Gewinner / Winner(s)

Engelchen: „Nimm das Fahrrad zum Badminton!“
Teufelchen: „Näää, ich will nicht!“
Engelchen: „Nimm das Fahrrad, das ist gut für die Umwelt!“
Teufelchen: „Näää, ich will nicht!“
Engelchen: „Nimm das Fahrrad, das ist gut für die Figur!“
Teufelchen: „Näää, ich will nicht!“
Engelchen: „Nimm das Fahrrad, dann behältst du auch den guten Parkplatz!“
Teufelchen: Näää, ich will nicht!“
Engelchen: „Nimm das Fahrrad, dann bist du schon warm!“
Teufelchen: „Näää, ich will nicht!“
Engelchen: „Nimm das Fahrrad, dann kannst du deine Fahrradfahne testen!“

Und das Engelchen gewann, auch wenn es dann eklig war, denn die Luft war voller kleiner fliegender Viecher mit grünem Körper – und die Leistung auf dem Platz ließ sehr zu wünschen übrig… Aber es gibt ja auch Leute, die sich gar nicht erst aufraffen!!

Angel: „Take the bike to the badminton match!“
Devil: „Naw, I don’t want to.“
Angel: „Take the bike – it’s good for the environment!“
Devil: „Naw, I don’t want to.“
Angel: „Take the bike, it will help you get in shape!“
Devil: „Naw, I don’t want to.“
Angel: „Take the bike and you’ll keep the perfect parking spot!“
Devil: „Naw, I don’t want to.“
ANgel: „Take the bike and you’ll have warmed up already!“
Devil: „Naw, I don’t want to.“
Angel: „Take the bike and you can test your new bike flag!“

And the angel won even though it was disgusting with millions of tiny bugs with green bodies out and about – and the performance on the court left a lot to be desired… But then there are others who don’t even show up!!


Aber es gibt ja noch einen Gewinner! Dieser Tage ist es angesagt, alle möglichen Zeitfenster auszunutzen und so kam es, dass ich die im Zug gefertigten Lose in der Radstation auf den Tresen warf und den überraschten Herrn Abdul-Hadi bat, Glücksfee zu spielen. Das hat er gern getan – und hat Katja B. gezogen! Herzlichen Glückwunsch! Jetzt ist da nur das Problem, dass ich die Basisausstattung wohl kaum rechtzeitig nach Uganda geschafft kriege… Dann wirds wohl erstmal hier rumliegen und nicht zum Einsatz kommen 😦 Dabei wäre es auch dort wichitg, denn in Uganda hält sich offenbar die Meinung, dass die Super Falcons aus Nigeria Deutschland in der Vorrunde schlagen werden…

But there’s another winner! I try to make use of all the small moments I can find these days so I ended up preparing the lots on the train, threw them on the desk at the bike station and asked the surprised Mr. Abdul-Hadi to find the lucky one. He was happy to assist and drew the lot with Katja B’s name on it! Congratulations! Now the only problem is that I will not manage to get the basic fan package to Uganda in time… so it will sit here and not be able to support our team 😦 But it would be important in Uganda as well as people believe that Nigeria’s Super Falcons will beat Germany in the group round…

Nun ja… morgen beginnt das lange Wochenende… und am Sonntag geht’s los!
Okay… tomorrow is this week’s Friday – holiday weekend ahead! And on Sunday…!
Barbara

P.S.: Und oben ist übrigens Vucko aus Sarajevo… der ist nämlich auch mein Lieblingsmaskottchen!
P.S.: By the way, that’s Vucko from Sarajevo above… because he’s my favorite mascot as well!

Gruppe B / Group B

Nachdem es nun schon ein ganzes Weilchen her ist, seit ich die Gruppe A, in der Deutschland spielt, kurz vorgestellt habe, möchte ich mich heute der Gruppe B widmen. Das wären dann die potenziellen Gegner der deutschen Mannschaft im Viertelfinale: Japan, Mexiko, England und Neuseeland.

It’s been quite a while since I presented Group A, featuring Germany, so let’s have a look at Group B today. These will be the potential opponents of Germany in the quarter finals: Japan, Mexico, England and New Zealand.


