Madagascar | Tsimbazaza

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Wieder zurück in der Hauptstadt gab es noch drei Tage tot zu schlagen. Und abgesehen vom Erwerb größerer Mengen Vanillestangen, was sich wie ein Drogendeal entwickelte, machten wir auch einen zweiten Anlauf, den Zoo und Botanischen Garten Antananarivos zu besuchen: Tsimbazaza.

Back in the capital we had three days to kill. In addition to the purchase of large amounts of high quality vanilla (which felt like we were dealing in drugs, really) we gave the Zoo and Botanical Gardens of Antananarivo a second shot: Tsimbazaza.

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Und wir waren nicht allein. Das Bild gibt es nicht wirklich wieder… aber wir waren mit ungefähr 300 Vor- und Schulkindern dort. Und das, obwohl Tsimbazaza übersetzt soviel heißt wie „nicht für Kinder“. Das rührt allerdings von der früheren Nutzung des Gebiets als Militärgelände. Angesichts dieser Besuchermassen fragten wir uns noch, ob das wohl eine gute Idee war. Aber die Anlage ist mit 20 Hektar unerwartet riesig.

And we were not alone. This picture doesn’t give you a good idea… but we visited along with about 300 preschoolers and students. Even though Tsimbazaza translates to something like „not for children“. But that is due to the fact that the area was previously used as a military camp of sorts. Faced with these crowds we wondered whether our visit was such a good idea after all. But at 20 hectares, the gardens turned out to be unexpectedly huge.

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Die „Palmiere“ oben inklusive eines großen zweiten Sees haben wir nur durch Zufall entdeckt – nach einer Stunde mit unserem bemühten… aber leider unfähigen Guide hatten sich unsere Wege getrennt und wir konnten endlich in aller Ruhe alles abgehen und bewundern. Es sind viele Tiere zu beobachten. Den auch hier zu findenden Lemuren geht es auf ihren Inseln glaube ich ziemlich gut, wenn man bedenkt, dass sie auch in freier Wildbahn ein ziemlich kleines Territorium bewohnen. Die Schildkröte soll so um die 200 Jahre alt sein… und ist mit Abstand die größte, die ich jemals irgendwo gesehen habe.

It was only by chance that we discovered the „palmiere“ above, along with a large second lake – we had parted with our motivated… but unfortunately absolutely incapable guide and were finally able to explore peacefully by ourselves. There are quite a few animals to see. Of course, there are lemurs, too, and I think they’re doing pretty well on their islands – especially as we were told that the range within their natural habits is really small as well. The tortoise is supposedly about 200 years old… and is by far the largest I have ever seen.

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Bei diesem… Adlerkäfig bin ich mir allerdings nicht sicher, ob sich irgendwer damit brüsten sollte, an der Renovierung beteiligt gewesen zu sein.

When it comes to this… eagle cage, though, I’m not sure that anyone should be proud to have their support for it on public display.

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Natürlich habe ich auch die einen oder anderen Blüten gesehen.

Of course there were a few blossoms to admire, too!

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Die Stimmung um den See mit den „Elefantenohren“ war eine ganz besondere – da hätte ich Stunden verbringen können und einfach nur gucken. Nach den Vögeln. Nach den Schmetterlingen. Nach Fröschen vielleicht auch.

The atmosphere by the lake with the „elephant ears“ was really special – I could have spent hours there and just looked. At the birds. At the butterflies. And maybe at the frogs, too.

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Wir hatten zu wenig Zeit. Wir hatten nachmittags noch einen anderen Termin und nicht gedacht, dass es soviel zu sehen gäbe. Es lohnt den Besuch auf jeden Fall und wer halbwegs interessiert ist, sollte mindestens drei Stunden einplanen. Oder auch mehr. Und ein Picknick einpacken – wie die Schüler, die waren schlauer und wohl für den ganzen Tag da.

We didn’t have enough time. We had an appointment in the afternoon and hadn’t thought that there would be so much to see. It is well worth the visit and if you’re only slightly interested you should plan at least three hours. Or more. And bring a picnic – as all the students did, they were clever and probably there for the day.

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Für den nächsten Tag steht noch ein Ausflug an… dazu später mehr!

We have another little trip planned for the following day… so more about that later!

Barbara

Madagascar | Anakao

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Dann doch noch ein Blick zurück auf Tuléar: mit dem Zebukarren wurden wir rausgekarrt zum Boot nach Anakao. Anakao ist keine Insel, aber über den Landweg ist man einen ganzen Tag unterwegs, mit dem Boot eine Stunde. Das ist dann keine gemütliche Fährfahrt, sondern ein wilder Ritt auf den Wellen. Aber einmal angekommen, konnte man den Tag damit verbringen, in den unzähligen Schattierungen von blau und türkis verloren zu gehen.

A view of Tuléar after all: we were hauled out to the boat to Anakao abaord a zebu cart. Anakao is not an island but if you chose to go by road it would take you a day to get there, the boat does it in an hour. But that is no quiet bobbing up and down, it’s quite a wild ride over the waves. Once you arrive, though, you can spend the day just looking at the inumerable shades of blue and turquoise.

