Und dann kam München

Hirten

Irgendwas klappt heute mit den automatischen Bildunterschriften nicht, deswegen manuell: Kreative Namensgebung in München

Hm. Ich dachte, ich sei schon „in der achten Woche“, aber es ist erst die siebte. Kann das wirklich sein?? Wie auch immer – der Stand ist der gleiche wie in der letzten Woche (trotz 20 Aktivitätspunkten, erreicht bspw. durch die Besteigung des „Alten Peter“ – 304 Stufen!). Und das trotz 5 Tagen in München, u.a. in bekannten amerikanischen Kaffeehäusern, bei den gebratenen Hühnchen aus den Appalachen (zum ersten Mal in meinem Leben, das goldene M ziehe ich weiter vor), den Naschbällchen ohne Schokolade beim abendlichen Schwätzchen und natürlich der unnachahmlichen Fidelio-Torte… ach, ich sag nur Himbeer-Creme, Biskuitteig, Marzipan, Buttercreme… Hammer. Aber es war es ja alles wert: nach dem Besuch meines ehemaligen AuPair-Sohnes im Mai war ich nun wiedervereint mit zwei anderen AuPairs, die im gleichen Bostoner Vorort ihre ersten USA-Erfahrungen machten wie ich. Da schwelgten wir natürlich in Erinnerungen und brachten uns auf den neusten Stand der Dinge, was die jeweiligen Gastfamilien angeht. Ähnlich war es auch am Samstagnachmittag, an dem ich bei einer Freundin aus Schultagen war. Der Zwetschgendatschi war zudem fantastisch…
MaibaumWer mir unerhofft (aber vielleicht nicht wirklich unerwartet) zur Hilfe eilt in meinem Diät-Vorhaben ist die der öffentliche PersonenFERNverkehr. Als ich am Sonntag wieder zuhause war, war ich derart geladen, dass ich dachte „MANN! Fahr noch ne Runde Rad, sonst schlägst du gleich die Küche zusammen!“ Schon kurz hinter München bildete ich mir ein, komische Geräusche zu hören, dachte aber dann, „Ach Quatsch!“ Kurz vor Nürnberg verkündete man uns jedoch, dass wir wegen eines technischen Problems 8 Minuten Verspätung angesammelt hatten. Es war aber erst kurz vor Frankfurt, als wir die Durchsage vernahmen, dass der Zug dort ende werde und „am gleichen Bahnsteig gegenüber“ ein Ersatzzug bereitgestellt würde. Gute Idee. Der stand aber nicht da. Nach 10 Minuten (16:20) die Mitteilung: „Die Bereitstellung dauert ca. 20 Minuten“. Um 16:28 Uhr dann die Korrektur: wir stellen wohl doch eher keinen bereit, bitte begeben Sie sich zu Gleis 18, dort fährt um 16:29 der EC XY ab. Mein Ticket ging nur bis Siegburg/Bonn, wo dieser Zug leider nicht halten würde und bis Köln und dann wieder zurück durfte ich nicht. Also musste ich am Flughafen wieder aussteigen, 20 Minuten später in einen anderen umsteigen, der außerplanmäßig auch die Dörfer anfuhr und somit dann selbst ebenfalls wieder verspätet war… Wahrscheinlich hatte der Praktikant die Planung übernommen.

Ernährungstechnisch habe ich aus München mitgenommen, dass der frappierende Cappuccino der bekannten amerikanischen Kaffeehaus-Kette in der leichten Variante nur wunderbare 2,5 Punkte hat, die etwas dröge Zimtschnecke allerdings 11!!!! Das Croissant lässt grüßen.
Schneizlreuth

Miss Schneizelreuth, die Zeit ihres Lebens in der Leopoldstraße 77 wohnhaft war

Gefreut habe ich mich sehr über folgende Mail… direkt zu kommentieren traut sich offenbar kaum jemand. Ich zitiere (voll autorisiert) fast in Gänze:

Weiter so!
Hallo Barbara,
ich freue mich seit Jahren über deine E-Mails bzw. über deine neuen Blogeinträge. Deshalb wollte ich mich auch mal zurückmelden. […]
Speziell die Verlockungen der Hochzeitstorte kann ich mir gut vorstellen, obwohl ich beim Thema Hochzeit im Moment weniger an Essen denke, als eher an ein Zitat von J.R.R. Tolkien:

Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden,
ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden.

😉

Meine Trennung und Scheidungsvorbereitung haben mir etliche extra Kilo eingebracht. Obwohl der Wille etwas dagegen zu tun, schon längst da ist, klappts noch nicht.
Als alleinerziehender Vater mit Hund, Haus und Garten bleibt kaum die Zeit um Sport zu treiben. Letzte Woche habe ich mich dann endlich aufgerafft mit dem Fahrrad zur Arbeit zu fahren. Prompt bricht mir der Rahmen des Rades glatt durch. Jetzt muss ich erstmal wieder Auto fahren und hoffe auf weitere Motivation durch deinen Blog.

Also, der nächste ist kurz davor, beizutreten 😉 Ich weiß momentan von vieren, die sich nun auch (wieder) mit den anonymen Dicken beschäftigen und vier weiteren, die schon ständig so viele Fragen stellen, dass sie im Geiste wohl schon dabei sind! Die Blogstatistik zeigt ebenfalls leicht verwunderliche Entwicklungen: waren die Zugriffe zwischen den Posts bislang eher bescheiden bzw. oft gar nicht vorhanden, ist jetzt immer was los – und gestern hatten viele wohl schon mit einer Fortsetzung gerechnet und nachgeguckt… aber es kommt eben erst heute was!
Obelisk
Ich musste heute der Schokolade nachgeben… konnte aber Gott sei Dank in der Kühltheke was wenig verwerfliches auftreiben.

Bis nächste Woche wieder zu diesen und anderen Themen!
Barbara

Rom – von oben, letztlich

Nah dran... ich bin ganz nah dran: am Petersdom!

Nah dran... ich bin ganz nah dran: am Petersdom!


7:11 Uhr
Es ist wie so oft: ein Montagmorgen und es ist definitiv viel zu früh. Ich gähne mich Schritt für Schritt voran und muss mich mehr als einmal auf dem kurzen Fußweg in letzter Sekunde vor rasant fahrenden Rollern oder Müllabfuhrwagen in Sicherheit bringen. Ich bin unterwegs auf einer Mission, das große Ziel vor den noch nicht wirklich geöffneten Augen… denn es kann ja gar nicht wahr sein, dass man in Rom gewesen sollte, und den Petersdom nicht von innen gesehen hat. Oder?

7:15 Uhr
Ich stehe auf dem gähnend leeren Petersplatz und trotte an der rechten Seite durch die Holzgitter, die die sonst so unbeherrschbar großen Besuchermassen im ZauN halten sollen. Wasserflaschen darf man dabei haben, aber keine Taschenmesser. Träger-Tops sind nichts, ebenso wenig Minis oder Hotpants. Die beiden Amis etwa 50m vor mir haben Bermuda-Shorts an. Kein Problem.

