September?!

Ich weiß ja nicht, wie es euch so geht, aber ich kann nicht fassen, dass wir schon auf Oktober zurasen und noch nicht mal mehr 100 mal schlafen müssen und dann ist schon Weihnachten! Höchste Zeit, dass in Sachen Kartenbasteln noch was passiert. Inspiriert bin ich von den Sonnenuntergängen gleich hinter meinem Haus…

I don’t know how you feel about it but I can’t quite wrap my head around the fact that we’re headed for October already and have less than 100 nights to go before it’s Christmas again! High time I got going on some serious card creating. With this one, I was inspired by the sunsets right behind my house…

Es wurde eine bei mir ganz seltene quadratische Karte (halt so unverschämt teuer portotechnisch…)

The result is a square card, which I hardly ever make (postage is just outrageous…)

Und sie geht in die folgenden Challenges:

I will enter it into the following challenges:

Jingle Belles: Tic-Tac-Toe

(Bling, Die Cuts, Trees… admittedly, the bling is not easy to make out on the paper or on that fancy ribbon)

MLCCB: #38 Anything Christmas

CHNC: #559 Anything Christmas, optional twist: patterned paper

CCAYR: R for Ribbon, R for Red Deer, R for Red, R for Rose (brad)

Und dann ist da ja noch der Erfolg zu vermelden: Top Pick der Monate zurückliegenden Mai Challenge bei CCAYR mit diesem Eisbär! Sollte der Auftakt zu einem kreativen Sommer werden und dann – weiß ich auch nicht.

And then I shouldn’t forget to mention – better late than never – being one of the top picks of the CCAYR May challenge with this cutie of a polar bear! Supposedly the start into a creative summer…

Und morgen ist auch schon wieder Mmittwoch, d.h. das Wochenende ist bald erreicht 😉 Macht’s gut!

And tomorrow’s Wednesday already so the weekend will be upon us soon 😉 See you!

Barbara

 

A little teaser…

Food photo created by azerbaijan_stockers – www.freepik.com

Hiking near Hersdorf

KRAUS_5

Es kamen viele Dinge zusammen. Unter anderem klappte es endlich mal, ein lang geplantes Treffen mit einer Freundin zu ermöglichen und sich somit in vielen Bereichen mal wieder auf den neuesten Stand zu bringen. Und dann dazu dieses Wahnsinnswetter – die Wanderung hatten wir im… April? schon mal auf dem Plan, sagten es aber ab wegen widrigster Bedingungen. Im Nachhinein war das noch weiser als sowieso schon.

A few things fell in place today. Among others, I finally managed to meet a friend again and catch up on all kinds of things. And then this positively gorgeous weather – this hike had originally been planned in… April? but was cancelled due to really nasty conditions. It was a good move back then, in hindsight even wise.

KRAUS21_1

Zur Abwechslung bin ich mal keinem ausgeschilderten Pfad gefolgt sondern unter Führung besagter Freundin, die sicherstellen wollte, dass ich darüber im Bilde bin, dass die Eifel auch in ihrer Gegend den Besuch wert ist (naja, das war ja schon länger klar – sogar für wunderbare Winterspaziergänge!). Das erste, was mich überzeugt hat, war die Weite. Hin und wieder kam man sich vor wie auf einer Hochebene. Da kann der Kopf noch so dicht sein: hier wird er wieder frei.

With my friend as a local guide at hand, we didn’t follow a particular trail. She just wanted to make sure I fully realize that this part of the Eifel is well worth a visit, too (well, I’ve known that for a while – even wonderfully snowy winter hikes!). The first thing I noticed: the vastness of the landscape. In some places I felt as if on a high plateau. You can be stressed out as hell: out and about around here you will find your balance.

KRAUS21_4

Auch hier hat das Hochwasser Schäden angerichtet – es sieht im Vergleich zu vielen anderen Orten nicht nach viel aus (und ist es auch nicht), aber wenn man bedenkt, dass dieser Bachlauf im Normalfall eigentlich so gut wie gar kein Wasser führt, sogar die zerstörte Brücke fast überflüssig wirkte, ist schon das nicht nachvollziehbar. Den Bäumen wird es wohl eher unangenehm sein, im Wurzelbereich so nackig dazustehen… aber immerhin ist es ein interessanter Einblick.

The area was also affected by the floods – compared to many other places it doesn’t look like (and isn’t) much but when you realize that there is usually only a tiny creek here, often not more than a trickle, that almost made the recently destroyed bridge look redundant, you have a hard time to make sense of it. I would think the trees don’t enjoy being so bare around the roots… but for me at least it’s an interesting insight.

