Panoramic Views of Kelberg

Man kommt ja wirklich mit nichts mehr hinterher… über eine Woche liegt diese Wanderung schon zurück, aber die Eindrücke will ich euch nicht vorenthalten. Wir waren unterwegs auf dem Kelberger Panoramen Weg, einer gut zu gehenden ca. 15km langen Strecke. Zum Einstieg kamen wir am ehemaligen Pfarrhaus vorbei, bevor wir uns dann irgendwie gleich zu Beginn – also wirklich ganz am Anfang – verhaspelt hatten…

I have a hard time keeping up these days… it’s been over a week already since I did this hike but I still want to give you a little impression of it. We did the Panoramic Views of Kelberg Hike which was a mostly easy access 15 km circular route. At the start we passed the former parsonage before we somehow lost our way literally right at the start…

Böse Zungen würden behaupten, dass wir gleich so ins Quatschen verfallen wären, dass wir die Welt um uns herum vergessen hätten. Vielleicht… eher nicht.

I know what you’re thinking, that we started chatting away the moment we met and forgot all around us. Maybe… not really.

Auf dem Hochkelberg bietet sich auf verschiedenen Bänken mit wunderbaren Aussichten die Pause an… nur ein bisschen windig war’s an diesem Karnelvalsdienstag. Das Wetter war ja vor- wie nachher wunderbar; die lange, für den Montag gepante Tour fiel leider letztlich ganz dem Wetter zum Opfer.

The summit of Hochkelberg offers breathtaking views and a number of benches to have a nice break… it was just a little windy on that Tuesday. The weather had been fantastic before and then again after that second half of my hiking vacation. The long hike we had planned for Monday had to be called off completely.

Wie auch immer, abwärts vom Hochkelberg kamen zum ersten Mal meine Stöcke zum Einsatz. Ziemlich steil, relativ schmal und noch gut vereist. Da war ganze Konzentration gefragt und die Kamera blieb in der Tasche.

Anyhow, the descent from Hochkelberg saw the first use of my hiking poles. Quite steep, pretty narrow and still rather icy. I needed to stay focused and left the camera in the bag.

Auf dem eigentlich gut ausgeschilderten Weg haben wir dann allerdings irgendwann einen Abzweig verpasst. Ich hatte zumindest ein Foto der Übersichtskarte gemacht und stellte fest, dass wir mit einem kurzen Abstecher über die Geschichtsstraße wieder auf den Panoramenweg zurückfinden würden. Ohne diese Abweichung hätten wir erst das Gefallenenehrenmal für den Ersten und Zweiten Weltkrieg verpasst…

The trail was generally well equipped with signposts but at some point we did miss a turn. Luckily, I had taken a picture of the trail map so we realized that if we took the „History Trail“ for a while, we would meet our „P“ trail again. If it hadn’t been for this detour, we would have missed out on first the memorial for soldiers killed in WW1 and WW2…

… und dann noch die Schwarzenbergkapelle, die als erste Kapelle/Kirche überhaupt auf allen Wanderungen, die ich bisher in der Eifel gemacht habe, geöffnet war. Echt ein Alleinstellungsmerkmal.

and then Schwarzenberg Chapel, the first chapel/church that I came across on all my hikes in the region which was open for the public. Truly unique for that fact alone.

Auch wenn wir so gut wie kaum jemandem begegnet sind auf dieser Wanderung, fühlten wir uns doch nicht allein, eher ständig beobachtet!

Even though we hardly met a soul on this hike, we never felt lonely – quite the opposite, really, under constant observation!

Das war der Dienstag. Auch Aschermittwoch hatte eine Wandung zu bieten, doch dazu ein anderes Mal mehr.

That was Tuesday. Ash Wednesday had another hike in store but more about that another time.

Barbara

Focus: Basalt

Manche Leute brauchen schicke Apps oder komplizierte Software zur Bildbearbeitung… mir reicht eine verdreckte Linse. Sieht auch aus, als flöge Konfetti durch die Luft, an diesem Karnevalssamstag, von dem man eigentlich nichts merkt. Mich jedenfalls hat es, inspiriert vom Eifel Explorer, nach Hoffeld verschlagen. Nicht, dass es weit wäre oder anderweitig größerer Planungen bedurft hätte – aber manchmal muss man halt zu seinem Glück gezwungen werden.

Some people need fancy apps or complex software for image manipulation… I make do with a dirty lens. It somehow looks like confetti is in the air, on this Saturday in carnival that goes by practically unnoticed. Anyhow, the Eifel Explorer inspired me to go to Hoffeld. Not that it was far away or otherwise needed a lot of planning – sometimes you just need to be pushed.

Der Hoffelder Kopp, genauer: der Burgkopf in Hoffeld, ist eine ehemalige Vulkankuppe, an der weit über 150 Jahre hochwertigster Basalt abgebaut wurde. Die Tatsache, dass ich heute zum ersten Mal da war, obwohl ich ungefähr 6 km entfernt aufgewachsen bin UND mein Vater dort in grauer Vorzeit mal gearbeitet hat, hat mich heute ziemlich geschockt. Besonders als ich rausfand, dass man im ehemaligen Windenhaus anhand zahlreicher Infotafeln ziemlich interessante Dinge erfahren kann. Bis 1984 lief der Betrieb – vielleicht war das dann auch einfach nur eine Industriebrache, als ich Kind war… wie auch immer.

The „Hoffelder Kopp“, or Burgkopf in Hoffeld, is a former volcano where high quality basalt was mined for more than 150 years. The fact that today marks my first visit there is baffling to downright shocking, considering that a grew up a mere 6km away AND that my father used to work there for a while many moons ago. More so when I realized that you can actually learn a lot about it at the former winch house, which now features a number of info panels. It was operational until 1984 – maybe it wasn’t really much more than industrial wasteland when I was a kid… anyhow.

Mit am interessantesten fand ich, wie lange die Mechanisierung auf sich warten ließ. Bis zu 12m hohe Basaltsäulen wurden einzeln rausgebrochen… dann wiederum kein Wunder, dass der Abbau der ersten von insgesamt sieben Sohlen wohl länger gedauert hat, als der ganze Rest. Die Art der Nachfrage änderte sich zwar (von Basalt zur Herstellung von Grenzsteinen, über Wegebau, Gleisbettung und Pflastersteinen, dem Bau des Nürburgrings, dem Bau des Hindenburgdamms nach Sylt, dann auch des Westwalls hin zu Basaltschotter und Splitt für die quasi hauseigene Teermischanlage). 72m tief ist der entstandene Krater, der sich nach Stillegung mit Grundwasser gefüllt hat. Eine der Infotafeln zeigt diese Abbildungen:

One of the most interesting things was to realize just how long it took for mechanization to take hold. Basalt pillars up to 12m in height were manually extracted… with that in mind, it is not surprising that the disappearance of the first of the seven beds took longer than all the rest combined. The nature of the demand kept changing through time (from basalt for landmarks to road and railroad construction, pavements, the construction of the Nürburgring race track or the Hindenburg Dam connecting Sylt to the mainland, the Siegfried Line and later gravel and grit for the asphalt production they had on-site). The resulting crater is 72m deep and slowly filled with groundwater after extraction stopped. One of the info panels shows these photos:

Faszinierend fand ich auch die Tatsache, dass es eine eigens eingerichtete Frachtbahn zum Bahnhof nach Ahrdorf gab, die nach dem System der Straßenbahn in San Francisco arbeitete: die schwerbeladenen Waggons wurden per Schwerkraft zum Bahnhof bewegt, während die geleerten Waggons in diesem Kreislauf automatisch wieder nach oben gezogen wurden. Wie auf der Luftaufnahme zu sehen, sieht man eigentlich nichts mehr und man könnte den See auch für ein Maar halten. Wenn da nicht hier und da dann doch noch Reste rumstünden.