7:16 Uhr
Ich stelle fest, dass die Menschen mit den Audio-Guides erst ab 9:00 Uhr auf Maloche sind, aber das ist jetzt auch egal – lieber was sehen, staunen und die Details irgendwann mal nachlesen, als vier Stunden anstehen und dann im Sardinenverfahren besichtigen.

So ein Ding wollte ich auch schon immer mal fahren... Putzkolonne im Petersdom.

So ein Ding wollte ich auch schon immer mal fahren... Putzkolonne im Petersdom.

7:25 Uhr
Ich betrete den Petersdom, gemeinsam mit der Putzkolonne. Sonst sind wirklich noch kaum Menschen da. Durch die großen Fenster über dem Eingang strahlt die Sonne ins Hauptschiff, alles ist lichtdurchflutet. Marmor, Marmor, Marmor, wohin das müde Auge reicht, in allen Farben des Spektrums. Eine Papststatue an der anderen. In der Mitte ist eine Art Gang abgezäunt – warum, weiß ich nicht. Wenn ich nach oben gucke, muss ich mich festhalten. Farbenfrohe Kuppeln, Schriftzüge. Ich weiß, der Kölner Dom ist kleiner, aber es kommt mir anders vor – wahrscheinlich, weil man mal als Kind in letzterem war und einem in der Erinnerung weiterhin alles gigantisch vorkommt. Ist es ja auch, aber hier noch mehr und wesentlich farbenfroher. Ich weiß nicht, wie größenwahnsinnig die Menschen gewesen sind, die das hier geplant haben.
Das Hauptschiff. Marmor - soweit das Auge reicht.

Das Hauptschiff. Marmor, soweit das Auge reicht.


7:45 Uhr
Hinter dem Hauptaltar „irgendwo links“ – wohl im Querschiff, wenn ich darüber nachdenke – gibt es eine private Messe für eine polnische Reisegruppe. Seitenaltäre, kleine Kuppeln, marmorne Engel, Päpste und andere, noch und nöcher.

8:00 Uhr
Ich bin wieder am Eingang und „müsste“ eigentlich noch die rechte Seite abgehen, aber da kriege ich spitz, dass der Eingang zur Kuppel ein anderer ist und man sich da noch mal anstellen muss – also ziehe ich das vor. 500 irgendwas Stufen. Eintritt: 5 Euro, mit Lift 7 Euro. Ich zahle 7 Euro, gehe ein paar Schritte weiter und sehe das Schild: „Achtung! Nach dem Lift sind noch 322 Treppenstufen zu gehen! Kranke und ältere Menschen sollten sich gut überlegen, ob sie weitergehen!“ Wohlgemerkt NACH dem Ticketkauf. Dass ein Lift nicht bis ganz nach oben geht hätte man sich auch denken können, aber trotzdem. Find ich hinterfotzig.

Die polnische Reisegruppe nach dem Gottesdienst.

Die polnische Reisegruppe nach dem Gottesdienst.


8:10 Uhr
Der Lift kommt an, wie soll ich sagen: auf dem Niveau des Rundgangs am unteren Ende der Kuppel. Alles klar? Und von oben betrachtet ist der Innenraum erst richtig geil – die Muster auf dem Boden, die, wenn man direkt über sie geht, so groß sind, dass sie einem überhaupt nicht viel sagen, machen richtig was her. Mir fehlt jetzt etwas das
Buchstaben, überlebensgroß, und Gemälde, die Mosaike sind.

Buchstaben, überlebensgroß, und Gemälde, die Mosaike sind.

Festhalten - die Kuppel.

Festhalten - die Kuppel.

architektonisch wertvolle Vokabular… wenn man sich vorstellt, dass die Kuppel auf einem quadratischen Raum aufsetzt, sind an allen vier dieser Ecken, was man für Bilder von Heiligen oder so hält – erst nun, bei im wahrsten Sinne des Wortes näherer Betrachtung, fällt auf, dass es Mosaike sind. Die gesamte Galerie ist ein einziges Mosaik. Etwas darunter verläuft, ebenfalls als Mosaik, das goldene Band mit dem dunkelblauen Schriftzug Tu es Petrus et super hanc petram aedificabo ecclesiam meam et tibi dabo claves regni caelorum – meine rudimentären Lateinkenntnisse ließen sich auffrischen, es heißt soviel wie: Du bist Petrus und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und Dir gebe ich die Schlüssel zum Himmelreich. Nebensächlich. Hauptsächlich: diese Buchstaben sind zwei Meter hoch… ich habe das wirklich erst hinterher auf den Fotos realisiert, als ich Menschen auf der Galerie direkt im Vergleich dazu gesehen habe… (Ich hätte, nun da ich eine Quelle gefunden habe, terminologisch korrekt schreiben können, dass dieser Satz im inneren Kuppelfries zu lesen ist – aber gebt’s zu: wer hätte davon mehr gehabt?!).

8:30 Uhr
Start der Treppenstufen. Ausgetretene Steinstufen. Metalltreppen. …vierundvierzig, fünfundvierzig, sechsundvierzig… in engen Wendeltreppen – und ich meine ENG… zweihundertsiebenundfünfzig, zweihundertachtundfünfzig, zweihundertneunundfünfzig… Die Kuppel wird spürbar, denn man muss den Kopf nach rechts wegknicken und insgesamt etwas schief gehen – der Rücken ist begeistert, die Beine sagen schon lange nichts mehr. Ich erkämpfe einen Absatz, auf den sich viele andere auch schon gefreut zu haben scheinen, Pause. Weiter und irgendwann kommt Licht, durch eine Tür noch und man steht PAAF! direkt über dem Petersplatz, wenn man so will, in der Morgensonne, über den Dächern Roms – auf dem Teil der Kuppel, der von unten aussieht, als sei er nicht viel mehr als ein kleines Deko-Törtchen.

Woah. Ohne Worte.

Woah. Ohne Worte.


9:00 Uhr
Trotz der etwa 30 Touristen dort oben ist es ziemlich still, der eine Teil fasst sich ans Herz, ein anderer steht vornüber gebeugt da mit den Händen auf den Knien wie ein Dieter Baumann nach dem Zieleinlauf eines 5.000m-Rennens, wieder andere schwitzen still wenn auch schwer atmend vor sich hin. Als man sich dann erholt hat, sieht man die Engelsburg, schaut in die Vatikanischen Gärten, verfolgt den Lauf des Tiber und anderes. Ich liebe den Blick von oben und kann mich nur ganz schwer wieder trennen.
Heiliger Trupp über dem Eingang zum Petersdom. RIESENGROSS.

Heiliger Trupp über dem Eingang zum Petersdom. RIESENGROSS.


9:45 Uhr
Wieder unten angekommen und der Petersdom füllt sich. Auch „die andere Seite“ des Hauptschiffs sehe ich mir noch an und begebe mich dann in die Poststelle des Vatikans, um eine Postkarte zu verschicken. Dabei komme ich an zwei Schweizer Garden vorbei und kann mir nicht helfen: die sehen aus wie milchbubige Clowns.

10:30 Uhr
So, vielleicht habe ich ja Glück und kann mir an diesem Vormittag auch noch die Sixtinische Kapelle ansehen. Das könnte ich jedoch nur mit viel Geduld, die Schlage steht schon wieder bei ca. 2 Stunden. Also muss das auf 7:00 Uhr beim nächsten Rom-Besuch warten. Was könnte ich mit den verbleibenden zwei Stündchen denn sonst noch machen… erstmal was essen und ein Eis… ein bisschen im Sönnchen sitzen.

