Hiking Georoute O

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Und wieder so ein Tag mit bestem Wetter! Heute in Begleitung von drei Mitwanderern haben wir uns gleich zu Beginn am Startpunkt Bahnhof Engeln verquatscht von der Wegführung verwirren lassen und kamen erst etwas verspätet auf die Runde. Erste gedankliche Notiz: erstaunlich viele Autos unterwegs auf den „für landwirtschaftlichen Verkehr frei“ gegebenen Wegen…

And another day with gorgeous weather! Today I was accompanied by three fellow hikers which didn’t keep us from getting confused about the routing right at the start at Engeln train station (or maybe our chitchat was at the root of it), so finally headed out on the right path with a little delay. Mental note: amount of traffic remarkable on these „roads open to agricultural traffic only“…

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Der Tuffsteinweg – Georoute O sollte es heute sein, also wieder voll vulkanisch. Und man kann es nicht anders sagen: es ist viel zu sehen und anhand der ausführlichen Infotafeln zu lernen (in diesen Beitrag einfließen zu lassen) oder zu entdecken. Zuerst lernten wir den Weiberner Tuff kennen, der besonders feinkörnig ist. Anfang des 20. Jahrhunderts war in der Region sozusagen ein Steinmetz-Zentrum: geschätzte 1200 Steinmetze waren in 35 Betrieben aktiv. Das sind, wenn man sich die ländliche Gegend hier nochmal vergegenwärtigt, atemberaubende Zahlen. Heute wird im Steinbruch „Auf Godelscheid“ noch abgebaut, allerdings findet hier nur eine Verkleinerung auf diverse Korngrößen statt – natürliches Substrat zur Dachbegrünung.

We had the Tuff¹ Path – Georoute O on the agenda, so more volcanoes and such. It’s really an interesting hike with lots to learn by way of numerous info posts (and then processing the info into this post) or to discover. We first learned about tuff from Weibern, which is particularly fine-grained. At the beginning of the 20th century this area was a hotspot for stonemasons: it is estimated that 1,200 of them worked in 35 workshops here. These numbers are nothing short of breathtaking when you keep in mind just how rural and sparsely populated the region is. The quarry „Auf Godelscheid“ is still active today yet producing only gravel of different grain sizes – natural subtrate for „green roofs.“

¹ Tuff in German is translated as tuff, tufa or whinstone – I have no idea which is most common or what potential mineralogical differences there might be between the English terms.

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Was man aber mit Tuff schickes anstellen kann, sieht man in Weibern selbst. An manchen Stellen, bspw. mit Blick auf das Haus mit der Kiefer unten, wähnten wir uns eher irgendwo in Frankreich – vielleicht in der Bretagne?

As for fancier uses of tuff it’s a good idea to have a look at Weibern itself. In some spots, e.g. looking at the house with the pine tree next to it in the collage below, we felt we were beamed to some place in France – maybe Brittany?

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Aber auch andernorts kann man den Tuff finden. Durch sein geringes Gewicht eignet er sich hervorragend für den Kirchenbau, speziell die Bögen der Gotik. Das Oktogon im Aachener Dom besteht aus Weiberner Tuff, so auch Teile des Doms in Bremen oder auch Rathausportal und Gürzenich in Köln.

But you can find the Weibern Tuff elsewhere, too. It’s a rather light material and as such ideal for church construction, especially the arcs of Gothic churches. So you find it makes the octogon of Aachen Cathedral, parts of the cathedral in Bremen, but also the portal of the city hall in Cologne and the Gürzenich.

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Am Phonolithbruch „In den Lärchen“ hat mich noch mehr als die beeindruckend hohe Wand ein Foto auf der Infotafel fasziniert, auf dem man sieht, wie der Abbruch in Handarbeit erfolgt ist. Gefragt hatten wir uns das schon vor Ort, die Antwort habe ich nun gefunden: „phono“ weist hier tatsächlich auf akustische Eigenschaften hin – Verwendung u.a. für Klangsteine.

You would have thought the impressive steep face at the phonolith quarry „In den Lärchen“ was most captivating but in fact it was a picture on the info board which shows how decidedly huge walls of the material were manually extracted back in the day. Also, I have found the answer to our wondering about „phono“: yes, it does relate to the acoustic properties of the stone – it’s popular for use in/as lithophones.

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Hier in der Gegend kann man auch schon mal direkt im geologischen Aufschluss wohnen wie im Sandkaul Grube Portz. Auch hier eine hochinteressante Infotafel, deren Details jedoch definitiv den Umfang dieses Posts sprengen würden. Bei Interesse: wandern und lesen oder nachfragen. Nur soviel: man kann hier wunderbar verschiedene Ablagerungsschichten erkennen, von der braunen „Kieseinheit“ über eine weiße „Bimseinheit“, gefolgt von einer dunkelgrauen „Basalttascheneinheit“ und abgeschlossen durch eine „chaotische Schlammstrom[Lahar]einheit.“

Around here it happens that your house is right next to an outcrop just like in Sandkaul Grube Portz. You may have guessed it: there’s another highly interesting information board here but the details are definitely beyond the scope of this post. So you have to either do the hike and read it or get in touch for more info. Suffice to say that you can make out different layers of deposits quite easily here, going from a brown gravel layer, over a white pumice layer to a dark gray layer of basalt pockets and finished off by a „chaotic lahar layer.“ (A lahar being a volcanic mudflow).

GeoO_7Es gab auch den einen oder anderen Fall von „Wie Sie sehen, sehen Sie nichts,“ aber allein der deutlich abweichenden Färbung wegen will ich das Foto dabei haben. Wir befinden uns hier auf dem Gipfel des Schlackenvulkans Humersberg, wo man diverse „Bomben“ sehen soll, besonders auch sog. Kuhfladenbomben, also durch die Gegend fliegende Schlacke, die dann aufknallt und in Fladenform erkaltet. Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit ist das zu sehen, aber meinem geologisch nur sehr begrenzt trainierten Auge bleibt es verborgen.

There was also a case of illusion that would make David Copperfield pale but I would like to include the picture anyway because of the decidedly different color(s) of the rock. It was taken on the summit of Humersberg, a cinder cone where you are supposed to see several „bombs“, especially the aptly called „cow patty bombs“ (literal translation from German… no idea whether that is a term recognized in the scientific community, in either language): imagine cinders flying about and then hitting the ground and cooling in the shape of said cow patties. I am very willing to believe that it can be seen on this picture but they remain invisible to my in all things geology only rudimentarily trained eye.