(Quelle: www.womenssoccerunited.com / Source: www.womenssoccerunited.com)

Neuseeland ist das Kanonenfutter, wie es aussieht: noch keinen einzigen WM-Punkt haben sie auf dem Konto, auch wenn sie immer fantastische Qualifikationen spielen, zuletzt mit 50:0 Toren. Aber das liegt wohl mehr an den Konkurrenten…

Clearly, New Zealand is cannon fodder: they have yet to win their first ever World Cup point, even though they play fantastic qualifying rounds, the most recent one ending in 50-0 goals. But apparently that is more a matter of weak opponents…

(Quelle: www.womenssoccerunited.com / Source: www.womenssoccerunited.com)

Japan hingegen ist auf Platz vier und möchte Weltmeister werden. Einerseits. Andererseits möchte man die Vorrunde überstehen, was dann zum ersten Mal seit 1995 der Fall wäre. Hä? Jedenfalls spielen die Damen ein „hochintensives, wirkungsvolles (Angriffs-) Pressing“ – alles klar?? (Wie soll ich das gleich übersetzen???) Hochintensiv und japanisch kann ich mir vorstellen… Hört sich an wie ein immerwährendes Powerplay ohne Strafbank? Zusammengefasst ist es wohl so: man darf sie nicht zuviel flitzen und technisch zaubern lassen und muss sie stattdessen kaputtspielen. Gucken wir dann mal.

Japan is ranked fourth and wants to win the World Cup. On the one hand. On the other hand, they want to reach the quarter finals, which would be the first time since 1995. What?? Anyway, they play a „highly intensive, effective (offence) pressing“ – got that?? Highly intensive and Japanese sounds like a reasonable combination… Sounds like continuous power play without the penalty bench maybe? In a nutshell: don’t let them play their tricks on you but let them run until they’re tired. We’ll see.


(Quelle: wie oben / Source: as above)

England ist im Kommen. In der Vorbereitung haben sie zum ersten Mal das Team der USA geschlagen. Die Trainerin Hope Powell gibt als Ziel das Erreichen des Viertelfinals an – wohl ein klassischer Fall von tief stapeln. Das Team eifert technisch angeblich den Deutschen nach (nicht, dass ich sagen könnte, was das dann genau wäre)- da geht’s um „erfolgreiches Mittelfeld-Pressing“. Warum denke ich dabei immer an Liegestützen?

Team England is on its way up. They beat the US team for the first time ever. Their coach Hope Powell claims their goal is the quarter finals – I guess it’s a classic example of understatement. Their play apparently imitates that of the Germans (not that I could put my finger down on any characteristics there) – it’s about „successful midfield pressing“. How come push-ups pop up in my mind when I hear that?


(Quelle: wie oben / Source: as above)

Und dann noch Mexiko. Offenbar ein zerrissenes Team, in dem „echte“ Mexikanerinnen mit solchen spielen, die in den USA leben, oft sogar schon dort geboren wurden und schlecht Spanisch sprechen. Aber so ist auch das Spiel stilistisch von dem in der amerikanischen Liga gepägt. Im Vorfeld zur WM kam es sogar zu einem Sieg gegen die US-Amerikanerinnen. Das habe ich heute schonmal formuliert – was heißt das eigentlich für die USA? Dazu ein anderes Mal mehr!

And then there’s Mexico. Apparently, it’s a disunited team, divided into „true“ Mexicans and those who live in the USA, who were often born there and speak only little Spanish. But it also means that the Mexicans‘ style is shaped by that in the US-American league(s). Ahead of the World Cup, Mexico won a preparatory game against the US team. I’ve said something similar before – what does that mean when it somes to the US? But more on that some other time!

Macht’s gut!
Take care!
Barbara

WM Freebie / World Cup Freebie

Eine Woche noch! Da werden die Vorbereitungen jetzt konkreter: ich habe heute morgen mal die Schränke nach diversen Fanartikeln durchwühlt und festgestellt, dass ich ganz gut ausgestattet bin. Da diese WM kein Anlass für den Hersteller meiner Lieblingsschokoladenriegel ist, durch das Sammeln von Punkten ein Trikot erwerben zu können, muss das von 2006 herhalten. Das mit dem Lieblingsriegel überlege ich mir noch. Aber ist eh hilfreich für das regelmäßig montäglich an dieser Stelle beschriebene Vorhaben.

One week to go! And the preparations reach a new level of urgency: I went through my cupboards this morning checking for the pieces of my fan attire – and realized I’m all set. Apparently, this World Cup is not worthy of a campaign to collect „points“ by purchasing my favorite chocolate bars in order to earn a World Cup Shirt. Well, tough luck, the 2006 shirt will do. And I’m reconsidering the favorite chocolate bar issue. It does help with the other endeavour that finds regular updates here every Monday…

Aber seid ihr ausgestattet? Letztes Jahr habe ich den schwarz-rot-goldenen Schminkstift ja besonders zu schätzen gelernt. Ob es letztlich der Cowboyhut wird oder doch die Baseball-Kappe, hängt dann wahrscheinlich von Veranstaltung und Wetter ab. Diese und andere Gedanken gingen mir durch den Kopf, als ich gestern vor einer Auswahl Fan-Artikel stand. Das wäre doch ein Freebie!

