An der Themse / By the Thames


London im November – woran denkt man da gemeinhin?? Nebel. Und hier war es gestern so neblig, dass mein Flieger gut 5 Stunden verspätet ankam. Dann war die letzte U-Bahn verpasst, in den ersten Nachtbus kam ich nicht mehr rein, dann in den nächsten, den ich nach ca. 40 Minuten genervt in Hammersmith verlassen habe, um dann doch noch in ein Taxi zu investieren, denn mein Guesthouse hatte „nur“ bis 2 Uhr morgens Check-in…

London in November – what comes to mind? Fog. Yesterday it was so foggy in London that my flight was delayed by a good 5 hours. I missed the last subway tube, didn’t get into the first nightbus but into the next 20 minutes later which I got out of about 40 minutes later in Hammersmith to finally invest in a taxi as my guesthouse stopped check-in at 2 am „already“.

Und noch am Bussteig des Nächtens am Flughafen Heathrow machte ich Bekanntschaft mit einer nicht zu vernachlässigenden Sitte im Königreich. Dem Schlangestehen. In diesem Durcheinander, in dem keiner wusste, wo er hin musste, hatte sich ein schmächtiger afrikanischer Mitbürger „vorgedrängelt“ und wurde lautstark und unflätig von einem Eingeborenen Typ stiernackiger Hooligan mit evtl. südosteuropäischem Hintergrund zurechtgewiesen, dass er zwar nicht wisse, aus welchem Busch er gerade käme, aber hier würde sich ordentlich angestellt. Was der Zusammengeschissene geflissentlich ignorierte. Daraufhin wurde lautstark gefordert, dass man die Sache unter Männern zu regeln habe, woraufhin der schmächtige Afrikaner sich keine Blöße geben wollte, seine Frau aber in Tränen ausbrach und ihn festhielt, während der stiernackige Hooligan-Typ von einem anderen festgehalten wurde. Letztlich ging der Afrikaner mit um die Ecke – und beide kamen nach einiger Zeit unversehrt wieder zurück. Ich werde das Gefühl nicht los, dass sie diese Show täglich abziehen, um Touris zu initiieren…

We hadn’t boarded the bus yet at Heathrow when we were introduced to an important tradition of the Kingdom: queueing. In all this chaos where nobody had a clue where to go a tiny African citizen had „jumped the queue“ and was loudly being reprimanded by a native of the type bull-necked hooligan, possibly of South-East European extraction, to the extent of „I don’t know what bush you came from but HERE we queue, alright?“. Which was ignored by the attacked. The opponent then went on to say that men knew how to settle things and the tiny African in turn didn’t want to lower his guard while his wife burst out in tears and held him back while the bull-necked hooligan type was held back by someone else. Finally, the African did go around the corner with him – and both returned unscathed after a while. I can’t help but think that they put on this show on a daily basis to initiate the tourists…

Nach einer Nacht mit nicht wirklich viel Schlaf bin ich erstmal in die falsche U-Bahn eingestiegen, kam aber dann doch noch am Hyde Park raus, um mich persönlich davon zu überzeugen, dass der dort vorzufindende Weihnachtsmarkt eine Farce ist. Stimmt. Der Karte nach machte es Sinn, sich von dort Richtung Buckingham Palace zu begeben, wo gerade ein Polizist dabei war, zu erklären, was sich in wenigen Minuten abspielen würde (Wachwechsel): „Da kommen zwei Trupps und lösen die Jungs ab, viel Musik dabei und dann schreien sie sich an.“ Dauerte mir dann aber doch noch zu lange, also zog ich weiter die Mall runter.

After a next to sleepless night I started out boarding the wrong tube but did find my way to Hyde Park to check out their Winter Wonderland which was supposed to be a German Christmas Market. Please, come to Germany if you would like to see one. A look at the map suggested to proceed to Buckingham Palace where a policeman was explaining to people what was going to happen (changing of the guards): „There will be two groups coming to relieve the ones there, it’s with lots of music and then they will shout at each other.“ But it was still a while off so I continued down the mall.

Ich habe mich heute ganz der Geschäftswelt auf der Regent Street und der Oxford Street und ihren Seitenstraßen hingegeben – alles in unglaublichen Größen. Aus dem Liberty musste ich ganz schnell wieder raus, denn sonst wäre ich verarmt. Die Weihnachtsabteilungen waren eher enttäuschend, wenn ich aber insgesamt feststellen konnte, dass die Preise nicht mehr so schockierend hoch waren wie bei meinem letzten Besuch 2002. Dem Euro sei Dank. Um der Müdigkeit entgegenzuwirken, war viel Koffein angesagt… und ich konnte einen Eggnog Latte auftreiben. HMMMMMMMM….

I was in shopping mode today and explored Regent and Oxford Streets as well as a few side streets – these stores are all just so huge! I had to get out of the Liberty real fast or else I would have ruined myself. The Christmas shops weren’t all that fantastic but luckily the prices weren’t as shocking as last time I was here in 2002 – I guess the Euro helps. In order to counteract the tiredness, I had an unusual input of caffeine… and found an eggnog latte. Mmmmmhhh…

Zum Abendessen verschlug es mich auf die South Bank, wo ich eine Freundin traf, die ich vor zwei Jahren in Bordeaux kennengelernt hatte. Die Zeit verging wie im Flug und da morgen das offizielle Programm in Form einer Konferenz beginnt, muss ich nun dringend ins Bett!!

I had dinner on the South Bank with a friend who I’d met in Bordeaux two years ago. Time just flew by and as the official part of my stay (a conference) starts tomorrow I need to go to bed NOW!!

Gute Nacht!

Good night!

Barbara

Ein Kommentar zu “An der Themse / By the Thames

  1. Also, nach London empfehle ich die Anreise mit der Bahn und wir fanden vor anderthalb Jahren die Kaffekette Nero gut.
    Herzliche Grüße und bis die Tage 🙂
    INES

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