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Die Tage waren dem Schwimmen, am Strand entlanggehen, Boote beobachten, lesen, schlafen und essen gewidmet. Auch mit den minderjährigen Souvenirverkäuferinnen kam ich zu einer Übereinkunft: ihr lasst mir jetzt ein paar Tage meine Frieden und am Tag vor der Abreise werde ich einkaufen. Überraschenderweise funktionierte es. Sollte jemand Interesse an einer oder mehereren aus verschiedenen Samen u.ä. gemachten Ketten haben – ich kann liefern.

The days were all about swimming, walking the beach, watching the boats, reading, sleeping and eating. I negotiated a truce with the underage souvenir sellers on the first morning: you leave me alone for the upcoming days and I will shop till I drop on our last day. Surprisingly, it worked out. Should you be interested in one or more necklaces made of different kinds of seeds – be in touch.

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Die Unterkunft (die harten Fakten folgen in einem gesonderten Eintrag) war eine Eco-Lodge, was unter anderem hieß: 15 Liter Süßwasser pro Tag, Klospülung mit Meerwasser aus einer großen Tonne in der Badezimmerhütte. Wer abends warm duschen wollte, musste morgens daran denken, einen gefüllten Topf in den Solarofen zu stellen. Das erschreckende war nicht, dass man eine gesamte – ausgiebige! – Tagestoilette mit deutlich weniger als 10 Liter Wasser durchführen kann. Nein, viel erschreckender war, wieviel Wasser in diese Toilette geschüttet wurde. Vielleicht hatte die Tonne keine 100 Liter, aber 80 sicher…

We were staying at an eco lodge (hard facts to follow in a separate post) which, among other things meant: 15 liters of fresh water per day and a barrel of salt water in the bathroom hut to flush the toilet. If you planned to take a hot shower at night, you better made sure to start heating some of your water in a solar stove in the morning. I was amazed to realize that a full day of body hygiene can be carried out with less than 10 liters of water. But it was shocking to see how much water actually goes down the toilet. Maybe the barrel’s capacity was only 80 and not 100 liters… but still.

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Diese Tage des Dahinlebens werden mir immer lieber und ich hätte da durchaus noch ein paar Tage dranhängen können. Aber wir hatten ja einen Inlandsflug gebucht, von Tuléar zurück nach Antananarivo. Man hatte uns gewarnt, dass Air Madagascar (kurz und passend: Air Mad) oft Flüge cancelt, Umbuchungen vornimmt usw. Deswegen hatten wir da einen Puffer eingebaut. Den wir dann nicht brauchten: statt am Termin abends zu fliegen, wurden wir auf den Flug am Vormittag vorgezogen. Also, auf in die Hauptstadt!

I have come to love these days of doing sweet nothing and could have stayed a few days longer without a problem. But we had booked a domestic flight to take us back to Antananarivo. We had been warned that Air Madagascar (short and significant: Air Mad) often cancels flights, re-books you on a later flight etc. so we had planned with a buffer. Which of course we didn’t need in the end: we flew on the date booked… but not in the evening as planned but at noon. Capital, here we come!

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Madagascar | Tuléar

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Nächster Stop: Tuléar, an der Westküste. Das war wieder ein halber Tag Fahrt, aber auf guten Straßen. Die Landschaft blieb trocken, bis auf ein kurzes Stück durch den Zombitse Nationalpark relativ baumfrei… und ärmer als im Hochland. Offensichtlich ist es hier deutlich schwieriger, den Boden zu guten Erträgen zu bewegen. Auch die Architektur des Hochlands hat sich mehr oder weniger verabschiedet.

Next stop: Tuléar, on the West coast. Another half day on the road but they were pretty good. The landscape is still dry and relatively treeless apart from a brief part through Zombitse National Park… and clearly a lot poorer than in the highlands. Very obviously, it is a lot harder to wrest a good harvest from these soils. Also, the brick and balcony architecture from the highlands is gone.

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Wir kommen auch durch eine Gegend, in der in größerem Umfang Edelsteinabbau betrieben wird, vor allem Saphire. Da gibt es Orte, die im Umfeld einer Mine einfach aus dem Boden geschossen sind, entlang der Route Nationale, jeder zweite Laden macht in Edelsteine. Ein klassischer Grundriss einer Stadt im “Goldrausch”?

We also drive through an area where gems are being mined, saphires mostly. There are places that have just sprung up like mushrooms in the vicinity of a mine, along Route Nationale, every second joint deals in (semi-) precious stones. Could be a classic layout for a town of the “gold rush”?

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Zum ersten Mal laufen uns auch Frauen über den Weg, die eine Gesichtsmaske aufgetragen haben. So ein bisschen erinnert es mich an den Sonnenschutz, der in Myanmar verwendet wird… aber irgendwie nicht ganz so fein und deutlich greller. Es ist eine Mischung aus Fett und Sandelholz und wird hier in Vorbereitung auf große Feste verwendet – das Gesicht wird dadurch heller… und leicht gelblich.

