A Day in… YSTAD – and ÖSTERLEN!

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Nach einem supernetten Abend mit Heléne, deren niedliches Gartenhaus ich über airbnb gebucht hatte, wurde ich wach zu sintflutartigen Regenfällen. Hm, ausgerechnet heute, wo keine Museen als Alternativprogramm zur Verfügung gestanden hätten. Ich ließ es langsam angehen und war dann gegen 10 Uhr im Zentrum von Ystad – wo aber gerade die zweite Halbzeit Sintflut begann. Auch das kam jedoch zu einem Ende und sollte der letzte Regen für den Tag gewesen sein.

After a lovely evening spent with Heléne, whose cute garden cottage I had rented via airbnb, I woke up to torrential rains. Mmh, today of all days – when no museums could be the alternative option. I took it easy that morning and arrived at the center about 10 am – right in time for the second half of the Flood. But that was to end soon and turned out to be the last I saw of it for that day.

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Angefangen habe ich mit dem Gråbröder-Kloster, das seit 1267 besteht, allerdings im Laufe der Jahrhunderte zu so ziemlich allem verwendet wurde. Die Kirche war nicht zu besichtigen (anstehende Beerdigung), das Museum hatte wegen der Zwischensaison noch geschlossen, aber die diversen Gärten waren zu bewundern… es gab so gar einen eigens für Pfingstrosen, die größtenteils erst kurz vor der Blüte standen.

I started out with the Gråbröder Monastery which has been around since 1267 but it has been used for all kinds of things over the centuries. The church was off limits due to an upcoming funeral and the museum was still closed on grounds of it still being off-season. But the gardens were freely accessible… there was even one dedicated to peonies, most of which were only just about to bloom.

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Ystad ist ein malerisches Städtchen, in dem noch ungefähr 300 schmucke Fachwerkhäuser erhalten sind. Kommissar Wallander ist sicher vielen ein Begriff, der ermittelt hier und drumherum – man kann auch auf seinen Spuren wandern, das habe ich aber gelassen. Ich lese lieber die Bücher (oder gucke die Filme… aber die schwedischen, nicht die britischen!). Per Helsas Gård war mir neu. Aber ich sehe, dass auch erst 2007 beschlossen wurde, daraus was „zu machen“. Es ist eines der besten erhaltenen Fachwerkviertel in Skandinavien.

Ystad is a picturesque little town where you can still find about 300 timber frame houses. Most of you will know Detective Wallander who investigates here – apparently, there are tours to follow in his steps, too, but I passed on that. I’d rather read the books (or watch the movies… but the Swedish ones, not the British ones!). I had not heard of Per Helsas Gård last time I was here. But now I see that it was only in 2007 that the city council decided to „make“ something out of it. It’s one of the best preserved timber frame neighborhoods in Scandinavia.

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Meine nächste Station war Kåseberga, wo es Ales Stenar zu bewundern gibt, eine 67m lange und 19m breite Schiffssetzung, die wohl seit ungefähr 600 n.Chr. besteht. Die Lage ist atemberaubend, an einer Steilküste, wo immer ordentlich Wind geht – an diesem Tag eher Orkanstärke, so dass ich mich wirklich nicht an den Rand getraut habe. Wie ich jetzt weiß, ist es auch ein beliebter Ort für Paraglider. Trotz zweier Schulklassen, diversen Rentnern und einem Bus neu Zugewanderte kann man meinen, ich sei allein dort gewesen.

Next stop: Kåseberga, where Ales stenar is the must-see: a stone ship 67m long and 19m wide, which was probably set about 600 CE. The location is breathtaking – in more than one sense: atop a cliff where there’s always strong winds and on this day it felt like a force 9 blowing on the Beaufort scale (if I may quote Billy Joel) – so I didn’t dare go too close to the edge. I now also know that it is a favorite spot for paragliders. Despite there being about 40 students, several pensioners and a busload of newly arrived citizens you can sometimes think that I was there by myself.

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Ich denke, ich war mindestens dreimal dort, einmal auch Ende Februar/Anfang März 1999 mit meinem Support-Team für den Vasalauf (KortVasan). Für Eva habe ich extra nochmal einen der Kolosse geherzt. Man kommt aber nicht nur wegen der Schiffssetzung, sondern auch wegen des geräucherten Fischs, der im Hafen angeboten wird. Ich habe es falschrum gemacht: es hatte sich zu einem Brauch entwickelt, den Fisch einzukaufen…

I think I was there at least three times, one time was February/March 1999 with my support team for the Vasaloppet (KortVasan). For Eva in particular I hugged one of the colossal rocks. But you don’t come there for the monument only: there’s delicious smoked fish to be had at the harbor. I did it the wrong way round: traditionally, you buy the fish…

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… um es sich dann bei Ales Stenar gemütlich zu machen und die wunderbare Aussicht zu genießen:

… to then ascend to Ales Stenar and have a picknick with a view:

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Schieben wir es auf’s den Wind – und auf meine Ungeduld, nach oben zu kommen. Der Tag war noch lange nicht vorbei, es bleibt ja lange hell hier. So musste ich zwar Simrishamn kurzerhand aus dem Plan nehmen, denn der Stenshuvud Nationalpark musste sein. Der ist klein, aber sehr fein. Durch den lichten Laubwald steigt man auf zum Gipfel:

Let’s blame it on the wind – and on my impatience to get to the top. The day was long from over, it’s light out until about 11pm. I had to bypass Simrishamn, though, because there was a clear preference for Stenshuvud National Park. It’s small but precious. You ascend the peak while walking through light deciduous forest:

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… um festzustellen dass die Natur seit 1998 den Ausblick ruiniert hat (Danke für das Foto, Jo)!!! So ein Sch… 🙂 Aber es bleibt ein lauschiges Plätzchen für eine Pause, ein paar Kapitel lesen und diesen Geruch von sonnenaufgeheizten Steinen, langsam austrocknemden Gras im Sommer – weiß einer, wovon ich rede?

… to find out that nature has worked hard since 1998 to ruin the view (thanks for the pic, Jo)!!! Cra… 🙂 But it still is a cozy spot to have a break and read a few chapters, enjoying the summer smell of sunheated rocks, slowly drying up grass – does anybody know what I’m talking about?

