A Third Day in… BANGKOK

Ein weiterer Teil unserer Tour war ein Einblick in ein Verkehrssystem und einen Lebensraum, der Bangkok ursprünglich ausgezeichnet und für den Spitznamen „Venedig des Ostens“ gesorgt hat: die Khlongs (Kanäle). Die Stadt befindet sich im Deltabereich des Chao Phraya Flusses und viel bebaute Fläche ist ehemaliger Sumpf. Von der Hochzeit dieses Kanalsystems ist nicht mehr viel übrig geblieben, denn schon seit Ende des 19. Jahrhunderts wurden Kanäle zugeschüttet und durch Straßen ersetzt. Die massive Urbanisierung (1950 überschaubare 1 Mio. Einwohner, 2010 schon 8,3 Mio.) und Industrialisierung führten zu einer ungesteuerten Überbauung. Flächennutzungspläne sucht man wohl weiterhin vergebens.

Another part of our tour was a glimpse into a transportation system and living environment which used to be what Bangkok was all about and why it was called „Venice of the East“: the khlongs (canals). The city is located in the delta of the Chao Phraya river and much of the built-up area is former marshland. The heyday of this canal system is long gone, though: as early as the end of the 19th century, canals were filled in and replaced by roads. Massive urbanization (in 1950 there were a moderate 1 million inhabitants, by 2010 there were 8.3 million) and industrialization brought uncontrolled construction in their wake. Zoning plans apparently do not exist.

Die Reste sind immer noch sehr interessant. Mich hat dabei einerseits fasziniert, wie öffentlich der Lebensraum ist (in der Hinsicht aber eigentlich auch nicht anders als die Wohnverhältnisse in Chinatown) und andererseits, mit wie viel Liebe die Häuser und das wenige Drumherum oft gestaltet sind. Dazu kam, dass wir an allen Ecken und Enden Warane gesehen haben, die sicher hier und da auch mal in dem einen oder anderen Wohnzimmer auftauchen, und dass die Boote, die sich in den Kanälen bewegen größtenteils mit voller Fahrt unterwegs sind und es egal zu sein scheint, bis wohin die Bugwelle schwappt.

But the remains are still very interesting. On the one hand, I was fascinated by the sheer publicness of the living environment (which is not so much different from the situation in Chinatown, come to think of it), and on the other hand, how much love went into the creation of the homes. Then we saw Warane practically everywhere, which I’m sure drop by in living rooms here and there to say hi, and that the boats travelling through the canals usually went full throttle with no attention to what their wake might do to whatever it crashed against.

Bei der Lektüre zu Bangkok und den Khlongs im Besonderen bin ich auch über das große Hochwasser von 2011 gestolpert (und frage mich weiterhin, ob das nachrichtentechnisch tatsächlich an mir vorbeiging oder ob man so mit Informationen zugeschüttet wird, dass selbst solche Großkatastrophen in Vergessenheit geraten). Es gab 680 Tote, aber viel erschütternder finde ich, dass geschätzte 9 Millionen (!!!) Menschen ihre Wohnungen verloren haben. Der Deltabereich war 1-3 Meter unter Wasser – und das über mehrere Wochen. Nach dem letzten großen Hochwasser davor, 1983, hatte man wohl viele Maßnahmen zum Hochwasserschutz angeleiert, aber offenbar eher erfolglos oder nicht koordiniert genug, besonders mit Blick auf die Stadtentwicklung im Allgemeinen.

Reading up on Bangkok and the khlongs in particular, I came across the major flood of 2011 (and still wonder whether that actually passed me by on the news or if we are just flooded by so much information that even major disasters like this one are forgotten a mere 7.5 years later). There were 680 fatalities but what I found even more devastating was that an estimated 9 million (!!!) people lost their homes. The delta area was under 1 to 3 meters of water – for weeks on end. The last major flood before that had hit the city in 1983 and afterwards many measures were taken to increase protection but obviously that wasn’t very successful or not coordinated enough, especially with regard to the general rapid development of the city.

Im „Zentrum“ von Khlong Bangluan legten wir an, um eine Mittagspause zu  machen – da hätte ich insgesamt gerne mehr Zeit verbracht… vielleicht ein anderes Mal. Das Mittagessen jedoch war auch ein besonderes Erlebnis, denn wir nahmen es in den Privaträumen der Restaurantbesitzer ein, also ein Blick hinter die Kulissen (und unglaublich lecker war es noch dazu). Und dort war auch die benötigte Expertise, um uns zu unseren „Glücksstäbchen“ aufzuklären:

We docked at the “center” of Khlong Bangluan to have our lunchbreak – I would have loved to spend more time there… maybe next time. Lunch in itself was quite the experience as it was served in the living room of the restaurant owners, backstage so to speak (and it was incredibly delicious, too). There we also found the much needed expertise in translating and interpreting our „fortune sticks“:

Vor/in meinem Haus sollten fünf Pferde stehen, um mich zu beschützen, ob das denn so sei? Das musste ich verneinen, erwähnte aber, dass ich mit Unmengen an Elchen dienen könne, ob das wohl auch was wert sei? Nach kurzer Beratung wurde entschieden: ja. Dazu stünde ein Schwan im Goldregen – Schwan vorhanden? Auch nein. Den muss ich also noch besorgen, denn mir ist klar: deswegen klappt das mit dem Lotto nicht, der Schwan fehlt. Die Rettung naht, liebe Tippgemeinschaftler! Letztlich werde ich noch einen aufmerksamen, wohlhabenden Mann treffen, der mich beschützt. Die Spannung bleibt. In diesem Sinne: auf bald!

In (front of) my house there should be five horses to protect me – would that be the case? The answer had to be no but I mentioned that there were oodles of moose – did they count? After some deliberation it was decided that yes, they count. Phew. Then there is a swan in rain of gold – swan present? No again. So I have to get a swan because it hit me: that’s why we haven’t gotten the lotto jackpot yet, the swan is missing. I will take care of that soonest, my fellow lotto players! Finally, I will meet a very considerate and rich man who will protect me. The thrill is practically killing me. So… take care and talk with you soon!

Barbara

4 Kommentare zu “A Third Day in… BANGKOK

  1. Liebe Barbara, Vielen Dank für die sehr erfrischenden Erlebnisberichte- gerne weiter so und dir noch einen weiterhin interessanten und erholsamen Aufenthalt.
    Uwe

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  2. Deine tollen Bilder und Berichte haben viele Erinnerungen wachgerufen.Wir haben das Album von 1989 rausgenommen,ein Räucherstäbchen angezündet,einen Tee getrunken und alles aufleben lassen.(schööön) Noch eine schöne Zeit in Bangkok

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