I was fascinated by the fact that there had actually been a freight rail to the train station in Ahrdorf which worked the same way as the streetcars in San Francisco do: the heavy cars were sent downhill using only gravity while the empty ones made their way back automatically in this circular system. As you can tell from the aerial photograph above, you can’t really see much of its history any more and the lake might as well be a regular maar (a kind of volcanic lake very common around here). If it weren’t for a few overgrown left-overs here and there.

Leider kann man nicht wirklich an den See und schon gar nicht schwimmen – es sei denn, man ist Mitglied im Angelsportverein Hoffeld… auch wenn die Beschilderung Fragen ob der Betätigung der Mitglieder aufwirft 😉

Unfortunately, you can’t get near the lake anymore, much less swim in it – unless you are a member of the fishing club of Hoffeld… even though the sign („No Fishing! The Fishing Club of Hoffeld“) makes you wonder about the true intentions of said fishing club 😉

Aber der See sieht auch vom kleinen Aussichtspunkt wunderschön aus. Leider lud die Temperatur heute ja nicht zum Verweilen ein…

But there’s a nice view of the lake from a small viewpoint. Unfortunately, today’s temperatures did not exactly invite to linger…

Auf der zweiten Hälfte (oder dem letzten Drittel) des Rundwegs hat man dann auch noch einen wunderbaren Blick auf die Nürburg:

On the second half (or the last third) of the circular walk you can enjoy a great view of the Nürburg castle:

Aber jetzt ist’s Schlafenszeit! Habt einen schönen Sonntag und auf bald

But now it’s bedtime! Have a wonderful Sunday and see you soon

Barbara

 

Immer noch da / Still here

Was für ein Sommer! Hier war verdammt viel los und ich frage mich allen Enrstes, wie und warum ich „früher“ Zeit für’s Reisen gefunden habe… Es war viel lieber Besuch hier und nebenher waren noch so ein paar andere Projekte zu betreuen – braucht jemand noch wunderbar in einem warmen lila blühende Schwertlilien / Iris? Da sind noch ein paar.

What a summer it was! There was so much going on here that I wonder how I found time for travel „back in the day“… There were many dear people here visiting and I had a few other projects to take care of on the side – anybody need any iris, blooms in a winderfully warm purple? I have a few left.

Nun mal im Schnelldurchlauf ein paar Highlights der letzten Wochen – ich hoffe wirklich, dass ich in den kommenden Monaten wieder mehr Zeit für den Blog finde… er fehlt mir! An einem wunderbaren Tag im September zum Beispiel habe ich mit einer Gruppe lieber Menschen den Rundweg Nr. 7 zwischen Insul und Schuld erkundet. Topografisch in der Summe nicht sehr anspruchsvoll, bis auf einen kurzen Anstieg gefolgt von einem kleinen Abschnitt auf einem schmalen Pfad an einem steilen Abhang eher in der Kategorie „netter Spaziergang“ – und das war genau das richtige.

Now let me give you a quick tour with some of the highlights of the past weeks – I really hope to find more time for blogging in the coming months… I miss it! On a gorgeous day in September for example, I explored „Circular walk no. 7“ between Insul and Schuld. In all, it wasn’t very challenging topographically speaking, with a brief ascent followed by a short stretch on a really narrow path along a ledge. But this stroll was the perfect choice for the occasion.

Kurz danach, mit Besuch nach einem leckeren Grillabend auf der Terrasse sitzend, konnte ich dem Gespräch nicht mehr folgen, musste mich entschuldigen und meine Kamera holen, eine Canon SX730 HS, mit der ich ohne Stativ über den 40-fach optischen Zoom dieses Bild machen konnte (ich muss das hier so ausführen, weil es mir kaum einer glaubt):

Shortly therafter, when I was sitting out on the terrace with friends – we’d just enjoyed a yummy barbecue – I had to excuse myself to fetch my camera, a Canon SX730 HS, which I used without a tripod to take the following picture with its 40x optical zoom (I have to be detailed here as people tend not to believe I took the picture myself):

An einem regnerischen Tag Ende September wurde ich gegen meinen Willen 😉 zu einer Wanderung mit Startpunkt Mechernich überredet, auf die Schleife „Kommerner Fachwerkidyll“. Ich durfte feststellen: sollte ich jemals am Bahnhof Mechernich stranden, werde ich es als eine der glücklichsten Fügungen meines Lebens betrachten, da gibt es eine unfassbar gute Bäckerei/Konditorei. Ich wünschte es hätte geregnet und wir hätten uns da einfach drei Stunden durch’s Angebot gegessen. Außerdem wurde ich daran erinnert, dass ich das Freilichtmuseum in Kommern „immer noch mal“ aufsuchen, sowie das Bergbaumuseum in Mechernich erstbesuchen wollte. Ein anderes Mal. Und ja, das Fachwerk war idyllisch.

It was a rainy day at the end of September when I was forced 😉 on a hike starting out in Mechernich, the route called „Timber frame idyll of Kommern“. Let me state the following: should I ever be stranded at Mechernich train station, I will consider it one of the most fortunate coincidences of my life as there is an exceptional bakery and café. I wished it had poured so that we could have just stayed there for three hours and had all the cake we could possibly manage. Also, I was reminded that for quite a while I have wanted to go to the open air museum in Kommern again and to explore the mining museum in Mechernich. Next time. And yes, the timber frame structures were idyllic.

An einem wunderbaren Tag im Garten hat Larry mich in die Kunst der herbstlichen Entspannung eingeführt. Es ging so la la – im Gras zu liegen war angenehm, aber ich hab mich bei den Räkelübungen verdreht und bin kaum noch hochgekommen…

On a gorgeous day spent mostly out in the yard, Larry taught me how to fully relax in the fall. It went so-so – lying down in the grass was wonderful but when I tried to follow the stretching moves I made a wrong ones and had a hard time getting up again…

Auch die Natur hatte noch ein absolutes Highlight zu bieten, es hat die Leute hier geradezu elektrisiert. Ich selbst war in einem Skype Call mit Freunden in Finnland, als ich irgendwann meinte, ich müsse mal gerade rausgehen, das Licht sei so komisch. Das Foto ist leider, leider nicht von mir. Aber es war der Wahnsinn. Ganz oben auf der Liste der schönen Begebenheiten in 2020.

Nature had another spectacular sight in store, people around here were fascinated, to say the least. I was in a call with friends in Finland when I decided I needed a quick break and check what was going on outside – the light was really weird. This picture was not taken by me, very unfortunately so. It was incredible. Among the top positions of wonderful things happening in 2020.

Source: A. Schmitz from W., as posted on Facebook

Heute wiederum war ich u.a. mit Freunden im nahegelegenen Wald unterwegs – es war eine pilzige Angelegenheit.

And today I was out and about with friends again – it was a mushroomy affair.

