An Afternoon at the… ARNOLD ARBORETUM


Es ist schwer zu glauben: nach meinem AuPair-Jahr war ich vor diesem Urlaub bereits sieben mal wieder in Boston – und habe es NIE ins Arnold Arboretum geschafft. Ich habe keine Ahnung, was da schief gelaufen ist. Bei meiner Vorliebe für Botanische Gärten und ähnliches sollte man meinen, es wäre jedes Mal auf’s neue ein Anlaufpunkt. Aber jetzt war es soweit.

It’s hard to believe: I had already returned to Boston seven times after my AuPair stay – and had never made it to the Arnold Arboretum. I have no clue how that could have happened, seeing how much I enjoy botanical gardens and the like, you would have thought I hadn’t only visited it long ago but kept returning to it. But now it finally happened.

Das Arnold Arboretum ist groß: 281 acres – oder 113 Hektar – und liegt mitten in der Stadt. Es ist Teil der Harvard University und gehört zum Emerald Necklace, einer Aneinanderreihung von Parks und Grünanlagen, die von Frederick Law Olmsted gestaltet wurde (der zeichnet auch für den Central Park in New York verantwortlich). In der enttäuschten Vorfreude auf viel farbenfrohes Herbstlaub hatten mich besonders die 141 verschiedenen Ahornbäume interessiert. Aber es gibt noch soviel anderes zu sehen.

The Arnold Arboretum is large: 281 acres – or 113 hectares – and is located in Boston. It belongs to Harvard University and forms part of the Emerald Necklace, a chain of parks that was designed by Frederick Law Olmsted of New York City’s Central Park fame. Hoping for colorful fall foliage, I had been looking forward to the 141 different maple trees in particular. Colors were lackig but there was so much to explore.

Ich war ungefähr drei Stunden im Park unterwegs – und habe vielleicht ein Drittel gesehen, und das nicht sehr intensiv. Es müssen noch viele Boston-Besuche kommen. Und zu besonderen Zeiten: für die Rhododendren im Frühjahr. Überhaupt für die Frühlingsblüten. Für die Rosen im Sommer. Und später im Oktober für… das vermaledeite Herbstlaub!

I was walking around the park for about three hours and maybe saw a third of it – and only superficially, I feel. There must be many more Boston visits. And at different times of the year: in spring for the rhodies. Or for all the blooms in spring in general. In summer for the roses. And later in October for… the fall foliage!

Ich habe mir die Infos zu fast jedem Gewächs durchgelesen – und wie immer ist so gut wie nichts hängengeblieben. Es bleibt dabei: ich genieße und fertig.

I have read the tags of almost every plant I looked at – and as usual wasn’t able to retain much of the information. So nothing changes: I just enjoy, period.

Unabhängig vom Zeitpunkt des nächsten Besuchs ist der Plan klar: an einem Tag früh los und das ganze Emerald Necklace ablaufen. Und vielleicht finde ich unter meinen Bostoner Freunden ja auch jemanden, der seine (temporäre) Fußfaulheit überwinden und mitkommen will 🙂

Whenever I will return to Boston, I already have a plan: start early on a gorgeous day and walk the whole Emerald Necklace. And maybe there will be one among my Boston friends who overcome their aversion (or current inability) to walking longer distances to join me 🙂

Herbstsonnengetränkte Grüße

Greetings drowned in the warm light of an Indian Summer day

Barbara

Wunderbarer Herbst / Wonderful fall

Nach dem Dauerregen gestern und dem durch eine dicke Wolkendecke sabotierten Blick auf das Polarlicht über Deutschland war es heute ein wunderbar sonniger Herbsttag und die Entscheidung war nicht schwer: endlich noch mal auf in den Botanischen Garten. Und wer mich kennt, weiß: jetzt kommt eine fette Dosis Fotos und viel Farbe!

