Chinatown and Historic Little Italy

Bei der Fülle an Informationen, die hier täglich auf mich einprasseln, habe ich mich für einen anderen Weg der Berichterstattung entschieden. Ich werde einzelne Themen rauspicken. Nicht, dass die Tage nicht schon an sich thematisch geordnet wären… Aber mal sehen. Mit diesem Themenansatz kann ich wahrscheinlich noch bis mindestens Oktober täglich durchbloggen!

Due to the wealth of information that I’m confronted with every day I’ve decided on another way of reporting about it. I will choose separate subjects. I mean, it’s not as if our schedule hadn’t been made along the lines of certain subjects to begin with… But we’ll see. Doing it this way I have a feeling I could be blogging daily until at least October and still haven’t said all there is to say!

Es war schwierig, auf den engen Bürgersteigen Chinatowns ein nicht-asiatisches Gesicht auszumachen. Dafür schien jeder Mann eine Zigarette in der Hand zu haben und Chinesisch war die einzige Sprache, die bei mir ankam. Neben unseren deutschen Kommentaren so ungewöhnlichen Auslagen wie lebenden Kröten oder Beuteln voller Innereien (Vermutung). Chinesen wandern seit ca. 1850 in die USA ein und siedelten sich in New York im sog. Und berühmt-berüchtigten Mulberry Bend an. Um 1880 war ihre Zahl auf etwa 1.000 angewachsen und ab 1882 eine extreme Ghettobildung zu beobachten.

It was difficult to make out a non-Asian face on the narrow sidewalks of Chinatown. But every men seemed to be smoking and Chinese was the only language I heard. Other than our own German comments on displays of unusual groceries like living toads or bags filled with innards (that’s a guess). There has been Chinese immigration to the US since 1850 and people settled in the notorious Mulberry Bend. Their numbers had reached about 1,000 by 1880 and by 1882 the ghettoization was getting extreme.

Wenn ich mir das Foto angucke frage ich mich ja immer noch, ob die Kröten unter Drogen stehen oder warum sie nicht einfach abhauen?? Wie auch immer, mit dem Chinese Exclusion Act folgte eine rigide Einwanderungsbeschränkung, die erst im zweiten Weltkrieg vor dem Hintergrund der Allianz zwischen den USA und China gegen Japan gelockert wurde. Es handelte sich im New Yorker Chinatown lange Zeit um eine extreme Männergesellschaft. Die Jahreszahl ist mir entfallen, in der auf 7.000 Männer 150 Frauen kamen…

When I take a look at that picture I wonder again whether these toads are drugged or why wouldn’t the y just hop off and avoid the wok?? Anyhow, the Chinese Exclusion Act put an end to immigration that was lifted only during World War II when the US formed alliance with China against Japan. For a long time, NYC’s Chinatown was a society of men. I have forgot the year that these numbers relate to but there was a ratio of 7,000 men to 150 women…

Wir nutzten auch die Gelegenheit, uns einen buddhistischen Tempel anzusehen, was in diesem Fall von außen auch als eine esoterische Massagepraxis oder Ramschladen hätte durchgehen können. Es gab mehrere, für meine Augen furchtbar kitschige Altare, an denen gegen Spende Räucherstaebchen angezündet und/oder Schalen mit Obst und Süßigkeiten abgestellt wurden. Gegen Spende konnte man außerdem den Inhalt eines Glückskeks erwerben. Das hätte ich besser sein gelassen, denn meine Aussicht auf Erfolg wurde als schlecht bis mäßig eingestuft:

We also used the opportunity to have a look at a Buddhist temple which in this particular case reminded of some sort of esoteric massage place from the outside (and dear Hninn, of course I remember other places of Buddhist worship!). There were a number of altars that were incredibly kitschy to my eyes where you could light an incense stick and/or leave a bowl with fruits and candy. Upon donating a dollar I got to have a look at my future fortune cookie style which I should have passed on as my probability of success was rated poor to fair:

Probability of success: poor to fair.
A tiny pin gets lost in the sea.
You cannot tell where at last it’ll be.
To determine your own destiny,
Do work hard to the utmost degree.