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Eine Mittagspause unter dem größten Weidenkätzchenbaum ever brachte uns weiter in zeitlichen Verzug, so dass wir den Abstecher von Kempenich nach Spessart zugunsten einer abschließenden Einkehr in der Vulkan Stube in Engeln weggelassen haben. Die hatte allen Erstes auf, an einem Donnerstag Anfang März (Achtung: geschlossen wegen Renovierung 07.-24.3.22). In der Eifel. Pommes und Currywurst können empfohlen werden 😉

A lunch break underneath the largest ever pussy willow made for further delay so that we decided to skip the part between Kempenich and Spessart in favor of a visit to Vulkan Stube in Engeln. Which was actually open for business, on a Thursday in early March. In the Eifel. French fries and „Currywurst“ can be recommended 😉

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Mal sehen, auf welchen weiteren Georouten ich dieses Jahr noch landen werde… auf bald!

Let’s see which of the other „Georoutes“ I will explore this year… see you soon!

Barbara

Hiking Zähbasaltweg

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Der Zähbasaltweg zieht sich in und um Hohenfels-Essingen, wo sich wiederum alles um Basalt dreht – so ziert das Gemeindehaus der größte Mühlstein der Eifel und auch sonst ist hier einiges aus Basalt, woran man auf dem ersten Kilometer oder so durch den Ort und hoch zu den Mühlsteinhöhlen vorbeikommt. Die hier hergestellten Mühlsteine erfreuten sich reißenden Absatzes, für Papiermühlen bis Schweden und Indien. In den Quellen, die ich gefunden habe, wird oft der Vergleich zum Mayener Basalt gezogen, der in Sachen Mühlsteine insofern unterlegen war, als dass er mit der Zeit sozusagen glatt poliert wird, was in der Papierherstellung nachteilig ist (der Hohenfelser bleibt rauh).

The Basalt Trail runs in and around Hohenfels-Essingen, where all is about basalt – the Eifel’s largest millstone can be found in front of the community center and many more things in gardens and on buildings that you pass on the first kilometer or so through the village and up to the millstone caves are made from basalt. The millstones made here were popular way beyond the region, as far away as paper mills in Sweden and India. The sources I dug up compare this basalt to that from Mayen which, when it comes to millstones, was of inferior quality as with time it would become all polished which obviously is a disadvantage in paper production (the one from Hohenfels remains rough).

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Gerade wenn man denkt, mehr Teerstraße muss nun wirklich nicht sein, wird man erlöst und erreicht die Grillhütte mit Spielplatz vor beeindruckender Kulisse.

Just when you think you’ve had enough asphalt for the day, you reach the grill hut and playground with an impressive backdrop.

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Der Bereich ist ziemlich malerisch und auf den schmalen Pfaden hin zu den Höhlen lässt sich’s gut durchatmen, in den Lungen wie im Kopf. Vorab las ich, dass man die Fledermäuse in den Höhlen bis April in Ruhe lassen soll und ließ die Taschenlampe zuhause… hier sagen die Schilder dann: ganzjährig geöffnet, wenn man mit den Fledermäusen klarkommt. Aber ich habe ein Video gefunden, das euch einen kleinen Einblick geben kann: in den Höhlen wurden die Mühlsteine aus der Wand bzw. der Decke gearbeitet und sind teilweise noch zu sehen.

This part is really picturesque and you can take deep breaths of fresh air on the small paths to the caves – it’s quite a respite for a busy mind, too. I had read before that one should leave the caves‘ bats alone before April so I left the flashlight at home… once here, the signs say they’re open yearround just be prepared to meet a few bats inside. But I found a video online which can give you an idea: the millstones were broken out of the caves‘ walls and ceilings and some were left mid-job.

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In diesem Bereich gibt es auch eine 1897 fertiggestellte Grotte. Der Lehrer Julius Schulz geriet auf einem Ausflug mit seiner Klasse an die Dauner Maare in einem undichten Boot in Seenot und als Dank dafür, dass alle mit dem Leben davonkamen, initiierte er den Bau der Grotte.

Not far away from the caves you will also find a grotto, finished in 1897. The teacher Julius Schulz had taken his students on a trip to Dauner Maare where they got in distress in a leaking boat, so he took an oath to build a grotto should they all make it back to shore alive. And they did.

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ZB_HE10Der kleine Pfad im lichten Buchenwald findet leider schnell ein Ende, wird abgelöst durch einen breiten Forstweg entlang eines Steinbruchs, der nicht betreten werden darf.

The wonderful path in the bright beech tree forest comes to an end much too soon and is followed by a broad forest road passing a quarry – access denied.

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Kurz darauf wird es noch ernüchternder, denn wir sind zurück auf Asphalt – und da muss ich leider sagen: ich kann den Weg in Gänze nicht empfehlen, geschätzt 70% sind asphaltiert, was an einigen Stellen besonders lieblos und kreativfrei wirkt, da sich andere Wegführungen ganz klar anbieten. Vollkommen fasziniert allerdings war ich von der Möglichkeit, mir die Ausmaße einer modernen Windmühle mal näher anzusehen.

Very soon it gets even more disenchanting because we are back on an asphalt road – and this is where I have to say: I can’t recommend this hike as a whole, it must be 70% on tarmac, which in some places seems particularly loveless and devoid of creativity as potential alternative routings are very obvious. I was absolutely fascinated, though, by the opportunity to get a close-up look at the dimensions of a modern windmill.

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Doch nochmal zurück zum Basalt der Gegend. Nach etwas Recherche – hauptsächlich im Heimatjahrbuch Vulkaneifel – weiß ich jetzt, dass sich Zähbasalt durch besondere Langlebigkeit, sowie Witterungs- und Salzbeständigkeit auszeichnet. Eigenschaften, die ihn einerseits zum idealen Pflasterstein machen (bspw. vor dem Reichstag in Berlin) und andererseits zum guten Werkstein für Denkmäler und Ornamentsteine. Besonderer Beliebtheit schien er sich beim Bund Deutscher Kriegsgräberfürsorge zu erfreuen, die häufig auf ihn zurückgriffen. So hat er es als Obelisk nach El Alamein /Ägypten und als von Engeln getragene Feuerschale in Tobruk / Libyen geschafft.

