A Day in… the Watersheds of Zerafshon Basin


In Sarvoda, einer ehemals modernen Bergbausiedlung mit Wohnblöcken, Heizkraftwerk und Kino, biegen wir von der M34 ab und machen uns auf in das erste von insgesamt sieben Wassereinzugsgebieten, die im Rahmen eines ehrgeizigen Projekts von fünf Hilfsorganisationen betreut werden: Pasrud. Es geht dabei um nachhaltige Bewirtschaftung und Schutz natürlicher Ressourcen und Wasservorkommen in den oberen Einzugsgebieten des Zerafshon. Das soll – ganz grundsätzlich gesagt – passieren durch eine Sicherung der Lebensgrundlage für die Bevölkerung in diesen Gebieten (etwa 70.000 Menschen): nachhaltige Armutsreduzierung durch bewussten Umgang mit den Ressourcen bei verbesserter Ernährungssituation.

We take a turn off M34 in Sarvoda, a formerly modern mining settlement with housing blocks, heating plant and movie theater, towards one of a total of seven water catchments which are managed as part of an ambitious project of a consortium of five non-governmental organizations: Pasrud. It’s all about protection and sustainable management of water and natural resources in the upper catchments of the Zerafshon basin. This is supposed to happen – to sum it up – via a stabilization of livelihoods of the population (about 70,000) through sustainable poverty reduction via conservative utilization of the resources for an improved food and nutrition security.

Bergbau? fragt man sich… Unter anderem Steinkohle, die Flöze liegen teilweise direkt an der Oberfläche. Fotografisch festgehalten habe ich nur kleinere Anlagen, die teilweise unglaublich an steile Felswände „geklatscht“ scheinen. Aber es gibt auch Abbau im großen Stil, was auf dem Weg nach Dushanbe, auf dem sich ein Kohle-beladener LKW an den anderen reiht, nicht zu übersehen ist.

Mining? one wonders… Hard coal, among others, with the beds to been seen protruding from the mountains in places. I managed to take pictures only of the smaller enterprises which were often precariously situated, seemingly „glued“ to steep mountain sides. But there is large-scale mining, too, which you can’t miss going back to Dushanbe where all you seem to be doing is pass one coal truck after the next.

Doch zurück zum Thema… aber eigentlich ist es Teil des Themas, wenn du bei der Trinkwasserversorgung einer Ortschaft feststellen musst, dass der eigentlich vorgesehene Fluss dafür nicht in Frage kommt, da schwerst belastet durch Einleitungen einer Goldmine. Und auch wenn sich alles ums Wasser dreht, geht es in diesem ersten besuchten Einzugsgebiet erstmal nur indirekt um Wasser: Testfelder anhand derer man rausfinden möchte, wie sich die Qualität der Weideflächen verbessern lässt. Mehr Gras und variantenreicheres, so dass man größere und gesündere Herden halten kann. Von der Maßzahl „Großvieheinheit pro Hektar“ sollte man sich nicht verwirren lassen: hier oben (wir kamen bis etwa 2.300 m) sind wohl eher Schafe das Vieh der Wahl. Außerdem gibt es Testflächen, die mit Terrassierungen, dem Anbau trockenresistenter Büsche und Scheibenpflugtechniken experimentieren. Der Weg war ziemlich belebt mit bepackten Eseln, die natürlichen Dünger aus den Orten zu den Feldern transportiert haben. Wie so ziemlich alles hier eine langwierge Arbeit.

But let’s return to the subject… but actually, the mining is also part of it if you’re trying to figure out how to set up a drinking water supply for a village and find out that you can’t use the river you thought to use because it’s polluted by the gold mine upstream. Even if all is about water here, I get to see activities in this catchment that are at first sight only indirectly related to water: demo plots on which tests are being run to find out how to improve pasture quality. The goal is to find a way to grow more grass and more varied pasture in order to be able to have larger and healthier herds. If you want to phrase it more academically, you speak about „livestock units per hectare“. We reached about 2,300 m and not that far below there were more demo plots experimenting with banking, cultivation of drought resistant bushes and low-tillage techniques. The „road“ was pretty busy with donkeys carrying sacks of natural fertilizer from the village to the fields. A time-consuming and tiring work, like so many here.

Ja, ich konnte mich mit den Fotos nur ganz schwer entscheiden! Neben vielen anderen Dingen kann einen die Landschaft hier, in mehrfacher Hinsicht und im positiven Sinn, fertig machen: Hochgebirge an sich, mit atemberaubenden Felsformationen, die nach jeder Kurve wieder komplett anders aussehen und an mancher Stelle ein wahnsinniges Farbspektakel bieten. Hier kann man, wenn man mit der Höhe umgehen kann, wunderbar wandern. Die kleinen Orte sind auch, in bescheidenem Maße, auf Touristen eingestellt und bieten Homestays an. Eine Wanderkarte gibt es auch. Lust?

Yes, I had a hard time deciding which pictures to include. This landscape can really be too much (in a positive sense) on many levels: high mountains, breathtaking rock formations and a completely different look every time you turn a corner and sometimes the colors are almost too much to take in. If you can handle the altitude, this is a hiker’s heaven. You can get a map with hiking trails. The villages are prepared for tourists, too, and offer home stays. Wanna try?

