Draußen / Outdoors

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Als allererstes ein ganz großes Dankeschön an Our Beautiful World für die heute morgen veröffentlichte Aufforderung, Fotos zum Thema Herbst zu veröffentlichen (oder vielmehr Ros’ Beitrag!). Es wird noch einen Regentag geben, an dem ich das Bad putzen kann…

First of all a big thank you to Our Beautiful World for publishing this week’s prompt “Autumn” this morning (or rather Ros’ entry!). There will be a rainy day when I can go about cleaning the bathroom…

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Ich wäre wieder nicht rausgegangen und was war es für ein wunderbarer Morgen! Und ja, dieser Eintrag wird fotomäßig ziemlich ausführlich werden.

Again, I wouldn’t have spent time outside and what a wonderful morning it was! And yes, this post will be picture-heavy!

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Ich hatte anfänglich noch gedacht, dass ich auch noch ein paar Fotos vom vorletzten Wochenende einfügen würde – da hatte ich Besuch von Freunden und wir haben uns wirklich alles angesehen und besonders die vielen Frösche beobachtet. Aber das hätte dann doch den Rahmen gesprengt.

I had originally planned to include a few pictures from two weeks ago when friends came to visit and we had a look at nearly everything and especially watched all the frogs. But it would have been way too much.

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Es gab auch ein paar Bewohner, die den Sonntagmorgen zum Ausschlafen nutzten:

There were a couple of inhabitants who slept in late on this Sunday morning:

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An manchen Stellen war man fast geblendet von der Intensität der Farben.

In some places you were almost blinded by the intensity of colors.

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Die Bienen und Hummeln waren schon hellwach (mehr oder weniger… die riesige dicke Hummel links oben hat sich nur gaaaanz langsam bewegt und schon gar nicht von dieser Blüte weg).

The bees and bumblebees were wideawake already (more or less… that huge bumblebee in the upper left picture moved veeeeeery slowly and not away from this flower).

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Da ist echt noch Leben drin… bis Ende Oktober kann man noch Montag-Freitag und sonntags bis 18 Uhr vorbeischauen, dann sehen mich wahrscheinlich Öffnungszeiten-bedingt erst die Rhododendren wieder. Naja, kommt wahrscheinlich auf den Winter an.

It’s full of life still… it’s still open on the summer schedule until the end of October: Monday thru Friday and Sunday until 6 pm. Due to the limited opening hours in winter the next time I’ll be there I’ll probably see the rhodies already. Well, it probably depends on the winter that’s ahead.

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Tja, und mit dem Superzoom kann ich nun auch Fotos machen, die vorher nicht möglich waren – da eröffnen sich noch ganz andere Motive. Wie die Zapfen dieser Libanonzeder.

And with my much loved super zoom I can now take pictures that weren’t possible before – there are a whole lot of new motives. Like the cones of this Lebanon cedar.

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Ich hoffe, euer Wochenende war erholsam! Bis bald!

I hope you had a relaxing weekend! See you soon!

Barbara

Schneemann und Schleifen / Snowman and ribbons

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Ich hatte meine Weihnachtskartenproduktion für dieses Jahr schon abgehakt… aber es hat mich überkommen – wahrscheinlich, weil ich gerade die ersten 25 “normalen” Karten bestellt habe. Das hat mich wohl unbewusst herausgefordert. Jedenfalls ist dabei diese Schneemannkarte herausgekommen.

I had already given up on this year’s Christmas card production… but today it finally happened – probably because I had just ordered the first 25 “normal” cards. I think that posed a challenge to my subconscious or something. Anyhow, this snowman card is the result.

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Die Fotos könnten besser sein, aber das Tageslicht ist lange weg… dafür habe ich festgestellt, dass ich die Karte gleich bei drei verschiedenen Challenges einstellen kann. Bei Holly Jolly Christmas geht es diese Woche um Schleifen oder Spitze, bei Winter Wonderland sind zwei Schleifen(bänder) gefragt und bei Sparkles Christmas Challenges heißt es: Schneemänner!

