Die Geburtstagstour / The birthday outing

In diesem Jahr habe ich mal wieder einen Ausflug unternommen anlässlich meines Geburtstags – sozusagen eine alternative Party. Obwohl ich das eigentlich jährlich vorhabe, hat sich ein zweijährlicher Rhythmus eingeschliffen. Am gestrigen Freitag war ich mit meinen Gästen im Arboretum Park Härle, einem recht unbekannten Kleinod noch innerhalb der Stadtgrenzen. Ein einziger hatte vorher davon gehört – alle anderen waren fassungslos, so lange in der Nähe gewohnt zu haben, ohne davon zu wissen.

As I’ve done twice before, I took the guests of my alternative birthday party on a little outing yesterday. I had intended to do that every year but somehow it has come to happen bi-annually. We went to Arboretum Park Härle, a rather unkown gem within the city limits. Only one of us had heard about it before – the others were speechless to have lived somewhat nearby for so long yet hadn’t had a clue it existed.

Die Wettervorhersage war nicht so prickelnd… für den Nachmittag war Regen von Westen her angesagt. Die Führung war für 17 Uhr angesetzt und sollte ca. 2 Stunden dauern, danach würden wir noch eine kurze Wanderung zu einem Weinhaus unternehmen und zu Abend essen. Ich fand, es solle um 15 Uhr mal so richtig schütten und dann trocken bleiben bis Mitternacht. Um 14:48 Uhr ging die Welt unter und wir sollten den Rest des Tages trocken bleiben.

The weather forecast wasn’t promising… they’d said rain would move in from the West in the afternoon. Our guided tour was scheduled to start at 5pm and was supposed to last about 2 hours and afterwards we would be doing a short hike to a „Weinhaus“ to have dinner. I was hoping for heavy rains at 3pm and nothing more until midnight. At 2:48pm it started raining like crazy and we were to remain dry for the rest of the day.

Zum Park: Das damals 7 ha große Gelände wurde 1870 vom Direktor der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft, Franz Carl Rennen, erworben und mit der Anlage eines Parks am geräumigen Landhaus wurde begonnen („Alter Park“). 1921 kaufte es der Jurist Dr. Carl Härle, der das Wohnhaus umbauen und den Alten Park erweitern ließ. 1975 wurde das Grundstück durch den Bau der B 42 stark verkleinert, auf heute „nur“ noch 4,7 ha. Die Töchter des Juristen verschrieben sich ganz der weiteren Gestaltung der Parkanlage, die 1997 in eine gemeinnützige Stiftung überging.

Now about the park: In 1870 the director of the Rhineland railway association, Franz Carl Rennen, bought the land (70,000 m²) and started to both create the park and build a house („Old Park“). Then in 1921 Dr. Carl Härle bought the premises and had the house redesigned and the Old Park extended. The park lost large parts to the construction of the B 42 in 1975 so that today it covers „only“ 47,000 m². His daughters were dedicated to further develop the park which in 1997 became the foundation Arboretum Park Härle.

Die bloße Größe des Anwesens hat mich schon beeindruckt (auch mit den „nur“ 4,7 ha) und dann auch die Erkenntnis, dass nicht nur königliche Hoheiten sich durch die Jahrhunderte große Areale zum Lustwandeln geschaffen haben. Jedenfalls geht es mir so, dass ich bei großen, nicht öffentlichen Parkanlagen immer nur an solche denke, die an irgendwelche Schlösser angedockt sind.

To start with, I was impressed by the sheer size of it (even at „only“ 47,000 m²) and then also by the realization that it wasn’t only royal families or lesser aristocracy that created beautiful parks to suit their afternoon strolls. At least that’s what first pops up in my mind when thinking of large non-public parks: all of them connected to some palace.