Are you equipped? I very much appreciated the black-red-gold make-up last year. If I choose the cowboy hat or the baseball cap after all will very much depend on event and weather I guess. These and other thoughts crossed my mind when I was standing in front of a display of fan articles yesterday. How’s that for a freebie?

Gewinne das Fan-Set oben, indem du per Kommentar unter diesem Eintrag den Namen des Maskottchens dieser WM nennst und mitteilst, welches Maskottchen dir bislang das liebste war (da gelten alle WMs, EMs, Olympischen Spiele). Kommentare, die bis Dienstag, 22. Juni 2011 um 12 Uhr MESZ abgegeben wurden, sind qualifiziert.

Win the fan set above by leaving a comment underneath this entry which includes the name of this World Cup’s mascot and your favorite mascot ever (all World Cups, European Championships, Olympic Games etc. are eligible). Comments to enter the draw can be made until Tuesday, June 22, 2011 at noon GMT+2.

Jetzt werde ich mal ein bisschen größenwahnsinnig: wenn mehr als 20 Kommentare eingehen, die die Kriterien erfüllen, verlose ich ein zweites Set (natürlich gilt: nur ein Kommentar pro Person). Und heute Abend den Tatort nicht vergessen!

Now how’s that for a megalomaniac streak: if more than 20 comments that meet the requirements are made I’ll enter a second set into the draw (but please: one comment per person only).

Schönen Restsonntag noch!
Enjoy what remains of the weekend!
Barbara

Erleichterung / Relief

An was man alles denken muss… Ich konnte schon klären, dass das Spiel Deutschland-Kanada am 26. Juni mich nicht vor die Entscheidung stellen wird, ob ich darauf verzichte, einen neuen Tatort zu gucken oder nicht. Da wurde im Ersten wohl mitgedacht. Puh!

All the things you need to keep in mind… I’ve found out that fortunately I do not need to decide whether to watch Germany play Canada on June 26 or to watch a new Tatort… They were really with it on Channel 1. Phew!


(Quelle: www.focus.de / Source: www.focus.de)

Aber apropos Tatort. Da kommen morgen schon vor der WM zwei Dinge zusammen: Spannung und Frauen-Fußball. In einer Gastrolle u.a. Celia Okoyino da Mbabi, Jogi Löw und andere – man kann gespannt sein, was in Ludwigshafen abgeht.

Talking about Tatort. Tomorrow, there will be a combination of two things ahead of the World Cup: suspense and Women’s Soccer. Celia Okoyino da Mbabi and Jogi Löw are guest starring – so let’s see what’s up in Ludwigshafen.

7 Tage noch!
7 days to go!
Barbara

GEWONNEN!!! / WON!!!


(Download von Sommermärchen reloaded, findet den unbeeindruckten Chiller)
(Download from Sommermärchen reloaded, find the guy unfazedly chilling)

Ein Leser, der erst in den letzten zwei, drei Wochen auf diesen Blog gestoßen ist, mag nun vermuten, dass ich mich über das 3:0 der deutschen Nationalmannschaft gegen Norwegen gestern Abend freue. Tue ich! Es war ein schönes Spiel, auch wenn ich mich schon früher über Tore gefreut hätte 😉 Und noch nie habe ich wie gerade im Nachhinein einen Live-Ticker gelesen und mich derart amüsiert.

A reader who came across this blog only two or three weeks ago may assume I celebrate the German national team’s 3-0 victory against Norway last night. I do! It was a nice game even though I would have appreciated some earlier goals 😉


(Auch aus obiger Quelle / Same source as above)

Und es sind ja auch schon erste Zeichen des Übergangs von Begeisterung in Wahn zu beobachten: ich habe den Abend damit verbracht, eine Sportart live zu verfolgen, die ich bislang nur rudimentär wahrgenommen habe. Und das, obwohl auf einem anderen Kanal ein Tatort kam. Ein MÜNSTER Tatort. Gut, es war eine Wiederholung. Okay, ich habe ihn auch auf DVD. Aber ich hätte es nie für möglich gehalten.

I have noticed first signs of a transformation from mere enthusiasm to outright delusion: I spent the evening watching a sports that I have so far only noticed rudimentarily. And that despite the fact that a TATORT was on on another channel. A MÜNSTER Tatort. Okay, it was a rerun. And yes, I also have the DVD. But I would never have thought this possible.