Sorry for the bad quality of the pictures but daylight is long gone… but I noticed that this card qualifies for three challenges. Over at Holly Jolly Christmas it’s all about Ribbons or Lace this week, the DT at Winter Wonderland asks to use two ribbons and over at Sparkles Christmas Challenges there’s one word only: snowmen!

Bis bald!

Take care!

Barbara

P.S.: Update: Mit Winter Wonderland hat es dann noch nicht mehr geklappt… ein paar Stündchen zu spät!

P.S.: Update: I was a couple of hours too late for Winter Wonderland after all…

Eine Taufe / A Baptism

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Und noch ein Auftrag: für die Taufe von Lia waren Einladungen zu entwerfen und zu erstellen. So offensichtlich religöse Themen stellen mich immer vor große Schwierigkeiten (ich weiß – das von jemand, der hauptsächlich Weihnachtskarten herstellt…), aber mit den Vorstellungen von Lias Mutter wurde dann was draus.

And another order: invitations for Lia’s baptism were to be designed and made. I always have trouble with religious themes (I know – that coming from someone who sort of specializes in Christmas cards…) but the ideas Lia’s Mom already had helped a lot.

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Und ein kleines Kistchen habe ich für das Set von 10 Karten auch noch gefunden.

And I also found a little box for this set of 10 cards.

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Eine schöne Restwoche wünscht

Have a good rest of the week

Barbara

Der 95. Geburtstag / The 95th birthday

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“Basteln” war immer schon wichtig, um mich in Balance zu halten. Und ich komme in diesem Jahr viel, viel, viel zu wenig dazu. Umso besser, dass ich einige Aufträge erhalten habe und mich dann auch hinsetze, und über diese Dinge nachdenke und so die Gedanken mal ab des täglichen Wahnsinns, der dabei ist, mich zu verschlucken, schweifen lasse. So auch für diese Karte, für eine 95-jährige Jubilantin, die sich darüber beschwert hat, dass Geburtstagskarten alle gleich aussehen und die Orchideen liebt.

My creative hobbies have always been important to keep me balanced. And this year has been a great challenge because I really don’t get to it only a fraction as much as I would like (or NEED) to. So I really liked to get a few orders for particular things because that makes me sit down and let my thoughts wander to things other than the daily madness that has been threatening to engulf me. One of them was this card for the 95th birthday of a lady who had complained about birthday cards all being alike and who loves orchids.

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Ich habe noch nicht gehört, ob sie ihr gefallen hat… aber ich dachte so bei mir, dass sie vielleicht nicht nur Orchideenliebhabern eine Freude machen würde. Genießt den Sonntag – ich freue mich schon auf den Tatort – nicht nur in Ermangelung der Möglichkeit, live bei der ersten Folge der fünften Staffel Downton Abbey dabei sein zu können (vor ein paar Tagen habe ich kurz überlegt, spontan ins weiterhin Vereinigte Königreich überzusiedeln)…

I haven’t heard yet whether she liked it… but I was thinking to myself that it might not only please an orchid lover. Enjoy your Sunday – I’m already very much looking forward to tonight’s episode of Tatort… and not only for want of access to Downton Abbey 5/1 (I had briefly considered a spontaneous relocation to the still United Kingdom a few days ago)…

