Tag 12 und 13

Gestern, am 12. Tag, erwischte mich die Erschöpfung und über Nacht meldeten sich erste Zeichen einer Erkältung. Olympische Spiele fordern halt von ALLEN Teilnehmern das letzte 😉 Ich bin gegen 21:30 Uhr auf der Couch eingeschlafen…

So habe ich noch nicht berichtet vom Desaster für die niederländischen Eischnellläufer am 11. Tag… da schickte der Trainer des hoch gewetteten Favoriten Sven Kramer selbigen in die Wüste bzw. in die Disqualifikation, weil er ihn auf die falsche Bahn lenkte. „Der Depp der Niederlande,“ wie ein Kommentator titelte. Letztlich gewann der Koreaner Seung-Hun Lee vor Ivan Skobrev und Bob de Jong, der die Ehre der Niederländer zu retten versuchte.

Und es fehlt der BEricht von der Ski Cross-Entscheidung bei den Damen. Die habe ich mir aber auch nicht wirklich angesehen; ich musste feststellen, dass die halb so interessant war, wie die bei den Herren. Böse Zungen mögen jetzt behaupten, es habe weniger Stürze gegeben und meine Sensationslust wäre nicht befriedigt worden. Das ist falsch, erstens, weil mir nicht daran liegt und zweitens, weil es auch hier Stürze gab, die nicht von schlechten Eltern waren. Aber daran lag es nicht – es lag daran, dass einfach deutlich weniger Dynamik drin war, die Herrenrennen haben viel mehr Spaß gebracht.

Gestern dann stand die Langlaufstaffel der Herren an. Spannend würde es werden, soviel war klar, aber leider hatte die deutsche Mannschaft sich etwas verwachst. So gewann, mir auch nicht unrecht, Schweden vor Norwegen und der Tschechischen Republik. Und man kam in den Genuss von Monster-Schneeflocken!

Später am Abend dann, nicht mehr in meinem Beisein, gewann Stephanie Beckert ihre zweite Silbermedaille im Eischnelllauf über 5.000m. Erneut hinter Martina Sablikova aus der Tschechischen Republik und vor der Kanadierin Clara Hughes. Cool.

Zum ersten Mal seit überhaupt ging Deutschland im Zweierbob der Damen ohne Medaille nach Hause. Aber wahrscheinlich sollte man hauptsächlich froh sein, dass der gestürzten Paarung Cathleen Martini/Romy Logsch nichts wirklich schlimmes passiert ist. Die „Blechmedaille“ (heißt: vierter Platz) gab es für die zweite deutsche Truppe Sandra Kiriasis/Christin Senkel.

Heute morgen musste ich in den ersten Minuten im Büro noch live erleben, wie das schwedische Eishockeyteam im Viertelfinale an der Slowakei scheiterte… ich habe diesen Schock nur überlebt, da mir eine Kollegin vorher einen original Vancouver 2010-Schlüsselanhänger überreicht hatte. Nichts wird es also aus dem Traumfinale Kanada-Schweden… Die Kanadier indes haben ihr Soll mehr als erfüllt und das russische Team mit 7:3 vom Eis gehauen.

Und nun HEUTE. Heute stand als allererstes der zweite Durchgang im Riesenslalom der Damen an, der gestern wegen Nebels nicht mehr gefahren werden konnte. So wirklich ganz ideal lagen die Deutschen nicht, Rebensburg auf 5, Riesch auf 6, Hölzl auf 10… und was wird draus? GOLD FÜR DEUTSCHLAND!!! Viktoria Rebensburg siegt vor Tina Maze aus Slowenien und der Österreicherin Elisabeth „Lissy“ Görgl. „Das Küken hat zugeschlagen,“ wie Co-Kommentatorin Hilde Gerg gewohnt treffend formulierte.

Auch nordische Kombination stand wieder auf dem Programm. Der Einzelwettbewerb von der Großschanze. Vor Beginn des Springens hätte man so ziemlich alles für möglich gehalten, danach dann nicht mehr so sehr viel… Erst waren es irreguläre Bedingungen und man entschied sich glücklicherweise dafür, nach einer längeren Pause den Wettbewerb komplett neu zu starten. Nur waren die Bedingungen immer noch irregulär. Hat also keinem wirklich geholfen. Den Österreicher Felix Gottwald konnte man zwar im Detail nicht verstehen, aber es wurde doch deutlich, dass auch er angenervt war… Die Deutschen nahmen mit großen Rückständen das Rennen auf und nur Björn Kircheisen hatte eine minimale Chance. Aber die versuchte Aufholjagd kostete zuviel Kraft und es wurde nix draus. Das Rennen machten die Amerikaner Bill Demong, Johnny Spillane un der Österreicher Gruber unter sich aus. Doppelsieg für die Amis. Mit Blick auf den Medaillenspiegel war das einen Hauch verheerend…

Zwischendrin gab’s eine weitere spannende Entscheidung in der Loipe: die Langlauf-Staffel der Damen. Norwegen fuhr einen nie gefährdeten Sieg ein – aber dann dahinter auf dem Silberrang die deutsche Mannschaft, vor den Finninnen, die damit, wenn mich nicht alles täuscht, die erste Langlaufmedaille bei diesen Spielen für die finnischen Langläufer erreicht haben. Die Norweger (und auch die Kanadier) holen ganz schön auf im Medaillenspiegel…

Stand am 25.2. um 23:28 Uhr: Deutschland führt noch, „goldgleich“ mit den USA, aber mit einer Silbermedaille mehr – sollten irgendwann mal die Bronzemedaillen relevant werden, sind die USA mit momentan 12 klar im Vorteil (wir haben nur 7).

Und nun: gute Nacht!
Barbara

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