(Quelle: www.dfb.de / Source: www.dfb.de)

Doch darum geht es nicht. Ich habe vielmehr zum ersten Mal bei einer Weihnachts-Challenge gewonnen!! Mein Beitrag zum Wettbewerb bei CCAYR im Mai wurde als Sieger ausgelost! Ist das ein gelungener Start ins Wochenende oder was?! Da könnte ich mich ja gleich wieder in die Bastelecke begeben 🙂

But that is not what this is about. For the first time I have won in one of the Christmas challenges!! My entry for the May challenge at CCAYR drew the winning lot! How’s that for a successful start into the weekend?! I could sit down in my creative nook again right now 🙂

Schönes Wochenende!
Have a nice weekend!

Barbara

P.S.: 9x schlafen noch!
P.S.: 8 days to go!

Gruppe A / Group A

„Ich hätte gerne das 11Freunde WM-Heft.“ – „Das ist da gleich hinter Ihnen, links unten.“ – „Ääh… sind Sie sicher? Da sind Männer drauf!“ – „Ja, das stimmt schon, das Frauenheft ist eine Beilage.“ Und diese Doppelausgabe sozusagen kostet noch nicht mal mehr, als eine normale…

„I’d like to have the 11Freunde World Cup issue.“ – „That’s right behind you, on the lower left.“ – „Ahem… are you sure? There are men on the cover!“ – „Yes, that’s right, the women’s magazine is a supplement.“ And this combined issue comes at the normal price…

Aber nun habe ich es, das Heft, und unglaublich, aber wahr: es ist richtig gute Lektüre, das Lesen macht Spaß. Ich habe mich nun mal intensiver mit der Gruppe A befasst, in der die deutsche Mannschaft die Vorrunde bestreiten wird. Die Gegner sind Kanada, Frankreich und Nigeria. Während die Französinnen im eigenen Land offenbar noch mit den Nachbeben des Auftritts der Herren im vergangenen Jahr in Südafrika zu kämpfen haben, sind die Kanadierinnen Geheimfavorit. Hm, muss ich da meine Tipps nochmal überdenken? Die Nigerianerinnen sind eine etwas schwer einzuschätzende Größe…

But now it’s here, the magazine and unbelievable but true: it’s a great read, it’s fun. I’ve so far checked out group A in which Germany will fight to enter the quarter finals. The opponents are the teams of Canada, France and Nigeria. Apparently, the French are still trying to make up for the performance of the men’s team in South Africa last year while the Canadians are an insider’s tip. Mmh, maybe I need to reconsider my tips in the betting pool? The Nigerians are hard to rate and could provide some surprises…

Die Quote für einen Sieg der Damen aus Äquatorial-Guinea liegt derzeit bei 1:300… bei den Deutschen lohnt sich bei 1:1,85 so rein gar nichts. Nicht, dass ich da auch noch würde einsteigen wollen, aber die Meinung der Buchmacher ist schon irgendwie hilfreich bei der Abgabe von Einschätzungen. Die Brasilianerinnen stehen bei 1:5 und damit auf Platz 2, wohingegen die US-Amerikannerinnen nur auf eine Quote von 1:7 kommen.

The bookmakers are currently offering odds of 1/300 for Equatorial Guinea… going for Germany really isn’t profitable at 1/1.85. It’s not like I had any plans to enter that territory as well but the bookies‘ opinions on things are valuable when assessing future performances. The Brazilians are at 1/5 and ranked second whereas the US Americans are at a mere 1/7.

Und damit nun: Gute Nacht!
And with this: good night!
Barbara

P.S.: Zum Thema Medienpräsenz im weitesten Sinne gab es gestern mehr… für euch Wochenendinternetabstinenzler 😉

P.S.: There was more on media presence in the broadest sense yesterday… in case you are internet abstinent on weekends 😉

Fußball und anderes / Soccer and others

Man erlebt immer wieder ganz erstaunliche Dinge. Und manchmal regt man sich dann auf. So auch wieder gestern im Supermarkt. Erfreut stellte ich fest, dass es wieder mal „Fußballbildchen“ in bestimmten Schokoriegeln gibt. „Oh super,“ denke ich, „bald ist ja auch Frauenfußball-WM in Deutschland!“ Kaufe aus Solidarität trotz Diät-Wettkampf zwei – nur, um dann festzustellen, dass es irgendwelche hinterbänklerischen, gegelten Bundeliga-Profis sind! Ich bin ja nicht gerade der heißeste Verehrer des Frauenfußballs, aber diese Ignoranz ist unglaublich. Auch wenn man mich sonst nicht so dafür begeistern kann (aber für die Bundesliga ebensowenig!), so wird doch, wenn das Turnier erstmal läuft, wieder der wild schreiende Patriot aus mir hervorbrechen! Jawoll!! Allerspätestens am 17. Juli zum Endspiel in Frankfurt, da bin ich nämlich dabei. So!