But let’s have a look at the basalt of this region again. I did a little research, mainly in Heimatjahrbuch Vulkaneifel (German language – do you know deepl.com? Very good translations!), and now know that this particular basalt (no idea what it translates to in English) is known for its longevity and weather and salt resistance. Features that on the one hand make it an ideal material for pavements (for example in front of the Reichstag in Berlin) and on the other hand as stone for monuments and ornamental stones. It seems that it held a special appeal for the German War Graves Commission. Among many others, it has been used for an obelisk in El Alamein / Egypt (for English text: Info board) and for a fire bowl carried by angels in Tobruk / Libya (for English text: Info board).

Versöhnlich zum Abschluss am Veilchendienstag noch dieses Schneeglöckchen-Meer – davon scheint es in diesem Jahr ungewöhnlich viele zu geben, ist das bei euch auch so?

Finally, this sea of snowdrops – there seems to be an unusually large number of them this year, have you noticed that where you are, too?

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Auf bald!

See you soon!

Barbara

Hiking Dörferblick Variations

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Für die erste Woche im März habe ich mir das erste Wanderprogramm 2022 einfallen lassen. Zwei von vier Touren haben Mitwanderer gefunden und im Nachhinein glücklicherweise die anderen nicht, so dass ich kurzfristig notwendig gewordene terminliche und Routen-Änderungen vornehmen konnte. So hat mich der Rosenmontag u.a. auf einen Teil der Dörferblickschleife im Bereich Barweiler und Pomster gebracht.

For the first week in March I had drawn up the first hiking schedule for 2022. I had found company for two out of four hikes which in hindsight was a stroke of luck because I had to rearrange dates and routes spontaneously at the start of the week. So Monday took me out on parts of Dörferblickschleife around Barweiler and Pomster and then some.

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Da war schon ganz schön viel Frühling im Spiel – wobei ich mir um die Schmetterlinge noch ein bisschen Gedanken mache… sind die immer so früh unterwegs? Hier und da lag auch eine der ganz intensiven Frühlingsduftnoten in der Luft 😉

Spring was all around – I do worry a bit about the butterflies, though… are they always that early? Here and there some of the more intense scents of spring was in the air 😉

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Das Grün auf den Wiesen und Weiden fehlt noch ein bisschen – an den Bäumen sowieso, aber bei solch fantastischem Wetter ist das eher nebensächlich. Am Teilstück Richtung Wenigbachtal habe ich mich kurz gefragt, ob auch hier die Trolle, im Einklang mit der Landschaft eher gras- denn moosbewachsen, Einzug gehalten haben.

The meadows and pastures still sport more brown than green – more so the trees, of course, but in this gorgeous weather it was a minor detail. Walking down towards Wenigbach I wondered whether there were trolls now in the Eifel as well – in going with the scenery, more grass than moss covered.

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Der Bereich am Wenigbach ist mir der liebste und auch wenn ich darauf vorbereitet war, dass auch hier die Flut vom letzten Sommer Schäden angerichtet haben könnte gab’s dann schon den einen oder anderen „Überraschungsmoment“. Dafür dass wir uns hier im Naturschutzgroßprojekt Obere Ahr-Hocheifel bewegen, hätte ich mir da anderes erwartet als massiv planierte Wege, den Abraum noch als Wall daneben, wo vorher Biotop war: grüner Mittelstreifen, der vor Insekten nur so brummte. Dazu die eher erratisch hingeworfen wirkenden Felsblöcke als… Befestigung?

The area along the Wenigbach is my favorite and even if I was prepared that there may be damages from last summer’s devastating floods, I was in for a few „surprises“. Seeing as this route is part of a nature conservation project, I was not ready for massively levelled paths, the „waste“ left right there, building walls along the former path, where before there was an actual habitat for tens of thousands of insects making the air vibrate on a warm summer day. Add to that the boulders that are somewhat erratically placed to form a… reinforcement?

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Wird wohl Zeit, dass ich mir den Rest auch ansehe – die Fernblicke waren heute auf jeden Fall die Highlights…

I guess it’s high time I did the whole route again – the views were definitely highlights today…

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So darf das Wetter ein Weilchen bleiben – auf bald!

I have no objections to the weather continuing to be like that – see you soon!

Barbara

Hiking „Walderlebnis Kerschenbach“

Bis Samstagabend war ich zu platt, um einen konkreten Plan zu machen für den Sonntag, der mit bestem Herbstwetter aufwarten sollte. Nicht zu anspruchsvoll, denn mein Rücken muckt rum dieser Tage. Nicht zu weit weg, dass nicht die Anfahrt am Ende länger dauert als die Wanderung. Möglichst mit viel Licht, also offene Landschaft oder Laubwald. Die Wahl fiel auf den Rundweg „Walderlebnis Kerschenbach“, 8 km mit 120m Höhenunterschied. ’n Tacken weit, aber es kam zu einer Kombi, doch dazu später mehr.

Right up until Saturday night I was too exhausted (the grouse finally knackered) to make an actual plan for Sunday which was supposed to treat us to gorgeous fall weather. Nothing too challenging as my back is acting up these days. Not too far away – we don’t want the car ride there to take longer than the actual hike. With as much light as possible, so open skies or deciduous forest. I found „Walderlebnis Kerschenbach“, 8 km with 120m of elevation. Maybe a tad far away but I was able to find another activity to combine it with – but more about that later.

Es stellte sich als exzellente Wahl heraus. Das Laub in den wunderbarsten Farben, der Himmel strahlend blau, die Wege abwechslungsreich – an Tieren habe ich allerdings quasi hinter jeder Ecke Kühe gesehen, die mich teilweise angeguckt haben, als hätte es gedonnert… bis auf zwei weitere Wanderer ist mir allerdings wieder kein Mensch begegnet, es war also vielleicht auch ein schockierender Anblick.

It turned out to be an excellent choice. The foliage breathtakingly beautiful, the skies of a deep, clear blue, the paths were varied – animals were lacking in variation, though, there were cows practically behind every corner I turned and they often looked at me as if struck by thunder… but then I only met two other souls on the whole trail so maybe I was a shocking sight.

Im Wald dieser moosig-modrige Herbstgeruch, wenn ihr wisst, was ich meine. Okay, zugegebenermaßen ist der natürlich stärker, wenn man auf dem Boden rumrobbt, um Pilze zu fotografieren…

The woods smelled like moss, this musty scent, if you know what I mean. Okay, I admit: it is of course more intense when you crawl on the ground trying to take pictures of mushrooms…

Die angegebenen 2:30 Stunden Wegzeit waren exakt ausreichend, inkl. einer Teepause und knapp 80 Fotostops… ich hätte das auch noch doppelt so lang ausdehnen können, aber dann kam mir doch der zweite Programmpunkt in den Weg – zu eng geplant das Ganze.

