Afghanistan: Start in Qala-i-Nau


2003 hatte ich die Bedeutung der digitalen Fotografie noch nicht erfasst und offenbar nicht gleich von allen Kleinbildfilmen auch eine Foto-CD erstellen lassen. Das musste nun nachgeholt werden… auch ein Grund, warum es hier so lange still war. Aber weiter: Nach der Krise auf dem Sabzak Pass waren wir ja dann doch noch wohlbehalten in Qala-i-Nau angekommen. Und nachdem die „microbes“ ja alle tot waren, konnte ich mich schnell wieder mit Essen befassen:

Erstaunlicherweise bin ich noch nicht so weit, dass mir „gutes deutsches Brot“ hier fehlt. Das Fladenbrot, das aussieht, wie ein etwas lang und dafür schmal geratener Schneeschuh, schmeckt mir ganz ausgezeichnet, auch trocken. Zum Frühstück essen wir das mit aus dem Iran importiertem Frischkäse und Marmelade […] ich glaube, mit Nutella wäre das ganz fantastisch. Das wird aber wohl nichts werden.

Apparently I hadn’t fully realized the importance of digital photography in 2003 as I didn’t have all my rolls converted into a photo CD back then. So I had to do that now . another reason why it has been quiet here for two weeks. So let’s continue: After the crisis on the Sabzak Pass we did arrive safely in Qala-e-Now. And after the microbes had all died, I was able to deal with food again:

It’s amazing but I still don’t miss „good German bread“. In fact, I really like the pita-like bread that looks loke a long, narrow snowshoe – even plain. I usually have it with cream cheese and jam (both imported from Iran and I think it would be truly fantastic with Nutella. But then that will very likely never happen.

Da wir Frauen ja bekanntermaßen Multitasker sind, wurde beim Frühstück nicht nur gegessen, oh nein! Wir kamen in den Genuss eines Kurses „Dari für Anfänger“, gehalten von unserer Haushaltshilfe.

Sie spricht ja kein Englisch, so dass wir meistens nur auf Dinge zeigen und uns dann irgendwie aufschreiben, wie sich das anhört, was sie sagt. In besagter Stunde kamen wir irgendwann auf Körperteile – wahrscheinlich, nachdem sämtliche Küchenutensilien abgeklärt waren. Auge – Nase – Ohr – Mund – Finger – Hand – Arm – Schulter – Hals – Rücken – Bauch. Da stoppte der Redefluss kurz, verschwörerisch beugte sie sich über den Tisch, so dass sie […] vor den Blicken des Guards verdeckt war, zeigte auf ihre Brüste und sagte unter fast unkontrolliertem Glucksen, „kost“. Hat sich dann fast weggeschmissen vor Lachen und wir gleich mit. […] Natürlich ist es […] eines der wenigen Worte, die wir behalten haben. So dass wir, ohne von Konjugationen oder Wortstellung für das alltägliche Leben so hilfreiche Konstruktionen bauen können wie „kost abi“ – blaue Brust.

As women are known to multitask we never only had breakfast, oh no! We were treated to a free course „Dari for beginners“ by our help.

She doesn’t speak English so all we could do was point at objects and then write down what her answer sounds like. On that particular morning we got to body parts – probably after we had taken care of all kitchen utensils. Eye – nose – ear – mouth – finger – hand – arm – shoulder – neck – back – stomach. Thens he hesitated, leaned across the table conspiratorially so she was shielded from the look of the guard and said while giggling almost uncontrollably, „kost“. And almost died laughing afterwards and we along with her. Of course it’s one of few words that we remember. As we are unaware of any grammar or word order we were then able to say things as helpful in daily life as „kost abi“ – blue breast.

Der wichtigste Laden im Basar: der Süßwarenhändler

The most important shop in the bazaar: the candy man!

