Besuch / Visitors in Bonn

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Auf diesen Besuch hatte ich mich sehr gefreut. Wahrscheinlich, weil er über die Jahre gesehen so unwahrscheinlich war. Ich muss etwas ausholen. 1994 saß ich zum Auftakt meines AuPair-Jahrs in einem Flieger nach New York, neben mir die Schwedin Annika. Drei Tage haben wir dann in New York eine „Orientation“ besucht, die Stadt besichtigt und CATS geguckt. Das nächste Mal trafen wir uns 2001 auf einen Kaffee in London, da dann schon mit ihrer Tochter im Buggy. Dazwischen und danach bestand der Kontakt aus den jährlichen Weihnachtsgrüßen. Im Vorlauf zu meinem Schwedenurlaub letztes Jahr habe ich mich gemeldet und es kam zu einem Treffen – ein Grillnachmittag in Småland, Tochter nun 16, dazu ein Sohn und der dazugehörige Vater. Tja, und jetzt kam es zu einem Gegenbesuch in Bonn: ein verlängertes, kinderfreies Wochenende im Rheinland.

I had been looking forward to this visit very much. Probably because it had been so unlikely if I look back at how our friendship has developed of the past decades. Let me elaborate a bit on this. At the outset of my AuPair stay in 1994 I found myself seated next to Annika, a Swedish girl, on a flight to New York. We spent three days doing an orientation there, doing some sightseeing and seeing CATS. The next time we met, it was for a coffee in London in 2001, her little daughter joining us in a stroller. In between and ever since then, we were in touch only via annual Christmas greetings. When I was planning my vacation in Sweden last year, I got in touch out of the blue and we met – for a gorgeous afternoon barbecueing in Småland: with the now 16-year old daughter, a son and the Dad. So now this was the adults only return visit to Bonn: an extended weekend by the Rhine.

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Nach geschätzten 12 Jahren bin so auch noch mal ins Beethoven-Haus (oben) geraten, das selbst in dieser wahrscheinlich am wenigsten besuchten Jahreszeit alles andere als verwaist war. Zum allerersten Mal in 20 Jahren Bonn war ich dann anlässlich des Besuchs in der Namen-Jesu-Kirche. Bislang war sie immer entweder eingerüstet oder geschlossen, ob „einfach so“ oder weil sie jahrelang aufwändig für 7,6 Millionen Euro renoviert wurde. Ich fand sie wunderschön – und wo hat man schon mal einen „aktiven“ Friedhof in der Krypta?

After what must have been about 12 years, I finally made it to the Beethoven Haus (above) again. Despite this being (I suppose) the most quiet time of the year tourist-wise it was anything but deserted. And for the first time ever in the 20+ years I’ve lived in Bonn this visit also featured a look at the Namen-Jesu-Church nearby. It had always been either covered in scaffolding or closed, either „just like that“ or because it had undergone extensive renovations worth 7.6 million Euros for many years. I really liked the interior – and I can’t remember ever having been in a church with an „active“ graveyard in the crypt.

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Im Anschluss sind wir nach Brühl gefahren, um uns die Schlösser Augustusburg und Falkenlust anzusehen, die eine UNESCO Welterbestätte sind. Die Führung in Augustusburg war sehr interessant – ich muss vor etwa 10 Jahren schonmal dort gewesen sein, konnte mich aber nur an das vollkommen irre Treppenhaus erinnern. Die Führerin hatte auf alle Fragen eine Antwort. Der Audioguide, auf den meine Gäste zurückgreifen mussten, war allerdings deutlich weniger detailliert. Wir haben uns dann auch noch auf den Weg zum Jagdschloss Falkenlust gemacht, das man nach einem halbstündigen Spaziergang durch den Park erreicht. Fotos in den Innenräumen nicht erlaubt… also macht euch auf und besucht Brühl!

We then took the train to Brühl (about 15 minutes) to visit the Augustusburg Palace and the Falkenlust Hunting Lodge, which are a UNESCO World Heritage Site. The guided tour of Augustusburg was immensely interesting – I had been there what must have been about 10 years before but the only thing I still remembered was the insane grand staircase. The guide knew the answer to every question. The audioguide which my guests had to rely on turned out to be less detailed – by far. We went on the half hour walk through the park to see the Hunting Lodge as well. Photography is not permitted inside… so get ready to go see it yourself!

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Sonntags blieben wir trocken und haben sogar ein bisschen Sonne gesehen, auf dem Weg nach Königswinter und auf den Drachenfels. Trotz der Bewölkung konnten wir bis Köln sehen und sogar den Dom ausmachen, den die Gäste schon freitags, während ich noch im Büro schmachten musste, besucht hatten. Auch hier die Feststellung, dass für einen wettermäßig durchwachsenen Tag im Februar ganz schön viele Leute unterwegs waren – das neue Restaurant schien gerade die richtige Größe zu haben. Im Sommer wird es wohl aus allen Nähten platzen. Aber architektonisch finde ich die Neugestaltung sehr gelungen.

No rain on Sunday and even a little sunshine here and there on our way to Königswinter and the Drachenfels. Despite the clouds we could see all the way to Cologne and could even make out the cathedral which my guests had visited on Friday already when I was still working. And again I found it amazing to see the number of people out and about on this not exactly inviting February day – the new restaurant was just the right size. I guess it will be bursting at the seams in the summer. I have to say, though, that I really like how they have redone the place architecturally.

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Immer wieder erfreue ich mich an Schildern in englischer Sprache aus aller Welt, zuletzt zum Bespiel an diesen. Doch auch am Drachenfels gab es ein Foto-Motiv, denn hier wird vor dem Leben gewarnt, so dass es in der Summe eigentlich eher eine Einladung ist – denn wer will sein Leben nicht gelebt haben? Man könnte es als fremdländischer Tourist durchaus auch erhellend finden, dass der Eselspfad bspw. als Donkey Trail übersetzt würde… aber ich bin mal wieder ein Korinthenkacker.

If you visit this blog regularly you will know that I often get a kick out of English-language signs from all over the world, most recently here. Drachenfels now also features a motif worth mentioning as there is a DANGER OF LIFE! which I find inviting rather than deterring – because I do want to live life „and not, when I came to die, discover that I had not lived“ (Thoreau) Also, a tourist not well-versed in the German language might find it interesting to know that the Esels-path is in fact a donkey trail – which is a reference to an old tradition at Drachenfels. Okay, it seems to be a nitpicking kind of day…

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Nicht unerwähnt bleiben soll auch unser Besuch des Semesterabschlusskonzerts des Jazz Chors der Uni Bonn in der Trinitatiskirche in Endenich, wo es brechend voll war – und das aus gutem Grund (bei Interesse: am 8.2. gibt es ein weiteres in der Aula der Uni). Vom letzten Jahr habe ich einen Eindruck vom Konzert an gleicher Stelle gefunden:

We had a great evening attending a concert of the Jazz Choir of Bonn University at Trinitatis Church in Bonn-Endenich on Friday, where there was standing room only. I have found this clip from a concert last year at the same venue:

Also man kann sagen: ein rundum tolles Wochenende… nächstes Mal dann noch mit Sonne und es wäre kaum zu toppen 🙂 Gute Nacht!

I guess it’s safe to say: an enjoyable weekend… next time we add some sun to the equation and that will leave nothing to be desired 🙂 Good night!

Barbara

3 Kommentare zu “Besuch / Visitors in Bonn

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