A Day… by the Sea!

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Nach einer ruhigen Nacht in Brösarp war das Ziel des Tages Karlshamn, wo ich eine weitere Freundin aus Lunder Tagen treffen und ihre Familie kennenlernen würde. Aber bis dahin sollte noch etwas Zeit vergehen. Åhus war im Reiseführer als interessant vermerkt, aber bis dahin kam ich erstmal gar nicht, denn da waren auf einmal Schilder nach Yngsjö… wo wir, ich glaube im Januar 1999 (jedenfalls war der Strand gefroren) ein Wochenende im Ferienhaus der Eltern eines befreundeten Austauschstudenten verbrachten. Ich erinnere mich an lange Strandspaziergänge und Svens Bauernfrühstück für alle. Also jedenfalls war ich wohl noch keine 15 Minuten unterwegs, da habe ich schon wieder geparkt. Und bin am frühen Morgen gleich wieder am Strand eingeschlafen. Aber wie soll man auch nicht?

After a quiet night in Brösarp this day’s destination was Karlshamn where I was to meet another friend from the Lund days and her family. But there was almost a whole day to spend before that would happen. The guide said that Åhus was worth the visit but I didn’t get there that easily as suddenly I saw signs to Yngsjö… where we spent a weekend in January 1999, I believe (the beach was frozen anyhow), in the cottage of the parents of a fellow exchange student. I remember long walks on the beach and Sven doing his „farmer’s breakfast“ for all of us. Well, I think I had been on the road for all of 15 minutes when I parked the car again already. And fell asleep on the beach again, in the morning this time. But how couldn’t I?

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Nicht erst hier, aber verstärkt hier, stelle ich mir die Frage, warum ich überhaupt noch weiter irgendwohin fahren soll. Aber wie man das dann so macht, man fährt doch weiter. Und apropos fahren: das ist eine verdammt entspannte Angelegenheit hier, von Anfang an. Kaum nennenswerter Verkehr überhaupt, selbst in Malmö nicht, und null Hektik. Und ja: Lupinen, überall Lupinen und das zuvorderst an den Hängen der „Autobahn“, wo man diese Meere an lila-weiß-rosa nicht ablichten kann. Als diese Frau auf dem gefühlt 30cm breiten Seitenstreifen gegen den Verkehr, der mit 100 Sachen an ihr vorbeirauschte, entlangspaziert kam, dachte ich zuerst, sie sei selbstmordgefährdet – nur um dann einzusehen, dass sie wahrscheinlich eben so scharf auf die Lupinen ist und sich was traut in der Sache, im Gegensatz zu mir!

It’s not for the first time that I wonder why I should continue to go anywhere. But that’s how it goes, I do go on (feel like the dude in my favorite poem by Robert Frost „but I have promises to keep and miles to go before I sleep“). Talking about it, going somewhere: traffic. What a relaxed affair that has been here, right from the start. Hardly any traffic to mention, not even in Malmö, and no stress. And yes: lupines everywhere, mainly on the slopes along the „highway“ where you can’t really stop to take it in – and take a picture of it. Then this woman walks against the oncoming traffic on the shoulder that feels like it’s max. 30 cm wide and the cars swoosh by at 100 km/h – and at first I think she must be suicidal but then I realize that she probably likes the lupines just as much and follows her dream or something!

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Und dann war ich doch im pittoresken Åhus angekommen. Verschlafen war die Altstadt, aber malerisch. Den Hafen erreicht, sollte man sich den Eindruck nicht mit einem Blick auf das moderne Åhus und den Industriehafen verderben… Bei der Durchsicht der Fotos kam hier dann Verwirrung auf – was macht das Haus aus Ystad in der Chronologie zwischen den Åhus-Fotos? Nebeneinander gestellt sieht man dann aber doch deutliche Unterschiede (Åhus oben).

