A Third Day in… BERGEN!

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Mit den touristischen Aktivitäten ist es hier im Winter nicht ganz einfach. Die Museen u.ä. haben nur sehr eingeschränkte Öffnungszeiten, von 11 bis 14 Uhr oder von 12 bis 15 Uhr – oder nur sonntags… Das erfordert eigentlich ein bisschen Vorbereitung, aber die habe ich ja geknickt. Und so kommt es dann, dass man um 9 Uhr in der Stadt steht, die Sonne noch nicht ganz da, und dann trotz widriger Wetterbedigungen eine „draußen-Beschäftigung“ in Angriff nimmt. Andersrum schade, wenn das Wetter um die Mittagszeit schön ist, dass man sich dann nach drinnen begeben „muss“, um die paar Stunden Öffnungszeit zu nutzen. Und danach holt einen draußen ja fast schon wieder der Abend ein.

It’s not all that easy being a tourist in Bergen in winter. The museums etc. have very limited opening hours, from 11 am to 2 pm or 12 noon to 3 pm – or Sundays only… A bit of prior research would have been helpful but well. And so it happens that I’m in town at 9 am, the sun not all the way up yet, and brave the elements. When the weather is great about noon, that’s a shame because you „have“ to be inside then to make use of the opening hours. And afterwards nightfall is not too far away.

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Bergen ist ganz schön… bergig. Auf meiner selbstgeführten Tour durch das alte Bergen, gegenüber von Bryggen (grob orientiert an dieser) wurde ich – von Temperaturen und Schnee einmal abgesehen, hin und wieder an San Francisco erinnert. Andererseits: war es nicht Mark Twain, der sagte, den kältesten Winter, den er je erlebt habe, war der Sommer in San Francisco? Vielleicht auch nur Legende…Wie auch immer: ich stelle beim Blick auf Nykirken und das etwas karg wirkende Umfeld fest, dass nur laubfreie Bäume eine Aufnahme der Kirche zulassen. Alles hat seine Vorteile.

Bergen is quite a hilly place. I was on a self-guided tour in one of the historic districts in Bergen, across the harbor from Bryggen (loosely based on the one I found here). In more than one instant I was strangely reminded of San Francisco – despite the temperatures and snow. Wasn’t it Mark Twain who purportedly said that the coldest winter he had ever seen was a summer spent in San Francisco? Maybe just legend… Anyhow, looking back down at Nykirken and the rather pallid surroundings I realize that a picture of the church is only possible as long as the trees are bare. There’s an advantage to everything.

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Es ist ein ziemliches Glück, dass man sich diesen Stadtteil mit den vielen Holzhäusern (hier auf dem Ytre Markeveien) noch ansehen kann, denn 1916 hat in ziemlicher Nähe ein verheerender Brand große Teile der Stadt zerstört. Es hat einige Feuer in Bergen gegeben, aber DAS Feuer war das von 1916. Dazu gibt es momentan im Bryggen Museum eine beeindruckende Ausstellung – wo man neben den Bildern der Zerstörung von 612 Wohnungen, 5 Hotels, 388 Läden, 42 Fabriken uvm. auch sehen kann, zu welchen stadtplanerischen Veränderungen es danach kam. Doch ich schweife ab. Gucken wir mal in eine Seitenstraße.

I feel quite lucky that I can still explore this neighborhood with all the wooden houses (here on Ytre Markeveien) as an huge area nearby fell victim to the flames of the Bergen fire of 1916. There have been quite a few fires in Bergen over the centuries, but the one in 1916 was THE fire. There’s currently an impressive exhibition on it at the Bryggen Museum – where you can’t only see pictures and film of the devastating destruction of 612 appartment, 5 hotels, 388 shops, 42 factories and much more but also get an idea of what urban planners had in mind with their new grid. But I’m digressing. Let’s have a look down a side street.

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Auch in der Kategorie bemerkenswerte Kleinigkeiten konnte ich einiges auftun. Dieses Pflanzgefäß, wenn auch winterlich vernachlässigt, hat mir ausgesprochen gut gefallen:

The award nominees in the category „noteworthy odds and ends“ today include this flower box, despite it being in a state of wintery negligence:

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Oder auch dieses Logo auf einem Schaufenster (Humor haben sie, die Norweger):

… as well as the logo on this shop window (a prime example of Norwegian humor??):

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Ein einziges Mal erspare ich euch eine Collage wunderbarer Holztüren… aber diese eine mit ihrer wunderschönen Klinke kann dann doch nicht auf meinem Rechner versauern:

