Muskelkater / Muscle ache

Ja, heute war es entgegen der Vorhersagen bis ca. 15 Uhr bedeckt. Dafür habe ich bemerkt, dass – sollte ich jemals einen Mega-Lottojackpot knacken – meine Investition sich weg von der Bonner Südstadt nach Budapest verlagern wird. Das Objekt oben wäre zu haben. Und liegt am heute gefundenen Lieblingsplatz, dem Kodály körönd. An jeder Ecke steht einer dieser Komplexe, davor Park, in der Mitte die Straße – und Anschluss an die „Kleine U-Bahn“, die gelbe Linie. Wie gut, dass ich die noch benutzt habe: die Haltestellen sind wunderbar gekachelt, haben Holztüren und die Bahn ist tatsächlich klein.

Yes, despite other forecasts it was overcast today, until just about 3pm. But I found the object I would want to invest in – should I ever win a mega jackpot, that is. The building above is for sale and is located on my favorite square, Kodály körönd. Each corner features one of these complexes, a bit of park in front of them, a street going through the middle – and with access to the „small subway“, the yellow line. I’m happy I used it: the stops are wonderfully tiled, there are wooden doors and the trains themselves are really small.

Heute war ich vormittags mal etwas abseits der Touristen-Hotspots unterwegs, entlang großer Durchgangsstraßen, gesäumt von an sich wunderbaren Bauwerken, die aber vielfach in ziemlich schlechtem Zustand waren. Und im Kaufhaus der Durchschnittsungarn, wie es im Reiseführer beschrieben war. Abgesehen von der insgesamt dann doch großen Auswahl war es ein „Goodbye Lenin“-Erlebnis. Ich habe mich nicht getraut, Fotos zu machen…

This morning I was out and about away from the tourist hot spots, walking long and large thoroughfares with huge and as such wonderful buildings which were often in a miserable state, though. And I went to the department store where the „average Hungarian“ goes shopping (quote from the guide). Apart from the rather large variety I felt transplanted into the movie „Goodbye Lenin“. I didn’t dare to take any pictures…

Beim Spaziergang entlang der Andrássy ut kam ich zu diesem „House of Terror“ und habe mich irgendwie vollkommen ignorant gefragt, „na, um welchen Terror geht’s denn hier?“ und kurzfristig entschieden, dass ich dann doch ein Museum von innen sehen werde. Genau dieses Haus war die Zentrale der ungarischen Nazi-Partei (Pfeilkreuzler), nach 1945 Sitz der politischen Polizei. Hier (und später im ganzen Block) wurden hunderte Menschen eingekerkert, gefoltert, getötet. Das Museum ist sehr beeindruckend – erst durch die „Theorie“, dann die „Praxis“ mit erhaltenen Zellen, Folterwerkzeugen, Galgen im Keller. Zu jedem Ausstellungsraum gab es ausführliches Infomaterial auf Englisch, aber die einzelnen Exponate waren leider nur auf ungarisch erklärt.

While walking along Andrássy ut, I came across this „House of Terror“ and found myself wondering, rather sheepishly, „now, what terror is this about?“ and decided to see the inside of one museum after all. It was this particular house that served as headquarters for the Hungarian Nazi party (Arrow Cross Party) and seat of the political police after 1945. Hundreds of people were incarcerated, tortured and killed in this very house (later in the whole block). The museum is very impressive – first through providing „theoretical“ background, then through „practical experience“ of the cells, torture tools, a gallows in the basement. There was extensive English information material in every room of the exhibition but the exhibits as such were only described in Hungarian.

Dagegen ist die Szent István (Sankt-Stephans-)Basilika dann ein Platz zum Durchatmen, auch wenn die Opulenz eigentlich eher erdrückend war. Als ich kam, kreuzten übrigens gerade keine Pilger. Die Kuppel hat einem den Atem verschlagen… die 302 Stufen auf die Spitze auch.

Compared to that the Szent István (Saint Stephen’s) Basilica was a place to take a deep breath or two even though it was actually rather crushing in its opulence. By the way, when I was there, no pilgrims were crossing. The dome took my breath away… as did the 302 steps up to the top.