Yesterday’s rains finally ended and after we were denied a look at the Northern Lights over Germany because of the heavy cloud cover last night, this morning was downright gorgeous, a wonderfully sunny day in fall. So there was no hesitation: it was high time for a visit at the Botanical Gardens. And those who’ve been around here a little longer know: this post will be picture-heavy and colorful!

Kurz nach 10 war es noch ruhig und ein idealer Ort um in der prallen Sonne das eine oder andere Kapitelchen zu lesen – fast hätte ich mich auf einer Parkbank ausgestreckt. Aber dann wäre ich sicher eingeschlafen und mit dem Teint eines Hummers wieder aufgewacht…

It was still really quiet, shortly after 10 a.m., so it was the ideal place to sit in the sun and read a few chapters. I was very tempted to lie down on one of the benches – but then I would have fallen asleep and would have woken up with the complexion of a lobster…

Wenn man sich gaaaaaanz leise und unbeweglich neben die kleinen Teiche setzt, kann man auch den einen oder anderen Frosch sehen. Wenn man ganz genau guckt. Seht ihr sie auch?

If you sit down reaaaaaally quiet next to the little ponds and stop moving, you can see a frog or two. If you look closely. Can you see them, too?

Doch nun: der übliche Ausklang des Sonntagabends mit einem Krimi! Bis bald.

But now I need to let you go – Sunday night is thriller time! See you soon.

Barbara

Sonnenbrand | Sunburn


Den wunderbaren Sonn(en)tag wollte ich dazu nutzen, „mal kurz“ im Botanischen Garten vorbeizuschauen. Und dann gab’s da eine Eisdiele auf dem Weg dahin, Bratwürste und anderes vor Ort… und diverse Bänke, die ich mit einem leider nicht so guten Buch dann eine nach der anderen probegesessen habe. Dem Stand der Sonne folgend.

I tried to get the best out of this wonderful SUNday, including a „quick“ visit to the Botanical Gardens. And then I passed an ice-cream parlor on the way there, found bratwurst and other yummy stuff on site… and several benches that I frequented one after the other with a not so good book. Following the sun.

Wer denkt da schon an Sonnencreme… So bin ich auf jeden Fall auch noch mal in den Genuss der Rhododendren gekommen – ich hatte schon befürchtet, sie wären auch alle verfroren. Aber dem war nicht so.

Who remembers to bring sunscreen? Anyhow, I was happy to see „my“ rhodies, too. I was afraid they had also been damaged by the cold nights we’ve had. But they hadn’t.

Aber auch sonst blühte es allenthalben:

And it was blooming left and right.

Trotz großer Besuchermengen war ein Schmetterling entspannt genug, sich ausgiebig fotografieren zu lassen:

Despite the crowds, there was a relaxed butterfly who posed for many, many pictures:

Jetzt hoffe ich, dass der Feiertag, wenn die Sonne schon nicht scheinen soll, wenigstens ordentlich Regen bringt. Genießt ihn, den Feiertag!

Now I hope that Labor Day will be really rainy – if we can’t have sun anyway, we might as well get all the rain we need. Enjoy the holiday!

Barbara

Lilly & Louis


Zwei Jahre hatte ich es (mindestens) nicht mehr zum Frühlingsfest im Melbgarten geschafft – doch dieses Jahr sollte es wieder soweit sein. Und einen Kuchen hatte ich auch im Gepäck. Frohgemut war ich mit Öffnung der Tore um 10 Uhr vor Ort… und erstmal gab es einen Dämpfer, denn natürlich hatte der starke Frost vergangene Woche auch hier seine Spuren hinterlassen. Ich glaube mich zu erinnern, dass es die kälteste Nacht seit Beginn der Aufzeichung von Wetterdaten war. Nicht umsonst wurde in vielen Obsthainen mit Feuern und anderen Techniken versucht, der Sache die Spitze zu nehmen.

