An afternoon in… EKSJÖ!


An der Chronologie doktore ich hier ein bisschen rum… Eksjö haben wir nämlich eigentlich am gleichen Tag gemacht wie die Elche und Skurugata – aber das kann man ja gar nicht alles in einen Beitrag fassen. Wir haben uns hier sogar eine Stadtführung gegönnt, als die einzigen daran interessierten Touristen. Wir waren kurz davor, die Fliege zu machen, als die Stadtführerin noch auftauchte und uns eine kurzweilge Stunde lang viel über Geschichte und Architektur Eksjös nahegebracht hat.

I have doctored the chronology a bit here… in fact, we did Eksjö on the same day as the moose and Skurugata – but it’s just too much for one post (and one day?!). We treated ourselves to a guided tour here – the only tourists who were interested as it turned out. We were just about to make a quick exit when the guide showed up and did a very interesting one-hour tour of the old town, filling us in on Eksjö’s history and architecture.

Eksjö bezeichnet sich selbst als die „Holzstadt“: die weiterhin den mittelalterlichen Stadtplan wiederspiegelnde nördliche Altstadt steht komplett unter Denkmalschutz und ist wirklich malerisch. Eine große Lücke besteht im Zentrum, wo erst im August 2015 das größte Gebäude niedergebrannt ist. Glücklicherweise konnte ein Übergreifen der Flammen auf andere Gebäude verhindert werden.

Eksjö calls itself the „wooden city“: the Northern part of the old city is still set up along the medieval plan, is listed as a whole and really quite picturesque. There is one huge gap in the center, though, where the largest building burned down as recently as August 2015. Luckily, the fore department managed to keep the flames away from the neigboring houses.

Besonders interessant sind die diversen „gård“ – was übersetzt so ziemlich alles sein kann von Hof über Anwesen bis Innenhof: es sind an vier Seiten umbaute Grundstücke, die durch mindestens eine Hofeinfahrt erreichbar sind. Das können Bauernhöfe sein, aber auch Geschäfte bzw. Handelsplätze oder Handwerksbetriebe. Ein solcher ist der Krusagården, wo im Laufe der Jahrhunderte so unterschiedliche Dinge wie eine Gerberei und eine Schnappsbrennrei untergebracht waren. 1946 sollte er abgerissen werden und es formierte sich Widerstand dagegen – er wurde erhalten und insgesamt wurde man sich der Einzigartigkeit der Bebauung bewusster. Krusagården jedenfalls ist nun im Besitz der Stadt und ist eine Art Kulturzentrum. Wir wurden allerdings hauptsächlich deshalb darauf aufmerksam, weil draußen ein Schild „LOPPIS“ stand 🙂 Dazu gab es aber auch frische Waffeln mit Erdbeermarmelade und Sahne, Live-Musik und gemütliche Atmosphäre. Was die Hummel zum Absturz brachte, blieb unerforscht.

There are a number of „gård“ who are of special interest – the word can mean just about anything from estate to courtyard: they are properties with walls on all four sides, accessible via one or more gate(s). They can be farms but also stores or trading posts – or a crafts enterprise. One such place is Krusagården which hosted all kinds of enterprises over the centuries, including a tannery and a distillery. In 1946 it was decided to tear it down but that decision met unexpected resistance – the plans were scrapped and the inhabitants of Eksjö became in general more aware of their unique architectural heritage. Krusagården is now owned by the city and a cultural center. We were attracted to it by a sign outside, though, saying „LOPPIS“ 🙂 But we also had a fresh waffle with strawberry jam and whipped cream, live music and great „gemutlichkeit“. The reason for the crash of the bumblebee remained a mystery.

Am Marktplatz, der die Grenze zwischen der nördlichen und südlichen Altstadt darstellt, steht die im 19. Jahrhundert gebaute Kirche. Die ersetzt eine alte, damals als zu dunkel empfundene Holzkirche… aber Altar und Kanzel wurden (neben so einigen anderen Stücken) in die neue Kirche integriert.

The market square marks the border between the Northern and the Southern part of the old town. At its Eastern side is Eksjö church which was built in the late 19th century, replacing a medieval wooden church that people at the time found too dark, apparently… But the altar and the pulpit (among quite a few other objects) were integrated in the new building.

Ohne unsere Stadtführerin wären uns neben den Informationen zur Geschichte auch so kleine Details wie die Schutzvorrichtungen an Hausecken, die Schäden durch die Kurve zu eng nehmende Kutschen vermeiden sollten, gar nicht aufgefallen. Oder später hinzugefügte zweite Stockwerke, die aus nicht mehr nachvollziehbaren Gründen über den ersten Stock hinausragen.

Only thanks to our guide did we learn so much about the history in general and the tiny little details in particular: like these protective measures on the corner of houses that were put in place to make sure that carriages trying to round the corner wouldn’t damage it in the process. Or the second stories of buildings that were added later and for some irreproducible reason were larger than the first floor.

In der Summe hätte ich vielleicht auch einfach kommentarlos die Sammlung an Türen aus Eksjö posten können – eine schöner als die andere… wobei die mit dem beidseitigen Treppenaufgang (die einzige solche) und das dazugehörige Haus wohl mein Favorit ist:

I guess I could have just posted my collection of Eksjö doors as a comment-free synopsis of our visit, one more beautiful than the next… I particularly like the one with the two-sided stairwell (the only of its kind) and the house that goes with it:

Auf bald!

Take care!

Barbara

A Day in… VÄXJÖ!


Auf dem Weg zur legendären „Hütte am See“ haben wir einen Tag in Växjö verbracht. Da kann ich ja aufgrund meiner jahrzehntelangen Mats Wilander-Affinität immer wieder hinfahren – aber dieses Mal hat es sich gleich mehrfach gelohnt. Doch kurz vorher haben wir noch einen Stopp in Dädesjö gemacht, um die mittelalterliche Kirche mit den wunderbaren Deckengemälden zu bewundern. Auch ein Erlebnis, wenn man im Gästebuch den Eintrag vom letzten Mal wiederfindet!

On our way to the legendary „Cottage by the lake“ we spent a day in Växjö. Seeing as I’m such a Mats Wilander fan, that’s a place I can return to often – but this time it was special. But before we got there we made a stop in Dädesjö to have a look at the medieval church with its wonderful ceiling paintings. Quite something when you find your own entry in the guest book from the last visit!


Weil wir uns verquatscht und die Ausfahrt verpasst hatten
Der erste Anlaufpunkt in bzw. bei Växjö war die Burgruine Kronoberg. Malerisch im See gelegen, Seerosen noch malerischer davor – es war ja ehrlich gesagt vollkommen egal, was es zu sehen gab bei dem Träumchen von Wetter. So haben wir dann auch noch ein Köttbullar Smörgas im Café daneben genossen bevor es weiterging.

As we had chatted away and missed the exit Our first stop in (or near) Växjö was the ruin of Kronoberg Castle. Situated in a lake it looked like a painting, water lilies pushing the picturesque almost beyond bearable – it didn’t really matter what there was to see at all in this breathtakingly gorgeous weather. So we decided to have a meatball sandwich right there and then, too.

Aber dann ging es auch noch in die Stadt, denn den Dom kann man ja keinem vorenthalten. Vertreter der schwedischen Kirche hatten so einen komischen Stand davor aufgebaut, wo gelbe T-Shirts und Wasser verkauft wurden – so richtig kriegten wir das allerdings zu dem Zeitpunkt noch nicht übereinander und haben erstmal den schönen „Glasbaum“ in Innern bewundert. Den kenne ich in diesem Jahr auch schon 20 Jahre… so lange ist das Austauschjahr schon her, wie mir per soziale Medien vermittelt wurde. Hatte ich ganz vergessen.

But then we hit the city as the cathedral is a must-see. Some people from the Church of Sweden were selling yellow t-shirts and water bottles in front of it – but we couldn’t really wrap our heads around that at the time. So we went inside instead to have a look at the wonderful „glass tree“. I’ve known that for 20 years this year… that’s how long ago the exchange year started – as I was told by friends on a social media website.