Und zum guten Schluss läuft ja hier noch einiges im Hintergrund. Larry und ich haben eine neue Mitbewohnerin, die uns regelmäßig durch ihr schweigendes in der Gegend rumstehen zu Tode erschreckt. Aber sie ist eine geduldige Helferin bei den Vorbereitungen für den diesjährigen Weihnachtsbasar… ihr könnt euch den 23. November schonmal im Kalender festhalten.

Finally, there are quite a few things going on behind the scenes. Larry and I have a new housemate who gives us a start on a regular basis with her taciturn demeanor. But she’s a patient helper with the preparations for this year’s fundraiser… save the date: November 23!

Doch nun: gute Nacht – startet gut in die neue Woche!

But for now: good night – and have a good start into the week!

Barbara

An afternoon in… MEMMINGEN

Am vergangenen Wochenende war es wohl mindestens das fünfte Mal, dass ich Freunde in Illertissen besucht habe. Und nur durch Zufall und die Kombination von strömendem Regen und der Suche nach einem Café kamen wir nach Memmingen. Ich fasse nicht, dass es so viele Jahre gedauert hat, bis ich einen Fuß in diese Stadt mit dem wunderschönen Altstadtkern gesetzt habe. Der Vollständigkeit halber: das Café Martin lohnt den Besuch… für das erste Stück Prinzregententorte meines Lebens, die Pralinenauswahl und diverse andere Dinge.

Last weekend, I went to see friends in Illertissen for at least the fifth time. And it was only by chance and a combination of pouring rain and the search for a café that we came to Memmingen. I still can’t get over the fact that is has taken all these years and visits for me to set foot into this town with the amazing old town. And to have that covered: Café Martin is well worth a visit… for my first ever piece of Prinzregententorte, their range of pralines and much more.

Memmingen ist im wahrsten Sinne des Wortes steinalt – die erste Besiedlung geht auf die Steinzeit zurück. 1158 wurden dem Ort durch Welf VI. die Stadtrechte verliehen, er muss also schon einiges an Bedeutung gehabt haben. Und das, obwohl er in einem Streit der Welfen mit den Staufern (Geschichtsunterricht lässt grüßen) erst 1130 platt gemacht worden war – durch den Staufer Friedrich II. von Schwaben. Die Lage mit Blick auf europaweiten Handel war vielleicht der springende Punkt: an der Salzstraße von Böhmen, Österreich und München nach Lindau bzw. von Norddeutschland in die Schweiz und nach Italien. Ich weiß nur theoretisch, dass es noch 2km Stadtmauer und 10 Türme zu bewundern gibt – denn es blieb gar nicht so viel Zeit für den Ort. Wenn also für unsere jährliche Au Pair Reunion in drei Jahren wieder Illertissen auf dem Programm steht, dann muss ich unbedingt nochmal hier hin.

Memmingen goes way back – remnants of the first settlements are from the stone age. It was awarded city rights in 1158 by Welf VI. so it must have been a place of quite some importance back then. This only 28 years after it was destroyed in a fight between the House of Welf and the Staufer (I somewhat vaguely remember from history class) – by Frederick II., Duke of Swabia. Memmingen’s location made it a bit of a hub for pan-European trade: it was located on the salt road from Bohemia, Austria and Munich to Lindau, as well as from Northern Germany to Switzerland and Italy. I have only read that about 2km of the medieval wall and ten towers remain – there wasn’t all that much time to roam. So I’ve already made a mental note that when our annual Au Pair reunion takes us to Illertissen again in three years, I have to pay Memmingen another visit.

Wie mehr oder weniger kopflos wir durch die Straßen gestolpert sind, merke ich im Nachhinein mit Blick auf diesen beeindruckenden Fachwerkbau – selbst die Tatsache, dass er am Gerberplatz steht, ließ nichts klingeln hinsichtlich seiner Verwendung: es ist das 1601 in Auftrag gegebene Siebendächerhaus der, haltet euch fest, Gerberzunft, die hier auf mehreren Stockwerken die Felle zum Trocknen aufhing, bei nicht-verglasten Fensteröffnungen. Schön anzusehen, aber den Gestank möchte ich mir nicht vorstellen. Im zweiten Weltkrieg wurde es stark beschädigt, aber durch die spezielle „verzahnte Fachwerkbauweise“ und schnelle Sicherungsmaßnahmen gerettet.

It became blatantly obvious in hindsight, how cake-blocked my brain still was when we passed this timber frame structure and even the fact that it’s situated on Tanners‘ Square didn’t ring a bell as to its original use: it’s the „Seven Roof House“ commissioned in 1601 by… the tanners‘ guild to have an (impressive) place for the furs to dry on several floors – no glass in the windows. A gorgeous building but I don’t even want to imagine the stench. It was severely damaged in WWII but its timber frame structure and almost immediate measures to save it did just that.

Das Rathaus ist ein weiterer schnieker Bau – in seiner jetzigen Struktur 1589 erbaut, wurde es im 18. Jahrhundert gepimpt und kommt nun à la Renaissance daher. Auf dem ersten Foto ganz oben ist zu erkennen, dass es zwischen dem Steuerhaus links und der Großzunft rechts steht, ein wirklich eindrucksvolles Ensemble.

The town hall is another fancy building – built more or less in its current structure in 1589, it got pimped à la renaissance in the 17th century. On the very first picture of this post you can see it being located between the Steuerhaus („Tax house“) and the Großzunft („Grand Guild“), quite the impressive ensemble.

Bei Städtetrips komme ich ja oft mit Kollagen von diversen Türen daher. Könnte ich hier auch…

From a city trip like this I would tend to come back with a collage of doors. I could do that here, too…

Aber ach. Türen… Vergesst die Türen. Hier sind Schilder angesagt. Schmiedeeiserne Schilder…

But oh. Doors… Forget the doors. It’s all about signs. Wrought-iron signs…

Beim nächsten Mal würde ich mich ggf. genauer den Ergebnissen der Fassadenmalerei verschiedener Jahrhunderte widmen.

And who knows, next time I may have a closer look at the murals of bygone centuries.

Und dann sieht es so aus, als wüsste ich endlich, wohin E.T. damals telefonieren wollte…

And it seems I finally understood where exactly E.T. wanted to call, back in the day…

Von den Welfen war ja bereits die Rede. Im Fuggergarten gibt es ein etwas ausgefalleneres Reiterstandbild des genannten Welf VI. Ein Vorderlauf des Pferdes ruht auf der Weltkugel – die Welt hatte er im Rahmen der Kreuzzüge „erkundet“, sein politischer Einfluss reichte bis in die Toskana sowie nach Sardinien und Korsika. Aber weitaus interessanter ist die nackte Frau auf seiner rechten Hand. Auf der offiziellen Seite der Stadt heißt es dazu, sie „gebe einen Hinweis auf die Lebenslust der Zeit.“ So kann man das natürlich auch formulieren.

The House of Welf was mentioned above. Go to the Fuggergarten to see a rather unusual equestrian statue of Welf VI. One of the horse’s forelegs rests on a globe – he had „discovered“ the world during the crusades, his political influence went no further than Tuscany as well as Sardinia and Corsica. But rather more fascinating is the naked woman on his right hand. On the city’s official website is says, she „points to the lust of life of the times.“ I guess that’s one way of putting it.

Lust auf Memmingen? Ich schon… vielleicht warte ich auch keine drei Jahre mehr. Dann käme ich ggf. auch früher nochmal in den Genuss der besten selbst gemachten Burger bislang – der Gedanke daran lässt mir jetzt noch das Wasser im Munde zusammenlaufen. Die gab’s aber in Illertissen 😉 Also denn, schönen Sonntag noch euch allen!