Sometimes there are these strange things happening, like yesterday when I was grocery shopping. I was excited to see that there are „soccer pictures“ included with certain chocolate bars again. „Oh great,“ I thought „soon there’ll be the women’s soccer world cup in Germany.“ And then, being all solidarity, I buy two of them – despite the dietary competition that I am in… only to find that they are of some unknown Bundesliga pros with greasily styled hairdos! I’m certainly not one of the most ardent fans of women’s soccer but the ignorance involved here is unspeakable. I don’t usually get excited about it (but neither do I when it comes to Bundesliga!) but I know that once the championship has started the dormant wildly cheering patriot will erupt again! At the very latest on July 17 when I will be present at Frankfurt stadium to watch the final! So there!

Aber eigentlich wollte ich doch was ganz anderes berichten! Ich habe eine neue Weihnachtskarten-Challenge gefunden 🙂 Bei Bah!Humbug! gibt’s auch jede Woche in neues Thema… oh, hört es denn nie auf?? Diese Woche ist man inspiriert von Jingle Bells – also vor allem Glöckchen sollen in der Kreation auftauchen.

Anyway, I was going to tell you something completely different! I’ve found another Christmas Card Challenge 🙂 Does it ever stop?? There’s a new one at Bah! Humbug!every week and this week’s is inspired by Jingle Bells – so the focus is on bells.

Und? Habt ihr die Glöckchen schon gesehen?? Sie klingeln auch…
So? Have you seen the bells yet?? They do tinkle…

Und nun in die Sonne!
And now out into the sun!
Barbara

Nachhaltig getourt

Seit etwa 10 Tagen überschlagen sich die Ereignisse, viele von ihnen hochemotionale Angelegenheiten – und dann diese brennende Sommerhitze – so dass ich am gestrigen Samstag wie der sprichwörtliche Schluck Wasser in der Kurve hing. Dabei hatte ich schon ziemlich lange soviel zu erzählen. Am vergangenen Wochenende hatte ich das fantastische Spiel der deutschen Fußballnationalmannschaft gegen Argentinien noch gar nicht richtig verdaut, als ich mich am Sonntag auf den Weg nach Westen machte, um mal wieder live einem sportlichen Großereignis beizuwohnen, in diesem Fall der zweiten Etappe der Tour de France, die über 201 km von Brüssel nach Spa führte.
http://www.letour.fr/2010/TDF/LIVE/de/200/etape_par_etape.html
„Seit wann interessierst du dich für Radsport?“ höre ich schon den einen oder anderen fragen, denn das habe ich nie und auch keinen wirklichen Plan von der Sache. Da kommt dann ein persönlicher Faktor ins Spiel, ein Fahrer des Team Milram, Johannes Fröhlinger – ein „Milramer“ also, wie sich ein kleiner Fan als Begriff einfallen ließ. Zu sagen, dass ich ihn kenne, wäre eine dicke Lüge – das geht ja schon viel länger zurück: seine Mutter war meine erste Englischlehrerin und seitdem besteht da ein Kontakt (Herrje! Wir haben Silberjubiläum dieses Jahr – darauf hätten wir doch anstoßen müssen!!). Lange Rede, kurzer Sinn: ein Besuch bei Freunden ließ sich bestens verbinden mit meiner Initiation bei der Tour de France!
Um 14 Uhr am Vortag der zweiten Etappe in der Westeifel angekommen, waren schon alle so gut wie abfahrbereit, denn man muss sich in den Fanmassen frühzeitig einen guten Campingplatz am Rande der Strecke sichern, wie ich lernte. Der Herr des Hauses hatte die Woche damit verbracht, Karten und Satellitenaufnahmen zu studieren um den idealen Camp- und Anfeuerungsplatz auszukundschaften. Das war alles nicht ganz zielführend, so dass auch noch ein Vorab-Besuch in den belgischen Wäldern durchgeführt worden war. So kamen wir zu einem idealen Campingplatz kurz vor der letzten Bergwertung am Col du Rosier, ca. 14 km vor dem Ende der Etappe. Die Idee war, dass man am Berg geschwindigkeitsmäßig wenigstens den Hauch einer Chance hat, mehr als verzerrte Farbkleckse wahrzunehmen . auch wenn es sich nur um einen Anstieg der 3. Kategorie handelte (ein Anstieg über 6.4 km mit 4% Steigung – bei der achten Etappe heute in den Alpen war der Schlussanstieg über 13,6km bei 6,1% Steigung einer der Kategorie 1). Ganz ehrlich: schon das ganze Gerede von Anstiegen, noch mehr die Beobachtung, dass vor den Profi-Fahrern den ganzen Tag lang ununterbrochen Freizeitsportler unterschiedlichster Couleur sich an unserem Camp mal mehr, mal weniger vorbeiquälten lässt mich die Frage stellen: wofür das alles? Ich komme immer noch nicht den Mühlenberg hoch und habe auch gar nicht mehr den Ehrgeiz, das irgendwann zu schaffen. Umso beschämender dann, dass die Fahrer letztlich nur unwesentlich entzerrter als Farbkleckse „im Berg“ unterwegs waren und ich nur hoffen kann, dass ich dieses Tempo wenigstens hier entlang des Rheins gehen kann… Wenn ich fertig bin, kaufe ich mir noch ein Tacho. Ich schweife ab…
Der Lagerplatz war noch unbesetzt und nachdem wir uns installiert hatten, kundschafteten wir den Ort Cour aus, Endpunkt des Col de Rosier. Das kostete uns ca. 5 Minuten, denn mehr als 15 Häuser gab es dort nicht. Dafür war es mir vergönnt, zum ersten Mal überhaupt Schweine auf der Weide zusehen, geruhsam zwischen den Kühen vor sich hin trüffelsuchend. Oder so. Es war ein verdammt schöner Abend, sozusagen perfekt für mein erstes Zelten seit 15 Jahren. Zwar gab’s kein Lagerfeuer, dafür aber Fach- und andere Gespräche am Campingtisch und Glühwürmchen, UNMENGEN an Glühwürmchen. Oder auch: hammerviele. Die tanzten im Dämmerlicht über dem Farn. Wie und warum die Leuchtkäfer funktionieren ist eigentlich irrelevant, es ist einfach schön. Aber ich weiß es jetzt und habe mein Wissen hier gefunden. Unmengen Glühwürmchen, die für das Ausbleiben der Fanmassen entschädigten – wir blieben bis zum Schluss die einzigen, die bereits am Vortag angereist waren. Belgier sind eben keine Franzosen und/oder die Ardennen sind nicht die Alpen.