An der Verbesserung unserer Sprachkenntnisse war auch einem der Guards gelegen, der aber seinerseits Englisch lernte:

Er kramte sein Englisch-Persisch-Buch für die Reise raus und las mir einen englischen Satz nach dem anderen vor, meistens Fragen, die ich dann in wenigen Worten beantwortet habe. Es war der Tag, an dem es später wie aus Eimern gießen und Fleece-Pulli-kalt werden sollte (nach 30 Grad am Tag vorher). Der Himmel war schon bedeckt. Er: „[Liest leise murmelnd persischen Satz, dann]: What is the weather forecast?“ Lacht sich tot, zeigt zum Himmel und meint: „Barran! RAIN!“

There was also a guard who went out of his way to help us improve our language skills, but he also learned Englsih himself:

He got out his English-Persian book for travelers and read out one English sentence after the next to me. Most of them were questions that I answered briefly. It was that day that would turn out to be fleece jacket cold (after the previous day was at 30°C). It was overcast already. Guard: „[Quietly mumbling a Persian sentence, then]: What is the weather forecast?“ He cracks up, points to the sky and says: „Barran! RAIN!“

Schade fand ich immer, und das erschließt sich hauptsächlich den englischsprechenden Lesern dieses Blogs, dass der wunderschöne Schnee barf heißt… Auf Englisch soviel wie kotzen. Aber es wird ja auch Zeit für Frühling!

I was sad to hear that the Persian word for snow – the aggregate state of water I find most appealing – is barf… But it’s time for spring to come anyway!

Barbara

Afghanistan: Sabzak Pass


Zwar war es nicht der Milkshake, der meinen Magen letztlich doch und quasi für den gesamten Aufenthalt durchgängig rebellieren ließ – aber irgendwas anderes. So war es denn am Morgen der Abreise nach Qala-i-Nau nicht klar, ob ich auch wirklich mitfahren würde. Bin ich aber doch und es wurde eine unerwartet spannende Fahrt.

Jedenfalls fahren wir so vor uns hin, bis dann ein entgegenkommender LKW anhält […]. Der Bekannte teilt uns mit, der Sabzak-Pass, über den wir nach Qala müssen, sei durch Steinschlag blockiert. Zu diesem Zeitpunkt waren wir schon […] nicht mehr allzu weit vom Pass entfernt. Beim weiteren Anstieg schlug das Wetter um, es wurde neblig und kalt. Die Landschaft, soweit erkennbar, hatte weiter ihren Reiz, denn zur Zeit sind die Berge noch größten Teils grün (sofern überhaupt bewachsen), mit farbenfrohen Blumen darunter.

It wasn’t the milk shake that did it but something else made sure I got tummy troubles that were to last all throughout my stay. On the morning when we were supposed to leave for Qala-e-Now it was not clear whether I could travel or not. But I did and it turned out to be an unexpectedly exciting trip.

As we are cruising along, a truck coming towards us stops. The friend [of our driver] tells us that Sabzak Pass which we have to cross to get to Qala is blocked due to a rockslide. At this point we’re not that far away from it anymore. We continued the ascent and the weather changed, fog moved in and it was cold. The landscape, at least what I could still make out of it, continued to be fascinating. At this time of year, the hills are still mostly green (if there is vegetation at all) with many colorful flowers.

Und dann kamen wir um die Kurve und das ganze Elend war klar ersichtlich:

In beiden Richtungen standen LKWs, Jeeps und normale Autos Schlange. Der Steinschlag war ein riesiger mudslide, auf einer Breite von sicher 100, wenn nicht mehr Metern. Riesige Brocken lagen da rum, hauptsächlich am Rand zum Abhang hin, die „Fahrbahn“ war „nur“ mit weiterhin fließendem Matsch in etwa 15cm Höhe bedeckt. Wir stehen mittendrin und hören auf einmal so ein Zischen – der linke Hinterreifen verlor mit rasender Geschwindigkeit Luft und binnen weniger Minuten war er total platt.

And then we turned a corner and the misery was in plain view:

Both directions were blocked with trucks, jeeps and normal cards, standing in line. The rockslide was more of a mudslide, about 100 meters wide, possibly more. There were huge rocks lying around, mainly towards the abyss, the „road“ was „only“ covered in about 15cm of flowing mud. We are right in the middle of it and suddenly hear this hissing sound – the left back tire was rapidly losing air and was completely flat within minutes.

Ich kann mir keinen schlechteren Moment und Ort für einen platten Reifen vorstellen. Der Fahrer sah sich die Lage bergauf und bergab an und entschied, sich wieder den Pass runter zu einer halbwegs trockenen Stelle vorzukämpfen.