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Und man kann dann natürlich auch runter gehen ans Meer und ggf. baden… im Mai 1999 war ich da drin, zumindest bis an die Knie, da gibt’s Beweisfotos. Der Strand erinnert mich auch an die legendäre Coverversion, die meine Schwester von Céline Dions My Heart Will Go On gegeben hat – allerdings am Strand von Ystad. Heute habe ich mich in aller Ruhe an den Strand gelegt… und bin eingeschlafen.

And then of course you can get down to the beach as well and take a dip… I did go in in May 1999, at least up to the knees – there’s photo proof of that. The beach also reminds me of my sister’s legendary rendering of Céline Dion’s My Heart Will Go On – though that was on Ystad’s beach. Anyway, this time I prefer to lie down on the beach… and actually fall asleep.

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Und dann werde ich wach und denke, huch – da waren Schranken am Parkplatz… keine Ahnung, ob und wann die zugemacht werden. Aber das ist gut gegangen und ich war noch pünktlich zum abgemachten Check-in in Brösarp. Bald mehr!

And then I wake up with a start thinking, shoot, there were these bars at the parking lot… no idea whether and when they will be closed. But it went well and I made it to Brösarp in time for the agreed check-in. More to come!

Barbara

A Day in… MALMÖ!

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Auch wenn Malmö ebenfalls ein Hansekontor war – ich bin mit der Stadt trotz hoher Temperaturen und bei schönstem Sonnenschein nicht warm geworden. Ich konnte mich schon nicht erinnern, während des Austauschsjahrs mal dort gewesen zu sein und hatte jetzt das Bedürfnis, das nachzuholen. War überflüssig, so rein aus meiner touristischen Sicht. Da hätte ich mir ganz andere Dinge ansehen können.

Even though Malmö used to be part of the Hanse, I didn’t warm to it, despite high temperatures and wonderful sunshine. I couldn’t remember visiting it during that whole exchange year and now felt it was high time I did. It wasn’t worth it, from my tourist’s perspective – I could have done much more interesting things instead.

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Nicht überflüssig hingegen war das Treffen mit einer weiteren Freundin, die für den Tag aus Kopenhagen rübergekommen war. Nicht, dass wir uns nicht gerade erst vor einem guten Monat in Kopenhagen gesehen hätten – aber man muss ja sozusagen die Fest feiern wie sie fallen.

It wasn’t a waste of time, though, as I met another friend who had come over from Copenhagen for the day. Not that we hadn’t met only a good month before in Copenhagen but you have to make use of every opportunity.

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Ich will nicht sagen, dass Malmö nichts zu bieten hat – das wäre sicher Quatsch. Aber vielleicht war das Angebot nicht das für uns passende an dem Tag. Das Malmöhus Slott (oben), wo wir uns morgens getroffen haben, beherbergt einige Museen und die aktuellen Ausstellungen schienen durchaus sehenswert. Nur: wer will sich bei dem Wetterchen in klimatisierten Räumen aufhalten?

I don’t want to claim that Malmö has nothing to offer – that would certainly be ridiculous. But maybe the offer didn’t meet the demand that very day. Malmöhus Slott (above) houses a number of museums which currently have very interesting exhibitions. But: who wants to wander about in airconditioned rooms when it’s the perfect summer day outside?

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Und es gibt reichlich moderne Architektur zu bewundern, die mich in ihrem Zusammenspiel mit alten Gebäuden an mancher Stelle an Boston erinnert hat. Der Turning Torso war mir schon bekannt. Ich finde solche einzelstehenden Wolkenkratzer nur immer etwas seltsam. Es ist zwar davon auszugehen, dass auch New York mal mit einem ersten Wolkenkratzer angefangen hat – aber sicher nicht mit einem, der alles andere gleich um soviel überragt hat. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er so bald Gesellschaft von vielen anderen bekommt. Ist halt doch nicht New York oder Dubai.

There’s lots of modern architecture to admire which in some cases reminded me of Boston, when they were right next to quite obviously historical buildings. I had heard of the Turning Torso before. I find these single high-rises a little strange. I mean, I guess New York City started out with the first of its kind at some point, too – but surely not with one that was so much higher than everything else around it. And somehow I have difficulty imagining that this one is going to be with „friends“ any time soon. It’s not NYC or Dubai after all.

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Das Viertel Västra Hamn, wo auch der Turm steht, ist offenbar das, wo wiederbelebungsmäßig gerade der Bär steppt – ein weiteres Beispiel für „waterfront redevelopment“. Wasser ist natürlich immer gut und so sind wir nett entlangspaziert, eigentlich auf dem Weg zum Turm, dann aber hängengeblieben, wo die Menge auch hängenblieb zum Sonnenbaden und dem ersten Eintauchen in den Öresund. Wir haben es beim Eintauchen der Füße belassen. An den Turm sind wir dann nie gekommen, weil es irgendwann Zeit wurde für den Rückweg.

The Västra Hamn neighborhood is the one to be part of these days – another example of waterfront redevelopment. Being by the water is of course always desirable so we strolled along the Öresund, actually heading for the Turning Torso, but then joined the crowds of sunbathers and those who took a first dip in the Öresund. We left it at dipping our feet in it. We never reached the tower as at some point it was time to return.

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Der Zug fuhr nach Kopenhagen – und ich weiter nach Ystad. Bald mehr!

The train went back to Copenhagen – and I continued to Ystad. More to come!

Barbara

A Couple of Days in… LUND!

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Die Fährüberfahrt nach Schweden hat problemlos geklappt und nach all dem trüben Wetter bin ich in Trelleborg bei gleißendem Sonnenlicht von Bord gefahren und gleich durchgedüst nach Lund. Lund ist ein Ort am südlichsten Zipfel Schwedens, ein bisschen nördlich von Malmö. Für mich ist er bedeutend, weil ich dort vor vielen Monden mal ein Jahr studiert habe. 2002 war ich nochmal dort und seitdem nicht mehr. Deswegen wird das jetzt vor allem ein Nostalgie-Post… der am ehesten was ist für meine Freunde von damals – Kommentare willkommen!