Campo Santo Teutonico, der deutsche Friedhof.

Campo Santo Teutonico, der deutsche Friedhof.

11:30 Uhr
Campo Santo! Der deutsche Friedhof, der direkt an Vatikanstadt anschließt und nur für Deutsch sprechende Menschen zugänglich ist. Wahrscheinlich ist das das einzige, was ihn davor rettet komplett überrannt zu werden. Als ich ihn betrete bin ich enttäuscht, zwar alles recht pittoresk und trotz des einen oder anderen Touristen eine gewisse Ruhe ausstrahlend, aber so KLEIN. Aber das ist vielleicht dem an diesem Vormittag erlebten Größenwahn geschuldet.

19:00 Uhr
Erschöpft von drei Nächten Schlafmangel und vier Tagen Rom-Marathon falle ich auf meine Couch. Am Flughafen hatte ich damit geliebäugelt, noch am gleichen Abend Ein Herz und eine Krone (das im Original übrigens wie so oft viel passender A Roman Vacation heißt…) auf meiner Unterschicht-Glotze zu genießen – aber das hebe ich mir für einen wacheren Moment auf… ach, bella Roma!

Rom an einem Sonntag

Die Spanische Treppe

Die Spanische Treppe

Das Leben überschlägt sich dieser Tage, so dass es etwas gedauert hat, bis ich zu diesem dritten Teil über meinen ersten Rom-Aufenthalt gekommen bin…

Den langsamen morgendlichen Start der Gastgeber voll einplanend, hatten wir am Abend zuvor schon besprochen, dass ich am Sonntagmorgen noch mal allein zur Spanischen Treppe fahren würde, an der wir an meinem ersten Abend in Rom nur kurz vorbeigehuscht waren. Kaum zu glauben, aber wahr: ich konnte sie nicht nur ganz in Augenschein nehmen, ich konnte sie sogar besteigen und am oberen Ende einen kurzen Blick in die Santa Trinità die Monti werfen. Selbst der Rhododendron blühte noch.

Schwupps um die Ecke und wieder in die U-Bahn, die in einem Wahnsinnstakt (zwischen 1- und 5-minütlich) fährt – zurück Richtung Petersplatz, denn der Papst war zuhause und das heißt an einem Sonntag: 12 Uhr Angelus-Gebet auf dem Petersplatz. Wir erreichten selbigen gegen 11:50 Uhr, ca. 20.000 andere waren schneller gewesen. Auf riesigen Leinwänden wurde gerade das Ende der im Petersdom gehaltenen Messe übertragen, Stimmung wie im

Warten auf den Papst. Oder: Himmlische Sprungschanze.

Warten auf den Papst. Oder: Himmlische Sprungschanze.


Fußballstadion. Also, auf dem Platz, nicht im Dom. Irgendeine gelbe Masse wedelte wild mit Tüchern gleicher Farbe – stundenlang. Gegen 12:15 Uhr ging das berühmte Fenster auf, ein rotes Tuch entrollt sich nach unten und kurz darauf erkennt man schwach in der Ferne einen weißen Schatten, das muss er sein, Benedetto. Die Stimmung wurde noch besser, ich war in Lauerposition für La Ola. Nach dem Gebet erfolgte die Begrüßung der Pilger in verschiedenen Sprachen, auch besonderer Gruppen, wie eines Orchesters aus Laupheim. Ich muss sagen, ich fand das ganze mehr als bizarr. Hatte ich mich noch aufgeregt, dass Franzosen den Platz verließen, als Französisch durch war, Spanier, als Spanisch durch war – so wurde ich dringlichst aufgefordert, zu gehen, als Deutsch durch war: „Wenn wir uns nicht beeilen, kriegen wir keinen Platz mehr in der Pizzeria!“

Das lag den beiden am Herzen, besonders dem Neapolitaner Giovanni: dass ich nicht heimfahre, ohne eine RICHTIGE Pizza gegessen zu haben. Es sei unglaublich, was einem alles als Pizza aufgetischt würde, ja, ein Skandal! So wurde ich auch gar nicht gefragt, was ich denn genau für eine Pizza wolle – Pizza Margherita nimmt man, alles andere ist Kokolores. Und woran man eine „richtige“ Pizza erkennt, wollte ich wissen. Der Teig müsse einem auf der Zungen zergehen, fast zerfließen wie Eis, nur heiß und würzig und mit Hefe. Aha. Aber so war es dann auch. Ziemlich. Nicht ganz wie Eis, aber ich habe zumindest verstanden, was der Unterschied ist. Franco nebenan hat demnach keine Pizza im Angebot, aber das, was er im Angebot hat, schmeckt mir nach wie vor gut. Ich werde es nur nicht mehr Pizza nennen 😉

Über den Dächern von Rom. Blick vom Pincio.

Über den Dächern von Rom. Blick vom Pincio.

Das Mittagessen mit einem Tiramisu beendet (Grappa für den Herrn) ging es per U-Bahn raus zur Via Veneto und Villa Borghese. Bei letzterer handelt es sich um eine große Parkanlage (die eigentliche Villa habe ich nicht gesehen), durch die wir in aller Ruhe mit dem einen oder anderen caffe al bar zum Berg Pincio flanierten, von dem man einen schönen Blick auf Rom, direkt über der Piazza del Popolo, hat.

Der Rückweg führte uns direkt oberhalb der Spanischen Treppe entlang, wo wir voller Ungläubigkeit oder auch Entsetzen eine japanische Hochzeit sich entfalten sahen. Das Brautpaar, in einer riesigen weißen Stretch-Limo vorgefahren, macht sich mit der ca. 40-köpfigen Hochzeitsgesellschaft auf den Weg die über 100 Stufen runter, um das schöne Motiv als Hintergrund für die Erinnerungsfotos zu haben. Eltern oder andere Verwandte schienen nicht dabei zu sein, ein Haufen japanischer Yuppies. Das Brautkleid in crème hatte eine Schleppe, die Lady Di vor Neid hätte erblassen lassen. Dazu dann noch höchsthackige Schuhe – entsprechend fertig mit der Welt war die Braut dann, als sie wieder oben ankam, da war kein Lächeln mehr drin, für keine Kamera mehr und schon gar nicht für den Gatten. Nur noch Schmerzen und Erschöpfung, gerade noch die Tränen verhindert. Zum Glück sind Chinesen keine Japaner (der Hintergrund dieser Aussage ist interessant, Link verfolgen!).

Quirinal: Wachwechsel, unspektakulärer.

Quirinal: Wachwechsel, unspektakulärer.

Der nächste zu besteigende Hügel war der Colle Quirinale, auf dem mit dem Palazzo del Quirinale der Amtssitz des italienschen Präsidenten zu finden ist. Jeden ersten Sonntag im Monat ist er eigentlich öffentlich zugänglich, aber auch er war geschlossen, in Erwartung der Massen. Was den Präsidenten angeht, wurde ich gefragt, was ich von ihm halte… ich fragte erst zurück, ob ich die Frage wohl tatsächlich beantworten muss, was sich als unnötiger diplomatischer Schachzug herausstellte, denn man war sich einig.