Barbara

Eine Woche in… / A Week in… GAZIANTEP

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Vorfreude ist ein komisches Wort, wenn man sich auf den Weg nach Südostanatolien macht um eine Dienstreise im Kontext des Syrienkonflikts zu machen. Und vielleicht trifft es das auch nicht richtig. Gespannte Erwartung? Mein Ziel war Gaziantep, mit Umsteigen in Istanbul. Die zweite Flughälfte fast dauernd bei wolkenfreiem Himmel – so fantastische Sicht habe ich selten gehabt und schon beim Flug über Istanbul gedacht: Wow, wenn das das beste an dieser Reise war, dann war es das wert (so für mich persönlich als Erfahrung). Was für eine Metropole, die hörte überhaupt nicht mehr auf. Flughafen eigentlich direkt an der Stadt dran – war sicher mal außerhalb, aber die Stadt scheint alles zu verschlingen. Riesige Apartmenthäuser in allen möglichen Ecken, Moscheen, wie Köln Kirchen hat (welche Überraschung…), Containerschiffe auf dem Weg zu diversen Häfen, offenbar eine weitere Brücke im Bau und angeschlossene Autobahn – aus der Luft hatte ich schon den Eindruck, dass diese Stadt brummt. Und kann es nicht erwarten, sie in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft mal ausgiebig zu erkunden.

It was going to be my first time in Turkey and I wasn’t going to Istanbul or the beaches – I was headed for Southeastern Anatolia on a business trip in the context of the Syrian refugee crisis. The destination was Gaziantep with a transfer in Istanbul. The second half of the flight with barely any clouds – I have a hard time remembering a similarly amazing flight, with such great views. Still above Istanbul I was thinking: wow, if that was the best to come of this trip it was well worth it (in terms of my personal experience). What a metropolis, neverending. The airport was practically part of the city – I’m pretty sure it used to be outside when it was built but the city is gulping everything in its path, it seems. Huge apartment buildings all over the place, as many mosques as there are churches in Cologne (not surprising, though…), container ships on their way to different harbors, apparently another bridge and a highway under construction – just looking at it from up above I felt that it’s buzzing. And I can’t wait to explore it in detail sometime soon.

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Weiter über riesige Flächen, einsame Landstriche, schattenwerfende Berge, Täler, Flüsse, Stauseen, erloschene Vulkane (meine Nachforschungen im Netz haben ergeben, dass es sich um den Erciyes Dagi gehandelt haben muss), immer wieder beachtliche Städte, Bergrücken, die aussehen, als seien sie genäht worden und die Fäden noch nicht gezogen (beige Schotterpiste auf dunkelbraunem Grund, darauf Windräder, die wie die Fäden aussahen). Mit dem Lineal gezogene grüne Flächen in wüstenähnlichem Umfeld. Im wahrsten Sinne des Wortes staubtrocken. Dann alle möglichen Grünflächen, viele mit Bäumen / Gewächsen unterschiedlichsten Alters bestanden… es stellte sich später raus, dass ich mal wieder im Pistazienland unterwegs war.

On and on across vast expanses of land, deserted areas, mountains casting shadows, valleys, rivers, reservoirs, extinct volcanoes (my research on the net says it must have been Erciyes Dagi that I saw), large cities, mountain ridges that looked as if they had been sutured and the thread was still there (beige dirt road on a dark brown ground and wind engines on top and they looked like the sutures). Green rectangles, as if measured with a ruler, in an otherwise desert-like environment. Dust-dry in the truest sense. Then all kinds of green areas, many with all kinds of trees / plants of varying age… I learned later that I was again traveling in pistachio country.

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Und Pistazien spielten eine große Rolle – ob im besten Baklava, das ich jemals gegessen habe (ich habe erst jetzt verstanden, was daran gut sein kann) oder im Heißgetränk Salep, Milch mit Orchideenwurzelpulver (und wahrscheinlich Zucker) schäumend aufgekocht und darauf Zimt und zerstoßene Pistazien. Ansonsten gab es verdammt viel Kebap in der einen Woche. Und nochmal Kebap. Ich konnte mir Gaziantep nicht intensiv ansehen, habe aber das Gefühl, dass man durchaus nochmal mit Ruhe zurückkehren und sich diese Stadt zu Gemüte führen sollte. Vielleicht zu einem Besuch der Festung (die wird gerade auf Vordermann gebracht), des Museums oder einfach noch etwas durch die Altstadt stromernd.