It’s been at least two years since I last managed to go to the Spring Fest at the Melbgarten, a branch of the Botanical Gardens in Bonn open to public only on that one day per year. I brought a cake, too, and was there right on time for the opening at 10 a.m… and a little shock at first as of course that wickedly cold night last week didn’t leave the premises unscathed. I seem to remember that it was the coldest night on record (for that night in April) and many people making a living off fruit fought it by lighting fires in their orchards or used other techniques.

Es ist ja aber auch immer wieder die schöne Anlage, in der es sich wunderbar einen Kaffee trinken und ein Stück Kuchen verspeisen lässt, die den Reiz der Sache ausmacht – und hier und da gab es dann doch auch noch ein paar nicht erfrorene Farbtupfer zu sehen.

After all, it’s also the design of the garden that makes it attractive – especially if you can have coffee and cake while gazing in the distance. And here and there, there were some blurs of color left, too:

Das kleine Gewächshaus war auch zum ersten Mal (dass ich es bemerkt hätte) auf und ich bin gespannt, ob diese Minikiefer es irgedwann mal schafft, als „richtiger“ Baum im Garten zu landen:

The little greenhouse was opened for the first time (that I noticed) and I wonder whether I get to see this tiny pine grow into a „real“ tree, being part of the arboretum:

Doch das Highlight – das absolute Highlight – waren Lilly und Louis, zwei kleine Eichhörnchenbabies, drei Wochen alt. Eine Frau aus Endenich kümmert sich um derzeit 16 verwaiste Eichhörnchen und drei Igel. Louis und Lilly müssen alle zweieinhalb Stunden gefüttert werden, auch nachts. Zum Glück sind die anderen Waisen schon älter und brauchen nicht mehr ganz so viel Aufmerksamkeit. Zu sehen ist hier nur Louis, seine Schwester blieb erstmal im warmen Nest.

The best part of it all was meeting Lilly and Louis, two three-week old baby squirrels. A woman from a Bonn neighborhood bordering mine takes care of currently 16 squirrels and three hedgehogs. Louis and Lilly need to be fed every 2.5 hours, also during the night. Luckily, the other orphans are a little older already and don’t need quite as much attention anymore. Here, you only see Louis, his sister Lilly stayed in the warm nest while I was around.

Solltet ihr mal ein kleines Eichhörnchen finden (was offensichtlich nicht ungewöhnlich ist), dann gibt es den Eichhörnchen-Notruf unter 0700-200 200 12 oder http://www.eichhoernchen-notruf.com. Nun noch ein wenig basteln und ein geruhsamer Sonntag neigt sich dem Ende entgegen. Genießt ihn!

I will now retire to my creative nook and see how many Christmas cards will come of that – enjoy what’s left of your Sunday!

Barbara

Zapfen, mehr Zapfen! / Cones, more cones!


Das Winterhalbjahr ist, was Besuche im Botanischen Garten angeht, ein sehr trübes: die Öffnungszeiten nur wochentags von 10:00 bis 16:00 machen es Berufstätigen schwer. Aufgrund eines abgesagten Urlaubs habe ich dann heute die Möglichkeit gehabt, eine Winterführug mitzumachen. Es drehte sich um „Thuja, Torreya & Co: Neue und alte Schätze im Koniferetum“ – und damit um einen Bereich, in dem ich mich selten aufhalte und noch viel seltener fotografiere.

When it comes to the Botanical Gardens, winter is a dull time: they are open only on weekdays from 10 a.m. to 4.p.m. so if you work full-time it’s hard to make it in time even for a quick stroll. Due to a cancelled vacation, I got the unexpected opportunity to participate in a guided „winter tour“ today. It was all about „Thuya, Torreya & Co: New and Old Treasures of the Coniferetum“ – an area that I visit only rarely and practically never take pictures of.