For once, I’ll spare you the collage of beautiful wooden doors… but this one – and especially it’s wonderful handle – can’t just collect dust on my computer:

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Ein weiterer Programmpunkt war die Håkonshalle: 1261 fertiggestellt durch König Håkon IV., der auch für die Handelsbeziehungen zur Hanse verantwortlich zeichnete. Die Halle ist Teil der Festung Bergenhus, etwas entfernt in Verlängerung von Bryggen. Zuerst (und auf dem ersten Foto unten) sieht man zwar den Rosenkrantzturm, aber der war nur sonntags zu besichtigen – aber da war ich auf der Island Clipper. Und ich glaube, das war auch besser so, da sich die Gelegenheit sicher nie wieder bietet. Die Håkonshalle jedenfalls fand ich verdammt beeindruckend… zwar hat sie über die Jahrhunderte viele verschiedene Nutzungen erlebt und war auch in Vergessenheit geraten, bevor sie dann durch die unbeabsichtigte Explosion eines mit Munition beladenen niederländischen Schiffes in deutschen Diensten 1944 große Schäden davontrug. Aber jetzt wiederhergestellt ist sie ein wunderbarer Ort für alle möglichen Anlässe.

Another must-see was Håkon’s Hall: built by King Håkon IV. (of Hanseatic fame: he established the relations between the Hanseatic League and Bergen) and finished in 1261. The hall is part of the Bergenhus Fortress, a couple of hundred yards down the quay from Bryggen. Coming from there you first (and on the first picture below) see the Rosenkrantz Tower, which unfortunately is open only on Sundays. But that was the afternoon spent on the Island Clipper. And I think it was the right choice as there will definitely be no second chance for that. Håkon’s Hall impressed me very much… it has seen a number of different dedications over the centuries and was all but forgotten about at times. In 1944 it suffered severe damages due to the accidental explosion of a Dutch ship (commissioned to Germany) carrying ammunition. But now it’s back to its old splendour and a wonderful place for all kinds of events.

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Das Gelände wird heute von der norwegischen Marine genutzt, aber der dazugehörige Park ist frei zugänglich:

Bergenhus Fortress is today used by the Norwegian navy but the park within the fortress walls is accessible:

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Ich weiß, dass sich dieser Post ins endlose zieht, aber EINS noch. Im Bryggen Museum gibt es nämlich eine weitere Sonderaustellung: über in Holz geritzte Runen, die wohl alle in Bergen gefunden wurden. Kein großes Ding, aber ich habe da ziemlich viel Zeit verbracht. Es gab u.a. solche, die Eigentumsmarker waren – also etwa an einem Sack Stockfisch angebracht waren:

I know this is getting longish but ONE more thing. There’s a second temporary exhibition at Bryggen Museum: runes found in Bergen. No big exhibition but I’ve spent quite a while there. Runes were used for a number of things, for example to let people know who the owner of, say, a bag of stockfish is:

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Datiert auf 1198-1248, wird das transkribiert als „botlaifra“ und heißt „Botleiv gehört“. Aber es wird spannender:

Dated between 1198 and 1248, this is transcribed as „botlaifra“ and means „Botleiv owns“. But it gets more interesting:

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Datiert auf 1170-1198, Transkribierung spare ich: „Ich liebe die Frau dieses Manns so sehr, dass Feuer kalt erscheint! Und ich bin der Liebhaber dieser Frau.“ Es gab Dutzende dieser manchmal undurchsichtigen Nachrichten. Und es fasziniert mich wahrscheinlich allein schon die Tatsache, dass sie erhalten geblieben sind. Okay. Gute Nacht!!

Dated between 1170 and 1198, let’s skip the transcription: „I love that man’s wife so much that fire seems cold! And I am that woman’s lover.“ There were dozens of these often obscure messages on display. And I think the mere fact that they are still there was enough to fascinate me. Alright. Good night!!

Barbara

P.S.: And another piece of news from the crafty corner! My first win for 2016 over at Winter Wonderland, yay! And I can tell you: I’ve been finding lots of (surprisingly inexpensive) crafty supplies here…

3 Kommentare zu “A Third Day in… BERGEN!

  1. Congrats on another card win! Yes, San Francisco can be cold but that is usually in the summer! In the winter it is warmer than expected. Thanks for another lovely day in Bergen!

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  2. I thoroughly enjoyed reading this and do not mind about the length at all. You are lucky to find out all the crafts..that is a bonus apart from seeing fabulous houses. I hope you can go to Myanmar and write a lot of things.

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