Love is all around


Der Juni sieht seinen vierten Beitrag, yay! Und es ist mal wieder was kreatives. Ich war zur Hochzeit einer Freundin und Kollegin eingeladen und eine Karte zu kaufen war einfach keine Option. Was sich anhört, als hätte ich mich zwingen müssen, doch weit gefehlt. Es hat endlich mal wieder richtig Spaß gemacht.

June has its fourth post, yay! And this time it’s creative again. I was invited to the wedding of a friend and colleague and buying card just wasn’t an option. It sounds like I felt somehow forced but far from it. I finally had a really good time in my creative nook again.

Die Materialien waren alle vorhanden – den Schriftzug habe ich allerdings nicht selbst aus Draht gebogen, sondern von timklabim auf tauschticket.de eingetauscht. Das war der Knaller.

I had all the supplies – but I didn’t make the wire sentiment myself. I got it from timklabim on a German exchange platform, tauschticket.de. It was just perfect.

Ich hatte zwar nichts damit zu tun, aber es muss Erwähnung finden, wie wunderbar diese Hochzeit war. So viele liebevoll gestaltete Details, die Deko wunderschön… und dann noch eine Wahnsinnstorte, die eine (weitere) Kollegin gebacken hat. Ganz unten Himbeer-Zitrone mit eine Hauch Holunder, in der Mitte Schokolade und Heidelbeeren, oben auf besonderen Wunsch einen Sandkuchen. Abgesehen von lecker und an sich schön anzusehen, passte auch sie perfekt in die Deko.

I had nothing much to do with it all but I have to mention how wonderful this wedding was. So much love for detail, beautiful decorations… and then a breathtaking wedding cake, made by a(nother) colleague. The bottom layer was raspberry-lemon with a touch of elderberry, in the middle chocolate and blueberries and on top, as per special request, a Madeira cake. In addition to being delicious and gorgeous, it was a perfect match theme-wise.

Und damit wünsche ich euch noch eine schöne Restwoche!

Have a good week!

Barbara

Ein Besuch auf der…/ A Visit at… NÜRBURG


Heidenei, schon der dritte Beitrag im Juni und wir sind noch nicht mal bei der Monatsmitte angekommen. Es könnte ein Zeichen sein, dass sich die Dinge wieder normalisieren. Auch wenn ich wieder eine Woche hintendran hänge, denn der Besuch auf der Nürburg war bereits am Himmelfahrtswochenende!

Good grief, it’s the third post in June already and we aren’t even half way through yet! I take it as a sign that things are starting to get back to normal. Though I’m still behind as this visit to Nürburg Castle took place more than a week ago already.

Heribert Pohl --- Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975

Heribert Pohl — Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975
Nicht maßstabsgetreuer und nicht gesicherter Grundriss der Burg Nürburg in der Eifel

Auf 678mNN thront die Nürburg und ist damit die am höchsten gelegene Burg in Rheinland-Pfalz. Wie die anderen Berge in der Umgebung ist auch dieser ein erloschener Vulkan aus dem Tertiär. 954 findet er als „mons nore“, „schwarzer Berg“, Erwähnung, worauf der moderne Name wohl zurückzuführen ist. Sein Basalt wurde für den Bau der Burg, ab 1160 durch Ulrich von Are, verwendet. Einen Grundriss musste ich mir nochmal besorgen, denn ich Burgenunkundige ließ mich verwirren: die Vorburg ist/war viel mehr als die Kapelle, die wir vom Bergfried aus sehr gut fotografieren konnten, nämlich ein ziemlich großer, von der äußeren Ringmauer umschlossener Bereich.

Nürburg Castle sits on 678m – no other is on a higher elevation in Rhineland-Palatinate. As all the other mountains of the region, it is an extinct volcano from the tertiary that was first mentioned as „mons nore“, „black mountain“, in 954. It seems that the modern name derived from that. The basalt was used for the construction of the castle, started in 1160 by Ulrich von Are. I had to go looking for a plan again as I am somewhat clueless when it comes to castles and got confused: the outer castle is/was of course much more than the chapel that we got a good view of from the bergfried, a pretty large expanse, really, surrounded by the outer ring wall.