Weiter geht’s zum Madm-Tal, wo es riesige Aprikosenhaine gibt, kurz vor der Blüte. Ich bin vielleicht zwei Wochen zu früh dran – es muss ganz wunderbar aussehen. Alles, was da so rot wirkt an den Bäumen, sind die Knospen. Hier gibt’s wieder ein Testfeld zu begutachten: Anbau von Obstbäumen mit Wasserversorgung. Ein Tank oberhalb des Testsfelds wird durch eine solarbetriebene Pumpe versorgt, so dass auch in den Sommermonaten, nach der Ernte, gegossen werden kann. Die Wasserversorgung dann ist wichtig, damit die Bäume quasi in der Vorbereitung auf die nächste Saison nicht in Stress geraten. Dazu gibt es Trainings im Pflanzen und Obstbaumschnitt, damit auch in dieser Hinsicht das beste rausgeholt werden kann. Dazu kommt, dass die bestehenden Aprikosenbäume schon viel Totholz aufweisen und dann gelegentlich auch mal ersetzt werden sollten.

On we go to the Madm valley, to large apricot groves, about to bloom. I’m maybe two weeks early – it must be an amazing sight. Everything that looks red on the trees are buds getting ready to bloom. There’s another demo plot here: cultivation of fruit trees with water management. A tank higher up on the hill is filled with the help of solar-powered pumps so that the trees can be watered in the summer months, too, after the harvest. It’s important to have water around then as well so that the trees don’t get stressed in preparation for the next season. Add to that training in planting and pruning and things look good for a higher yield. The old apricot trees feature a lot of deadwood already and should be replaced at some point in the not too far future.

Im langsam weniger werdenden Tageslicht war Kum der letzte Anlaufpunkt, wo wir uns die Uferbefestigung des Kum mit Gabionen (diese steingefüllten „Käfige“) angeguckt haben. Als Gartenbauelement finde ich die immer ziemlich fragwürdig bis geschmacklos, aber hier sind sie offenbar am richtigen Platz. Die Dorfgemeinschaft wies außerdem darauf hin, dass eine neue Brücke vielleicht auch mal eine Maßnahme wäre. Könnte man drüber nachdenken, aber da sollte erstmal geklärt werden, ob sie die notwendige Eigenbeteiligung stemmen können.

In the fading daylight we reached Kum where we had a quick look at the bank reinforcement by way of gabions (those „cages“ filled with rocks). I always find them a spectacularly bad choice in landscape gardening but here they seem to be in the right spot. The community took the opportunity to mention that a new bridge could be a helpful measure as well. That could be taken into consideration but the community would need to discuss how to make sure they can offer the financial contribution that would be expected of them.

Das war nur ein kleiner Einblick in einen sehr vielfältigen Korb an Maßnahmen und Aktivitäten. Da wären u.a. noch Latrinen-/Toilettenbau, Kanalrehabilitation, die Unterstützung von Frauengruppen, Saatzuschüsse, die Bildung von Gesellschaften zur Organisation der Wassernutzung, Vermarktung von landwirtschaftlichen Erzeugnissen und Trainings, Trainings, Trainings. Aber damit muss hier Schluss sein – Glückwunsch an alle, die bis hierher gekommen sind!

This was just a glimpse into a very varied „basket“ of measures and activities. Add to that the construction of latrines/toilets, canal rehabilitation, the support of women’s groups, grants for seed purchases, the formation of water user associations, marketing of agricultural produce and trainings, trainings, trainings. But this just has to be the end of it – congrats to all who made it this far!

Barbara

On the Road in… TAJIKISTAN


Bei meinem Besuch bin ich auch ein bisschen aus der Hauptstadt rausgekommen: bis Ayni, ca. zweieinhalb Autostunden nördlich von Dushanbe. Es wird dann schnell gebirgig und am Vorabend gab es eine Lawinenwarnung. Morgens jedoch konnten wir los, es gab keine weiteren Meldungen. Die erreichte uns dann aber nach etwa 45 Minuten: Straße gesperrt wegen eines Lawinenabgangs einige Kilometer weiter. Die Gerüchteküche reichte von 10 bis 100 Meter Schneemassen. Also erstmal Pause in einer Art „Raststättenort“ beim Nationalgericht Ploff (oder wie immer man das schreibt) und Schwarztee mit Zitrone. Und einmal angehalten, wurden auch die gut geführten Örtlichkeiten in Anspruch genommen.

My visit to Tajikistan finally brought me out of the capital, too: to Ayni, about two and a half hours north of Dushanbe. Very soon the landscape becomes really mountainous and on the eve of our departure we received warning messages about possible avalanches. But in the morning, there were no more bad news so we started on our way. We were on the road for only about 45 minutes when we were stopped abruptly: the road was closed… due to an avalanche quite a few kilometers further up the road. Rumor had it it was 10 meters. Or 100 meters, depending on who you talked to. So we decided to have a very early lunch of ploff (or however you would spell that) and black tea with lemon in a little village that catered to travelers. It also offered a well-run public restroom.

