Yorkshire | Harrogate

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Harrogate ist eine Bäderstadt und soll sehr schön sein – wegen der anstehenden Tour de France allerdings habe ich mich entschieden, die Besichtigung der Stadt als solcher auf einen späteren Zeitpunkt zu verschieben.

Harrogate is a spa town and is supposedly very nice – seeing as it was very busy with Tour de France preparations and visitors I decided to pass on sight seeing in the city center.

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Etwas außerhalb aber liegt RHS Harlow Carr, ein botanischer Garten der Royal Horticultural Society. Darauf hatte ich schon bei meinem Kurzbesuch in 2013 ein Auge geworfen. Jetzt war es soweit.

A little out of Harrogate, though, you can find RHS Harlow Carr, a garden of the Royal Horticultural Society. I had fancied a visit during my brief stint in Yorkshire in 2013 already. This time I made it.

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Ein wirklich wunderbarer Ort, an dem es viel zu entdecken gibt und wo man die Seele baumeln lassen kann. Im Alpen-Haus haben mich mal wieder die Blüten fasziniert.

A truly wonderful place with loads to discover and where you can just relax. As happens so often, I was fascinated by the blossoms – in this case the ones in the Alpine House.

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Es gibt auch den Duftgarten, den Küchengarten, einige Testbeete mit einer neuen Sorte blauen Mohns und was weiß ich. Ein ausgedehntes Arboretum gehört auch dazu, man kann quasi direkt aus der Innenstadt durch dieses Gebiet in die Gärten spazieren. Den Teil haben wir aber weggelassen.

There’s a Scented Garden, a Kitchen Garden, a couple of test areas for a new kind of blue poppy and who knows what else. There’s a sizeable arboretum, too, through which you can basically walk right into the center of the city. We left that part out, though.

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Ein Bereich ist verschiedenen Formen der Gartengestaltung gewidmet – was wann „in“ war. Sagen wir so: ich bin ziemlich froh, keinen 1950er-70er Jahre Garten zu haben (ich habe ja gar keinen, aber in so einem müsste man so ziemlich alles ändern)… Mit dem zeitgenössischen kann ich umgehen und am allerbesten mit dem Wassergarten im edwardianischen Stil (1901-1910).

One area is called „Gardens through time“ and shows what kinds of designs were there in which periods. I have to say I’m very happy I don’t have a 1950s to 70s garden (not that I had ANY garden at all)… I liked the contemporary garden but my favorite was the Edwardian one – a water garden.

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Im Traditionshaus „Bettys“ haben wir dann auch noch zugeschlagen (sehr lecker) und ich konnte nicht anders und musste dieses etwas kindische Dessert bestellen… alles Marzipan (Haus gefüllt mit Rührkuchen) – keine Schokolade, P.D.! Es gab auch Hummeln, aber irgendwie hat es mir die Schnecke angetan 😉

We had a late lunch at the „Bettys“ restaurant there (very good) and I couldn’t stop myself from getting this childish dessert… all marzipan („house“ filled with cake)! There were bumblebees, too, but somehow this spoke to me 😉

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Zum Abschluss der Beweis, dass auch hier alles unter dem gelb-grün-rot gepunkteten Stern steht…

Before I let you go, here’s proof that even at this place everything is about the yellow-green-polka-dotted jerseys…

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Bis bald!

See you soon!

Barbara

Yorkshire | Haworth & Skipton

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Auch der zweite Tag war eine ruhige Nummer, ganz wie ich mir diesen Urlaub vorstelle. Am Morgen brachte er uns nach Haworth. Der Ort wurde gewählt, da hier die zweite Etappe der Tour de France mit einem fiesen Anstieg durchkommen würde – wir aber aufgrund der sehr eingeschränkten Zugänglichkeit (und meiner dieser Tage besonders ausgeprägten Abneigung, früh aufzustehen) nicht sicher sind, ob wir noch Platz am Anstieg finden. Und deswegen gucken wir es uns „mal so“ an, besonders auch die zweite Hälfte des Anstiegs, die auf Pflaster laufen wird.

