Mehr! / More!


Jetzt geht alles sehr schnell – heute war ja eher Sommer als Frühling… mit 20 Grad, dem ersten Sonnenbrand auf der Nase und dem ersten Spaghetti-Eis der Saison.

Time’s just zooming by – today it was more like summer than spring… with 20°C/70°F, the first sunburned nose and the first spaghetti ice-cream of the season.

Alle waren unterwegs und ich konnte mich sogar aufraffen, mit dem Fahrrad ins Büro zu fahren. Gaaaaaaanz langsam. Die Rückfahrt war dann die erwartete Belohnung. Und trotz des schönen Wetters entgeht mir nicht, dass es nur noch 284 Tage bis Weihnachten sind und ich habe mich mal bei der laufenden ABC Christmas Challenge umgetan. Da heißt es E- for Evergreen. Weihnachtliches Grünzeug ist auf der Karte unterzubringen.

Everybody was out and about and luckily I needed only little persuasion to take the bike to work this morning. Sloooooooowly. The return was the expected reward. And despite the wonderful weather I couldn’t help but notice that there are only 284 days to go until Christmas and checked out ABC Christmas Challenge’s E – for Evergreen. Christmas greenery is to be inlcuded.

Habt ein schönes Wochenende… ich bin am Sonntag zum ersten Mal auf der Creativa in Dortmund und schon sehr gespannt!

Have a nice weekend! I’ll be at the Creativa fair in Dortmund for the first time – and very much looking forward to it!

Barbara

Willkommen! / Welcome!

Gestern morgen kam ich aus der Dusche zurück ins Schlafzimmer, wo das Fenster in voller Absicht sperrangelweit aufstand und hörte sie. Jedes Mal sind sie willkommen: die Wildgänse oder Kraniche. Für mich bleiben sie für den Nicht-Eifler kaum aussprechbar (und von mir sicher in jedem Eintrag zu diesem Thema anders geschrieben) die Hoolejäns. So stehe ich da, noch leicht bekleidet, das Herz geht mir auf mit Blick auf die Formation und das unverwechselbare Schreien. Ja, jetzt ist Frühling!

When I returned to my bedroom from the bathroom yesterday morning the window was wide open and I heard them. They’re welcome every time: the wild geese. For me they will always be called „hoolejäns“ – and rarely ever will a non-native Eifler pronounce that correctly or will I transcribe the word as I did previously. So I’m standing there, dressed only marginally, but my heart opens when I look at their signature formation and listen to their unmistakable call. Yes, it’s spring!

Und dann denke ich: „Moment! Wohin sind die denn unterwegs? Sind die besoffen? Das ist Südosten!!! HALLO!!! Das könnt ihr doch nicht ernst meinen!!“ Oder wissen sie vielleicht mehr, als sich die Wetterfrösche uns zu sagen trauen? Nein, nein, nein. Es muss einen guten Grund dafür geben und nach wenigen Augenblicken des Zweifels bin ich ganz sicher, dass sie einen Kumpel in Königswinter vergessen haben und nochmal zurück müssen. So muss es sein. Auf jeden Fall.

And I think: „Hold on! Where are they headed? Are they drunk? That’s south-east!!! HELLO!!! You can’t be serious!!“ Or maybe they know more than the weathermen dare tell us? No, no, no. There must be a good reason for that kind of behavior. And after these moments of doubt I’m pretty sure that they left a buddy behind in Königswinter and needed to turn around. That must be it. I’m sure.

Happy spring!
Barbara

A Christmas Scene

Es musste etwas geschehen. Am Donnerstag schrie ich mit Adele in der Küche rum, so dass ich schon dachte, ich werde rausgeschmissen. Dabei war es gut geplant: unter und über mir je ein Badezimmer. Freitag dann der irre Entschluss, die Nachbarn zu schonen und mit Kopfhörern zu hören… und natürlich trotzdem mitzusingen. Ich sag nur Pretty Woman. Ohne Badeschaum. Aber es hat geholfen: der kreative Output läuft. Neben unterstützenden Maßnahmen für den Osterhasen gibt es schon zwei Karten zur Geburt… und eine Weihnachtskarte.

Something had to happen. I was screeching along with Adele in my kitchen on Thursday – it was loud enough to fear an eviction. Even though I did have a plan: there’s bathrooms above and underneath my kitchen so chances were people wouldn’t be too closely affected. Then on Friday the ill-advised decision to use headphones to give the neighbors a break. Pretty Woman is all I’m saying. Without the foam. But it worked: my creative output is humming. There were supporting measures for the Easter bunny and two cards for new babies… and a Christmas card.