Das Restaurant war sehr gut besucht – alle mussten ja warten. Aber plötzlich waren wir als einzige übrig. Irgendwer hatte offenbar die Nachricht erhalten, dass die Straße wieder auf sei und schwupps waren die ganzen Trucker wieder unterwegs. Und wir dann auch.

The restaurant was almost full – everybody had to wait somewhere after all. But all of a sudden we were the only ones left. Somebody had recived the message that the road was open again and just like that everybody was behind their steering wheels again. And so were we.

Die Fahrt brachte uns auch durch den 5km langen „Tunnel des Todes“, eine bis vor kurzem vollkommen unbeleuchtete, unbelüftete, dafür nasse Angelegenheit mit Schlaglöchern. Nun gibt es Licht, aber auch nicht immer, wie ich auf der Rückfahrt feststellen konnte… was allerdings einen Fahrer trotz nicht vorhandenen Lichts auch an seinem Auto nicht davon abhalten konnte, trotzdem durch zu fahren, sozusagen auf Gefühl, meist mittig und immerhin mit Warnblinklicht. Die Belüftung fehlt weiter – dagegen wirkt so manches Feinstaubproblem irgendwie fimschig.

As part of the trip we also had to pass the „Tunnel of Death“, a rather wet, unlit, unventilated and pothole-pocked affair. Now there’s light but then not always, either, as I noticed on the way back… minor detail for a driver whose head- and taillights were broken to happily drive right into it, literally feeling his way around, mostly in the center of the tunnel, trusting the hazard lights would take him through it. The ventilation is still missing – and discussion in our parts about particulate matters seem almost ridiculous in comparison.

Eine überraschende Entdeckung war, dass der Opel der Toyota Tajikistans ist – es muss das Land mit der höchsten Opel-Dichte weltweit sein, wie auch immer es dazu kommen konnte. Neben den Autos wurde gleich das Motto mitgeliefert: „Opel fahrn is‘ wie wennze fliechs“… es gab die abenteuerlichsten Manöver. Und Opel-Witze gibt es auch: Fragt ein Mädchen seinen Freund: „Hast du ein Auto?“ – „Nein,“ antwortet der. Das Mädchen ist sichtlich enttäuscht, gibt aber nicht auf und fragt: „Hast du denn vielleicht einen Opel?“

I was very surprised to see that apparently Opel is the Toyota of Tajikistan – it must be the country with the highest Opel density worldwide. I wonder how that could have happened. Anyhow, the cars came equipped with the motto for which they are known in Germany: „Driving Opel feels like flying“ – I witnessed quite a few hair-raising maneuvers. And there are Opel jokes, too: A girl asked her boyfriend: „Do you have a car?“ – „No,“ he answers and the girl has a hard time hiding her disappointment but continues: „Then do you maybe have an Opel?“

Immer auf der Suche nach neuen Methoden bin ich mehrfach auf einen Recycling-Ansatz im Brückenbau gestoßen:

Always on the look-out for new methods I came across a recycling approach in bridge construction:

Es gibt immer und überall so viel zu sehen. Aber nun erstmal: auf bald!

There’s always so much to see all over the place. But for now: take care!

Barbara

P.S.: Auf youtube gibt es eine Menge zum Tunnel of Death vor der „Sanierung“, hier ein Beispiel:

P.S.: There are tons of youtube videos about the Tunnel of Death before its rehabilitation, this is just one example:

Hiking in… CINQUE TERRE | Day One

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Eine Woche Bildungsurlaub zum Thema „Cinque Terre – Ökologie und Naturschutz in einer Kulturlandschaft an der ligurischen Küste“ und wie die Vorstellungsrunde zeigte, ging es mir wie einigen anderen Teilnehmern auch: Bildungsurlaub auf jeden Fall, aber wenn ich drinnen auf eine Power Point Präsentation nach der anderen starren muss, werde ich verrückt. Mein Geografenherz meldete sich auch mal wieder, der Termin war zwischen alles mögliche andere zu quetschen – und so wurde es Cinque Terre.

One week educational leave, learning all about „Cinque Terre – Ecology and nature conservation in a cultural landscape on the Ligurian coast,“ and as the round of introductions showed, my motivation was that of some of the other participants as well: a clear yes to make use of my educational leave but if that meant sitting indoors and staring at one uninspired Power Point presentation after the other, I’d go crazy. Also, my „geographer’s heart“ was in need of attention again, the timing fit the schedule – and so I went to Cinque Terre.

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Ich hatte mir nur im Netz schnell Fotos angeguckt, entschieden: schön, und fertig. Untergekommen bin ich in Riomaggiore, dem südlichsten der fünf Orte. Mit der Auswahl der Unterkunft an sich kann ich zufrieden sein, aber ich habe mir zielgenau eine ausgesucht, die am oberen Ortsrand liegt. Das heißt im Detail: nach einem langen Tag Wanderung erklimme ich zum Abschluss, den Rucksack voller Lebensmittel, noch mal kurz den Kölner Dom. Im Ernst: es sind allein so um die 250 Treppenstufen und dann noch ein gutes Stück ohne Stufen aber steil bergan. Nach der Dusche zieht mich nichts mehr ins Zentrum, soviel ist sicher.