Die wissenschaftlichen Details und lateinischen Fachbegriffe sind noch nicht mal ins Kurzzeitgedächtnis vorgedrungen… vielleicht noch nicht mal bis in den Gehörgang. Aber die Sonne schien, wir waren ausgestattet mit Lupen und haben uns hauptsächlich mit Zapfen beschäftigt. Und ja, dafür sind tatsächlich in manchen Fällen Lupen vonnöten. Ich habe einen vollkommen neuen Blick auf diese Bäume bekommen und werde wohl so insgesamt nie wieder ohne Lupe im Garten unterwegs sein.

The scientific details and Latin terms were lost on me… in fact, I think they didn’t even make it down the ear canal. But the sun was shining, we were given magnifying glasses and mainly looked at cones. And yes, you really do need magnifying glasses in some cases. This tour made for a whole new perspective of these trees and I may just never visit again without a magnifying glass.

Es gibt übrigens eine ganze Menge Themenführungen, die Übersicht findet ihr hier. Und: in der Ferne sah ich schon die ersten Rhododendren blühen… es wird Zeit für besucherfreundlichere Öffnungszeiten!

And by the way: off in the distance I saw that the first rhodies were in bloom already… it’s high time the opening hours were getting a lot more visitor-friendly!

Barbara

Sunlight!

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Ein lange erwartetes Wochenende in Bonn – und einfach nur zum Rumgammeln. Bei bestem Wetter. Da kam es dann richtig gelegen, dass sich die Mädels bei Our Beautiful World für diese Woche das Thema Sunlight ausgesucht haben. Und schon schickt mich die virtuelle Welt raus in die echte – und in den Botanischen Garten, in dem ich schon lange nicht mehr war.

A long-awaited weekend in Bonn – and to just chill. With perfect weather. So the current prompt over at Our Beautiful World – Sunlight – was a perfect choice: the virtual world made me go out into the real one, to the Botanical Gardens where I hadn’t been in a long while.

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Und Sonnenlicht – Sonnenschein! – gab es en masse… so dass sogar schon morgens um 10 Uhr die Geckos darin badeten!

And there was sunlight – sunshine! – en masse… even the lizards were bathing in it at 10 am already!

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Wenn man das Regenwaldhaus betritt und es als erfrischend empfindend… aber es war nur interessehalber; ich bin draußen geblieben 😉

When you walk into the rainforest house and perceive it as refreshing… but it was just out of interest; I was soon outside again 😉

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Und zum Schluss noch ein kleines Rätsel: was genau sieht man hier eigentlich?

A little trivia before I let you go: what do you think you’re seeing here?

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Eine schöne Woche allenthalben!

Have a great week everybody!

Barbara

A Couple of Days in… LUND!

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Die Fährüberfahrt nach Schweden hat problemlos geklappt und nach all dem trüben Wetter bin ich in Trelleborg bei gleißendem Sonnenlicht von Bord gefahren und gleich durchgedüst nach Lund. Lund ist ein Ort am südlichsten Zipfel Schwedens, ein bisschen nördlich von Malmö. Für mich ist er bedeutend, weil ich dort vor vielen Monden mal ein Jahr studiert habe. 2002 war ich nochmal dort und seitdem nicht mehr. Deswegen wird das jetzt vor allem ein Nostalgie-Post… der am ehesten was ist für meine Freunde von damals – Kommentare willkommen!

The Baltic crossing to Trelleborg was uneventful and when I got there the dull weather of the previous days was all but forgotten: I drove off the ship in bright sunshine and floored it all the way to Lund. Well, as far as you can floor it, that is… speed limits abound. Lund is a city at the southernmost tip of Sweden, a little north of Malmö. For me it carries significance as I studied here for a year many moons ago. I had returned for a visit in 2002 but that was the last time. So this is bound to be a post reveling in nostalgia… friends from the Lund days will probably enjoy it most – comments welcome!

