Green Wedding – CPS 154

Here’s this week’s challenge! And as the readers of my blog are just as new to this challenge as I am I’ve included the sketch. And this is how it works: the sketch is posted and gives you a basic idea of what your card should look like – which elements it should include. I’ve found this to be a rather complicated one as there are so many overlapping layers and again I think I stuck too close to the sketch but anyway.
I had a friend over for a weekend of watching the Olympics at night (due to the different time zone we get to see it all in prime time :-)) and as we were out taking a walk in the snow during the day we got into talking about how hard it is to find nice wedding cards in stores. I guess it’s a matter of taste but still: we agreed that most are just too kitschy and way overpriced. That stuck with me somehow so I decided to make a wedding card! The hearts need no explanation but there’s a lot of green… that’s because an actual wedding is called a green wedding here – don’t ask me why, I guess it’s got something to do with green being fresh and also the color of hope (for a good life together?). Here’s the result:

Supplies
Cardstock: Clairefontaine Pollen
Papers: all kinds of leftovers of unknown origin
Hearts: cut out of wrapping paper of unknown origin
Brad and greeting: no-name products

Tag 2

Der zweite Tag läuft auf Hochtouren und ich bin in freudiger Erwartung des vierten und letzten Laufs der Rodelentscheidung der Herren. Es fiel mir bislang auf, dass trotz der verkürzten Bahn Geschwindigkeiten weit über 140 km/h erreicht wurden… wie auch immer. Es sieht jedenfalls so aus, als könnte es ein deutscher Doppelsieg werden. Also drücken wir die Daumen!

Zuvor jedoch das Portrait eines kleinen Freundes, den wir nach dem Brunch noch besucht haben – als Teil eines anderthalbstündigen „Hallo wach“-Spaziergangs in einem eingeschneiten Naherholungsgebiet 15 Busminuten von meiner Haustür.

Derweil läuft dann doch noch Damen-Eishockey, USA-China, und das Spiel geht 12:1 aus – eine entsprechend spannende Angelegenheit. Da haben wir heute doch schon ganz anderes gesehen, auch wenn es recht ernüchternd begann. Beim Springen der Nordischen Kombinierer, das für die Deutschen nicht so prickelnd ausging, witzelten wir noch gönnerhaft, dass es „doch die Ösis gewinnen sollen, die gewinnen ja sonst nix“ 😉 Kombination heißt ja aber, dass es mindestens zwei Dinge gibt, in diesem Fall Skispringen und dann noch Langlauf. Und: wenn das Springen schon nicht so toll war, kommt im Fall der Deutschen beim Laufen auch nicht mehr soviel rüber. Das jedoch war am Ende egal, denn man muss sich dann nur für jemanden entscheiden, den man nach vorne schreit. In diesem Fall überkam es uns, wie die Blöden „Allez les bleus“ zu kreischen, denn sowas von einem spannenden Finish gegen einen Ami und einen Italiener hat man ja selten gesehen, mit gutem Ende für Jason Lamy Chappuis.

Viel vorher jedoch war die lang ersehnte erste Biathlon-Entscheidung der Herren wortwörtlich ins Wasser gefallen. Es war einfach kein schöner Wettbewerb und auf den ersten Blick war der einzige, der auf’s Treppchen gehörte, der Silbermedaillengewinner Emil Hegle Svendsen aus Norwegen. Sieger wurde noch ein Franzose, Vincent Jay… den Namen hatte man ja schonmal gehört, aber… ein Weltcuprennen hat er bislang gewonnen – und zwar ein Einzel in Vancouver in 2009… Hm. Und dann regte Herr Jakov Fak auf Platz drei zu verwandten unflätigen Ausrufen an – WER um alles in der Welt ist DAS?? Eigentlich ist er noch nie wirklich in Erscheinung getreten… bis auf die Bronzemedaille bei der WM in Pyeongchang. Also so ein Mann für die großen Events?! Jedenfalls entschieden wir, wenn schon nicht auf eine Medaille, dann auf den sympathischen Arnd Peiffer zu anzustoßen – heute allerdings mit irischer Kaffeecreme.

