Zwischendrin

Selbst beim Aufsetzen des Flugzeugs in Entebbe/Uganda war ich irgendwie nicht bei mir. Das da draußen war offensichtlich nicht Deutschland, aber irgendwie hatte ich nicht das Gefühl, in Afrika angekommen zu sein. Einen Hinweis in die richtige Richtung gab es dann beim Verlassen des Flugzeugs: Hitzetod in Sekundenbruchteilen, furchtbar schwül.

Die Fahrt zum Hotel dauerte eine Ewigkeit: Rush-hour in Kampala – es waren fast 2 Stunden. Dafür habe ich mich wieder finden können – auf dem Kontinent, wo Stoppschilder und durchgezogene Linien lediglich Handlungsempfehlungen sind und es Werbeplakate mit dem Slogan „See dirt differently“ gibt.

Nach einem kurzen Schläfchen bin ich mit zwei aus Bunia / Kongo angereisten Kollegen und zwei Freunden in einem äthiopischen Restaurant essen gewesen – es war superlecker und definitiv ganz anders als alles, was ich bisher zu mir genommen habe. Doch dann rief bald das Bett.

Den heutigen Sonntag habe wir hauptsächlich mit einem ganz, ganz langen und in vielerlei Hinsicht wichtigen Gespräch verbracht – die Zeit flog nur so dahin. Aber so konnte ich wenigstens den Eindruck gewinnen, dass diese Reise tatsächlich Sinn macht, wovon ich zuletzt, ob der Änderungen, die sich kurzfristig noch ergeben hatten, nicht mehr unbedingt überzeugt war.

Mal sehen, was der morgige Tag bringt…
Barbara