The Baltic crossing to Trelleborg was uneventful and when I got there the dull weather of the previous days was all but forgotten: I drove off the ship in bright sunshine and floored it all the way to Lund. Well, as far as you can floor it, that is… speed limits abound. Lund is a city at the southernmost tip of Sweden, a little north of Malmö. For me it carries significance as I studied here for a year many moons ago. I had returned for a visit in 2002 but that was the last time. So this is bound to be a post reveling in nostalgia… friends from the Lund days will probably enjoy it most – comments welcome!

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Als erstes bin ich in ein neueres Wohngebiet gefahren, wo eine Freundin, die in Schweden geblieben ist, nun mit ihrer Familie lebt. Da gab es schon mal ein leckeres Barbecue – und auf dem Weg dorthin (im Norden der Stadt), die Feststellung, dass die Zahl der Firmen, die dort angesiedelt waren, sich vervielfacht haben muss. Es schien mir deutlich größer und die Gebäude deutlich höher als ehedem. Aber dann ging es auch schon ins Zentrum der Stadt und nach einem Besuch in Mormors Bageri zu Princesstårta und Kaffee trennten sich unsere Wege wieder. Vorläufig.

The first thing I did was go see a friend who stayed on in Sweden and now lives there with her family in a rather new residential area of Lund. Well… new-ish. I was treated to a yummy barbecue – and on the way there (in the north of the city) my impression was that the number of companies that have settled in that area must have multiplied. It appeared much bigger – and the new buildings taller than what I remembered. But then we went to the center of the city and after a visit at Mormors Bageri for Princesstårta and coffee our ways parted. For the time being.

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Vorher war ich noch schnell in meiner äußerst empfehlenswerten Unterkunft gewesen, wo ein Leihfahrrad inklusive war – und machte den Fehler, den Stadtplan dort zu vergessen. Irgendwann kam ich dann am Mårtenstorget an, wo es zu meiner Enttäuschung keine Pølserbude mehr gibt. Nicht, dass Pølser an sich ein Hochgenuss wären, aber so auf die guten alten Tage hätte ich schon noch einen genommen. Jetzt gibt’s eine Kebab-Bude, die wahrscheinlich besser ist, aber nicht das richtige war für den Tag. Und Leihfahrräder gibt es dort auch, für sehr erschwingliche 25 SEK für 3 Tage (ca. 3 Euro). Ich denke immer noch, dass ich das falsch verstanden habe.

Before that, I had made a quick visit to the place where I was going to stay for two nights (highly recommended) where a bike was part of the deal. And then I forgot the map there. I somehow reached Mårtenstorget a lot later than necessary and discovered that the pølser stand was gone. Not that pølser as such were a delicacy but I would have liked to have one for old time’s sake. Now it’s a kebab stand which is very likely a whole lot better but it just wasn’t the right time for kebab. And you can now easily get bike rentals there… apparently at 25 SEK (about 3 Euros) for three days but somehow I still think I must have gotten something wrong there.

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Das Universitätsgebäude habe ich problemlos finden können – aber insgesamt bin ich erstmal eine geraume Zeit total desorientiert durch die Innenstadt getorkelt und war fassungslos, dass ich es so schwer hatte, mich zurecht zu finden. Jetzt kann man sagen, okay, 14 Jahre sind auch eine lange Zeit… aber trotzdem, ich habe so Dinge eigentlich gespeichert. Und dann kam so langsam ein Kopf dran, als ich verstanden habe, dass Åhléns, quasi der Kaufhof Schwedens, umgezogen war. Offensichtlich war das auf meiner „mental map“ ein wichtiger Bezugspunkt. Dom? Viel zu einfach – dann lieber Åhléns, wo ich, zumindest in meiner Erinnerung, nicht wirklich häufig eingekauft habe. Apropos Dom. Auf der Sonnenseite sitzen immer noch Studenten und andere Sonnenanbeter (siehe oben). Diese Seite guckt nun auf ein neues Gebäude(teil), und ich habe lange davor gestanden und überlegt, ob ich es gelungen finde. Ich bin zu der Überzeugung gekommen: leider nicht.

It was easy to find the University – but in all I was stumbling through the center like a decapitated hen (as we so graphically put it in German) for a while and just couldn’t believe that I had such a hard time finding my way around. You might say, well, it’s been 14 years after all… but still, I usually remember things like that. And then suddenly I realized what at least partly caused the problem: Åhléns (a department store chain) had moved. Apparently, it was a very important landmark on my mental map. The cathedral? Way too easy – then I’d rather use Åhléns, where I didn’t even shop that much… at least if my memory is not playing games with me. Talking about the cathedral, though. There are still scores of people frequenting the built-in benches (and now also movable stools) on its sunny side (see on top). This side now faces a new building (part of a building) and I have spent a while standing there and wondering whether I find it appealing. I finally decided to give it a thumbs down.

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Und auch die Tatsache, dass es das gelbe Gebäude umschließt um dann an der Kyrkogatan eine weitere Front zu bilden, hat mich nicht gewinnen können. Also, der Grundriss vielleicht schon, aber diese „Kupfertonne“ – nein.

The fact that it sort of snakes around the yellow brick building to end up having another front on Kyrkogatan couldn’t win me over. Well, maybe the ground plan but this „copper barrel“ – no.

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Ein weiterer Punkt in der Kategorie „das kann doch gar nicht sein“ war der Botanische Garten. Ich kann mich weiterhin nicht erinnern, dort jemals gewesen zu sein. Vielleicht war ich da noch nicht zum Blumen-Fanatiker mutiert… aber dass ich nicht einmal da gewesen sein soll? Aber wie sollte ich mich nicht an diesen malerischen Teich erinnern – wo es zudem noch ein nettes Café gibt?? Rätsel über Rätsel.

Another one in the unbelievable category: the Botanical Gardens. I have no recollection whatsoever of ever having set foot in it. Maybe I hadn’t become this flower-loving maniac yet? But really – just general curiosity would make you visit at least once? Wouldn’t it? How can I not remember this picturesque pond – with a cute little café right beside it?? Another mystery.