KRAUS21_7

Aber lieber auf zu einem weiteren Highlight, das korrekterweise wohl eher den Orten Fleringen oder Rommersheim zuzuordnen ist: der Krausbuche (und ihrer beiden Kinder). Es ist eine seltene Form der Rotbuche, die man unter vielen verschiedenen Namen finden kann – Süntelbuche scheint der verbreitetste zu sein. Der leitet sich ab vom größten bekannten Süntelbuchenbestand in Europa, nördlich von Hameln – leider 1843 gerodet.

But let’s move on to another highlight, which, truth be told, is more correctly allocated to either Fleringen or Rommersheim: the twisted beech (also: dwarf beech or parasol beech). It’s a rare variety of the common beech. One of its many German names, Süntelbuche, comes from an area north of Hameln of the same name, where there was a whole forest of them – until it was cleared in 1843.

KRAUS21_2

Sie bilden ein kuppelförmiges Blätterdach, was mich sofort denken ließ: will ich haben für den Garten! Aber dass das nicht einfach ist, kann man sich ja denken, wenn das Vorkommen so sehr beschränkt ist. Und selbst wenn es klappen sollte, dass aus den Bucheckern tatsächlich eine Krausbuche wächst und keine normale Rotbuche – was man erst nach 5 bis 10 Jahren feststellen kann – wird das mit dem Daruntersitzen in diesem Ausmaß wahrscheinlich nicht mehr ganz hinkommen…

The branches form a cupola and standing underneath it my first thought was: gotta have it for the garden! But seeing as it’s so rare, it doesn’t come as a surprise that it’s not easy at all to grow a twisted beech out of its nuts… many things need to be „right“ in order for it to become just that and not a common beech. And you can notice only 5 to 10 years in whether that was successful. So to grow one to this size and lounge underneath it… I’m too late.

KRAUS21_3

Nach dem schattigen, wenn auch lichtdurchfluteten Buchenwald mal wieder tiefblauer Himmel gefällig? In den letzten Zügen dieses, sagen wir mal zweifelhaften Sommers, muss man das mitnehmen, wann und wo immer man es kriegen kann.

Leave the shady, if light-flooded beech forest for some more time under the clear blue skies? In the last stages of this, let’s call it dubitable summer, you have to enjoy it to the full, whenever and wherever possible.

KRAUS21_6

Abschließend erreichten wir die Dolomitfelsen des Walbert, Teil der sog. Schönecker Schweiz in der Prümer Kalkmulde. Entstanden vor ungefähr 400 Millionen Jahren haben wir es hier mit ehemaligen Meeresboden zu tun, wo es erdgeschichtlich interessante Funde gab. Dass der Meeresboden quasi senkrecht in die Höhe ragt ist auf die Kollision der Urkontinente Laurussia und Gondwana zurückzuführen, die die Gegend hier „gefaltet“ hat.

Towards the end we reached the dolomite rocks of the Walbert which form part of Schönecken Switzerland in the lime depression of Prüm. It was formed about 400 million years ago and is basically former ocean floor which yielded quite a few finds of geological interest. The fact that the former ocean floor is often practically perpendicular to the ground we walk on today is due to the collision of the supercontinents of Laurasia and Gondwana which „folded“ the area around here.

KRAUS21_8

Es gibt noch viel zu entdecken und weitere Ausflüge in die Schönecker Schweiz und angrenzende Gebiete zeichnen sich ab!

There’s still a lot to discover and more trips to Schönecken Switzerland and neighboring areas are on the horizon!

Barbara

Hiking Pellenzer Seepfad

PEL21_3

An diesem wunderbaren Tag im Frühherbst – ja, es fühlte sich eher als Herbst denn als Spätsommer an – hat es uns auf den Pellenzer Seepfad mit Startpunkt Tumulus in Nickenich geführt. Hier vielleicht die erste Anmerkung: den Parkplatz haben wir beide nur auf Nachfragen gefunden. Aus Richtung Nürburgring kommend am besten den Schildern zum Sportplatz folgen.

This gorgeous day in early fall – yes, it felt a tad more like fall than late summer – saw us hiking Pellenzer Seepfad, starting out at Tumulus in Nickenich. That warrants the first comment: we both found the parking lot only with the help of friendly locals. Coming from the direction of Nürburgring it’s best to follow the signs to the „Sportplatz“.

PEL21_5

Mit den Aussichten war es etwas schwierig, weil es besonders zu Beginn noch sehr diesig war. Noch dazu haben wir den Weg entgegen der Beschreibung gegen den Uhrzeigersinn begonnen, wir Revoluzzer, aber irgendwie schien das der passende Einstieg. Mit um die 600 Höhenmetern bin ich ganz gut ans Schnaufen gekommen – die Pause war viel zu lang. Vom Frustfressen ganz zu schweigen. Aber besonders die Partien im Laubwald haben uns gut gefallen.