Wieder draußen wuchs die Zahl der Menschen in gelb, die hier und da mit Kühltaschen und Klappstühlen ausgerüstet am Dom entlang hasteten – und der Groschen fiel: hier war ein Public Viewing des Achtelfinales Schweden gegen die Schweiz zu erwarten. Unsere weitere Planung änderte sich kurzfristig… meine Mitreisende verlor jegliches Mitbestimmungsrecht.

Outside again there was a marked increase in the number of people in yellow, many of which carried coolers and folding chairs while rushing along the side of the cathedral. I finally made the connection: they were going to attend a Public Viewing of the last sixteen game between Sweden and Switzerland. The planning for the remainder of the day was adjusted promptly as my friend lost any right to determine her own fate.

Wie wir jetzt alle wissen, ging das seht gut aus – aber dann im Viertelfinale nicht mehr. Es könnte darauf zurückzuführen sein, dass wir einen taktischen Fehler begangen haben. Zu diesem Spiel war ich bei einer Freundin eingeladen, die diverse Test-Kuchen vorbereitet hatte. Nicht nur stellten wir übereinstimmend fest, dass der Kuchen mit der England-Fahne der leckerste war – das hätte vielleicht noch keine Folgen gehabt. Aber wir haben die englischen Kuchen nicht platt gemacht! Das konnte ja nicht gut gehen!!! So waren sie dann mittwochs noch Helden und Sonntag sprach man nicht mehr von ihnen. Oder, wie es Ingemar, der Vermieter der Hütte am See zusammenfasste: „Die Engländer waren von Anfang an besser und haben verdient gewonnen. Da danken wir für die gute Unterhaltung bis dahin und genießen nun den Rest des Turniers ohne sie.“

As we all know now, this ended very well for Sweden – though not so much in the quarter finals. Maybe that was due to the fact that we didn’t give a thought to tactics. I was invited at a friends‘ place for that game and she had prepared a few experimental cakes. We tried them all and not only did we all feel that the one decorated with the English flag was the best – we also didn’t finish it off! It just couldn’t end well after that!! And that’s how they were heroes on Wednesday and all but forgotten by Sunday. Or, as Ingemar, our landlord in the cottage put it: „The English team was better from the start and deserved to win. So we thank our team for the entertainment we had and now enjoy the rest of the tournament without them.“

Bis die Tage

See you later

Barbara

A Lunch Break in… DUSHANBE!


Das ist mir auch noch nicht oft untergekommen – oder überhaupt? – wenn die Lokalität für die Mittagspause eine Sehenswürdigkeit ist: das Teehaus Rohat in Dushanbe. Auf manchen Seiten wird es als „ancient“ beschrieben, aber das scheint wohl nicht der Fall zu sein, jedenfalls nicht der zur Straße gewandte Teil mit den weißen Säulen und Deckengemälden… da konnte man ein „1980“ ausmachen.

It was a first for me to have a lunchbreak at a must-see landmark – the Rohat tea house in Dushanbe. Some sources call it „ancient“ but I don’t think that’s the case. Or at least it doesn’t seem to be the case for the part that is facing the street, featuring large white pillars and ceiling paintings… one of the latter included a „1980“.

Aber der hintere Teil gefällt mir auch besser – für Farben bin ich ja immer zu haben! Die Kassettendecke, wenn man sie so nennen kann, hat es mir besonders angetan. Es ist wohl die Rede davon, dass auch dieses Gebäude platt gemacht werden soll. Ich habe verlauten lassen, dass ich dann einen Teil der Decke nehmen würde. Die käme sicher auch in meinem Wohnzimmer gut!

But I like the part in back better – I’m all for colorful surroundings! The coffered ceiling, if that is what it’s called, really piqued my interest. Apparently, there’s talk about the demolition of this building as well. I’m ready to take one section of it. I’m sure it would work wonderfully in my living room!


Apropos Mittagspause. Apropos Essen. Das ist wieder genau das richtige für mich hier. Alles sehr lecker und auch mit Ausflügen in die ukrainische und georgische Küche.

Talking about lunch breaks. Talking about food. Tajikistan is just right for me. Everything is very delicious and I’ve also enjoyed excursions to the Ukrainian and Georgian cuisine.

Es wurde mir dann auch bald klar, warum im Hotelbadezimmer eine Personenwaage war. Nein, ich habe sie nicht benutzt – bin ich wahnsinnig?! Bis bald!

It didn’t take long for me then to realize why there were bathroom scales in my hotel room. No, I didn’t use them – I’m not that crazy!! Take care!

Barbara

Another afternoon in… DUSHANBE!


Das wunderbare Wetter bleibt uns hold und so ging es einen weiteren Nachmittag raus: in den Siegespark oberhalb von Dushanbe. Aus dem Gewimmel der Stadt fährt man nur wenige Minuten, bald in einem Park, den Berg hinauf und kommt an der Seilbahnstation an. Die ist zwar seit Jahren nicht mehr in Nutzung, aber die Gondeln kann man noch bewundern.

The gorgeous weather is still with us and so we spent another afternoon outdoors and went up to the Victory Park, above Dushanbe. It’s only a few minutes‘ ride from the city center, going uphill through a park and reaching the funicular on the top. It hasn’t been used in years but you can still marvel at the godolas.

Wenige Schritte weiter begibt man sich abseits der wenigen Menschen hier oben und kann sich auf einen schier unendlichen Spaziergang durch die Hügel machen.

Walk a few steps to the side and soon you’ll be by yourself and can start out on a seemingly endless stroll through the hills.

Die ersten Bäume erblühen in voller Pracht und mit der richtigen Begleitung findet man auch raus, was es mit diesen komischen „haarigen“ Bällchen am Hagebuttenstrauch auf sich hat: es sind Gallwespen… momentan sind in den Bällchen noch die Larven, aber das wird nicht mehr lange dauern, dann brechen sie aus.

The first trees are in bloom and when you explore places with the right people you will also find out what these weird „hairy“ balls are hanging on the dog rose: they are gall wasps… currently they are still larvae but pretty soon they’ll be out and about.

Diese Hügel sind zum großen Teil Friedhof, Gräber, soweit das Auge reicht. Ich bin nicht sicher, ob es sich um einen Friedhof handelt oder um mehrere – es geht auf jeden Fall eins ins andere über.

Quite a lot of these hills are a cemetery, graves as far as you can see. I’m not sure whether this is actually one cemetery or several ones – there’s no break in the use.

Angefangen mit orthodoxen Gräbern, die vielfach nur mit dem typischen Kreuz gekennzeichnet waren…

The way we reached it, it started with orthodox graves, often simply marked with the characteristic cross…

… dann auch schickere und kürzlich gepflegte – oft mit einer kleinen Bank und einem Tischchen versehen – für die Besucher.

… but then also more fancy ones that have recently been taken care of – and often with a little bench and a table – for the visitors.

Teilweise hatte man den Eindruck, dass man stilistisch durch die Jahrzehnte wanderte – oder vielleicht auch ideologisch?

Sometimes I felt we were walking through decades of different styles – or maybe also different ideologies?

Dann auch wieder einfach irgendwie protzig:

Some were more on the showy side:

Allein von den Zäunen hätte ich ca. 2000 Fotos machen können (und sowieso: ich hätte den ganzen Tag hier verbringen können, auch mal abbiegen vom Hauptweg):

The fences alone could have yielded about 2000 pictures (and anyhow: I could have spent a whole day here, deviating from the main path here and there):

Irgendwann wurde es ganz erstaunlich – nicht nur, was diese Mozartfrisur angeht (kann die wirklich echt gewesen sein?) – sondern ganz oben links auf dem Grabstein: ein Kreuz in einem Davidstern. Bedeutet das was bestimmtes?

At some point things got really unusual – not only when it comes to this Mozart hairdo (can this have been an actual hairstyle?) – but check out that upper left corner: a cross inside a Star of David. Does that mean anything particular?

Der Anteil der jüdischen Gräber stieg stetig und dann gab es einen (und später noch einen) offiziellen jüdischen Fiedhof, der vom Rest abgezäunt war und einen Wachmann hatte. Der ließ uns gerne eintreten.

The share of Jewish graves got bigger and bigger and then we reached an „official“ Jewish cemetery (and later another), that was fenced off from the rest and also had a guard. He was happy to let us in to have a look.

