A quick visit to… TIVEDEN NATIONAL PARK

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Der Vorteil daran, dass wir erst am späten Nachmittag im Tiveden Nationalpark ankamen war einerseits, dass nicht mehr viele Besucher da waren und dass wir die Wälder in so einem wunderbaren, fast mystischen Licht erleben konnten. Wir waren nicht am Haupteingang, sondern am Eingang Vitsand.

The advantage of getting to Tiveden National Park only late in the afternnon was both the absence of crowds and that we got to experience the woods in this almost mystic light. We did not choose the main entrance but the Vitsand entrance.

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Unsere Freundin schickte uns auf die Junker Jägarerundan, benannt nach dem beeindruckenden, 15 Meter hohen senkrecht stehenden Findling unten, der während der Eiszeit vor ca. 10.000 Jahren von der Eisdecke mitgeführt und nach dem Abschmelzen hier liegengelassen wurde.

Our friend sent us onto Junker Jägarerundan, named after the impressive, upright erratic boulder (height: 15 meters) you see below. It was carried here by the ice sheet of the ice age about 10,000 years ago and left in place when the ice melted.

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Die Runde ist mit 2,8 km wirklich kurz, sehr gut ausgeschildert und einfach. Auch den beiden Geistern des Junkers und seiner Geliebten, die hier in der Dämmerung rumspuken sollen, sind wir nicht begegnet. Eine ziemlich blutige Geschichte: ein norwegischer Jäger verliebte sich in eine adlige Maid, die aber schon anderweitig versprochen war. In der Nacht vor der Hochzeit flohen sie und fanden unter diesem Fels Unterschlupf. Während der Jäger unterwegs war, um Abendessen zu besorgen, schloss der vom Vater der jungen Frau losgeschickte Suchtrupp auf, fand sie und enthauptete sie an Ort und Stelle. Seitdem ziehen die Geister der beiden, ihrer wortwörtlich kopflos, hier rum. Der Ursprung der Sage ist etwas neblig – es könnte sein, dass sie ziemlich neu ist und von Halloween-fanatischen Touristen in die Welt gesetzt wurde 😉

At only 2.8 km, the trail is really very short, with excellent signposting and quite easy, too. We did not meet the two ghosts that apparently haunt this place at dusk. Quite a bloody tale: a Norwegian huntsman fell in love with a noble maiden whose arranged marriage was imminent. They eloped the night before the wedding and found shelter underneath this rock. While the huntsman was out, well: hunting, the posse the maiden’s father had sent after them found her and decapitated her on the spot. Ever since then, their ghosts have haunted this place, hers literally headless. The origins of this myth are quite obscure: some suspect it’s really recent and that some Halloween-loving tourists invented it 😉

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Ich bin da ja – wenn – mehr auf der Trollschiene unterwegs und zwischen diesen ganzen großen Felsbrocken, die hier überall rumliegen, als hätte ein Riese einen Sack ausgeschüttet, sind sicher ganz gute Wohnbehausungen zu finden.

I personnally find the existence of trolls more likely and I suspect that between all those huge boulders around here that look as if a giant had emptied a sackful of them across the area, you can find prime real estate for trolls.

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Und am Ende, wie das bei einem Rundwanderweg gemeinhin so ist, kommt man wieder in Vitsand an und könnte im Stora Trehörningen noch ein Bad nehmen und/oder an einem der fantastisch ausgestatteten Grillplätze noch ein Barbecue einbauen…

And at the end, as is usually the case with circular loops, you reach the starting point Vitsand again where you take a bath in Lake Stora Trehörningen and/or use one of the great barbecue spots (tables, benches, grill, often wood included)…

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Meine Pläne für den nächsten Aufenthalt sind sehr konkret: mindestens zwei weitere volle Tage in Tiveden mit Trehörningsrundan, Trollkyrkorundan und/oder Oxögabergsrundan. Aber erstmal hier bald mehr!

My plans for the next visit are very concrete: at least two more full days in Tiveden NP doing Trehörningsrundan, Trollkyrkorundan and/or Oxögabergsrundan. But for now you’ll read more here soon!

Barbara

A first day in… KARLSBORG

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Wenn man „mal kurz“ mit dem Hund rausgeht und innerhalb einer knappen Minute den Blick oben hat, kann man eigentlich nur feststellen: wow. Wir kamen so gegen 18 Uhr in Karlsborg an und bereits der erste Abend hat gereicht, um zu der Überzeugung zu gelangen, dass die Freundin, die hier ein Haus geerbt hat, keine Wahl hatte. Hier kann man nicht nicht wohnen, wenn man die Möglichkeit hat.

When you take the dog for a „short walk“ and within less than a minute reach the view above, you are awestruck, period. We reached Karsborg at about 6 p.m. and the first evening was sufficient for us to realize that our friend, who inherited a house here, did not have a choice. You can’t possibly not live here when offered the opportunity.

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Vielleicht kann man Karlsborg über zwei Dinge charakterisieren: die Lage am Götakanal und am Vättern, dem zweitgrößten See Schwedens, und an der wohl namensgebenden Festung. Bevor letztere 1809, als Schweden Finnland an Russland verlor, als Idee geboren wurde, war hier nicht allzu viel. Die Bauarbeiten begannen 1819 und haben wohl 90 Jahre gedauert, doch dazu später mehr. Von der Lage überzeugen mich in diesen Junitagen nicht nur die Nähe des Vättern mit der dazugehörigen Vogelschar, sondern auch der Götakanal und der Bewuchs des Ufers direkt vor der Haustür.

Maybe Karlsborg is characterized by two things: its location on both the Göta Canal and Lake Vättern, the second-largest lake in Sweden, and by the fortress. There wasn’t much around in 1809 when Sweden lost Finland to Russia and subsequently the idea was born to have that fortress here. Building started in 1819 and went on for 90 years but more about that later. There’s more than the location on Lake Vättern that wins my heart during these gorgeous June days: it’s also th Göta Canal quite literally right at the doorstep, and the wonderful flora on the shores.