Bei Winter Wonderland läuft die A Christmas Scene Challenge… Nach einiger Überlegung fand ich dieses Lebkuchenhaus passend. Und so sieht die Karte als ganzes aus:

The A Christmas Scene Challenge is on over at Winter Wonderland… And after some pondering I decided on this gingerbread house. That’s what the whole card looks like:

Und nun: genießt den restlichen Sonntag! Ich freue mich auf eine neue Folge meines Lieblings-Tatorts 🙂

And now: enjoy the rest of Sunday!

Barbara

Afghanistan: Start in Qala-i-Nau


2003 hatte ich die Bedeutung der digitalen Fotografie noch nicht erfasst und offenbar nicht gleich von allen Kleinbildfilmen auch eine Foto-CD erstellen lassen. Das musste nun nachgeholt werden… auch ein Grund, warum es hier so lange still war. Aber weiter: Nach der Krise auf dem Sabzak Pass waren wir ja dann doch noch wohlbehalten in Qala-i-Nau angekommen. Und nachdem die „microbes“ ja alle tot waren, konnte ich mich schnell wieder mit Essen befassen:

Erstaunlicherweise bin ich noch nicht so weit, dass mir „gutes deutsches Brot“ hier fehlt. Das Fladenbrot, das aussieht, wie ein etwas lang und dafür schmal geratener Schneeschuh, schmeckt mir ganz ausgezeichnet, auch trocken. Zum Frühstück essen wir das mit aus dem Iran importiertem Frischkäse und Marmelade […] ich glaube, mit Nutella wäre das ganz fantastisch. Das wird aber wohl nichts werden.

Apparently I hadn’t fully realized the importance of digital photography in 2003 as I didn’t have all my rolls converted into a photo CD back then. So I had to do that now . another reason why it has been quiet here for two weeks. So let’s continue: After the crisis on the Sabzak Pass we did arrive safely in Qala-e-Now. And after the microbes had all died, I was able to deal with food again:

It’s amazing but I still don’t miss „good German bread“. In fact, I really like the pita-like bread that looks loke a long, narrow snowshoe – even plain. I usually have it with cream cheese and jam (both imported from Iran and I think it would be truly fantastic with Nutella. But then that will very likely never happen.

Da wir Frauen ja bekanntermaßen Multitasker sind, wurde beim Frühstück nicht nur gegessen, oh nein! Wir kamen in den Genuss eines Kurses „Dari für Anfänger“, gehalten von unserer Haushaltshilfe.

Sie spricht ja kein Englisch, so dass wir meistens nur auf Dinge zeigen und uns dann irgendwie aufschreiben, wie sich das anhört, was sie sagt. In besagter Stunde kamen wir irgendwann auf Körperteile – wahrscheinlich, nachdem sämtliche Küchenutensilien abgeklärt waren. Auge – Nase – Ohr – Mund – Finger – Hand – Arm – Schulter – Hals – Rücken – Bauch. Da stoppte der Redefluss kurz, verschwörerisch beugte sie sich über den Tisch, so dass sie […] vor den Blicken des Guards verdeckt war, zeigte auf ihre Brüste und sagte unter fast unkontrolliertem Glucksen, „kost“. Hat sich dann fast weggeschmissen vor Lachen und wir gleich mit. […] Natürlich ist es […] eines der wenigen Worte, die wir behalten haben. So dass wir, ohne von Konjugationen oder Wortstellung für das alltägliche Leben so hilfreiche Konstruktionen bauen können wie „kost abi“ – blaue Brust.

As women are known to multitask we never only had breakfast, oh no! We were treated to a free course „Dari for beginners“ by our help.

She doesn’t speak English so all we could do was point at objects and then write down what her answer sounds like. On that particular morning we got to body parts – probably after we had taken care of all kitchen utensils. Eye – nose – ear – mouth – finger – hand – arm – shoulder – neck – back – stomach. Thens he hesitated, leaned across the table conspiratorially so she was shielded from the look of the guard and said while giggling almost uncontrollably, „kost“. And almost died laughing afterwards and we along with her. Of course it’s one of few words that we remember. As we are unaware of any grammar or word order we were then able to say things as helpful in daily life as „kost abi“ – blue breast.

Der wichtigste Laden im Basar: der Süßwarenhändler

The most important shop in the bazaar: the candy man!