For the first time we encounter women who have applied a traditional face mask. It reminds me a bit of that being used in Myanmar… but it doesn’t look quite as artsy and is a whole lot brighter. It’s a blend of grease and sandalwood and is used when a big celebration is coming up – it makes for a lighter complexion, apparently a little yellowish.

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Von Tuléar selbst habe ich kein einziges Bild. Einerseits war das Ausmaß der Armut teilweise derart atemberaubend, dass ich keine Kamera hätte draufhalten wollen – und auch keine in der Gegend rumschwenken wollte. Abgesehen von hervorragenden Restaurants (inkl. einer italienischen Eisdiele mit dem besten Vanille-Eis überhaupt) hat der Ort touristisch nichts zu bieten. Der Reiseführer beschrieb ein ethnologisches Museum der Universität als sehenswert – was ich (mal wieder) nicht bestätigen kann… aber nichtsdestotrotz war der Besuch ein Erlebnis.

I have not a single picture taken in Tuléar. On the one hand the extent of poverty was often paralyzing and I wouldn’t have wanted to take pictures – or even show I had a camera. Apart from a number of excellent restaurants (inlcuding an Italian ice-cream parlor with the best vanilla ice-cream on the planet) there is nothing of interest tourist-wise. The guidebook mentioned an anthropological collection of the university as worth the visit – which, again, I can’t support… when it comes to the museum as such. The visit was still quite something, though.

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Wir standen nämlich dort vor verschlossenen Türen und es wurde uns mitgeteilt, dass es geschlossen sei, wegen eines Streiks an der Uni und wir sollten doch morgen wiederkommen. Da stand aber schon wieder unsere Abreise an – und das schockierte den netten Mann so, dass er meinte, er würde mal kurz telefonieren. Das ginge ja nicht, dass wir nun extra gekommen waren und dann nicht rein konnnten. Zehn Minuten später tauchte ein Masterstudent auf, der die Tickets verkaufte und die Führung übernahm… und es sich auch nicht nehmen ließ, einige Exponate (Webstoffe und Hüte) aus der Ausstellung zu nehmen und den Besuchern anzulegen. SO nah dran war ich wohl noch in keinem anderen Museum!

Aber nun auf zum Strand – mit besten Grüßen!

We got there and found it closed, due to a strike at the university. A nice gentleman who appeared from a nearby office asked us to return the following day but we had to tell him that we would be leaving early the next day. He didn’t like that all, now that we made our way there and not being able to see the museum – so he said he’d make a phone call and disappeared. About ten minutes later a post-graduate student appeared, sold us the tickets and went on to be our guide… and went on to take a few exhibits (textiles and hats) and fit them on us. I guess I’ve never been more “hands-on” in a museum anywhere!

But now off to the beach – with best regards!

Barbara

Madagascar | Isalo National Park

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Okayyyyyy – ich gebe es ja zu: ohne dieses frühe Aufstehen wären solche Bilder nicht möglich. Und frühes Aufstehen war angesagt, denn der Weg zum Isalo Nationalpark war einer der längeren in unserer Route.

Alright, alright – I admit it: pictures like the one above would not have been possible without this constant getting up at ungodly hours. And that was again part of the plan of getting to Isalo National Park. That stretch was one of the longer ones on our route.

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Reisfelder, geschweige denn -terrassen, waren bald nicht mehr zu sehen, dafür wurde es erst felsiger und die ersten Personen mit interessanten Frisuren wurden gesehen. Auch Zebus gab es noch einige. Der Trupp hier erinnert mich irgendwie an eine Bande Geächteter, wie sie durch den Ort ziehen.

Rice paddies, let alone terraced ones, were soon a thing of the past, instead the landscape got increasingly rocky and the first persons with interesting hairdos were spotted. Some zebus were left, too. This group here makes me think they were a band of outlaws roaming the village…

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Dann erreichten wir das Plateau de Horombe, vierzig Kilometer fast absoluter Einsamkeit in einer savannenähnlichen Landschaft – “Little House on the Prairie” schoss mir durch den Kopf (der Originaltitel von “Unsere Kleine Farm”):

Then we reached the Plateau de Horombe, fourty kilometers that felt completely deserted in a savannah-like landscape – I decided to call that picture “Little House on the Prairie”:

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Und Menschen sah man auch so gut wie gar nicht mehr.

And people were few and far inbetween, too.

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Am frühen Nachmittag erreichten wir Ranohira, den Ort am Park. Nach einem Mittagessen haben wir uns ein bisschen orientiert und einen Führer für den kommenden Tag klargemacht. Plan: in ungefähr sechs Stunden zwei Trails verbinden. Es stellte sich dann raus, dass das so ziemlich jeder macht.

We reached Ranohira, the town at the border of the park, by early afternoon. We had a quick lunch and got some information – and hired a guide for the following day. The plan: a hike that combines two trails in about 6 hours. It turned out later that this is what just about everybody else does, too.