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Am späten Vormittag des Folgetags ging es zuallererst zu Klintens Utsikt, einem Aussichtspunkt – auf Karlsborg, die Festung, ganz viel Wasser und Wald. Ein absolut ruhiger, beruhigender Ort, den ich sicher auch mit einiger Regelmäßigkeit aufsuchen würde, wahrscheinlich mit einem guten Buch im Gepäck.

Late in the morning of the following day we started out at Klintens Utsikt, a viewpoint – towards Karlsborg, the fortress, vast waters and woods. Such a serene place – I would certainly be here on a regular basis, too, most likely carrying a good book..

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Nach einem erfolgreichen Loppis-Besuch kamen wir gerade rechtzeitig zur Schleuse in Forsvik. Ein Boot wartete geduldig auf die Passage, in der 3,5 Meter Höhenunterschied überwunden werden. Die Schleuse wurde 1813 gebaut und ist die älteste und höchste des Götakanals. Und das will was heißen: der Kanal ist 190 km lang (87 davon von Hand gegraben – da waren 58.000 Soldaten über Jahre am Werk) und hat 58 Schleusen. Im 19. Jahrhundert hatte er gemeinsam mit dem am Vänern See anschließenden Trollhättekanal eine große Bedeutung als Transportweg zwischen Stockholm und Göteborg, heute ist er eine Touristenattraktion.

We then continued to Forsvik (not without successfully stopping at a loppis) where we arrived just in time to watch a boat pass the locks. It’s a 3.5 meter drop here, it’s the highest and, built in 1813, also the oldest lock on the Göta Canal. And that is saying something: the canal stretches over 190 km, 87 of which were dug by hand by 58,000 soldiers for years on end) and features 58 locks. In combination with the Trollhätte Canal, which it kind of meets be reaching Lake Vänern, it forms a transportation route all the way from Stockholm to Göteborg. It was really important as such in the 19th century while today it is a tourist attraction.

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Wirklich nur eine kurze Stippvisite (wir quatschen einfach zu viel, das fängt beim Frühstück dann schon an) war es dann in Forsvik Bruk, einer alten Industrieanlage, die nun ein Museum ist – und mehr. Neben den Einblicken in diverse Produktionsstätten gibt es ein Museum zur Industriegeschichte, Räumlichkeiten für wechselnde Ausstellungen (gerade eine Fotoausstellung) und ein Theater beherbergt es auch noch. Beim nächsten Besuch ist hier schonmal ein halber Tag eingeplant.

We then moved on to Forsvik Bruk for a flying visit (we just spend too much time talking, catching up – it starts over breakfast and ends late at night). That’s a former industrial complex from the 19th century which is now a museum in itself but also features a museum on the history of industrialization, changing exhibits (currently a photo exhibit) and then there’s a theater, too. Mental note: plan half a day here on your next visit.

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Der Tag war noch nicht zuende – es ist ja wunderbar lange hell, aber bei diesen Eindrücken belasse ich es fürs erste mal und melde mich in Kürze wieder.

That was not the end of the day, mind you – it’s light out so wonderfully long, but I’ll leave you with these impressions for now and will be back with more soon!

Barbara

A couple of days in… SMÅLAND and ÖSTERGÖTLAND

Auf dem oberen Bild sieht man einen zumeist zu zweit verwendeten Fluchtweg, Ziel die gelbe Tür links. Wir sind in Gibberyds Gård, den meisten unter euch sicher eher bekannt als der Katthult Hof aus den Verfilmungen des Michel aus Lönneberga. Der Besuch hier war wirklich der totale Nostalgie-Trip, vollkommen bizarr hier in der „Kulisse“ eins zu eins rumzulaufen. Ins Haus kann man leider nicht, denn der Hof ist bewohnt – es ist kein Museum, schon aber eine Touristenattraktion. Es war ein totaler Flash, egal, wo ich hingeguckt habe, flitzten mir Filmschnipsel durch den Kopf, oft viele auf einmal, zum Beispiel vor Alfreds Haus: erst der Akkordion spielende Alfred auf der Bank vor dem Haus mit der ihn anhimmelnden Lina, dann der kranke Alfred, der im Winter von Michel heldenhaft zum Arzt gebracht wird, dann Michel wieder, wie er als „Gespenst“ aus dem Schreinerschuppen entkommt, Alfred und Michel beim mittsommerlichen Schwimmen usw. erstaunlich auch, dass man einzelne Gebäude (die NICHT später gebaut wurden) gar nicht kennt oder vergessen hat – oder vielleicht ist es die Kameraperspektive gewesen.

The picture above depicts an escape route, usually taken by two people, towards the yellow door on the left. We are at Gibberyds Gård, which some of you might know as the Katthult farm of Emil in Lönneberga fame. Visiting this place triggered major nostalgia, it was nothing short of bizarre to be walking around the „set“. The farm house is off limits, it’s inhabited – it’s not a museum but obviously the property as a whole is a tourist attraction. Wherever I looked, I had certain movie scenes playing themselves in my head, in vivid detail. I think the movies are not that widely known in the anglophone world so I’ll spare you details. And then to realize that there are buildings you never see in the movies (which were NOT built later) – must be a matter of either camera perspective or selective memory.

Nicht weit entfernt liegt Vimmerby, der Ort, der irgendwie das Zentrum aller Dinge ist, die mit Astrid Lindgren zu tun haben. Für eine Besichtigung von Näs, dem Hof, auf dem sie geboren wurde und aufgewachsen ist, fehlte uns die Zeit (und ich zumindest kannte ihn und das dazugehörige Museum bereits), denn wir haben einen Stadtspaziergang gemacht und uns Ecken angeguckt, die entweder als Inspiration dienten oder auch wiederum Drehorte waren. Vielleicht erkennt ihr welche wieder? Astrid Lindgren ist in Vimmerby beerdigt – wir konnten das Grab allerdings nur mit Hilfe eines ortskundigen Menschen finden.