Etwa einen Meter vorher blieb er stecken, mit einem ehemals russischen Armeetruck, jetzt turkmenischer Händler, der sich gerade den Weg bahnte, laut schreiend und gestikulierend daneben (der Händler, nicht der Truck). Mit viele Gedrehe der Räder und inshallah kam er rückwärts wieder raus, um dann im Rückwärtsgang den Berg wieder hoch zu rasen, um an einer unwesentlich breiteren Stelle dem LKW Platz zu machen. Das war dann der Moment (als ich rechts aus meiner Beifahrertür hinaus noch etwa 3cm und dann das 150m tiefe Nichts sah), an dem ich die Nerven verloren und darum gebeten habe, auszusteigen. […] Also habe ich mich dann in eine Menge feixender (?) Turkmenen begeben, die sich köstlich amüsiert haben [und den Pass zu Fuß überquert].

I can’t imagine a worse moment and place to have a flat tire. The driver checked the situation in both directions and then decided to backtrack down the path to a relatively dry spot.

With about a meter to go he got stuck. There was a former Russian army truck, now Turkmen trader, trying to inch his way up right next to him and he started yelling and gesticulating (the trader, that is). The wheels were spinning like crazy, the atmosphere very inshallah but our driver managed to back out and kept going backwards up the pass again, heading for a spot that was marginally wider to let the truck pass. That was the moment (as I could make out about 3cm of solid ground out of my door and then the 150 m nothing), when I lost my cool and asked to get out of the car. And this is how I ended up joining a group of sneering (?) Turkmen men who had a great time with all of this [and crossed the pass on foot].

Der Reifen wurde letztlich in tiefem Matsch gewechselt und

[…]IRGENDWANN waren wir dann durch diesen Engpass durch, zu fahren waren aber noch knapp zwei Stunden und die Straßen wurden auch nicht besser – und der Fahrer war natürlich fix und alle. Aber wir haben ihn wach gehalten und als er dann soweit war zu fragen, warum denn mein Bauch nicht verrückt spielte und ich ihm antwortete, dass die „microbes“ alle an einem Herzinfarkt gestorben seien, war er wieder der alte.

The tire was exchanged in deep mud and…

AT SOME POINT we had put this bottleneck behind us but still had about two hours to go and the roads weren’t exactly improving. The driver, of course, was dead tired, too. But we kept him awake and when he perked up enough to wonder why my stomach wasn’t acting up and I replied that the microbes had surely all died because of a heart attack, he was his old self again.

Und darüber, wie es sich in Qala-i-Nau so leben ließ, berichte ich beim nächsten Mal!

Next time I’ll have a look at what life was like in Qala-e-Now!

Barbara

Afghanistan: Erste Eindrücke / First impressions

Im Herater Basar / Herat Bazaar


Heute gehen wir mal weiter auf die Reise in „mein Afghanistan“ 2003…

An der Grenze angekommen […], war der Fahrer, der uns abholen sollte, nicht da. Eine Stunde haben wir zur Freude der etwa 100 Männer, die aus allen Richtungen gelaufen kamen, auf unserem Gepäck gesessen und gewartet. Ich sprach leider kein Dari, niemand von ihnen Englisch, aber wir hatten doch irgendwie Spaß dabei. […] In Herat angekommen [wurde uns] ein FANTASTISCHER Milk-Shake spendiert: Banane mit Kokosflocken und gehackten Walnüssen plus SÜßE Sahne. Und nein: mein Magen hat nicht dagegen rebelliert.

Today I’ll take you back to „my Afghanistan“ 2003

When we reached the other side of the border, the driver who was supposed to pick us up hadn’t arrived yet. So we were sitting there on our luggage for about an hour – much to the joy of about 100 men who came running from all directions. I didn’t speak any Dari, none of them English but we still had fun communicating.
When we reached Herat we were invited for a FANTASTIC milk shake: banana with coconut flakes and chopped walnuts plus cream. And no: there was no gastro-intestinal rebellion afterwards.

Blick aus dem ersten Stock des "Ice-cream Shop" / View from the second floor of the ice-cream shop

Schon beim Gedanken an diese Milkshakes läuft mir noch heute das Wasser im Mund zusammen und ich frage mich, ob der damals gut und immer besser gehende Laden, den wir immer den „Ice-cream Shop“ nannten, heute noch besteht? Am Tag darauf konnte ich den Stoffbasar inspizieren:

Frauen fast nur in Burkas, aber man sieht auch andere. Die waren alle sehr an uns interessiert. Beim Stoffkauf standen sie traubenweise neben uns und haben flüsternd wohl diskutiert, was sie von unserer Wahl halten. Meine Kollegin wurde von einer sogar zur notwendigen Stoffmenge beraten. Viele Kinder, fröhliche, dünne, schmutzige, sehr interessierte Kinder. Kutschfahrer. Muezzinrufe um 4 Uhr morgens. Vögel in den Bäumen auf dem Grundstück. Das ist übrigens auch sehr schön, mit Garten voller Rosen, Stockrosen, Geranien, zwei Perlhühner laufen hier rum. Großes Haus, nette Locals, guter Koch, Dr. Cookie.

