Despite the crowds, there was a relaxed butterfly who posed for many, many pictures:

Jetzt hoffe ich, dass der Feiertag, wenn die Sonne schon nicht scheinen soll, wenigstens ordentlich Regen bringt. Genießt ihn, den Feiertag!

Now I hope that Labor Day will be really rainy – if we can’t have sun anyway, we might as well get all the rain we need. Enjoy the holiday!

Barbara

Lilly & Louis


Zwei Jahre hatte ich es (mindestens) nicht mehr zum Frühlingsfest im Melbgarten geschafft – doch dieses Jahr sollte es wieder soweit sein. Und einen Kuchen hatte ich auch im Gepäck. Frohgemut war ich mit Öffnung der Tore um 10 Uhr vor Ort… und erstmal gab es einen Dämpfer, denn natürlich hatte der starke Frost vergangene Woche auch hier seine Spuren hinterlassen. Ich glaube mich zu erinnern, dass es die kälteste Nacht seit Beginn der Aufzeichung von Wetterdaten war. Nicht umsonst wurde in vielen Obsthainen mit Feuern und anderen Techniken versucht, der Sache die Spitze zu nehmen.

It’s been at least two years since I last managed to go to the Spring Fest at the Melbgarten, a branch of the Botanical Gardens in Bonn open to public only on that one day per year. I brought a cake, too, and was there right on time for the opening at 10 a.m… and a little shock at first as of course that wickedly cold night last week didn’t leave the premises unscathed. I seem to remember that it was the coldest night on record (for that night in April) and many people making a living off fruit fought it by lighting fires in their orchards or used other techniques.

Es ist ja aber auch immer wieder die schöne Anlage, in der es sich wunderbar einen Kaffee trinken und ein Stück Kuchen verspeisen lässt, die den Reiz der Sache ausmacht – und hier und da gab es dann doch auch noch ein paar nicht erfrorene Farbtupfer zu sehen.

After all, it’s also the design of the garden that makes it attractive – especially if you can have coffee and cake while gazing in the distance. And here and there, there were some blurs of color left, too:

Das kleine Gewächshaus war auch zum ersten Mal (dass ich es bemerkt hätte) auf und ich bin gespannt, ob diese Minikiefer es irgedwann mal schafft, als „richtiger“ Baum im Garten zu landen:

The little greenhouse was opened for the first time (that I noticed) and I wonder whether I get to see this tiny pine grow into a „real“ tree, being part of the arboretum:

Doch das Highlight – das absolute Highlight – waren Lilly und Louis, zwei kleine Eichhörnchenbabies, drei Wochen alt. Eine Frau aus Endenich kümmert sich um derzeit 16 verwaiste Eichhörnchen und drei Igel. Louis und Lilly müssen alle zweieinhalb Stunden gefüttert werden, auch nachts. Zum Glück sind die anderen Waisen schon älter und brauchen nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit. Zu sehen ist hier nur Louis, seine Schwester blieb erstmal im warmen Nest.

The best part of it all was meeting Lilly and Louis, two three-week old baby squirrels. A woman from a Bonn neighborhood bordering mine takes care of currently 16 squirrels and three hedgehogs. Louis and Lilly need to be fed every 2.5 hours, also during the night. Luckily, the other orphans are a little older already and don’t need quite as much attention anymore. Here, you only see Louis, his sister Lilly stayed in the warm nest while I was around.

Solltet ihr mal ein kleines Eichhörnchen finden (was offensichtlich nicht ungewöhnlich ist), dann gibt es den Eichhörnchen-Notruf unter 0700-200 200 12 oder http://www.eichhoernchen-notruf.com. Nun noch ein wenig basteln und ein geruhsamer Sonntag neigt sich dem Ende entgegen. Genießt ihn!

I will now retire to my creative nook and see how many Christmas cards will come of that – enjoy what’s left of your Sunday!

Barbara