The trail time is listed as 2:30 hours which I made almost to the minute, including a tea break and about 80 photo stops… I could have easily extended this to last twice as long, just sitting in the sunshine, but the second item on my agenda got in my way – I didn’t factor in that I might actually not want to move on for a while.

Der zweite Programmpunkt, der der Anreise die letzte Rechtfertigung geben sollte, war mein erster Kinobesuch seit Ewigkeiten (coronabedingt): in der Eifel-Film-Bühne in Hillesheim, wo ich das letzte Mal wahrscheinlich vor 30 Jahren war. Es war einfach fantastisch – große Leinwand, Popcorn, Kaltgetränk, Vorfilm, teils grausige Lokalwerbung – und dann ein wunderbar unterhaltsamer Film. Ein gelungener Wiedereinstieg in cineastische Aktivitäten. Hoffentlich bald mehr.

That second item (helping to justify the longish journey) was my first visit at the movies in, like, forever (COVID-related): at Eifel-Film-Bühne in Hillesheim. I think I was last there about 30 years ago. It was fantastic – the big screen, popcorn, soda, a supporting film, amateurish commercials for local businesses – and then a wonderfully entertaining feature movie. A successful return to the cinema. Hopefully more to come!

Damit entlasse ich euch für heute und hoffe, ihr konntet das Wetter gestern ebenfalls genießen und hattet einen guten Start in die Woche!

With this I’ll let you go and hope that you also got to enjoy the gorgeous weather yesterday and had a good start into the week today!

Barbara

Hiking near Hersdorf

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Es kamen viele Dinge zusammen. Unter anderem klappte es endlich mal, ein lang geplantes Treffen mit einer Freundin zu ermöglichen und sich somit in vielen Bereichen mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Und dann dazu dieses Wahnsinnswetter – die Wanderung hatten wir im… April? schon mal auf dem Plan, sagten es aber ab wegen widrigster Bedingungen. Im Nachhinein war das noch weiser als sowieso schon.

A few things fell in place today. Among others, I finally managed to meet a friend again and catch up on all kinds of things. And then this positively gorgeous weather – this hike had originally been planned in… April? but was cancelled due to really nasty conditions. It was a good move back then, in hindsight even wise.

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Zur Abwechslung bin ich mal keinem ausgeschilderten Pfad gefolgt sondern unter Führung besagter Freundin, die sicherstellen wollte, dass ich darüber im Bilde bin, dass die Eifel auch in ihrer Gegend den Besuch wert ist (naja, das war ja schon länger klar – sogar für wunderbare Winterspaziergänge!). Das erste, was mich überzeugt hat, war die Weite. Hin und wieder kam man sich vor wie auf einer Hochebene. Da kann der Kopf noch so dicht sein: hier wird er wieder frei.

With my friend as a local guide at hand, we didn’t follow a particular trail. She just wanted to make sure I fully realize that this part of the Eifel is well worth a visit, too (well, I’ve known that for a while – even wonderfully snowy winter hikes!). The first thing I noticed: the vastness of the landscape. In some places I felt as if on a high plateau. You can be stressed out as hell: out and about around here you will find your balance.

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Auch hier hat das Hochwasser Schäden angerichtet – es sieht im Vergleich zu vielen anderen Orten nicht nach viel aus (und ist es auch nicht), aber wenn man bedenkt, dass dieser Bachlauf im Normalfall eigentlich so gut wie gar kein Wasser führt, sogar die zerstörte Brücke fast überflüssig wirkte, ist schon das nicht nachvollziehbar. Den Bäumen wird es wohl eher unangenehm sein, im Wurzelbereich so nackig dazustehen… aber immerhin ist es ein interessanter Einblick.

The area was also affected by the floods – compared to many other places it doesn’t look like (and isn’t) much but when you realize that there is usually only a tiny creek here, often not more than a trickle, that almost made the recently destroyed bridge look redundant, you have a hard time to make sense of it. I would think the trees don’t enjoy being so bare around the roots… but for me at least it’s an interesting insight.

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Aber lieber auf zu einem weiteren Highlight, das korrekterweise wohl eher den Orten Fleringen oder Rommersheim zuzuordnen ist: der Krausbuche (und ihrer beiden Kinder). Es ist eine seltene Form der Rotbuche, die man unter vielen verschiedenen Namen finden kann – Süntelbuche scheint der verbreitetste zu sein. Der leitet sich ab vom größten bekannten Süntelbuchenbestand in Europa, nördlich von Hameln – leider 1843 gerodet.

But let’s move on to another highlight, which, truth be told, is more correctly allocated to either Fleringen or Rommersheim: the twisted beech (also: dwarf beech or parasol beech). It’s a rare variety of the common beech. One of its many German names, Süntelbuche, comes from an area north of Hameln of the same name, where there was a whole forest of them – until it was cleared in 1843.

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Sie bilden ein kuppelförmiges Blätterdach, was mich sofort denken ließ: will ich haben für den Garten! Aber dass das nicht einfach ist, kann man sich ja denken, wenn das Vorkommen so sehr beschränkt ist. Und selbst wenn es klappen sollte, dass aus den Bucheckern tatsächlich eine Krausbuche wächst und keine normale Rotbuche – was man erst nach 5 bis 10 Jahren feststellen kann – wird das mit dem Daruntersitzen in diesem Ausmaß wahrscheinlich nicht mehr ganz hinkommen…

The branches form a cupola and standing underneath it my first thought was: gotta have it for the garden! But seeing as it’s so rare, it doesn’t come as a surprise that it’s not easy at all to grow a twisted beech out of its nuts… many things need to be „right“ in order for it to become just that and not a common beech. And you can notice only 5 to 10 years in whether that was successful. So to grow one to this size and lounge underneath it… I’m too late.

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Nach dem schattigen, wenn auch lichtdurchfluteten Buchenwald mal wieder tiefblauer Himmel gefällig? In den letzten Zügen dieses, sagen wir mal zweifelhaften Sommers, muss man das mitnehmen, wann und wo immer man es kriegen kann.