Feel like going to Memmingen? I certainly do… and maybe I won’t wait another three years. Because I could also maybe have one of the best-ever home-made burgers again sooner – thinking of those makes my mouth water even a week later. But they are from Illertissen 😉 Anyhow, enjoy your Sunday afternoon!

Barbara

 

 

Von Blumen und Insekten / Of Flowers and Bugs


„Da fehlt nur noch der Kaugummiautomat daneben…“ dachte ich, als ich an dieser Bank bei Kottenborn vorbeikam, noch ganz am Anfang meiner Wanderung. Aber ich hätte ja eh keinen Groschen gehabt. Ich war unterwegs auf der Müllenwirft Schleife. Der innere Schweinehund hat sich heute Morgen erst noch eins ins Fäustchen gelacht, aber einmal unterwegs war er bald still. Dafür hatte die Kamera keine ruhige Minute – es wird ein fotolastiger Beitrag.

The look of this bench together with the bin took me right back to my childhood – the only thing missing was a gumball machine right next to it. But then I wouldn’t have had a „Groschen“ (a 10-Pfennig coin) with me anyway… that’s what you got a gumball for back in the day. I was on Müllenwirft Loop. It took me a while to get going this morning but once I was out there, I had a grand time and the camera was put to good use – this is going to be a picture-heavy post.

Irgendwie war ich der irrigen Vorstellung, dass die Wiesen entweder alle schon den Mähmaschinen zum Opfer gefallen seien oder die Blumen so langsam schon wieder weniger werden. Mit meinem Zeitgefühl stimmt irgendwas nicht… ich bin schier ausgeflippt.

For some reason beyond me I was under the impression that most of the meadows had been mown by now or the flowers as such were slowly calling it a day for this season. Something is off with my internal clock, I don’t know… anyhow, I almost lost it.

Die Fingerhüte hatten es mir besonders angetan und waren überall, gefühlt. Wahrscheinlich haben sie mich ein bisschen an Schweden erinnert, wo ich heute genauso gut auf Linnés Råshult hätte rumwandern können.

I couldn’t stop taking pictures of the foxglove in particular and they were everywhere, or so it seemed. They may have reminded me of Sweden where I could have strolled at Linné’s Råshult today…

Ich sollte euch die Insekten und Spinnen auf diesen Fotos zählen lassen, es war die Hölle los. Hier und da auch einige fiese Bremsen (weswegen der Besuch bei den Kühen extrem hektisch ausfiel), aber auch kein Wunder nach den wolkenbruchartigen Regenfällen von gestern Abend.

I should have you count the insects and spiders on these pictures, it was busy. In a few spots I was eaten alive by nasty horseflies (which cut my visit with the cows REALLY short), but not all that surprising after last night’s torrential rains.

Okay, einmal Blüten noch. Ich hätte auch allein von den diversen Rosen und rosenähnlichen Gewächsen 100 Fotos machen können. Insofern habe ich mich insgesamt ja ziemlich zurückgehalten. Alles eine Frage der Perspektive.

Okay, one more collage of blossoms. I could have easily taken 100 pictures of roses and rose-like plants alone. Looking at it that way, I think I was really moderate. It’s all a matter of perspective.

Hätte ich mich nicht gerade mit einer Borreliose rumgeschlagen, hätte ich diese Schaukel ausprobiert. Aber ich war dann heute schon etwas vorsichtiger. Das trifft auch auf den eher ungewöhnlichen Hochsitz zu… aber da habe ich der Brücke nicht so richtig getraut.

If I hadn’t just dealt with Lyme disease, I would have given this swing a try. But I have to say I was a bit more careful than usual today. That’s also true for this unusual perch… but that was more a matter of (not) trusting the bridge.

Ich fand die Strecke ziemlich abwechslungsreich: der Weg führt durch Weiden, (wenig) durch Ortschaften, bietet wunderschöne Aussichten, entlang Bachläufen, im schattigen Wald, in praller Sonne…

I thought it was quite a varied hike: through meadows, (rarely) through villages, it offered gorgeous views, went along little streams, in the shadowy woods, in bright sunshine…

… und ich bin auf den ganzen ca. 15 km keiner einzigen anderen Person begegnet – bis auf die Dame, die mit dem Auto zur Kapelle in der Müllenwirft gebracht wurde, wo ich meine Mittagspause gemacht habe. Apropos: endlich mal eine Kapelle/Kirche, die geöffnet ist. Da steht man auf den Wanderrouten hier in der Gegend leider ja meist vor verschlossenen Türen.

… and I didn’t meet a single soul on all of the 15 km – only the lady who was taken to the little Müllenwirft chapel, where I had my lunch, by car. Apropos: finally a chapel/church that is open. The first one on all the routes I have hiked so far.

Noch gar kein Foto vom Wald – das Problem lässt sich schnell lösen! Schade, dass gerade der Farbtupfer durch einen toten Baum ins Bild kommt… davon abesehen war sehr viel Holz geschlagen und bereits der Rinde entledigt. Der Borkenkäfer lässt grüßen. Die Rinde lag allerdings in großen Haufen weiter im Wald rum – verschmäht der Borkenkäfer die Borke ohne den Baum? Es sieht so aus: eine kurze Orientierung hat ergeben, dass die Männchen der polygamen Art Kammern in den gesunden Baum fressen, um dann Weibchen zur Paarung in diese sog. Rammelkammer locken. Sorry, ich schmeiß mich gerade weg. Es ist spät…

I haven’t even posted a picture from the woods yet – let me fix that. Such a shame that the colorful eyecatcher here is actually a dead tree… Which brings me to another observation: there were quite literally tons of very recently felled trees, I assume all the spruce that didn’t survive the drought and are now prone to bark beetle invasion.

Damit muss ich schließen! Wann sehen wir uns hier mal zu einer Wanderung??

I have to go! When will I welcome you on a hike here?

Barbara

Frühling… so richtig / Spring… for real

Heute Morgen habe ich mich kurzentschlossen vom Frühstückstisch erhoben und mich auf eine leicht verkürzte Fassung der Dörferschleife begeben, über Wirft und Kirmutscheid nach Pomster und zurück nach Barweiler. Es waren geschätzt wohl 12 km und in drei Stunden war es schon wieder vorbei. Und nicht ein Mensch ist mir begegenet. Dafür habe ich mindestens fünf Spechte gehört, aber keinen bei der Arbeit ausmachen können.

By the time I had finished breakfast it was decided: I would go on a slightly altered walk along the so-called Dörferblickschleife, first to Wirft and Kirmutscheid before reaching Pomster and then back to Barweiler. I think it must have been 12 km and I was back home in time for lunch after 3 hours. And not a soul was out there with me on the trail. I did hear at least five woodpeckers, though, but unfortunately couldn’t spot a single one.

Noch hält sich die Natur etwas zurück, aber mit der vorliegenden Wettervorhersage wird wohl spätestens zu Ostern jeder Baum in hellgrün erstrahlen. Bis dahin muss man sich mit einigen Frühblühern und deren Besuchern begnügen (wer findet das Insekt??).

Nature is still a little low-key but the weather forecast for the upcoming days will make sure that by Easter at the latest every tree will be shining in light green. Until then we have to make do with a few early bloomers and their visitors (who can spot the insect??).