Vimmerby, the town that seems to be at the heart of all things Astrid Lindgren, is close by. She was born and raised on the Näs farm there but we had to skip that (and I at least went there last time already) as we went on a self-guided walk through town, taking us to places that were either an inspiration of some sort or again sets for certain movies. Maybe you recognize a couple? Astrid Lindgren was also buried in Vimmerby but we needed the help of a local to find her grave.

Am folgenden Tag waren wieder einige hundert Kilometer zurückzulegen, die wir uns in Etappen aufgeteilt hatten. Für eine erste Fika sollte es bereits in Eksjö reichen, einer von drei sog. „Holzstädten“ in Schweden. Das sind Städte, deren zentrale Bebauung zu einem hohen Anteil aus Holzhäusern besteht. Davon war ich 2018 hin und weg und ein Blick auf den entsprechenden Post lohnt sich hier.

We had a few hundred kilometers to go on the following day which we had split into several legs. We planned te first fika for Eksjö, one of three so-called „wooden towns“ in Sweden. These are towns whose (historic) centers have a very high percentage of wooden buildings. I was fascinated by Eksjö when going there in 2018 and it’s worth checking it out here.

Nächster Stopp: Gränna, das Zentrum der traditionellen Zuckerstangen-Herstellung, auch Polkagris genannt. Unzählige Geschäfte auf der Brahegatan; mehr zufällig warfen wir einen genaueren Blick in Almas Polkagriskokeri. Der Name bezieht sich auf die Erfinderin der süßen Leckereien, Amalia Eriksson.

Next stop: Gränna, the center of traditional candy cane (called polkagris) manufacturing. Numerous stores along central Brahegatan – and by chance we got a closer look at Almas Polkagriskokeri. The name is derived from the original creator of the polkagris, Amalia Eriksson.

Um den Eindruck des Ladens zu vervollständigen, bedarf es eines Videos… Ton an!

If you’d like to get a real feel for the store, you need to watch a video (mute off!)

Auf der weiteren Fahrt nach Vadstena, wo wir die Mittagspause eingeplant hatten, sah es nicht gut aus – da drohte Unheil von der anderen Seite des Vättern.

Going to Vadstena next, where we had planned to stop for lunch, we encountered this scary view, with a storm moving in from across Lake Vättern.

Die Stadt ist ganz sicher den Besuch wert und ich werde einen zweiten Anlauf starten, aber wir gerieten in strömenden Regen, der uns erst ziemlich lange im Restaurant festhielt und dann so gut wie unverrichteter Dinge weiterfahren ließ. Für dieses Mal müsst ihr euch mit diesem Foto aus dem Netz begnügen, um einen kleinen Eindruck zu bekommen:

The town is certainly well worth a visit and I will try again on the next trip, but it was pouring while we were there and just didn’t let up so we were stuck in a restaurant and basically left without seeing much afterwards. So this time you need to make do with an impression I got from the web:

1024px-Vadstena_Castle

Attribution: Zeddok, CC BY-SA 3.0, via Wikimedia Commons

Am späten Nachmittag kamen wir dann sozusagen beim Anlass dieser Reise an (als bräuchte ein Urlaub in Schweden einen konkreten Anlass…), aber dazu später mehr!

We reached the reason for this trip in the late afternoon (as if a vacation in Sweden needed a reason…) but more about that later!

Barbara

A few days in… SKÅNE!

Ende Mai schon begann die Reise, über die ihr hier und in einigen weiteren Posts lesen werdet. Den Abonnenten wird einiges bekannt vorkommen, denn wie ich dieses Mal feststellen musste: ich kann auf schnöden, knapp dreiwöchigen Urlaubsreisen in Schweden nicht mehr viel neues erleben, denn ich muss ja immer wieder auch dahin, wo es so schön war und wo so liebe Menschen wohnen. So viel erzählen werde ich also – wahrscheinlich – nicht (mehr), denn für den Hintergrund gibt es bereits andere Posts mit dem „tag“ Scandinavia. Aber Fotos habe ich viele zu zeigen. Hier eine Auswahl aus 273 der ersten drei Tage 😉

This is the first post about a trip that started at the end of May. Subscribers will certainly have déjà-vus because, as I figured out this year: there’s simply not enough time on a vacation of just under three weeks to discover that many new things when there are all those wonderful places you need to revisit, all the lovely people to see again. So these posts will – likely – be picture-heavy, more info can be found in earlier posts (tag „Scandinavia“). So here comes what I could boil 273 photos of the first three days down to 😉

Der Fährverkehr ist in Trelleborg sehr präsent – wir hatten ein gemütliches Frühstück nach Ankunft um 7:00 Uhr auf dem Plan und dann eine kleine Erkundung der Innenstadt, bevor wir uns auf den Weg nach Ystad gemacht haben. Der 58m hohe Wasserturm von 1911 mit dem fragwürdigen Seeungeheuer-Brunnen davor liegt gleich beim Stadtpark, wo wir ein Weilchen erstmal einfach angekommen sind im ersten Urlaub seit zweieinhalb Jahren. Dass Brunnen und die Statue der holden Maid ganz unten vom selben Künstler sein sollen erscheint erst glaubhaft, wenn man bemerkt hat, dass die Dame auf einem Totenkopf steht…

You can’t miss the ferry traffic in Trelleborg – our idea was to have a cozy breakfast right after arrival at 7:00 a.m. and to then have a little look at the city before being off to Ystad. The 58m water tower with the questionable sea monster fountain in front of it is located right next to the city park where we idled quite a while and just „arrived“ in our first vacation in two and a half years. Apparently, the fountain and the statue of the fair maiden at the very bottom were made by the same artist – which seems plausible only when you notice that the lady is standing on a skull…

Und dann ein Spoiler: unser Frühstückslokal sollte das Alpha und Omega der Reise werden. Eine heiße Empfehlung für alle Tageszeiten, Systrar & Bönor in Trelleborg.