Leave the shady, if light-flooded beech forest for some more time under the clear blue skies? In the last stages of this, let’s call it dubitable summer, you have to enjoy it to the full, whenever and wherever possible.

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Abschließend erreichten wir die Dolomitfelsen des Walbert, Teil der sog. Schönecker Schweiz in der Prümer Kalkmulde. Entstanden vor ungefähr 400 Millionen Jahren haben wir es hier mit ehemaligen Meeresboden zu tun, wo es erdgeschichtlich interessante Funde gab. Dass der Meeresboden quasi senkrecht in die Höhe ragt ist auf die Kollision der Urkontinente Laurussia und Gondwana zurückzuführen, die die Gegend hier „gefaltet“ hat.

Towards the end we reached the dolomite rocks of the Walbert which form part of Schönecken Switzerland in the lime depression of Prüm. It was formed about 400 million years ago and is basically former ocean floor which yielded quite a few finds of geological interest. The fact that the former ocean floor is often practically perpendicular to the ground we walk on today is due to the collision of the supercontinents of Laurasia and Gondwana which „folded“ the area around here.

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Es gibt noch viel zu entdecken und weitere Ausflüge in die Schönecker Schweiz und angrenzende Gebiete zeichnen sich ab!

There’s still a lot to discover and more trips to Schönecken Switzerland and neighboring areas are on the horizon!

Barbara

Hiking Pellenzer Seepfad

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An diesem wunderbaren Tag im Frühherbst – ja, es fühlte sich eher als Herbst denn als Spätsommer an – hat es uns auf den Pellenzer Seepfad mit Startpunkt Tumulus in Nickenich geführt. Hier vielleicht die erste Anmerkung: den Parkplatz haben wir beide nur auf Nachfragen gefunden. Aus Richtung Nürburgring kommend am besten den Schildern zum Sportplatz folgen.

This gorgeous day in early fall – yes, it felt a tad more like fall than late summer – saw us hiking Pellenzer Seepfad, starting out at Tumulus in Nickenich. That warrants the first comment: we both found the parking lot only with the help of friendly locals. Coming from the direction of Nürburgring it’s best to follow the signs to the „Sportplatz“.

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Mit den Aussichten war es etwas schwierig, weil es besonders zu Beginn noch sehr diesig war. Noch dazu haben wir den Weg entgegen der Beschreibung gegen den Uhrzeigersinn begonnen, wir Revoluzzer, aber irgendwie schien das der passende Einstieg. Mit um die 600 Höhenmetern bin ich ganz gut ans Schnaufen gekommen – die Pause war viel zu lang. Vom Frustfressen ganz zu schweigen. Aber besonders die Partien im Laubwald haben uns gut gefallen.

We didn’t quite get to see all the views as it was rather hazy, especially at the start. And then we also did the trail counter-clockwise and thus against the described direction, the revolutionaries that we are, but somehow it seemed right. In all, it was an ascent of about 600 meters which I found surprisingly challenging – or maybe not surprising at all, seeing the long break and all the chocolate turned „hip gold“. But long stretches in deciduous forest made it all worth it.

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Der Anstieg zur Teufelskanzel, einem Felsvorsprung, mit Blick auf den Krufter Waldsee und das Neuwieder Becken war nicht annähernd so steil wie mancherorts beschrieben – es muss eine Alternativroute geben, wobei wir definitv der ausgeschilderten Traumpfad-Route gefolgt sind.

Reaching Teufelskanzel, a rock ledge with a view of Kruft forest lake and the Neuwied Basin wasn’t nearly as steep as described – there must be an alternative trail but it wasn’t part of this „Traumpfad“ one…

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Der Laacher See ist auch Teil der Route, wobei man die Klosterkirche nur aus der Ferne sieht. Viel interessanter an dieser Stelle waren auch die Mofetten. Das sind Stellen, an denen Kohlendioxid blubbernd an die Oberfläche tritt. Sie stehen hier im Zusammenhang mit Vulkanismus. Das Kohlendioxid kommt aus Magmakammern der Erdkurste oder des Erdmantels und ist an sich nicht giftig. Wenn durch den Anteil am Luftgemisch allerdings der Sauerstoffgehalt zu weit absinkt, kann man „friedlich einschlafen.“ So funktioniert wohl auch die manchmal im Zusammenhang mit COVID-19 vorkommende „happy hypoxia“…

Lake Laach is also part of the trail but the monastery’s church is visible only from a distance. It was rather more interesting to check out the mofettes. That are places where carbon dioxide bubbles to the surface, a volcanic phenomenon in the area. The carbon dioxide originates in magma chambers of the earth’s crust or mantle and is not toxic as such. But when the percentage of the air reaches a critical level (and lowering the oxygen share), you can „fall asleep peacefully“. I guess it’s the same process that is called „happy hypoxia“ when it comes to COVID-19…

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Einblicke in die Geologie kann man hier an verschiedenen Stellen gewinnen, wie auch durch den Tagebau am Eppelsberg oder an der „Schwarzen Wand“ unten. Die verschiedenen Schichten entstanden durch unterschiedliche Eruptionsformen sowie Ruhephasen. Auf Wasserdampfexplosionen folgten dann, in Ermangelung von mehr Wasser, Lavafontänen (Typ Stromboli), so dass sich Schlackenkegel bildeten: ein schwarzes Band mit darüber liegenden bunten Schichten, der bekannte Laacher Bims als heller Abschluss. Auch Unterschiede in der Körnung sind erkennbar, von feinen Ascheablagerungen über Lapilli (kleine Bröckchen) zu großen Lavabomben.

There are quite a few spots where you can get an idea of the geology of the place, for example at the Eppelsberg open pit mine or the „Black wall“ below. The layers you see were created by different kinds of eruptions and dormancy periods. There were steam explosions followed by lava fountains (once there was no water left to create steam) of the Stromboli type, creating volcanic cones: a massive black layer with colorful layers added one by one, the well-known Laach pumice on the very top. You can make out different grain sizes, too: very fine ash layers, „lapilli“ (smaller chunks) and large lava bombs.