Es scheint ein Jahr der Veilchen zu sein, denn auch der ehemalige Rasen vor dem Haus ist ein Meer in lila und ich werde den Teufel tun und da mit dem Rasenmäher drüberjagen – das war heute eine wahre Weide für diverse Wildbienen. Aber im Wald war es auch schön und so wunderbar ruhig.

It seems to be a year for violets, as also the former lawn in front of the house is a purple ocean and I will not destroy that with a premature use of the lawnmower – it was a real meadow for numerous wild bees today. But I loved to be in the woods as well, it was wonderfully quiet.

Am geplanten Pausenstandort fehlte zu meiner Enttäuschung die überdimensionierte Aussichtsliege, aber auch die Treppenstufen zur Aussichtsplattform eigneten sich als Sitzgelegenheit.

I had planned to take a break on the huge lawn chair with a view but to my disappointment that had been removed. But the steps to the viewing platform did the job.

So also heute mal nichts neues aus der Kreativsparte, doch das wird nicht mehr lange dauern! Habt eine gute Woche und bis bald!

Nothing new from the creative nook today but fear not – there will be soon! Have a good week, take care!

Barbara

 

A Couple of Days in… FLENSBURG!


Okay, Mitte Juli schon wieder… Und ich erreiche den Punkt, dass ich mir selbst für die Wochenenden to-do-Listen mache. Das ist nicht gut! Aber immerhin kann der Punkt ganz oben heute gestrichen werden: ich wollte euch noch von einem kurzen Ausflug nach Flensburg erzählen, wo ich eine Freundin besucht habe. Ende Juni…

Wow, mid July already… And I’ve reached a point where I make to-do lists for the weekends even. And that is not good! But the no. 1 will be off the list soon: I have wanted to tell you about a short trip to Flensburg, which is practically Denmark, where I went to see a friend. At the end of June…

Das einzige, was ich vorher dachte war: „Da hake ich noch was auf meiner Hanse-Liste ab!“ Doch ach: Flensburg war nicht Teil der Hanse! Das fand ich schon sehr überraschend und würde gerne mal genauer reingucken, warum das (nicht) der Fall war. Aber Flensburg hat mir nichtsdestotrotz sehr gut gefallen. Eine schöne Größe (um die 90.000 Einwohner), ansprechende Architektur (über 300 Fotos an zwei Tagen… hat wohl mit dazu beigetragen, warum es so lange gedauert hat, bis ich hier mal zu Potte gekommen bin), die Förde – und die besten Fischbrötchen ever, bei Ben ganz versteckt am Museumshafen (Foto oben), geöffnet „12 Uhr bis alle“. Allein dafür würde ich nochmal fahren.

The only thought I had before going was: „Another city to check off my Hanse list!“ Imagine my surprise upon discovering: Flensburg wasn’t part of the Hanse! I was dumbfounded and still want to have a closer look at why that was (not). But anyhow, I liked Flensburg a lot. Nice size (pop. 90,000), beautiful architecture (more than 300 pictures in two days… I guess that was part of the reason it took so long to get going on this post), the firth – and the best fish buns ever, at Ben’s, hidden away at the museum harbor (picture above), open „12 noon till gone“. They alone are reason enough to go again.

Irgendwann so mittelfristig steht vielleicht auch eine neue Haustür an und irgendwie glaube ich, muss das so was nordisches werden. Allein mit den Türen hätte ich einen Tag verbringen können, aber auch die dazugehörigen Häuser in den entsprechenden Vierteln luden zum Verweilen an, besonders in der St. Jürgen-Straße, wo viele Kapitänshäuser stehen, aber auch im Bereich Fußgängerzone/Altstadt.

At some point down the road I may need to think about a new door for the house and somehow, I think it may have to be a colorful wooden door. I could have spent a day with the doors alone, and the houses that came with them in the repsective neighborhoods, like St. Jürgen Street where you find the old Captains‘ houses, but also in and around the shopping area which is also the historic center.

Ich hatte mir den heißesten Tag des Sommers ausgesucht, und während es im Rheinland unerträglich war, war es im Norden der perfekte Sommertag bei etwa 26 Grad und einem angenehmen Wind. Da hat man kaum Lust, irgendwo rein zu gehen, aber der einen oder anderen Kirche habe ich dann mal einen Besuch abgestattet (St. Johannis oben). So insgesamt allerdings ist da noch vieles offen, was ich anlässlich eines erneuten Besuchs mal in die Planung mit einbeziehen könnte. Beispielsweise das Thema Rum, was der Stadt im 18. und 19. Jahrhundert zum Aufschwung verhalf. Der Rum kam aus Dänisch-Westindien – wer wusste, dass es das gab?! Es handelt sich hierbei um die drei Inseln St. Thomas, St. John und St. Croix. Das nur mal nebenher.

I had inadvertantly chosen the hottest day of the summer to be here, and while it was totally unbearable in the Rhinland, I enjoyed the perfect summer day at about 26C and a nice wind. And as usual these conditions kept me from going inside anywhere for any longer period of time. I did check out a couple of churches and quite liked St. Johannis (above). But in all there’s a lot left to discover (a second trip is definitely necessary). The whole subject of rum and how it brought the city forward in the 18th and 19th centuries, for example. The rum came from the Danish West Indies – who would have known they even existed?! They are the islands of St. Thomas, St. John and St. Croix. Just so you know.

Der malerische Oluf-Samson-Gang (oben) war laut Altstadtplan der Touri-Info früher Wohnstraße der Schiffer und Handwerker, dann das Rotlichtviertel. Oder, wie es wörtlich heißt, die „Liebesgasse“. Das machte die Gentrifizierung offensichtlich etwas schwieriger… Mich erinnert es aus unerfindlichen Gründen frappierend an „Earl’s Lane“ aus Der Kleine Lord. Vielleicht, weil es schon wieder so rasant auf Weihnachten zugeht?!

According to the map and guide I got at the tourist info, the picturesque Oluf-Samson Lane (above) used to be inhabited by sailors and craftsmen before it became the redlight district. Or, as they call it, „Love Lane“. Apparently, that last use made it a bit harder to gentrify… Somehow, it reminds me of „Earl’s Lane“ in Little Lord Fauntleroy. Maybe this is helped by the fact that we are getting closer and closer to Christmas again?!

Ich sagte ja schon, dass es hier architektonisch einiges zu bestaunen gibt und für die Interessierten hebe ich besonders dieses Ende des 18. Jahrhunderts erbaute Haus mit einem Bohlendach in Spitzbogenform hervor, was revolutionär war, da man mit geringem Materialeinsatz große Spannweiten stützenfrei überbrücken konnte. Man fragt sich, warum es dann nicht mehr davon gibt (und ich im besonderen frage mich, wie ich das nun übersetzen soll…). Ich finde ganz einfach: es sieht schön aus!

As I mentioned earlier, there are quite a few interesting things for the architecturally inclined. Dear Roy, let me focus on the house from the late 18th century – and bear with me trying to translate what it is about… which you probably know ayway 🙂 It has an ogival shape plank roof, a style, first developed in France, which was revolutionary as it became possible to cover large spans without support and comparably little construction material. Does that make any sense?