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Als erstes bin ich in ein neueres Wohngebiet gefahren, wo eine Freundin, die in Schweden geblieben ist, nun mit ihrer Familie lebt. Da gab es schon mal ein leckeres Barbecue – und auf dem Weg dorthin (im Norden der Stadt), die Feststellung, dass die Zahl der Firmen, die dort angesiedelt waren, sich vervielfacht haben muss. Es schien mir deutlich größer und die Gebäude deutlich höher als ehedem. Aber dann ging es auch schon ins Zentrum der Stadt und nach einem Besuch in Mormors Bageri zu Princesstårta und Kaffee trennten sich unsere Wege wieder. Vorläufig.

The first thing I did was go see a friend who stayed on in Sweden and now lives there with her family in a rather new residential area of Lund. Well… new-ish. I was treated to a yummy barbecue – and on the way there (in the north of the city) my impression was that the number of companies that have settled in that area must have multiplied. It appeared much bigger – and the new buildings taller than what I remembered. But then we went to the center of the city and after a visit at Mormors Bageri for Princesstårta and coffee our ways parted. For the time being.

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Vorher war ich noch schnell in meiner äußerst empfehlenswerten Unterkunft gewesen, wo ein Leihfahrrad inklusive war – und machte den Fehler, den Stadtplan dort zu vergessen. Irgendwann kam ich dann am Mårtenstorget an, wo es zu meiner Enttäuschung keine Pølserbude mehr gibt. Nicht, dass Pølser an sich ein Hochgenuss wären, aber so auf die guten alten Tage hätte ich schon noch einen genommen. Jetzt gibt’s eine Kebab-Bude, die wahrscheinlich besser ist, aber nicht das richtige war für den Tag. Und Leihfahrräder gibt es dort auch, für sehr erschwingliche 25 SEK für 3 Tage (ca. 3 Euro). Ich denke immer noch, dass ich das falsch verstanden habe.

Before that, I had made a quick visit to the place where I was going to stay for two nights (highly recommended) where a bike was part of the deal. And then I forgot the map there. I somehow reached Mårtenstorget a lot later than necessary and discovered that the pølser stand was gone. Not that pølser as such were a delicacy but I would have liked to have one for old time’s sake. Now it’s a kebab stand which is very likely a whole lot better but it just wasn’t the right time for kebab. And you can now easily get bike rentals there… apparently at 25 SEK (about 3 Euros) for three days but somehow I still think I must have gotten something wrong there.

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Das Universitätsgebäude habe ich problemlos finden können – aber insgesamt bin ich erstmal eine geraume Zeit total desorientiert durch die Innenstadt getorkelt und war fassungslos, dass ich es so schwer hatte, mich zurecht zu finden. Jetzt kann man sagen, okay, 14 Jahre sind auch eine lange Zeit… aber trotzdem, ich habe so Dinge eigentlich gespeichert. Und dann kam so langsam ein Kopf dran, als ich verstanden habe, dass Åhléns, quasi der Kaufhof Schwedens, umgezogen war. Offensichtlich war das auf meiner „mental map“ ein wichtiger Bezugspunkt. Dom? Viel zu einfach – dann lieber Åhléns, wo ich, zumindest in meiner Erinnerung, nicht wirklich häufig eingekauft habe. Apropos Dom. Auf der Sonnenseite sitzen immer noch Studenten und andere Sonnenanbeter (siehe oben). Diese Seite guckt nun auf ein neues Gebäude(teil), und ich habe lange davor gestanden und überlegt, ob ich es gelungen finde. Ich bin zu der Überzeugung gekommen: leider nicht.

It was easy to find the University – but in all I was stumbling through the center like a decapitated hen (as we so graphically put it in German) for a while and just couldn’t believe that I had such a hard time finding my way around. You might say, well, it’s been 14 years after all… but still, I usually remember things like that. And then suddenly I realized what at least partly caused the problem: Åhléns (a department store chain) had moved. Apparently, it was a very important landmark on my mental map. The cathedral? Way too easy – then I’d rather use Åhléns, where I didn’t even shop that much… at least if my memory is not playing games with me. Talking about the cathedral, though. There are still scores of people frequenting the built-in benches (and now also movable stools) on its sunny side (see on top). This side now faces a new building (part of a building) and I have spent a while standing there and wondering whether I find it appealing. I finally decided to give it a thumbs down.