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Bevor ich der Vulkanologie den Rücken kehre, hier noch ein Blick auf die Schweißschlackenbänder am Alte-Burg-Vulkan (rechts). Das Zeug wird bei der Eruption rausgehauen und flatscht so auf andere Auswurfprodukte und verschweißt sich mit denen. Vor Augen habe ich sowas, wie wenn man gut durchnässten Sand auf eine Sandburg knallt und der dann so ein bisschen abfließt, lasse mich aber gern aufklären von Menschen, die mit der Materie vertrauter sind 🙂

Before I let go of volcanology, let’s have a last look at the spatter layer of the Alte-Burg-Volcano (on the right). The stuff is shot out during an eruption and slams on the ground or material that went out first and sticks to it. Before my mind’s eye it looks like a shovel full of really wet sand thrown at a sand castle and how that oozes over the structure. But I’ll be happy to hear from people who have a more science-based view of things 🙂

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Doch noch mal zurück in den Wald, wo wir neben Trollen…

But let’s return to the forest for a bit where found trolls…

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… auch sehr viele und teilweise unfassbar große Pilze gesehen haben. Hier die bekannten Glühbirnen. Oder so – wer kann helfen?

… and lots of often incredibly large mushrooms, see the wellknown lightbulbs below. Or… who knows what they are?

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Hiermit komme ich zum Ende, ein Pflaumenkuchen ruft! Mit Sahne!

I’ll end here, there’s a plum cake waiting – with whipped cream!

Barbara

Hiking Wildnispfad Dahlem

Es sah nicht gut aus für unser Vorhaben, den gut 17km langen Wildnispfad in Dahlem zu gehen: auf dem Weg dorthin gab es sintflutartige Regenfälle, so dass ich schon in Überlegungen verfiel, was man in der Gegend an überdachten Aktivitäten wohl unternehmen könnte. Einmal angekommen und meine Mitwanderer am Bahnhof eingesammelt, hatte der Regen aufgehört und wir entschieden, zu starten. Es war die richtige Entscheidung, denn für den gesamten restlichen Tag sollten wir keinen Tropfen Regen mehr sehen.

We had planned to hike the 17 km Wilderness Path in Dahlem and it didn’t look good: on the way there I encountered torrential rains and feverishly started thinking about alternative indoor activities in the area to spend the day. Once I got there and had picked up my fellow hikers at the train station, the rain stopped and we decided to give it a go. It turned out to be the right decision because we didn’t see another drop of rain for the whole day.

Der erste kurz Stop ist an der Abtei Maria Frieden, deren Architektur mich irritiert hat – bis wir dann rausfanden, dass sie erst 1953 gebaut wurde. Es handelt sich um ein Zisterzienserinnenkloster „strengerer Observanz“ und nach der Website sieht es so aus, als seien derzeit noch 10 Nonnen vor Ort.

The Maria Frieden Abbey is the first landmark. I was quite confused by the architecture – until we found out it was built only in 1953. It’s a Cistercian monastery „of strict observance“ and going by their (German only) website it seems there are currently 10 nuns still living there.

Die Runde ist topografisch am gemütlichen Ende, es gibt eher seltenere Anblicke wie eine Arnikaheide (und wer weiß, was das Gewächs in der Mitte der folgenden Collage ist, darf mich gerne aufklären) und insgesamt ist es fast durchgängig ein Waldbad (à la shinrin yoku) – aber wir waren etwas enttäuscht. Und ich glaube nicht, dass es an der Strecke selbst lag, sondern an dem etwas irreführenden Namen. Bei „Pfad“ waren wir nicht eingestellt auf Forstwirtschaftswege, oft sehr breit und nicht selten mit langen Geraden. Alle drei hatten wir glaube ich mehr gewundene Trampelpfade im Unterholz im Kopf, kurz vor benötigtem Macheteneinsatz. Das war das hier definitiv nicht.

The trail is rather cozy topographically speaking, we have seen things we’ve never seen before like an arnica heath (and should you know the plant in the middle of the collage below, please enlighten me) and in general it felt like a long forest bath (see „shinrin yoku“) – but we were a little disappointed. And I don’t think it was the trail as such, it was the expectations we had associated with the name. „Path“ did not exactly evoke the wide forestry roads with long straight sections. All three of us had expected tiny trails in the undergrowth, just short of, like, needing to use a machete to get us through. That really is not what this is.

Aber wie ihr merkt, hat es meiner Fotografen-Tätigkeit keinen Abbruch getan und ordentlich gequatscht wurde auch, was will man also mehr?

But you may have noticed that it didn’t have an adverse effect on my photographic activity and we chatted away, so what more could you ask for?

Gleich zu Beginn wurden wir interessiert von einem Marder beäugt, während die Weinbergschnecke unser Vorbeikommen eher verschreckte.

Right at the start a marten eyed us curiously, while a Burgundy snail was rather scared by our appearance.

Definitiv liegt einer der lauschigsten Rastplätze ever an dieser Route, Tisch und Bänke etwas ab des Weges direkt am plätschernden Bachlauf, der an einem heißeren Tag sicher auch zu etwas Kneipp-Aktivität einlädt.

Without a doubt, the route offers one of the lushest rest areas ever, table and benches a little off the path, down by a little creek which on a warmer day would have seen us wading in it, I’m sure.

Damit ist der Wanderurlaub leider zuende… aber das Wandern wird wohl weitergehen 🙂

This marks the end of my hiking vacation… but I’m sure the hiking will continue 🙂

Barbara

Hiking Fürstin Margaretha Weg

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Auf den Rundwanderweg „Auf den Spuren von Fürstin Margaretha“ habe ich in diesem Wanderurlaub hingearbeitet, je nach Quelle 27,7 oder 28,3 km lang. Egal. Lang. Ganz klar eine sportliche Herausforderung und größtenteils in Gegenden ganz nah bei, wo ich aber noch nie war. Oder vor 35 Jahren das letzte Mal.

This hiking vacation was designed to build up stamina to tackle „Princess Margaretha Trail“, which, depending on the source, covers a distance of 27.7 or 28.3 km. Doesn’t matter. It’s long. So a real sports challenge and actually really close by, yet in parts where I’ve never been. Or else it’s been 35 years since I was there last.

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Wenn ihr diesen Blog häufiger besucht, dann kennt ihr diesen Berg schon ganz gut, nur aus anderer Perspektive: den Aremberg, den ich auch aus meinem Garten sehr schön inszeniert sehen kann. Und besagte Fürstin Margaretha ist aus dem Haus der Arenberger, die vom Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert ganz schön einflussreich waren. Margaretha (1527-1599) kam 1544 mit 17 Jahren an die Macht und hat bedeutend gewirkt in der Graftschaft Arenberg bzw. diversen Ländereien in der Eifel, den Ardennen und den Niederlanden. Das besonders in den Bereichen Bergbau, Eisenindustrie sowie Land- und Forstwirtschaft. Besonders am Herzen lag ihr auch die Erziehung der Jugend und im allgemeinen setzte sie sich dafür ein, durch eine Hebung des Bildungsniveaus das Hexenwesen zu bekämpfen. Ich würde mal sagen: ziemlich ihrer Zeit voraus.