Und dann die vielen unterschiedlichen Ecken im Park: große, schattenspendende Bäume, inkl. eines Sequoia, die ich bislang nur in Kalifornien vermutet hatte… wobei, ähem… ich glaube, ich muss morgen im Botanischen Garten mal was nachgucken. Dann eher mediterrane Gehölze in der nähe von Beeten ebensolcher Kräuter, dann wieder bspw. eine einfache Birke, wie sie auch bei uns im Garten steht – dann wiederum ein Baum, dessen Stamm mit beeindruckenden Dornen versehen ist. Hellgrüne bis gelbliche Sträucher mit gelbem Mohn dazwischen, Rosenbeete mit farblich passender Gestaltung durch andere Blumen. Und zu guter Letzt ein See, an dessen fernem Ende gigantische lilafarbene Rhododendren wuchern… Hier ein Stuhl, ein Buch und ein sonniger Sonntagnachmittag!

And then all those decidedly different parts of the park: huge, shady trees, incl. a sequoia which I had so far only expected in California… but, ahem… I think I need to check on something at the Botanical Gardens tomorrow. Then there were mediterranean trees close to beds with matching herbs, then a simple birch tree like we have in our garden – then again a tree sprouting thorns of impressive size. Light green and yellowish bushes with yellow poppies inbetween, rose beds with all kinds of other flowers whose blossoms pick up their colors. And then the little lake with a wall of rhododendrons looming at the far end… It’s the perfect place to read a good book on a sunny Sunday afternoon!

Abgesehen von vielen Bildern im Kopf sind mir von der Führung auch viele interessante Details in Erinnerung geblieben – das spricht sehr dafür. Weinbergschnecken sind wichtig, weil sie die Eier der zerstörerischen Nacktschnecken fressen. Fische in Teichen lassen nicht viel an anderem Getier zu. Habe ich es auch noch nicht zur Blüte der Titanwurz geschafft, so habe ich nun wenigstens den Zwergenbruder Aronstab gesehen. Aus Eiben lassen sich die perfekten Bögen bauen (wie in: Bogenschießen), aber für Pferde (und andere) sind sie unverträglich. Sequoias haben es in europäischen Böden schwer, da es hier keine regelmäßigen Waldbrände gibt, die einen pilzfreien Oberboden schaffen. Die Kastanien werfen wegen der langen Trockenheit die Früchte ab – ich spekuliere auf einen wahnwitzigen Wechselkurs im Herbst bei Haribo. Der Zimtahorn hat mit Zimt nichts zu tun, nur sein Stamm sieht aus wie eine überdimensionale Zimtstange. Und ich hatte schon gehofft auf einen Ahornsirup mit Zimtnote…

This tour left more than just a few images in my head – I remember quite a few details which to me means it was very well done. The „escargot“ kind of snail is important to have around because they eat the eggs of the destructive slugs. A pond with fishes will not have much else to talk about. And if I still haven’t made it to see titan arum in bloom, I have now met its dwarf brother. The wood of yew trees is perfect for bows (as in archery) but horses (and others) do not tolerate it. Sequoias have a hard time growing in Euopean soils because we don’t have forest fires on a regular basis that leave behind topsoils cleared of fungi. The chestnuts get rid of their fruit due to the long drought. I speculate on a fantastic exchange rate this fall at Haribo. The cinnamon maple has nothing to do with cinnamon, it’s just that its trunk looks like one giant cinnamon stick. And I had already hoped for a maple syrup with a touch of cinnamon…

Weiter ging es noch zum Weinhaus Gut Sülz, wo wir zwar lange auf unser rustikales Abendessen warten mussten, dafür jedoch mit gigantischen Portionen belohnt wurden. Darüber, wie sich das ausgewirkt hat, werde ich wie gewohnt am Montag berichten. Heute jedenfalls gibt es nur Grünzeugs 😉

We proceeded to Weinhaus Gut Sülz, where we had to wait forever for our rustic dinner to arrive but once it did it more than made up for the wait. As usual, you will get to know about the consequences of it on Monday. Today there’s only salad and vegetables on the menu 😉

Barbara

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