Historic Little Italy besteht eigentlich nur noch als geschichtlicher Hinweis, dass es da mal was gab. Die Haupteinwanderungsphase war zwischen 1850 und 1880 und auch, wenn man anfänglich auf sie herabschaute, so waren sie doch vergleichsweise schnell assimiliert und sind mittlerweile aus der ursprünglichen „Nachbarschaft“ weggezogen. Nach der letzten Volkszählung geben nur noch 5% der Einwohner an, italienischstämmig zu sein und von denen wurde kein einziger mehr in Italien geboren. Es bleibt ein Straßenzug, in dem es viele Cafés und Pizzerias für Touristen gibt und in dem der eine oder andere Hydrant grün-weiß-rot gestrichen ist.

Historic Little Italy is nothing more than that: a hint of its historic meaning. Italians‘ immigration climaxed between 1850 and 1880 and even if they were scoffed at at the beginning they were assimilated rather quickly (by comparison) and have now moved on to other neighborhoods. According to the last census only 5% of inhabitants in the area consider themselves Italian Americans and none of them was born in Italy. What is left is a street with Italian restaurants and cafés that cater to tourists and the odd hydrant painted in green, white and red.

Und nun komme ich doch von meinem Vorhaben ab, wenn auch kurz. An diesem Tag waren wir nämlich auch im sog. Tenement Museum. Ein Tenement ist eigentlich ein Mietshaus, aber durch die zu Hochzeiten der Einwanderung extrem schlechten Lebensbedingungen durch Großfamilien in Zweizimmerwohnungen ohne Wasser, Toiletten oder (anfänglich) Licht, ist es eher eine verslumte Mietskaserne. Ein solches Haus wurde 1988 im Originalzustand von 1935 vorgefunden und erhalten – einerseits recherchiert, wer wo wie gelebt hat und die Wohnungen entsprechend „renoviert“, andererseits auch Wohnungen im Zustand der Verwahrlosung gelassen. Unsere Führung hatte die deutsche Familie von Julius Gumpertz zum Thema und wie so oft in amerikanischen Museen dieser Art war die Leitung absolut lebendig und mitreißend.

And now I do add something that isn’t direclty related to the chosen subject. We also went to the Tenement Museum that day. A tenement is actually an apartment building but in the heydays of immigration they were characterized by extremely bad living conditions of extended families in two-room apartments without water, toilets or (in the beginning) even light – it was more of a slum really. Such a house was found in 1988 in its original 1935 condition and preserved. On the one hand the former inhabitants were researched, who lived where and when and the apartments were rehabbed accordingly. On the other hand, apartments were left in their state of ruin and decay. Our tour was about the German Gumpertz family and as so often is the case in American museums of this kind it was all very vivid and the guide was incredibly engaging. A must see.

Doch nun: adieu!

But now: bye-bye!

Barbara

5 Kommentare zu “Chinatown and Historic Little Italy

  1. Thanks for sharing and taking time out of your busy schedule to give us a tour! Love all the photos. When I was last in Little Italy, it was very Italian, complete with mafias bosses and scary looking bodyguards surrounding the limos! Chinatowns all over are soooo interesting. I usually want to follow the little Chinese lady home to see how she is going to cook up the strange foods she is buying.

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  2. liebe barbara,
    hört sich toll an deine zeit in NY! ich fand auch die kröten am schwierigsten zu „verstehen“, aber ich weiss dass sie nicht abhauen, da sie auf eis sitzen und die kälte sie lähmt… arrggg!
    have a great time – hugs
    caro

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  3. Super Erlebnisse!! Ich habe mal den Nachtmarkt in Hongkonk erlebt,da können einen die auf Eis gelegten Kröten auch nicht mehr erschrecken.Es gab dort auch für uns die ungewönlichsten Dinge.,manchmal einfach nur zu weggucken.
    Weiterhin eine schöne Zeit wünscht Dir
    Rita

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