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Letztlich war ich allein mit Baupage unterwegs, denn meine Freundin lag von Montezumas Rache niedergestreckt im Hotel. Ich hatte schon seit ein paar Tagen vorher schwerere Geschütze aus der Medikamententasche aufgefahren. Der Hike begann über einen Treppenaufstieg, der schon erste Ausblicke ermöglichte – unter anderem auch auf ein Grab, hoch in einer Bergwand:

I ended up doing the hike by myself (with Baupage of course) as my friend was exhausted after a night with “hotely belly” and continued to prefer the proximity of a toilet. I had started to rely on medication a few days earlier already. The hike started with an ascent on steps and afforded the first views – among others a view of this tomb high up on a mountain:

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Der Sandstein erstrahlte in allen möglichen Nuancen von braun und rot bis gelb – die Färbung manchmal verursacht von Flechten und Moosen. Alles in allem schön… aber ich war schon mal beeindruckter.

The sandstone was gleaming in hues of brown and red and even yellow – the color sometimes caused by lichen and moss. Nice to look at… but I have to say I’d seen better.

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Gelesen hatte ich im Vorfeld von den bizarren Formationen, die Wind und Wetter aus dem Sandstein formen. Und ja, die gab es schon zuhauf:

During the preparations for this trip I had read about the bizarre rock formations, made by wind and water. And yes, they were there in abundance:

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So sind wir dann einen Weg entlang getrottet, der sich ewig zwischen den Felswänden hinzuziehen schien. Mittlerweile ging es auch schon auf den späteren Vormittag zu und es wurde wärmer. Immerhin gab es Iguanas und Elefantenfüße (Pachypodium rosulatum) zu sehen.

We were more or less silently trotting along a path between the mountains. And as we were getting towards noon, it got decidedly warmer, too. But we got to see an iguana and some elephant’s feet (Pachypodium rosulatum).

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Und dann, mit den ersten Salzkrusten auf der Stirn, sind wir vielleicht 15 Meter abgestiegen, in einen kleinen Canyon, und fanden uns in einer wahren Oase wieder – am Piscine Naturelle, dem Naturschwimmbad:

And then, the first salt crystals appearing on my forehead, we descended maybe 15 meters into a small canyon and in a small oasis really – the piscine naturelle, the natural pool:

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Das war auf diese kurze Distanz schwer üebreinander zu kriegen und ich stand erst ziemlich verdattert in der Gegend rum… war aber vorbereitet und konnte mich in den erfrischenden Pool werfen und bis zu dem kleinen Wasserfall schwimmen (man hätte auch waten können, maximal brusthoch), der warm war. Und ich hatte das Teil ganz für mich allein, zumindest für 10 Minuten – als die zwei britischen Frauen weg waren und bevor das australische Ehepaar ankam. Apropos: bis hierher, Tag 10 unserer Reise, ist uns noch nicht ein einziger deutscher Tourist über den Weg gelaufen.

I had a hard time getting that sorted in my head, this practically instant change of climate zones, and was rather dumbfounded for a while… but I was prepared and finally got into the refreshing pool and swam to that little WARM waterfall at the other end (I could have waded, too, as the water was maximum chest high). And I was all by myself, for 10 minutes at least – after the two British ladies had left and before the Australian couple arrived. Talking about nationalities: up until now, day 10 of our trip, we have not met a single German tourist.

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Doch irgendwann war Schluss und es ging wieder raus in die flirrende Hitze. Gut vier Kilometer lang, dann wurde es bewaldeter und wir erreichten einen Rastplatz und machten Mittag. Da am Tag vorher der 1. Mai war, nutzte ich das als Aufhänger für ein Gespräch.

“Ist der 1. Mai in Madagaskar auch ein Feiertag?”
“Ja.”
“Wird der groß begangen oder interessiert das keinen?”
“Nein so wirklich interessiert das keinen. Die wichtigen Feiertage sind der Unabhängigkeitstag und Weihnachten.”
“Wann ist der Unabhängigkeitstag?”
“Im Juni. Und wann feiert ihr Unabhängigkeitstag?”
Ich zögere einige Sekunden zu lang mit einer Antwort, wir starren uns an.
“Wir haben keinen Unabhängigkeitstag… wir, äh, waren eigentlich immer unabhängig… so – mehr oder weniger.”
Er guckt mich sprachlos an, grinst, lacht dann wissend und sagt nur: “Ja… klar.”
Ich beeile mich zu sagen, dass wir stattdessen den Tag der Deutschen Einheit feiern… aber es ist offensichtlich, irgendwie ist das Pipifax.

But there is an end to everything and we have to return to the scorching heat. We continue for about four kilometers before we reach a more forested area with a campsite and picknick area and break for lunch. As it was May 1 the day before I decide to start a conversation from there.

“Is May 1 a holiday in Madgascar as well?”
“Yes.”
“Is it important to people or does it just pass without much ado?”
“It’s not of interest, no. The really important ones are Independence Day and Christmas.”
“When do you celebrate Independence Day?”
“In June. And when do you?”
I hesitate a few seconds too many and we stare at each other.
“We don’t have an Independence Day… we, ahem, actually, we were more or less independent all along.”
He looks at me speechless, grins and then laughs and just says: “Yes… of course.”
I hurriedly add that we celebrate German Unity Day instead… but somehow that appears to be negligible in comparison.