I had only very quickly looked at a few photos online and made up my mind: beautiful, so I booked. I found a place to stay in Riomaggiore, the southernmost of the five towns. I’m satisfied with the accommodation as such but I went for one right at the uppermost edge of the town. That means: after a long day of hiking, the backpack full of recently purchased groceries, I get to climb the bell tower of Cologne Cathedral. Seriously: It’s about 250 steps and then another chunk that’s just a steep road. One thing’s for sure: once I’ve had that shower, nothing will make me walk down to the center again.

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Es gibt nur wenige Straßen, die diesen Namen verdienen – die Bebauung ist sehr eng, schmal und hoch, durchdrungen von kleinen Gassen. Wunderbar malerisch, wenn man hier mal ein paar Tage verbringt. Die eigentliche Bevölkerung hier zu halten ist nicht so einfach, denn die Wohnungen sind entsprechend klein und dunkel. Ich sitze zwar auf einer schönen Terrasse, aber das Schlafzimmer ist wie ein Bunker im Berg, ohne Fenster. Aber da habe ich ja eh die Augen zu. Es heißt, der Platz vor der Kirche oben ist der einzige, wo sich die Kinder zum Fußballspielen treffen können.

There are only few streets worthy to be called that – the architecture is narrow, both the houses themselves and the distance between them, and high, with little alleyways. Very picturesque if you spend a few days here. But it’s pretty hard to keep the locals here as the apartments are small and dark. Just now, I’m sitting on a nice terrace but my bedroom is like a bunker inside the mountain, lacking windows. But then I usually have my eyes closed in there anyway. As I understand, the little square in front of the church on the photo above is the only one where kids can come to play soccer.

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Der erste Tag begann mit der Entspannung: Bootstour von Riomaggiore nach Monterosso, dem nördlichsten Ort. Da konnte man einen wunderbaren Blick auf die Steilküste werfen, auf die kleinen Orte, die wir drangeklebt aussehen – und man fragt sich, warum um alles in der Welt irgendwer auf den Gedanken kam, sich hier niederzulassen. Und dann auf diesen Wahnsinnshängen auch noch Landwirtschaft betreiben zu wollen. Sie müssen vom heftigst gefalteten Sedimentgestein bezirzt gewesen sein:

The first day started out relaxing: a boat ride to Monterosso, the northernmost place. It offered great views of the steep coast, of the little towns that look like they were glued in place there – and you can’t stop wondering why anyone would have decided to settle her. And then not make a living from fishing but from agriculture?? They must have been bewitched by the heavily folded sedimentary rock:

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Aber da sag ich’s: Steilküste. Da reicht der Blick auf eine Postkarte, dafür muss man keine topografischen Karten studieren. Wer hier irgendwas zu Fuß machen will, muss bergauf. Es war von Anfang an klar: das wird ’ne ganz harte Nummer. Und wenn man dann auch noch mit einem Diplom-Geologen unterwegs ist… einem Diplom-Geo-was-auch-immer, dann ist auch klar: die Geschwindigkeit wird hoch. Und die erste Etappe begann mit verteufelt steilen 311 Höhenmetern. In praller Sonne. Und die Tatsache, dass die Aleppo-Kiefer ein immer wieder erwähnter wichtiger Bestandteil der mediterranen immergrünen Macchia-Vegetation ist, hat nicht dazu beigretragen, dass ich so sonderlich gut abschalten konnte.

There, I said it: steep coast. Having a look at a postcard is enough to know what you’re in for, no need to study topographic maps. Whatever you want to do on foot, it will be an uphill battle, quite literally. I knew it was going to be tough. And I also knew that our guide was going to be a geologist… and when you’re out and about with a geo-whatever, the speed can be assumed to be of the breakneck variety. The first stage started out with an incredibly steep ascent from 0 to 311 above sea level. In scorching sun. And the fact that the Aleppo pine is an important part of the indecidious mediterranean Macchia vegetation and was frequently mentioned didn’t help one bit to make my thoughts move away from „business“.

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Der vollkommen geschmacklosen Frucht des Erdbeerbaums (die Kugeln in gelb-orange-rot oben) konnte ich nicht widerstehen – wahrscheinlich tatsächlich eher als Likör zu genießen… „Mit Alkohol schmeckt halt alles,“ wie der Guide meinte. Das mittägliche Picknick nach der Anstrengung schmeckte umso besser und der Ausblick machte die Anstrengung vergessen.

I couldn’t resist trying the 100% tasteless fruits of the strawberry tree (arbutus), the yellow-orange-red balls above – probably much better when taken in the form of a liqueur… „Everything is tasty with alcohol,“ as our guide observed. The picknick lunch tasted so much the better after the great effort and the view let us forget the exhaustion for while.

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Der Ausblick, eigentlich fast egal von wo, war immer atemberaubend. An vielen Stellen musste man aber definitiv auf den Weg und nicht den Ausblick fokussieren – wie man auch nur annähernd auf den Gedanken kommen kann, sich hier mit Flipflops zu bewegen, ist mir ein Rätsel. Kam aber immer wieder vor.