Dann kam der große Tag – an dem erst gegen 9:30 Uhr allgemein Leben ins Camp kam. In der Zwischenzeit waren deutlich mehr Fans angereist, Plakate der Sponsoren waren an der Strecke angebracht worden und die professionell installierten Niederländer auf der anderen Straßenseite hatten die erste Oranje-Konfetti-Rakete abgeschossen. Nach einem stärkenden Frühstück waren die wichtigsten Fragen: 1) Wo ist ein Fernseher, damit man die ersten 188km der Etappe hier und da mal verfolgen kann? Und 2) Wo stehen wir taktisch am besten damit a) Johannes die zwei großen Plakate sehen würde, er b) uns alle und besonders seine Mutter am Rande der Lungenleistungsfähigkeit würde schreien hören, c) man einen möglichst großen Teil der Strecke würde einsehen können und man d) auch eine ideale Fotoposition haben würde. Später gesellte sich als Kriterium noch hinzu e) die Möglichkeit zu haben, sich im Regen unterzustellen. Die ehemalige Schweine- und Kuhweide bot all das: im Berg eine S-Kurve überblickend, die Böschung runter barrierefreies Fotografieren, einen Baum als Regenschutz und eine Minigerade, so dass die Plakate relativ lange schon im Blick sein sollten. Biologische Tretminen unterschiedlichster Ausformung waren dabei zu umgehen. Gegen 13 Uhr war alles geklärt, laut Tour-Magazin war aber erst gegen 17 Uhr mit der Ankunft der Fahrer zu rechnen. Das zeigte mir, dass das Fanleben neben „hart und entbehrungsreich“ auch Potenzial für erholsame Stunden haben kann, die man bspw. lesend in der Sonne liegend verbringen könnte. Aber leider war sie kaum da, die Sonne, dafür der Regen…Und so lange musste man dann auch wieder nicht warten, denn für 15:27 Uhr war das Eintreffen der Werbekarawane angekündigt, eine Art schnell vorbeiziehender Karnevalszug, bei dem für rheinländische Verhältnisse allerdings wenig „Kamelle“ den Weg ins erfreute Publikum fanden. Aber es war ja auch kein Prinz dabei. Wie ich während der Übertragung heute vernahm, ist die Teilnahme an dieser seit den 1930er Jahren durchgeführten Karawane für die Hauptsponsoren Teil des „Pakets“ – alle anderen, die dabei sein wollen, ZAHLEN dafür schlappe 37.000 Euro. Der reine Wahnsinn.