And pistachios really were a big deal – in the best baklava I have ever had (I have in fact had to travel to Gaziantep to find out that it can be really good) or in the hot drink called salep, milk boiled with orchid root powder (and probably sugar) to a creamy foam, topped with cinnamon and crushed pistachios. Other than that there was a hell of a lot of kebap that week. And kebap again. I didn’t have time to really explore Gaziantep but I get the feeling it is well worth a touristy visit. Maybe checking out the fortress (currently being rehabilitated), the museum or strolling through the old town some more.

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Zu einer solchen Aussage komme ich selten mit Bezug auf Dienstreisen in die Einsatzgebiete von Kollegen. Hier gab es zwar abends um 10 noch tollende Kinder im Park und dreispurige (kaum befahrene) Autobahnen, aber wenn man dann, die Nachrichten immer im Kopf, Richtung Aleppo unterwegs ist, ist es schon ein mulmiges Gefühl… auch wenn da steht “89 km” und an der Grenze eh Schluss ist. Flirrende Hitze über dem Asphalt im Zero Point, dem Bereich zwischen den beiden Ländern, nicht mehr Türkei, noch nicht Syrien, wo die Hilfstransporte umgeladen werden, von türkischen auf syrische LKWs, weil die es dann einfacher haben.

It rarely ever happens that I can say something like this about the places I get to visit on business trips like this one. There were children in the park playing at 10 pm and later and 3-lane (deserted) highways but with the news always in the back of your head you do feel a bit queasy traveling towards Aleppo… even if the sign says “89 km” and you wouldn’t pass the border anyway. Scorching heat on the asphalt in Zero Point, the area between the two countries, not Turkey anymore and not quite Syria yet, where the trucks with food kits are being un- and reloaded, from Turkish trucks to Syrian ones as they will have an easier time traveling.

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Flüchtlingscamps reihen sich entlang der Grenze auf wie an einer Perlenkette, dazu kommen all diejenigen, die in den Städten Zuflucht gesucht haben. Manchmal mit genug Geld, um sich eine Wohnung zu mieten oder gar zu kaufen, manchmal so prekär, dass sie die ominösen weißen Tüten, die vielfach an den Zäumen vor den Häusern hängen, in Anspruch nehmen. Darin befindet sich Essen oder Essensreste und es ist für die Flüchtlinge oder sonstige Bedürftige vorgesehen. Auch das hat mich fasziniert: da steckt kein großes Geld drin, aber so manchem wird es helfen und keiner muss sich eine Blöße geben und darum betteln. Du nimmst es und gut ist’s.

You can find refugee camps all along the border and then add to that all those who came to the cities. Sometimes affluent enough to rent or even buy an apartment, sometimes so poor they have to make use of the ominous white plastic bags that I saw hanging on the fences in front of many houses. There’s food (or leftovers) inside, and they are meant for the refugees or otherwise needy people. I was fascinated by that: there’s no big money involved yet it will help quite a few through the day and nobody has to lose face begging for it. Just take it and that’s it.

Syrische Flüchtlinge in Camps in der Türkei / Syrian refugees in camps in Turkey

Syrische Flüchtlinge in Camps in der Türkei

Syrische Flücthlinge in Städten / Syrian refugees in urban locations

Syrische Flüchtlinge in Städten

Quelle / Source

In der Türkei befinden sich fast 850.000 registrierte Flüchtlinge, wahrscheinlich sind es insgesamt eher 1 Million oder so. An der Grenze waren einige Familien Richtung Syrien unterwegs. Auf meine Nachfrage war die Antwort, dass die Schule am 15.9. wieder beginne und man mal die Lage wieder beurteilen und ggf. dort bleiben wolle. Es gibt nicht nur Flüchtlinge mit ausgelatschten Plastikschuhen und zerrissenen Kleidern – aber auch Flüchtling mit Auto sein ist kein Spaß. Und dann die kilometerlange Schlange an LKWs, die auf Abfertigung warten. Gefühlt jeder zweite hatte Zementsäcke geladen. ZEMENT? Was ist das denn? Optimistischer Wiederaufbau? Material für nicht betroffene Gegenden? Oder Baumaterialspekulation? Wahrscheinlich von allem ein bisschen.