The view, no matter from where, come to think of it, was always breathtaking. For much of the hike, though, it was important to focus on the path and not on the view – I just do not understand how people decide to hike anywhere in flipflops. We saw it a number of times.

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Und hier ist der Weg mal für ein kurzes Stück ein Spaziergang… die Herausforderung liegt mehr darin, nicht einfach nur auf das glitzernde blaue etwas zuzusteuern und die 311 Höhenmeter rasant zu reduzieren.

This is one of the few instances when the path was a walk in the park… the challenge being not to be drawn to the sparkling blue something and reduce those 311 m above sea level much too rapidly.

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Am Ende des Tages stand ein Bad am Strand von Levanto und/oder ein Eis und die Zugfahrt zurück nach Riomaggiore. Leider gab es auch den ersten Ausfall mit Knieproblemen, aber vielleicht wird das ja wieder für den Rest der Woche. Auf bald!

Upon reaching Levanto it was beach time and/or the ice-cream parlor and later the train ride back to Riomaggiore. Unfortunately, one participant got a knee problem and was out… but maybe she can join us again later in the week. Take care!

Barbara

Wandern mit dem Bürgermeister / Hiking with the Mayor

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In der Verbandsgemeinde Brohltal gibt es seit vielen Jahren die Tradition, an drei Tagen im Sommer mit dem Bürgermeister wandern zu gehen. Zu dieser Ehre kam ich dadurch, dass eine Freundin dort wohnt und das Event vorschlug. Und so waren wir gestern dort unterwegs.

It’s been a longstanding tradition in the Brohltal municipality to go hiking with the mayor on three days in the summer. I heard of it from a friend who lives there and who suggested we participate. And so we did yesterday.

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Zuerst ging es ab Oberzissen vorbei an Kornfeldern, über Wiesen und Weiden und durch Waldstücke mit der Brohltalbahn nach Engeln. Dann bei ziemlicher Hitze auf die ca. 13km lange geführte Tour.

We boarded the Brohltal train at Oberzissen and passed grainfields, meadows and woodland on our way to Engeln. From there we started our hike of appr. 13km in scorching heat.

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Burg Olbrück hatten wir dabei zumeist im Blick.

Olbrück Castle was usually in sight.

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Teil der Wanderung war eine gesponsorte Rast bei einem nicht mehr bewohnten Einsiedlerhof. Die Getränke waren sehr gefragt, die rustikalen Brötchen ebenfalls. Eine glänzende Idee fand ich auch, dass „Emilio“ mit seinem Eisauto vor Ort war.

The mayor extended an invitation for a break with sandwiches and beverages near an abandoned isolated farm. It was brilliant to have „Emilio“ there as well, with his well-stocked Italian ice-cream truck.

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Das alte Fachwerkhaus mit separater Scheune und Stallungen sowie einem überwucherten Bauerngarten wäre genau das, was ich mir so als Traumhaus vorstelle… und nach langen Jahrzehnten (Jahrhunderten) des Darbens ist nun wohl auch die Wasser- und Stromversorgung gesichert.

The old timber frame house with its separate stable and barn and the overgrown „farmer’s garden“ pretty much looked like my dream property… And after decades (centuries) of dire need the water and power supply have been in a place for a while now.

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Kurz vor dem Ende der Wanderung kam mit Blitz und Donner dann der lang ersehnte große Regen. Auf spontane Initiative des Bürgermeisters fanden wir schnell Unterschlupf in einem fest installierten Partyzelt, wo der Eigentümer kurz entschlossen den Wirt gab und gekühlte Getränke unter’s Volk brachte. Es war ein, hauptsächlich durch die Hitze, anstrengender Tag – aber nach körperlicher Anstrengung ist das immer so eine süße Müdigkeit… jetzt genieße ich die Kühle!

Only a couple of kilometers before we reached the finishing line the longed for rains finally came, with thunder and lightning. The mayor knew his way around, though, and within moments secured shelter for our group in a party tent. The owner was not unhappy to find we all gratefully made use of his sheer endless stock of ice cold beverages. It was an exhausting day – mainly due to the heat… but it’s that sweet kind of tiredness after physical strain. I now enjoy the cool!

Barbara

Madagascar | Isalo National Park

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Okayyyyyy – ich gebe es ja zu: ohne dieses frühe Aufstehen wären solche Bilder nicht möglich. Und frühes Aufstehen war angesagt, denn der Weg zum Isalo Nationalpark war einer der längeren in unserer Route.

Alright, alright – I admit it: pictures like the one above would not have been possible without this constant getting up at ungodly hours. And that was again part of the plan of getting to Isalo National Park. That stretch was one of the longer ones on our route.

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Reisfelder, geschweige denn -terrassen, waren bald nicht mehr zu sehen, dafür wurde es erst felsiger und die ersten Personen mit interessanten Frisuren wurden gesehen. Auch Zebus gab es noch einige. Der Trupp hier erinnert mich irgendwie an eine Bande Geächteter, wie sie durch den Ort ziehen.