Weitere emotionale Wellen schlug die Entscheidung 3000m Eisschnelllauf der Damen – da gab’s Silber zu feiern für die junge Deutsche Stephanie Beckert. Die Fachleute redeten immer wissend vom „finish“, aber so wirklich stellt man sich darunter ja nichts vor… bis man es dann erlebt hat. WOW. Die irische Kaffeecreme stand noch bereit auf dem Tisch. Ich frage mich so nebenher, ob auf den Anzügen der deutschen Sportlerinnen nicht Schleichwerbung zu sehen war…

Die alpinen Wettbewerbe kommen wetterbedingt immer noch nicht aus’m Quark… wie soll es nur werden? Wir werden es erleben… Eine neue kreative Herausforderung ist auch online – ich werde also keine Probleme haben, den tollen Montag zu verbringen 🙂 Und jetzt wird es langsam spannend; ich muss mich auf den Eiskanal konzentrieren!

Viele Grüße
Barbara

Tag 1

Der erste Tag Olympia läuft… und war ein guter Tag, nachdem man sich ein bisschen vom Schock des Todesfalls im Rodeltraining erholt hatte. Endlich hatte irgendjemand ein Einsehen und der Crash selbst wurde nicht mehr gezeigt; im Internet auf „DuRöhre“ war ein eingestellter Clip auf Betreiben des IOC wieder entfernt worden, ein weiterer war nicht direkt zugänglich und als „frei ab 18“ markiert. Dass es sowas gibt… auch wenn sich das ja problemlos umgehen lässt. Naja.

Der Rückblick auf alle olympischen Winterspiele bislang kam unerwartet erst heute Mittag… der heulende Wolf von Sarajevo riss mich jäh aus den kulinarischen Vorbereitungen für den Abend… Und was einem jetzt so auffällt: im Vergleich zum Beginn seiner Karriere redet der Hackl Schorsch jetzt tatsächlich sowas wie Hochdeutsch.

In einem Anflug von Langzeitplanung hatte ich darauf verzichtet, die Eröffnungsfeier live zu sehen – man muss ja haushalten mit seinen Kräften, so auf zwei Wochen betrachtet. Und dass, obwohl ich um 1 Uhr noch fit war wie ein Turnschuh. Die immerhin noch zweistündige Zusammenfassung heute (oder jetzt schon: gestern) war beeindruckend – hat mir super gefallen. Am besten der Eisbär und die Orcas… und die Totems. Und die Fiedler. Und die verklemmte Flamme. Und… und… und…

Ein vorbeugendes Schläfchen am Nachmittag musste per Wecker beendet werden und dann ging es auch schon los. Und aus deutscher Sicht unerwartet spannend wurde schon die Skisprung-Entscheidung von der Normalschanze! Wir entschieden uns umgehend, auch einen so unerwarteten 5. Platz von Michael Uhrmann mit einem Pikkolöchen Goji-Secco zu feiern – der war an Silvester nach Champagner und Feuerzangenbowle als überflüssig empfunden worden und harrte einer anderweitigen Verwendung. Kennt irgendjemand Goji-Beeren? Hört sich schöner an als „gemeiner Bocksdorn“… So oder so sind sie mir erst seit November bekannt… hochgradig Vitamin C-haltige Beeren aus China. War also ganz gesund, das Anstoßen!

Das mit dem Anstoßen ging dann beim Biathlon-Sprint der Frauen gleich weiter – drei Pikkolos standen zur Verfügung: Silber für Magdalena Neuner!! So wirklich einen Plan scheint der kanadische Regisseur von diesem Rennen nicht gehabt zu haben… es war selbst für den gewieften Biathlon-Zuschauer teilweise sehr verwirrend. Tipp für Olympia-Desinteressierte: auf dieses Rennen folgt die sog. Verfolgung – viel spannendere Wettbewerbe gibt es nicht! Am Dienstag Abend gibt es dann auch gleich zwei davon 😉

Die Abfahrt der Herren wurde leider abgesagt und auf Montag verschoben (da hat der Wetterfrosch doch Recht behalten). Schau’n wir also mal. Dafür blieb mehr Zeit für die 5000m Eisschnelllauf der Männer… Aber ach, was waren das noch für Zeiten, als Johann Olav Koss noch aktiv war, Mr. Oberschenkel… Und dann gewinnt doch auch gleich ein Niederländer die erste Goldmedaille… Meine Glückwünsche gehen nach Bergen 😉

