Auf in die Berge! / On to the Mountains!


Meine Oma vor Bergpanoroma – ohne Fernglas! [Inwiefern das relevant ist, kann man hier nachlesen.] Sie wurde am 19. März 1914 geboren und wäre somit heute 103 Jahre alt geworden. Damit ist dieser Beitrag eine Art Geburtstagsgruß. Sie hieß übrigens Josefine, genannt Finchen. Dass es meine Großeltern in die Berge zog, war mir bekannt. Südtirol, Berchtesgaden, Schellenberg, Meran – davon haben wir immer Erzählungen gehört. Von strafrechtlichen Verfolgungen wegen Dienstahls war allerdings nie die Rede! Einen Zeugen gab es ja – der wirkt in der Ferne auch irgendwie, als würde er gleich laut schreiend darauf aufmerksam machen:

My Grandma and the mountains – without binoculars! [Check out here in how far this is relevant.] She was born on March 19, 1914 and thus would have been 103 years old today. So I guess this post can be considered a sort of birthday greeting. Her name was Josefine, by the way, also called Finchen. I’ve always known that my grandparents were drawn to the mountains. South Tyrol, Berchtesgaden, Schellenberg, Meran – all places that we heard of all the time. I wonder whether she was ever prosecuted for theft while abroad? There was a witness after all – and from a distance he seems to be making up his mind whether he should let the world know:

Wer da Mittäter ist – schwer zu sagen. Was auch immer irgendwie vermittelt wurde (jedenfalls ist es so angekommen), war, dass man in den Bergen wandert, also so auf die sportliche Art. Und das eine oder andere Foto sieht auch ein bisschen so aus, als wären sie auf einer richtigen Tour unterwegs. Obwohl, besagte Zigarre sollte einem eigentlich jegliche Illusion nehmen.

I have no clue, as so often, who the co-perpetrator there was. Somehow, I had always perceived these vacations as focused on nature and real hiking. And a couple of photos here and there can lead you to believe that they were roughing it. But then, the omnipresent cigar should be enough to disillusion the intent observer.

Mein Onkel, der das folgende Foto vorab sah (in der Hoffnung, die Identität der Dame ganz links klären zu können – konnte er aber nicht), kommentierte so in etwa „Der Club Städter in Schuhen mit Absatz kraxelt auf dem Gletscher rum!“ …den, welchen auch immer, es heute wahrscheinlich gar nicht mehr gibt. Jedenfalls bestimmt nicht in dieser Form.

My uncle, who saw the following picture earlier (hoping that he might know the lady on the left which he didn’t), said something to the extent of „A group of city slickers with high heels scrambling across the glacier!“ …which, come to think of it, is probably no longer there to be scrambled upon. At least not as it was back then.

Dabei stimmt das mit den Großstädtern ja nicht so ganz. Meine Oma kommt aus der Eifel und hat nach Düsseldorf geheiratet; ihre Schwester Irmgard (genannt Mimi; vorne im Bild) war nach Frankfurt verheiratet. Eine weitere Schwester, Maria, nach Neuss. Holla die Landflucht. Aber sie waren alle ihr Leben lang mit „dem Land“ verbunden. Ich halte es nicht für unmöglich, dass hier eine der beiden mit im Heu war – aber das kann man nicht wirklich erkennen.

But then they are not real city slickers, not all of them. My Grandma comes from a small village in the Eifel (not the one I come from, though) and married in Düsseldorf, her sister Irmgard (called Mimi; squatting in front) in Frankfurt. A third sister, Maria, in Neuss. Talk about urbanisation. But they all kept a connection to „the countryside.“ I even think it’s possible that one of them helped making hay – but you really can’t tell.

Wenn man im Urlaub also nicht unpassend ausgestattet Gletscher malträtiert, Äpfel geklaut oder Rehe bestaunt hat, dann hat man sich Einblicke in lokales Brauchtum verschafft…

And when they didn’t tackle glaciers ill-equipped, steal apples or admire deer, then they got immersed in local traditions…

… nahm die Seilbahn zur Bergstation, draußen nur Kännchen…

… took the cable car to the mountain station…

… oder hielt sich auf aktuellem Stand die Weltpolitik betreffend (oder auch die Bundesliga – ab wann gab es den „Kicker“?):

… or kept abreast of global developments (or possibly the Bundesliga):

Und zum guten Schluss ist mir dann doch tatsächlich auch noch ein Foto vom Urlaub AM MEER untergekommen. Dass hier alles anders ist, wird noch dadurch unterstrichen, dass die Zigarre fehlt. Und wo starrt er hin, mein Opa Karl? Ich starre gewöhnlich in die Ferne, hier sieht es vom Winkel her eher so aus, als sei es die belgische Küste und irgendwelche hohen Hotelbunker.

And there was actually one picture of a vacation BY THE SEA. And there, everything is different, which you can tell by the mere fact that the cigar is missing. And what is he staring at, my Grandpa karl? I usually stare at the horizon… this angle looks like this might be the Belgian coast and he’s staring at some incredibly high and ugly monstrosity that go for hotels there.

Wie auch immer: die Liebe für (hoch)alpine Bereiche hat sich nicht vererbt. Ich ziehe so ziemlich jede andere Landschaft vor. Und wenn Meer dabei ist, ist es immer gut. Mal sehen, was ich im Rahmen der Nostalgie-Tour demnächst zu berichten habe…

Anyhow, I did not inherit that love of alpine environments. Actually, I prefer just about every other landscape. And when an ocean is a part of it, it’s always a plus. This nostalgic tour will continue. At some point…

Barbara

5 Kommentare zu “Auf in die Berge! / On to the Mountains!

  1. Einen lieben geburtstagsgruss an Tante Finchen ,die nun hoch über all den Geliebten Gipfeln weilt. Ganz sicher erreichen sie dort unsere Gedanken . L. G. Rita

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