Erkenntnisse

Winterzeit… die Umstellung auf selbige kam mir sehr gelegen am vergangenen Wochenende. Es geht mal wieder soviel ab, man kommt zu nichts – was auch an der ungewohnt langen Pause an dieser Stelle zu merken war.

Die vergangenen Wochen haben allerdings auch wichtige Erkenntnisse erbracht.
Stand-der-Dinge-neu1) Man kann auch nach einer Woche mit wie gewohnt exzessivem Kaffeeklatsch das Gewicht halten
2) Die Olympischen Winterspiele in Vancouver 2010 finden tatsächlich über Karneval statt – Eröffnungsfeier am Freitag nach Weiberfastnacht. Noch besser wäre natürlich, wenn es eine Woche vorher wäre, aber man nimmt, was man kriegen kann.
3) Das Test-Backen von kalorienreduzierten Weihnachtsplätzchen ist schiefgegangen. Einfach nur ekelhaft. Sie waren nicht nur nicht Gästen anzubieten, ich habe sie komplett weggeschmissen. Erkenntnis: kalorienreduziert und Weihnachtsplätzchen in einem Sinnzusammenhang ist nicht möglich. Aber dafür habe ich den Testballon ja auch frühzeitig gestartet…
4) Fliegende Viecher in Deutschland lieben mich – per Fahrrad auf dem Weg zur Stadt am Drachenfels am vergangenen Freitag hatte ich eine Kollision mit einer Wespe, wie ich vermute, ich habe sie nicht gesehen. Die hat es geschafft, bei hochgestelltem Kragen einer Fleece-Jacke den Hals zu finden – und zuzustechen. Bin mal gespannt, wann denn wohl die Schwellung verschwindet.
5) Jetzt ist es schon soweit, dass mir von Lesern dieses Blogs „unaufgefordert“ Bücher zugesandt werden (vielen Dank dafür!).

Bei diesem Buch handelt es sich um „Mit der 5-Elemente-Ernährung zur Wohlfühlfigur. Wie Sie Ihr Gewicht dauerhaft halten oder reduzieren – und sich vor Ernährungsirrtümern schützen“ von Barbara Temelie. Ihr Ansatz basiert auf der Traditionellen Chinesischen Medizin, was mir den Zugang deutlich erschwert – ich glaube, ich bin dauerhaft traumatisiert! („Chinesen wollen immer nur das eine – sie wollen ihr Qi vermehren.“) Nein, im Ernst: ich bin noch nicht dazu gekommen, mich eingehender damit zu beschäftigen. Sympathisch fand ich schon in der Einleitung den Hinweis auf die praxisorientierten Kapitel, wenn man das ganze theoretische Drumherum nicht durchexerzieren will.

Aber nun denn. Ich habe immer noch keine neue Sportoption für den Winter gefunden. Ich war schon soweit, mich für einen Aerobic-Kurs anzumelden – leider hat das Fitness-Studio, dass ich ins Auge gefasst hatte, mittlerweile dicht gemacht. Hm. Sehen wir also weiter…

Macht’s gut!
Barbara

Sabotage

Nach Feierabend unterwegs am herbstlichen Rhein

Nach Feierabend unterwegs am herbstlichen Rhein

Es ist nicht immer nur der innere Schweinehund, den es zu überwinden gilt. Am vergangenen Montag holte ich nach der Arbeit das Fahrrad in der Radstation ab – und es war platt. Also keine Radtour. Als ich dann nach Ewigkeiten mit dem Bus doch noch „em Veedel“ ankam (zu Fuß wäre ich wahrscheinlich 10 Minuten früher da gewesen), fraß der Geldautomat meine Karte. Noch 5,52 Euro im Portemonnaie und ein leerer Kühlschrank – mittlerweile, nach all dem Hin und Her mit Fahrrad und Bus, hatte die Filiale direkt daneben leider auch schon geschlossen…

Entnervt die Wohnung betreten und das klingelnde Telefon abgenommen: das Geldinstitut mit der Nachricht, man habe meine Karte eingezogen (ach!), denn es existiere in Frankreich eine Dublette davon (ACH!!!!!!!). Irgendwie, irgendwo im Urlaub kopiert worden. Der Versuch an Geld zu kommen scheiterte für die Verbrecher jedoch, weil man bei der französischen Bank irgendwie gemerkt hatte, dass es sich um eine falsche Karte handelte. Glück gehabt. Neue Karte bereits in Auftrag.