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Nach dem Picknick steigen wir weiter ab, tiefer in einen Canyon, und bald sieht es schon fast dschungelartig aus. Aber es wird noch abgefahrener. Es wird eng, es wird nass, von unten und von allen Seiten, es wird richtig kühl. Wieder haben wir uns komplett woanders hingebeamt und von wo, verdammicht, kommt das ganze Wasser her?! Es kommt doch, den Gesetzen der Physik folgend, von oben – aber oben ist es staubtrocken!!

After the picknick we descend further, into another canyon and soon it starts to look jungle like. But it gets even stranger. It’s narrow, it’s wet, from below and from everywhere, it’s really cool. Again, we have practically beamed ourselves to a completely different climate zone and where, on earth, does all this water come from?! It should be coming, as per the laws of physics, from above – but it’s as dry as a bone up there!!

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Später wird mir in einem anderen Zusammenhang erklärt, dass das das besondere in dieser Gegend ist: der Boden fungiert als ein einziger riesiger Schwamm, der in der Regenzeit das Wasser speichert und die ganze Trockenzeit hindurch wieder abgibt. Ich finde das weiter schwer vorstellbar, aber so muss es wohl sein. Nach einer ganzen Weile des Streifens durch den Canyon kommen wir zum Blauen Pool, und kurz darauf zum Schwarzen Pool.

I was to learn later that this is what makes this region special: the soil works as one giant sponge that soaks up all the water during the rainy season and lets go of it all through the dry season. I still find this amazing or even incredible but I guess that it really is what happens. After quite a while following that canyon we reach the Blue Pool and little later the Black Pool.

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Die sechs Stunden waren schon überschritten, aber ein weitere Teil fehlte noch: der Nymphenwasserfall. Es wären nochmal anderthalb Stunden gewesen und 200 steile Höhenmeter (insofern eher zweieinhalb Stunden). Nach kurzer Denkpause siegte dann der Verstand und wir traten den Weg zum mit dem Fahrer vereinbarte Treffpunkt an. Wo ich nochmal diverse Fußballthemen diskutieren und ein selbst gemachtes Schwein und einen Lemur aus einer ganzen Armada aussuchen konnte.

We had already passed the 6-hour mark but one part was missing: the Waterfall of the Nymphs. Supposedly another 1.5 hours and 200 meters in altitude difference (so let’s face it: rather 2.5 hours). I considered it for a moment but then rational thinking kicked in and we started on the way to the meeting point with the driver. Where I was able to discuss soccer yet again and purchase a handmade pig and a lemur from a whole range of different young artits.

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Viele Grüße aus Madagaskar mal wieder!

And again best regards from Madagascar!

Barbara

Madagascar | Anja Park

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Nur etwa 12 km von Ambalavao entfernt gibt es den kleinen, aber feinen Anja Park. Es ist ein privater Park, der auf dem Land und von der Dorfgemeinschaft gemanaged wird. Es ist ein wenige Hektar umfassendes, großenteils bewaldetes Gebiet am Fuße eines Bergmassivs… dem oben, um genauer zu sein.

Only about 12 km from Ambalavao you will find the small but endearing Anja Park. It is a community-run park (on community lands) that is only a few hectares in size, most of it forest at the base of a mountain range… the one above, to be precise.

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Der Reiz des Sees liegt nicht nur in den wunderbaren Seerosen, die ihn soweit das Auge reicht überziehen. Es gibt da auch einen kürzlich eingewanderten Gast, der uns stolz präsentiert wurde. Wahrscheinlich hat er im Rahmen des letzten Hochwassers den Weg dorthin gefunden:

The water lilies that cover the lake as far as the eye can reach are not its only attraction. There is also a guest who has recently found his way to the lake and was proudly presented to us. It is assumed that he arrived with the last high water of the river:

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Alles mögliche “Kleinzeug” gab es auch zu bestaunen. Bei den weißen Dingern rechts auf dem Foto unten wurde mir aber schon ganz anders. Wobei es wahrscheinlich auch nicht förderlich ist, dass ich gerade “Der Schwarm” lese. Ich habe vergessen, wie sie heißen, aber die Teile bewegen sich ein bisschen wie Spinnen, tragen aber diesen blütenähnlichen Aufbau. Ein ziemliches Gewusel und zugegeben: ich war froh, als es weiterging.

There were all kinds of small critters to look at, too. The white insects on the right of the photo below sent shivers down my spine, though. I guess it doesn’t help that I’m currently reading “The Swarm”, either. Anyhow, I forgot what they are called but they move like spiders and feature this blossom-like dress. Quite some movement there and I admit: I was glad when we moved on.

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Aber das Highlight waren dann doch die Kattas, die wahrscheinlich bekannteste Lemurenart. Die gestreiften Schwänze haben wohl den höchsten Wiedererkennungswert. Jedenfalls ließen sie sich durch unseren Besuch nicht aus der Ruhe bringen.