Schon im 16. Jahrhundert verfiel die gesamte Anlage und wurde 1587 von niederländischen Soldaten geplündert. Zwar wurde sie 1608/1612 teilweise instandgesetzt (77 Fenster wurden erneuert!), aber kurz nach der Renovierung kam es zu Sturmschäden. Der 30-jährige Krieg hatte auch hier Auswirkungen: die Burg wurde 1633 von Schweden erobert. Das war nicht von langer Dauer; 1689 wurde die Anlage von französischen Tuppen Ludwig XIV. teilweise zerstört. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage als Steinbruch genutzt, bevor 1846, 1871 und 1878 erste Sicherungsmaßnahmen erfolgten. Von der mittelalterlichen Ringmauer ist so gut wie nichts mehr übrig – aber irgendwie hat es was, dass sie heute vom NürbugRING umgeben ist, dessen Start-/Zielbereich wir inkl. des Erlebniswelt-Desasters einwandfrei sehen konnten.

The castle complex deteriorated as early as the 16h century and was raided by Dutch forces in 1587. Quite some renovation took place in 1608/1612, including the renewal of 77 windows, but shortly thereafter, the castle was severely damaged during a storm. It wasn’t left alone by the Thirty Years‘ War, either: the Swedes conquered it in 1633. It wasn’t for long, though, as the castle was partly destroyed by French forces under Louis XIV. in 1689. By the 18th centrury, it was a mere quarry until the first measures were taken to preserve what was left in 1846, 1871 and 1878. Nothing (much) is left of the outer ring wall but the irony is not lost me that nowadays the area is encircled by the NürburgRING racetrack, the start/finish area we got a good view of, too, the disastrous amusement park included.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich vollkommen abschweife: bei dem ganzen Getümmel von Niederländern, Schweden, Franzosen und wer auch immer über die Jahrhunderte hier noch so durch kam (nicht zuletzt die Römer) und mit Sicherheit auch andere als militärische Spuren hinterlassen haben, kann man sich hier ja eigentlich nur als Europäer betrachten.

I’m getting even more distracted: looking at the hustle and bustle of the Dutch, Swedes, French and whoever else passed by through the centuries (the Romans, too!) and the fact that in all likelihood they left more than just military traces, one must come to the conclusion that this is European heartland – how can you consider yourself as anything else?

Doch zurück zur Burg, wo ich neben Ruinen wie immer auch die Blumen im Auge hatte und ein IFO, ein interessantes Flugobjekt, das auf meiner Brille Platz nahm. Den Bergfried oder auch Hauptturm betritt man heute im Erdgeschoss – früher war der Zugang im Stockwerk darüber und der heutige Eingangsbereich war das Verlies und ehemals eben nur von oben zugänglich. Was für ein Alptraum, dunkel, 2,75m dicke Mauern, über hygienische Zustände will man nicht länger nachdenken… viel hoffnungsloser kann es ja nicht kommen.

Back to the castle, where flowers caught my eye, too, and a tiny IFO (Interesting Flying Object) that landed on my glasses. Today, you enter the bergfried or main tower at ground level – originally, the entrance was one floor off the ground and today’s entrance area was a dungeon and only accessible through a hole in the ceiling basically. What a nightmare that must have been, dark, 2.75m thick walls, I don’t even want to imagine hygiene… it can’t get much more hopeless than this.

Karl Meyer, 1901 (Ausschnitt), in: Losse, M. (2008): „Keck und fest, mit senkrechten Mauertürmen… wie eine Krone.“ Burgen und Festungen an der Ahr und im Adenauer Land. Regensburg, S. 127.

Da atmet man heute noch mal ordentlich durch, wenn man oben angekommen ist und den Ausblick genießen kann (übrigens durch das Stockwerk mit der Kuppeldecke auf den Fotos oben).

What a relief to reach the top, take a deep breath and enjoy the view (by the way, passing through one floor with a domed ceiling as shown on one of the pictures above).

Mit diesem Ausblick muss ich zum Ende kommen. Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine gute Woche!