Und nun geht es doch ins Bett, für Buckelpiste und Damen-Eishockey schlage ich mir dann doch keine Nacht komplett um die Ohren und bei der Rodelentscheidung reichen mir die Läufe 3 und 4 morgen Abend…

Bis morgen!
Barbara

P.S.: Die Zahl der Teilnehmer an diesem Kartenwettbewerb ist nun auf 375 gestiegen…

Neues von der Couch

Und das im wahrsten Sinne des Wortes! Es läuft in diesem Moment die Qualifikation für den olympischen Skisprung-Wettbewerb von der Normalschanze, die Deutschen schlagen sich gut und ich kann es nicht erwarten, dass es so richtig losgeht!! Auch wenn der Wetterfrosch im Ersten schon unkte, dass es morgen wetterbedingt wohl nichts werden wird mit der Herren-Abfahrt. Es liegt am sog. Pineapple-Express, einer Warmluftströmung, die von Hawai’i her auf Vancouver und benachbarte Gebiete zufließt. Wieder was gelernt. Aber ob die Abfahrt trotzdem ausfallen muss, werden wir ja noch sehen, HA!

Auf der Couch, wie gesagt, das Netbook auf den Oberschenkeln und während noch irgendwelche Südkoreaner von der Schanze gingen, klingelte das Telefon und alles was zu hören war, war ein verzerrtes Quetschkommoden-Duo… bis sich meine Mutter meldete und meinte, sie wolle mir diese musikalische Einlage während des Kurzurlaubs in Inzell nicht vorenthalten. Wenn da nicht doch noch ein wenig Affinität zur Technik geweckt werden kann…

Also, auf der Couch, wo ich zu viel bin, viel zu viel. Ich will Fahrrad fahren, denn ich merke, dass mir einmal Badminton pro Woche nicht reicht… aber es ist viel zu kalt, viel zu glatt… stattdessen wahre Fressattacken, die ich einfach nicht in den Griff kriege… aber noch steht das Jahresendziel und hoffentlich bleibt es dabei, bis ich wieder richtig loslegen kann. Aber dann kommt ja auch noch ein Urlaub dazwischen… 44 Tage noch bis zur Abreise… dann Java, Bali und Malaysia… aber dazu beizeiten mehr – jetzt geht’s um Winter.

Auf der Couch, wie gesagt, wenn ich nicht am Tisch sitze und… bastele. Wer den Blog auch ohne Wink mit dem Zaunpfahl verfolgt wird bemerkt haben, dass es in der Zwischenzeit bereits zwei nicht angekündigte Einträge gegeben hat, noch dazu in englischer Sprache. Ich bin den Wettbewerben der Card Positioning Systems verfallen, habe in der Zwischenzeit zweimal teilgenommen und habe doch allen Ernstes schon drei Kommentare von Mitbastlern bekommen. Es ist spannend. Und es macht Spaß. Ich probiere viel aus… Und habe mir – auf der Couch – alle 315 bislang eingestellten Wettbewerbsteilnehmer angesehen. Ja, die Teilnehmer – und ihre Kreationen. Eine neue Vokabel habe ich dabei auch gelernt: SAHM (Stay At Home Mom), so beschreiben sich die meisten, wenn sie denn US-Amerikanerinnen sind. Aber da gibt es Teilnehmer aus Russland, Finnland, den Niederlanden, Spanien, Neuseeland, Israel… jetzt auch eine aus Deutschland!

Auf der Couch… nein, am Schreibtisch geht auch mein Postcrossing weiter. Daraus ist dann nun doch eine Brieffreundschaft entstanden, je ein Brief wurde bereits verschickt. Mein Gegenüber ist eine 67-jährige Frau aus Kalifornien, die das Leben lebt, das ich mir für 67 erträumen würde. In Rente seit Ende 40 verbringt sie den Tag mit Briefeschreiben, lesen, und BASTELN, wenn sie nicht mit ihrem Mann auf Reisen ist. Und wir reden von REISEN, nicht Urlaub. Wir reden von 7 Wochen Indonesien oder 4 Wochen Patagonien und so was… Ich las und las und meine Kinnlade fiel immer weiter runter. Ich sehe mich leider mit 67 immer noch berufstätig, aber wofür spielt man schon Lotto…