Rice paddies, let alone terraced ones, were soon a thing of the past, instead the landscape got increasingly rocky and the first persons with interesting hairdos were spotted. Some zebus were left, too. This group here makes me think they were a band of outlaws roaming the village…

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Dann erreichten wir das Plateau de Horombe, vierzig Kilometer fast absoluter Einsamkeit in einer savannenähnlichen Landschaft – „Little House on the Prairie“ schoss mir durch den Kopf (der Originaltitel von „Unsere Kleine Farm“):

Then we reached the Plateau de Horombe, fourty kilometers that felt completely deserted in a savannah-like landscape – I decided to call that picture „Little House on the Prairie“:

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Und Menschen sah man auch so gut wie gar nicht mehr.

And people were few and far inbetween, too.

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Am frühen Nachmittag erreichten wir Ranohira, den Ort am Park. Nach einem Mittagessen haben wir uns ein bisschen orientiert und einen Führer für den kommenden Tag klargemacht. Plan: in ungefähr sechs Stunden zwei Trails verbinden. Es stellte sich dann raus, dass das so ziemlich jeder macht.

We reached Ranohira, the town at the border of the park, by early afternoon. We had a quick lunch and got some information – and hired a guide for the following day. The plan: a hike that combines two trails in about 6 hours. It turned out later that this is what just about everybody else does, too.

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Letztlich war ich allein mit Baupage unterwegs, denn meine Freundin lag von Montezumas Rache niedergestreckt im Hotel. Ich hatte schon seit ein paar Tagen vorher schwerere Geschütze aus der Medikamententasche aufgefahren. Der Hike begann über einen Treppenaufstieg, der schon erste Ausblicke ermöglichte – unter anderem auch auf ein Grab, hoch in einer Bergwand:

I ended up doing the hike by myself (with Baupage of course) as my friend was exhausted after a night with „hotely belly“ and continued to prefer the proximity of a toilet. I had started to rely on medication a few days earlier already. The hike started with an ascent on steps and afforded the first views – among others a view of this tomb high up on a mountain:

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Der Sandstein erstrahlte in allen möglichen Nuancen von braun und rot bis gelb – die Färbung manchmal verursacht von Flechten und Moosen. Alles in allem schön… aber ich war schon mal beeindruckter.

The sandstone was gleaming in hues of brown and red and even yellow – the color sometimes caused by lichen and moss. Nice to look at… but I have to say I’d seen better.

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Gelesen hatte ich im Vorfeld von den bizarren Formationen, die Wind und Wetter aus dem Sandstein formen. Und ja, die gab es schon zuhauf:

During the preparations for this trip I had read about the bizarre rock formations, made by wind and water. And yes, they were there in abundance:

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So sind wir dann einen Weg entlang getrottet, der sich ewig zwischen den Felswänden hinzuziehen schien. Mittlerweile ging es auch schon auf den späteren Vormittag zu und es wurde wärmer. Immerhin gab es Iguanas und Elefantenfüße (Pachypodium rosulatum) zu sehen.

We were more or less silently trotting along a path between the mountains. And as we were getting towards noon, it got decidedly warmer, too. But we got to see an iguana and some elephant’s feet (Pachypodium rosulatum).

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Und dann, mit den ersten Salzkrusten auf der Stirn, sind wir vielleicht 15 Meter abgestiegen, in einen kleinen Canyon, und fanden uns in einer wahren Oase wieder – am Piscine Naturelle, dem Naturschwimmbad:

And then, the first salt crystals appearing on my forehead, we descended maybe 15 meters into a small canyon and in a small oasis really – the piscine naturelle, the natural pool:

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Das war auf diese kurze Distanz schwer üebreinander zu kriegen und ich stand erst ziemlich verdattert in der Gegend rum… war aber vorbereitet und konnte mich in den erfrischenden Pool werfen und bis zu dem kleinen Wasserfall schwimmen (man hätte auch waten können, maximal brusthoch), der warm war. Und ich hatte das Teil ganz für mich allein, zumindest für 10 Minuten – als die zwei britischen Frauen weg waren und bevor das australische Ehepaar ankam. Apropos: bis hierher, Tag 10 unserer Reise, ist uns noch nicht ein einziger deutscher Tourist über den Weg gelaufen.

I had a hard time getting that sorted in my head, this practically instant change of climate zones, and was rather dumbfounded for a while… but I was prepared and finally got into the refreshing pool and swam to that little WARM waterfall at the other end (I could have waded, too, as the water was maximum chest high). And I was all by myself, for 10 minutes at least – after the two British ladies had left and before the Australian couple arrived. Talking about nationalities: up until now, day 10 of our trip, we have not met a single German tourist.

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Doch irgendwann war Schluss und es ging wieder raus in die flirrende Hitze. Gut vier Kilometer lang, dann wurde es bewaldeter und wir erreichten einen Rastplatz und machten Mittag. Da am Tag vorher der 1. Mai war, nutzte ich das als Aufhänger für ein Gespräch.