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Unterwegs in der Sölvegatan wurde sehr klar, dass der akademische Aspekt dieses Austauschjahrs nicht im Vordergrund stand… ich habe das Geografische Institut nicht wiedergefunden. Doch ach: ich fand ein Geozentrum I und ein Geozentrum II und glaube, mich dunkel zu erinnern, dass von diesen neuen Gebäuden damals schon die Rede war. Nur: der wunderbare Altbau, in dem die Geografen damals unterkamen, wird ja wohl kaum abgerissen worden sein?! Kurz vor der Dehydrierung stehend habe ich die Suche abgebrochen und am „Gamla Kirurgen“ blitzten mir Erinnerungsfetzen durch‘s Hirn – Kristoffer war dabei und Holly. Sven vielleicht auch. Aber warum wir da waren oder ähnliches… keine Ahnung.

Cycling up and down Sölvegatan I had to face an uneasy truth: the academic aspect of this exchange year was only a backdrop to everything else. I couldn’t find the Geography Department. But I found a Geo Center I and Geo Center II and I believe I remember that these buildings were being planned way back then already. The fact remains that the wonderful old building that used to house the geographers very certainly wasn’t torn down?! I was getting dehydrated and aborted the search and while passing „Gamla kirurgen“ I had a memory flash of some event there – Kristoffer participated and so did Holly. Maybe Sven also. But why we were there? No idea.

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Keinen Neubau gab’s von Sparta, dem Studentenwohnheim, in dem ich untergekommen war. Architektonisch dem Brutalismus zuzuordnen und darauf basierend denkmalgeschützt, wurden uns Verschönerungsmaßnahmen untersagt (wir hatten überlegt, den Balkon hellgelb zu streichen). Jetzt ist der Beton mintfarben und nicht mehr grau, was seiner Hässlichkeit allerdings keinen Abbruch tut. Vier dieser Blöcke stehen hintereinander und wirken wie ein Hochsicherheitsgefängnis – es wird auch weiter als Knast bezeichnet, wie mir ein eher kürzlich graduierter Student über einem Kaffee berichtete. Die Wohnbereiche sind nur noch per Zahlencode erreichbar… ich bin mir ziemlich sicher, dass alles bis zu den Briefkästen offen zugänglich war und an der Flurtür ein stinknormaler Hausschlüssel ausreichte. Ich hätte sonst mal irgendwo geklopft und gefragt, ob ich auch drinnen mal gucken kann.

Unfortunately, Sparta – my former dorm – has not moved to new premises. The architectural style (yes, there is a „school“ behind this monster) is called brutalism and because of that it’s a listed building. That’s why we were not permitted to even paint the balcony in yellow, as we requested at the time. Now the concrete is mint colored and not gray anymore but it doesn’t take away any of its ugliness. Four of these blocks are lined up next to each other and have the appeal of a high security prison – and it’s still called the jail as a rather recently graduated student told me over a cup of coffee. You can only reach the dorms with a code now… I’m pretty sure that 17 years ago you had free access to the mailboxes and then a simple key was sufficient to enter. I would have loved to knock on some dorm’s door and ask to have a look inside, too.

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Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt in diesem Austauschjahr war das Kulturen. Es ist ein Freilicht- und anderes Museum mit einem Restaurant, wo wir immer einen Stammtisch hatten, nur Austauschstudenten, die sich aber stoisch nur auf Schwedisch unterhalten haben. Zu einem Stammtisch hat es nicht gereicht, aber hier ist mir meine Freundin wieder über den Weg gelaufen, die eigentlich an dem Wochenende schon Familienbesuch hatte, in den ich ein bisschen reingegrätscht habe – wie noch zwei weitere Male in etwas mehr als 24 Stunden. Lund ist ein Dorf…

Another center of gravity during that exchange year was Kulturen, a (not only) open air museum with a restaurant where we used to have a weekly get-together of exchange students who stoically conversed in Swedish. Or tried to. There was no get-together of the kind now but I happened to meet my friend again who was actually hosting family already on that weekend… I crashed the party, so to speak – and met her two more times in a little more than 24 hours. Lund is a village…

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Neben den aus verschiedenen Ecken zusammengetragenen Gebäuden, die man größtenteils auch von innen besichtigen kann, hatte ich einen guten Tag erwischt (mittlerweile den zweiten in Lund): es gab ca. 3 Stunden Live-Musik, traditioneller schwedischer Art. Ich habe sage und schreibe eine Stunde auf einer Bank gesessen und den Damen und Herren gelauscht, die teils abenteuerliche Instrumente spielten, und das in immer wechselnden Zusammensetzungen. Erst waren es so 5, am Ende mehr als 20. Was will man mehr: in aller Ruhe am Teich in der Sonne sitzen, der Darbietung lauschen und an Nichts denken. Hat funktioniert.

There are the houses from different parts which you can usually have a look at from the inside as well but I had chosen a good day (my second in Lund): there were about 3 hours of live music, the traditional Swedish kind – that’s probably putting it too generally: music from Skåne, the southernmost province. I actually just sat on a bench by a tiny pond for an hour just listening to the ladies and gentlemen who in some cases played really unusual instruments – and with more and more joining in. At the start there were maybe 5, at the end more than 20. There’s nothing to be desired: sitting in the sunshine by the pond, all relaxed and listening to their concert, not thinking about a thing. It worked.

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Als ich die Fähre in Trelleborg verließ, war ich kurz davor, eine Verabredung für den ersten Tag „nach Lund“ abzusagen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, die Zeit würde nicht reichen. Ich habe es dann nicht gemacht und die Zeit hat gereicht. Es wäre sicher schön gewesen, mich noch länger mit der Freundin auszutauschen, aber das war an diesem Wochenende ja eh keine Option. Es war gut, wie es war… und es stehen ja noch viele weitere Stationen auf dem Programm, manche weiter auf der Nostalgie-Schiene, andere ganz neue. Bald mehr davon! Hej då!