Und beim Blick auf all die „Sitzecken“…

And when thinking about all these places to rest…

… entschieden wir, dass es an der Zeit sei, was zu essen. Doch dazu ein anderes Mal mehr. Gute Nacht!

… we decided it was time to grab a bite. But more about that some other time. Good night!

Barbara

An Afternoon in… DUSHANBE!


Nach knapp dreizehn Jahren zurück in Zentralasien… schlug es mich, als ich morgens um 4 Uhr in Duschanbe aus dem Flieger stieg. Und es brach einfach nur die schiere Freude aus. Vielleicht war es aber auch die Übermüdung. Doch das Gefühl ist geblieben. Ich würde am liebsten sofort eine mehrmonatige Reise durch Tajikistan, Kirgistan, Usbekisten und andere antreten. Eigentlich auch und besonders Afghanistan, aber das ist ja keine Option, auch wenn die Bundesregierung unglaubhaft zu vermitteln versucht, dass dort alles zum besten steht.

After thirteen years I’m finally back in Central Asia… it hit me when I got off the plane in Dushanbe at 4 a.m. I was downright ecstatic. Or maybe it was sheer exhaustion. But the feeling is still there. I’m ready to go on a multi-month trip through Tajikistan, Kyrgysztan, Usbekistan and others. Especially Afghanistan of course but that is no option – no matter what the German government tries to make people believe.

Was Robinson Crusoe sein Freitag, ist mir derzeit mein Montag. Dushanbe heißt wörtlich „zwei Samstag“, also der zweite Tag nach Samstag… der Montag. Und da fand hier, als das noch ein Flecken war, immer der Markt statt. Wie auch immer: ich bin zwar im Stockdunkeln angekommen, aber das interaktive 3D-Kartenwerk an Bord war fantastisch. Dushanbe liegt in einer Talsohle, auf 800 mNN im Hissartal. Das Wetter ist derzeit kaum zu übertreffen und morgens sieht der Blick aus meinem Hotelzimmer so aus:

What Friday was to Robinson Crusoe, Monday is to me. Dushanbe literally means „two Saturday“, meaning the second day after Saturday… Monday. That was market day at the time when this was just a place of a couple dozen houses or so. Anyhow: it may have been pitch-black when I got here but the interactive 3D-map software onboard was fantastic. Dushanbe is located on 800m above sea level in the Hissar Valley. The weather is gorgeous these days and when I look out the window of my hotel room in the mroning, that’s the view:

Stadtgeografisch geht hier gerade der Punk ab und ich frage mich jetzt schon, warum ich an diesen dienstlichen Aufenthalt nicht noch ein paar Tage drangehängt habe, um mal Zeit zu haben, hier so richtig durch die Gegend zu strolchen. Ich lasse da mal den Architekturführer Dushanbe von Edda Schlager sprechen: „[…] nirgends in Zentralasien ist so deutlich zu sehen, wie sozialistische Pläne urbanen Raum schufen – und scheiterten. Fernab von Moskau geriet hier selbst der Stalin-Stil weniger gewaltig, die Sowjetmoderne avantgardistischer als anderswo. Seit 25 Jahren entsteht nun eine neue, von Gigantismus beherrschte Architektur, die sich der älteren Baugeschichte – und Identität – konsequent zu entledigen sucht. Dutzende historischer Bauten sind bereits verschwunden oder akut vom Abriss bedroht.“ Für den Grünen Basar kam ich acht Wochen zu spät – wo der einst stand, ist nun nur noch ein riesiger Acker, der sicher bald ein weiteres Exemplar der Marke Gigantismus beherbergen wird.

I was taken by surprise to find out that this place makes an urban geographer’s heart beat harder and already regret that I haven’t added a few days to this business trip in order to have time to really have a look at this place. Even though there’s a lot of sadness involved – but let me translate a section of the Architectural Guide to Dushanbe bei Edda Schlager (check this out, they have English-language books/guides as well): „Nowhere else in Central Asia is it as easily discernible how socialist plans created urban space – and failed. Far away from Moscow even the Stalinist style was less gigantic, the Soviet modernity more vanguard than elsewhere. A new architecture, driven by gigantism, is trying to rid the city of its older building history – and identity. Dozens of historic buildings have already disappeared or are currently scheduled for demolition.“ I was eight weeks too late to see the Green Bazar – there is now only a huge field that will very likely soon host another specimen of the gigantic kind.

Green Bazar as seen on http://www.alaya-reisen.de

Sieht man an allem das Positive, dann… ist es doch schön, dass Dushanbe jetzt beispielsweise seine Twin Towers hat, mit Penthouses, die dem ganzen den Charme von Cupcakes geben.

Seeing the positive in everything… don’t you think it’s nice that Dushanbe now has its Twin Towers, with penthouses that make them look like cupcakes, somehow? Or is it only me?

Das Ganze ist aber auch nicht so einfach. Hier hat von 1992-1997 ein furchtbarer Bürgerkrieg getobt und man versucht nun, „nation building“ zu schaffen: die verschiedenen Bevölkerungsgruppen unter einer Identität zu vereinen. Und da musst du einiges überwinden. Von 1929 bis zur Auflösung der Sowjetunion die Tadschikische Sozialistische Sowjetrepublik, in der Dushanbe lange wenig schmeichelhaft als Stalinabad firmiert hat, so ziemlich direkt nach der Unabhängigkeit vom Bürgerkrieg geschüttelt, ist Tajikistan nun das Armenhaus Zentralasiens. Dass ein Ansatz sein kann, sich vom sowjetischen Teil der Geschichte verabschieden zu wollen, kann man ja erstmal so stehen lassen. Aber vielleicht wird dabei übersehen, dass die in der sowjetisch geprägten Zeit entstandenen Bauten vielleicht mittlerweile schon ziemlich identitässtiftenden Charakter haben?

But then things are anything but easy here. A civil war raged in Tajikistan from 1992-1997 and a lot of this is about nation building: to try and unite different ethnic groups under one identity. And there’s a lot to overcome. From 1929 up until the end of the Soviet Union, Tajikistan was the Tajik Socalist Soviet Republic, and Dushanbe for a lot of that time unflatteringly called Stalinabad – and went into civil war practically right after independence. Today, you will often see it referred to as the poorhouse of Central Asia. I can understand – to some degree at least – that you would like to forget about the Soviet part of that history. But maybe it’s being overlooked that the buildings of the Soviet era have themselves been identity-forming?

Jetzt bezieht sich alles auf Somonji als Vater der Nation: den Samanidenherrscher Ismail I. (849-907), dem man hier nicht nur monument-technisch nicht entkommen kann (siehen oben). Die Währung ist der Somoni und es gibt noch viele weitere Bezüge, so bspw. Somon Air, die dich non-stop von Frankfurt nach Dushanbe bringt. Und da man es in dieser Gegend sehr mit den Poeten hat, ist der Dichter und Musiker Rudaki (859-940/41) auch ganz groß – nicht nur im Rudaki-Park (unten), sondern auch als Namensgeber für den Rudaki Prospekt, die große Prachtallee. Mögen die schattenspendenden Bäume den Wandel unbeschadet überstehen.

Nowadays,the focus is on Somonji as nation-builder: the Samanid ruler Ismail I. (849-907) who you can’t escape from here, monument-wise or other (see above). The currency is called Somoni and there are countless other references, e.g. Somon Air which will fly you from Frankfurt to Dushanbe. And because poets are big in these tracts, the poet and musician Rudaki (859-940/41) is another important figure – not only in Rudaki Park (below) but Rudaki Propekt, a large, tree-lined boulevard is named after him. Keep your fingers crossed that the wonderful trees will all survive the change.

Es gibt aber auch die kleinen Kostbarkeiten, die man fast übersieht. Da ist zum Beispiel diese Statue, auf die ich von hinten zukam – und wegen der schönen Verzierungen schon aus dieser Perspektive ganz verzückt war. Aber man kann sie ganz einfach übersehen, steht sie doch gerade mal einen Zebrastreifen entfernt von den Twin Towers.