An der Verbesserung unserer Sprachkenntnisse war auch einem der Guards gelegen, der aber seinerseits Englisch lernte:

Er kramte sein Englisch-Persisch-Buch für die Reise raus und las mir einen englischen Satz nach dem anderen vor, meistens Fragen, die ich dann in wenigen Worten beantwortet habe. Es war der Tag, an dem es später wie aus Eimern gießen und Fleece-Pulli-kalt werden sollte (nach 30 Grad am Tag vorher). Der Himmel war schon bedeckt. Er: „[Liest leise murmelnd persischen Satz, dann]: What is the weather forecast?“ Lacht sich tot, zeigt zum Himmel und meint: „Barran! RAIN!“

There was also a guard who went out of his way to help us improve our language skills, but he also learned Englsih himself:

He got out his English-Persian book for travelers and read out one English sentence after the next to me. Most of them were questions that I answered briefly. It was that day that would turn out to be fleece jacket cold (after the previous day was at 30°C). It was overcast already. Guard: „[Quietly mumbling a Persian sentence, then]: What is the weather forecast?“ He cracks up, points to the sky and says: „Barran! RAIN!“

Schade fand ich immer, und das erschließt sich hauptsächlich den englischsprechenden Lesern dieses Blogs, dass der wunderschöne Schnee barf heißt… Auf Englisch soviel wie kotzen. Aber es wird ja auch Zeit für Frühling!

I was sad to hear that the Persian word for snow – the aggregate state of water I find most appealing – is barf… But it’s time for spring to come anyway!

Barbara

Aus der Versenkung / Resurfacing

Hier war es mal wieder lange still. Das hatte verschiedene Gründe, die aber irgendwie alle damit zu tun haben, dass ich eine Petition vorbereite, dass jeder Tag 48 Stunden haben sollte. Mindestens. Für dieses Wochenende habe ich mir vorgenommen, in einen kreativen Rausch zu geraten, wenn ich nicht gerade Biathlon gucke. Und das ist in der Zwischenzeit passiert:

It has been quiet here an awfully long time. There were different reasons for this but somehow all of them were connected to that petition I’m preparing, demanding that every day should have 48 hours. Minimum. I’m now planning to reach a creative high this weekend – during those times when I’m not watching biathlon. And this has happened in the meantime:


Ich habe fasziniert eine Großbaustelle beobachtet, aus der seit Monaten irgendwie nichts hochwächst.

I was watching a large construction site wondering when there will finally be something „growing“ out of it.

Ein Hochbeet auf Rädern wurde fertiggestellt – ich habe vorgeschlagen, dass da ein Patent besorgt werden sollte. So kann man es nämlich mit der Sonne ums Haus schieben. Und bei Frost in der Garage parken.

A raised flower (or rather: lettuce) bed on wheels was finished – I suggested to have it patented. Because this way you can move it around the house with the sun. And park it in the garage when it’s a chilly night.

Die Räumungsarbeiten auf dem Speicher wurden fortgeführt – und Kevin anno ca. 1992 musste gehen. Den sehen wir jetzt lieber live.

Clearing the attic has progressed further – and Kevin of ca. 1992 had to go. We prefer to see him live these days.

Und der Kaffeeklatsch hat den Nachwuchs im schwedischen Königshaus diskutiert! Neben vielen anderen weltbewegenden Themen.

And the coffeeklatsch girls have discussed little Estelle of Sweden! Among other worldshaking events.

Habt ein schönes Wochenende!

Have a nice weekend!

Barbara

Ein Sonntag / A Sunday

Gestern war mir plötzlich danach, den Frühling einzuläuten. Noch kann ich mich vom Tragen von T-Shirts abhalten, aber wenn die Wettervorhersage für Donnerstag mit bis zu 17°C korrekt ist, wird das eine harte Woche. Aber so würde mich die nun seit Wochen im Ausbruch befindliche Erkältung vielleicht endlich platt kriegen und gut wär’s.

It was suddenly time to start spring yesterday. I still manage to refrain from wearing t-shirts but if the forecast for Thursday is correct and we will actually have up to 17°C, it’s going to be a tough week. But this way maybe I’d manage to let this cold get the better of me that has been trying to come out for weeks.