And here comes a spoiler: the place where we had that very frst breakfast was going to be the alpha and the omega of our trip, highly recommended for all times of the day: Systrar & Bönor in Trelleborg.

Ich merke schon: mit dem wenigen Text haut es nur so la la hin… doch auf nach Ystad, Dienstsitz von Kommissar Wallander! Da haben wir einen kleinen Stadtrundgang anhand der Karte der Tourist-Info gemacht und ich durfte zu meiner großen Freude feststellen, dass die Buchhandlung am alten Rathaus noch existiert, praktischerweise direkt neben einem Café, wo sich wunderbar „Fika machen“ ließ.

Yes, it’s tough going with only little text… let’s move on to Ystad, of detective Wallander fame. We did a little tour of the historic center along a map provided by the tourist office and to my delight I found the beloved book store close to the old town hall still in operation – and a nice café right next to it, so the first proper „fika“ found its venue.

Am zweiten Tag war das Mittagessen schon als finger food eingeplant: Brot gekauft und dann Räucherlachs in Kåseberga – was das heißt, kann der eine oder andere sich vielleicht denken?

Lunch on the second day was non-negotiable: we bought some bread and then smoked salmon in Kåseberga – some of you might instantly realize what that means?

Genau, ein Picknick bei atemberaubender Kulisse: die ca. 1500 Jahre alte Schiffsetzung Ales Stenar im Rücken und an den Klippen sitzend den Blick auf die Ostsee. Ist auch als ganztägiges Unterfangen denkbar.

Right, a picnic in a breathtaking spot: with the about 1,500 years ols ship setting of Ales Stenar in our backs we sat perched on a cliff, overlooking the Baltic Sea. I can recommend this as full-day entertainment as well.

Mehr zufällig kamen wir in Valleberga vorbei, mehr ein Weiler, als ein Dorf, mit einer beeindruckenden Kirche und einem sog. mittelalterlichen Kastal: der separat stehende Turm war offenbar ursprünglich Teil einer Ummauerung des gesamten Geländes.

By chance we passed the tiny village of Valleberga which features a quite impressive church and a medieval so-called Kastal: the separately standing tower was apparently originally part of a wall around the entire site.

Die Südküste hat uns einen weiteren Tag in ihren Bann gezogen: im Naturschutzgebiet Hagestad haben wir einen kleinen Spaziergang gemacht. Es ist ein Sanddünengebiet, das ein kleines Paradies für auf diesen Boden angewiesene Insekten, Pilze und Pflanzen ist.

We spent yet another day at the southern coast: we went on a little stroll in Hagestad natural sanctuary. It’s characterized by sand dunes and thus a paradise for insects, mushrooms and plants that rely on this kind of environment.

Man könnte auch sagen, ich hatte einen Maiglöckchen Foto-Shoot.

Or you could say I was on a lily of the valley photo shoot.

Und wieder konnten wir, wie so oft auf dieser Reise, einen fantastischen Platz für unsere Mittagspause sichern:

And yet again we were able to secure a prime spot for our lunch – we were treated to many more on that trip:

Nächster Stop war das nahegelegene Backåkra, die Sommerresidenz des ehemaligen UN Generalsekretärs Dag Hammarskjöld – ein Ort der Ruhe. Das Museum war leider geschlossen (immer noch Nebensaison), aber man konnte sich das dazugehörige Land ansehen. 2018 fand hier ein Meeting des UN Sicherheitsrates statt.

We continued to nearby Dag Hammarskjöld’s Backåkra, a summer residence the former UN Secretary-General got to have a place to let the mind wander. This still being off-season, the museum was closed but we were able to stroll the property, which in 2018 was used as a venue for a meeting of the UN Security Council.

Nach einer Siesta am Strand Sandhammaren, während der ich, echt wahr, die Kamera gut verpackt gelassen habe (Interessierte können sich hier einen Eindruck verschaffen) und stattdessen mit den Füßen in der Ostsee unterwegs war, ging es dann noch ein gutes Stück Strecke nach Norden. Dazu später mehr!

After a siesta at Sandhammaren beach which, believe it or not, focused on getting our feet wet in the Baltic Sea and thus leaving the camera tucked away (for pictures check out this post), we continued quite a ways North. More on that later!

Barbara

Hiking… Lampertstal from Mirbach

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Die EifelSpur „Toskana der Eifel“ (nominiert als Deutschlands schönster Wanderweg 2022) mit ihren 16km konnten wir in die diversen Tagesplanungen leider nicht unterbringen – was sich aber als Glücksgriff rausstellte. Auf jeden Fall wollten wir durch’s Lampertstal und haben uns dann für eine wilde Runde ab Mirbach entschieden. Und in Mirbach steht eine Kapelle, die uns in vielfacher Hinsicht geflasht hat. Eine ziemliche Größe für den Ort und macht schon von außen „was her“ – und innen fällt einem erstmal die Kinnlade runter und man könnte sich in einer orthodoxen Kirche wähnen (Frohe Ostern übrigens), so golden ist alles und voller Mosaike.

The 16 km so-called EifelSpur „Tuscany of the Eifel“ (nominated as Germany’s most beautiful trail 2022) was a bit much to fit it into the rest of our respective plannings yesterday – but that turned out to be a lucky choice. The idea was to hike a large part of the Lampert’s Valley and we found a wild route that started in Mirbach. As it turned out, there’s an amazing chapel to see in Mirbach. Quite sizable for the little village and it looks like a gem from the outside already. Once you walk inside the experience is of the jaw-dropping variety as it looks like it could be an orthodox church (Happy Easter, by the way) because there’s so much gold and mosaics.