My mouth starts watering even today when I think of these milk shakes and I wonder whether the place that we came to call the ice-cream shop still exists today – the shop was running well when we first went there and seemed to be expanding over the years. On the following day I got to have a look at the cloth section of the bazaar:

Women almost all clad in burqas but there are others, too. And everybody followed our every move. They were standing near us in droves when we were buying the fabric and were probably discussing our choices. My colleague even got advice on how much to buy. Many kids, happy, thin, dirty, very interested kids. Coachmen. Calls to prayer at 4 am. Birds in the trees of our property. Which is very nice, by the way: with a garden full of roses, hollyhocks, geraniums and two guinea fowl running all over the place. A large house, friendly locals, great cook, Dr. Cookie.

Herat: Blick aus meinem Zimmer / View from my room

Bonbon Manufaktur im Herater Basar / Candy factory in Herat Bazaar

Staubig war es auch. Aber ich kann damit deutlich besser als mit hoher Luftfeuchtigkeit. Bevor es zu eigentlichen Einsatzort Qala-i-Nau, der Hauptstadt der Provinz Badghis ging, war noch etwas an der Garderobe zu feilen:

In der Mache sind nun auch meine Klamotten. Nachdem wir ja den Stoff auf dem Basar besorgt hatten, sind wir nun auch beim Schneider gewesen. Es waren lange Diskussionen und ganz offensichtlich war er etwas enttäuscht, für uns Westler nichts extravaganteres als den Herrennachthemdlook nähen zu dürfen. Er kramte ein amerikanisches Modemagazin unter dem Tisch hervor und machte einige Vorschläge à la Cocktailkleid, aber für den täglichen Gebrauch waren sie leider alle ungeeignet. […] Bis ich jetzt die bestellten Teile bekomme, dauert es noch ein bisschen, also wasche ich noch jeden zweiten Abend. So, wie das hier trocknet, ist das aber auch egal: triefnass aufgehangene Leinenhose und -bluse sind am anderen Morgen stocktrocken.

It was dusty, too. But for me that’s easier to deal with than humidity. Before we continued to our actual destination, Qala-e-Now, the capital of Badghis Province, there was some work to do on my wardrobe:

My clothes are now being made. After we had bought the fabric in the bazaar we went right to the tailor’s. There were long discussions and apparently he was a bit disappointed that he wasn’t going to make anything more extravagant than the men’s nightgown look for us westerners. He got out an American fashion magazine from under the table and made a few suggestions that were all cocktail dresses of one kind or another – unfit for daily use. It will be a while before I have the ordered items so for the time being I handwash every other night. But at the rate things dry here that’s no problem at all: put out your dripping wet linen pants and blouses and be sure they’ll be bereft of even the lightest traces of water the next morning.

Der Schneider / The tailor (c) RG

Beim nächsten Mal geht es dann weiter über den Sabzak-Pass nach Qala-i-Nau!

Next time I’ll take you across the Sabzak Pass to Qala-e-Now!

Barbara

P.S.: Und dann läuft da immer noch das Freebie… Teilnahmeregeln genau beachten!

P.S.: And then there’s still blog candy to win… pay close attention to the rules!

Afghanistan, Afghanistan…

Am vergangenen Sonntag, 29.01.2012, kam im Weltspiegel ein Beitrag von Gábor Halász zu Afghanistan, der mich tief berührt und tagelang beschäftigt hat. Wahrscheinlich auch, weil er von folgender Aussage geprägt war: „Das Afghanistan, das ich gesehen habe – es ist schwer, es nicht zu mögen.“ Denn das geht mir genauso.

There was a report on Afghanistan by Gábor Halász in Weltspiegel last Sunday, January 29, 2012 that deeply touched me and caught me off guard. Probably because it revolved around the following statement: „The Afghanistan that I have seen – it’s hard not to like it.“ Because that is exactly how I feel.