So, nun habe ich noch ca. 3,5 Stunden Zeit bis der Rückblick auf 86 Jahre (oder so) olympische Winterspiele kommt. Und vielleicht stelle ich mir doch noch den Wecker für die Eröffnungsfeier. Ich muss aber ja auch morgen fit sein, denn ich kriege Besuch auf der Couch. Ein Olympia-Gast, der evtl. bis Montag bleibt. Das ist Sport, fördert den Teamgeist!! So werden wir dann gemeinsam schreien… und ich kann den Nachbarn gegenüber behaupten, dass ich für den Krach nicht verantwortlich bin… Die Couch steht allen Wintersportbegeisterten an jedem Abend offen – ich bin hier. Aber NUR für die Sportübertragungen, kein Small-Talk in spannenden Momenten, das führt zur sofortigen Disqualifikation!

Also, Ski heil und schönes Wochenende!
Barbara

Erkenntnisse

Winterzeit… die Umstellung auf selbige kam mir sehr gelegen am vergangenen Wochenende. Es geht mal wieder soviel ab, man kommt zu nichts – was auch an der ungewohnt langen Pause an dieser Stelle zu merken war.

Die vergangenen Wochen haben allerdings auch wichtige Erkenntnisse erbracht.
Stand-der-Dinge-neu1) Man kann auch nach einer Woche mit wie gewohnt exzessivem Kaffeeklatsch das Gewicht halten
2) Die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 finden tatsächlich über Karneval statt – Eröffnungsfeier am Freitag nach Weiberfastnacht. Noch besser wäre natürlich, wenn es eine Woche vorher wäre, aber man nimmt, was man kriegen kann.
3) Das Test-Backen von kalorienreduzierten Weihnachtsplätzchen ist schiefgegangen. Einfach nur ekelhaft. Sie waren nicht nur nicht Gästen anzubieten, ich habe sie komplett weggeschmissen. Erkenntnis: kalorienreduziert und Weihnachtsplätzchen in einem Sinnzusammenhang ist nicht möglich. Aber dafür habe ich den Testballon ja auch frühzeitig gestartet…
4) Fliegende Viecher in Deutschland lieben mich – per Fahrrad auf dem Weg zur Stadt am Drachenfels am vergangenen Freitag hatte ich eine Kollision mit einer Wespe, wie ich vermute, ich habe sie nicht gesehen. Die hat es geschafft, bei hochgestelltem Kragen einer Fleece-Jacke den Hals zu finden – und zuzustechen. Bin mal gespannt, wann denn wohl die Schwellung verschwindet.
5) Jetzt ist es schon soweit, dass mir von Lesern dieses Blogs „unaufgefordert“ Bücher zugesandt werden (vielen Dank dafür!).

Bei diesem Buch handelt es sich um „Mit der 5-Elemente-Ernährung zur Wohlfühlfigur. Wie Sie Ihr Gewicht dauerhaft halten oder reduzieren – und sich vor Ernährungsirrtümern schützen“ von Barbara Temelie. Ihr Ansatz basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin, was mir den Zugang deutlich erschwert – ich glaube, ich bin dauerhaft traumatisiert! („Chinesen wollen immer nur das eine – sie wollen ihr Qi vermehren.“) Nein, im Ernst: ich bin noch nicht dazu gekommen, mich eingehender damit zu beschäftigen. Sympathisch fand ich schon in der Einleitung den Hinweis auf die praxisorientierten Kapitel, wenn man das ganze theoretische Drumherum nicht durchexerzieren will.

Aber nun denn. Ich habe immer noch keine neue Sportoption für den Winter gefunden. Ich war schon soweit, mich für einen Aerobic-Kurs anzumelden – leider hat das Fitness-Studio, dass ich ins Auge gefasst hatte, mittlerweile dicht gemacht. Hm. Sehen wir also weiter…

Macht’s gut!
Barbara

Sabotage

Nach Feierabend unterwegs am herbstlichen Rhein

Nach Feierabend unterwegs am herbstlichen Rhein

Es ist nicht immer nur der innere Schweinehund, den es zu überwinden gilt. Am vergangenen Montag holte ich nach der Arbeit das Fahrrad in der Radstation ab – und es war platt. Also keine Radtour. Als ich dann nach Ewigkeiten mit dem Bus doch noch „em Veedel“ ankam (zu Fuß wäre ich wahrscheinlich 10 Minuten früher da gewesen), fraß der Geldautomat meine Karte. Noch 5,52 Euro im Portemonnaie und ein leerer Kühlschrank – mittlerweile, nach all dem Hin und Her mit Fahrrad und Bus, hatte die Filiale direkt daneben leider auch schon geschlossen…