If you come here on a regular basis, you have seen this mountain a number of times but from a different angle: Aremberg, which I can see beautifully staged from my garden. Said Princess Margaretha is of the House of Arenberg which was quite in the midst of it all from the middle ages all the way into the 19th century. Margaretha (1527-1599) came to power in 1544 at the age of 17 (!) and was impressively influential in the county of Arenberg and their many lands in the Eifel, Ardennes and the Netherlands, with a focus on mining, iron industry and agriculture and forestry. In addition, the education of the youth was particularly close to her heart and more generally she tried to fight witchcraft by improving the education of her subjects. I dare say: she was ahead of her time.

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Der Weg nun war ziemlich abwechslungsreich, lichte Laubwälder, gedämpte Nadelwälder, fast mediterran anmutende Höhenrücken, plätschernde Bachläufe – an diesem schwül-heißen Tag besonders angenehm. Und natürlich: weite Aussichten. Den Rastplatz oberhalb von Eichenbach, mit Blick auf Wershofen, kann ich mir sehr gut mit Kaffee, Kuchen und einem guten Buch für einen gesamten Nachmittag vorstellen.

But now for the trail: rather varied again, light deciduous and muted coniferous forests, almost mediterranean plateaus, rippling creeks – very pleasant on this humid day. And of course: wide views. I do see myself returning to the rest area above Eichenbach, looking towards Wershofen, with coffee, cake and a good book, enjoying a whole afternoon up there.

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Und wieviel Schönheit kann man so ertragen?

And how much beauty can you handle?

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Die Wanderung wird mit 7:30 Stunden Dauer angegeben. Es hatte dieses Mal jemand die Uhr so richtig im Auge: wir waren nach 7:55 Stunden zurück am Ausgangspunkt, inkl. mehr als 60 Minuten Pause. Irgendwo zwischen Kilometer 20 und 25 wurde es mal schwierig, vom Kopf her, aber die letzten 4 Kilometer sind dann fast verflogen. Es erreichte uns dann allerdings auch der Regen, so dass wir keinen Grund mehr hatten, uns irgendwo aufzuhalten oder gar Fotos zu machen.

The trail is listed as taking 7.5 hours to complete. Someone was keeping our time: we were back at the car after 7 hours 55 minutes, which included more than 60 minutes of rest time. Somewhere between kilometers 20 and 25 it got a bit tedious, mentally, but the last 4 kilometers went by in practically no time. I guess it helped that the rain caught up with us, so there was no reason to linger or even take pictures.

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Die Wanderung kann in zwei Etappen gesplittet werden… oder man kann auch noch früher anfangen als wir (9 Uhr) und wenn man keinen Regen in der Vorhersage hat, muss man sich ja auch nach hinten raus nicht hetzen. Bleibt ja noch bis 21:30 Uhr hell.

The circular route can be split in two legs… or you can just get going a little earlier than we did (9:00 a.m.) and if you choose a day without rain forecast, there’s no need to hurry at the end, either. It’s light out until 9:30 p.m. at the moment.

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Es wird weiter gewandert – bis bald!

There will be more hiking – see you soon!

Barbara

P.S.: Könnt ihr mit noch mehr Fingerhut umgehen?!

P.S.: Can you deal with more foxglove?!

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Hiking Vinxtbachtal

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Für den Titel ist der volle Name der heutigen Runde definitiv zu sperrig: Premium-Rundweg Vinxtbachtal. Schade eigentlich, denn es besteht ja gar kein Anlass, groß zu tönen als sei nix dahinter – ganz im Gegenteil. Doch fangen wir vorn an. Aufgrund der Hitzewarnung haben wir den Start um anderthalb Stunden nach vorne gezogen und anhand der Übersichtskarte entschieden, die Runde gegen den Uhrzeigersinn zu gehen, um das potentiell beschattetere Stück für den Nachmittag aufzuheben.

The official name of today’s hike is way too ungainly to be used in the title: Premium Circular Route Vinxtbachtal. It’s a shame, because there’s no reason to be so pompous as if you had to hide behind a fancy name – quite the opposite. But let’s take it from the start. We moved that up by an hour and a half because of another heat alert and after checking out the map decided to walk counter-clockwise, thereby covering the part with less forest cover in the morning and keep the potentially more shady part for the afternoon.

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Am Rodder Maar ging’s gleich los mit einem wunderbaren Blick auf die Burg Olbrück in der Ferne, während mich die Seerosen und Libellen fasziniert haben. Hinweis: hier startet dann der eigentliche Rundweg… 1,6 km vom Parkplatz entfernt. Interessante Info, besonders für einen heißen Tag.

It started out with a wonderful view towards Olbrück Castle across Rodder Maar, while I was all fascinateed by water lilies and dragon flies. Note: this is where the actual route starts… 1.6 km away from the parking lot. Good to know, especially in heat conditions.

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Es war ein Weg größtenteils durch Wiesen und Felder und zwar so, dass einem das Herz aufging. Auch an diesem Tag konnten wir auf zwei falsche Abbieger nicht verzichten. Der erste war missverständlich ausgeschildert, aber früh erkannt, der zweite hat uns deutlich mehr Zeit gekostet: Der Pfosten selbst war von Brennesseln zugewuchert und dann auch noch das Schild ab. Aber wie immer ist da eine positive Seite zu betrachten, denn ohne diese Umwege hätten wir weder den Feldhasen, noch den schimmernden Käfer gesehen.

The route took us mainly through fields and meadows – and in ways that made my heart leap. Of course, we didn’t manage without a couple of wrong turns as usual. The first one was signed a little unclearly but we noticed early on we’d made a bad decision. The second cost us a lot of time and mileage: the signpost itself was covered in nettles and thus invisible and once we did find it (retracing our steps), the sign as such was gone, too. But you know me to be one to look on the bright side of everything: without these detours we would have missed both the rabbit and that spectacularly shiny beetle!