This view must mark the end of this post. I wish you all a nice evening and a good week!

Barbara

„Jag gratulerar“


Die über die kreative Welt gewonnenen Leser dieses Blogs könnten zwischenzeitlich den Eindruck gewonnen haben, ich hätte mein Hobby an den Nagel gehängt. Dem ist nicht so. Es gibt momentan nur andere Prioritäten und wenn, dann meist last-minute Kreationen, bei denen ich in der Hektik das Foto vergesse oder zwar welche habe, aber dann nicht die Zeit finde, zu posten. Wie gestern kundgetan: ich habe große Pläne für den Juni 😉

Those of you who got to follow this blog via a crafting connection may have wondered by now whether I’ve said good-bye to my hobby altogether. No, I haven’t. It’s just that other issues have taken my priority list hostage and when I do get to craft, it’s usually very last minute and I forget about pictures or I do take some but then don’t find the time to post them. But as I said yesterday: I have big plans for June 😉

Während meines Schweden-Urlaubs im vergangenen Sommer bin ich ja, wie bereits häufiger erwähnt, den Loppis verfallen, den Flohmärkten. Und immer wieder die Frage: was kauft man denn da alles? Zum Beispiel alte Postkarten, von denen man denkt, sie nochmal „aufarbeiten“ zu können.

While on vacation in Sweden last summer I discovered and got lost in many a loppis, a flea market. And people keep wondering: what on earth did you buy all the time? Old postcards for example, thinking I could upcycle them.

Eine Postkarte mit dem Spruch „Ich gratuliere“ in schwedischer Sprache schien mir passend für den Abschied einer langjährigen Kollegin und Freundin, die nicht nur Schwedisch spricht, sondern auch Halbschwedin ist und sich nun im Ruhestand dauerhaft aufmacht in mein Lieblingsland. Der Urlaub 2020 steht.

A postcard with the Swedish language sentiment „Congratulations“ seemed perfect for the good-bye of a long-time colleague and friend who doesn’t only speak Swedish but is in fact half Swedish and will now make my beloved Sweden her retirement home. Sweden will see me again 2020.

Gemeinsam mit vielen (den engsten?) Kollegen haben wir ein Buch zusammengestellt, für das jeder einen oder mehrere Beiträge machen konnte – und diese Seite ist in meiner Werkstatt dabei herausgekommen. Und ans Foto habe ich erst gedacht, als es schon dunkel war und ich den Text auch schon hizugefügt hatte, deswegen der unkenntlich gemachte untere Teil. Und nun hoffe ich, ihr hattet einen guten Start in die neue Woche!

Together with many (the closest) colleagues we made a book for her. Everybody was invited to add as many pages as they wanted – and this page came from my desk. I only thought of the picture when it was already dark and the text had also already been added – that’s why the lower part is blurred. And with this I hope you had a good start into the new week!

Barbara

Dörferblickschleife / Village View Loop


Während ich gestern am ersten lauen Sommerabend des Jahres auf der Terrasse saß und die Fledermäuse über mir in einem Affenzahn kreisten, dachte ich, es sei mal an der Zeit, euch wieder mal zu berichten. Der Mai hatte ja schon ansteigende Tendenz, was die Zahl der Blogbeiträge angeht und für den Juni habe ich große Ziele.

I was sitting on the terrace last night, enjoying the first warm summer night with a bunch of bats circling overhead at lightning speed when I thought it was high time I updated you again. I was on the upward slope already in May (talking about the number of blog posts) and I have quite a plan for June.

Gute Freunde aus Bonn waren am 26. Mai hier, um ein bisschen zu wandern und sie hatten sich ganz konkret die Dörferblickschleife ausgesucht. Die führt direkt an unserem Haus vorbei, so dass es der ideale Ausgangspunkt war. Das Wetter war perfekt, sonnig, aber nicht zu warm. Erstmal geht es lange abwärts zur Kirmutscheider Kirche. Die war leider verschlossen – ein Blick hinein hätte sich gelohnt.

