Neues aus der Weihnachtswahn-Zentrale


Boston Globe, 07.12.2007

Die Adventszeit ist nun wirklich über uns hereingebrochen, was man an solch wunderbaren Dingen wie siebenstündige Wintersportübertragungen auf den öffentlich-rechtlichen Sendern merken kann… Da sieht man nicht nur verschneite Winterlandschaften aus Nordskandinavien und gerät ins Schwärmen und Darüber-Nachdenken, Karneval in Lappland zu verbringen – ich muss allerdings noch klären, wann die Nordische Ski-WM ist. Die findet in Liberec statt, was mich jetzt nicht so reizt… Aber da 2008 ganz ohne Live-Teilnahmen an einem sportlichen Großereignis vorbeigeht, muss man für 2009 wieder konkreter planen. Also, man sieht nicht nur die verschneiten Winterlandschaften mit den beschriebenen Folgen, sondern konnte auch noch zwischen Plätzchen backen, den Baum besiegen und Karten schreiben mit dem einen oder anderen Deutschen jubeln, lernt entfesselt schreiende, Wikinger-gleiche Norweger kennen, und kann sich darüber aufregen, dass die Gundersen-Methode aus der Nordischen Kombination verschwunden ist.


Der Baum – inkl. Elche und ugandische Krippe
The tree – can you make out the theme??

Der Baum ist FAST fertig. Von 150 auf nun 250 Glühbirnchen aufgestockt trage ich zumeist meine Sonnenbrille, wenn ich am Tisch sitze und weihnachtliche Korrespondenz erledige – naja, so ähnlich jedenfalls. Heute war ich noch auf der Suche nach weiteren Kugeln, konnte aber nicht glauben, dass das, was mir in den beiden großen Kaufhäusern am Platz als Glaskugeln im doppelten Sinne verkauft werden sollte, auch wirklich aus Glas waren. Ich muss mal drüber schlafen. Aber auch jetzt sieht er doch schon ganz gut aus, wenn man ihn sich aus der richtigen Perspektive ansieht 🙂 Neben den ganzen Elchen habe ich auch meine kürzlich in Uganda erworbene Krippe im Baum untergebracht – macht sich doch gut, oder?

Auf meiner Suche nach dem besten weihnachtsmarktlichen Reibekuchen bin ich heute glaube ich einen gewaltigen Schritt weitergekommen. Ich habe die kleine, unauffällige Bude am Sterntor ausprobiert. Da war eine ziemlich lange Schlange. Und man kriegt dort auch NUR Reibekuchen (und die nur „mit“ oder „ohne“, in diesem Fall Apfelmus) oder gerade noch eine Bratwurst. Aber letztere gingen nicht gut. Jedem, der neu zur Schlange stieß, rief die Grill-Verantwortliche zu: „Bratwurst?“ Und bekam jedes Mal zur Antwort: „Reibekuchen!“ Es wurde schon ein running gag – irgendwann schlug sie wartenden Kunden vor, doch eine Bratwurst als Vorspeise zu nehmen, was aber nicht aufgegriffen wurde. Die Reibekuchen-Kollegin meinte, die können wahrscheinlich die ganzen Würste abends wieder mit nach Hause nehmen. Aus lauter Verzweiflung aß die Dame vom Grill dann selber eine – ein Werbe-Coup wie mir schien, denn nur wenige Augenblicke später wurde die erste Bratwurst bestellt… Jedenfalls waren die Reibekuchen gut, wenn auch vielleicht einen Hauch zu pfeffrig.


Kreative Weihnachtsbäckerei
Creative Christmas bakery

Gestern kam es zu einem großen Back-Event in meiner Küche, zu dem ich mich kurz entschlossen am letzten Freitag mit einer Plastiktischdecke ausgestattet hatte. Kluger Schachzug. Ich hatte Besuch von einer Kollegin und ihrem 5-jährigen Sohn und wir haben unter Führung des Chef-Bäckers wie die Wilden Teig geknetet, ausgerollt und dann alle möglichen Formen ausgestochen – Sterne, Kleeblätter, Tannen, Herzen, Schaukelpferde, Teddybären und was weiß ich noch… Der kleine Künstler entschied sich dann für lila und grünen Zuckerguss zu den bunten Streuseln. Ich muss sagen: die Dinger schmecken auch noch!

Der Advent lässt sich gut an!
Barbara

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