But there are small treasures, too – treasures that you almost don’t notice. There’s this statue for example, that I walked towards from behind, and was fascinated based on that perspective already, seeing the beautiful floral patterns all over. But it’s really very easy to miss it, especially as it’s only a zebra crossing away from the Twin Towers.

Für Tajikistan wurde in 2018 das Jahr des Tourismus ausgerufen und es scheint ihnen ernst zu sein. Die Einreise war vollkommen stressfrei (was sonst nicht unbedingt der Fall gewesen sein muss) und hier werden die ganz großen Geschütze aufgefahren:

Tajikistan has declared 2018 to be the year of tourism and they seem to be serious. Immigration was a piece of cake (which apparently was usually not like that at all) and they’re going all out for it:

Doch nun… gute Nacht!

With this… good night!

Barbara

A Day in… DUBLIN!


Im Anschluss an einen dienstlichen Termin habe ich einen Tag in Dublin verbracht – und die Stadt hat alles daran gesetzt, mich zu überzeugen! Sogar die Sonne war mit im Spiel, allerdings hatte ich sie auch herausgefordert: Schirm dabei, Sonnenbrille, Sonnencreme und -hut aber bewusst zuhause gelassen. Ich weiß, wie man das Schicksal in die richtige Richtung drückt 😉

I had come to Dublin on business but decided to add a day to explore – and the city did all in its might to be loveable. Even the sun was out to greet me, but then I had challenged the weathergod: brought an umbrella but left sunglasses, suntan lotion and a hat at home. I know how to manipulate fate 😉

Wir hatten eine private Unterkunft östlich des Zentrums, im Bereich der Grand Canal Docks gefunden (mehr oder weniger Teil des Google-Geländes) und noch vor 9 Uhr habe ich mich Richtung Norden Richtung River Liffey aufgemacht, wo es viele interessante Neubauten zu bewundern gab und solche, die noch im Werden sind (siehe oben), außerdem Möwengeschrei und glitzerndes Wasser, was ein sofortiges Urlaubsgefühl unterstützt.

We had found private accommodation to the East of the center in the Grand Canal Docks area (more or less part of the Google premises, it seemed) and I started out the day walking North towards the River Liffey a little before 9 a.m. There were loads of interesting new buildings to look at and some that are still getting there (see above), and then the cries of the seagulls and the sun making the water and the buildings sparkle – an instant feeling of vacation.

In der Touristeninformation hatte ich Broschüren für selbstgeführte Rundgänge gefunden und mich morgens spontan für den nördlichen Teil entschieden – der mich dann aber nicht wirklich gefesselt hat, so dass ich relativ schnell wieder zurück südlich des Flusses unterwegs war. Allerdings nicht ohne für mich festgehalten zu haben, dass das EPIC – Irish Emigration Museum den ersten Platz auf der to-do-Liste bei einem Regentag haben wird.

At the tourist office I had found a number of leaflets with self-guided tours and that mornng I spontaneously decided to do one north of the river. Alas, it somehow didn’t manage to keep my attention so that I crossed one of the many bridges again soon and continued my explorations South of the river. But I took a mental note of the EPIC – The Irish Emigration Museum: top 1 spot on a rainy day.

Ich sag’s sicherheitshalber schon mal: hier kommen noch ganz viele Fotos. Es mag nur ein Tag gewesen sein, aber ich habe fotografiert, bis der Akku leer war. Südlich der Liffey habe ich zuerst den Campus des 1592 gegründeten Trinity College angesteuert. Man kann sich das als ruhig und beschaulich vorstellen und vielleicht ist es das auch manchmal – aber ganz offenbar nicht an einem Samstag im Juli: Horden von Touristen und ganze Schulklassen aus so ziemlich allen Ländern Europas. Doch die meisten schafften es gerade mal bis zum Campanile, weiter drin wurde es ruhiger.

Just so you know: this post is extremely picture-heavy. It may have been only a day but I took pictures until the battery pack was dead. South of the Liffey again I headed for the campus of Trinity College, founded in 1592. You may envision it as a quiet and contemplative place and maybe it really is sometimes. But apparently not on a Saturday in July: hordes of tourists and large groups of students from all over Europe. But most of them only made it to the campanile – further in it grew much quieter.

Vielleicht stehe ich mit der Meinung ja allein da, aber muss man Fahrradfahrer darauf aufmerksam machen, dass Straßenbahnschienen ein Alptraum sind? Ich denke, das wissen die ganz gut selbst. Ich persönlich fühle mich – wenn – dann eher von den motorisierten Verkehrsteilnehmern zu Manövern gezwungen, die im Beisein von Straßenbahnschienen nicht anzuraten sind… aber auf jeden Fall sind sie zweisprachig, die Schilder – wie alle offiziellen Schilder hier. Ich hätte gesagt, in Gälisch, aber die Iren sagen, es sei Irisch.

Maybe it’s me but is it really necessary to tell cyclists that tram tracks are a nightmare? I think they all know. If at all, I feel pressured into maneuvers not appropriate in the presence of tram tracks by motorized road users… but at least the signs are bi-lingual – like all official signs here. I would have called it Gaelic but apparently the Irish call it Irish.

Doch weiter im Stadtrundgang. Nächster Stop: Temple Bar, die Partymeile. Dort waren wir auch schon am frühen Vorabend zum Essen – und das hat dann auch gereicht. Am Samstag jedoch gab es den Temple Bar Food Market mit unzähligen Köstlichkeiten, sowie in einer Querstraße auch einen Handwerkermarkt. Keine Sorge, ich war nur mit Handgepäck angereist, musste mich also zurückhalten! Deswegen habe ich mich auf den oft unglaublichen Blumenschmuck konzentriert:

But let’s move on with the tour of the city. Next Stop: Temple Bar, where you’ll find the highest density of pubs. We’d already been there in the early evening the night before to have dinner – and that was enough. But Saturday also features the Temple Bar Food Market with oh so many wonderful delicacies. Down another road, there was also a craft market. Don’t worry: I was traveling on a carry-on bag only so I had to abstain! Instead, I focused on the often amazing flowers:

Die Stadt war insgesamt voller gut gelaunter Menschen und deutlich voller U2-Fans aus aller Welt, die zum großen Konzert am Abend angereist waren. Und selten habe ich so viele Straßenmusiker erlebt – und die meisten so gut, dass man gerne länger verweilt hätte. Man läuft ständig summend durch die Gegend. Etwas mehr gehört habe ich von CeZar, der vor dem Kaufhaus spielte, das wir zweimal als Treffpukt ausgemacht hatten, spielte. Hört mal rein! Ich bin dann los in nicht einen nicht ganz so geschiegelten Teil Dublins, wo es neben netten Cafés und Charityläden (Secondhand Bücher… ja, ich habe sie alle nach Deutschland gebracht) auch noch nicht gentrifizierte Häuserfronten gibt.

The city was filled to the brim with good-humored people and very obviously U2 fans from all over the world, who had come for the big concert to take place that night. And I can’t recall ever having come across so many buskers – and good ones at that, I could have spent all day just standing there and listened but at least found myself humming all kinds of tunes all day. I heard a little more from CeZar who happened to play outside a store that we used as a meeting point. Check him out here! But I continued to a part of Dublin that isn’t quite as posh, to find nice cafés, charity stores (second hand books… yes, I did manage to bring them all back to Germany) and not yet gentrified houses.

Auf dem Rückweg habe ich noch einen Teil des mittelalterlichen Viertels mitgenommen… auf der Touristenkarte ist es mit „Wikinger-Viertel“ umschrieben. Zu diesem Themenbereich habe ich aber nur das sicher gute Dublinia Museum finden können (in das sich gerade geschätzte drei Schulklassen aufmachten) und habe stattdessen nur die Christ Church Cathedral, ebenfalls einer Invasion von Schulklassen unterworfen, umrundet. Obwohl mich der Turm gereizt hätte – ich war auf der Suche nach einer Möglichkeit zum Blick von oben.

On my way back I had a look at the medieval quarter… on the tourist map it’s called the „Viking quarter“. The only thing I could find that related to Vikings was the Dublinia Museum (which was just being entered by about three groups of students) so I had a walk around Christ Church Cathedral instead – which was also under siege by several student groups. Climbing the tower was tempting, though, as I had been looking for a chance to get a bird’s eye view.