Als sich dann im Dunst und durch die Wolken 5 Hubschrauber den Weg über die bewaldeten Hügel bahnten und zur Überraschung aller direkt hinter uns landeten (VIP 1 – 5) war klar: jetzt kann es nicht mehr lange dauern. Frag mich keiner nach Details – ich suchte nur nach den charakteristischen weiß-blauen Trikots nebst neongelben Helmen, um auch rechtzeitig zum ohrenbetäubenden Geschrei ansetzen zu können. Die ersten kamen in wie schon erwähnt erschreckend hoher Geschwindigkeit diesen Berg hoch (mit schon 188km in den Knochen), dazwischen immer wieder Teamautos – nur Kameras habe ich während der ganzen Aktion keine wahrgenommen. Egal, das Peloton, was passenderweise von dem französischen Wort pelote = Knäuel kommt, rauschte an uns vorbei, Johannes mittendrin, aber für uns gut sichtbar – und das war es dann, mehr oder weniger. Da kamen noch andere hinterher, aber die in Nationalflaggen gewandeten amerikanischen Fans traten den Rückweg an, wie auch die sportiven Norweger im Raddress der Landesfarben.Wie Johannes hinterher per SMS berichtete, hat er weder die in generalstabsmäßiger Planung platzierten Plakate gesehen, noch uns als Gruppe wahrgenommen, trotz des einen oder anderen gerissenen Stimmbands… Beim nächsten Mal?
Jetzt freue ich mich erstmal mit den Spaniern, die soeben erfolgreich waren.
Barbara

Der letzte Tag

Nun ist er da, der letzte Tag… zwei intensive Wochen stehen kurz vor dem Ende – und irgendwie kann ich es nicht glauben. Aber es ist auch gut, dass es bis in vier Jahren wieder andere Prioritäten gibt… sonst würde ich womöglich noch die Kellertreppe putzen (siehe Tag 14).

Langlauf, 50km der Herren, stand heute noch auf dem Programm. Das habe ich nicht in der Erwartung geguckt, dass es da eine Medaille für Deutschland geben könnte – sondern weil es einfach so spannend ist. Und dann das!! Ein Zielsprint zwischen Axel Teichmann und Petter Northug! Zwar gewann der Norweger, aber wie cool war das denn??

Nun zum Abschluss noch das Eishockeyfinale, Kanada-USA. Da halte ich ja ganz klar für die Kanadier, sowieso schon und nun auch, weil Deutschland den zweiten Platz im Medaillenspiegel nur halten wird, wenn die USA bei Silber bleiben 😉 Das erste Drittel war dynamisch, fair und endete 1:0 für Kanada. So kann es weitergehen.

Und so ging es weiter, bald stand es 2:0. „Die Kanadier dominieren auch in diesem Mitteldrittel.“ Leider hatte es der Kommentator kaum ausgesprochen, da gab es auch schon ein Eigentor der Kanadier, das es ja eigentlich nicht gibt. Also: Eigentore gibt es nicht im Eishockey. Warum, war mir nie klar, aber egal. Fakt: es steht nur noch 2:1. Und so endet auch dieses, deutlich härter gespielte Drittel. Das wird ein superspannendes drittes Drittel.

Joi, ist das spannend. Und ich denke, für die Nachbarn noch weit schwieriger zu ertragen, als jede andere Entscheidung der letzten zwei Wochen… weil es durchgängig zu Schreien der Freude und des Entsetzens kommt, über Stunden… 55 Sekunden noch und die Amis haben den Goalie rausgenommen… Nun Auszeit für die Kanadier. Gaaaaaaaanz ruhig… SCHEISSEEEEE!!! 25 Sekunden vor Schluss machen die Amis das Tor, 2:2. Oh! Jetzt Verlängerung…

Nochmal 20 Minuten. Oder auch weniger, denn es geht nach dem sog. „sudden death“: die Verlängerung ist dann zuende, wenn das erste Tor fällt. Puh. Einatmen… ausatmen… einatmen… ausatmen… Ich halte diese Spannung glaube ich nicht aus und kann nur sagen: auf den heutigen Tatort verzichtet zu haben, hat sich gelohnt. Jetzt geht’s weiter…

Da steht man nachts wie blöd im Wohnzimmer und geht ziellos vor dem Fernseher auf und ab, kann kaum hinsehen, verbiegt sich in körperlichen Schmerzen, quietscht unkontrolliert in der Gegend rum, hat einen Puls, der auf 180 geht und dann TOR!! TOOOOOOR!! Kanada ist Olympiasieger! Der Held ist der erst 22-jährige Sidney Crosby, Multimillionär von den Pittsburgh Penguins… naja, die Bezahlung ist wohl gerechtfertigt. Der neue Gretzky oder was? Puh… Jetzt muss ich aber auch noch die Medaillenvergabe gucken, zum schlafen ist da eh noch zuviel Adrenalin unterwegs. Aber hier mache ich die Schotten dicht…

Ich glaube, ich muss mir doch Karten für die Eishockey WM im Mai kaufen… Und den Biber werde ich vermissen, auch wenn er nicht an den legendären Wolf von Sarajevo rankommt 😉