When I got off the ship in Trelleborg I had the urge to cancel the meeting I had planned for the first day „after Lund“ because I felt I didn’t have enough time. I ended up sticking to the plan and it was enough time after all. Of course it would have been nice to have spent more time with my friend but unfortunately, that was not an option on that very weekend anyway. It was good the way it was… and there are quite a few more destinations on my schedule, some of the nostalgic kind, others whole new ones. Much more to come! Hej då!

Barbara

A Day in… LÜBECK!

LUB1Nach einer Nacht ganz in der Nähe von Lübeck habe ich mich früh aufgemacht, die nächste Hansestadt zu erkunden… und mit dem Teufel zu flirten, der neben der Marienkirche sitzt. Netter Kerl. Er hat dafür gesorgt, dass beim Bau der Kirche auch irdische Gelüste Berücksichtigung fanden: der Ratskeller ist gleich nebenan.

I had spent the night near Lübeck and was out and about exploring my next Hanse city rather early… and got to flirt with the devil as you can see. Nice guy. He sits next to St. Mary’s Church and played a role in its construction, making sure eartly pleasures were also allowed for: a pub was built right next door.

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Nur, damit das von vorneherein klar ist: ich habe in Lübeck, obwohl das Wetter anfangs weiter grau war, über 300 Fotos gemacht. Es ging nicht anders. Es grenzt an ein Wunder, dass ich die Stadt heil verlassen konnte, denn man vergisst alles um sich herum – ein atemberaubendes Haus am anderen und dann alle möglichen Details. Die Entscheidung, was ich hier einbauen soll, hat ein Weilchen gedauert.

Only so you know it: I have taken, despite the fact that the weather continued to be rather dull until about 3pm, more than 300 pictures that day. There was no avoiding it. It’s a miracle I could leave the city unscathed because you forget everything around you – one amazing house after the next and all kinds of interesting details. It took me a while to decide which ones I wanted to include here.

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Das Markenzeichen Lübecks schlechthin ist ja das Holstentor, Jahrgang 1478 – und das war so ziemlich das einzige, wovon ich wusste… Klassenfahrt im neunten Schuljahr hin oder her. Ich denke, zu der Zeit lagen die Prioritäten weder bei architektonischen, noch geschichtlichen Highlights. Und selbst das hat sich einer „normalen“ Besichtigung entzogen, denn es kam zu einem dramatischen Rettungseinsatz… hier hatte sich der Staub dann gesetzt:

Lübeck’s trademark building is the Holsten Gate, built in 1478 – and it was about the only thing I remembered from a school trip back in ninth grade. I guess it wasn’t a time when architectural or historical gems were high on my priority list. And even the gate couldn’t just sit there and behave for the tourists, as we got to witness a dramatic rescue operation… this is when the dust had settled:

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Das Tor wurde gemeinsam mit der Altstadt 1987 in die Liste der Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen. Dazu gehört auch das Rathaus, das mich sehr an das in Stralsund erinnert hat:

The gate and Lübeck’s old town have been awarded World Heritage status by the UNESCO in 1987. The town hall, which reminded me a lot of that in Stralsund, is also part of that:

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Beim Abendessen bei Freunden am Vorabend war ich noch auf die „Gänge und Höfe“ hingewiesen worden, die unbedingt eine Führung wert seien. Führungen gibt es nur an Wochenenden, aber man drückte mir einen Plan mit 103 (!) Gängen und Höfen in die Hand, anhand dessen man sie selber erkunden konnte. Auch sowas irres. Im Prinzip sind es Hinterhöfe, in denen aber ganze kleine Wohnviertel liegen. Zutritt bekommt man über leicht zu übersehende Eingänge wie diesen her ganz rechts am Haus:

Over dinner with friends the night before it was recommended I go on a tour of the „backyards and alleyways“. Tours were only on offer on weekends but I was given a map and list of 103 (!) of these structures to go on a self-guided tour. It was baffling. All they are, really, are backyards but featuring their own little neighborhoods. You access them via rather unspectacular entries, like the one on the far right of this house:

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Und dann kann alles mögliche passieren. Es kann was richtiggehend nobles dahinterliegen, was eher alternatives, was Spießbürgerhaftes mit vermuteter Kehrwoche, was, das man dann am Ende des Ganges doch nicht einsehen kann, weil die Bewohner es eher privat halten wollen… mit oder ohne Katze (der dicke Rote, Kater Bolle, ließ sich durch rein gar nichts aus der Ruhe bringen und hat seine eigene Facebook-Seite), während ich unter dem Goldregen das Gefühl hatte, direkt unter einem Bienenstock zu stehen. Ein Blick nach oben klärte dann auf, dass es sich lediglich um einen sehr stark frequentierten Ort der Honig-Rohstoff-Beschaffung handelte.

And then just about anything can happen. You can find something really classy, or something leaning more towards an alternative lifestyle, a sterile little suburbia – or a locked gate because you’ve chosen a yard whose residents would rather keep it private. With or without cat (the large red one, tomcat Bolle, almost seemed sedated and actually has his own Facebook page), while I had the eerie feeling of standing right underneath a bee hive next to this golden chain tree. When I looked up I realized it was a highly frequented place for the mining of raw material in honey production.

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Ich vermute, ich habe ungefähr 25 oder 30 Höfe besucht. Der Himmel blieb bedeckt und so habe ich beschlossen, mir auch das Europäische Hansemuseum anzusehen (ebenfalls eine Empfehlung). Wie es der Zufall wollte, feierte es seinen ersten Geburtstag und ein Stück Geburtstagstorte war inklusive. Was dann kam hat dazu beigetragen, dass ich mich nun offiziell zum Hanse-Fan erkläre und dieser Blog nun auch ein Hanse-Tag aufweist. Es war eines der besten Museen, das ich jemals aufgesucht habe. Allein die Technik und der „Zuschnitt“ auf die Bedürfnisse des einzelnen Besuchers… Die Eintrittskarte enthält eine Art Chip, den man an einem Terminal vor Betreten des Museums personalisiert: Sprache, Interesse an Sonderthemen, Herkunft aus (der Nähe) welcher anderen Hansestadt u.ä. Im Museum legt man das Ding dann an die unzähligen Lesegeräte und die Darstellungen sind (in meinem Fall) alle in Deutsch, das Sonderthema Stadt und Herkunft Köln wurde eingebaut – ich war fasziniert. Die eigentlichen Inhalte waren bestens aufbereitet. Einziges Manko war eine Reisegruppe mit Guide, der ich ständig den entscheidenden Schritt voraus zu sein versuchte. Als ich dann widerstrebend wieder rauskam, war die Sonne rausgekommen und ich konnte auch noch eine Bootstour unternehmen…