The best of it certainly were the ring-tailed lemurs – very likely the most well-known lemur, due to its black and white striped tails which are easily recognized. And they were rather unalarmed by our visit.

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Nach den schlafenden Chamäleons im Ranomafana Nationalpark konnten wir im Anja Park nun auch eins in Bewegung sehen. Überrascht stellte ich fest, dass die einen ganz besonderen Gang drauf haben – der Fuß wird angehoben, nach vorne gestreckt, wieder zurück genommen und dann wird der tatsächliche Schritt getan. Mir kam sofort Genesis mit “The Way We Walk” in den Sinn!

After we had already seen the sleeping chameleons in Ranomafana National Park we now saw one moving in Anja Park. I was surprised to see that they have a rather funny way of walking – they lift a foot, move it ahead a bit and then retract it again before they make the actual step. I couldn’t help thinking about Genesis’ “The Way We Walk”!

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Spontan wurde uns angeboten, die gebuchte Tour noch zu erweitern – ein bisschen Klettern zu einem Aussichtspunkt, der uns diesen Blick in Richtung Ambalavao bescherte:

We were offered a little extension of the tour we had agreed on – some climbing to a viewpoint which allowed for this view towards Amabalavao:

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Nun geht es weiter… zum Isalo Nationalpark!

And now on to Isalo National Park!

Barbara

Madagascar | Ambalavao

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Da sind wir wieder bei einem “A” angekommen… ansonsten muss ich konstatieren, dass ich wohl noch nie in einem Urlaub derart regelmäßig derart früh aufgestanden bin. Verdammt oft steht eine 5 vorne. Es liegt daran, dass der Tag nach hinten raus ein sehr frühes Ende nimmt – um 18 Uhr kracht die Sonne mit Karacho weg und dann ist Schluss. Also sollte man jede Minute bei Tageslicht nutzen. Meine Motivation wabert immer um den Tiefststand, zumindest, bis wir dann wieder solche Landschaften sehen. Was ja nie lange dauert :-)

Here we go again with another “A”… other than that I have to say that never before being on vacation meant getting up so darn early on a regular basis as this time. There is a 5 to be seen rather a lot when the alarm clock rings. That has its justification, though, as the days here are really limited towards the end. The sun more like crashes than sets here at about 6 pm and it’s pitch dark from one moment to the next. So you really want to make use of all the daylight you can get. I really admit that my motivation has a hard time getting off the ground each and every morning – until we see landscapes like this one again. Which luckily never takes long here :-)

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Heute waren wir also auf dem Weg nach Ambalavao. Dort findet jeden Mittwoch der große Zebu-Markt statt… nun ist es schon Donnerstag und da geht er noch bis mittags und die meisten Tiere sind schon verkauft, aber man kann sich wohl immer noch einen guten Eindruck verschaffen. Erstmal fiel mir auf, dass der Ausdruck “zur Schule GEHEN” hier noch mal eine ganz andere Bedeutung bekommt.

Today we were on the way to Ambalavao. They hold a large zebu market there every Wednesday… now, it’s already Thursday and most of the action has passed but until noon there is still business to be made and you can get an idea of what’s going on. But before we got there, I noticed that “GOING to school” has a very literal meaning here.

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Mal zur Einordnung: Ambalavao ist ein ziemliches Kaff – die berühmte Online-Enzyklopädie gibt zwar 30.000 Einwohner an, aber es wirkt eher wie 3.000. Rote Staubpisten mit Schlaglöchern “existentieller Größenordnung”, das übliche Markttreiben in hölzernen Buden bzw. Unterständen. Und dann sieht man in der Ferne auf einer Anhöhe eine Menschenmenge, wie sonntags auf dem Fußballplatz. Da müssen wir hin. Problem: es kommen uns auf diesen vielleicht 4m breiten Beleidigungen des Begriffs Straße schwere LKW entgegen. Beladen bis unters Dach mit verkauften Zebus, die nun abtransportiert werden.

Just so you can somehow properly place all this: Ambalavao is the proverbial one-horse town – the popular online encyclopedia notes a population of 30,000 but to me it looks more like 3,000. Red earth roads with potholes “of existential proportions”, the usual market activity in wooden stalls. And then up on a hill in the distance you see the crowds, not unlike on a soccer ground in Germany on a Sunday. That’s where we’re headed. The problem: on these roads that are mabye 4m / 13 feet wide and a insult to any proper road we face huge trucks head on. They are filled to the brim with zebus that have been sold and are now being transported by their new owners.

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Über zwei bis drei Wochen lange Märsche komme die Zebus in Herden mit ihren Eigentümern hierher. Wir haben sie überall gesehen. Allerdings dann wohl eher die, die es erst nächste Woche schaffen. Es werden auch immer ganze Herden verkauft, weil man sonst Ärger mit dem Transport hat – die wollen sonst nicht. Ich dachte nur: ist ja wie bei Michel von Lönneberga… der hatte bei einer störrischen Kuh auch bemerkt, dass sie nur keine Lust hatte, allein zu gehen. Wie auch immer. Die verkauften kommen in solchen Gattern unter, bis der nächste LKW bereit ist.