„Ist der 1. Mai in Madagaskar auch ein Feiertag?“
„Ja.“
„Wird der groß begangen oder interessiert das keinen?“
„Nein so wirklich interessiert das keinen. Die wichtigen Feiertage sind der Unabhängigkeitstag und Weihnachten.“
„Wann ist der Unabhängigkeitstag?“
„Im Juni. Und wann feiert ihr Unabhängigkeitstag?“
Ich zögere einige Sekunden zu lang mit einer Antwort, wir starren uns an.
„Wir haben keinen Unabhängigkeitstag… wir, äh, waren eigentlich immer unabhängig… so – mehr oder weniger.“
Er guckt mich sprachlos an, grinst, lacht dann wissend und sagt nur: „Ja… klar.“
Ich beeile mich zu sagen, dass wir stattdessen den Tag der Deutschen Einheit feiern… aber es ist offensichtlich, irgendwie ist das Pipifax.

But there is an end to everything and we have to return to the scorching heat. We continue for about four kilometers before we reach a more forested area with a campsite and picknick area and break for lunch. As it was May 1 the day before I decide to start a conversation from there.

„Is May 1 a holiday in Madgascar as well?“
„Yes.“
„Is it important to people or does it just pass without much ado?“
„It’s not of interest, no. The really important ones are Independence Day and Christmas.“
„When do you celebrate Independence Day?“
„In June. And when do you?“
I hesitate a few seconds too many and we stare at each other.
„We don’t have an Independence Day… we, ahem, actually, we were more or less independent all along.“
He looks at me speechless, grins and then laughs and just says: „Yes… of course.“
I hurriedly add that we celebrate German Unity Day instead… but somehow that appears to be negligible in comparison.

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Nach dem Picknick steigen wir weiter ab, tiefer in einen Canyon, und bald sieht es schon fast dschungelartig aus. Aber es wird noch abgefahrener. Es wird eng, es wird nass, von unten und von allen Seiten, es wird richtig kühl. Wieder haben wir uns komplett woanders hingebeamt und von wo, verdammicht, kommt das ganze Wasser her?! Es kommt doch, den Gesetzen der Physik folgend, von oben – aber oben ist es staubtrocken!!

After the picknick we descend further, into another canyon and soon it starts to look jungle like. But it gets even stranger. It’s narrow, it’s wet, from below and from everywhere, it’s really cool. Again, we have practically beamed ourselves to a completely different climate zone and where, on earth, does all this water come from?! It should be coming, as per the laws of physics, from above – but it’s as dry as a bone up there!!

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Später wird mir in einem anderen Zusammenhang erklärt, dass das das besondere in dieser Gegend ist: der Boden fungiert als ein einziger riesiger Schwamm, der in der Regenzeit das Wasser speichert und die ganze Trockenzeit hindurch wieder abgibt. Ich finde das weiter schwer vorstellbar, aber so muss es wohl sein. Nach einer ganzen Weile des Streifens durch den Canyon kommen wir zum Blauen Pool, und kurz darauf zum Schwarzen Pool.

I was to learn later that this is what makes this region special: the soil works as one giant sponge that soaks up all the water during the rainy season and lets go of it all through the dry season. I still find this amazing or even incredible but I guess that it really is what happens. After quite a while following that canyon we reach the Blue Pool and little later the Black Pool.

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Die sechs Stunden waren schon überschritten, aber ein weitere Teil fehlte noch: der Nymphenwasserfall. Es wären nochmal anderthalb Stunden gewesen und 200 steile Höhenmeter (insofern eher zweieinhalb Stunden). Nach kurzer Denkpause siegte dann der Verstand und wir traten den Weg zum mit dem Fahrer vereinbarte Treffpunkt an. Wo ich nochmal diverse Fußballthemen diskutieren und ein selbst gemachtes Schwein und einen Lemur aus einer ganzen Armada aussuchen konnte.

We had already passed the 6-hour mark but one part was missing: the Waterfall of the Nymphs. Supposedly another 1.5 hours and 200 meters in altitude difference (so let’s face it: rather 2.5 hours). I considered it for a moment but then rational thinking kicked in and we started on the way to the meeting point with the driver. Where I was able to discuss soccer yet again and purchase a handmade pig and a lemur from a whole range of different young artits.

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Viele Grüße aus Madagaskar mal wieder!

And again best regards from Madagascar!

Barbara

Madagascar | Anja Park

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Nur etwa 12 km von Ambalavao entfernt gibt es den kleinen, aber feinen Anja Park. Es ist ein privater Park, der auf dem Land und von der Dorfgemeinschaft gemanaged wird. Es ist ein wenige Hektar umfassendes, großenteils bewaldetes Gebiet am Fuße eines Bergmassivs… dem oben, um genauer zu sein.

Only about 12 km from Ambalavao you will find the small but endearing Anja Park. It is a community-run park (on community lands) that is only a few hectares in size, most of it forest at the base of a mountain range… the one above, to be precise.