Ich bin nicht ganz sicher, ob meine aktuelle Kreation die Vorgaben der 8. Challenge der UnstampaBelles erfüllt, es geht um Recycling. Recycled ist hier das Band und die Kreise – die sind aus einem alten Passepartout ausgestanzt. Eine Papierperle habe ich nicht integriert, aber die wäre ja nur Bonus gewesen…

I’m not quite sure whether my most recent creation fits the requirements of the 8th challenge at the UnstampaBelles – which is about recycling. The ribbon is recycled as are the brown circles which were punched out of an old passepartout. And I did not include a paper bead but then this was a bonus option anyway.

Man könnte sagen, dieser Eintrag ist in etwa so chaotisch wie mein Basteltisch, aber dieses Thema muss auch noch angeschnitten werden. Vor einigen Tagen fand ich im Briefkasten, was meine Bastelgenossin Ros als „Happy Mail“ bezeichnen würde – Post über die man sich besonders freut. Da hat jemand die Einträge ganz genau gelesen und mir eine ganz große Freude gemacht.

It’s safe to say that this entry is about as chaotic as my creative nook but I have to mention this as well. A few days ago I received what my fellow crafter Ros would call happy mail – mail that makes your day. Somebody had been closely following my entries and did make day.

Mit diesen Worten wünsche ich euch einen schönen Restsonntag!

And now have a happy Sunday!

Barbara

Anything goes!

Die Sparkles Christmas Challenge feiert im Februar ihren ersten Geburtstag – Glückwunsch! – mit dem üblichen Wettbewerb und einem sog. Blog Hop, also ein Bloghüpfen, wo man sich die Kreationen der Design Team Mitglieder bei Sparkles ansieht und kommentiert. Da habe ich noch einiges vor mir, aber hier schonmal die Karte nach dem Motto „Anything goes!“

Happy first anniversary to the Sparkles Christmas Challenge. Celebrations this February include the regular challenge and a blog hop. I have way to go on the latter but for starters here’s my „Anything goes!“ entry:

Und jetzt geh‘ ich mal ein bisschen hüpfen!

And now off to some hopping!

Barbara

Herzen / Hearts

Eigentlich wollte ich nur den Basteltisch aufräumen und fing an, die Motive, die auf einer Weihnachtskarte waren, auszuschneiden… und ziemlich schnell kam mir eine Idee, wie man sie verwenden könnte. Erst im Nachhinein habe ich bemerkt, dass sie die Voraussetzung für die Teilnahme an der Februar Challenge bei CCAYR erfüllen. Es müssen 5 Stück und Herzen drauf sein.

I had actually only wanted to clear my creative nook and started to cut out the images on a Christmas card I had received… and pretty soon I had an idea of how to use them. It was only afterwards that I noticed that they meet the requirement of the February challenge at CCAYR. There need to be five of them and they need to have hearts on them.

Ja, dass es fünf geworden sind, kann man klar erkennen. Aber findet man die Herzen?

Yes, you can clearly tell that there are five on them. But can you find the hearts?

Ich gebe zu, das Herzthema ist etwas subtil geraten, aber sie sind da, auf allen fünfen:

I admit that the heart theme is rather subtle but they are there, on all five of them:

Ich liege verdammt gut im Rennen mit den mindestens 120 Karten, die ich im Dezember brauche 😉

I’m pretty well placed going for at least 120 cards I need in December 😉

Barbara

Afghanistan: Sabzak Pass


Zwar war es nicht der Milkshake, der meinen Magen letztlich doch und quasi für den gesamten Aufenthalt durchgängig rebellieren ließ – aber irgendwas anderes. So war es denn am Morgen der Abreise nach Qala-i-Nau nicht klar, ob ich auch wirklich mitfahren würde. Bin ich aber doch und es wurde eine unerwartet spannende Fahrt.

Jedenfalls fahren wir so vor uns hin, bis dann ein entgegenkommender LKW anhält […]. Der Bekannte teilt uns mit, der Sabzak-Pass, über den wir nach Qala müssen, sei durch Steinschlag blockiert. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon […] nicht mehr allzu weit vom Pass entfernt. Beim weiteren Anstieg schlug das Wetter um, es wurde neblig und kalt. Die Landschaft, soweit erkennbar, hatte weiter ihren Reiz, denn zur Zeit sind die Berge noch größten Teils grün (sofern überhaupt bewachsen), mit farbenfrohen Blumen darunter.

It wasn’t the milk shake that did it but something else made sure I got tummy troubles that were to last all throughout my stay. On the morning when we were supposed to leave for Qala-e-Now it was not clear whether I could travel or not. But I did and it turned out to be an unexpectedly exciting trip.