I think I must have seen about 25 or 30 of these backyards. The weather remained grayish so I decided to give the European Hanse Museum a try (another recommendation). I was lucky: I had chosen its first birthday for my visit, so a slice of birthday cake was included. This museum is responsible for the fact that I now consider myself a fan of the Hanse and that I have added a Hanse tag to this blog. It was one of the best museums I have ever visited. The equipment and the visitor-specific approach alone… The ticket comes with a built-in chip which you have to personalize at a terminal before entering the actual museum: language, special interests, which of the other Hanse cities do you live in / close to etc. Inside, you just put the ticket to the readers and all the maps and information boards switch (in my case) to German, the special interest „city life“ and origin Cologne – I was fascinated. Moreover, the actual contents were perfectly prepared. The only downside was a guided tour I was trying to remain ahead of. When I reluctantly left the museum again, the sun had returned and I decided to add a little cruise, too…

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Davon gibt’s aber nicht so großartig interessante Bilder, die habe ich mehr so auf mich wirken lassen (ja, zugegebermaßen erzwungenerweise… da war ein Balken im Weg). Nach einem Abendessen habe ich mich dann auf den Weg nach Travemünde gemacht, wo ich die Abendstimmung an der Außenallee genossen und auf die Abfahrt der Nachtfähre nach Trelleborg gewartet habe.

I didn’t take any great pictures on that, just enjoyed the ride (yes, I admit it: I was forced to refrain from photography… a beam was in the way). After dinner I continued to Travemünde from where I was to take the late night (or should I say early morning?) ferry to Trelleborg – the sunset was quite a view to behold, as were the constantly passing huge ferries, coming through this bottleneck of a harbor entrance.

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Tja… dann bald mehr aus Schweden! Viele Grüße!

More to come… from Sweden! Lots of love!

Barbara

Another Day in… BREMEN

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Ich gebe es unumwunden zu: die Empfehlung lag vor. Mehrfach. Wie es trotzdem dazu kommen konnte, dass ich mich nur in letzter Minute noch entschlossen habe, den etwas abseits gelegenen Rhododendronpark in Bremen aufzusuchen, bleibt ein Rätsel. Mangelnde Zurechnungsfähigkeit oder so. Wirklich. Und dann das. Sowas habe ich noch nie gesehen, der absolute Hammer, nie dagewesene Ausmaße. Zum Niederknien. Das Rhododendronrondell in Bonn wird nie wieder das gleiche sein. Oder eben doch?

I admit it freely: I had the recommendation. More than one. I have no clue why it still turned out to be a last minute decision to do go and see the rhododendron park in Bremen, which is a bit off the beaten track. Lack of mental capacity (temporary, I hope). Really. And then this. I’ve never seen anything like it, just awesome, a vast expanse of a rhododendron forest I’d call it. Drop on your knees beautiful. The rhododendrons in Bonn will never be the same again. Or will they?

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Kein Wunder, dass Ilse immer wieder kommt. Ilse traf ich auf dem Rückweg an der Bushaltestelle und wir haben uns im Bus und dann anschließend auf der Straßenbahnfahrt unterhalten. Sie war mit einer Handtasche und zwei Gehstöcken bewaffnet, so um die 85 – direkt zu fragen habe ich mich dann doch nicht getraut. „47“ kam sie zum ersten Mal nach Bremen und hat dann 52 Jahre dort gewohnt.

No surprise at all that Ilse keeps returning. I met Ilse at the bus stop on the way back and we got into talking on the bus and then on the tram. She was armed with a handbag and two canes, maybe 85 years old – I didn’t want to ask. But it was in „47“ that she first came to Bremen and stayed for 52 years.

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Jetzt wohnt sie in Hannover, hat nur eine kleine Rente und kann keine großen Sprünge mehr machen. Aber nach Bremen kommen zur Zeit der Rhododendrenblüte, dazu muss es jedes Jahr noch reichen. „Ich hab’s alles ausgegeben, Wanderurlaub im Herbst, Skiurlaub im Winter – und ich würde es wieder so machen! Die Erinnerungen, die sind noch hier drin – und mitnehmen kann ich auch nichts,“ sagt sie, und zeigt sich augenzwinkernd den Vogel.

Now she lives in Hannover, on a small pension that doesn’t allow for a lot. But every year she comes to Bremen when the rhodies are in bloom, there’s no passing on that. „I spent it all, hiking vacations in the fall, skiing in winter – and I would do it all over again! The memories are all safe here and I can’t take anything with me when I go,“ she says, indicating her head, winking.

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Krankenschwester ist sie gewesen – und hat immer im Schwesternheim gewohnt, da blieb halt doch einiges übrig. „Nur ganz am Anfang, da gab’s gerade mal 10 Mark… das DRK hat uns schon ausgenutzt. Aber das ist dann ja besser geworden. Wir haben das Leben gelebt und so muss es sein. Machen Sie das bloß richtig!“

She used to be a nurse – and always lived in the dorm of the hospital so she saved a lot at that end. „Only in the beginning, when we didn’t get more than 10 Deutschmark… the Red Cross really did take advantage of us I guess. But that improved and we were living the good life and that’s how it’s supposed to be. You better make sure you remember that!“

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Eine Nicht hat sie in Kanada, die wollte unbedingt, dass sie sie nochmal besucht. „Die wollte auch alles zahlen – aber das ist nicht so meins, ich will nicht ständig zu allen und allem Danke sagen müssen. Aber es ist auch egal, ich weiß heute noch wie Kingston aussieht und wenn die mich sehen wollen, dann sollen die doch geflogen kommen. Auf den langen Flug habe ich keine Lust mehr.“