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Und auch die Tatsache, dass es das gelbe Gebäude umschließt um dann an der Kyrkogatan eine weitere Front zu bilden, hat mich nicht gewinnen können. Also, der Grundriss vielleicht schon, aber diese „Kupfertonne“ – nein.

The fact that it sort of snakes around the yellow brick building to end up having another front on Kyrkogatan couldn’t win me over. Well, maybe the ground plan but this „copper barrel“ – no.

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Ein weiterer Punkt in der Kategorie „das kann doch gar nicht sein“ war der Botanische Garten. Ich kann mich weiterhin nicht erinnern, dort jemals gewesen zu sein. Vielleicht war ich da noch nicht zum Blumen-Fanatiker mutiert… aber dass ich nicht einmal da gewesen sein soll? Aber wie sollte ich mich nicht an diesen malerischen Teich erinnern – wo es zudem noch ein nettes Café gibt?? Rätsel über Rätsel.

Another one in the unbelievable category: the Botanical Gardens. I have no recollection whatsoever of ever having set foot in it. Maybe I hadn’t become this flower-loving maniac yet? But really – just general curiosity would make you visit at least once? Wouldn’t it? How can I not remember this picturesque pond – with a cute little café right beside it?? Another mystery.

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Unterwegs in der Sölvegatan wurde sehr klar, dass der akademische Aspekt dieses Austauschjahrs nicht im Vordergrund stand… ich habe das Geografische Institut nicht wiedergefunden. Doch ach: ich fand ein Geozentrum I und ein Geozentrum II und glaube, mich dunkel zu erinnern, dass von diesen neuen Gebäuden damals schon die Rede war. Nur: der wunderbare Altbau, in dem die Geografen damals unterkamen, wird ja wohl kaum abgerissen worden sein?! Kurz vor der Dehydrierung stehend habe ich die Suche abgebrochen und am „Gamla Kirurgen“ blitzten mir Erinnerungsfetzen durch‘s Hirn – Kristoffer war dabei und Holly. Sven vielleicht auch. Aber warum wir da waren oder ähnliches… keine Ahnung.

Cycling up and down Sölvegatan I had to face an uneasy truth: the academic aspect of this exchange year was only a backdrop to everything else. I couldn’t find the Geography Department. But I found a Geo Center I and Geo Center II and I believe I remember that these buildings were being planned way back then already. The fact remains that the wonderful old building that used to house the geographers very certainly wasn’t torn down?! I was getting dehydrated and aborted the search and while passing „Gamla kirurgen“ I had a memory flash of some event there – Kristoffer participated and so did Holly. Maybe Sven also. But why we were there? No idea.

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Keinen Neubau gab’s von Sparta, dem Studentenwohnheim, in dem ich untergekommen war. Architektonisch dem Brutalismus zuzuordnen und darauf basierend denkmalgeschützt, wurden uns Verschönerungsmaßnahmen untersagt (wir hatten überlegt, den Balkon hellgelb zu streichen). Jetzt ist der Beton mintfarben und nicht mehr grau, was seiner Hässlichkeit allerdings keinen Abbruch tut. Vier dieser Blöcke stehen hintereinander und wirken wie ein Hochsicherheitsgefängnis – es wird auch weiter als Knast bezeichnet, wie mir ein eher kürzlich graduierter Student über einem Kaffee berichtete. Die Wohnbereiche sind nur noch per Zahlencode erreichbar… ich bin mir ziemlich sicher, dass alles bis zu den Briefkästen offen zugänglich war und an der Flurtür ein stinknormaler Hausschlüssel ausreichte. Ich hätte sonst mal irgendwo geklopft und gefragt, ob ich auch drinnen mal gucken kann.