There are about 850,000 registered refugees, the real number is probably closer to 1 million or so. At the border there were also a few Syrian families traveling home. When asked why they decided to go back the answer was that school was going to start September 15 and they had decided to go back and check out the situation and then either stay or leave again. There aren’t only refugees in battered plastic shoes and torn clothes – but being a motorized refugee is no fun either. And then the queue of trucks waiting for customs clearance at the border – miles and miles. It looked like the cargo of about every other one was cement. CEMENT? What’s that about? Optimistic reconstruction? Material for areas not suffering from the conflict? Venture capital in construction materials? Probably a bit of everything.

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Baumaterialien en masse wurden jedenfalls im türkischen Grenzort Kilis benötigt. Da ist in wenigen Jahren ein ganzer Stadtteil hochgezogen worden, ein Bauboom verursacht durch den Krieg auf der anderen Seite der Grenze. Ein Kollege meinte, das ganze Areal sei noch vor 3 oder 4 Jahren ein Pistazienhain gewesen. Du stehst da, siehst das. Siehst die Essenstüten, fährst am Flüchtlingslager vorbei, triffst (wenige!) bettelnde Kinder in der Innenstadt – und trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn in Frankreich die Post abginge und 1 Million Flüchtlinge (oder tendenziell mehr, Frankreich hat ja 3x soviele Einwohner) ins Saarland, nach Baden-Württemberg und nach Rheinland-Pfalz kämen… 5.000 allein nach Saarbrücken. Unvorstellbar, oder? Da wird Hilfe gebraucht – seht euch hier oder hier mal um.

Tons of construction materials were certainly needed in the Turkish city of Kilis, at the border. There’s a whole new neighborhood – a construction boom based on the war across the border. A colleague said that the whole area used to be a pistachio grove only 3 or 4 years ago. So you stand there and look at it. You see the bags with food, pass the refugee camps, meet (only a few!) children begging downtown – and still you can’t imagine what it would be like if things went wild in France and a million refugees (actually, probably more as France has three times the inhabitants Syria used to have) come to Saarland, Baden-Württemberg and Rhineland-Palatinate… 5.000 to the city of Saarbrücken alone. You can’t bend your mind around this, can you? Help is needed – whoever you want to trust with this. Maybe one of these organizations.

Barbara

Where the Wild Things Are

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Trotz des Titels geht es in diesem Beitrag nicht um das wunderbare Buch Wo die wilden Kerle wohnen von Maurice Sendak, sondern um einen faszinierenden Besuch in “meinem” Botanischen Garten hier in Poppelsdorf.

The title is a bit misleading as this post is not about Maurice Sendak’s wonderful book Where the Wild Things Are but about a fascinating visit at “my” Botanical Gardens here in Poppelsdorf.

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Dort lief bis vergangenen Freitag eine Ausstellung des Glasstudios Borowski, die, im wahrsten Sinne des Wortes, den Garten bevölkerte. Es zeigte sich mal wieder, dass ich viel zu lange nicht dort gewesen war, denn eigentlich hatte man gut zwei Monate Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen. Aber nur zu Eröffnung und zur Schließung auch im Rahmen einer Nachtöffnung, zu der man die Exponate auch illuminiert bewundern konnte (zum großen Teil zumindest).

Friday was the last day of an exhibition by Glasstudio Borowski which quite literally populated the Garden. It was apparent that I hadn’t been there in too long a time as really there were two months during which you had the chance to have a look at it. But only for the opening and closing there was a special “night opening” of the Garden when the exhibits were illuminated (large numbers at least).