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Die ursprüngliche Kapelle des Ortes war verfallen und so wurde diese 1902/03 gebaut. Die dort zu erstehende Broschüre zur Geschichte ist lesenswert, konnte mir aber auch die Frage nicht beantworten, wie es zu diesem Design kam. Aber vielleicht bin ich auch einfach kunsthistorisch zu unbeleckt und es war der Stil der Zeit.

The original village chapel was dilapidated and so this new one was built in 1902/03. They have an interesting little brochure on sale on how everything came about but my one big question was not answered: how did they decide for this interior design? But maybe it’s just my lack of knowledge in art history and this is simply what was en vogue at the time.

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Im Lampertstal, das wir letzten Sommer schon gestreift hatten, haben wir uns quasi einen Überblick verschafft über die schieren Ausmaße dieses wunderbaren Tals mit dem vor sich hin mäandrierenden Bach. Ganz klar ist für mich: hier wird, bevorzugt im Juni, die genannte EifelSpur gelaufen und die für diese Jahreszeit typische Orchideenpracht bewundert.

We had seen a tiny section of the Lampert’s Valley last summer but wanted to get a full overview of it with its happily meandering creek this time around. And I realized I have mentally put the above-mentioned EifelSpur trail on my calendar for June, preferably, when apparently these meadows will be full of all kinds of orchids.

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Für heute müsst ihr euch nochmal mit einer Schlüsselblumen-Flut begnügen 🙂

Today you have to make do with yet another flood of cowslips 🙂

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Also, die „Toskana der Eifel“ wandern, aber abschließend einen Abstecher nach Mirbach machen, wo man die Besichtigung der Kapelle sehr gut mit einem Besuch im Café Em Backes verbinden kann. Ich ärgere mich nachhaltig, dass ich von der Eiskaffee-Torte kein zweites Stück genommen habe!

Well then, hike the „Tuscany of the Eifel“ trail but then swing by Mirbach as well to see the chapel – and maybe have coffee and cake at Café Em Backes. I still can’t get over not ordering a second slice of their „Iced Coffee Cake“!

Barbara

 

Hiking… Traumpfad Monrealer Ritterschlag

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Um von diesem absoluten Highlight zu berichten, habe ich lange gebraucht… ich bin der Bilderflut nicht Herr geworden, denn man weiß auf dieser 13,8 km langen Runde nicht, wo man die Kamera zuerst hinhalten soll. Es gibt den fantastischen alten Ortskern von Monreal, die zwei (!) Burgruinen, variantenreiche Pfade und – Jösses! – Blumen zum Niederknien. Ich konnte die Bilderflut nur wenig zähmen, legen wir mal los…

It took me a very long time to get things figured out for this post… too many pictures to review, one seemingly more precious than the next which is simply based on the fact that you don’t know where to direct the camera first on this 13.8 km trail. There’s the gorgeous old city center of Monreal, two (!) castles (or ruins thereof), varied paths and F-L-O-W-E-R-S to die for. So this will be picture-heavy.

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Fangen wir mit der Philippsburg an, im 13. Jahrhundert errichtet – entweder als Teil des Designs der Gesamtanlage mit der Löwenburg oder als „Antwort“ des Namensgebers auf die Errichtung der Löwenburg durch dessen Bruder Graf Hermann III. von Virneburg.

Let’s start with Philipp’s Castle, built in the 13th century – either as part of the design of the actual Monreal Castle or Lion’s Castle or as a „response“ of its builder to the erection of the latter by Count Hermann III. of Virneburg (his brother).

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Schon ziemlich abgefahren zwei Burgen so nah beieinander zu haben… und die Bahntrasse unter der Burg hat auch was!

Quite something to have two castles situated that close to one another… and I just love the train tracks running underneath the Lion’s Castle!

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Die Löwenburg ist klar die beeindruckendere und man kann sich noch einen sehr guten Eindruck von der Anlage machen. Sie ist eine urkundlich das erste Mal 1229 erwähnte Spornburg – also eine Burg auf einem Felssporn, aber unterhalb des Gipfels. Im 14. und 15. Jahrhundert wurde sie zum Witwensitz der Familie. Den Anfang vom Ende sah sie 1632 durch die Schweden im 30-jährigen Krieg und den Rest gaben ihr dann die Franzosen 1689. Ein Modell einer Rekonstruktion kann man hier sehen.

The Lion’s Castle is clearly the more impressive one and it’s really interesting to walk around the structure and get an idea of its former glory. It’s a spur castle that was first mentioned in official documents in 1229 – a spur castle sits on a prominent rock spur but below the summit. In the 14th and 15th centuries it became a widow’s dower (don’t know about that term: a place where widows get to live?). The first step in its demise was major damage inflicted by the Swedes in the 30-year war and the job was then finished in 1689 by the French troops. Go here to see a model of a reconstruction.

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Ich spreche hier zwei Warnungen aus: nehmt Stöcke mit. Wenn es feucht bis nass ist, halte ich sie für Teilstrecken sogar für unerlässlich. Dann: nicht umsonst ist dieser Rundweg (übrigens Deutschlands Schönster Wanderweg 2011) mit 5 Stunden für nur 13,8 km angesetzt – die laut Ausschilderung ersten ca. 2,5 km haben zwei Stunden gedauert; ich habe gedacht, ich komme nicht an. Gefühlt 400 der gut 500 Höhenmeter insgesamt. Okay, ich war auch in den Burgen unterwegs, aber trotzdem. Insofern ist er mit Ritterschlag sehr gut betitelt, ich warte täglich auf den Anruf von Lisbeth aus dem Buckingham Palace.

Let me warn you about two things: bring your hiking poles. When it’s wet there are sections that become really slippery slopes – and narrow ones at that. Also: in addition to this trail being awarded „Germany’s Most Beautiful Hiking Trail 2011“ there is a reason why they say it takes you 5 hours to cover a mere 13.8 km. What was signnposted as about 2.5 km at the start took me a good two hours to complete – I thought I wouldn’t make it. 400 of 500 meters in elevation difference must be on that stretch 😉 Okay, I also spent some time checking out the castles but still. So this trail being called „Ritterschlag“ / Knightly Accolade is quite fitting and I expect the call from Buckingham Palace to come any day now.