Gute Nacht!
Barbara

Tag 15

Es war eine Mischung aus blanker Wut, zweiwöchigem Bewegungsmangel und der Aussicht, ein ehrlich verdientes Vanille-Himbeer-Teilchen zu mir nehmen zu können: ich habe das Treppenhaus geputzt, das gesamte. Der Teil zwischen Erdgeschoss und erstem Stock hat zum ersten Mal in den siebeneinhalb Jahrem die ich hier wohne, Wasser gesehen. Und jetzt hatte ich die Schnauze voll. 50 Liter Wasser und drei Aufnehmer später ist alles sauber und duftet nach Orange – eine wahrhaft olympische Leistung!

In der Nacht die volle Breitseite der Kanadier, die nun den Medaillenspiegel anführen, mit 10 Goldmedaillen. Das endet übel, da kommt für die Ahornblätter noch mindestens 2x Curling und 1x Eishockey mit großer Chance auf Gold… Und der Viererbob, wobei ich immer noch hoffe, dass es nicht nur nicht an Kanada, sondern an Deutschland geht… Und dann die Amis, die im Moment den Wettbewerb anführen. Ach Gott, ist das alles spannend. Aber nach dem dritten Lauf ist Gold so gut wie nicht mehr erreichbar – jedenfalls nicht, wenn alle heil runterkommen.

Aus deutscher Sicht leider nicht so spannend ist die Entscheidung im Slalom der Herren, denn da schied Felix Neureuther schon im ersten Lauf aus. Aber ohne Risiko ist da auch einfach nichts zu machen. So ging es auch vielen anderen – ich glaube, von vier Amis ist gar keiner angekommen. Es gewann letztlich der Italiener Giuliano Razzoli, der schon nach dem ersten Durchgang führte, vor Ivica Kostelic aus Kroatien und Andre Myhrer aus Schweden. Wieder nix für Österreich…

Die 30km der Damen sind nun auch gelaufen (im wahrsten Sinne des Wortes): ein super vierter Platz von Evi Sachenbacher-Stehle. Es gewinnt die Polin Justina Kowalczyk in einem packenden Schlusssprint vor Marit Björgen aus Norwegen und Aino-Kaisa Sarinen aus Finnland.

Oh-oh… jetzt auch noch Gold für Kanada im Riesenslalom der Snowboarder… Diese Randsportarten, die keiner im Überblick hat 😉

Spannend und unglaublich hingegen war das Halbfinale Deutschland-USA im Eisschnelllauf-Teamwettbewerb der Damen. Alles sah bestens aus, bis Anni Friesinger-Postma in der letzten Kurve strauchelt, vollkommen aus dem Rythmus kommt, scheinbar unkontrolliert ins Torkeln gerät – und etwa 15 Meter vor dem Zielstrich stürzt und ins Ziel rutscht. Instinktiv schmeißt sie das rechte Bein nach vorn, denn es siegt, wessen Kufe zuerst die Linie überschreitet. Und Deutschland siegte! Wirklich bizarr. Aber schon da war Silber sicher. Im Finale dann gegen Japan. 6 Runden müssen mit jeweils drei Läuferinnen pro Team gleichzeitig gelaufen werden. 5 Runden lang liegen die Deutschen hinten, so weit, dass ich schon denke, „Komm, geh dir mal nen Tee machen.“ Der kundige Kommentator meint nur die ganze Zeit, „Die kommen noch, die kommen noch, da ist noch nichts verloren!“ Und war es auch nicht!! Gold für Deutschland mit 0:02 Sekunden Vorsprung!! Irre! Echt irre. Bronze übrigens vollkommen überraschend für Polen – die sacken heute nochmal voll ein!

Oh Herrje! Bei den Herren Kanada und die USA im Finale…so oder so nicht gut für uns und den Medaillenspiegel… Dann wohl lieber die USA?? Aber was wäre es ein Fest für die Kanadier, wenn das was würde… Noch sieht es nach den Kanadiern aus… KANADA gewinnt… und die Halle tobt! Auch schön.

So, nun ist es nach Mitternacht und der vierte Lauf im Kampf um die Medaillen im Viererbob läuft. Mal sehen, ob es bei Bronze bleibt oder ob vielleicht noch was nach vorne möglich ist… Ja! Bronze ist gesichert mit einem wirklich guten Lauf – und nun?? Nun die Kanadier… nur GAAANZ knapp vorn bei der ersten Zwischenzeit… noch knapper… und eine Hundertstel DAHINTER!! SILBER für Deutschland! Jetzt noch die Amis… die fahren Gold nach Hause.

Und ich fahr mich jetzt ins Bett. Bis morgen!
Barbara