Am nächsten Tag repariertes Fahrrad geholt, abends beim Badminton gewesen – am Morgen danach schon wieder platt (Fahrrad und Fahrer). Also wieder ein Tag ohne Chance auf Bewegung. Dafür über Umwege und das Unternehmen, das sich meiner allgemeinen Meinung nach, besonders wenn ich in der Mittagspause in der Schlange zum Erwerb simpler Postwertzeichen stehe und ca. sieben Menschen jenseits der Erwerbstätigkeit eingehende Beratung für anstehende Investitionen einholen müssen, auf das Geschäft der Briefzustellung konzentrieren sollte – dieses Unternehmen nun schaffte es, mir ohne Karte Zugang auf mein dortiges Sparkonto und somit Geld zu verschaffen… „Lassen Sie mich mal was fummeln.“ Einerseits habe ich mich gefreut, dass ich wieder flüssig war (eine Frage der Öffnungszeiten), andererseits kann einem das auch Angst machen, oder?!

Nun ja, so geht es weiter – das Wochenende war sehr kreativ mit Blick auf Weihnachten, was zur Folge hat, dass ich in mir ruhe (kann nicht allzu lange anhalten…) und trotz nun vorhandener Tintenpatrone eine neue Grafik auf nächste Woche verschiebe. Nur soviel: es geht weiter abwärts. Das Dutzend ist fast voll. Noch drei mehr vor der Adventszeit und ich bin beruhigt. Glaube ich.

Macht’s gut – bis bald!
Barbara

Schweinehund, innerer

Tja, ich müsste wohl wieder so ein bisschen in meinen Sport-Rhythmus kommen. Ach ja, vielleicht fahre ich Fahrrad? Aber es sieht so regnerisch aus. Es regnet bestimmt gleich. Und nass werden ist jetzt auch nicht so der Bringer. Aber ich muss was tun. Noch ist es ja trocken. Und ein bisschen Regen hat noch keinem geschadet. Aber wenn’s jetzt richtig schüttet…? Da habe ich echt keine Lust drauf. Und irgendwie, ich müsste ja auch noch einkaufen, morgen ist Feiertag. Wie viele Punkte mich wohl der Süßkram eben gekostet hat? Mann, dass ich da nicht standhaft bleiben konnte, dämliche Jubiläumspackung. Sollte ich die mal online durchrechnen… 647 kcal pro hundert Gramm. Holla. Auf die gleiche Menge 47g Fett. Hmmmmmm. Wie viel war in der Packung? 137 Gramm. Scheiße… Oh GOTT!!! 21 Punkte nur dafür!! Ich hätte das nicht nachrechnen dürfen, Mist, Mist, Mist. Da kann ich soviel Rad fahren wie ich will, das krieg ich nicht mehr aufgeholt diese Woche. Aber komm, so ein bisschen Rad fahren – alles ist besser als nichts. Wenn du einmal drauf sitzt, ist es doch gut. Und wirklich, man kann sich ja auch mal ein paar Minuten unterstellen, wenn es ganz schlimm kommen sollte. Och nee, jetzt einfach ne Kanne heißen Tee aufbrühen und hier sitzen bleiben, die Woche ausklingen lassen – hört sich doch viel besser an. Oder aber ich schaffe mir einen echten Anlass, mich auf’s Rad zu schwingen, nicht so was abstraktes wie „das ist gesund und verbrennt Kalorien“. Okay… okay… Was könnte ich machen? Ich brauche eine neue Tintenpatrone. Ich könnte die alte füllen lassen in dem Laden abseits von allem. Ja, komm, mach das. Du brauchst Tinte für die nächste Gewichtsgrafik, wenn schon für nichts anderes. Okay… okay… Wo ist das Portemonnaie…

Boah, ist das kalt. Und dann tränen die Augen jetzt beim Fahrradfahren. Vielleicht sollte ich die Sonnenbrille aufsetzen, die ist größer und hält den Wind besser ab. Aber das sähe ja schon irgendwie ziemlich dämlich aus bei diesem Wetter. Naja, nach so ein bisschen fahren ist es so kalt auch gar nicht mehr. Irgendwie hängen die Wolken auch viel zu hoch für Regen… Die Fleece-Jacke hätte wohl auch gereicht. Mensch, da ist der Laden ja schon.

„Guten Tag, wie kann ich Ihnen helfen?“
„Äähh…, *wühl in den Taschen*… also, eigentlich wollte ich eine Tintenpatrone auffüllen lassen… aber die habe ich jetzt wohl zuhause vergessen…“

Stand-der-Dinge