The second day was a quiet one, too – just as I have hoped this whole vacation would turn out to be. In the morning we went to Haworth. We had chosen this town because the second stage of the Tour de France will come through here and the riders will face a nasty steep hill – but due to limited accessibility (and my these days particularly pronounced aversion to getting up early) we aren’t sure whether we can get there in time to stand at the hill. So we went there to check it out ahead of time, especially the second part, which is a cobblestone road.

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Was soll ich sagen: warum sollte man einen besonderen Grund brauchen, Haworth zu besuchen? Mir hätte schon der Blick die Gasse runter gereicht. Oder die künstlerisch wertvoll platzierten Katzen und wunderschönen Blumenarrangements.

What should I say: why would anyone need a special reason to visit Haworth? Just the view down that street would have sufficed. Or the cats placing themselves along a color code and the fantastic flower arrangements.

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Natürlich gab es auch hier wieder viel Deko für das große Event – und ein tolles Café (Blick aus dem Café unten links), dessen Namen ich zwar vergessen habe, aber wo es neben dem Café-Betrieb auch getöpferte Produkte zu erstehen gibt (in denen auch serviert wird). Wenn ich noch ein bisschen nachdenke, fällt mir der Name sicher auch wieder ein…

Of course there was also a lot of creative decorations to look at for the great event – and a great café (view from the café on the lower left) whose name I have forgotten but where you could also buy hand-made pottery. I’m pretty sure I’ll remember the name at some point…

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Richtig gelungen fand ich die Art, wie sie die Tour de France an einer Praxis für Physiotherapie willkommen hießen… mit einer direkten Einladung an Marc Cavendish, sich bzw. seinen müden Beinen eine Massage zu gönnen. Und das auch noch auf Französisch.

I really liked the way how a place for physiotherapy welcomed the Tour de France… with an invitation addressed to Marc Cavendish, to come in and treat himself or his tired legs to a massage. And it was even presented in French.

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Von Haworth ging es noch nach Skipton. Nicht wirklich überraschend kommt auch hier die Tour de France durch. Neben den zwischenzeitlich fast schon normalen Deko-Ideen…

From Haworth we moved on to Skipton. Somehow it wasn’t surprising to learn that the Tour de France would come through here as well. In addition to the by now almost “normal” ideas when it comes to decorations…

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… hat mich hier die Deko an der Kirche umgehauen. Man beachte auch das Detail auf dem Shirt. Rechts an der Kirche vorbei geht es direkt zum Skipton Castle, dem wir noch einen hochinteressanten Besuch abgestattet haben. Von außen macht es vor dem Tor nicht viel her, man ahnt ja nicht, was dahinter alles kommt. Aber drinnen findet man eine sehr gut erhaltene mittelalterliche Burg, wo man sich in ca. 20 Räumen einen guten Eindruck von Architektur und Lebensumständen machen kann.

… the decorations on the church blew my mind. Have a look also at the detail of the shirt. Passing the church on its right we went to see Skipton Castle which we paid a visit that turned out to be highly interesting. It doesn’t look like much when you are in front of the main gate as there’s not much to see of what awaits you once you’ve entered. But inside you find a very well preserved medieval castle where you can get a great idea of what life was like at the time and also of changes in the architecture – while walking through about 20 different rooms.

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Die Tatsache, dass die Burg noch so gut erhalten ist, ist Lady Anne Clifford zu verdanken, die das Gebäude nach schweren Schäden im Bürgerkrieg, inkl. 3 Jahre Belagerung, wieder auf Vordermann bringen ließ. 1659 wurde der beendete Wiederaufbau u.a. mit der von ihr höchstselbst eingepflanzten Eibe im Innenhof gefeiert. Das war also Tag 2 – bis bald!

It is thanks to Lady Anne Clifford that the castle is in such a good shape today. After the Civil War and the damages that brought with it (incl. a three-year siege), she had it repaired and somewhat modernized. The works were completed in 1659 and celebrated with, among other things, I presume, the planting of the yew tree in the courtyard which she actually did herself. So that was day 2 – take care!