Good friends from Bonn came to see me May 26 and were ready for a hike. They had decided on Dörferblickschleife („Village View Loop“). It goes right by our house so it was the ideal starting point. The weather wad perfect, sunny but not too warm. At the start, it was downhill all the way to the church in Kirmutscheid. Unfortunately, the church was locked – I’m sure a peek inside would have been worth it.

Wenn ihr euch die Infos zur Wanderung unter dem Link oben anseht, lasst euch nicht abschrecken von „14 km“, „mittelschwer“ oder dem Profil, das hochalpin aussieht. Wir sind die Strecke in netto dreieinhalb Stunden gelaufen, die eine oder andere Steigung war dabei, aber nichts, was uns an den Rand der Leistungsfähigkeit gebracht hätte.

If you have a look at the description of this hike at the (German language) link above, don’t get put off by „14 km“, „medium hard“ or the elevation profile which looks like it might be alpine. We did it in three and a half hours (plus lunch break), the inclines were moderate and nothing that pushed us anywhere near our limits.

Viel in Laubwäldern und an Trier- und Wenigbach entlang ist es zumeist beschaulich, in Teilen (Barweiler bis Kirmutscheid) hört man allerdings die B258 ziemlich deutlich. Schmetterlinge gab es zu sehen, Ameisenhügel, wenige Insekten und ich bin mir nicht sicher, ob wir überhaupt eine Biene zu Gesicht bekommen haben… aber man kann mit Sicherheit sagen, dass die Mistkäfer-Population im Kommen ist.

Mostly through light deciduous forest and along the brooks Trierbach and Wenigbach, it’s quite a tranquil path. Only between Barweiler and Kirmutscheid you can hear the traffic from route B258. We saw butterflies, ant hills, few insects and I can’t remember seeing a single bee… but I think it’s safe to say that the dung beetle population is up and coming.

Vor Pomster gibt es eine Aussichtsplattform mit Panoramablick. Die ist schon wettergegerbt, aber die Liegebank war ein gelunger Ort für unsere mitgebrachte Mittagspause. Allein, der Blick auf zwei Schutthügel ist verbesserungsbedürftig – aber vielleicht ist das ja auch nur vorrübergehend.

Before reaching Pomster, we came past some sort of observation deck from where to see all the villages (and have them explained by way of photogrpahs, too). The sunbed was a good spot for our picnic lunch. Alas, the view from the sunbed is obstructed by two piles of gravel – but maybe that’s a temporary arrangement.

Auf dem Weg in den Ort konnten wir noch die Flug-Show eines Roten Milan bewundern. Der wirkte fast wie bestellt und wir mussten uns quasi losreißen. Vor vielen Jahren führte mich der Weg des Schulbusses immer durch Pomster; viel verbunden habe ich damit nicht. Ziemlich sicher bin ich mir allerdings, dass diese wunderschön restaurierten Häuser ihren Glanz erst in den letzten Jahren erhalten haben.

On our way into the village we were treated to the aerial show of a red kite. We felt almost as if he did it just for us and we had a hard time continuing on our way. Many years ago the school bus would take me through Pomster twice a day but nothing in particular ever sprang to mind when thinking of it. I am quite certain, though, that the beautifully redone old farm houses have been back to their former glory for a few years only.

Zur Kaffeezeit waren wir zurück in Barweiler und vielleicht ist es auch für den Wanderer ohne Familienanschluss der bessere Startpunkt, weil man hier im Restaurant noch eine abschließende Kuchenpause einlegen und die sanitären Anlagen nutzen könnte? Dafür könnte man den Parkplatz in der Ortsmitte wählen (nahe der Kirche und den Restaurants), an dem man auch auf der eigentlichen Route vorbeikommt. Wie auch immer: ein gelungener Tag im Frühsommer! Und wer kommt nun mit auf die Wirftbachschleife?!

We were back in Barweiler in good time for a coffee and I wonder whether it isn’t also the better starting point for the hiker without family connections, as you could have a closing coffee and cake at the restaurant here (and bathrooms, too)? You would use the parking lot at the village center (close to the church and the restaurants) that you pass on the actual route as well. Anyhow, a very nice day in early summer came to an end! Now who will join me for the Wirftbachschleife?!

Barbara