Unfortunately, Sparta – my former dorm – has not moved to new premises. The architectural style (yes, there is a „school“ behind this monster) is called brutalism and because of that it’s a listed building. That’s why we were not permitted to even paint the balcony in yellow, as we requested at the time. Now the concrete is mint colored and not gray anymore but it doesn’t take away any of its ugliness. Four of these blocks are lined up next to each other and have the appeal of a high security prison – and it’s still called the jail as a rather recently graduated student told me over a cup of coffee. You can only reach the dorms with a code now… I’m pretty sure that 17 years ago you had free access to the mailboxes and then a simple key was sufficient to enter. I would have loved to knock on some dorm’s door and ask to have a look inside, too.

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Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt in diesem Austauschjahr war das Kulturen. Es ist ein Freilicht- und anderes Museum mit einem Restaurant, wo wir immer einen Stammtisch hatten, nur Austauschstudenten, die sich aber stoisch nur auf Schwedisch unterhalten haben. Zu einem Stammtisch hat es nicht gereicht, aber hier ist mir meine Freundin wieder über den Weg gelaufen, die eigentlich an dem Wochenende schon Familienbesuch hatte, in den ich ein bisschen reingegrätscht habe – wie noch zwei weitere Male in etwas mehr als 24 Stunden. Lund ist ein Dorf…

Another center of gravity during that exchange year was Kulturen, a (not only) open air museum with a restaurant where we used to have a weekly get-together of exchange students who stoically conversed in Swedish. Or tried to. There was no get-together of the kind now but I happened to meet my friend again who was actually hosting family already on that weekend… I crashed the party, so to speak – and met her two more times in a little more than 24 hours. Lund is a village…

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Neben den aus verschiedenen Ecken zusammengetragenen Gebäuden, die man größtenteils auch von innen besichtigen kann, hatte ich einen guten Tag erwischt (mittlerweile den zweiten in Lund): es gab ca. 3 Stunden Live-Musik, traditioneller schwedischer Art. Ich habe sage und schreibe eine Stunde auf einer Bank gesessen und den Damen und Herren gelauscht, die teils abenteuerliche Instrumente spielten, und das in immer wechselnden Zusammensetzungen. Erst waren es so 5, am Ende mehr als 20. Was will man mehr: in aller Ruhe am Teich in der Sonne sitzen, der Darbietung lauschen und an Nichts denken. Hat funktioniert.

There are the houses from different parts which you can usually have a look at from the inside as well but I had chosen a good day (my second in Lund): there were about 3 hours of live music, the traditional Swedish kind – that’s probably putting it too generally: music from Skåne, the southernmost province. I actually just sat on a bench by a tiny pond for an hour just listening to the ladies and gentlemen who in some cases played really unusual instruments – and with more and more joining in. At the start there were maybe 5, at the end more than 20. There’s nothing to be desired: sitting in the sunshine by the pond, all relaxed and listening to their concert, not thinking about a thing. It worked.

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Als ich die Fähre in Trelleborg verließ, war ich kurz davor, eine Verabredung für den ersten Tag „nach Lund“ abzusagen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, die Zeit würde nicht reichen. Ich habe es dann nicht gemacht und die Zeit hat gereicht. Es wäre sicher schön gewesen, mich noch länger mit der Freundin auszutauschen, aber das war an diesem Wochenende ja eh keine Option. Es war gut, wie es war… und es stehen ja noch viele weitere Stationen auf dem Programm, manche weiter auf der Nostalgie-Schiene, andere ganz neue. Bald mehr davon! Hej då!

When I got off the ship in Trelleborg I had the urge to cancel the meeting I had planned for the first day „after Lund“ because I felt I didn’t have enough time. I ended up sticking to the plan and it was enough time after all. Of course it would have been nice to have spent more time with my friend but unfortunately, that was not an option on that very weekend anyway. It was good the way it was… and there are quite a few more destinations on my schedule, some of the nostalgic kind, others whole new ones. Much more to come! Hej då!

Barbara