Insgesamt etwas fertig mit der Welt und jede sich bietende Sitzgelegenheit entlang des Wegs nutzend kamen wir noch an der Kirche Santa Maria Maggiore vorbei und warfen einen kurzen Blick hinein. Die ca. 97 Kirchen, in die wir mal schnell reingeguckt haben, weil sie gerade am Weg lagen, kann ich bis auf wenige Ausnahmen nicht mehr auseinander halten. Das ist hier aus unerfindlichen Gründen etwas anders. Vielleicht, weil sich mir die Gelegenheit bot, heimlich, still und leise während des gerade abgehaltenen Gottesdiensts das versprochene Kerzchen anzuzünden. Dann schlichen wir heimwärts, allerdings nicht ohne noch im Foyer eines kleinen Theaters Halt zu machen. Giovanni ist Bühnenbauer und hat kurz bei Freunden vorbeigeschaut. Dort war der Abend der letzten Aufführung eines Stücks und wir konnten von den Resten des Buffets profitieren.

Mit Blick auf den anstehenden Arbeitstag waren wir etwas – aber nur etwas – früher in den Federn und da mein Rückflug am Montag erst um 16 Uhr angesetzt war, hatte ich mir für den folgenden Vormittag noch wahrhaft großes vorgenommen.

Ich weiß, die Spannung ist unerträglich 😉 Die Fortsetzung wird nicht wieder 8 Tage auf sich warten lassen.

Rom… und die Füße vor dem Kollaps

Ein italienisches Frühstück ist nicht der Rede wert. Der schläfrige Macho lässt gleich zwei Ladungen Espresso richten, die noch in der Horizontalen zu sich genommen werden – ein Kreislaufzusammenbruch noch am Morgen ist unbedingt zu vermeiden. Für den Rest gab’s eine Tasse Milch und Zwieback und ähnliches Gebäck zum tunken oder mit Erdbeermarmelade. Etwas wehmütig dachte ich müde an die Bäckerei meines Vertrauens. Aber Brot ist ja nun wirklich ÜBERALL außerhalb Deutschlands ein Problem.

Corridoio du Borgo, Passage zwischen Papstpalast und Engelsburg

Corridoio du Borgo, Passage zwischen Papstpalast und Engelsburg

Etwas schockiert mussten wir dann erfahren, dass der Romkenner Alberto die Nacht im Krankenhaus verbracht hatte. War das Tröpfchen von der Ahr doch nichts für den der mediterranen Winzerkunst geneigten Gaumen? Es blieben nur Spekulationen, jedenfalls fiel er flach für den zweiten Tag. Während meine Gastgeber noch am Kreislauf arbeiteten, machte ich mich durch ein Tor im Corridoio di Borgo, einer 800 m langen beeindruckenden Passage zwischen dem Papstpalast und der Engelsburg auf zum Petersplatz. Kurz nach 10 Uhr traf ich ein – und sah mich mit einer Schlange vor dem Eingang konfrontiert, die quasi den gesamten Platz bis zu vierreihig umschloss… dann eine scharfe Kurve zog und in der entgegen gesetzten Richtung wieder weiterging. Der elliptisch geformte Platz ist RIESIG – auch wenn mir die 240 x 340 m (von mehreren Quellen bestätigt) doch SEHR riesig vorkommen. Jedenfalls betrug die geschätzte Wartezeit mehr als zwei Stunden. Ich glaube, ich war schon ziemlich lange nicht mehr an einem richtigen Touristen Hot-Hot-Hot-Spot. Nä, dachte ich mir, so nicht, und machte mich über die Via della Conziliazione auf zum Castel Sant’Angelo, der Engelsburg.

Castel Sant'Angelo, die Engelsburg

Castel Sant'Angelo, die Engelsburg

Die Engelsburg war ursprünglich ein Mausoleum für den Kaiser Hadrian und wurde sogar schon im Jahr nach seinem Tod, nämlich 139, fertig gestellt. Neben ihm haben noch einige andere Kaiser dort ihre letzte Ruhe gefunden, u.a. Marc Aurel. Ab dem 10. Jahrhundert war sie vor allem eine Zuflucht für die Päpste in allen möglichen Krisensituationen – über die oben erwähnte Passage war man schnell in die Festung gelangt. Heute beherbergt sie u.a. ein Museum (58 Säle!), aber mit Blick auf diesen zeitlich sehr begrenzten Besuch in Rom und das gute Wetter entschied ich mich für bloßes Schlendern innerhalb der Mauern und den Blick von der Terrasse über die Ponte Sant’Angelo zur Stadt hin. Nase in die Sonne halten.

Ponte Sant'Angelo über den Tiber

Ponte Sant'Angelo über den Tiber

Pünktlich wie immer war ich um Punkt 13 Uhr wieder bei meinen Gastgebern, die ebenso pünktlich vom einkaufen zurückkamen und zur Zubereitung des Mittagessens übergingen. Das bestand aus einem säuglingskopfgroßen Klops Büffel-Mozzarella, dem echten. „Der ist für euch zwei,“ meinte Concetta und ich guckte nur verständnislos: „Wie, das Riesending? Wer soll das denn essen? Und womit essen wir das?“ „Das,“ klärte Giovanni auf, der gerade einen Roten entkorkte, „essen wir ohne alles.“ Ich muss ziemlich entsetzt geguckt haben, denn die beiden lachten, wohl wissend, dass sich dieser Mozzarella mit nichts vergleichen lässt, was man jenseits der Alpen als solchen angeboten bekommt – der in Olivenöl und Balsamico ertränkt werden muss, damit die Konsistenz nicht an drögen Pappkarton erinnert. So habe ich ca. 500g Mozzarella zu Mittag verspeist und werde nach dieser Erfahrung wohl nie mehr Billigprodukte aus deutschen Supermärkten zu mir nehmen können…

Pantheon an der Piazza della Rotonda

Pantheon an der Piazza della Rotonda

Am Nachmittag wurde meinem Wunsch, einige der am Vorabend „abgehakten“ Sehenswürdigkeiten auch bei Tageslicht zu sehen, entsprochen – unter anderem das Pantheon, dessen außergewöhnliche Architektur mit dem Loch in der 43m breiten Kuppel. Dieses „Loch“ hat einen Durchmesser von 9 Metern und dient als Lichtquelle. Wie ich erst heute bei der Recherche einiger Basisinformationen erfahre, ist das Pantheon seit 609 eine katholische Kirche, Sancta Maria ad Martyres. Leider kam ich auch hier nicht rein – an diesem Feiertagswochenende waren einige Sehenswürdigkeiten geschlossen, da man einen nicht zu bewältigenden Andrang erwartete (kann bestätigt werden). Also ein weiterer Punkt auf der Liste „Nächstes Mal“.

Monumento Vittorio Emmanuele II (geschummelt... in diesem Licht erst einen Tag später gesehen...)

Monumento Vittorio Emanuele II
(geschummelt... in diesem Licht erst einen Tag später gesehen...)

