Eine Woche in… / A Week in… GAZIANTEP

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Vorfreude ist ein komisches Wort, wenn man sich auf den Weg nach Südostanatolien macht um eine Dienstreise im Kontext des Syrienkonflikts zu machen. Und vielleicht trifft es das auch nicht richtig. Gespannte Erwartung? Mein Ziel war Gaziantep, mit Umsteigen in Istanbul. Die zweite Flughälfte fast dauernd bei wolkenfreiem Himmel – so fantastische Sicht habe ich selten gehabt und schon beim Flug über Istanbul gedacht: Wow, wenn das das beste an dieser Reise war, dann war es das wert (so für mich persönlich als Erfahrung). Was für eine Metropole, die hörte überhaupt nicht mehr auf. Flughafen eigentlich direkt an der Stadt dran – war sicher mal außerhalb, aber die Stadt scheint alles zu verschlingen. Riesige Apartmenthäuser in allen möglichen Ecken, Moscheen, wie Köln Kirchen hat (welche Überraschung…), Containerschiffe auf dem Weg zu diversen Häfen, offenbar eine weitere Brücke im Bau und angeschlossene Autobahn – aus der Luft hatte ich schon den Eindruck, dass diese Stadt brummt. Und kann es nicht erwarten, sie in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft mal ausgiebig zu erkunden.

It was going to be my first time in Turkey and I wasn’t going to Istanbul or the beaches – I was headed for Southeastern Anatolia on a business trip in the context of the Syrian refugee crisis. The destination was Gaziantep with a transfer in Istanbul. The second half of the flight with barely any clouds – I have a hard time remembering a similarly amazing flight, with such great views. Still above Istanbul I was thinking: wow, if that was the best to come of this trip it was well worth it (in terms of my personal experience). What a metropolis, neverending. The airport was practically part of the city – I’m pretty sure it used to be outside when it was built but the city is gulping everything in its path, it seems. Huge apartment buildings all over the place, as many mosques as there are churches in Cologne (not surprising, though…), container ships on their way to different harbors, apparently another bridge and a highway under construction – just looking at it from up above I felt that it’s buzzing. And I can’t wait to explore it in detail sometime soon.

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Weiter über riesige Flächen, einsame Landstriche, schattenwerfende Berge, Täler, Flüsse, Stauseen, erloschene Vulkane (meine Nachforschungen im Netz haben ergeben, dass es sich um den Erciyes Dagi gehandelt haben muss), immer wieder beachtliche Städte, Bergrücken, die aussehen, als seien sie genäht worden und die Fäden noch nicht gezogen (beige Schotterpiste auf dunkelbraunem Grund, darauf Windräder, die wie die Fäden aussahen). Mit dem Lineal gezogene grüne Flächen in wüstenähnlichem Umfeld. Im wahrsten Sinne des Wortes staubtrocken. Dann alle möglichen Grünflächen, viele mit Bäumen / Gewächsen unterschiedlichsten Alters bestanden… es stellte sich später raus, dass ich mal wieder im Pistazienland unterwegs war.

On and on across vast expanses of land, deserted areas, mountains casting shadows, valleys, rivers, reservoirs, extinct volcanoes (my research on the net says it must have been Erciyes Dagi that I saw), large cities, mountain ridges that looked as if they had been sutured and the thread was still there (beige dirt road on a dark brown ground and wind engines on top and they looked like the sutures). Green rectangles, as if measured with a ruler, in an otherwise desert-like environment. Dust-dry in the truest sense. Then all kinds of green areas, many with all kinds of trees / plants of varying age… I learned later that I was again traveling in pistachio country.

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Und Pistazien spielten eine große Rolle – ob im besten Baklava, das ich jemals gegessen habe (ich habe erst jetzt verstanden, was daran gut sein kann) oder im Heißgetränk Salep, Milch mit Orchideenwurzelpulver (und wahrscheinlich Zucker) schäumend aufgekocht und darauf Zimt und zerstoßene Pistazien. Ansonsten gab es verdammt viel Kebap in der einen Woche. Und nochmal Kebap. Ich konnte mir Gaziantep nicht intensiv ansehen, habe aber das Gefühl, dass man durchaus nochmal mit Ruhe zurückkehren und sich diese Stadt zu Gemüte führen sollte. Vielleicht zu einem Besuch der Festung (die wird gerade auf Vordermann gebracht), des Museums oder einfach noch etwas durch die Altstadt stromernd.