Wie groß mögen diese Plakate wohl sein? Wenn in dem Haus jedes Stockwerk wie in meiner „Pension“ 31 Treppenstufen hoch ist… wow. Es war auf jeden Fall auch mal Zeit, sich zu stärken – und mich zieht es mehr zu den Süßspeisen der Cafés als zu Gulasch u.ä. Heute war ich im Traditionshaus Gerbeaud (am Ende besagter Gelber Linie), wo ich Somlói Galuska mit Mézes cappuccino tejzinhabbal probiert habe. Beim ersten Teil hilft mir die deutsche Übersetzung auch nicht – Schomlauer Nockerln – und beim zweiten handelte es sich um einen Honig-Cappuccino mit Sahnehaube. Göttlich jedenfalls, diese Nockerln. Es hatte aber auch seinen Preis – aber einmal im Leben sollte jeder im Café mit Kreditkarte zahlen…

How large are those billboards? If there are 31 steps per floor as are in my hotel… wow. It was high time for a snack, though – and I’m drawn to Hungary’s desserts rather than their gulash. I went to Café Gerbeaud today (at the end of said yellow line), and had a Somlói Galuska with Mézes cappuccino tejzinhabbal. With the first one I’m lost even with the German translation… and forgot to write down the English one. The other was a honey cappuccino with whipped cream. Anyway, they were divine, those Somlói Galuska. But they came at a price – but I thought what the heck, everybody should pay at a café with their credit card once in life…

Und dann gibt es hier u.a. auch ein Marzipan Museum… und entsprechende Hersteller. Was mich auf die Idee zur Fortfühung der Feierlichkeiten brachte! Ich verlose eine Schachtel Szamos Marzipanhappen! Es ist ganz einfach: hier einen Kommentar hinterlassen, welcher Form süßer Verführung ihr nicht widerstehen könnt. Und das bis Sonntag, 13.11.2011 um 18 Uhr MEZ. Und noch ist die Deadline für den jecken Freebie nicht gelaufen!

Then there’s also a marzipan museum here… and producers of the same which brought me to continue the celebrations on this blog! I will raffle off a box of assorted marzipan chocolates made by Szamos! And it’s easy: just leave a comment letting us know which is the sweet temptation you cannot resist. The raffle closes Sunday November 13 at 6pm GMT+1. And don’t forget there’s another one that hasn’t finished as of writing this entry!

Beste Grüße aus Budapest!

Sending my best from Budapest!

Barbara

9 Kommentare zu “Muskelkater / Muscle ache

  1. Nicht widerstehbare süße Versuchungen:
    – Marzipan
    – Lakritz
    – Donauwelle ( wie passend zu Budapest)
    – Schokolade in jeglicher Form
    – Dominosteine
    – usw. usw. *seufz*

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  2. Ich könnte ähnlich antworten wie Kathrin beschränke mich aber auf die nicht fair gehandelten Kugeln von Lindt „Lindor“. Sind gerade kurz vor Weihnachten oder Ostern oder immer meine zarteste Versuchung. Ich kann nur wenig Süßem wiederstehen, aber was ich z.B. nicht mag: Geleebanenen oder andere Glibberfrüchte, Pralinen mit Schnapsfüllung (einzelnen nehme ich beides gerne), grüne und weiße Gummibärchen, die esse ich aber schon, oder diese Chemiepillen aus Amerika Jelley Bums oder so, niemals.
    So jetzt sende ich den Kommentar und weil ich dann weider abschmiere mache ich mir jetzt noch einen Kakao und träume vom freebeesieg.
    Alles Gute INES

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  3. Liebe Barbara, was für ein wundervoller Kurzurlaub! ich sitze hier im warmen Goma und sehe zwar den malerischen See, aber allein die Idee hier zu Fuß zu gehen und Fotos zu machen ist so absurd, dass ich lachen muss. Ich beneide dich ehrlich! Ich hatte mal ein paar Stunden Aufenthalt in Budapest (1986) und erinnere mich gern. Die süße Versuchung, der ich nicht widerstehen kann? Es gibt sie nicht. Aber, ich vermisse guten selbstgebackenen Apfelkuchen, gedeckt oder mit Streußeln, aber vor allem deutsche Äpfel. . Danke für den Blog und die schönen freebies! Katja

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