Und dann ist da ja auch die Förde. Kurz stellte sich mir die Frage, ob die Förde ein Fjord sei. Sprachlich ist es wohl tatsächlich das gleiche, und weil ich heute offenbar im Recherchemodus bin: geomorphologisch gibt es aber einen Unterschied, haltet euch fest. Bei beiden handelt es sich um durch Gletscherzungen gegrabene Meeresbuchten. Fjorde jedoch sind seewärts gegraben worden, Förden landwärts. Man kann es sich auch unnötig schwer machen, find ich jetzt. Auf jeden Fall war es schön, an der Förde.

And then there’s the firth (Förde in German). I briefly wondered whether the firth is a fjord. And as I now know, linguistically it is basically the same but, as obviously I am in research mode today, there is a difference when it comes to geomorphology. Both, firth and fjord, were formed by advancing glaciers. Fjords were formed by glaciers moving seawards, while firths were formed by glaciers moving landwards. To me, this seems like complicating things with little added value, but hey… It was beautiful, out by the firth.

Der Flensburger Banksy macht eher in Katzen und Hamster, aber es macht Spaß, die Werke des unbekannten Künstlers zu finden. Man muss nur aufpassen, dass man darüber nicht womöglich den schmalen Eingang zu einem wunderschönen Hof verpasst. Und apropos: falls ihr noch einen Anlass braucht, um Flensburg kurzfristig einen Besuch abzustatten: am 19. Juli beginnt die Flensburger Hofkultur, eine Konzertreihe in besagten Höfen.

Flensburg’s Banksy is more into cats and hamsters but it’s a lot of fun discovering the wall-art of this unknown artist. You just need to pay attention so as to avoid missing the narrow entrances to the beautiful courtyards. Talking about them: if you’re still looking for a reason to go to Flensburg soon: July 19 is the opening night of this year’s Flensburger Hofkultur (Flensburg Courtyard Culture) event, a series of concerts in just these courtyards.

Soviel habe ich nun nicht untergekriegt, aber ich muss zum Ende kommen. Habt eine gute Woche – und hoffentlich auf bald!

I have left out so much but have to come to an end now. Have a good week and take care!

Barbara

Ein Besuch auf der…/ A Visit at… NÜRBURG


Heidenei, schon der dritte Beitrag im Juni und wir sind noch nicht mal bei der Monatsmitte angekommen. Es könnte ein Zeichen sein, dass sich die Dinge wieder normalisieren. Auch wenn ich wieder eine Woche hintendran hänge, denn der Besuch auf der Nürburg war bereits am Himmelfahrtswochenende!

Good grief, it’s the third post in June already and we aren’t even half way through yet! I take it as a sign that things are starting to get back to normal. Though I’m still behind as this visit to Nürburg Castle took place more than a week ago already.

Heribert Pohl --- Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975

Heribert Pohl — Thanks for half a million clicks! from Germering bei München, Bayern
Burg Nürburg:Eifel (Grundriss), CC BY-SA 2.0
https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=34100975
Nicht maßstabsgetreuer und nicht gesicherter Grundriss der Burg Nürburg in der Eifel

Auf 678mNN thront die Nürburg und ist damit die am höchsten gelegene Burg in Rheinland-Pfalz. Wie die anderen Berge in der Umgebung ist auch dieser ein erloschener Vulkan aus dem Tertiär. 954 findet er als „mons nore“, „schwarzer Berg“, Erwähnung, worauf der moderne Name wohl zurückzuführen ist. Sein Basalt wurde für den Bau der Burg, ab 1160 durch Ulrich von Are, verwendet. Einen Grundriss musste ich mir nochmal besorgen, denn ich Burgenunkundige ließ mich verwirren: die Vorburg ist/war viel mehr als die Kapelle, die wir vom Bergfried aus sehr gut fotografieren konnten, nämlich ein ziemlich großer, von der äußeren Ringmauer umschlossener Bereich.

Nürburg Castle sits on 678m – no other is on a higher elevation in Rhineland-Palatinate. As all the other mountains of the region, it is an extinct volcano from the tertiary that was first mentioned as „mons nore“, „black mountain“, in 954. It seems that the modern name derived from that. The basalt was used for the construction of the castle, started in 1160 by Ulrich von Are. I had to go looking for a plan again as I am somewhat clueless when it comes to castles and got confused: the outer castle is/was of course much more than the chapel that we got a good view of from the bergfried, a pretty large expanse, really, surrounded by the outer ring wall.

Schon im 16. Jahrhundert verfiel die gesamte Anlage und wurde 1587 von niederländischen Soldaten geplündert. Zwar wurde sie 1608/1612 teilweise instandgesetzt (77 Fenster wurden erneuert!), aber kurz nach der Renovierung kam es zu Sturmschäden. Der 30-jährige Krieg hatte auch hier Auswirkungen: die Burg wurde 1633 von Schweden erobert. Das war nicht von langer Dauer; 1689 wurde die Anlage von französischen Tuppen Ludwig XIV. teilweise zerstört. Im 18. Jahrhundert wurde die Anlage als Steinbruch genutzt, bevor 1846, 1871 und 1878 erste Sicherungsmaßnahmen erfolgten. Von der mittelalterlichen Ringmauer ist so gut wie nichts mehr übrig – aber irgendwie hat es was, dass sie heute vom NürbugRING umgeben ist, dessen Start-/Zielbereich wir inkl. des Erlebniswelt-Desasters einwandfrei sehen konnten.

The castle complex deteriorated as early as the 16h century and was raided by Dutch forces in 1587. Quite some renovation took place in 1608/1612, including the renewal of 77 windows, but shortly thereafter, the castle was severely damaged during a storm. It wasn’t left alone by the Thirty Years‘ War, either: the Swedes conquered it in 1633. It wasn’t for long, though, as the castle was partly destroyed by French forces under Louis XIV. in 1689. By the 18th centrury, it was a mere quarry until the first measures were taken to preserve what was left in 1846, 1871 and 1878. Nothing (much) is left of the outer ring wall but the irony is not lost me that nowadays the area is encircled by the NürburgRING racetrack, the start/finish area we got a good view of, too, the disastrous amusement park included.

Auch auf die Gefahr hin, dass ich vollkommen abschweife: bei dem ganzen Getümmel von Niederländern, Schweden, Franzosen und wer auch immer über die Jahrhunderte hier noch so durch kam (nicht zuletzt die Römer) und mit Sicherheit auch andere als militärische Spuren hinterlassen haben, kann man sich hier ja eigentlich nur als Europäer betrachten.

I’m getting even more distracted: looking at the hustle and bustle of the Dutch, Swedes, French and whoever else passed by through the centuries (the Romans, too!) and the fact that in all likelihood they left more than just military traces, one must come to the conclusion that this is European heartland – how can you consider yourself as anything else?

Doch zurück zur Burg, wo ich neben Ruinen wie immer auch die Blumen im Auge hatte und ein IFO, ein interessantes Flugobjekt, das auf meiner Brille Platz nahm. Den Bergfried oder auch Hauptturm betritt man heute im Erdgeschoss – früher war der Zugang im Stockwerk darüber und der heutige Eingangsbereich war das Verlies und ehemals eben nur von oben zugänglich. Was für ein Alptraum, dunkel, 2,75m dicke Mauern, über hygienische Zustände will man nicht länger nachdenken… viel hoffnungsloser kann es ja nicht kommen.