Durch Temple Bar kam ich auch nochmal, in der anderen Richtung, und entdeckte, dass es auch in Dublin Elche gibt:

I came through Temple Bar one last time and found out that there are moose in Dublin, too:

Dann war es Zeit für eine richtige Pause und ich habe mich den vielen Menschen angeschlossen, die das in St. Stephen’s Green machen. Schuhe aus, Jacke ausgebreitet, Buch ausgepackt… und habe ein Nickerchen gemacht. Man wird ganz offensichtlich nicht jünger.

Then it was time for a real break and I did as many people were doing in St. Stephen’s Green: took off my shoes, used my coat for a blanket, got out a book… and dozed off. Well, nobody gets any younger, right?

Und so kam ein wunderbarer Tag in Dublin langsam zu einem Ende… macht Lust auf mehr, Dublin und Irland insgesamt!

And this was how a wonderful day in Dublin came to its end… but I’d love to see more of it and Ireland in general!

Barbara

Besuch / Visitors in Bonn

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Auf diesen Besuch hatte ich mich sehr gefreut. Wahrscheinlich, weil er über die Jahre gesehen so unwahrscheinlich war. Ich muss etwas ausholen. 1994 saß ich zum Auftakt meines AuPair-Jahrs in einem Flieger nach New York, neben mir die Schwedin Annika. Drei Tage haben wir dann in New York eine „Orientation“ besucht, die Stadt besichtigt und CATS geguckt. Das nächste Mal trafen wir uns 2001 auf einen Kaffee in London, da dann schon mit ihrer Tochter im Buggy. Dazwischen und danach bestand der Kontakt aus den jährlichen Weihnachtsgrüßen. Im Vorlauf zu meinem Schwedenurlaub letztes Jahr habe ich mich gemeldet und es kam zu einem Treffen – ein Grillnachmittag in Småland, Tochter nun 16, dazu ein Sohn und der dazugehörige Vater. Tja, und jetzt kam es zu einem Gegenbesuch in Bonn: ein verlängertes, kinderfreies Wochenende im Rheinland.

I had been looking forward to this visit very much. Probably because it had been so unlikely if I look back at how our friendship has developed of the past decades. Let me elaborate a bit on this. At the outset of my AuPair stay in 1994 I found myself seated next to Annika, a Swedish girl, on a flight to New York. We spent three days doing an orientation there, doing some sightseeing and seeing CATS. The next time we met, it was for a coffee in London in 2001, her little daughter joining us in a stroller. In between and ever since then, we were in touch only via annual Christmas greetings. When I was planning my vacation in Sweden last year, I got in touch out of the blue and we met – for a gorgeous afternoon barbecueing in Småland: with the now 16-year old daughter, a son and the Dad. So now this was the adults only return visit to Bonn: an extended weekend by the Rhine.

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Nach geschätzten 12 Jahren bin so auch noch mal ins Beethoven-Haus (oben) geraten, das selbst in dieser wahrscheinlich am wenigsten besuchten Jahreszeit alles andere als verwaist war. Zum allerersten Mal in 20 Jahren Bonn war ich dann anlässlich des Besuchs in der Namen-Jesu-Kirche. Bislang war sie immer entweder eingerüstet oder geschlossen, ob „einfach so“ oder weil sie jahrelang aufwändig für 7,6 Millionen Euro renoviert wurde. Ich fand sie wunderschön – und wo hat man schon mal einen „aktiven“ Friedhof in der Krypta?

After what must have been about 12 years, I finally made it to the Beethoven Haus (above) again. Despite this being (I suppose) the most quiet time of the year tourist-wise it was anything but deserted. And for the first time ever in the 20+ years I’ve lived in Bonn this visit also featured a look at the Namen-Jesu-Church nearby. It had always been either covered in scaffolding or closed, either „just like that“ or because it had undergone extensive renovations worth 7.6 million Euros for many years. I really liked the interior – and I can’t remember ever having been in a church with an „active“ graveyard in the crypt.

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Im Anschluss sind wir nach Brühl gefahren, um uns die Schlösser Augustusburg und Falkenlust anzusehen, die eine UNESCO Welterbestätte sind. Die Führung in Augustusburg war sehr interessant – ich muss vor etwa 10 Jahren schonmal dort gewesen sein, konnte mich aber nur an das vollkommen irre Treppenhaus erinnern. Die Führerin hatte auf alle Fragen eine Antwort. Der Audioguide, auf den meine Gäste zurückgreifen mussten, war allerdings deutlich weniger detailliert. Wir haben uns dann auch noch auf den Weg zum Jagdschloss Falkenlust gemacht, das man nach einem halbstündigen Spaziergang durch den Park erreicht. Fotos in den Innenräumen nicht erlaubt… also macht euch auf und besucht Brühl!

We then took the train to Brühl (about 15 minutes) to visit the Augustusburg Palace and the Falkenlust Hunting Lodge, which are a UNESCO World Heritage Site. The guided tour of Augustusburg was immensely interesting – I had been there what must have been about 10 years before but the only thing I still remembered was the insane grand staircase. The guide knew the answer to every question. The audioguide which my guests had to rely on turned out to be less detailed – by far. We went on the half hour walk through the park to see the Hunting Lodge as well. Photography is not permitted inside… so get ready to go see it yourself!

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Sonntags blieben wir trocken und haben sogar ein bisschen Sonne gesehen, auf dem Weg nach Königswinter und auf den Drachenfels. Trotz der Bewölkung konnten wir bis Köln sehen und sogar den Dom ausmachen, den die Gäste schon freitags, während ich noch im Büro schmachten musste, besucht hatten. Auch hier die Feststellung, dass für einen wettermäßig durchwachsenen Tag im Februar ganz schön viele Leute unterwegs waren – das neue Restaurant schien gerade die richtige Größe zu haben. Im Sommer wird es wohl aus allen Nähten platzen. Aber architektonisch finde ich die Neugestaltung sehr gelungen.

No rain on Sunday and even a little sunshine here and there on our way to Königswinter and the Drachenfels. Despite the clouds we could see all the way to Cologne and could even make out the cathedral which my guests had visited on Friday already when I was still working. And again I found it amazing to see the number of people out and about on this not exactly inviting February day – the new restaurant was just the right size. I guess it will be bursting at the seams in the summer. I have to say, though, that I really like how they have redone the place architecturally.

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Immer wieder erfreue ich mich an Schildern in englischer Sprache aus aller Welt, zuletzt zum Bespiel an diesen. Doch auch am Drachenfels gab es ein Foto-Motiv, denn hier wird vor dem Leben gewarnt, so dass es in der Summe eigentlich eher eine Einladung ist – denn wer will sein Leben nicht gelebt haben? Man könnte es als fremdländischer Tourist durchaus auch erhellend finden, dass der Eselspfad bspw. als Donkey Trail übersetzt würde… aber ich bin mal wieder ein Korinthenkacker.

If you visit this blog regularly you will know that I often get a kick out of English-language signs from all over the world, most recently here. Drachenfels now also features a motif worth mentioning as there is a DANGER OF LIFE! which I find inviting rather than deterring – because I do want to live life „and not, when I came to die, discover that I had not lived“ (Thoreau) Also, a tourist not well-versed in the German language might find it interesting to know that the Esels-path is in fact a donkey trail – which is a reference to an old tradition at Drachenfels. Okay, it seems to be a nitpicking kind of day…

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Nicht unerwähnt bleiben soll auch unser Besuch des Semesterabschlusskonzerts des Jazz Chors der Uni Bonn in der Trinitatiskirche in Endenich, wo es brechend voll war – und das aus gutem Grund (bei Interesse: am 8.2. gibt es ein weiteres in der Aula der Uni). Vom letzten Jahr habe ich einen Eindruck vom Konzert an gleicher Stelle gefunden:

We had a great evening attending a concert of the Jazz Choir of Bonn University at Trinitatis Church in Bonn-Endenich on Friday, where there was standing room only. I have found this clip from a concert last year at the same venue:

Also man kann sagen: ein rundum tolles Wochenende… nächstes Mal dann noch mit Sonne und es wäre kaum zu toppen 🙂 Gute Nacht!

