Madagascar | Tuléar

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Nächster Stop: Tuléar, an der Westküste. Das war wieder ein halber Tag Fahrt, aber auf guten Straßen. Die Landschaft blieb trocken, bis auf ein kurzes Stück durch den Zombitse Nationalpark relativ baumfrei… und ärmer als im Hochland. Offensichtlich ist es hier deutlich schwieriger, den Boden zu guten Erträgen zu bewegen. Auch die Architektur des Hochlands hat sich mehr oder weniger verabschiedet.

Next stop: Tuléar, on the West coast. Another half day on the road but they were pretty good. The landscape is still dry and relatively treeless apart from a brief part through Zombitse National Park… and clearly a lot poorer than in the highlands. Very obviously, it is a lot harder to wrest a good harvest from these soils. Also, the brick and balcony architecture from the highlands is gone.

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Wir kommen auch durch eine Gegend, in der in größerem Umfang Edelsteinabbau betrieben wird, vor allem Saphire. Da gibt es Orte, die im Umfeld einer Mine einfach aus dem Boden geschossen sind, entlang der Route Nationale, jeder zweite Laden macht in Edelsteine. Ein klassischer Grundriss einer Stadt im „Goldrausch“?

We also drive through an area where gems are being mined, saphires mostly. There are places that have just sprung up like mushrooms in the vicinity of a mine, along Route Nationale, every second joint deals in (semi-) precious stones. Could be a classic layout for a town of the „gold rush“?

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Zum ersten Mal laufen uns auch Frauen über den Weg, die eine Gesichtsmaske aufgetragen haben. So ein bisschen erinnert es mich an den Sonnenschutz, der in Myanmar verwendet wird… aber irgendwie nicht ganz so fein und deutlich greller. Es ist eine Mischung aus Fett und Sandelholz und wird hier in Vorbereitung auf große Feste verwendet – das Gesicht wird dadurch heller… und leicht gelblich.

For the first time we encounter women who have applied a traditional face mask. It reminds me a bit of that being used in Myanmar… but it doesn’t look quite as artsy and is a whole lot brighter. It’s a blend of grease and sandalwood and is used when a big celebration is coming up – it makes for a lighter complexion, apparently a little yellowish.

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Von Tuléar selbst habe ich kein einziges Bild. Einerseits war das Ausmaß der Armut teilweise derart atemberaubend, dass ich keine Kamera hätte draufhalten wollen – und auch keine in der Gegend rumschwenken wollte. Abgesehen von hervorragenden Restaurants (inkl. einer italienischen Eisdiele mit dem besten Vanille-Eis überhaupt) hat der Ort touristisch nichts zu bieten. Der Reiseführer beschrieb ein ethnologisches Museum der Universität als sehenswert – was ich (mal wieder) nicht bestätigen kann… aber nichtsdestotrotz war der Besuch ein Erlebnis.

I have not a single picture taken in Tuléar. On the one hand the extent of poverty was often paralyzing and I wouldn’t have wanted to take pictures – or even show I had a camera. Apart from a number of excellent restaurants (inlcuding an Italian ice-cream parlor with the best vanilla ice-cream on the planet) there is nothing of interest tourist-wise. The guidebook mentioned an anthropological collection of the university as worth the visit – which, again, I can’t support… when it comes to the museum as such. The visit was still quite something, though.

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Wir standen nämlich dort vor verschlossenen Türen und es wurde uns mitgeteilt, dass es geschlossen sei, wegen eines Streiks an der Uni und wir sollten doch morgen wiederkommen. Da stand aber schon wieder unsere Abreise an – und das schockierte den netten Mann so, dass er meinte, er würde mal kurz telefonieren. Das ginge ja nicht, dass wir nun extra gekommen waren und dann nicht rein konnnten. Zehn Minuten später tauchte ein Masterstudent auf, der die Tickets verkaufte und die Führung übernahm… und es sich auch nicht nehmen ließ, einige Exponate (Webstoffe und Hüte) aus der Ausstellung zu nehmen und den Besuchern anzulegen. SO nah dran war ich wohl noch in keinem anderen Museum!

Aber nun auf zum Strand – mit besten Grüßen!

We got there and found it closed, due to a strike at the university. A nice gentleman who appeared from a nearby office asked us to return the following day but we had to tell him that we would be leaving early the next day. He didn’t like that all, now that we made our way there and not being able to see the museum – so he said he’d make a phone call and disappeared. About ten minutes later a post-graduate student appeared, sold us the tickets and went on to be our guide… and went on to take a few exhibits (textiles and hats) and fit them on us. I guess I’ve never been more „hands-on“ in a museum anywhere!

But now off to the beach – with best regards!

Barbara

Ein Kommentar zu “Madagascar | Tuléar

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