Back to the castle, where flowers caught my eye, too, and a tiny IFO (Interesting Flying Object) that landed on my glasses. Today, you enter the bergfried or main tower at ground level – originally, the entrance was one floor off the ground and today’s entrance area was a dungeon and only accessible through a hole in the ceiling basically. What a nightmare that must have been, dark, 2.75m thick walls, I don’t even want to imagine hygiene… it can’t get much more hopeless than this.

Karl Meyer, 1901 (Ausschnitt), in: Losse, M. (2008): „Keck und fest, mit senkrechten Mauertürmen… wie eine Krone.“ Burgen und Festungen an der Ahr und im Adenauer Land. Regensburg, S. 127.

Da atmet man heute noch mal ordentlich durch, wenn man oben angekommen ist und den Ausblick genießen kann (übrigens durch das Stockwerk mit der Kuppeldecke auf den Fotos oben).

What a relief to reach the top, take a deep breath and enjoy the view (by the way, passing through one floor with a domed ceiling as shown on one of the pictures above).

Mit diesem Ausblick muss ich zum Ende kommen. Ich wünsche euch einen schönen Abend und eine gute Woche!

This view must mark the end of this post. I wish you all a nice evening and a good week!

Barbara

Ein Tag in… / A Day in… KOBLENZ!



Es gibt eine wichtige Richtigstellung zu machen. Ich war bislang maximal zweimal in Koblenz, wahrscheinlich vor etwa 25 Jahren, und fand die Stadt ziemlich gruselig. Von Straßenverkehrsplanern vergewaltigt, mit einem Unding eines innerstädtischen Einkaufszentrums – ich kann mich nicht mehr erinnern, wieviel ich überhaupt gesehen habe, aber es hat mir gereicht, um jedem, der mich gefragt hat, von einem Besuch abzuraten. Vielleicht war das damals noch berechtigt, heute ist dem definitiv nicht so (auch wenn man an der Verkehrsführung nicht mehr viel ändern kann… aussagekräftig auch das „Haus der Straßenverkehrs“, wo eine Fußgängerbrücke in einem Winkel von zwei Schienenstängen eine achtspurige Straße überquert, ein Hauch von Bangkok im Rheinland).

There’s an important correction to make. I have so far been to Koblenz twice, probably about 25 years ago, and absolutely hated it. Road traffic seemed to have been the focus of city planning, a horrendous inner city mall – I can’t recall how much of the city I even ventured to see but it was enough to henceforth tell everybody who asked not to go and waste their time. Maybe there was some truth to that at the time, today that is a straightout lie (even though not much can be done about the road system anymore… I thought it was telling to find the „House of Road Traffic“ on this eight-lane thoroughfare, crossed by a large pedestrian bridge, sitting in the angle of two railway tracks – a touch of Bangkok in the Rhineland).

Die Koblenzer Altstadt ist wunderschön! Die zahlreichen Plätze müssen auch bei meinem letzten Besuch schon da gewesen sein, aber vielleicht war das Stadtbild heruntergekommener, unaufgeräumter – ich weiß es nicht. Aus mehreren Ecken vernahm ich jedoch, dass der Vorlauf zur BuGa 2011 die Koblenzer fast den Verstand gekostet hat, weil die Stadt nur noch aus Baustellen bestand und dass sich das gelohnt hat. Ich kenne keine Zahlen und Aufrechnungen, aber schon, wenn es sich nur gefühlt „gelohnt“ hat, ist das schon einiges wert.

Koblenz‘ old city is beautiful! I suppose the numerous squares were there last time around already but maybe the city was less well taken care of, dirtier – I don’t know. More than once I heard, though, that the preparations for the Federal Flower Show in 2011 almost drove the Koblenzers insane as the city seemed to be one giant construction site but that it was worth it. I don’t know any numbers or calculations but even if they only feel it was „worth it“, I think that says a lot.

Vor dem Start der Veranstaltung, in der Mittagspause, vor dem gemeinsamen Abendessen bin ich hin und her geflitzt und habe Fotos gemacht, auch wenn wir am Folgetag noch eine Stadtführung hatten. Ich habe immer noch Lust auf mehr… und der angesprochene Weihnachtsmarkt auf den vielen kleinen Plätzen – das könnte was sein!

Before our event started, during lunch break, before we had the joint dinner I ran about taking pictures, even though we did have a sort of guided tour on the second day. I’m still ready for more… a very cozy Christmas market, spread about all those small squares, was mentioned – that could be an excellent occasion to return!

Die Rosen im kleinen, aber feinen Schlossgarten des Residenzschlosses waren noch nicht soweit, aber das Glitzern des Rheins hat den Entspannungsfaktor gleich mal hochgeschraubt. Apropos: wie man unschwer erkennen kann, war das Wetter absolut fantastisch. Und am Wasser kriege ich ja sowieso eigentlich immer gleich Urlaubsgefühl. Wasser gibt es hier wo Rhein und Mosel zusammenfließen, ordentlich. Und eine Seilbahn geht drüber, vom Deutschen Eck zur Festung Ehrenbreitstein.

The roses in the small but very nice garden of the Palace were not in bloom yet but the glittering of the Rhine did a lot to increase a feeling of instant relaxation. Talking about it: as you can easily see, the weather was absolutely gorgeous. Wherever there’s water, I feel like I’m on vacation anyway. And water there is, at the confluence of the Rhine and Moselle rivers. And a cable car runs across it! From „Deutsches Eck“ to the Ehrenbreitstein Fortress.

Mehr als einmmal war ich an die Rheinkreuzfahrt meiner Freundin Marlene im letzten Herbst erinnert – die sehr unter dem extremen Niedrigwasser gelitten hat. Beim Blick auf das Pegelhäuschen mit dem Rekordhoch von 1651 kaum vorstellbar.

I was reminded more than once of my friend Marlene and her Rhine cruise last fall which suffered a lot from the drought and extremely low water line. Hard to imagine, looking at the gauge house commemorating the record high of 1651 (among others).

Abschließend haben wir beim Weingut Göhlen noch einen zuerst enttäuschend modernen, im weiteren Verlauf aber sehr urigen Weinkeller besichtigen können. Weinproben sind bei mir ja immer vergebliche Liebesmüh – mittlerweile habe ich die Hoffnung aufgegeben, dass mir Wein mal schmeckt. Der Traubensaft jedoch war hervorragend!

The day came to an end at the Göhlen Winery where we toured an at first somewhat disappointing modern cellar before moving on to a very old one that did impress us all. Wine tastings are always lost on me – by now I have given up hope that I will ever acquire that taste. But the grape juice was delicious!

So, auf in eine neue Woche… genießt den Sonntagabend!

Getting ready for a new week… enjoy your Sunday night!

Barbara

Auf der Suche nach Ruhe? / Looking for tranquility?


Der wunderbaren Ruhe im Schwarzwald musste ich leider viel zu früh wieder den Rücken kehren – und wie das dann so ist, dauert es seine Zeit bis man zu den Dingen kommt… Ich wollte euch ja noch mehr erzählen zum Kailash Guesthouse in St. Georgen, das im September 2018 seine Tore geöffnet hat. Die Reise dorthin war ein spontaner Entschluss, nachdem ich einen Flyer dazu in der Post hatte. Daniela, die Miteigentümerin, ist eine, tja… „verloren gegangene Bekanntschaft“- wir hatten sicher 10 Jahre keinen Kontakt, aber sie hatte sich an mich erinnert und recherchiert, wo ich dieser Tage anzutreffen bin.

