Tag 2

Der zweite Tag läuft auf Hochtouren und ich bin in freudiger Erwartung des vierten und letzten Laufs der Rodelentscheidung der Herren. Es fiel mir bislang auf, dass trotz der verkürzten Bahn Geschwindigkeiten weit über 140 km/h erreicht wurden… wie auch immer. Es sieht jedenfalls so aus, als könnte es ein deutscher Doppelsieg werden. Also drücken wir die Daumen!

Zuvor jedoch das Portrait eines kleinen Freundes, den wir nach dem Brunch noch besucht haben – als Teil eines anderthalbstündigen „Hallo wach“-Spaziergangs in einem eingeschneiten Naherholungsgebiet 15 Busminuten von meiner Haustür.

Derweil läuft dann doch noch Damen-Eishockey, USA-China, und das Spiel geht 12:1 aus – eine entsprechend spannende Angelegenheit. Da haben wir heute doch schon ganz anderes gesehen, auch wenn es recht ernüchternd begann. Beim Springen der Nordischen Kombinierer, das für die Deutschen nicht so prickelnd ausging, witzelten wir noch gönnerhaft, dass es „doch die Ösis gewinnen sollen, die gewinnen ja sonst nix“ 😉 Kombination heißt ja aber, dass es mindestens zwei Dinge gibt, in diesem Fall Skispringen und dann noch Langlauf. Und: wenn das Springen schon nicht so toll war, kommt im Fall der Deutschen beim Laufen auch nicht mehr soviel rüber. Das jedoch war am Ende egal, denn man muss sich dann nur für jemanden entscheiden, den man nach vorne schreit. In diesem Fall überkam es uns, wie die Blöden „Allez les bleus“ zu kreischen, denn sowas von einem spannenden Finish gegen einen Ami und einen Italiener hat man ja selten gesehen, mit gutem Ende für Jason Lamy Chappuis.

Viel vorher jedoch war die lang ersehnte erste Biathlon-Entscheidung der Herren wortwörtlich ins Wasser gefallen. Es war einfach kein schöner Wettbewerb und auf den ersten Blick war der einzige, der auf’s Treppchen gehörte, der Silbermedaillengewinner Emil Hegle Svendsen aus Norwegen. Sieger wurde noch ein Franzose, Vincent Jay… den Namen hatte man ja schonmal gehört, aber… ein Weltcuprennen hat er bislang gewonnen – und zwar ein Einzel in Vancouver in 2009… Hm. Und dann regte Herr Jakov Fak auf Platz drei zu verwandten unflätigen Ausrufen an – WER um alles in der Welt ist DAS?? Eigentlich ist er noch nie wirklich in Erscheinung getreten… bis auf die Bronzemedaille bei der WM in Pyeongchang. Also so ein Mann für die großen Events?! Jedenfalls entschieden wir, wenn schon nicht auf eine Medaille, dann auf den sympathischen Arnd Peiffer zu anzustoßen – heute allerdings mit irischer Kaffeecreme.

Weitere emotionale Wellen schlug die Entscheidung 3000m Eisschnelllauf der Damen – da gab’s Silber zu feiern für die junge Deutsche Stephanie Beckert. Die Fachleute redeten immer wissend vom „finish“, aber so wirklich stellt man sich darunter ja nichts vor… bis man es dann erlebt hat. WOW. Die irische Kaffeecreme stand noch bereit auf dem Tisch. Ich frage mich so nebenher, ob auf den Anzügen der deutschen Sportlerinnen nicht Schleichwerbung zu sehen war…

Die alpinen Wettbewerbe kommen wetterbedingt immer noch nicht aus’m Quark… wie soll es nur werden? Wir werden es erleben… Eine neue kreative Herausforderung ist auch online – ich werde also keine Probleme haben, den tollen Montag zu verbringen 🙂 Und jetzt wird es langsam spannend; ich muss mich auf den Eiskanal konzentrieren!

Viele Grüße
Barbara

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