And pistachios really were a big deal – in the best baklava I have ever had (I have in fact had to travel to Gaziantep to find out that it can be really good) or in the hot drink called salep, milk boiled with orchid root powder (and probably sugar) to a creamy foam, topped with cinnamon and crushed pistachios. Other than that there was a hell of a lot of kebap that week. And kebap again. I didn’t have time to really explore Gaziantep but I get the feeling it is well worth a touristy visit. Maybe checking out the fortress (currently being rehabilitated), the museum or strolling through the old town some more.

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Zu einer solchen Aussage komme ich selten mit Bezug auf Dienstreisen in die Einsatzgebiete von Kollegen. Hier gab es zwar abends um 10 noch tollende Kinder im Park und dreispurige (kaum befahrene) Autobahnen, aber wenn man dann, die Nachrichten immer im Kopf, Richtung Aleppo unterwegs ist, ist es schon ein mulmiges Gefühl… auch wenn da steht “89 km” und an der Grenze eh Schluss ist. Flirrende Hitze über dem Asphalt im Zero Point, dem Bereich zwischen den beiden Ländern, nicht mehr Türkei, noch nicht Syrien, wo die Hilfstransporte umgeladen werden, von türkischen auf syrische LKWs, weil die es dann einfacher haben.

It rarely ever happens that I can say something like this about the places I get to visit on business trips like this one. There were children in the park playing at 10 pm and later and 3-lane (deserted) highways but with the news always in the back of your head you do feel a bit queasy traveling towards Aleppo… even if the sign says “89 km” and you wouldn’t pass the border anyway. Scorching heat on the asphalt in Zero Point, the area between the two countries, not Turkey anymore and not quite Syria yet, where the trucks with food kits are being un- and reloaded, from Turkish trucks to Syrian ones as they will have an easier time traveling.

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Flüchtlingscamps reihen sich entlang der Grenze auf wie an einer Perlenkette, dazu kommen all diejenigen, die in den Städten Zuflucht gesucht haben. Manchmal mit genug Geld, um sich eine Wohnung zu mieten oder gar zu kaufen, manchmal so prekär, dass sie die ominösen weißen Tüten, die vielfach an den Zäumen vor den Häusern hängen, in Anspruch nehmen. Darin befindet sich Essen oder Essensreste und es ist für die Flüchtlinge oder sonstige Bedürftige vorgesehen. Auch das hat mich fasziniert: da steckt kein großes Geld drin, aber so manchem wird es helfen und keiner muss sich eine Blöße geben und darum betteln. Du nimmst es und gut ist’s.

You can find refugee camps all along the border and then add to that all those who came to the cities. Sometimes affluent enough to rent or even buy an apartment, sometimes so poor they have to make use of the ominous white plastic bags that I saw hanging on the fences in front of many houses. There’s food (or leftovers) inside, and they are meant for the refugees or otherwise needy people. I was fascinated by that: there’s no big money involved yet it will help quite a few through the day and nobody has to lose face begging for it. Just take it and that’s it.