I guess it’s safe to say: an enjoyable weekend… next time we add some sun to the equation and that will leave nothing to be desired 🙂 Good night!

Barbara

A Couple of Days… in KARLSKRONA and KALMAR

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Vor Blekinge gibt es auch einen Schärengarten – der südlichste in Schweden. Er umfasst ungefähr 1000 Inseln. Da wollte ich, wenn das Wetter es denn zuließe, eine kleine Fährrundfahrt machen. Das Wetter spielte mit, aber die Auswahl war, da immer noch Nebensaison, nicht groß und so bin ich nach Karlskrona gefahren, um dort um 10 Uhr loszukommen. Abgesehen vom besten Wetter überhaupt, hat es mich allerdings nicht vom Hocker gehauen. Ich glaube, ich habe mir das alles „enger“ vorgestellt. Aber bei Sonne auf dem Wasser reicht ja eigentlich schon.

The Baltic Sea bordering Blekinge province has its own archipelago of about 1,000 islands – the Southernmost and I assume least well known in Sweden. I had thought of going on a boat ride through it, weather permitting. Well, the weater permitted generously but this still being low season the choice was not large, so I went to Karlskrona to board a trip leaving at 10 am. I have to say, though, that apart from the weather I wasn’t much taken with it. I think I have imagined this to be more crowded island-wise. But being on the water when the sun is shining is usually suffient to create this „vacation feeling“.

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Karlskrona als Stadt bin ich nicht gerecht geworden. Hier spielt dann ein bisschen der Vorabreisewahnsinn rein, in dem ich nicht annähernd das habe vorbereiten können, was ich normalerweise so mache. So dachte ich, ein Stündchen durch Karlskrona streifen wird’s schon tun – Fehleinschätzung. Ich bin mehr oder weniger durch diese Barockstadt geirrt, ohne jeden Plan und bin dann unzufrieden aufgebrochen. Unzufrieden, weil ich gemerkt habe, dass das viel mehr drin gewesen wäre – aber Kalmar rief.

I didn’t do the city of Karlskrona justice. Part of it was certainly due to the utter madness that reigned before I left for vacation and which kept me from going into proper preparations. A short stroll through Karlskrona would be sufficient – or so I had thought. Major misjudgment. I was walking the streets of this baroque city without orientation and then decided to leave as planned – but not satisfied at all. I think that was because I realized how much more there would have been to discover – but it was Kalmar next.

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Kalmar hat mir sehr gefallen – da kann man gut einfach abhängen und an den verschiedensten Orten sitzen oder liegen und lesen oder wegdämmern. Machen auch genügend Leute. Die Straßen mit all den alten Gebäuden zu durchstreifen macht mindestens genauso viel Spaß… wie auch das dreistöckige second-hand-Kaufhaus, wo ich mir gleich mal einen Reisewecker für SEK 10 (etwa 1,10 Euro) zugelegt habe, da mein alter Knochen von Handy, der nur zu diesem Zweck und als Packstation-Bedienelement dient, sich irgendwo verabschiedet hatte.

I really enjoyed Kalmar – a good place to just chill, in all kinds of places where you can just sit or lie down to read or nod off. Which many people do. It’s at least as much fun to walk the streets lined with a seeminly neverending number of historically remarkable buildings. Or the three-story second hand store, where I spent SEK 10 (about 1.10 Euros) on a travel alarm clock as my ancient mobile phone, which is only ever used as an alarm clock, decided to part with me somewhere.

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Das Schloss von Kalmar ist ein Muss und darauf hatte ich mich besonders gefreut. Die ganze Hektik in Karlskrona war allerdings umsonst, denn es machte schon um 16 Uhr zu (Nebensaison, wie gesagt). Also weitere Reiseplanung überdacht, die Astrid Lindgren-Gedächtnis-Schleife, die ich für den nächsten Tag geplant hatte, aus dem Programm genommen und alles auf Kalmar.

The Kalmar Castle is a must-see and I had been very much looking forward to it. All the stress about leaving Karlskrona turned out to be unnecessary as the castle closed its doors at 4 pm already (low season – again). So I quickly had a look at my further planning and decided to scrap the Astrid Lindgren-loop I had planned for the following day in order to have more time for Kalmar and the castle in particular.

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Ein Teil war nicht zugänglich, weil eine Schule den Grünen Saal für ihre Abiturfeierlichkeiten angemietet hatte. Es hat die Besichtigung aber nur unwesentlich beeinträchtigt, denn es gab genug anderes zu bestaunen. Besonders gefallen hat mir, dass in vielen Räumen „Leben“ drin war: eine voll gedeckte Festtafel, in der Küche brodelten die Töpfe, ein Schreibtisch sah aus, als sei der Herr des Hauses nur mal schnell für kleine Jungs.

Part of the castle was not accessible as a school had rented the Green Hall for their graduation ceremony. It didn’t take too much away from the visit – there were enough other things to look at. I particularly liked the fact that some rooms were infused with „life“ somehow: a fully equipped dinner table, boiling pots in the kitchen, a desk that looked as if the king had just gotten up to use the bathroom – or whatever it would have been he used.

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Die vielen Lupinen habe ich ja bereits erwähnt: aber auch den Fliederdurft, der hier oft in den Straßen liegt? Es war mir nie aufgefallen, wieviel Flieder in Südschweden rumsteht. So auch im Stadtpark von Kalmar, der die Stadt mit dem Schloss verbindet (oder vielleicht ist sie nicht mehr Teil des Parks, die Promenade gegenüber):

I have already mentioned the many seas of lupines: but also the scent of lilac that hovers over many places? I never took note just how many lilac trees there are around in Sweden. The city’s park – or maybe it’s not the park anymore but the esplanade vis-à-vis? – features a whole alley:

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Der Park an sich wird von vielen zum Sonnenbaden benutzt – wo die Sonne scheint. In anderen Bereichen ist er wunderbar kühl… und wer hätte gedacht, dass ich das in einem Schwedenurlaub Anfang Juni positiv hervorheben würde. Noch nie vorher gesehen: der Taschentuch-Baum (Davidia involucrata):

The park is frequented by many who wish to sunbathe – where the sun shines. In other parts it’s wonderfully cool… and who would have thought that this is a feature I mention in the context of a vacation in Sweden in eraly June. Never seen before: the handkerchief tree (Davidia involucrata):

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Hier war die Unterkunft ein B&B – keine Privatunterkunft über airbnb. Ich hatte mich ein bisschen über den Namen gewundert, Kattrumpan’s B&B… was soviel heißt wie B&B des Katzenhinterns. Aber so heißt die Altstadtinsel! Das Frühstück war top und so ging’s dann ohne Mittagessen am frühen Nachmittag weiter nach Småland… dazu bald mehr!

I didn’t stay in a private home in Kalmar, but a B&B. When I booked it I wondered about its name, Kattrumpan’s B&B which means something like „B&B of the cat’s behind“. But that is what the old town is called! The breakfast was excellent and so I skipped lunch to continue into Småland in the early afternoon. More about that… soon!

Barbara

A Day in… MALMÖ!

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Auch wenn Malmö ebenfalls ein Hansekontor war – ich bin mit der Stadt trotz hoher Temperaturen und bei schönstem Sonnenschein nicht warm geworden. Ich konnte mich schon nicht erinnern, während des Austauschsjahrs mal dort gewesen zu sein und hatte jetzt das Bedürfnis, das nachzuholen. War überflüssig, so rein aus meiner touristischen Sicht. Da hätte ich mir ganz andere Dinge ansehen können.

Even though Malmö used to be part of the Hanse, I didn’t warm to it, despite high temperatures and wonderful sunshine. I couldn’t remember visiting it during that whole exchange year and now felt it was high time I did. It wasn’t worth it, from my tourist’s perspective – I could have done much more interesting things instead.

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Nicht überflüssig hingegen war das Treffen mit einer weiteren Freundin, die für den Tag aus Kopenhagen rübergekommen war. Nicht, dass wir uns nicht gerade erst vor einem guten Monat in Kopenhagen gesehen hätten – aber man muss ja sozusagen die Fest feiern wie sie fallen.