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Um 20 Uhr angekommen, hatten wir glücklicherweise noch eine kurze Zeit Gelegenheit, uns auch die nicht beleuchteten Objekte anzusehen – oder auch beleuchtete in ihren Details an nicht-beleuchteten Partien zu bestaunen, wie zum Beispiel bei dem Gürteltier oben. Doch im Urwald war es schon früh richtig dunkel:

We got there at about 8 pm and were lucky to have a few minutes of daylight left to have a closer look at the exhibits that were not illuminated – or to have a look at parts of illuminated ones that didn’t get to shine, like on the armadillo above. But in the primeval forest section it was really dark very soon:

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Da gab’s auch Igel, die für mich aber auch ein bisschen wie millionenfach vergrößerte Bakterien aussahen:

There were hedgehogs as well even though I couldn’t shed the thought that they looked like bacteria enlarged millionfold:

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Es fällt schwer zu sagen, was mir am besten gefallen hat, aber der “Schweinestall” war ganz vorn dabei.

I have a hard time saying which part I liked most but the “hog house” certainly scored high:

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Neben tierischen Skulpturen gab es aber auch pflanzliche:

There weren’t only animal sculptures, though, I also spotted some plants:

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Die Krokodile waren weit weg, auf einer Halbinsel, dafür waren die Bienen ziemlich aufdringlich.

The crocodiles were far away, on a peninsula, but the bees were kind of obtrusive.

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Was für eine schöne Ausstellung… ich hatte mir eingebildet gelesen zu haben, dass sie weiterwandert nach RHS Wilsey in England, aber ich kann online dafür nirgendwo mehr einen Hinweis finden. Habe ich mir das eingebildet?! Wie und wo auch immer: den Besuch wert! Und damit wünsche ich einen schönen Restsonntag!

Such a great event… I thought I had read somewhere that the exhibition was moving to RHS Wilsey in England from here but I can’t find a trace of that information anywhere online anymore. Was I hallucinating?! Where- and whenever: well worth a visit! And with that I hope you’re enjoying your Sunday!

Barbara

Ein Tag in… / A Day in… ULM

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1994 bin ich als Au Pair in die USA gegangen – und habe dort (unter anderem) zwei weitere Au Pairs bei Familien im gleichen Bostoner Vorort kennengelernt. Wir sind seitdem befreundet und sehen uns im Schnitt wohl alle 2 Jahre. Und dieses Jahr waren 20 Jahre Freundschaft zu feiern. Das taten wir in Illertissen und Ulm.

In 1994 I went to the US as an Au Pair – and (among others) met two fellow Au Pairs living with families in the same Boston suburb. We’ve been friends and kept in touch ever since and meet about every other year on average. This year the 20th anniversary of our friendship was to be celebrated. And that we did in Illertissen and Ulm.

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Und ich habe mich gefragt: warum komme ich erst jetzt nach Ulm? Immer zu viel zu tun gewesen in Illertissen, nehme ich an, quatschen, quatschen, quatschen, essen, quatschen… Eine Stadt, die Stadttore mit solch wunderbarem Schindeldach hat, muss man doch gesehen haben? (Ganz abgesehen vom Rathaus, siehe ganz oben).

And I couldn’t help but wonder: why has it taken so long to visit Ulm? I guess there was always too much to do in Illertissen, chatting, chatting, chatting, eating, chatting… How can one miss a city with old gates featuring such amazing roofs? (Let alone the town hall, see at the very top).

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Oder auch das Ulmer Münster, das sich trotz seiner Größe sehr gut fotografieren ließ. Mit 161,50m hat es den größten Kirchturm der Welt, wie ich erstaunt erfuhr. Da die Sonne nur immer mal wieder zu sehen und es ganz schön windig war, haben wir die 768 Stufen in luftige Höhen allerdings nicht erklommen.

Or Ulm Minster which was easily photographed in its entirety despite its size. It’s the world’s tallest church with a steeple measuring 161.50m – as an astonished me was told. The sun was out only intermittently and there was a stiff breeze so we passed on climbing the 768 steps to the top.

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Ursprünglich eine katholische Kirche, wurden die Ulmer und dann auch das Münster 1530/31 protestantisch… man kann also auch konvertieren, ohne überall verbrannte Erde zu hinterlassen, dachte ich so mit dem Gedanken an all die Ruinen von Abteikirchen, die ich kürzlich in Yorkshire gesehen habe.

