Grünes Kurdistan / Green Kurdistan

Zurück im irakischen Kurdistan – und gerade noch rechtzeitig, um die Gegend mal grün und nicht total ausgetrocknet zu erleben. Dieser Wunsch muss den Wettergott bewegt haben, Mitte Mai noch mit Temperaturen zwischen 20 und 23 Grad daherzukommen, wo hier eigentlich 40 Grad und Klimaanlagen angesagt sind. Einerseits schön, leider geht das aber auch mit täglichem Regen einher, teilweise in solchen Massen, dass dabei auch Leute umgekommen sind. Aber alles mögliche ist hier erntereif oder kurz davor: Zwiebeln, Kartoffeln, Rhabarber… das Getreide scheint auch nicht mehr allzu lange zu brauchen. Ob die Kirschen, die ich gegessen habe, tatsächlich von hier waren, konnte ich nicht ergründen – aber sie waren lecker.

Back in Iraqi Kurdistan – and just in time to see it in green and not totally parched. This wish on my part must have inspired the weather Gods to wreak a little havoc with the weather here: mid May at 20 to 23 degrees C is unheard of when it should be 40 with ACs running 24/7. On the one hand, that’s pretty comfortable, but on the other hand, this comes with lots of rain, sometimes causing flash floods with fatalities. But all kinds of vegetables are (just about) ready for harvesting: onions, potatoes, rhubarb… cereals may need a little longer still. I don’t know whether the cherries I had were from here but they were very good.

Neben der Arbeit spielt wie gesagt das Wetter auch nicht mit (vorzugsweise schüttet es am späten Nachmittag und Abend), so dass ich einen ziemlich kleinen Bewegungsradius habe. Aber selbst auf dem morgendlichen Spaziergang zum Büro kommt man an diversen, oft liebevoll gepflegten Gärten vorbei. Schade nur, dass mein Kurdisch noch nicht für ein Schwätzchen reicht… Am Donnerstagabend, vor dem Wochenende also, war ich auch ein bisschen an, sagen wir mal: Stuttgart erinnert. Vor ausnahmslos jedem Haus wurde gekehrt, die Rinne gesäubert und aufgeräumt. Kein Pardon.

In addition to having to work, the rains, which usually come in the late afternoon and evening, rather limit my excursions. But the morning walk to the office takes me past a few often lovingly looked after gardens. Such a shame that my non-existent Kurdish keeps me from chatting with the owners who are sometimes there as well. On Thursday evening, which is right before the weekend, I was somewhat reminded of, say… Stuttgart [which is known for rigid cleaning traditions]. There was street sweeping and gutter cleaning going on in front of literally every house.

Die Strecke von Erbil nach Dohuk haben wir übrigens auf einem anderen Weg zurückgelegt als noch vor knapp zwei Jahren – da ist mittlerweile eine Brücke rehabilitiert worden. Oder sagen wir so: soweit zusammengeflickt worden, dass man darüber fahren kann. Sie lädt auf jeden Fall zur sogenannten „Brückenpause“ ein, denn auf der einen Fahrbahn sind Stände aufgebaut: Fischverkäufer, Teehäuser und anderes mehr. Die Kollegin warnte mich glücklicherweise früh genug: „Bloß nicht umrühren, sonst kann man den gar nicht mehr trinken!!“ Geschätzte zwei Esslöffel Zucker auf einen großen Schluck Tee.

We went from Erbil to Dohuk on another road than when I was here last almost two years ago – in the meantime, a bridge has been rehabilitated. Or let’s put it this way: patched together to make it somewhat passable. Anyhow, it is a welcome stop for what has come to be called the „bridge break“, as one lane serves as a service area with tea houses, a fish shop and others. My colleague luckily wanred me in time: „Do not – under no circumstances! – stir or you really can’t drink that tea!“ It must have been about two table spoons of sugar in not much more than one large sip of tea.

Nun haltet einen Moment inne und stellt euch noch vor, dass euch – nicht hier, aber an anderer Stelle – zu diesem Tee noch folgendes Dessert-Buffet präsentiert wird. Ich höre meine Zähne quasi schreien – bzw. die Bauchspeicheldrüse „Insulin! Insulin! Mehr Insulin!“ japsen.

Now pause for a moment and imagine that you will be offered – not here, but other places – a dessert buffet like the following to go with that tea. I can practically hear my teeth scream – or the pancreas gasping „Insulin! Insulin! More insulin!“

Aber vielleicht wird es auch gerade ein bisschen spät… Gute Nacht und bis bald aus Kurdistan!

But maybe it is just getting a little late… Good night and bye for now from Kurdistan!

Barbara

4 Kommentare zu “Grünes Kurdistan / Green Kurdistan

  1. Erst einmal noch herzliche Geburtstag sgrüsse und alles Gute ! Hoffe Dir geht es gut und du hast in Kurdistan ein wenig feiern können.L.G. Aus Rohr

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  2. Always love your flower photos. Interesting „repair“ on bridge. Hooray for ingenuity! Thanks for your posts. You know I appreciate the English!

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