She has a niece in Canada who wanted her to come and visit again. „They were going to pay for it, too, but I really don’t like that, I don’t want be in a situation where I have to be grateful all the time. But it doesn’t matter, I still know what Kingston is like and if they’d like to see me they might as well come over. I don’t like to fly that long anyway.“

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„Wissen Sie, ich bin da mit mir im Reinen. Früher oder später muss ich ins Heim und dann ist eh alles weg, das bisschen, das da ist. Jetzt gehe ich erst noch nett ins Café und dann fahre ich wieder nach Hause. Einkaufen? Was soll ich denn einkaufen? Alles da. Aber ein gutes Stück Kuchen und eine leckere Tasse Kaffee – so kann der Tag doch enden, oder?“

„You know, I’ve long come to terms with myself. Sooner or later I have to live in a nursing home and then all is gone – the little I have now. So I go and sit in a nice café and then go home again. Shopping? What should I buy anyway? I have everything. But a good piece of cake and a delicious cup of coffee – that makes for a perfect ending of the day, doesn’t it?“

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„Mit Freunden ist es auch nicht immer einfach. Eine gute Freundin hat mir mal gesagt… also, im Prinzip, dass sie keinen Wert mehr auf unsere Freundschaft legt. Naja, irgendwie schmerzt das schon noch, aber sowas muss man akzeptieren. Ich habe jetzt gehört, dass es ihr schlecht geht und dann überlege ich immer wieder, ob ich mich nicht doch melden soll. Aber ich mache es dann doch nicht…“

„It’s not always easy with friends, either. A very good friend once told me, well… that she didn’t care for our friendship anymore. It still hurts sometimes but you need to accept it. Somebody told me now that she was not doing well so I started wondering whether I should get in touch again. But then I didn’t…“

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Ich werde das Gefühl nicht los, dass Ilse noch viel mehr zu erzählen gehabt hätte. Die ganzen Reisen – „nie südlicher als Südtirol, das hat mich nie gereizt. Aber nach Norden, dahin jederzeit und soweit es geht. Bloß keine Kreuzfahrt nach Norwegen – sterbenslangweilig!“ Ganz im Gegensatz zu ihr 🙂

I think that Ilse would have had much more to talk about. All her travels – „never further South than South Tyrol, it never interestd me. But to the North, anytime and as far north as possible. But no cruise to Norway, heaven forbid – deathly boring!“ Quite the opposite of her 🙂

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„Denken Sie dran, verlieren Sie keinen Tag!“ rief sie mir noch hinterher. Das denke ich ja eigentlich sowieso – aber vielleicht habe ich eine Erinnerung gebraucht. Insgesamt 30 km Stau auf der A1 Richtung Lübeck kamen mir nur durch den unermüdlichen Einsatz von Adele nicht als verlorene Zeit vor… auf bald!

„Don’t forget: don’t lose a single day!“ she shouted in my back when I left the tram. I agree anyway – but maybe I did need a reminder. A total of 30 km of traffic jams on A1 towards Lübeck were not considered lost life time only due to Adele’s tireless performance… talk with you soon!

Barbara

P.S.: Die schönen Dinge des Lebens kann man im Cafe des Rhododendronparks bis zur allerletzten Minute auskosten und muss keine Wartezeit an Haltestellen verschwenden:

P.S.: This is how you can enjoy the beautiful things in life at the café of the rhododendron park until the very last minute and not waste any time waiting at bus stops:

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A Day in… BREMEN!

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Irgendwann war ich mir nicht mehr sicher, ob ich diesen Urlaub noch unbeschadet würde antreten können – so einiges hat dann auch nicht mehr geklappt und die Abreise war verspätet, aber dann doch noch. Dieses Mal bin ich mit dem Auto unterwegs, ganze drei Wochen lang. Das habe ich so noch nie gemacht. Bin gespannt. Erster Stop: Hansestadt Bremen.

At some point I wasn’t sure anymore whether I would be able to actually go on this vacation – quite a few things weren’t taken care of and the departure was delayed but did happen in the end. This time I’m traveling by car, for a full three weeks. I don’t think I’ve ever done that before. I’m excited. First stop: the Hanseatic City of Bremen.

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Wie man sehen kann, war das Wetter eher trübe – aber immer trocken. Auf der kleinen Kollage ganz oben sieht man den Roland: als Neffe Karls des Großen wacht er sozusagen seit 1404 über die der Stadt 1303 verliehenen Stadtrechte. Zusammen mit dem Rathaus gehört er zum UNESCO Weltkulturerbe. Vom Rathaus habe ich kein Foto – zwischen schlechtem Licht, teilweiser Eingerüstung (?) und dem Kratzer auf meiner Linse machte es keinen Sinn. Aber ich habe mir die interessante Führung desselben gegönnt, die hauptsächlich in der Oberen Rathaushalle stattfand. Von dort sowohl das Foto vom Kronleuchter oben, als auch folgende Aufnahmen (außer den Stadtmusikanten natürlich, die stehen außen):

As you can see, it was overcast and gray – but it never rained. The little collage on top shows Roland: he was the nephew of Charlemagne and his statue here was erected in 1404, protecting the town privileges Bremen had been awarded in 1303. The statue and the town hall to its left were given UNESCO World Heritage status in 2004. There’s no picture of the town hall – bad lighting, scaffolding covering half of it and the scratch on the lens of my camera didn’t make for a favorable combination. But I went on a guided tour inside which took place mainly in the Upper Hall of it. The picture of the chandelier was taken there, as well as the ones below (expect for the one of the Town Musicians of Bremen – they are outside):

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Eine Lampe aus Walkieferknochen… muss man mögen, aber die schiere Größe ist schon beeindruckend. Direkt neben dem Rathaus steht auch der Dom, von dem es aus ähnlichen Gründen kein Foto von außen gibt. Aber mir gefällt die oft farbenfrohe Innengestaltung von Kirchen in Norddeutschland sowieso am besten:

A lamp made from the bones of a whale’s jaw… a matter of taste, I guess, but the sheer size of it is impressive. The cathedral is located right next to the town hall – and for reasons similar to those above there’s no picture of it from the outside. But then I like the often so colorful interior of the churches in Northern Germany best anyway:

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Ein weiteres Highlight in der Bremer Innenstadt ist die Böttcherstraße. Sie wurde zwischen 1922 und 1931 gestaltet. In ihr findet der Expressionismus architektonischen Niederschlag und sie beherbergt heute Restaurants und hauptsächlich kunsthandwerkliche Geschäfte.