Entnervt die Wohnung betreten und das klingelnde Telefon abgenommen: das Geldinstitut mit der Nachricht, man habe meine Karte eingezogen (ach!), denn es existiere in Frankreich eine Dublette davon (ACH!!!!!!!). Irgendwie, irgendwo im Urlaub kopiert worden. Der Versuch an Geld zu kommen scheiterte für die Verbrecher jedoch, weil man bei der französischen Bank irgendwie gemerkt hatte, dass es sich um eine falsche Karte handelte. Glück gehabt. Neue Karte bereits in Auftrag.

Am nächsten Tag repariertes Fahrrad geholt, abends beim Badminton gewesen – am Morgen danach schon wieder platt (Fahrrad und Fahrer). Also wieder ein Tag ohne Chance auf Bewegung. Dafür über Umwege und das Unternehmen, das sich meiner allgemeinen Meinung nach, besonders wenn ich in der Mittagspause in der Schlange zum Erwerb simpler Postwertzeichen stehe und ca. sieben Menschen jenseits der Erwerbstätigkeit eingehende Beratung für anstehende Investitionen einholen müssen, auf das Geschäft der Briefzustellung konzentrieren sollte – dieses Unternehmen nun schaffte es, mir ohne Karte Zugang auf mein dortiges Sparkonto und somit Geld zu verschaffen… „Lassen Sie mich mal was fummeln.“ Einerseits habe ich mich gefreut, dass ich wieder flüssig war (eine Frage der Öffnungszeiten), andererseits kann einem das auch Angst machen, oder?!

Nun ja, so geht es weiter – das Wochenende war sehr kreativ mit Blick auf Weihnachten, was zur Folge hat, dass ich in mir ruhe (kann nicht allzu lange anhalten…) und trotz nun vorhandener Tintenpatrone eine neue Grafik auf nächste Woche verschiebe. Nur soviel: es geht weiter abwärts. Das Dutzend ist fast voll. Noch drei mehr vor der Adventszeit und ich bin beruhigt. Glaube ich.

Macht’s gut – bis bald!
Barbara

Schweinehund, innerer

Tja, ich müsste wohl wieder so ein bisschen in meinen Sport-Rhythmus kommen. Ach ja, vielleicht fahre ich Fahrrad? Aber es sieht so regnerisch aus. Es regnet bestimmt gleich. Und nass werden ist jetzt auch nicht so der Bringer. Aber ich muss was tun. Noch ist es ja trocken. Und ein bisschen Regen hat noch keinem geschadet. Aber wenn’s jetzt richtig schüttet…? Da habe ich echt keine Lust drauf. Und irgendwie, ich müsste ja auch noch einkaufen, morgen ist Feiertag. Wie viele Punkte mich wohl der Süßkram eben gekostet hat? Mann, dass ich da nicht standhaft bleiben konnte, dämliche Jubiläumspackung. Sollte ich die mal online durchrechnen… 647 kcal pro hundert Gramm. Holla. Auf die gleiche Menge 47g Fett. Hmmmmmm. Wie viel war in der Packung? 137 Gramm. Scheiße… Oh GOTT!!! 21 Punkte nur dafür!! Ich hätte das nicht nachrechnen dürfen, Mist, Mist, Mist. Da kann ich soviel Rad fahren wie ich will, das krieg ich nicht mehr aufgeholt diese Woche. Aber komm, so ein bisschen Rad fahren – alles ist besser als nichts. Wenn du einmal drauf sitzt, ist es doch gut. Und wirklich, man kann sich ja auch mal ein paar Minuten unterstellen, wenn es ganz schlimm kommen sollte. Och nee, jetzt einfach ne Kanne heißen Tee aufbrühen und hier sitzen bleiben, die Woche ausklingen lassen – hört sich doch viel besser an. Oder aber ich schaffe mir einen echten Anlass, mich auf’s Rad zu schwingen, nicht so was abstraktes wie „das ist gesund und verbrennt Kalorien“. Okay… okay… Was könnte ich machen? Ich brauche eine neue Tintenpatrone. Ich könnte die alte füllen lassen in dem Laden abseits von allem. Ja, komm, mach das. Du brauchst Tinte für die nächste Gewichtsgrafik, wenn schon für nichts anderes. Okay… okay… Wo ist das Portemonnaie…