Maulbeeren / Mulberries

Da dieser Blog ja grundsätzlich dazu da ist, den Dingen, die mich bewegen, ein Ventil zu verschaffen, liegt es nahe, ihn auch jetzt zu nutzen. „Mein Afghanistan“ ist das von 2003-2005 und man könnte nun sagen, dass das das verklärte Nostalgie ist – und deswegen möchte ich in Zitaten auf meine Aufzeichnungen von damals zurückgreifen. Internet in dem Sinne stand mir damals nicht zur Vefügung, so dass ich einmal in der Woche eine Mail an einen Freund geschrieben habe, der sie dann an einen Verteiler weitergeleitet hat.

This blog exists because I found it to be a perfect channel to communicate about anything that is on my mind and so it’s also my first choice for this adventure. „My Afghanistan“ is that of 2003-2005 and it would be easy to say that this will all be misty-eyed nostalgia. So I decided to quote from my (German) notes. Internet as such wasn’t an option at the time so I wrote an e-mail to a friend once a week who forwarded it to a pre-defined listserv.

Im Basar von Qala-i-Nau / Qala-e-Now Bazaar

Zuerst schwebte mir vor, die Einträge nach Themen zu ordnen. Das würde jedoch heißen, ca. 300 einzeilig getippte DIN A4-Seiten Aufzeichnungen komplett durchzugehen, bevor ich überhaupt etwas schreiben könnte. Also habe ich mich für die Chronologie entschieden. Ein Zeitplan steht auch nicht dahinter – es wird immer dann ein Eintrag kommen, wenn ich wieder die Muße finde… bei Interesse also am besten ein Follower werden, dann verpasst ihr auch nichts.

At first I had planned to decide on a certain subject per entry. But that would have meant to go through about 300 A4-size pages of notes before I could have gotten down to actually writing something. So I went for a chronological approach. There’s no schedule – there will be an entry when I feel like writing one… so if you’re interested it’s best to become a follower so as to not miss out on anything.

Flug von Herat nach Qala-i-Nau / Flight from Herat to Qala-e-Now

Chronologisch beginnt das ganze mit der Anreise, die über den Iran erfolgte. Nach einer Übernachtung in Teheran folgte ein Anschlussflug ins im Ostiran gelegene Mashad und von dort ging es per Taxi an die iranisch-afghanische Grenze. Schon das war ein Erlebnis:

Ich habe festgestellt, dass Fahrstreifen offensichtlich kulturkreisabhängig verschiedentlich interpretiert werden – im Iran dienen sie nicht der Trennung, sondern der Orientierung, und damit man nicht verloren geht, fährt man am besten auf dem Strich. Außerdem fährt man seinen 30 Jahre alten Peugeot mit 40 PS IMMER mit Vollgas, Schulterblicke sind speziell bei diesem Fahrstil überflüssig und Überholmanöver machen in steter Regelmäßigkeit eine zweispurige Fahrbahn mindestens dreispurig. Dementsprechend war ich mehr auf das Beifahrerfenster orientiert und konnte feststellen, dass der Ostiran, zumindest bis etwa 50km südöstlich von Fariman, wohl die Kornkammer des Landes zu sein scheint. Wie es links von der Straße aussah, kann ich nicht mit Sicherheit sagen.

Half the fun is getting there: travelling via Iran. After a night spent in Tehran we got on another flight to Mashad in Eastern Iran and moved on from there to the Iranian-Afghan border aboard a taxi. That was quite something already:

I found out that apparently lanes can be interpreted differently and subject to the respective cultural environment. In Iran they are not about separating traffic flows but are used for orientation. In order to make sure that you don’t get lost it’s best to drive right on the line. In addition, you need to ALWAYS drive your 30-year old 40 horsepower Peugeot at full throttle. While driving this way, checking back over ones shoulder is dispensable and passing maneuvers frequently expand a two-lane road to a three-lane road. Minimum. As a consequence I was kind of focused on the passenger seat’s window and took note of the fact that apparently Eastern Iran, at least until about 50km to the Southeast of Fariman, is the breadbasket of the country. Unfortunately, I had no way to gain secured information on what the country looked like to the left.

Nach diesem ersten Eindruck widme ich mich dem Rest meines Freitagsabends und sehe mal, wann es weiter geht auf der anderen Seite der Grenze! Habt ein schönes Wochenende.

After this introduction of my latest idea I will now get to the rest of my Friday evening. We’ll see when the trip continues beyond the border! Have a nice weekend.

Barbara