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Dieser Weg muss JETZT am schönsten sein, ggf. wieder im Herbst. Zwischenzeitlich sollten auch die Laubbäume Blätter haben, die Rapsfelder in gelb erstrahlen (ich war Mittwoch vor Ostern unterwegs)… und auch noch Blumen da sein, also zögert nicht, macht euch jetzt auf den Weg dorthin.

I believe this to be the perfect time to do this trail, maybe fall is also gorgeous. But by now (pictures are from Wednesday before Easter) the trees should show some foliage, the rape fields must be blindingly yellow… and the flowers should also still be around for a bit, so don’t hesitate: do the hike now!

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Und wenn die Wanderung zu schwierig erscheint: guckt euch den Ort an. Eigentlich wollte ich nur noch Kaffee und Kuchen, aber dann musste ich doch erst noch in Fachwerk baden. Allein die Türen…

If you think the hike may be too much of a challenge just go for the village itself. I had coffee and cake on my mind for a long time on that hike but then I did have to take a bath in all the timberframe structures first. And then the doors…

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Jetzt hab ich alles gegeben 🙂 Auf bald!

I’ve given it all I had 🙂 See you soon!

Barbara

Strolling… Historischer Jahrmarkt Kommern

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Im Freilichtmuseum in Kommern gibt es in der Karwoche (bis Ostersonntag) den Historischen Jahrmarkt zu bestaunen – neben den vielen anderen Dingen, die man hier sowieso schon erkunden kann. Das hatte ich mir schon einige Zeit vorgenommen und nun ergab sich spontan die Gelegenheit. Mein letzter Besuch hier allgemein liegt viel zu lange zurück…

During the Holy Week up until Easter Sunday the Open Air Museum in Kommern hosts a nostalgic fair – in addition to all the other things you can marvel at here. I had wanted to visit for a while and this year, an opportunity at short notice materialized and I didn’t think twice. My last visit here was sooo long ago…

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Mich faszinieren solche Museen und man kann auch ohne Jahrmarkt locker den Tag hier verbringen zwischen den 69 historischen Gebäuden, die aus dem ganzen Rheinland zusammengetragen wurden und in einem weitläufigen Areal nach Herkunftsgebieten gruppiert sind.

I am fascinated by this kind of museum and can easily spend a whole day here, fair or no fair. 69 buildings have been collected throughout the Rhineland and set up again here, grouped by regions of origin, in an area covering about 100 hectares.

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Die Mehrzahl der Gebäude sind Fachwerk, aber es gibt bspw. auch die als Nissenhütten verrufenen Nachkriegsunterkünfte. Ursprünglich waren es Soldatenunterkünfte, die die britische Regierung dann in ihrer Besatzungszone als Notunterkünfte zur Verfügung stellte.

The majority of the buildings are timberframe structures but there are also post-war dwellings like the one below. Originally, they had been troop quarters but after WWII the British government offered them as emergency housing in their occupation zone.

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Aber nun zum Jahrmarkt, der sehr vielfältig war und ganz verschiedene Perioden abgedeckt hat. So sind mir Kinderkarusselle wie dieses hier noch sehr gut in Erinnerung, besonders das Feuerwehrauto:

But let’s move on to the nostalgic fair which I found to be really varied, covering a number of periods. I myself remember children’s carousels like the one below… the fire engine in particular:

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Concarneau, France, ca. 1980

Etwas bizarrer mutete The Lady Show an, die wir zeitlich leider nicht in Aktion erleben konnten:

The Lady Show seemed quite a bizarre kind of entertainment which we didn’t manage to see „in action“:

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Das Kegelspiel hatte was – ich war überrascht, wie viele Treffer da erzielt werden konnten. Was das Kettenkarussel angeht frage ich mich im Nachhinein, warum ich damit keine Runde gedreht habe… Und „Halla“ lässt sich zeitlich wohl auch ganz gut einordnen, nach errungenem olympischen Ruhm 1956.

This very special game of skittles was quite something – I was surprised at the number of pins that went down. Looking at the chain carousel now I wonder what kept me from going on a ride? And the horse called „Halla“ evokes old memories among Germans: of Halla, the horse that took his injured rider and his team to a gold medal in show-jumping at the 1956 Olympics.

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Dann die ganz große Spannung: ein Hochseilakt mit Till Eulenspiegel!

Then the big thrill: a high-wire act with Till Eulenspiegel!

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Mit einem Besuch im Geschäft des „Ortes“ und bei einigen Handwerkern haben wir den Tag dann abgerundet… von den mir bis dato unbekannten Modellen der Mausefallen hätte ich vielleicht mal eine mitnehmen sollen:

We saved the look at the village shop and a few artisans for last… there are obviously mouse trap models that I hadn’t seen before and maybe I should have brought one home to take it to the test:

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Also, bis einschließlich Ostersonntag könnt ihr den Jahrmarkt noch erleben, aber auch danach ist das Freilichtmuseum jederzeit einen Besuch wert.

Well then, you have until Easter Sunday to pay this nostalgic fair a visit but if that is too short notice, the open air museum is worth a visit every day.

Barbara

Hiking Karlas Fitnesspfad… and then some

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Dieser Samstag Ende März bot ein Rundumprogramm in Hillesheim. Der Anlass dafür war ein Hinweis auf die Pracht der Märzenbecher im Bolsdorfer Tälchen. Karlas Fitnesspfad in der grünen Variante (knapp 9 km) wurde dafür ausgewählt. Topografisch ist er recht anspruchslos, weswegen wir zum Ende hin überrascht feststellen mussten, dass ein bisschen Hektik reinkam wegen des Folgeprogramms. Haben wir halt doch mehr Zeit „verplempert“ damit, was es an der Strecke zu sehen und zu tun gibt?