Syrische Flüchtlinge in Camps in der Türkei / Syrian refugees in camps in Turkey

Syrische Flüchtlinge in Camps in der Türkei

Syrische Flücthlinge in Städten / Syrian refugees in urban locations

Syrische Flüchtlinge in Städten

Quelle / Source

In der Türkei befinden sich fast 850.000 registrierte Flüchtlinge, wahrscheinlich sind es insgesamt eher 1 Million oder so. An der Grenze waren einige Familien Richtung Syrien unterwegs. Auf meine Nachfrage war die Antwort, dass die Schule am 15.9. wieder beginne und man mal die Lage wieder beurteilen und ggf. dort bleiben wolle. Es gibt nicht nur Flüchtlinge mit ausgelatschten Plastikschuhen und zerrissenen Kleidern – aber auch Flüchtling mit Auto sein ist kein Spaß. Und dann die kilometerlange Schlange an LKWs, die auf Abfertigung warten. Gefühlt jeder zweite hatte Zementsäcke geladen. ZEMENT? Was ist das denn? Optimistischer Wiederaufbau? Material für nicht betroffene Gegenden? Oder Baumaterialspekulation? Wahrscheinlich von allem ein bisschen.

There are about 850,000 registered refugees, the real number is probably closer to 1 million or so. At the border there were also a few Syrian families traveling home. When asked why they decided to go back the answer was that school was going to start September 15 and they had decided to go back and check out the situation and then either stay or leave again. There aren’t only refugees in battered plastic shoes and torn clothes – but being a motorized refugee is no fun either. And then the queue of trucks waiting for customs clearance at the border – miles and miles. It looked like the cargo of about every other one was cement. CEMENT? What’s that about? Optimistic reconstruction? Material for areas not suffering from the conflict? Venture capital in construction materials? Probably a bit of everything.

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Baumaterialien en masse wurden jedenfalls im türkischen Grenzort Kilis benötigt. Da ist in wenigen Jahren ein ganzer Stadtteil hochgezogen worden, ein Bauboom verursacht durch den Krieg auf der anderen Seite der Grenze. Ein Kollege meinte, das ganze Areal sei noch vor 3 oder 4 Jahren ein Pistazienhain gewesen. Du stehst da, siehst das. Siehst die Essenstüten, fährst am Flüchtlingslager vorbei, triffst (wenige!) bettelnde Kinder in der Innenstadt – und trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, wie es wäre, wenn in Frankreich die Post abginge und 1 Million Flüchtlinge (oder tendenziell mehr, Frankreich hat ja 3x soviele Einwohner) ins Saarland, nach Baden-Württemberg und nach Rheinland-Pfalz kämen… 5.000 allein nach Saarbrücken. Unvorstellbar, oder? Da wird Hilfe gebraucht – seht euch hier oder hier mal um.

Tons of construction materials were certainly needed in the Turkish city of Kilis, at the border. There’s a whole new neighborhood – a construction boom based on the war across the border. A colleague said that the whole area used to be a pistachio grove only 3 or 4 years ago. So you stand there and look at it. You see the bags with food, pass the refugee camps, meet (only a few!) children begging downtown – and still you can’t imagine what it would be like if things went wild in France and a million refugees (actually, probably more as France has three times the inhabitants Syria used to have) come to Saarland, Baden-Württemberg and Rhineland-Palatinate… 5.000 to the city of Saarbrücken alone. You can’t bend your mind around this, can you? Help is needed – whoever you want to trust with this. Maybe one of these organizations.

Barbara

Where the Wild Things Are

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Trotz des Titels geht es in diesem Beitrag nicht um das wunderbare Buch Wo die wilden Kerle wohnen von Maurice Sendak, sondern um einen faszinierenden Besuch in “meinem” Botanischen Garten hier in Poppelsdorf.

The title is a bit misleading as this post is not about Maurice Sendak’s wonderful book Where the Wild Things Are but about a fascinating visit at “my” Botanical Gardens here in Poppelsdorf.

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Dort lief bis vergangenen Freitag eine Ausstellung des Glasstudios Borowski, die, im wahrsten Sinne des Wortes, den Garten bevölkerte. Es zeigte sich mal wieder, dass ich viel zu lange nicht dort gewesen war, denn eigentlich hatte man gut zwei Monate Gelegenheit, die Ausstellung zu besuchen. Aber nur zu Eröffnung und zur Schließung auch im Rahmen einer Nachtöffnung, zu der man die Exponate auch illuminiert bewundern konnte (zum großen Teil zumindest).