Der Weg über die Piazza Venezia mit einem kurzen Blick auf das Monumento Vittoria Emanuele II brachte uns zum Forum Romanum, dessen Außengrenzen wir abgeschritten sind. Ich war an Leptis Magna erinnert, die römische Stadt in Libyen, die mich bei der großen Exkursion so fasziniert hatte, weil sie noch mehr oder weniger komplett vom Grundriss her steht, da ist nichts modernes dazwischen geraten. Damals hatte ich vermutet, dass das einen größeren Reiz haben könnte… naja. Man kann sich ja mal irren… Das Kolosseum war dann direkt um die Ecke – hier gleiches Spiel: die Touristenhorden hatten es fest im Griff. Nach einer kurzen Pause für die geschundenen Füße ging es weiter zum Circus Maximus, wovon heute allerdings nur eine überdimensionierte, langgezogene Wiese übrig ist, die gern von Joggern frequentiert wird. Seine Größe von 600 x 140 Metern macht es zum größten Veranstaltungsgebäude aller Zeiten (max. Fassungsvermögen: geschätzte 385.000 Zuschauer).

Blick auf das Forum Romanum

Blick auf das Forum Romanum


Ganz in der Nähe ist die Bocca della Verita, eine große Maske aus Marmor, die spätestens im Film Ein Herz und eine Krone zu Berühmtheit gelangt ist. Auch hier war kein Zugang möglich… also muss das obligatorische Foto mit der Hand im Mund der Maske beim nächsten Mal gemacht werden.

Über die unspektakuläre Tiber-Insel schlugen wir uns durch nach Trastevere, einem „In“-Viertel mit kleinen Gassen und einem ausgedehnten Restaurant- und Nachtleben. Für den Touristen als solchen ist das ja sehr schön, aber mir wurde berichtet, dass die alteingesessene Bevölkerung in den letzten Jahren mehr oder weniger geflüchtet ist, da nie mal Ruhe einkehrt und unter den Besuchern auch viele volltrunkene Krachmacher dabei sind. Dort habe ich das italienische Konzept der Happy Hour kennengelernt, was nichts zu tun hat mit Cocktails zum halben Preis, sondern aus einem Aperitif und einem kleinen Happen besteht. Muss man auch wissen.

Aus mir zunächst unerfindlichen Gründen sind wir noch einmal auf die andere Tiber-Seite, so dass ich orientierungsmäßig etwas verwirrt war – aber es schien den Gastgebern wichtig, mit mir noch einmal die gesamte Altstadt zu durchqueren, um dann den Ara Pacis Augustae zu besuchen – von außen, da bereits weit nach den Öffnungszeiten. Der Altar wurde modern umbaut, zum Schutz vor Umwelteinflüssen. Dieser Umbau ist beendet und weiter so umstritten, dass man nun darüber nachdenkt, ihn wieder abzureißen. Egal, wie man in findet: das hätte man sich früher überlegen sollen.

Fertig wie Brot kamen wir wieder „zuhause“ an und der Herr des Hauses warf sich gleich in die Küche: Broccoli in Form von Blättern (?) mit ordentlich Knoblauch und dazu so eine Art grobe Würstchen. Wieder mal lecker. Und wieder mal bis weit nach Mitternacht…

Teil 3 der Saga folgt… Bleibt dran…

Rom sehen und sterben

Ja. NEIN! Ich bin noch nicht soweit! Drei Tage waren viel zu kurz!!! Es hat ja nur gereicht, um mal kurz an der Oberfläche zu kratzen. Aber was für ein fantastisches langes Wochenende bei bestem Wetter!

Am Freitagnachmittag kam ich an und stellte beim Blick auf mein Ticket für den Expresszug in die Innenstadt fest: Achtung! 12 Euro bezahlt, 11 stand auf dem Ticket… Die Spreu vom Weizen bzw. die Römer von den Touristen trennte sich dann beim Einstieg: der gewiefte Römer ging entgegen der Ankündigung zu Gleis 3, während die Schar der Unwissenden brav zu Gleis 2 trottete… Dort war auch der Einstieg, aber auf der anderen Seite der AUSSTIEG, so dass man sich von dort, eh die Türen zu Gleis 2 aufgehen, noch schnell hineinmogeln und einen Platz im überfüllten Leonardo-Express sichern kann…

Nebenan. Der Petersdom gesehen von der Via della Conciliazione.

Nebenan. Der Petersdom gesehen von der Via della Conciliazione.

Bei meinen Gastgebern gegen 17:15 Uhr eingetroffen (73 Treppenstufen in einem gemütlichen Altbau weniger als 5 Gehminuten vom Petersplatz), machten wir uns schon 15 Minuten später auf den Weg – und die beiden waren sich ihrer großen Verantwortung bewusst, war es doch mein erster Besuch in Rom. Selber kommen sie aus Süditalien und so wurde kurzerhand Alberto verpflichtet, der die Geschichte Roms aller Epochen in- und auswendig kennt und keine – auch nicht eine – Frage unbeantwortet ließ. Einen ersten Blick auf den Petersdom geworfen und entschieden, den Besuch aufgrund der vorangeschrittenen Stunde auf ein anderes Mal zu verschieben, stand ich nichtsahnend an einer Straßenecke auf dem Weg zum Castel Sant’Angelo, als ein offener Touristen-Bus an mir vorbeifuhr und ich von oben im typischen Tonfall ein „Hall-lo Bar-bar-ra!“ einer Sandfreundin hörte, gefolgt von einem „Das gibt’s ja nicht!!“ ihres werten Gatten – und weg waren sie. Keine 30 Minuten auf den Straßen Roms unterwegs und schon Bekannte getroffen. Meine Gastgeber waren beeindruckt.

Parken will gelernt sein.

Maßarbeit made in Italy.

Was den Verkehr angeht: Rom allein sollte eigentlich reichen, um den Hersteller von smart™ auf ewig vor dem Ruin zu retten. Auf jeder beliebigen Straße, die ich teilweise mehrfach abgelatscht bin – und glaubt mir, es waren nicht wenige! – hätte ich zu jedem beliebigen Zeitpunkt mindestens drei Fahrzeuge dieses Typs ausmachen können, ohne den Kopf zu bewegen.

Roller sind beliebt.

Roller sind beliebt.

Auch von anderen Herstellern gab es Kleinstwagen zu bestaunen, die ich noch nie gesehen habe. Der Tata Nano™ kann nicht mehr lange auf sich warten lassen. Meine Gastgeber haben nur einen Roller, der wahrscheinlich das beliebteste Gefährt überhaupt ist… parken will man da echt nirgendwo wollen und es will wirklich gelernt sein; ich konnte einige spannende Manöver beobachten…

Nun ja, es entspann sich also mit der Tiber-Überquerung per Ponte Sant’Angelo eine Tour de force, denn gleich am ersten Abend sollte ich einen Großteil des historischen Zentrums zu sehen bekommen. Oder

trevi_web

Trevi Brunnen, oberer Teil. Wasser sehe ich nächstes Mal.

auch weniger. Das Problem: von den, wie mein Reiseführer behauptet, mehr als 6 Millionen Rom-Besuchern im Jahr hatten sich schätzungsweise 2 Millionen dieses lange Wochenende ausgesucht. So war ich beispielsweise zwar im Dunstkreis des Trevi Brunnens, aber das Wasser habe ich nicht gesehen, geschweige denn die obligatorische Münze über die linke Schulter geworfen, um den nächsten Rom-Besuch zu sichern.