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Der Reiz des Sees liegt nicht nur in den wunderbaren Seerosen, die ihn soweit das Auge reicht überziehen. Es gibt da auch einen kürzlich eingewanderten Gast, der uns stolz präsentiert wurde. Wahrscheinlich hat er im Rahmen des letzten Hochwassers den Weg dorthin gefunden:

The water lilies that cover the lake as far as the eye can reach are not its only attraction. There is also a guest who has recently found his way to the lake and was proudly presented to us. It is assumed that he arrived with the last high water of the river:

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Alles mögliche „Kleinzeug“ gab es auch zu bestaunen. Bei den weißen Dingern rechts auf dem Foto unten wurde mir aber schon ganz anders. Wobei es wahrscheinlich auch nicht förderlich ist, dass ich gerade „Der Schwarm“ lese. Ich habe vergessen, wie sie heißen, aber die Teile bewegen sich ein bisschen wie Spinnen, tragen aber diesen blütenähnlichen Aufbau. Ein ziemliches Gewusel und zugegeben: ich war froh, als es weiterging.

There were all kinds of small critters to look at, too. The white insects on the right of the photo below sent shivers down my spine, though. I guess it doesn’t help that I’m currently reading „The Swarm“, either. Anyhow, I forgot what they are called but they move like spiders and feature this blossom-like dress. Quite some movement there and I admit: I was glad when we moved on.

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Aber das Highlight waren dann doch die Kattas, die wahrscheinlich bekannteste Lemurenart. Die gestreiften Schwänze haben wohl den höchsten Wiedererkennungswert. Jedenfalls ließen sie sich durch unseren Besuch nicht aus der Ruhe bringen.

The best of it certainly were the ring-tailed lemurs – very likely the most well-known lemur, due to its black and white striped tails which are easily recognized. And they were rather unalarmed by our visit.

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Nach den schlafenden Chamäleons im Ranomafana Nationalpark konnten wir im Anja Park nun auch eins in Bewegung sehen. Überrascht stellte ich fest, dass die einen ganz besonderen Gang drauf haben – der Fuß wird angehoben, nach vorne gestreckt, wieder zurück genommen und dann wird der tatsächliche Schritt getan. Mir kam sofort Genesis mit „The Way We Walk“ in den Sinn!

After we had already seen the sleeping chameleons in Ranomafana National Park we now saw one moving in Anja Park. I was surprised to see that they have a rather funny way of walking – they lift a foot, move it ahead a bit and then retract it again before they make the actual step. I couldn’t help thinking about Genesis‘ „The Way We Walk“!

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Spontan wurde uns angeboten, die gebuchte Tour noch zu erweitern – ein bisschen Klettern zu einem Aussichtspunkt, der uns diesen Blick in Richtung Ambalavao bescherte:

We were offered a little extension of the tour we had agreed on – some climbing to a viewpoint which allowed for this view towards Amabalavao:

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Nun geht es weiter… zum Isalo Nationalpark!

And now on to Isalo National Park!

Barbara

Madagascar | Ranomafana Night Walk

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Auf Vorschlag unseres Guide Dauphin haben wir uns am gleichen Abend auch noch auf eine Exkursion in der Dunkelheit eingelassen – nicht im Park, sondern einfach entlang der Straße. Die Ergebnisse waren verblüffend, auch wenn wir den kleinen Mausmaki (Lemur in Mausgröße) nicht haben finden können. Hatte mich allerdings schon über Tag fasziniert, was die alles sehen, so war ich in der Dunkelheit komplett fertig. Mit der Taschenlampe in einem Affenzahn über die Bäume und Sträucher geleuchtet und schon was gefunden. Nun mag es ja so sein, dass die Tierchen vielleicht sogar bekannte Lieblingsbäume haben… aber dass sie immer an der selben Stelle sitzen?!

Our guide Dauphon had suggested to go on a night walk, too – not in the park but just along the road. The results were amazing, though we failed to find the mouse maki (apparently a lemur the size of a mouse). I was already fascinated during the day how they find all kinds of animals easily but the night walk left me awestruck. They were moving their torches across the trees and bushes at incredible speed… and actually found animals. Well, maybe, just maybe these little critters have their favorite trees – but would they be sitting in exactly the same spot every night?!

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Am allerfaszinierensten war jedoch letztlich, dass wir nach einem wunderbar verbrachten Abend zurück ins Hotel kommen, sozusagen am anderen Ende des Tals, und eine ziemliche Verwüstung vorfanden: Zimmer unter Wasser (Koffer inklusive), Bäume umgefallen, Teile des Dachs abgedeckt, der Strom kam bis zur Anreise gar nicht mehr wieder… hier war in unserer Abwesenheit wohl ein lokal sehr beschränkter Mini-Zyklon durchgegangen. Unsere Wirtin guckte uns nur ungläubig an, als wir meinten, wir hätten in aller Ruhe alles mögliche beobachtet… wie z.B. das schlafende blaubeinige Chamäleon unten.

Really the most fascinating part of the evening though awaited us upon the return to our hotel at the other end of the valley, so to speak. We returned to devastation: rooms were flooded (luggage, too), trees had fallen, parts of the roof flown away, power outage… apparently something like a local mini cyclone passed through while we were absent. Our host just looked at us unbelievingly when we said we’d had a splendid evening seeing all kinds of animals… as for example the sleeping blue-legged chameleon blow.

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Der Kleine gefällt mir richtig gut… Viele Grüße!

I really like that little guy! Best from Ranomafana!

Barbara