It wasn’t a waste of time, though, as I met another friend who had come over from Copenhagen for the day. Not that we hadn’t met only a good month before in Copenhagen but you have to make use of every opportunity.

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Ich will nicht sagen, dass Malmö nichts zu bieten hat – das wäre sicher Quatsch. Aber vielleicht war das Angebot nicht das für uns passende an dem Tag. Das Malmöhus Slott (oben), wo wir uns morgens getroffen haben, beherbergt einige Museen und die aktuellen Ausstellungen schienen durchaus sehenswert. Nur: wer will sich bei dem Wetterchen in klimatisierten Räumen aufhalten?

I don’t want to claim that Malmö has nothing to offer – that would certainly be ridiculous. But maybe the offer didn’t meet the demand that very day. Malmöhus Slott (above) houses a number of museums which currently have very interesting exhibitions. But: who wants to wander about in airconditioned rooms when it’s the perfect summer day outside?

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Und es gibt reichlich moderne Architektur zu bewundern, die mich in ihrem Zusammenspiel mit alten Gebäuden an mancher Stelle an Boston erinnert hat. Der Turning Torso war mir schon bekannt. Ich finde solche einzelstehenden Wolkenkratzer nur immer etwas seltsam. Es ist zwar davon auszugehen, dass auch New York mal mit einem ersten Wolkenkratzer angefangen hat – aber sicher nicht mit einem, der alles andere gleich um soviel überragt hat. Und ich kann mir nicht vorstellen, dass er so bald Gesellschaft von vielen anderen bekommt. Ist halt doch nicht New York oder Dubai.

There’s lots of modern architecture to admire which in some cases reminded me of Boston, when they were right next to quite obviously historical buildings. I had heard of the Turning Torso before. I find these single high-rises a little strange. I mean, I guess New York City started out with the first of its kind at some point, too – but surely not with one that was so much higher than everything else around it. And somehow I have difficulty imagining that this one is going to be with „friends“ any time soon. It’s not NYC or Dubai after all.

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Das Viertel Västra Hamn, wo auch der Turm steht, ist offenbar das, wo wiederbelebungsmäßig gerade der Bär steppt – ein weiteres Beispiel für „waterfront redevelopment“. Wasser ist natürlich immer gut und so sind wir nett entlangspaziert, eigentlich auf dem Weg zum Turm, dann aber hängengeblieben, wo die Menge auch hängenblieb zum Sonnenbaden und dem ersten Eintauchen in den Öresund. Wir haben es beim Eintauchen der Füße belassen. An den Turm sind wir dann nie gekommen, weil es irgendwann Zeit wurde für den Rückweg.

The Västra Hamn neighborhood is the one to be part of these days – another example of waterfront redevelopment. Being by the water is of course always desirable so we strolled along the Öresund, actually heading for the Turning Torso, but then joined the crowds of sunbathers and those who took a first dip in the Öresund. We left it at dipping our feet in it. We never reached the tower as at some point it was time to return.

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Der Zug fuhr nach Kopenhagen – und ich weiter nach Ystad. Bald mehr!

The train went back to Copenhagen – and I continued to Ystad. More to come!

Barbara

A Couple of Days in… LUND!

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Die Fährüberfahrt nach Schweden hat problemlos geklappt und nach all dem trüben Wetter bin ich in Trelleborg bei gleißendem Sonnenlicht von Bord gefahren und gleich durchgedüst nach Lund. Lund ist ein Ort am südlichsten Zipfel Schwedens, ein bisschen nördlich von Malmö. Für mich ist er bedeutend, weil ich dort vor vielen Monden mal ein Jahr studiert habe. 2002 war ich nochmal dort und seitdem nicht mehr. Deswegen wird das jetzt vor allem ein Nostalgie-Post… der am ehesten was ist für meine Freunde von damals – Kommentare willkommen!

The Baltic crossing to Trelleborg was uneventful and when I got there the dull weather of the previous days was all but forgotten: I drove off the ship in bright sunshine and floored it all the way to Lund. Well, as far as you can floor it, that is… speed limits abound. Lund is a city at the southernmost tip of Sweden, a little north of Malmö. For me it carries significance as I studied here for a year many moons ago. I had returned for a visit in 2002 but that was the last time. So this is bound to be a post reveling in nostalgia… friends from the Lund days will probably enjoy it most – comments welcome!

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Als erstes bin ich in ein neueres Wohngebiet gefahren, wo eine Freundin, die in Schweden geblieben ist, nun mit ihrer Familie lebt. Da gab es schon mal ein leckeres Barbecue – und auf dem Weg dorthin (im Norden der Stadt), die Feststellung, dass die Zahl der Firmen, die dort angesiedelt waren, sich vervielfacht haben muss. Es schien mir deutlich größer und die Gebäude deutlich höher als ehedem. Aber dann ging es auch schon ins Zentrum der Stadt und nach einem Besuch in Mormors Bageri zu Princesstårta und Kaffee trennten sich unsere Wege wieder. Vorläufig.

The first thing I did was go see a friend who stayed on in Sweden and now lives there with her family in a rather new residential area of Lund. Well… new-ish. I was treated to a yummy barbecue – and on the way there (in the north of the city) my impression was that the number of companies that have settled in that area must have multiplied. It appeared much bigger – and the new buildings taller than what I remembered. But then we went to the center of the city and after a visit at Mormors Bageri for Princesstårta and coffee our ways parted. For the time being.

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Vorher war ich noch schnell in meiner äußerst empfehlenswerten Unterkunft gewesen, wo ein Leihfahrrad inklusive war – und machte den Fehler, den Stadtplan dort zu vergessen. Irgendwann kam ich dann am Mårtenstorget an, wo es zu meiner Enttäuschung keine Pølserbude mehr gibt. Nicht, dass Pølser an sich ein Hochgenuss wären, aber so auf die guten alten Tage hätte ich schon noch einen genommen. Jetzt gibt’s eine Kebab-Bude, die wahrscheinlich besser ist, aber nicht das richtige war für den Tag. Und Leihfahrräder gibt es dort auch, für sehr erschwingliche 25 SEK für 3 Tage (ca. 3 Euro). Ich denke immer noch, dass ich das falsch verstanden habe.

Before that, I had made a quick visit to the place where I was going to stay for two nights (highly recommended) where a bike was part of the deal. And then I forgot the map there. I somehow reached Mårtenstorget a lot later than necessary and discovered that the pølser stand was gone. Not that pølser as such were a delicacy but I would have liked to have one for old time’s sake. Now it’s a kebab stand which is very likely a whole lot better but it just wasn’t the right time for kebab. And you can now easily get bike rentals there… apparently at 25 SEK (about 3 Euros) for three days but somehow I still think I must have gotten something wrong there.

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Das Universitätsgebäude habe ich problemlos finden können – aber insgesamt bin ich erstmal eine geraume Zeit total desorientiert durch die Innenstadt getorkelt und war fassungslos, dass ich es so schwer hatte, mich zurecht zu finden. Jetzt kann man sagen, okay, 14 Jahre sind auch eine lange Zeit… aber trotzdem, ich habe so Dinge eigentlich gespeichert. Und dann kam so langsam ein Kopf dran, als ich verstanden habe, dass Åhléns, quasi der Kaufhof Schwedens, umgezogen war. Offensichtlich war das auf meiner „mental map“ ein wichtiger Bezugspunkt. Dom? Viel zu einfach – dann lieber Åhléns, wo ich, zumindest in meiner Erinnerung, nicht wirklich häufig eingekauft habe. Apropos Dom. Auf der Sonnenseite sitzen immer noch Studenten und andere Sonnenanbeter (siehe oben). Diese Seite guckt nun auf ein neues Gebäude(teil), und ich habe lange davor gestanden und überlegt, ob ich es gelungen finde. Ich bin zu der Überzeugung gekommen: leider nicht.