Nicht zu viel versprochen hatte man mir mit der wunderschönen Piazza Navona, an deren elliptischer Form man heute noch das für Cäsar errichtete ehemalige Stadion erkennen kann. Ich würde diesen Platz mal platt zum

Ein schöner Rücken kann auch entzücken. Piazza Navona.

Ein schöner Rücken kann auch entzücken. Piazza Navona.

Quincy Market von Rom erklären. Das ist das Gegenstück: mein Lieblings“platz“ in Boston. Da gibt es Verkaufsstände und alle möglichen Straßenkünstler, da kann man lecker essen, einkaufen und gemütlich Kaffee trinken. Die Bauwerke an der Piazza sind unbestritten deutlich imposanter, aber so die Atmosphäre. Wahrscheinlich hinkt jeder Vergleich. Von dort jedenfalls auf zum Pantheon, weiter zum erwähnten Trevi Brunnen und der Spanischen Treppe und flugs über die Piazza del Popolo wieder zurück „nach Hause“, wo wir dann gegen 23 Uhr zum Abendessen kamen, zu dem ich den mitgebrachten Tropfen von der Ahr beisteuern konnte (Wein nach Italien zu bringen ist wohl wie Eulen nach Athen tragen, aber das hatte eine Geschichte…). Am 1. Mai isst man in Italien traditionellerweise dicke Bohnen – gegen die ich eine langjährige intensive Abneigung hege, aber auf die ich mich nach dortigem Rezept versuchsweise eingelassen hätte: mit Käse und Lammfleisch. Aber es gab dann doch eine leckere Pasta und diverse Anti-Pasti. So fand der erste Tag irgendwann nach Mitternacht sein Ende.

Fortsetzung folgt. Stay tuned.

Home, sweet home

Wieder in Deutschland. Ich liebe die Kälte, den Nieselregen, dass es abends so früh dunkel wird und morgens so spät hell. Ich liebe die Heizung, die es noch nie geschafft hat, diesen löchrigen Altbau so aufzuwärmen, dass man ohne Decke auf dem Sofa sitzen könnte…

Ganz im Stile der restlichen Dienstreise fing auch die Heimreise wieder mit Theater an: auf der Passagierliste einer ausgebuchten Maschine war mein Name nicht zu finden und ich weiß nicht, wer dafür hinten runtergefallen ist (oder in die Business Class gesetzt wurde…), jedenfalls war ich dann doch dabei. Der Mensch am Gepäck-Röntgengerät ließ mich den im Detail geplanten Rucksack auspacken, da ich eine Rakete im Gepäck zu haben schien (wahrscheinlich die Teekanne?), stoppte aber dann, als er auf den strategisch oben platzierten BH stieß und meinte „Das wird wohl zu persönlich, oder?“ Tja, nehmen sie die Rakete doch einfach mit…

Auf der Strecke nach Addis Abeba saßen zwei Omanis neben mir. Der eine versuchte sich recht bald an einer Unterhaltung, scheiterte aber an seinen Englischkenntnissen. Der andere sah nur skeptisch zu – nachdem er sich aber zum Essen ein Bier bestellt hatte, lockerte sich seine Zunge. Was ich denn in Ruanda gemacht habe, wollte er wissen. Als ich das erklärt hatte, folgte die Gegenfrage und er meinte, er sei in Uganda, Ruanda und Kongo gewesen. „Geschäftlich.“ Ach ja. In welchem Geschäft er denn tätig sei, wollte ich wissen und er sagte: „Kaffee-Export auf die arabische Halbinsel.“ Kaffee, dachte ich. Im Ostkongo. Klaaaaar. DAMIT wird da das dicke Geld gemacht. In Kisangani seien sie gewesen, in Kinshasa und zuletzt in Goma, wo sie dann wie so viele andere aufgrund der aktuellen Ereignisse überstürzt abgereist seien. Es schien dann aber doch wirklich Kaffee als Handelsgut zu sein, denn er erzählte von zwei Onkeln, die vor Jahren an der Grenze zum Sudan eine Kaffeeplantage mit 3000 Angestellten betrieben und dann in den Sand gesetzt hatten. Ob man denn im Oman soviel Kaffee trinke, wollte ich wissen und das tut man! Es ist sogar Teil der traditionellen Gastfreundschaft: jeder Gast erhält erstmal eine Tasse Kaffee und eine Dattel. Die gebe es übrigens jetzt auch für Diabetiker und die seien gut! In welchem Hotel ich in Kigali untergekommen sei beantwortete ich ihm auch, fragte dann nach seinen Erfahrungen: „Ich bin nicht im Hotel, ich habe ein Haus in Kigali.“ Ah ja: Kaffee, dachte ich wieder. „Und ihr baut Straßen? Habt ihr dabei mal Gold gefunden? [Ah ja: Kaffee!] Wann sind die denn fertig? Und kann man in Deutschland gut second-hand LKWs kaufen? Ich überlege nämlich, meine Produkte selbst zu transportieren, die Spediteure in Mombasa werden immer schwieriger.“ Kurz war ich versucht, ihm von den Kongo-Erfahrungen des Schwedisch sprechenden Kuwaitis zu erzählen, ließ es aber dann.

Der andere war wieder aufgewacht und fragte, woher ich komme. „Germany,“ antwortete ich. Die Frage, ob man dort Englisch spräche, musste ich verneinen, daraufhin wandte er sich an seinen Kollegen um zu klären, was Deutschland wirklich sei, drehte sich dann wieder freudestrahlend zu mir und meinte: „Nazi, Nazi!“ An diese Reaktion speziell aus diesem Kulturkreis bin ich ja nun gewohnt, aber die kindliche Freude, mit der er sein Wissen kundtat, brachte mir ja doch ein Grinsen auf die Lippen, bevor die Klarstellungen begannen. Der andere meinte peinlich berührt über seinen neuen Geschäftspartner direkt: „Hören Sie ihm nicht zu, der ist dumm!“ Deutschland sei doch ein gutes Land, fuhr der Dumme fort – ein gutes Land wegen Hitler! Ich stimmte zu, dass man Deutschland durchaus als ein gutes Land bezeichnen könne, aber sicher nicht wegen Hitler. Nichtsdestotrotz wurde mir feierlich eine Telefonnummer überreicht, unter der ich bei einem potenziellen Besuch im Oman mal einen Kaffee und eine Dattel einfordern kann.

Auf der Strecke von Addis Abeba nach Frankfurt wurde mir wieder einmal bewusst, warum ich gerne Ethiopian fliege. Neben mir saß eine etwa 75-jährige Äthiopierin, die ganz offensichtlich zum ersten Mal überhaupt flog und deren Schwierigkeiten schon mit dem Gurt begannen. Die FlugbegleiterInnen haben sich rührend um sie gekümmert. Man nahm sich Zeit, um mit ihr ein bisschen zu quatschen, kam auch unaufgefordert und hat nachgehakt, ob sie nicht vielleicht doch wenigstens einen Becher Wasser trinken wolle in den 7 Stunden, die mir die Nasenschleimhäute regelmäßig zu Staub werden lassen. Dann fragte sie einen der Flugbegleiter nach den Toiletten, der dann direkt unauffällig einer Kollegin ein Zeichen gab, dass sie sich um sie kümmern möge.