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Barbara

Yorkshire | Fountains Abbey

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Endlich Urlaub! Urlaub in Yorkshire. Etwa 90% aller Leute, denen ich das erzählt habe, haben mich nur verständnislos angeguckt. Wenn ich dann „präzisiert“ habe: „England!“ kam meistens nur ein vorsichtiges „Aha.“ Mich haben drei Dinge hierhin getrieben: ein Besuch bei Freunden (was sonst?), die Tour de France und die Aussicht auf eine viertägige Wandertour in der Einsamkeit der Yorkshire Dales. Doch zuerst zum Besuch bei Freunden in Bradford.

Vacation! Finally! A vacation in Yorkshire. Just about 90% of the people who I told about my plans just looked at me blankly. When I „elaborated“ and added: „England!“, there usually wasn’t more than a suspicious „Aha.“ Three things made me come here: seeing friends (what else?), the Tour de France and a four-day hike in the hopefully not too crowded Yorkshire Dales. But I started out seeing friends in Bradford.

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An meinem ersten Tag (und gerne auch an allen weiteren, ich werde alt) haben wir es ruhig angehen lassen und sind am späten Vormittag nach Fountains Abbey aufgebrochen. Das ist die Ruine einer 1132 gegründeten Zisterzienser Abtei, malerisch in einem Tal am Fluss Skell gelegen.

On my first day (and I have no problem doing that on all to follow, I’m getting old) we were taking it easy, leaving for Fountains Abbey late in the morning. The ruins of the Cistercian Abbey (founded 1132) are picturesquely located in the valley of the river Skell.

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Dass wir es hier mit einer Ruine zu tun haben, liegt einzig und allein an Heinrich VIII., der sich von katholischen Kirche abwandte und in der Folge alles damit zusammenhängende in Schutt und Asche legen ließ. Das Abwenden von der katholischen Kirche kann ich ja grundsätzlich verstehen – und jeder wie er meint – aber wieso muss man dann gleich alles platt machen? Ich denke dann immer an die Buddhas in Bamiyan.

It’s the fault of Henry VIII that we were looking at the ruins of this surely once busy abbey. He turned away from the Catholic church and then decided to destroy just about everything that was connected to that. I can relate to people not wanting to be part of the Catholic church – and to each their own – but why does that mean you have to ruin everything in the wake of your decision? Things like that always remind me of the buddhas in Bamiyan.

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Wie auch immer: man kann sich immer noch sehr gut vorstellen, wie es hier einmal hoch hergegangen sein muss, wenn man quasi die Fundamente von Schlafsälen oder dem Krankenhaustrakt durchstreift.

Anyhow, it is really easy to imagine how busy and full of activity this place must once have been when you walk through the foundations of dormitories or the infirmary.

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Ganz allgemein jedoch steht Yorkshire derzeit unter einem anderen Stern: in diesem Jahr findet der Tour de France-Auftakt in England statt – die ersten drei Etappen. Die ersten beiden in Yorkshire, so dass man hier die üblichen gelben T-Shirts mit dem unüblichen Aufdruck “Tour de Yorkshire” finden kann. Aber das ist nicht alles. Hier steht an jeder Straßenecke ein gelbes Fahrrad, die Leute haben Wimpel in den Farben und Formen der Trikots gemacht… Ich hätte auch einen Tag nur auf Foto-Safari gehen können. Ein kleiner Eindruck:

Yorkshire in general is on a quite different track just now: the Tour de France opens with three stages on British soil. The two first ones are in Yorkshire, so that the usual yellow t-shirts you can buy in the souvenir places bear the unusual print “Tour de Yorkshire”. But that’s far from all. You will see thousands of yellow bikes on street corners, balconies, walls… people have made their own bunting in the colors and shapes of the jerseys… I could easily have spent a day out on a photo safari. Here are a few examples:

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Und die “Kunst in der Landschaft”, die man anlässlich der Tour de France im Fernsehen immer wunderbar sehen kann, war natürlich auch schon angebracht. Am besten hat mir dieses Bild gefallen, ein Schäfer und sein Hund… und mitten drin und überall: Schafe.

It wouldn’t be the Tour de France if there weren’t “artistic landscaping” or whatever you want to call it, those “paintings” on the hillsides or fields that are so great to look at during the TV coverage. I really loved this one, a shepherd and his dog… and all over the place: sheep.

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Na dann – bis bald!

Take care for now!

Barbara