Boah, ist das kalt. Und dann tränen die Augen jetzt beim Fahrradfahren. Vielleicht sollte ich die Sonnenbrille aufsetzen, die ist größer und hält den Wind besser ab. Aber das sähe ja schon irgendwie ziemlich dämlich aus bei diesem Wetter. Naja, nach so ein bisschen fahren ist es so kalt auch gar nicht mehr. Irgendwie hängen die Wolken auch viel zu hoch für Regen… Die Fleece-Jacke hätte wohl auch gereicht. Mensch, da ist der Laden ja schon.

„Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?“
„Äähh…, *wühl in den Taschen*… also, eigentlich wollte ich eine Tintenpatrone auffüllen lassen… aber die habe ich jetzt wohl zuhause vergessen…“

Stand-der-Dinge

Doch noch mal vom Rhein

Jetzt bin ich doch noch nicht in Bordeaux und melde mich noch mal… Heutige Lebenssituationen bringen mich dazu. Und wenn ich, wie ich gerade noch auf einer Geburtstagskarte formulierte, den Blick von der Ecke mit der halb gepackten Tasche und meinem Esstisch im Chaos abwende, fühle ich mich auch fast relaxed!

Vorgestern stellte ich fest, dass ich dringend noch zum Friseur müsste vor der Abreise. Nach langer Suche fand ich auch die Nummer des Coiffeurs meines Vertrauens und fragte nach einem Termin für Freitag, 16 Uhr bei Johanna. „Johanna is’ net mehr bei uns!“ kam die Auskunft. „Okay,“ sagte ich wenig pingelig, „hat denn Gaby noch einen Termin?“ – „Nä, total ausgebucht.“ – „Und Frau Schmitz?“ versuchte ich es noch hoffnungsvoll. „Nä, da is’ den ganzen Tach nix frei…“ Und dann ein Schrei des Entzückens: „Warten Se, dat Praxedes hat noch einen Termin!“ Und dat Praxedes hat die Sache ganz gut gemacht…

Doch bevor es dazu kommen konnte, musste ich noch mal in die Stadt. Es regnete wie aus Eimern, so dass ich mich in einem Moment ungeahnter Kühnheit dazu entschloss, den Bus zu nehmen. Den Bahnhof hatte ich fast erreicht, als der Busfahrer an einer besonders zu Berufsverkehrszeiten kritischen Kreuzung eine Vollbremsung machte, mir die Einkäufe und die dazugehörige Dame von gegenüber um die Ohren flogen und dann war Stillstand. Die Türen gingen auf, wortlos und ohne Erklärung wurden wir rausgelassen. Der Bus war einem Linksabbieger drauf gefahren, so dass nun beide Spuren blockiert waren. Ich trottete zum Bahnhof und weiter in die Innenstadt, erledigte schnell die letzten Einkäufe und saß nach 20, 30 Minuten wieder in einem Bus zurück. An besagter Kreuzung war die Unfallstelle noch nicht entzerrt, sondern um einen Polizeiwagen und ein ADAC-Fahrzeug bereichert, der Stau dahinter zog sich bis vor meine Wohnung. Noch bevor der Busfahrer, mit dem ich nun unterwegs war, auf ausgeklügelte Weise abbiegen konnte, machte er den Bordfunk an und man bekam live mit, was los war. Im Abbiegen hielt er inne und sprach seinen bedröppelten Kollegen mit den aufmunternden Worten: „Junge, Junge, hier kommt man aber ganz schön ins Schwitzen!“ an. Der so begrüßte erwiderte nicht viel, guckte auf die Unfallstelle und wieder zu seinem Kollegen. Jener, nicht um Worte verlegen, ein wahrer Meister des Small Talk, fragte wohlmeinend: „Und sonst?“

Dämlich, absolut dämlich

Herbst-Eifel

Auch in der Eifel ist es herbstlich, hier am vergangenen Wochenende bei Barweiler

