Kein Drumherum…

… diese Reise steht unter keinem guten Stern. Nachdem mich diese Nacht die Moskitos geplagt haben, fehlt mir nur noch eine Malaria zu meinem Glück, Montezumas Rache hat wie immer bereits zugeschlagen.

Als wir uns dann heute unserem Programm zur Budgetkontrolle widmen wollten, ließ sich der Rechner nicht mehr hochfahren, der noch Minuten vorher anstandslos mit uns kommuniziert hatte. Obwohl wir ihn in der Zwischenzeit nicht hatten fallen lassen.

Gegen Mittag bekamen wir bescheid, dass die Kollegen aus Bunia und Butembo verspätet ankommen würden – um mehr als 24 Stunden – weil der Flieger sie im Stich gelassen hatte und sie nun auf einem mörderischen, wenn es gut läuft 12-stündigen Road-Trip sind. Damit haben wir am morgigen Sonntag wahrscheinlich tatsächlich frei. Es wurde schon gescherzt, dass das nach allem Hin und Her, das ich mit dieser Reise hatte, wahrscheinlich an mir liegt (fehlende „good vibrations“) und ich es Gott sei Dank nicht in den Kongo geschafft hatte, sonst würde dort womöglich noch der Krieg ausbrechen.

Freuen können sich derweil die lokalen Künstler. Im Vorbeifahren auf dem Weg zum Mittagessen vorgestern hatte ich ein Schild zu den Dancing Pots gesehen, einer einkommensschaffenden Maßnahme für verschiedene ehtnische Gruppen in Ruanda. Da sind wir, meine Kollegin aus Goma und ich, dann heute Nachmittag mal vorbei. Oh Mann. Was für ein Fehler. Ich hätte mich dort komplett neu eindecken können – das einzige, was sie nicht hatten, waren Tassen, leider. Aber es hat auch so gereicht – jetzt heißt es nur noch, sie heil durch 4 Starts und Landungen, eine ICE-Fahrt (wenn sie wieder fahren), einen Trip in der Straßenbahn und dann noch mit dem Bus nach Hause zu bringen:

In der Hotellobby sitzen jeden Tag mehr oder weniger motivierte Damen, die diverse Kunstwerke und Gebrauchsgegenstände aus Stoff anbieten. Da ist ein Wandbehang dabei, der es mir angetan hat, aber die Preise sind nicht haltbar – Hotel-Lobby-Preise eben für den kurz vorbeischauenden Ami, der einen Stofflöwen mit nach Neu-England nehmen will und egal was bezahlt. Deswegen ist das Handeln schwierig. Aber ich habe ja noch ein paar Tage.

Derweil habe ich die Initiative CfA – Cards from Africa aufgetan, die mich in meinen Karten-Basteleien inspiriert hat… und die auch „schon“ um diese Jahreszeit Weihnachtskarten im Angebot hat. Schneebedeckte Blockhütten mit Weihnachtsbaum im Fenster, direkt aus Ruanda! Diese Karten werden hergestellt von jungen Leuten, die ihre Eltern durch Krieg oder Krankheit verloren haben und mit dieser Initiative Geld verdienen, um ihre Geschwister durchzubringen:

Nun aber Schluss… 🙂
Grüße von Barbara

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