The zebu herds get here with their herders walking for two to three weeks. We’ve been seeing them everywhere. But I guess those were the ones that will only make it for next week’s market. They are always sold by the herd because otherwise they’ll cause trouble with the transport. All I could think of was: just like Emil from Lönneberga did it (a children’s book hero created by Astrid Lindgren)… he noticed that the stubborn cow bought on the market just didn’t want to be by herself. Anyhow. The sold herds have to wait in these corrals until the truck is ready.

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Die meisten Hirten, mit denen ich eine Unterhaltung versucht habe, sprachen leider so gut wie gar kein Französisch. Und fällt euch was auf? So langsam sehen die Leute deutlich weniger asiatisch aus – es wird alles afrikanischer. Jedenfalls konnte der ältere Herr im Jackett, dem untiges Prachtstück gehörte, zumindest mal eine Hausnummer angeben: den würde er wohl für 500.000 Ariary verkaufen, wasd etwa 150 Euro entspricht. Das hört sich jetzt nicht so gigantisch an, aber wenn man sich vor Augen führt, dass das durschnittliche Jahreseinkommen bei 1.000 Euro liegt (habe auch noch deutlich niedrigere Zahlen gelesen), dann sieht das schon ein bisschen anders aus. Und, kurzer Einwurf: ein Liter Benzin kostet ungefähr 1,20 Euro. Kein Wunder also, wenn die Taxifahrer gelegentlich erst tanken, wenn sie auch Kunden haben.

Most of the herders I tried to strike up a conversation with unfortunately did not speak a word of French. And have you noticed something else? Slowly people are starting to look less Asian around here, more African. Anyhow, the old gentleman in the coat who was the owner of the beauty below was at least able to tell us which price he expected to get for that bull: 500,000 Ariary which is about 150 Euros. It doesn’t sound like all that much but when you take into account that the average annual income here is about 1,000 Euros (I’ve even read numbers far below that level) things start to look differently. And, as a passing comment: one liter gas currently costs 1.20 Euros. No surprise then that taxi drivers sometimes fill up their tank only when a client is already on board.

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Die Stadt macht mit dem Markt ordentlich Geld. Für jedes Tier, das angeboten wird, muss der Hirte eine Art Steuer abführen. Wenn er das Tier nicht verkauft bekommt, kann es gegen Zahlung einer weiteren Gebühr bis zum kommenden Markt weiter in Ambalavao stehen. Wenn ich mich richtig erinnere, kann das bis zu drei Wochen so gehen.

The city makes quite some money with that market. For every zebu on offer, the herder needs to pay a kind of tax. If he can’t sell it it can stay in the city until the following week – for a payment of another fee. If I remember correctly, that can go on for up to three weeks.

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Irgendwie wurde ich in der Summe das Gefühl nicht los, dass Viehmärkte irgendwie überall gleich sind. Stoische, wortkarge Bauern, die hart verhandeln, aber auch den sozialen Aspekt nicht so ganz außer Acht lassen.

I somehow felt that cattle markets like this are about the same the world over. Stoic, tight-lipped farmers who negotiate firmly but who also enjoy the socializing aspect of the whole endeavor.

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Beste Grüße… aus Ambalavao!

All the best… from Ambalavao!

Barbara

Madagascar | Fianarantsoa

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Nach Natur pur war mal wieder ein Städtchen angesagt, Fianarantsoa – auf der Liste der 100 schützenswertesten Städte weltweit des World Monument Watch… die Altstadt zumindest. Aber bevor wir da einsteigen, noch ein paar Fotos von unterwegs. Und noch ein letztes aus Ranomafana. Naturschmuck am Straßenrand.

After we went natural we were headed for the city again, Fianarantsoa – listed among the 100 Most Endangered Sites by World Monument Watch… the old town, that is. But before we get into that some more, let me show you some pictures from on the road. And a last one from Ranomafana. Natural jewelry by the roadside.

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Auf dieser Fahrt gab es irgendwie noch mehr Menschen zu sehen, als sonst. Jedenfalls macht mich meine Fotoausbeute das glauben. Hier allerdings kriege ich Rückenschmerzen nur vom Hinsehen.

It felt as if there were even more people to see than usual on this stretch. At least the pictures I took on that day seem to be telling me that. This first one makes my back ache just from looking at it, though.

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Die Reisfelder gingen noch ein Weilchen weiter – und ich wette, ich könnte dieses Foto auch als in Asien aufgenommen “verkaufen”… wie so einiges aus dem Hochland.

We saw yet more rice paddies along the road – and I bet I could “sell” this claiming it was taken somewhere in Asia… like quite a few taken in the highlands.