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Ich habe unzählige Fotos von Aussichten über Felder und Wiesen gemacht und ewig gebraucht, mich zu entscheiden, welche ich euch zeigen will. Aber diese Menge an BLAUEN Kornblumen (ja, sie sind immer blau, das ist ein Hinweis an eine bestimmte Person) zum Beispiel war so gar nicht verhandelbar.

I have taken countless pictures of vistas across fields and meadows and took forever to decide which ones to show you. But this abundance of BLUE cornflowers (yes, they are always blue – that comment is for one particular reader) was not negotiable.

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Oder auch wogende Wiesen mit ganz viel Himmel…

Or undulating meadows with lots and lots of sky…

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Wie schon beim Förstersteig waren auch hier die Wege und Pfade bemerkenswert abwechslungsreich, wenn auch ganz anders. Auf denen wir auch wieder so gut wie niemandem begegnet sind. Einem einsamen Waldarbeiter und seiner Maschine ganz zu Beginn. Und am Ende nochmal… zwei Frauen? Nichts los und außer uns nur zwei weitere Autos auf dem Parkplatz.

The trails and paths were amazingly varied, just as they were on Förstersteig. But different. And again we hardly met a human soul. A forestworker and his machine at the start. And towards the end… two women? It was deserted – we shared the parking lot with two other cars.

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Vollkommen unmöglich ist außerdem, euch ohne eine heftige Blumen-Collage hier durchkommen zu lassen…

Also, it is all but impossible to let you go without a large flower collage…

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Eine rundum empfehlenswerte Tour, auch wenn sie in der Hitze wirklich höllisch anstrengend war. Aber mit drei langen Pausen (inkl. augestreckt auf einer Picknickdecke im Schatten liegend) und 3 Litern Wassern war es machbar. Geholfen hat außerdem die fast immer vorhandene Brise. Manchmal war die dann auch der Jahreszeit entsprechend Heu-geschwängert, einer der besten Gerüche, die ich kenne.

I can fully recommend this hike, even if it was a challenge in the heat. But we took three long breaks (one of them found me stretched out on a blanket in the shade) and 3 liters of water helped, too. And then the gentle breeze, almost always around. Sometimes it was even hay-scented – one of the best smells I know.

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Nach der Tour war das großzügige Eis mehr als verdient… und ich freue mich auf mehr. Wandern UND Eis!

I treated myself to a generous helping of ice-cream after that hike… and am looking forward to more of the same. Hiking AND ice-cream!

Barbara

Hiking *Förstersteig* Wandern

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Es sollte ein heißer Tag werden und es fing nicht gut an: unverschuldete Verspätung bei der Deutschen Bahn… „Personen im Gleis“, da kriege ich ja immer die Motten. Sind die Brombeeren schon so weit? Alternativpläne wurden schon ausgelotet, letztlich machten wir uns aber doch auch nach 12 Uhr noch auf den Traumpfad Förstersteig bei Mayen. Es hat sich gelohnt.

It was going to be a hot day and it didn’t start out well: Deutsche Bahn brought my my fellow hiker with a sizeable delay, though to no fault of theirs… „People on the tracks“, that continues to drive me crazy. Is is blackberry harvest time already? I was already looking at alternative plans but in the end we decided to start this Traumpfad („Dream Path“) Förstersteig near Mayen after noon anyway. It was worth it.

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Wie man mit Blick auf diese Pausenbank bei wunderbarer Aussicht feststellen kann, muss der Pfad auch an normal temperierten Tagen nicht gerade überrannt sein. Warum auch immer. Wir haben den ganzen Tag keinen einzigen anderen wandernden Menschen zu Gesicht bekommen – zwischen 18 und 20 Uhr dann ein paar einsame Seelen, die wohl eine kleine Runde zum Feierabend gedreht haben. Für einen so warmen Tag war es eine ideale Tour, denn ich würde sagen, dass etwa 90% der Strecke mehr oder weniger im Wald verlief. Hochattraktiv in verschiedensten Waldbereichen und auf unterschiedlichsten Pfaden – ein echter Traumpfad.

Looking at this bench and picnic table, overlooking a valley, it seems this path is not much frequented even on cooler days. God only knows why. All day long we did not meet another hiker – until between 6 and 8 p.m. a few souls crossed our path, looking like they were on a little stroll at the end of the day. It was a perfect hike for a hot day as I believe it is under forest cover for about 90%, yet wonderfully varied. A true „Dream Path“.

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Immer wieder Bänke und Liegesessel an Aussichtspunkten… auch deswegen waren wir dann etwas länger unterwegs, als vorgesehen ist. Man will ja einfach nicht mehr aufstehen.

Along the way, there were plenty of benches and even those fancy recliners, usually with great vistas… played a part in why we took a whole lot longer than was anticipated. You just don’t want to move on.

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Ein Highlight ist das Schloss Bürresheim, das auch besichtigt werden kann. Ob der späten Stunde und der Tatsache, dass man sich im Moment voranmelden muss, haben wir darauf verzichtet – es ist aber auf meiner Liste der weiteren Vorhaben dabei 🙂 Das wäre ja auch gut zu verbinden mit einem „Stadt-Tag“ in Mayen, wo ich glaube ich noch nie wirklich war.

Bürresheim Castle is a highlight and is open for visitors, too. Seeing as we had started out late and because you had to register ahead of time due to current regulations, we passed on the opportunity – but it’s on my list of things to do around here 🙂 Would be a good combination with a „city“ trip to Mayen where I think I have never really been.

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In der Gegend scheint es auch einen Baumstammkünstler zu geben – ob wir alle Werke gesehen haben oder das eine oder andere verpasst haben?

Apparently, there’s a tree trunk artist in the area – I wonder whether we found all the works or maybe missed out on some?

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Kein Beitrag ohne Flora und Fauna, wunderschöne Teufelskralle!

No post without a close-up of flora and fauna, gorgeous rampion!

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Direkt am Parkplatz „Am Leichenberg“ (die Betitelung sollte man vielleicht mal recherchieren…) gibt es übrigens auch einen Kletterpark. Der war zwar geschlossen, als wir da waren, aber ich denke mal, spätestens zum Beginn der Sommerferien wird der wieder im Geschäft sein.

Viele Grüße aus der Eifel und auf bald!

Right next to the parking lot „Am Leichenberg“ (don’t ask me what that is about, translates into „At the heap of corpses“…) you will also find a climbing park. It was closed but they were working on it so I assume it will be ready for customers latest with the start of the summer break.

Sending love from the Eifel, see you soon!

Barbara