As we are cruising along, a truck coming towards us stops. The friend [of our driver] tells us that Sabzak Pass which we have to cross to get to Qala is blocked due to a rockslide. At this point we’re not that far away from it anymore. We continued the ascent and the weather changed, fog moved in and it was cold. The landscape, at least what I could still make out of it, continued to be fascinating. At this time of year, the hills are still mostly green (if there is vegetation at all) with many colorful flowers.

Und dann kamen wir um die Kurve und das ganze Elend war klar ersichtlich:

In beiden Richtungen standen LKWs, Jeeps und normale Autos Schlange. Der Steinschlag war ein riesiger mudslide, auf einer Breite von sicher 100, wenn nicht mehr Metern. Riesige Brocken lagen da rum, hauptsächlich am Rand zum Abhang hin, die „Fahrbahn“ war „nur“ mit weiterhin fließendem Matsch in etwa 15cm Höhe bedeckt. Wir stehen mittendrin und hören auf einmal so ein Zischen – der linke Hinterreifen verlor mit rasender Geschwindigkeit Luft und binnen weniger Minuten war er total platt.

And then we turned a corner and the misery was in plain view:

Both directions were blocked with trucks, jeeps and normal cards, standing in line. The rockslide was more of a mudslide, about 100 meters wide, possibly more. There were huge rocks lying around, mainly towards the abyss, the „road“ was „only“ covered in about 15cm of flowing mud. We are right in the middle of it and suddenly hear this hissing sound – the left back tire was rapidly losing air and was completely flat within minutes.

Ich kann mir keinen schlechteren Moment und Ort für einen platten Reifen vorstellen. Der Fahrer sah sich die Lage bergauf und bergab an und entschied, sich wieder den Pass runter zu einer halbwegs trockenen Stelle vorzukämpfen.

Etwa einen Meter vorher blieb er stecken, mit einem ehemals russischen Armeetruck, jetzt turkmenischer Händler, der sich gerade den Weg bahnte, laut schreiend und gestikulierend daneben (der Händler, nicht der Truck). Mit viele Gedrehe der Räder und inshallah kam er rückwärts wieder raus, um dann im Rückwärtsgang den Berg wieder hoch zu rasen, um an einer unwesentlich breiteren Stelle dem LKW Platz zu machen. Das war dann der Moment (als ich rechts aus meiner Beifahrertür hinaus noch etwa 3cm und dann das 150m tiefe Nichts sah), an dem ich die Nerven verloren und darum gebeten habe, auszusteigen. […] Also habe ich mich dann in eine Menge feixender (?) Turkmenen begeben, die sich köstlich amüsiert haben [und den Pass zu Fuß überquert].

I can’t imagine a worse moment and place to have a flat tire. The driver checked the situation in both directions and then decided to backtrack down the path to a relatively dry spot.

With about a meter to go he got stuck. There was a former Russian army truck, now Turkmen trader, trying to inch his way up right next to him and he started yelling and gesticulating (the trader, that is). The wheels were spinning like crazy, the atmosphere very inshallah but our driver managed to back out and kept going backwards up the pass again, heading for a spot that was marginally wider to let the truck pass. That was the moment (as I could make out about 3cm of solid ground out of my door and then the 150 m nothing), when I lost my cool and asked to get out of the car. And this is how I ended up joining a group of sneering (?) Turkmen men who had a great time with all of this [and crossed the pass on foot].

Der Reifen wurde letztlich in tiefem Matsch gewechselt und

[…]IRGENDWANN waren wir dann durch diesen Engpass durch, zu fahren waren aber noch knapp zwei Stunden und die Straßen wurden auch nicht besser – und der Fahrer war natürlich fix und alle. Aber wir haben ihn wach gehalten und als er dann soweit war zu fragen, warum denn mein Bauch nicht verrückt spielte und ich ihm antwortete, dass die „microbes“ alle an einem Herzinfarkt gestorben seien, war er wieder der alte.

The tire was exchanged in deep mud and…

AT SOME POINT we had put this bottleneck behind us but still had about two hours to go and the roads weren’t exactly improving. The driver, of course, was dead tired, too. But we kept him awake and when he perked up enough to wonder why my stomach wasn’t acting up and I replied that the microbes had surely all died because of a heart attack, he was his old self again.

Und darüber, wie es sich in Qala-i-Nau so leben ließ, berichte ich beim nächsten Mal!

Next time I’ll have a look at what life was like in Qala-e-Now!

Barbara