In Frankfurt angekommen, ist endlich passiert, womit ich seit Jahren gerechnet habe. Ich stehe in der Schlange zur Passkontrolle, lasse aus Langeweile den müden Blick über die Schlange nebenan schweifen und sage dann, mehr aus Reflex: „Guten Morgen, Gerd!“ Da stand er, gerade aus dem Laos-Urlaub heimgekehrt: eine unserer „Zugbekanntschaften“ in der morgendlichen Rhein-Ahr-Bahn nach Bad Godesberg. So wurde die „Zugbekanntschaft“ also erweitert auf den ICE nach Siegburg/Bonn und die entsprechende Straßenbahn in die Innenstadt!

Jetzt bereite ich einen heißen Tee in meiner neuen Rakete, genieße den grauen Himmel und werde ein paar Weihnachtskarten basteln. Oder so.

Schönes Wochenende!
Barbara

Kein Drumherum…

… diese Reise steht unter keinem guten Stern. Nachdem mich diese Nacht die Moskitos geplagt haben, fehlt mir nur noch eine Malaria zu meinem Glück, Montezumas Rache hat wie immer bereits zugeschlagen.

Als wir uns dann heute unserem Programm zur Budgetkontrolle widmen wollten, ließ sich der Rechner nicht mehr hochfahren, der noch Minuten vorher anstandslos mit uns kommuniziert hatte. Obwohl wir ihn in der Zwischenzeit nicht hatten fallen lassen.

Gegen Mittag bekamen wir bescheid, dass die Kollegen aus Bunia und Butembo verspätet ankommen würden – um mehr als 24 Stunden – weil der Flieger sie im Stich gelassen hatte und sie nun auf einem mörderischen, wenn es gut läuft 12-stündigen Road-Trip sind. Damit haben wir am morgigen Sonntag wahrscheinlich tatsächlich frei. Es wurde schon gescherzt, dass das nach allem Hin und Her, das ich mit dieser Reise hatte, wahrscheinlich an mir liegt (fehlende „good vibrations“) und ich es Gott sei Dank nicht in den Kongo geschafft hatte, sonst würde dort womöglich noch der Krieg ausbrechen.

Freuen können sich derweil die lokalen Künstler. Im Vorbeifahren auf dem Weg zum Mittagessen vorgestern hatte ich ein Schild zu den Dancing Pots gesehen, einer einkommensschaffenden Maßnahme für verschiedene ehtnische Gruppen in Ruanda. Da sind wir, meine Kollegin aus Goma und ich, dann heute Nachmittag mal vorbei. Oh Mann. Was für ein Fehler. Ich hätte mich dort komplett neu eindecken können – das einzige, was sie nicht hatten, waren Tassen, leider. Aber es hat auch so gereicht – jetzt heißt es nur noch, sie heil durch 4 Starts und Landungen, eine ICE-Fahrt (wenn sie wieder fahren), einen Trip in der Straßenbahn und dann noch mit dem Bus nach Hause zu bringen:

In der Hotellobby sitzen jeden Tag mehr oder weniger motivierte Damen, die diverse Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände aus Stoff anbieten. Da ist ein Wandbehang dabei, der es mir angetan hat, aber die Preise sind nicht haltbar – Hotel-Lobby-Preise eben für den kurz vorbeischauenden Ami, der einen Stofflöwen mit nach Neu-England nehmen will und egal was bezahlt. Deswegen ist das Handeln schwierig. Aber ich habe ja noch ein paar Tage.

Derweil habe ich die Initiative CfA – Cards from Africa aufgetan, die mich in meinen Karten-Basteleien inspiriert hat… und die auch „schon“ um diese Jahreszeit Weihnachtskarten im Angebot hat. Schneebedeckte Blockhütten mit Weihnachtsbaum im Fenster, direkt aus Ruanda! Diese Karten werden hergestellt von jungen Leuten, die ihre Eltern durch Krieg oder Krankheit verloren haben und mit dieser Initiative Geld verdienen, um ihre Geschwister durchzubringen:

Nun aber Schluss… 🙂
Grüße von Barbara

Umuganda

Den Tag heute habe ich genutzt, um den letzten Schliff an den Gesprächsprotokollen der Tage in Kampala zu bringen, den Sitzungsraum auszustatten und einkaufen zu gehen für die Sitzungen der kommenden Tage… so spannende Dinge wie Kaffee, Zucker, Wasser, Bananen. Und dachte danach noch: „Bananen! Ausgerechnet Bananen! Der ganze Kongo ist voller Bananen und ich kaufe Bananen für die Kollegen…“ Tja, wonach greifen die Kollegen als erstes, als sie heute Nachmittag eintrafen? Bananen.

Die Planung für den morgigen Besprechungstag wurde unerwartet zu einer logistischen Herausforderung, da wir noch nicht in einem Hotel sind – die Kollegen kommen erst morgen in meins. Das Problem: morgen ist Umuganda. Das ist ein Tag, wo zwischen 8 und 12 Uhr kein Auto bewegt werden darf und jeder aufzuräumen hat in der Stadt, Müll aufheben, Abwasserkanäle entschlammen u.ä. Ich habe mir sagen lassen, dass in Deutschland der Begriff Sobotnik gebräuchlicher ist. Jedenfalls sitze ich dann im einen Hotel, die Kollegen im anderen… Wir haben aber festgestellt, dass wir ja einen Wagen mit einem kongolesischen Kennzeichen haben – dann wird das wohl kein Problem sein, wenn dann auch noch nur Weißnasen drin sitzen, die werden nicht zum Hackenschwingen aufgefordert.

Während des Einkaufens kam ich ins Gespräch mit dem Fahrer und der Hausangestellten. Die wollten wissen, wie denn Bonn im Vergleich zu Kigali aussieht. „Kigali hat 800.000 Einwohner, habe ich gehört,“ begann ich. „Naja, in Bonn leben so um die 300.000 – Kigali ist also viel größer.“ Das Erstaunen war noch größer. „Und in Bonn leben ganz viele Studenten und alte Leute.“ Alte Leute, alle zusammen? Großes Gelächter! Was für ein langweiliges Dasein die doch fristen müssen! Der Fahrer, schon 60, wie er betonte, freut sich darauf, bald im kleinen Häuschen in Ost-Ruanda zu sitzen, die Kinder um sich herumspringen zu haben und über die Hügel zu schauen. So ein Hotel für alte Leute – das sei doch nichts! Die Hügel… „Ja,“ sage ich, „Kigali (und Ruanda) hat auch viel mehr Hügel als Bonn, da gibt es sieben auf der anderen Seite eines großen Flusses, der Rhein heißt.“ Sie haben sich fast unter die Sitze gelacht und atemlos gesagt: „Ouiiiiii! Le pays de mille collines – et mille problèmes!“ – „Jaaaaaa! Das Land der tausend Hügel [Ruanda] – und der tausend Probleme!“

Macht’s gut!
Barbara

Ett fluppt

Puuuuuhhh. Ich habe wieder legalen Aufenthaltsstatus. Das ein solcher (oder ähnlicher) Satz jemals aus meinem Munde kommen würde – damit habe ich nicht unbedingt gerechnet. Nun sitzt man hier nicht im Herzen der Finsternis, aber doch mitten im schwarzen Kontinent und was passiert? Alles läuft 1A! Das geht über mein Fassungsvermögen.