Friday was the last day of an exhibition by Glasstudio Borowski which quite literally populated the Garden. It was apparent that I hadn’t been there in too long a time as really there were two months during which you had the chance to have a look at it. But only for the opening and closing there was a special “night opening” of the Garden when the exhibits were illuminated (large numbers at least).

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Um 20 Uhr angekommen, hatten wir glücklicherweise noch eine kurze Zeit Gelegenheit, uns auch die nicht beleuchteten Objekte anzusehen – oder auch beleuchtete in ihren Details an nicht-beleuchteten Partien zu bestaunen, wie zum Beispiel bei dem Gürteltier oben. Doch im Urwald war es schon früh richtig dunkel:

We got there at about 8 pm and were lucky to have a few minutes of daylight left to have a closer look at the exhibits that were not illuminated – or to have a look at parts of illuminated ones that didn’t get to shine, like on the armadillo above. But in the primeval forest section it was really dark very soon:

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Da gab’s auch Igel, die für mich aber auch ein bisschen wie millionenfach vergrößerte Bakterien aussahen:

There were hedgehogs as well even though I couldn’t shed the thought that they looked like bacteria enlarged millionfold:

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Es fällt schwer zu sagen, was mir am besten gefallen hat, aber der “Schweinestall” war ganz vorn dabei.

I have a hard time saying which part I liked most but the “hog house” certainly scored high:

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Neben tierischen Skulpturen gab es aber auch pflanzliche:

There weren’t only animal sculptures, though, I also spotted some plants:

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Die Krokodile waren weit weg, auf einer Halbinsel, dafür waren die Bienen ziemlich aufdringlich.

The crocodiles were far away, on a peninsula, but the bees were kind of obtrusive.

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Was für eine schöne Ausstellung… ich hatte mir eingebildet gelesen zu haben, dass sie weiterwandert nach RHS Wilsey in England, aber ich kann online dafür nirgendwo mehr einen Hinweis finden. Habe ich mir das eingebildet?! Wie und wo auch immer: den Besuch wert! Und damit wünsche ich einen schönen Restsonntag!

Such a great event… I thought I had read somewhere that the exhibition was moving to RHS Wilsey in England from here but I can’t find a trace of that information anywhere online anymore. Was I hallucinating?! Where- and whenever: well worth a visit! And with that I hope you’re enjoying your Sunday!

Barbara

Ein Tag in… / A Day in… ULM

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1994 bin ich als Au Pair in die USA gegangen – und habe dort (unter anderem) zwei weitere Au Pairs bei Familien im gleichen Bostoner Vorort kennengelernt. Wir sind seitdem befreundet und sehen uns im Schnitt wohl alle 2 Jahre. Und dieses Jahr waren 20 Jahre Freundschaft zu feiern. Das taten wir in Illertissen und Ulm.

In 1994 I went to the US as an Au Pair – and (among others) met two fellow Au Pairs living with families in the same Boston suburb. We’ve been friends and kept in touch ever since and meet about every other year on average. This year the 20th anniversary of our friendship was to be celebrated. And that we did in Illertissen and Ulm.

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Und ich habe mich gefragt: warum komme ich erst jetzt nach Ulm? Immer zu viel zu tun gewesen in Illertissen, nehme ich an, quatschen, quatschen, quatschen, essen, quatschen… Eine Stadt, die Stadttore mit solch wunderbarem Schindeldach hat, muss man doch gesehen haben? (Ganz abgesehen vom Rathaus, siehe ganz oben).

And I couldn’t help but wonder: why has it taken so long to visit Ulm? I guess there was always too much to do in Illertissen, chatting, chatting, chatting, eating, chatting… How can one miss a city with old gates featuring such amazing roofs? (Let alone the town hall, see at the very top).

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Oder auch das Ulmer Münster, das sich trotz seiner Größe sehr gut fotografieren ließ. Mit 161,50m hat es den größten Kirchturm der Welt, wie ich erstaunt erfuhr. Da die Sonne nur immer mal wieder zu sehen und es ganz schön windig war, haben wir die 768 Stufen in luftige Höhen allerdings nicht erklommen.