Kinners, der Herbst ist da. Auch wenn’s nochmal 30 Grad werden morgen. Wir müssen der Realität ins Gesicht sehen. Bei meiner Tour am vergangenen Freitag musste ich es anerkennen, es führte kein Weg daran vorbei. Es war ein fantastischer Spätnachmittag und ich habe mich ein bisschen geärgert, dass ich meinen Lenkdrachen nicht eingepackt hatte, um in den Rheinauen einen ersten Start des Jahres zu wagen. Für’s Fahrradfahren war es anstrengend, böig und fast kalt. Dazu heruntergefallene Blätter, die schon diesen typischen Herbstduft verströmen und allen Ernstes schon KASTANIEN am Boden – alles provozierte quasi den inneren Aufschrei: “Nein! Das kann doch nicht!! Es war doch noch gar nicht richtig Sommer!!“ Und auch die Wespe (oder vielleicht eine Hummel, es fühlte sich pelzig an), die vom Wind unkontrolliert hinter meine nicht gerade kleine Sonnenbrille katapultiert wurde, was zu hektischen Schlangenlinien auf einem stark frequentierten Rad- und Fußweg führte, auch als ich mir die Brille heruntergerissen hatte… mit -8 Dioptrien ist das Fahrverhalten ohne Brille nicht wesentlich besser als das mit Brille und Wespe dahinter… Jedenfalls, auch diese Wespe schien etwas verzweifelt ob der aktuellen Witterungslage. Mit tränte derweil das Auge und ich dachte, “Super, jetzt kommst du vom Fahrradfahren auch noch mit einer verschwollenen Visage nach Hause – diese Woche steht unter keinem guten Stern!” Aber es wurde halb so schlimm, ein bisschen geschwollen, ein Stich wie ein Pickelchen unter dem rechten Auge.

Da freut man sich dann umso mehr, wenn man die Erfolgsmeldung eines Neu-Rekrutierten erhält, der sich bald in der Lage sieht, einen auf den Touren zu begleiten – dann hätte man auch einen Nothelfer gleich zur Hand:

[Hallo] Barbara,
im Prinzip läuft es gut mit den AD (anonymen Dicken) wobei ich im Dorf ja eher als bekennender Fresser bekannt bin. Schlecht sieht es mit meiner Disziplin aus und insbesondere mit meiner Bewegung. Ab und zu raffe ich mich auf und fahre ne halbe Stunde wirklich stramm Fahrrad, aber leider noch nicht täglich. Bis jetzt habe ich fünf Kilo runter, aber man sieht natürlich noch nix. Aber ich halte das durch. Geburtstag war nix zu feiern weil was sind schon 58. Ich feiere erst in drei Jahren wenn ich in die AKTIVE Phase meiner Altersteilzeit wechsele. Bis dahin muss ich dann 20 Kilo runter haben damit ich den Abend geniessen kann :-[ .

Im Moment habe ich dienstlich etwas Stress, aber ich denke Ende September schließ ich mich dann Deinen „Quäl Dich Du Sau“-Touren an.

Danke für Dein Mitgefühl

Ich freu mich drauf!

Eines stellte sich in dieser Woche allerdings heraus: Situationen, in denen negative Emotionen (à la „Raging Bull“) hohe Wellen schlagen, haben auch nach 8 Wochen bei den Anonymen Dicken ein Abendessen bestehend aus einem Schoko-Crèpe, einem Magnum Classic und einem Duplo zur Folge. Diese Situationen sind also zu vermeiden bzw. sollte man besser dafür ausgestattet sein. Die Überlegung geht zu einer immer am Mann zu tragenden Notration. Habe ich aber noch nicht im Detail ausgearbeitet 😉 Auch war es unklug, um nicht zu sagen dämlich, absolut dämlich, einen Viererpack Magnum als vier Wochen währendes „söndagsgodis“ zu kaufen. Manchmal kann ich nicht fassen, wie naiv ich bin. Natürlich ist erst ein Sonntag rum, Stand-090831aber drei Magnum weg… Um so erstaunlicher, dass es trotzdem stetig weiter abwärts geht. Zur Feier des Tages noch mal eine Grafik, denn dann gibt es in Ermangelung einer Waage drei Wochen lang keine, dafür aber vielleicht umso interessantere Fotos.
Mit Blick auf Frankreich habe ich mir schon seit einer Weile die Frage gestellt, was ich in Bordeaux wohl ohne Fahrrad an Sport treiben könnte. Nicht, dass ich Laufen ernsthaft als Möglichkeit in Betracht zöge, aber ich habe mir nun trotzdem Turnschuhe zugelegt – auch, damit man nicht bei etwas fordernderen Spaziergängen schon die Trekkingschuhe anziehen muss. Also, mal sehen, was wird.