The day I had to leave the peaceful Black Forest again of course came much too soon – and as often happens, the daily grind kept me from writing the promised post about the Kailash Guesthouse in St. Georgen, that opened in September 2018. Traveling there was a very spontaneous decision after I had received a flyer in the mail. Daniela, co-owner of the guesthouse, is a long-lost acquaintance – we had lost touch at least 10 years ago but she was thinking of me and found out how to get in touch.

Bei meiner Ankunft war es bereits dunkel, aber trotzdem fühlte ich mich gleich gut aufgehoben – durch das herzliche Willkommen und einige Dinge, die mir direkt ins Auge fielen: die Kaminecke (ich liebe Kaminfeuer), die Farbe des Mobiliars in der Lounge (oooohhhh… petrol!), die nicht von einem amerikanischen Großkonzern hergestellte Getränkeauswahl, das Gebäck in der Kühlung… und die kurzfristig noch servierte Kürbissuppe mit Käseauswahl!

It was already dark when I got there but I felt I had come to the right place immediately. It was a very warm welcome and then there were a few things that met my eye even after I had been on the road for 5 hours: the fireplace (I love fireplaces), the color of the furniture in the lounge (ooooohhh… teal!), the choice of sodas from a regional producer, the pastries in the glass refrigerator… and the yummy pumpkin soup with a selection of cheeses that I was offered!

Am folgenden Morgen war selbst bei bedecktem Himmel nicht zu verkennen, wie absolut lichtdurchflutet das Erdgeschoss mit Lounge, Frühstücksraum und Meditationssaal ist. Das Problem: man will gar nicht mehr weg. Erst das Licht, dann noch das Essen. Und das Konzept des Frühstücks hat mir gefallen. Man wählt quasi classic, vegetarisch oder vegan und dazu gibt es täglich wechselnde Frühstücksbreis und Kuchen, frischen Apfel- und Orangensaft, Eier und sehr gute Brötchen und Croissants. Sollte es noch besondere Bedürfnisse geben: einfach Bescheid sagen. Und das gefällt weiter: der Schwerpunkt liegt auf regionalen, saisonalen und möglichst aus ökologisch kontrolliertem Anbau stammenden Produkten.

On the first morning, although it was foggy, another feature couldn’t be missed: the ground floor with the lounge, the breakfast room and the meditation hall are just bathed in light. That causes a serious problem: you don’t want to leave. First the light, then also the food. I liked the concept of the breakfast, too – it caters to all needs. You first choose classic, vegetarian or vegan and then there’s side dishes (porridges and pastries) that change daily (and are all vegan, yet – and this comes from a guilt-ridden carnivore – almost 🙂 all delicious). Add fresh apple and orange juices, boiled eggs and very good buns and croissants. If there are even more specific needs to meet: just ask. There’s more to like: they try to focus on regional, seasonal and organic products.

Und wenn wir dann gerade beim Essen sind: man kann ein Lunch-Paket buchen. Auch das entspricht den genannten Kriterien und noch weiteren, um Nachhaltigkeit bemühten Ansätzen: kein Einmalplastik, keine Kleinstverpackungen. Das sieht dann allen Ernstes so aus (und nein, ich konnte abends nicht schon wieder essen):

Now that we’re talking about food: you can also order a packed lunch. That, too, goes along the criteria mentioned above and adds a few more aspects in the sustainability section: no single-use plastics, no micro packages. It seriously looks like this (and no, I couldn’t order dinner that night):

… und dann so:

… and then like this:

Ich hatte ein Einzelzimmer gebucht, das eine gute Größe hatte und sympathisch eingerichtet war. Erst war ich unsicher, ob es eine gute Idee war, sich auf ein Zimmer ohne (Schreib-) Tisch einzulassen, konnte mich dann aber nicht nur ungehindert, sondern willkommen in der Lounge mit meinen Vorhaben ausbreiten. Es war eine sehr familiäre Atmosphäre: während ich vor mich hinbastelte oder -schrieb, quatschten andere beim prasselnden Kaminfeuer, und eine dritte Gruppe unterhielt sich in der lieblingsfarbenen Sitzgruppe. Das Wlan war fantastisch und für wen das relevant ist: der Fernseher im Zimmer hat Netflix. Ich würde mal dreist vermuten, dass man sich auch noch für ein Brettspiel im Frühstücksraum hätte einfinden können.

I booked a single room of a decent size and that I felt was cozy. Before I got there I was wondering whether it had been a good choice to go for a room without a desk but it was no problem at all to „do my thing“ in the lounge. It was a family-like atmosphere: while I was crafting or typing away, others chatted by the fire and another group were talking in the seating area of my favorite color. The Wifi was fantastic and for those to whom that is relevant: there’s Netflix on the TVs in the rooms. I dare say that if you felt you wanted to play a boardgame in the breakfast room, that wouldn’t be off-limits either.

Was man bei allen Unterkünften im „Ferienland“ gegen eine geringe tägliche Gebühr bekommt, ist eine Karte, die für den gesamten Aufenthalt die kostenlose Nutzung des ÖPNV in der Region ermöglicht (sogar bis Freiburg). Damit ist auch die kostenlose Nutzung des Hallenbads in St. Georgen möglich (5 Gehminuten entfernt) und einige andere touristische Ziele sind vergünstigt zu haben. Die Lage, abgesehen vom Schwimmbad: in gut 5 Gehminuten ist man auch im Zentrum St. Georgens und in 10 am Wald und gleich an gut ausgeschilderten Wanderwegen. Ich hatte für die Anreise zwar das Auto gewählt, aber in St. Georgen hält auch ein IC und man kann sich vom Bahnhof abholen lassen. Das sollte man auch – das ist ein ziemlich langer Weg verteufelt steil den Berg hoch.

You have to pay a small daily fee wherever you stay in the „Ferienland“ region but you get a card in return that entitles you to free use of the public transport system (even down to Freiburg). It also gives you access to the pool in St. Georgen free of charge (a 5-minute walk from the guesthouse) and a few other sights have reduced prices for cardholders. The location, apart from the pool: a 5-minute walk in another direction will take you to the center of St. Georgen and 10 minutes in the direction and past the pool will get you to the forest and to the trail system. I had chosen to come by car but St. Georgen is also a stop for IC trains and you can ask to be picked up from the train station – which I would recommend because it’s quite a hike, and a steep one at that.

In der Summe: ich fand das Preis-Leistungsverhältnis vollkommen in Ordnung und komme gerne wieder. Man kann sicher kostengünstiger unterkommen (wenn man z.B. mit mehreren Personen ein Häuschen mietet oder so), aber wenn einem an den diversen Vorzügen dieses Guesthouse liegt (bio, nachhaltiger Ansatz usw.), dann ist es das allemal wert. Und da ich dies gerade aus einem vollkommen seelenlosen und dabei hochgradig überteuerten Hotel in Bern, Schweiz, schreibe, macht es mir gleich noch mehr Sinn…

In a nutshell: I found this to be good value for money and am looking forward to coming again. There are certainly places where you can stay for a lower price (for example when you rent a cottage with a group of people) but if you appreciate the approach of this guesthouse (organic food, sustainability etc.) it’s totally worth it. As I’m writing this from a soul-less hugely overpriced hotel in Bern, Switzerland, it somehow seems to make even more sense…

Barbara

P.S.: All pictures in this post are either by myself or taken from the official website of the Kailash Guesthouse – with the express consent of the owners.