Or Ulm Minster which was easily photographed in its entirety despite its size. It’s the world’s tallest church with a steeple measuring 161.50m – as an astonished me was told. The sun was out only intermittently and there was a stiff breeze so we passed on climbing the 768 steps to the top.

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Ursprünglich eine katholische Kirche, wurden die Ulmer und dann auch das Münster 1530/31 protestantisch… man kann also auch konvertieren, ohne überall verbrannte Erde zu hinterlassen, dachte ich so mit dem Gedanken an all die Ruinen von Abteikirchen, die ich kürzlich in Yorkshire gesehen habe.

It was originally a Catholic church but the citizens of Ulm voted to become Protestant in 1530/31 – and the church went along with them… I got to thinking that you can convert to a different faith without leaving behind scorched earth – remembering all the ruins of abbey churches I have recently visited in Yorkshire.

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Aber am meisten fasziniert haben mich wohl die – wie ich später rausfand – Wappen- bzw. Totenschilde, die gruppiert nach Familien die Wände zieren. Darauf stehen dann die Sterbedaten à la “Anno 1625 verstarb zwischen 1 und 2 Uhr morgens…” Es gibt davon 133 und damit nirgendwo mehr als hier. Und die gebe ich diese Woche auch zu Our Beautiful World, wo es um Beschilderung geht… Auf einer Pinnwand hingegen konnte, wer wollte, Bitten an Gott richten – und auch, wenn es mir fernliegt, mich über solche Bitten lustig zu machen, so musste ich doch ob dieser Übersetzung grinsen:

Most fascinating, though, were these very specific… blazons (?). I have no idea what they are called in English; translated literally they’d be called death bucklers. They are arranged in groups of the same families and detail the deaths as in “In the year of 1625 between 1 and 2 a.m. … died.” There are 133 of them and apparently more than anywhere else. I will enter them over at Our Beautiful World where this week’s prompt is “Signage”. There was also a blackboard which was ready to take on all the requests people might address to God – and even though I wouldn’t think of belittling any such requests a grin did cross my face when I saw this translation:

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… gleich gefolgt von dem Gedanken, dass es vielleicht gar keine fehlerhafte Übersetzung war, sondern der totale Ernst. Ich wünsche mir dieser Tage auch oft Outlook Peace… Nicht weit vom Münster sah ich dieses faszinierende Schaufenster mit einer Darstellung der Stadt an der Donau, wie es auf dem Fluss am sog. Schwörmontag aussieht, einer Tradition, die es seit dem 14. Jahrhundert gibt und die mit einer Bootparade auf der Donau endet:

… closely followed by the realization that maybe we’re not talking about a translation error at all and that the writer was serious. I sometimes feel like praying for Outlook Peace these days… Not far away from the minster I came across this shop window with a display of the city by the Danube on so-called Schwör Monday, a holiday from back in the 14th century that ends with a parade on the Danube:

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Und dieses Jahr gab’s auch Ideen für ganz besondere Boote:

And this year there were rather special boats, too:

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Cafés und Restaurants – und wunderschöne Häuser, häufig entlang oder umgeben von der Blau – machten den Besuch im Fischerviertel zu einem gelungenen Spaziergang.

Cafés and restaurants – and beautiful houses, often along or even braided by the river Blau – made visiting the Fischerviertel (fisherman’s quarter) an enjoyable pastime.

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Oben ist das Schiefe Haus zu sehen – seit 1995 Hotel und seit 1997 offiziell das schiefste Hotel der Welt mit einer Neigung von 9 bis 10°. Unten die Fenster eines anderen Hauses, die schön aussehen, aber die ich nun wirklich nie putzen müssen will. Links daneben u.a. das Schmale Haus, nur 4,50m breit und ein B&B.

The house on top is the Leaning House. It has been a hotel since 1995 and officially the most leaning hotel of the world (with a grade of 9 to 10°) since 1997. Below that picture are the windows of another house which I liked – but which I hope I’ll never be forced to clean. To the left of it the Narrow House, only 4.5m – and a B&B today.