Another sight in Bremen’s historic center is Böttcherstraße, the houses on which were built between 1922 and 1931. It’s an example of expressionist architecture and today houses mainly restaurants and arts and craft stores.

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Am besten gefallen hat mir aber sicherlich der älteste Teil Bremens, der Schnoor. Kleine Häuschen in oft noch kleineren Gässchen… Fasziniert war ich von myregalbrett, eine wohl nicht mehr wirklich neue Geschäftsidee, die ich aber noch nicht kannte: hier kann man Regalflächen mieten und was auch immer zum Verkauf anbieten.

I think I most enjoyed the Schnoor neighborhood, though. Tiny houses and often even smaller streets… I was fascinated by a store called myregalbrett (myshelf), a business idea that’s apparently not new, though to me it was: you can rent room on shelves and display whatever it is you’d like to sell.

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Im Café Sand war ich auch noch – da setzt man mit einer kleinen Fähre über und genießt was auch immer mit Blick auf die Weser und die Innenstadt. Wegen des Kuchens allerdings muss man nicht kommen 😉 Ziemlich ermattet habe ich mich dann aufgemacht, um mein erstes Quartier in Findorff zu beziehen (das ist in großen Teilen ein „airbnb-Urlaub“) – eine gute Wahl bei einer sehr netten Buchhändlerin. Davon gerne noch mehr in nächster Zeit!

I also went to Café Sand which you can reach by an about 30-second ferry ride across the Weser river. Nice and quiet (on this overcast day) with a nice view of the river and the city. But don’t come for the cake… I was quite exhausted by the end of the day and went to check out my first accommodation in Findorff – a good choice (this is a vacation mainly with airbnb accommodation). Looking forward to more like that!

Barbara

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Denkste! / Well… no!

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ADELE LIVE 2016 – gestern Abend in Köln. Und gerade geht es wieder los und ich frage mich: warum bin ich nicht wieder da? Es war ein absolut großartiges Konzert… und wer mich kennt, der weiß, dass ich dieses Wort eigentlich aus meinem Vokabular gestrichen habe.

ADELE LIVE 2016 – yesterday evening in Cologne. And just about this time it starts again and I wonder: why didn’t I go for a second time? It was an absolutely fantastic.

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Eigentlich dachte ich, dass nun das ohrenbetäubend laute „21“ und „25“ hören aufhören würde – ich musste ja textsicher werden. Denkste: es wird intensiviert. Ich konnte heute nicht anders und habe alles rauf und runter gehört und nur darauf gewartet, dass ein Nachbar kommt und mich bittet, leiser zu machen – das hätten sie nicht lange gewollt, denn dann hätten sie weniger Adele, aber mehr Barbara gehört…

I had thought that listening to „21“ and „25“ in the deafening decibel range would cease now – the only way to learn lyrics by heart, singing along. Well, no: there has been an intensification. I couldn’t help myself today, played Adele for hours on end and was just waiting for a neighbor to come and ask to turn down the volume – they wouldn’t have liked that one bit because it would have meant less Adele and more Barbara…

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Noch am Freitag fragte mich ein Kollege, wodurch denn eigentlich der Hype um Adele entsteht. Ich weiß nur, dass die Wahnsinnsstimme mir immer und immer wieder die Gänsehaut den Rücken runterjagt, dass diese Frau Humor hat und ihre durchaus ausgedehnten Monologe auf der Bühne die Konzerte zu etwas ganz besonderem machen. Sie hat das Publikum von Anfang an in ihren Bann gezogen und gehalten. Das habe ich auf Wikipedia sehr gut beschrieben gefunden:

A fried had asked me over lunch on Friday just what exactly caused the hype around Adele. All I know is that this amazing voice sends shivers down my spine over and over again, that the woman can be so much fun and that her extensive monologues on stage make her concerts really special. From the moment the concert started the audience was as if under a spell. I have found that very well described on Wikipedia:

By her own admission, most of her back catalogue is „fucking miserable“, and I questioned quite how the Tottenham-born songstress would hold the attention of the packed O2 Arena without being able to rely on exhaustive dance routines or belting out some pop bangers to boost the energy. But the second she emerged through the floor of a small B-stage uttering those immortal words “Hello, it’s me”, any concerns just evaporated — every single person in the room was in complete awe, and would stay that way for the entirety of the 18-song set.

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Es war erstaunlich zu beobachten, wie viele Leute (sprich: Frauen) beim Mitsingen auch die Gestik imitiert haben… In der Öffentlichkeit bin ich da ja eher zurückhaltend, aber in der heimischen Küche sieht das auch bei mir so aus. Nur: warum? Ich meine, bei Joe Cocker, möge er in Frieden ruhen, bin ich ja auch nie auf den Gedanken gekommen und da war vor gerade mal drei Jahren auch ein Konzert vorzubereiten.

It was interesting to see how many people (read: women) in the audience copied Adele’s gestures, too, while singing along… I’m a bit reluctant when it comes to that in public but when I’m at home I might surprise myself by being no different. But I wonder: why? I mean, I never thought of it when listening to Joe Cocker, may he rest in peace, while getting ready for his concert at the same venue only two years ago.

Nun, ich könnte noch ungefähr 200 unscharfe Fotos und ähnliche viele youtube-Links einstellen. Ich lasse es, schwelge noch ein bisschen in Erinnerungen an dieses beste Weihnachtsgeschenk überhaupt und freue mich auf die nächste Tour. Schönes Restfeiertagswochenende!

Well, I could add about 200 other blurry pictures and about as many youtube links but I’ll pass on it, revel some more in the memory of this best Christmas present ever and just look forward to the next tour. Enjoy what’s left of your Sunday (and possibly a holiday tomorrow, as we are lucky enough to have in Germany)!

Barbara