I finally did make it to picturesque Åhus. It’s a sleepy but no less scenic old town. Once you reach the harbor, though, try not to turn towards the modern part with the industrial harbor looming in the distance… When I looked through the pictures I got really confused: how did the Ystad house end up among the Åhus pictures… when there’s chronological order? But when I looked at them side by side the differences are numerous (Åhus on top).

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Schon bald ertappte ich mich dabei, nach einem Grund zu suchen, den nächsten Strand aufzusuchen. Der war schnell gefunden: irgendwo muss man ja schließlich Mittagessen. Und warum nicht in aller Ruhe am Strand? Und als dann auch noch Erdbeeren ins Spiel kamen, war es um mich geschehen.

Soon, I caught myself wondering about another visit to a beach and I soon found a good reason for that: you need to have lunch somewhere, right? So why not on the beach, in peace and quiet. And when strawberries came into the picture as well, I was game.

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Am frühen Nachmittag kam ich dann in Karlshamn an und es reichte noch für einen kurzen Rundgang in der Innenstadt. Aber dann ging’s auf zu Helena und in die nächste Erinnerungs- und Kennenlernrunde über einem gemütlichen Abendessen. Wo ich schon zum zweiten Mal u.a. in den Genuss von Linas Matkasse (Linas Essenstüte) kam – ein offenbar sehr weit verbreitetes Konzept in Schweden. Ähnlich den Gemüsekisten, die man im Bioladen bestellen kann, werden hier alle Zutaten für 4 Mahlzeiten inkl. Rezepte geliefert – für kleine oder große Familien, für Paare, für Vegetarier, für Kinder, für Kinder glutenfrei… es gibt 10 verschiedene Varianten die dann noch mit einer zusätzlichen Fruchttüte oder anderem kombiniert werden können. Nach zwei Testessen bin ich jedenfalls überzeugt! Vielleicht würde ich dann auch öfter kochen – oft scheitert es daran, dass mein Hirn nicht mehr darüber nachdenken will, was ich denn noch machen soll. Was für ein Luxusproblem… aber Fakt.

I reached Karlshamn in the early afternoon and I still had time for a short stroll through the center. Then off I went to Helena’s and the next nostalgia and meet my family date over a yummy dinner. Which reminds me: it was the second time I got to try the results from Lina’s Matkasse (Lina’s Food Bag) – apparently that’s very popular in Sweden. It’s similar to the veggie boxes you can order at organic food places in Germany but here you get all ingredients (down to the spices) for 4 dinners – for small or larg(er) families, for couples, for vegetarians, for kids, for kids (gluten free)… there are 10 different ones that you can further combine with an extra fruit bag etc. I have to say that I’m convinced after these first two tries. Maybe I would cook more often, too – it so often doesn’t happen because my brain refuses to think about WHAT to cook. What an extravagant problem… but a fact.

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Der richtige Reiz am Standort Karlshamn kam dann nach dem Abendessen raus… wenn man in gut zehn Minuten zu Fuß von einem ganz normalen Wohngebiet plötzlich hier steht:

The true attractiveness of Karlshamn as a place to live became apparent after dinner… when it takes you about ten minutes on foot to get from a totally normal residential area to here:

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Es war faszinierend zu beobachten, wie die Leute da wirklich einfach mit dem Fahrrad angefahren kommen, ein paar Worte wechseln, ins Wasser gehen oder springen (einhellige Meinung war, dass es wohl so 16 Grad hatte), fünf Züge schwimmen und dann wieder rauskommen und – ruckzuck – auf dem Fahrrad sitzen und den Heimweg antreten. Ich war da noch zurückhaltend. Mal sehen, was es braucht, um mich zu überzeugen… auf bald!

It was fascinating to see people getting there by bike, do some small talk, climb or jump into the water (which all agreed must have been at about 16°C), do five strokes, get back out and sit on their bike again in no time. I was reluctant. We’ll see what it takes to convince me… talk with you soon!

Barbara

2 Kommentare zu “A Day… by the Sea!

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