9:00 Uhr
Anruf beim „Duty Manager“ von RwandAir Express. Bestätigung: Morgenmaschine aus Entebbe ist im Anflug auf Kigali

9:30 Uhr
Erneuter Anruf beim Duty Manager. Bestätigung: mein Pass wurde in der Abflughalle in Entebbe gefunden und ist an Bord der Maschine.

10:00 Uhr
Duty Manager übergibt mir im Eingangsbereich des Flughafens in Kigali meinen Pass samt e-Ticket Details.

10:15 Uhr
Chef der Einwanderungsbehörde Kigali kommt nach Anruf in die Halle.

10:30 Uhr
Nachdem ich mit einer Zugangsberechtigung ausgestattet wurde, bin ich rückwärts auf dem Weg zur Passkontrolle.

10:45 Uhr
Der Stempel mit Einreisedatum gestern ist in meinem Pass.

11:00 Uhr
Abfahrt vom Flughafen Kigali…

… und das einzige, was ich denken kann, ist: im Kongo wäre unter einer dreistelligen Summe Bestechungsgeld sicher nichts drin gewesen und hier war man einfach nur superfreundlich und hilfsbereit. Unglaublich.

Beautiful Rwanda.
Barbara

Ein Leben für den Blog

Das erste, was ich tun werde, wenn ich wieder in Bonn im Büro bin, wird sein, dass ich die Kolleginnen in der Finanzabteilung aufsuchen werde, mit einem Foto. Einem Foto von zwei Kolleginnen in Bunia, die in Kampala auf der Bank waren und dort einen nicht unerheblichen Dollarbetrag abholten – was über vier Stunden dauerte, was unglaublich schnell war, weil ich auch dabei war, um dabei zu helfen JEDEN EINZELNEN Schein auf seine Brauchbarkeit für den Kongo zu überprüfen. Es gibt da einige Ausschlusskriterien… folgendes darf nicht sein:

• der Schein darf nicht aus einer Serie vor 2001 sein
• der Schein darf nicht den allerkleinsten Riss haben
• der Schein darf keine Stecknadelkopfgroßen Löcher haben (warum er auch immer sollte, aber viele haben welche)
• das Präsidentenporträt darf in der Mitte nicht zu sehr geknickt sein

Selbst ein auf den ersten Blick vollkommen einwandfreier Schein kann mit einem Riss, der nur für geübte Augen erkennbar ist, im Kongo vollkommen seinen Wert verlieren. Ist ja gut und schön, denke ich immer wieder, aber dann behandeln sie selber das Geld immer wie den letzten Dreck… Wie auch immer: zu dritt war es in vier Stunden geschafft, letztes Mal war es so übel, dass zwei Kolleginnen geschlagene 8 Stunden in der Bank verbrachten. Da lässt sich schon überlegen, ob sich nicht wirtschaftlich effizientere Wege der Geldversorgung finden lassen.

Nach sehr intensiven Tagen in Kampala bin ich nun in Kigali, auch wenn das heute Nachmittag gar nicht so aussah. Die ganze Reise stand ja eh nicht unter einem guten Stern – zwar habe ich mir nicht wie befürchtet noch kurz vor Reiseantritt das Bein gebrochen, aber sie ist nicht arm an Herausforderungen, diese Reise.

Es ging alles wunderbar, auch wenn es nervt, das Gepäck an einem Flughafen gleich DREIMAL durch die Röntgenmaschine jagen zu müssen. Der Flug nach Kigali war wetterbedingt etwas holprig, aber wir landeten sicher – und ich konnte meinen Pass nicht finden. Die anderen Passagiere im Bus-Shuttle zum Flughafengebäude warteten schon ungeduldig, als ich nach langer erfolgloser Suche dann doch noch einstieg (allerdings nicht ohne eine Kotztüte für die Sammlung einer Bekannten einzupacken). Bevor ich mich den Einreisebeamten stellte, habe ich noch mal meinen ganzen Rucksack auseinander genommen – er war nicht da. Also, in die Offensive. Ich sagte dem Einreisebeamten freundlich guten Tag und meinte dann, dass er jetzt genau den komplizierten Fall hätte, auf den er schon den ganzen Tag gewartet habe: der Pass ist weg. Immerhin könne ich mich aber mit meinem Perso als Deutsche ausweisen. Das sei seinerseits kein Problem, nur könnte er darauf ja keinen Einreisestempel platzieren, erwiderte er. Das ließ ich sacken und meinte dann: „Einen internationalen Führerschein habe ich auch noch, da kann man Stempel rein machen!“ Das wurde diskutiert, dann aber auch verworfen. Mittlerweile wurde in der Ankunftshalle schon das Licht ausgeschaltet und ich sah mich schon wie Tom Hanks in „Terminal“ im Niemandsland am Flughafen die Nacht verbringen. Ich könnte den Perso doch einfach dalassen, am kommenden Tag zur Botschaft gehen und einen Notpass besorgen und dann würde ich eben dann offiziell einreisen. „Hm,“ sagte ich, „ich denke, bei der Botschaft wäre alles einfacher, wenn ich den Perso dabei hätte, um mich auszuweisen. Kann ich nicht auch einfach den Führerschein dalassen und komme morgen wieder?“ Darauf ließ man sich dann doch wirklich ein und Herr Tunga sagte, es sei auch alles kein Problem, der Pilot, der wegen des schlechten Wetters eh nicht nach Bujumbura weiterfliegen konnte, hatte Unterstützung der Fluggesellschaft besorgt und am Abflughafen in Entebbe wurde jemand auf die Suche nach dem Pass geschickt… Naja, so kam ich raus und bin dankbar, deutsche Staatsbürgerin zu sein, denn ich denke, als Franzose wäre ich in dieser Situation wahrscheinlich kurzerhand eingeknastet worden (es bestehen keine diplomatischen Beziehungen mehr zwischen beiden Ländern).

Noch mal davon gekommen, aber das sind echt Erlebnisse, die keiner braucht. Gegen 20 Uhr klingelte mein Telefon, es war die Verantwortliche von Rwandair Express: der Pass wurde doch allen Ernstes in Uganda gefunden und wird morgen früh mit der Morgenmaschine eintreffen!! Die Geschichte ist, wenn sie so ausgeht, ungefähr so gut wie die mit dem Taxifahrer in Cambridge/Massachusetts 1994 – es war Zeit, dass die mal abgelöst wurde… Leider werden die Gummisüßigkeiten Bonner Herstellung nun nicht an die ursprünglich vorgesehenen Kollegen gehen, sondern an Herrn Tunga, den Piloten und die Dame von Rwandair.

Boah, ich muss ins Bett…
Viele Grüße
Barbara