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Aber dann erreichten wie Fianarantsoa. Nach dem Einchecken im Hotel machten wir uns zum Schrecken aller zu Fuß auf den Weg zur auf dem Hügel gelegenen Altstadt, den auch mal ein Königspalast zierte. Der jedoch ist nicht mehr. Sofort von vielen Kindern umlagert, die wahlweise (angeblich) selbst gemachte Karten verkaufen oder Geld für Schreibhefte haben wollten, war es anfangs ein Kampf. Bei Erreichen der Altstadt allerdings war es dann wie abgeschnitten. Wahrscheinlich gibt es ein ungeschriebenes Gesetz, dass da dann Schluss ist. Ich fasse immer noch nicht, dass Pierre sich bis zuletzt nicht auf mein Angebot für die Karten einlassen wollte. Habe ich vielleicht doch extrem (und beleidigend) unterboten. Aber es ist auch wirklich schwer einzuschätzen manchmal.

But then we reached Fianarantsoa. When we had checked in at the hotel we started out on foot – imagine that! – up the hill to the old town which once was crowned by a palace, too. But no more. Almost immediately we found ourselves in a crowd of kids who alternatively tried to sell (supposedly) self-made cards or asked for exercise books – and it was a bit of a fight at the start. When we reached the old town, though, it stopped as if there was some hidden boundary. Maybe there is an unwritten law that they are not to follow tourists to that part. I still can’t believe that Pierre did not accept my final offer for his cards. Maybe I did negotiate to an insulting level. But sometimes it’s really hard to tell.

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Auch hier waren wieder Holzbalkone das Thema – neben kleinen Gässchen, umzäunten Gärten und gleich drei Kirchen, die aber (wie immer und überall) abgeschlossen waren. Und, äh, Spinnen. Die man von einer wunderschönen Restaurantterrasse MIT DEM BLOßEN AUGE etwa 10 Meter entfernt zu Dutzenden zwischen zwei Häusern hängen sah. Ich verzichte auf Fotobeweise.

Wooden balconies were again en vogue – and tiny alleyways, fenced gardens and three churches which were (as always and everywhere) locked, though. And, ahem, spiders. Which were visible TO THE NAKED EYE by the dozen over a distance of about 10m (33 feet) from a wonderful restaurant terrace where we had lunch. I pass on photo proof in this case.

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Auf dem Gipfel des Hügels angekommen wandelten wir ein bisschen über undurchsichtige Pfade und kamen an einen (nicht spektakulären) Aussichtspunkt, an dem gerade Oma, Mutter und Tochter rasteten und entgeistert fragten, ob wir etwa ohne Führer unterwegs seien. Das haben wir bejaht und scherzhaft hinzugefügt, dass wir einen Buchführer dabei hätten. Was die Verwunderung nicht wesentlich reduzierte. Vielleicht sprachen sie aber auch nicht wirklich französisch. Die Situation wurde gerettet, da wir uns mittlerweile auch mit dem madagassischen veluma verabschieden können. In diesem Fall wäre noch die Frage zu klären, wie man es eigentlich schreibt!

When we got to the top of the hill we were walking somewhat unclear paths for a couple of minutes and got to an unspectacular viewpoint, where grandmother, mother and daughter were having a break and asked in a totally flabbergasted fashion whether we weren’t walking with a guide. We confirmed we were by ourselves and added that we were with a “book guide”. Which didn’t seem to mean much to them. Maybe they didn’t speak much French either. We saved the day by saying good-bye in Malagasy, veluma. In this particular case we would still have to find out, though, how to write it!

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Darf ich vorstellen: die allererste Katze, die wir auf Madagaskar gesehen haben. Dauphin in Ranomafana hatte berichtet, dass jeder Haushalt sie zum Rattenfangen habe. Wir waren skeptisch, weil wir wirklich bislang keine gesehen hatten. Es kann ja fast nur heißen, dass sie ziemlich viel zu tun haben…

May I introduce: the very first cat we sighted in Madagascar. In Ranomafana, Dauphin had told us that practically every household had cats to keep the upper hand over the rats. We were sceptical because there were none to be seen. Maybe it means that they are just really, really busy…

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Was übrigens das Frühstück (und andere Mahlzeiten) angeht, so bin ich sehr dankbar, dass die Franzosen einen bleibenden Eindruck in Madagaskar hinterlassen haben. Leckerste Croissants und Schoko-Croissants… denke ich gerade dran, weil die im Hotel in Fianarantsoa bislang unübertroffen waren. Damit kann ich, besonders auf Dauer, deutlich besser umgehen als mit Rührei und trockenem Toast. Was für ein Luxusproblem. Zum Abschluss fällt mir auf, dass ich schon lange keine Weihnachtssterne mehr untergebracht habe…

When it comes to breakfast (and other meals), I am grateful that France left a lasting impression in Madagascar. Fantastic croissants and chocolate croissants… Just remembering that as the ones at the hotel in Fianarantsoa were the best. That is much more to my liking than scrambled eggs and dry toast. A problem that is nice to have, though. Coming towards the end, I realize there has recently been a lack of poinsettias here…

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Beste Grüße – aus Fianarantsoa!

Best regards – from Fianarantsoa!

Barbara