This Saturday at the end of March offered a small hike – and more – in Hillesheim. I got started on this after I got a recommendation to see the spring snowflakes in Bolsdorfer Tälchen. I chose Karla’s Fitness Path, the green one at about 9 km, to take me by the splendid flowers. The trail as such is not challenging at all so we were surprised to realize, towards the end, that things were getting a bit hectic with the next item on the agenda. It seems we did „waste“ more time with all that was to be see and done along the trail?

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In wenigen Minuten per pedes vom Zentrum Hillesheims zu erreichen, ist das Bolsdorfer Tälchen wohl der Ingebriff eines NAHerholungsgebiets. Für den zur Runde gehörenden Barfußpfad war es uns noch etwas zu frisch, aber der oben abgebildete Seil-/Balanceparcours wurde getestet und für gut befunden… Mit Turnschuhen statt Wanderstiefeln wäre es einfacher gewesen, denn an meiner topfiten Bauchmuskulatur kann es kaum gelegen haben, dass das höllisch anstrengend war… aber im Ernst: insgesamt ist man mit Wanderstiefeln hier komplett overdressed.

You reach Bolsdorfer Tälchen within minutes on foot from Hillesheim center – a LOCAL recreation area if ever there was one. We felt it was just a tad too cold after all to make use of the barefoot path but the rope / balancing course you see in the picture above was tested and considered fun… Though I guess it would have been a whole lote easier in sneakers than hiking boots – surely it weren’t my well-defined abs that made it so incredibly exhausting? But seriously: hiking boots on this path mean you are overdressed for the occasion.

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Wenn wir noch halbwegs in der Chronologie der Dinge bleiben wollen, kann ich euch an dieser Stelle die Märzenbecher nicht mehr länger vorenthalten – ein ganzer Hang voll! Und womöglich waren auch in Bachnähe mehr, aber auch hier hat die Flut vom letzten Sommer den einen oder anderen Teil mitgerissen. Wie auch immer: man kann sich nicht satt sehen.

In order to somewhat keep to the chronology of things I can’t keep the spring snowflakes from you any longer – a large slope-full of them! And possibly there used to be many more close to the creek but it seems last summer’s floods have taken their toll here as well. Anyhow: you just can’t get enough of them.

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In den Orten Niederbettingen und Bolsdorf gab es einige schöne alte Häuser zu bewundern – und ebensolche Vorgärten. Leider war das Kleine Museum in Bolsdorf geschlossen.

Along the way in the villages Niederbettingen and Bolsdorf we came across a few beautiful old houses – and gorgeous front yards. Unfortunately, the Little Museum in Bolsdorf was closed.

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Dafür waren die Kirche bzw. Kapelle in beiden Orten auf – was auf meinen Wanderungen ja sonst eher selten der Fall ist. Natürlich haben wir die Chance genutzt und sie uns auch angesehen. Die in Niederbettingen ist wirklich beeindruckend – fertiggestellt 1897 (nachdem die Vorgägerkirche von 1749 zu klein wurde und baufällig war, wurde neu gebaut; die erste Kirche an gleicher Stelle datiert von 850). Dass sie auch „Eifeldom“ genannt wird, ist voll und ganz nachvollziehbar.

But instead the church and chapel respectively in both villages were unlocked – which is hardly ever the case on my hikes. And of course we made use of the opportunity and checked them out. The one in Niederbettingen is really impressive – finished in 1897 (a new building was needed when the previous church from 1749 became too small and increasingly dilapidated; the first church in this very spot was built in 850). I fully understand that this church is also referred to as the Eifel Cathedral.

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Die Kapelle in Bolsdorf ist wesentlich kleiner und deutlich schmuckloser, hat aber auch ihren Reiz:

The chapel in Bolsdorf is much smaller and much less ornate, but is also charming:

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Und zum guten Schluss haben wir die beiden weiteren Programmpunkte genossen: einen English Tea und einiges mehr im Café Sherlock, gefolgt vom wunderbaren Film „Lunana – das Glück liegt im Himalaya“ in der Eifel-Filmbühne, die immer den Besuch wert ist.

We then continued to the next items on the agenda, namely English Tea and quite a lot more at Café Sherlock and the wonderful movie „Lunana – A Yak in the Classroom“ at Eifel-Filmbühne, which is always worth a visit.

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Ich vermute, es wird mir bald wieder eine Möglichkeit einfallen, die Dinge entsprechend zu verbinden 😉

I guess that rather sooner than later I will think of a new possibility for a set-up like this 😉

Barbara

Hiking Traumpfad Virneburgweg

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Auf Anregung einer geschätzten und häufig mitwandernden Outdoor-Enthusiastin ging es auf den Traumpfad Virneburgweg, Deutschlands schönsten Wanderweg 2008. Diese Auszeichnung kann ich durchaus nachvollziehen – abwechslungsreiche Wege, beeindruckende Burgruine, schöne Aussichten… der Buchenwald wird in zwei, drei Wochen nochmal wunderbarer sein und wir haben die Rückkehr zur Blütezeit der Heide fest eingeplant.

At the suggestion of an appreciated outdoor entusiast who joins me on my hikes on a regular basis we hiked Traumpfad Virneburgweg, which was awarded „Most Beautiful Hiking Trail in Germany“ in 2008. I can see what the decision for the award was based on – varied paths, impressive castle ruins, gorgeous views… the beech forest will be even more wonderful two or three weeks from now and we have already decided to return for when the heath is in bloom.

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Vom Parkplatz aus geht es gleich hoch zur Burgruine, deren älteste Teile auf die 2. Hälfte des 13. Jahrhunderts datieren. Nachdem das Geschlecht Virneburg 1545 ausgestorben war, gab es mehrere Besitzwechsel und im Rahmen derer den Ausbau zum Schloss – ein Inventar von 1605 listet 12 Räume. Bereits 1689 wurde sie dann von französischen Truppen zerstört und befindet sich heute im Besitz des Rheinischen Vereins für Denkmalpflege und Landschaftsschutz. Die auf dem Foto links unterhalb liegende Kapelle wurde Mitte des 14. Jahrhunderts gestiftet.