It was originally a Catholic church but the citizens of Ulm voted to become Protestant in 1530/31 – and the church went along with them… I got to thinking that you can convert to a different faith without leaving behind scorched earth – remembering all the ruins of abbey churches I have recently visited in Yorkshire.

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Aber am meisten fasziniert haben mich wohl die – wie ich später rausfand – Wappen- bzw. Totenschilde, die gruppiert nach Familien die Wände zieren. Darauf stehen dann die Sterbedaten à la “Anno 1625 verstarb zwischen 1 und 2 Uhr morgens…” Es gibt davon 133 und damit nirgendwo mehr als hier. Und die gebe ich diese Woche auch zu Our Beautiful World, wo es um Beschilderung geht… Auf einer Pinnwand hingegen konnte, wer wollte, Bitten an Gott richten – und auch, wenn es mir fernliegt, mich über solche Bitten lustig zu machen, so musste ich doch ob dieser Übersetzung grinsen:

Most fascinating, though, were these very specific… blazons (?). I have no idea what they are called in English; translated literally they’d be called death bucklers. They are arranged in groups of the same families and detail the deaths as in “In the year of 1625 between 1 and 2 a.m. … died.” There are 133 of them and apparently more than anywhere else. I will enter them over at Our Beautiful World where this week’s prompt is “Signage”. There was also a blackboard which was ready to take on all the requests people might address to God – and even though I wouldn’t think of belittling any such requests a grin did cross my face when I saw this translation:

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… gleich gefolgt von dem Gedanken, dass es vielleicht gar keine fehlerhafte Übersetzung war, sondern der totale Ernst. Ich wünsche mir dieser Tage auch oft Outlook Peace… Nicht weit vom Münster sah ich dieses faszinierende Schaufenster mit einer Darstellung der Stadt an der Donau, wie es auf dem Fluss am sog. Schwörmontag aussieht, einer Tradition, die es seit dem 14. Jahrhundert gibt und die mit einer Bootparade auf der Donau endet:

… closely followed by the realization that maybe we’re not talking about a translation error at all and that the writer was serious. I sometimes feel like praying for Outlook Peace these days… Not far away from the minster I came across this shop window with a display of the city by the Danube on so-called Schwör Monday, a holiday from back in the 14th century that ends with a parade on the Danube:

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Und dieses Jahr gab’s auch Ideen für ganz besondere Boote:

And this year there were rather special boats, too:

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Cafés und Restaurants – und wunderschöne Häuser, häufig entlang oder umgeben von der Blau – machten den Besuch im Fischerviertel zu einem gelungenen Spaziergang.

Cafés and restaurants – and beautiful houses, often along or even braided by the river Blau – made visiting the Fischerviertel (fisherman’s quarter) an enjoyable pastime.

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Oben ist das Schiefe Haus zu sehen – seit 1995 Hotel und seit 1997 offiziell das schiefste Hotel der Welt mit einer Neigung von 9 bis 10°. Unten die Fenster eines anderen Hauses, die schön aussehen, aber die ich nun wirklich nie putzen müssen will. Links daneben u.a. das Schmale Haus, nur 4,50m breit und ein B&B.

The house on top is the Leaning House. It has been a hotel since 1995 and officially the most leaning hotel of the world (with a grade of 9 to 10°) since 1997. Below that picture are the windows of another house which I liked – but which I hope I’ll never be forced to clean. To the left of it the Narrow House, only 4.5m – and a B&B today.

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Und neben ausgefallenen Türen war auch der Blumenschmuck oft einen zweiten Blick wert.

In addition to unusual doors there were also flower arrangements that invited closer inspection.

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Ich sage nicht, wie viele weitere Fotos ich von Ulm habe… und zeige lieber abschließend noch eine Studie in Fotografie anonym bleibender Kinder! ;-)

I won’t disclose how many other pictures of Ulm I made… and instead show you a photographic study of anonymous children! ;-)

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Barbara