Bis nächste Woche, dann aus Bordeaux!
Barbara

Letzte Rettung: lördagsgodis?

Eifel Vista bei Barweiler

Eifel Vista bei Barweiler

Eine weitere Woche ist um und der September naht… ich bin fast schon in konkrete Planung übergegangen, was ich unbedingt mitnehmen muss nach Frankreich, am 5. geht’s los.

Auch jetzt komme ich von einer Radtour, der üblichen Runden, die heute aber trotz offener Schranken und grüner Welle 5 Minuten länger war. Unerwartet war ich im Haribo-Stadtteil fast in den letzten Tag der Kirmes gerast… Ich hatte schon am Anfang schwere Beine und es wurde auch nicht mehr wirklich besser. Dabei mache ich es schon so viel besser, als Ullrich damals, mache nicht den Fehler, mit zu hoher Übersetzung zu fahren (warum hat ihm das eigentlich nie jemand gesagt? Warum halten Radsport-Kommentatoren dies für das Laien-Publikum zurück?? 😉 ).

Ich stellte fest: es lässt sich rheinaufwärts netter fahren, da überholt man die Lastschiffe, die in der gleichen Richtung unterwegs sind und fühlt sich wie eine Feder, weil man diese Kolosse im Staub (oder der Gischt) hinter sich lässt. Wie auch immer, ich glaube fürs Winterhalbjahr muss ich mir was anderes suchen… für wettermäßig ganz schlechte Tage eine andere Sportart und für „ganz nette“ Tage eine andere Strecke… Auf allen momentanen Routen sind Abschnitte dabei, die ich im Dunkeln eher nicht würde fahren wollen. Mal sehen. Heute nervten mich nach umschiffter Kirmes die deutlichen ohne Rußfilter fahrenden Vans mit polnischen Kennzeichen, die langsamer unterwegs waren als ich und ständig unvermittelt zum Stillstand kamen. Sperrmüll in der Haribo Neighborhood.

Bei uns wurde der schon heute abgeholt, so dass ich am gestrigen Sonntag zwar noch mal ausgeschlafen habe, aber als ich um 10:30 Uhr wach wurde, fast senkrecht im Bett stand und dachte: „Sperrmüll!!“ Es stand an, einen bereits zerlegten Schrank 40 Stufen nach unten und an die Straße zu befördern. In 17 Touren ging das. Dann fiel mir ein, dass im Kabuff im Treppenhaus ja auch noch einiges stand. Und dass ich da immer mal sauber machen wollte, seit mir die Blumenerde umgekippt war. Und wo wir dabei sind – die Treppe hätte es auch mal wieder nötig. Meine eigentlichen Putzziele fürs Wochenende waren noch gar nicht angetastet und ich war klatschnass geschwitzt… DAS würde ich mir auch als Aktivitätspunkte anrechnen. So insgesamt hat sich die Woche, trotz der aktivitätslosen, lass-mich-in-Ruhe-auf-der-Couch-vor-mich-hin-verdunsten-Tage, gelohnt. Zum Stand der Dinge:

Der-Stand-der-DingeIn der letzten Woche ist der Schokoladen- bzw. Süßkram-Jieper auf den Plan getreten. Und ich habe ihn noch nicht wieder weggekriegt. Die nicht allzu verwerfliche Schokocreme aus der Kühltheke schaffte etwas Abhilfe, aber so richtig… Chocolate is on my mind… Bei der Radtour eben kam mir die Idee, eine schwedische Tradition einzuführen, das „lördagsgodis“. Frei übersetzt so was wie der „Samstagssüßkram“. Früher gab’s das für Kinder eben nur samstags (ich könnte mir das gut sonntags zum Krimi im Ersten vorstellen, also eher als „söndagsgodis“…). Aber da habe ich Bedenken, dass der Jieper dann am Tag drauf noch stärker da ist…? Es käme wohl auf einen Versuch an.

So, hier kommt es jetzt auf Motivation an: spülen und noch mal in den Keller rennen und Wäsche holen steht auf dem Programm! Am besten auch noch bügeln, aber werden wir mal nicht größenwahnsinnig…

Macht’s gut!
Barbara