A Day in… KÖLN!


Das könnte der schlechteste Beitragstitel überhaupt sein. Ja, es war ein Tag in Köln und ein wunderbar sonniger noch dazu. Ja, der Dom war mit von der Partie. Ja, es wurde am Rhein spaziert. Ja, es wurde im Brauhaus gegessen. Ja, es gab auch Karneval (im Ernst – im OKTOBER!). Aber darum ging es ja überhaupt nicht. So gar nicht. Es ging um ein Treffen.

This could easily be the worst choice of title for this blog post. Yes, it was a day in Köln (Cologne) and a wonderfully sunny one at that. Yes, the cathedral was at the center of it all. Yes, there was a stroll along the Rhine. Yes, there was lunch at a Brauhaus (brewery). Yes, there was also carnival (no kidding – in OCTOBER!). But all that is not what this day was about. It was about a meeting.

Es begann mit einer Postkarte, die ich am 21.12.2009 an eine mir bis dato unbekannte Frau in Kalifornien schickte. Was immer ich schrieb, es hat was ausgelöst. Die Frau wollte mehr wissen. Am 01. Januar 2010 hat sie mir den ersten Brief geschrieben – so einer auf Papier. Selbst gestaltetem Papier. In einem selbst gebastelten Umschlag. Ich dachte, mich TRIFFT der Schlag, als ich den im Briefkasten fand… solche Briefe verschicke ich selbst ja auch. Kurzum: seitdem gingen viele Briefe hin und her und nun war es an der Zeit für ein Treffen mit Marlene.

It all started with a postcard that I sent on December 21, 2009 to a hitherto unknown lady in California. Whatever I actually wrote, it struck a chord. That lady wanted to know more. She wrote her first letter January 1, 2010 – one of those on paper, you know, with handdrawn embellishments. In an envelope made from a page in a magazine. I was about to faint when I found it in my mailbox, I still remember that… that’s the kind of letter that I send myself. Long story short: there have been many letters crossing the Atlantic in both directions since then and now we finally had the chance to meet!

Sie war – und ist weiterhin – gemeinsam mit ihrem Mann und ihrer Schwägerin auf einer Schifffahrt den Rhein hinauf unterwegs und das Schiff legte letzten Sonntag in Köln an. Wir trafen uns vor dem Dom, wo gerade eine gebuchte Stadtführung begann, an der ich teilnehmen konnte. Wer dieser Stadtführer war und wo man ihn buchen kann, muss ich noch in Erfahrung bringen, denn der war fantastisch. Das war meine erste Stadtführung in Köln und es hat richtig Spaß gemacht. Ich wusste bspw. nicht wirklich viel über den Dom – das ist jetzt anders. Dass einer der Türme (der Vierungsturm) sich nicht an den sonst immer beachteten mittelalterlichen Bauplan hält, war mir noch nie aufgefallen. Oder anders: ich hatte ihn noch nie wahrgenommen. Ich finde, er hat was vom Chrysler Building in New York:

Marlene was – and still is – on a Rhine Cruise with her husband and sister-in-law and last Sunday the ship docked in Cologne. We met in front of the cathedral where they had just started a guided tour which I was welcome to join. I still need to find out who that guide was and where he can be booked – he was fantastic. It was my first guided tour in Cologne and it was a lot of fun. For example, I didn’t really know all that much about the cathedral but do now. I had never noticed that there’s one tower (the ridge turret) that doesn’t stick to the original medieval designs which are usually followed 100%. Or rather, I had never actually seen that tower. I think there is some resemblance, style-wise, to the Chrysler building in New York:

Bislang konnte ich mich mit dem neuen (2007) von Gerhard Richter gestalteten Fenster nicht anfreunden. Da fehlt mir die Sachkenntnis. Dieses Mal hat es mich fasziniert – es geht (für mich) nicht um das Fenster selbst, sondern um das Licht, das es verbreitet, wenn die Sonne da so richtig draufknallt. Regenbogen…

I had until last Sunday had a hard time appreciating the new (2007) window designed by Gerhard Richter. I probably lack the necessary expertise. But this time I was amazed – to me, it wasn’t about the window itself but about the light effects it produces when the sun hits it full force. Rainbow…

Geradezu erschüttert war ich, als ich auf dem Alter Markt karnevalistisches Treiben bemerkte… und nicht nur das: es waren Düsseldorfer Karnevalisten, die in Köln Party machten?! Waren die lebensmüde? Und wieso im Oktober? Reicht die Session nicht mehr aus? Später trafen wir sie vor dem Dom wieder, sie hatten ein Spalier gebildet, durch das das Prinzenpaar zum Dom schritt. Da musste ich dann doch mal Klärung herbeiführen: es ging um die Herstellung eines Videos des Motto-Songs für die kommende Session „Mir sin zesamme jeck“. Die Düsseldorfer kamen zu den Aufnahmen nach Köln und später würden die Kölner nach Düsseldorf fahren.

I was shocked to see carnival crowds on Alter Markt… and not only that: they were party folk from Düsseldorf (which is the arch enemy of Köln)?! Were they suicidal? And why in October? Is the carnival season not enough anymore? We later met them again in front of the cathedral where they were trellises for the prince and princess, walking towards the cathedral. I asked one of them what this was all about: they were filming a video of the motto song of the upcoming carnival season „mir sin zesamme jeck“ („We are silly together“… „jeck“ is hard to translate – it’s the state of mind you have to reach to enjoy carnival). The folks from Düsseldorf had come to Cologne for the shoot and later the carnival crowd from Köln would go to Düsseldorf for some more takes.

Zu Mittag gab es deftiges und Marlene traute sich sogar an ein Mettbrötchen… diverse Sorten Kölsch wurden getestet und bei Niedrigwasser im Rhein gerätselt, wie das Wasser eigentlich jemals so hoch stehen könnte, dass die Schutzwände aufgebaut werden müssen…

We had traditional German food for lunch and Marlene even tried a „Mettbrötchen“, a bun with raw pork and onions – a delicacy sometimes referred to as German sushi. A couple of different Kölsch beers were tested and with regard to the extremely low water level of the Rhine we wondered how it could ever rise so high that the protective walls need to be put into place…

Zum Abschluss standen wir sicher eine gute Stunde auf der Aussichtsplattform am Schokoladenmuseum, guckten auf den Rhein und die Deutzer Seite, und haben, nicht viel anders als in unseren Briefen, Gott und die Welt besprochen. Nur, dass Howard auch dabei war und die Unterhaltung wenn überhaupt nur noch angeregter war. Ich denke, ich muss es dann doch bald mal nach Kalifornien schaffen.

The day ended on the observation deck at the Chocolate Museum, where we easily stood for more than an hour, looking down the Rhine and at the other shore and talked about all kinds of things, not unlike the exchanges in our letters. Only that we were joined by Howard and that the conversation, if anything, was even more lively. I guess I do „have to“ go to California some time soon.

Barbara

2 Kommentare zu “A Day in… KÖLN!

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