It was easy to find the University – but in all I was stumbling through the center like a decapitated hen (as we so graphically put it in German) for a while and just couldn’t believe that I had such a hard time finding my way around. You might say, well, it’s been 14 years after all… but still, I usually remember things like that. And then suddenly I realized what at least partly caused the problem: Åhléns (a department store chain) had moved. Apparently, it was a very important landmark on my mental map. The cathedral? Way too easy – then I’d rather use Åhléns, where I didn’t even shop that much… at least if my memory is not playing games with me. Talking about the cathedral, though. There are still scores of people frequenting the built-in benches (and now also movable stools) on its sunny side (see on top). This side now faces a new building (part of a building) and I have spent a while standing there and wondering whether I find it appealing. I finally decided to give it a thumbs down.

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Und auch die Tatsache, dass es das gelbe Gebäude umschließt um dann an der Kyrkogatan eine weitere Front zu bilden, hat mich nicht gewinnen können. Also, der Grundriss vielleicht schon, aber diese „Kupfertonne“ – nein.

The fact that it sort of snakes around the yellow brick building to end up having another front on Kyrkogatan couldn’t win me over. Well, maybe the ground plan but this „copper barrel“ – no.

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Ein weiterer Punkt in der Kategorie „das kann doch gar nicht sein“ war der Botanische Garten. Ich kann mich weiterhin nicht erinnern, dort jemals gewesen zu sein. Vielleicht war ich da noch nicht zum Blumen-Fanatiker mutiert… aber dass ich nicht einmal da gewesen sein soll? Aber wie sollte ich mich nicht an diesen malerischen Teich erinnern – wo es zudem noch ein nettes Café gibt?? Rätsel über Rätsel.

Another one in the unbelievable category: the Botanical Gardens. I have no recollection whatsoever of ever having set foot in it. Maybe I hadn’t become this flower-loving maniac yet? But really – just general curiosity would make you visit at least once? Wouldn’t it? How can I not remember this picturesque pond – with a cute little café right beside it?? Another mystery.

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Unterwegs in der Sölvegatan wurde sehr klar, dass der akademische Aspekt dieses Austauschjahrs nicht im Vordergrund stand… ich habe das Geografische Institut nicht wiedergefunden. Doch ach: ich fand ein Geozentrum I und ein Geozentrum II und glaube, mich dunkel zu erinnern, dass von diesen neuen Gebäuden damals schon die Rede war. Nur: der wunderbare Altbau, in dem die Geografen damals unterkamen, wird ja wohl kaum abgerissen worden sein?! Kurz vor der Dehydrierung stehend habe ich die Suche abgebrochen und am „Gamla Kirurgen“ blitzten mir Erinnerungsfetzen durch‘s Hirn – Kristoffer war dabei und Holly. Sven vielleicht auch. Aber warum wir da waren oder ähnliches… keine Ahnung.

Cycling up and down Sölvegatan I had to face an uneasy truth: the academic aspect of this exchange year was only a backdrop to everything else. I couldn’t find the Geography Department. But I found a Geo Center I and Geo Center II and I believe I remember that these buildings were being planned way back then already. The fact remains that the wonderful old building that used to house the geographers very certainly wasn’t torn down?! I was getting dehydrated and aborted the search and while passing „Gamla kirurgen“ I had a memory flash of some event there – Kristoffer participated and so did Holly. Maybe Sven also. But why we were there? No idea.

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Keinen Neubau gab’s von Sparta, dem Studentenwohnheim, in dem ich untergekommen war. Architektonisch dem Brutalismus zuzuordnen und darauf basierend denkmalgeschützt, wurden uns Verschönerungsmaßnahmen untersagt (wir hatten überlegt, den Balkon hellgelb zu streichen). Jetzt ist der Beton mintfarben und nicht mehr grau, was seiner Hässlichkeit allerdings keinen Abbruch tut. Vier dieser Blöcke stehen hintereinander und wirken wie ein Hochsicherheitsgefängnis – es wird auch weiter als Knast bezeichnet, wie mir ein eher kürzlich graduierter Student über einem Kaffee berichtete. Die Wohnbereiche sind nur noch per Zahlencode erreichbar… ich bin mir ziemlich sicher, dass alles bis zu den Briefkästen offen zugänglich war und an der Flurtür ein stinknormaler Hausschlüssel ausreichte. Ich hätte sonst mal irgendwo geklopft und gefragt, ob ich auch drinnen mal gucken kann.

Unfortunately, Sparta – my former dorm – has not moved to new premises. The architectural style (yes, there is a „school“ behind this monster) is called brutalism and because of that it’s a listed building. That’s why we were not permitted to even paint the balcony in yellow, as we requested at the time. Now the concrete is mint colored and not gray anymore but it doesn’t take away any of its ugliness. Four of these blocks are lined up next to each other and have the appeal of a high security prison – and it’s still called the jail as a rather recently graduated student told me over a cup of coffee. You can only reach the dorms with a code now… I’m pretty sure that 17 years ago you had free access to the mailboxes and then a simple key was sufficient to enter. I would have loved to knock on some dorm’s door and ask to have a look inside, too.

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Ein weiterer Dreh- und Angelpunkt in diesem Austauschjahr war das Kulturen. Es ist ein Freilicht- und anderes Museum mit einem Restaurant, wo wir immer einen Stammtisch hatten, nur Austauschstudenten, die sich aber stoisch nur auf Schwedisch unterhalten haben. Zu einem Stammtisch hat es nicht gereicht, aber hier ist mir meine Freundin wieder über den Weg gelaufen, die eigentlich an dem Wochenende schon Familienbesuch hatte, in den ich ein bisschen reingegrätscht habe – wie noch zwei weitere Male in etwas mehr als 24 Stunden. Lund ist ein Dorf…

Another center of gravity during that exchange year was Kulturen, a (not only) open air museum with a restaurant where we used to have a weekly get-together of exchange students who stoically conversed in Swedish. Or tried to. There was no get-together of the kind now but I happened to meet my friend again who was actually hosting family already on that weekend… I crashed the party, so to speak – and met her two more times in a little more than 24 hours. Lund is a village…

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Neben den aus verschiedenen Ecken zusammengetragenen Gebäuden, die man größtenteils auch von innen besichtigen kann, hatte ich einen guten Tag erwischt (mittlerweile den zweiten in Lund): es gab ca. 3 Stunden Live-Musik, traditioneller schwedischer Art. Ich habe sage und schreibe eine Stunde auf einer Bank gesessen und den Damen und Herren gelauscht, die teils abenteuerliche Instrumente spielten, und das in immer wechselnden Zusammensetzungen. Erst waren es so 5, am Ende mehr als 20. Was will man mehr: in aller Ruhe am Teich in der Sonne sitzen, der Darbietung lauschen und an Nichts denken. Hat funktioniert.

There are the houses from different parts which you can usually have a look at from the inside as well but I had chosen a good day (my second in Lund): there were about 3 hours of live music, the traditional Swedish kind – that’s probably putting it too generally: music from Skåne, the southernmost province. I actually just sat on a bench by a tiny pond for an hour just listening to the ladies and gentlemen who in some cases played really unusual instruments – and with more and more joining in. At the start there were maybe 5, at the end more than 20. There’s nothing to be desired: sitting in the sunshine by the pond, all relaxed and listening to their concert, not thinking about a thing. It worked.

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Als ich die Fähre in Trelleborg verließ, war ich kurz davor, eine Verabredung für den ersten Tag „nach Lund“ abzusagen, weil ich irgendwie das Gefühl hatte, die Zeit würde nicht reichen. Ich habe es dann nicht gemacht und die Zeit hat gereicht. Es wäre sicher schön gewesen, mich noch länger mit der Freundin auszutauschen, aber das war an diesem Wochenende ja eh keine Option. Es war gut, wie es war… und es stehen ja noch viele weitere Stationen auf dem Programm, manche weiter auf der Nostalgie-Schiene, andere ganz neue. Bald mehr davon! Hej då!

When I got off the ship in Trelleborg I had the urge to cancel the meeting I had planned for the first day „after Lund“ because I felt I didn’t have enough time. I ended up sticking to the plan and it was enough time after all. Of course it would have been nice to have spent more time with my friend but unfortunately, that was not an option on that very weekend anyway. It was good the way it was… and there are quite a few more destinations on my schedule, some of the nostalgic kind, others whole new ones. Much more to come! Hej då!

Barbara