From the parking lot we are led right up to the castle, the oldest parts of which can be dated to the second half of the 13th century. After the Virneburg dynasty had ended with the death of its last count in 1545 there were several changes of ownership and in the course of these the castle was turned into a palace – an inventory of 1605 lists 12 rooms. It didn’t last long: in 1689 it was destroyed by the French troops and is today owned by the Rhenish Society for the Preservation of Monuments and Landscape. The chapel you see to the lower left of the castle in the picture below was built in the mid-14th century.

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Online bin ich u.a. auf diesen Rekonstruktionsversuch gestoßen – da lässt sich die alte Pracht noch etwas besser vorstellen:

I have found the below attempt at a reconstruction online – makes it a whole lot easier to imagine its former grandeur:

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Source: Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, as on http://www.kuladig.de/Objektansicht/O-53153-20120817-2

Prächtig waren auch die Veilchen im „Burghof“:

The violets in the „courtyard“ in their own grandeur:

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Die Heidelandschaften erst auf dem Schafberg und dann im Bereich der Blumenrather Heide luden zum Verweilen ein… von der abgebildeten Bank auf dem Schafberg hat man eine schöne Aussicht auf die Eifelhöhen – ideal für die Mittagspause. Hinweis: wer sich auf die Ausschilderung verlässt sollte im Bereich Blumenrather Heide sehr aufmerksam sein. Ein „rechts abbiegen“ fehlt quasi direkt hinter einer großen Kiefer zu deren Füßen, Stand 24.03.22, ein umgekippter Hochsitz liegt und das nächste Schild ist nahezu komplett ausgeblichen.

The heath landscapes first on the Schafberg and then in the area of the Blumenrather Heide made me want to linger… from the pictured bench on the Schafberg you have a nice view of the Eifel heights – ideal for the lunch break. Note: a sign „turn right“ is missing right after a large pine tree underneath which you currently (as seen March 24, 2022) find a destroyed high perch, and the sign following that is faded to almost white.

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Hier wie an immer mehr Stellen ist das Thema Waldsterben akut – über 80% der Bäume in Rheinland-Pfalz sind geschädigt, innerhalb von 3 Jahren sind 7,8 Mio Bäume abgestorben. Im Waldzustandsbericht 2021 ist außerdem nachzulesen, dass die Absterberate 2021 auffällig hoch war – was darauf zurückgeführt wird, dass es durch die drei vorangegangenen zu trockenen und zu warmen Jahre offenbar zu erheblichen Nachwirkungen kommt.

The trail also has a section where forest decline is very obvious – more than 80% of trees in Rhineland-Palatinate are considered as damaged, within 3 years 7.8 million trees have died. The 2021 report on the state of the state’s forests mentions that the rate was remarkably high in 2021 – which is thought to be caused by the fact that the three preceding years were all too warm and too dry and that only now we see the consequences.

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Aber die schönen Aussichten überwiegen eindeutig. Bald wird’s warm genug, um mein Allzwecktuch irgendwo für eine ordentliche Siesta auszubreiten 🙂

But the gorgeous views far outweigh the rest. Soon it will be warm enough to put my all-purpose blanket down for a proper siesta somewhere 🙂

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Bleibt dran, das Wandern geht weiter!

Stay tuned, the hiking continues!

Barbara

Hiking Dörferblickschleife – again!

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Leichtes Gähnen, schon wieder Dörferblickschleife? Keine Sorge: hier gab’s viel neues zu sehen und das fängt schon mit dem Foto oben an – diesen Blick auf die Kirmutscheider Kirche und die Schule kann man eigentlich nur in den Wintermonaten genießen. Auch bei diesem Versuch allerdings war die Kirche verschlossen.

A subtle yawn, Dörferblickschleife again? Don’t worry: I discovered quite a few new things and that starts with the motif above – this view of the church and school in Kirmutscheid is possible only in the winter months. As always, though, the church was locked.

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Das wird heute ganz klar fotolastig, doch auch hier abweichend von der Norm: kaum Blumen!

This will be quite a picture-heavy post but even that is different: basically no flowers!

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Dafür aber die neueste Attraktion: ein Albino-Eichhörnchen (wie ich vermute) – ich hoffe, der Fuchs hat andere Interessen. Gesehen habe ich es kurz vor der Kurve, die den Blick auf obige Kirche freigibt.

But look at the latest attraction: an albino squirrel (I assume) – I hope the fox’s interests lie elsewhere. I spotted it just before I reached the turn that allows for the above view of the church.

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Am Himmel ging es auch heiß her – ich halte den Greifvogel für einen Bussard. Und ihr macht euch keine Vorstellung davon, wie schwierig es ist, einen Zitronenfalter abzulichten. Die wirken deutlich hektischer als andere Schmetterlinge und scheinen im ruhenden Zustand nie die Flügel auseinanderzufalten. Alter Falter.

A look to the sky also offered impressive sights – I believe that is a hawk. And you have no idea how hard it is to take a picture of the common brimstone. I feel they are a lot more restless than other butterflies and don’t seem to show their wings while in parking position. But there were dozens of them!

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Ganz ohne Blume geht’s dann doch nicht – und einige Marienkäfer hätte ich gerne in meinen Garten umgesiedelt… die scheinen da nicht heimisch werden zu wollen.

I can’t do no flowers, it seems – and I would have loved to move some of the ladybugy to my garden… they have a hard time making it their home.

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Die Dörferblickschleife lohnt sich zu jeder Jahreszeit – fehlt nur noch die Wellenbank am Aussichtsturm 🙂

Dörferblickschleife is worth the hike in every season – I hope the wavy bench is back soon, too 🙂

Barbara