We didn’t quite get to see all the views as it was rather hazy, especially at the start. And then we also did the trail counter-clockwise and thus against the described direction, the revolutionaries that we are, but somehow it seemed right. In all, it was an ascent of about 600 meters which I found surprisingly challenging – or maybe not surprising at all, seeing the long break and all the chocolate turned „hip gold“. But long stretches in deciduous forest made it all worth it.

PEL21_4

Der Anstieg zur Teufelskanzel, einem Felsvorsprung, mit Blick auf den Krufter Waldsee und das Neuwieder Becken war nicht annähernd so steil wie mancherorts beschrieben – es muss eine Alternativroute geben, wobei wir definitv der ausgeschilderten Traumpfad-Route gefolgt sind.

Reaching Teufelskanzel, a rock ledge with a view of Kruft forest lake and the Neuwied Basin wasn’t nearly as steep as described – there must be an alternative trail but it wasn’t part of this „Traumpfad“ one…

PEL21_10

Der Laacher See ist auch Teil der Route, wobei man die Klosterkirche nur aus der Ferne sieht. Viel interessanter an dieser Stelle waren auch die Mofetten. Das sind Stellen, an denen Kohlendioxid blubbernd an die Oberfläche tritt. Sie stehen hier im Zusammenhang mit Vulkanismus. Das Kohlendioxid kommt aus Magmakammern der Erdkurste oder des Erdmantels und ist an sich nicht giftig. Wenn durch den Anteil am Luftgemisch allerdings der Sauerstoffgehalt zu weit absinkt, kann man „friedlich einschlafen.“ So funktioniert wohl auch die manchmal im Zusammenhang mit COVID-19 vorkommende „happy hypoxia“…

Lake Laach is also part of the trail but the monastery’s church is visible only from a distance. It was rather more interesting to check out the mofettes. That are places where carbon dioxide bubbles to the surface, a volcanic phenomenon in the area. The carbon dioxide originates in magma chambers of the earth’s crust or mantle and is not toxic as such. But when the percentage of the air reaches a critical level (and lowering the oxygen share), you can „fall asleep peacefully“. I guess it’s the same process that is called „happy hypoxia“ when it comes to COVID-19…

PEL21_8

Einblicke in die Geologie kann man hier an verschiedenen Stellen gewinnen, wie auch durch den Tagebau am Eppelsberg oder an der „Schwarzen Wand“ unten. Die verschiedenen Schichten entstanden durch unterschiedliche Eruptionsformen sowie Ruhephasen. Auf Wasserdampfexplosionen folgten dann, in Ermangelung von mehr Wasser, Lavafontänen (Typ Stromboli), so dass sich Schlackenkegel bildeten: ein schwarzes Band mit darüber liegenden bunten Schichten, der bekannte Laacher Bims als heller Abschluss. Auch Unterschiede in der Körnung sind erkennbar, von feinen Ascheablagerungen über Lapilli (kleine Bröckchen) zu großen Lavabomben.

There are quite a few spots where you can get an idea of the geology of the place, for example at the Eppelsberg open pit mine or the „Black wall“ below. The layers you see were created by different kinds of eruptions and dormancy periods. There were steam explosions followed by lava fountains (once there was no water left to create steam) of the Stromboli type, creating volcanic cones: a massive black layer with colorful layers added one by one, the well-known Laach pumice on the very top. You can make out different grain sizes, too: very fine ash layers, „lapilli“ (smaller chunks) and large lava bombs.

PEL21_9

PEL21_7

Bevor ich der Vulkanologie den Rücken kehre, hier noch ein Blick auf die Schweißschlackenbänder am Alte-Burg-Vulkan (rechts). Das Zeug wird bei der Eruption rausgehauen und flatscht so auf andere Auswurfprodukte und verschweißt sich mit denen. Vor Augen habe ich sowas, wie wenn man gut durchnässten Sand auf eine Sandburg knallt und der dann so ein bisschen abfließt, lasse mich aber gern aufklären von Menschen, die mit der Materie vertrauter sind 🙂

Before I let go of volcanology, let’s have a last look at the spatter layer of the Alte-Burg-Volcano (on the right). The stuff is shot out during an eruption and slams on the ground or material that went out first and sticks to it. Before my mind’s eye it looks like a shovel full of really wet sand thrown at a sand castle and how that oozes over the structure. But I’ll be happy to hear from people who have a more science-based view of things 🙂

PEL21_12

Doch noch mal zurück in den Wald, wo wir neben Trollen…

But let’s return to the forest for a bit where found trolls…

PEL21_6

… auch sehr viele und teilweise unfassbar große Pilze gesehen haben. Hier die bekannten Glühbirnen. Oder so – wer kann helfen?

… and lots of often incredibly large mushrooms, see the wellknown lightbulbs below. Or… who knows what they are?

PEL21_2

Hiermit komme ich zum Ende, ein Pflaumenkuchen ruft! Mit Sahne!

I’ll end here, there’s a plum cake waiting – with whipped cream!

Barbara