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Und neben ausgefallenen Türen war auch der Blumenschmuck oft einen zweiten Blick wert.

In addition to unusual doors there were also flower arrangements that invited closer inspection.

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Ich sage nicht, wie viele weitere Fotos ich von Ulm habe… und zeige lieber abschließend noch eine Studie in Fotografie anonym bleibender Kinder! ;-)

I won’t disclose how many other pictures of Ulm I made… and instead show you a photographic study of anonymous children! ;-)

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Barbara

Rosen / Roses

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2014 war bislang kein gutes Jahr für mein kreatives Hobby. Zu selten war Zeit bzw. Ruhe dafür. Aber nun kamen zwei Dinge zusammen: der Auftrag, eine Geburtstagskarte für eine bald 95-jährige zu machen und die laufende Challenge bei City Crafter, auf die ich bei Ros aufmerksam wurde. Es heißt: mache ein Projekt, auf dem wenigstens eine Rose zu sehen ist. Mit zweien habe ich mich ja fast selbst übertroffen ;-)

2014 has not been a good year for crafting so far. Only rarely did I have time or the inclination to be creative. But now the constellation was favorable: I was asked to make a birthday card for a soon-to-be 95-year old and there is the current challenge over at City Crafter which I came across on Ros’ blog and which asks for at least one rose to be used on your project. So I basically outdid myself using two ;-)

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Sie gefällt mir schon ganz gut, aber in der Summe bin ich glaube ich noch auf der Suche nach der perfekten Karte… Wie auch immer, schaut euch mal um bei City Crafter – die Karten des Design Teams sind alle herausragend.

I’m quite happy with the result but in all I think I’m still looking for the perfect card… Anyhow, have a look at the cards of the Design Team over at City Crafter, all of them fabulous creations.

Barbara

Yorkshire | Accomodation

I still owe you one last post about Yorkshire, about the accomodations booked. I spent one night in a hotel in Harrogate but the majority of nights in several B&Bs: in the Yorkshire Dales when walking the Herriot Way, a weekend in York and then four days in Whitby:

The Cairn Hotel, Harrogate
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An old fashioned hotel with a dusty (NOT literally – very clean!) feel to it where I had a large and quiet but rather dark room… The TV was crappy and I was not able to get an international connection on the phone in about 15 tries. WiFi only in the reception area which in itself is a nice place to be but in my opinion that’s an arrangement that’s not an option any more in these “modern times”. Breakfast (buffet) was good in a beautiful hall… though I did feel a bit nauseous as the floorboards were sort of “swinging”! In all, a very good deal for the price and the bus stop I needed the next morning was in right in front of it, so the logistics when setting out for the Dales were perfect.

Cornlee Guesthouse, Aysgarth
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I spent the night before and after walking the Herriot Way in this wonderful B&B. It offered a very warm welcome including tea and scrumptious Victoria sponge cake. The rooms were not spacious but very nice. Important for me: reliable WiFi! The host was an incredible source of information and advice and always helpful – when organizing transport, making reservations for dinner etc. On his recommendation I had two fabulous dinners at The George and Dragon Inn right across the road. The Yorkshire Breakfast is much too much for me – I tried it on the first morning and it is a huge plate of tasty food… just not what I can take in the mornings ;-) But there were cereals as well, yoghurt and fruit so I was fine!

Wensleydale House, Hawes
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The night after the first stage of the Herriot Way… and the bathroom had a bathtub overlooking Wensleydale! Another very warm welcome… including tea and fruitcake. Again a very nice room that made me feel at home immediately. Here also: reliable WiFi! Being a solo traveller (and the first guest at breakfast) it was nice to chat with the host about all kinds of places we had travelled and Germany’s 7:1 over Brazil the night before – it certainly helped that there was not too much work in the kitchen involved for me as I had learned that I can’t eat that Yorkshire Breakfast. I loved fresh strawberries and blueberries!

Keld Bunk Barns & Yurts, Keld
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We were in a pinch finding accomodation in Keld. So choosing a yurt had been a compromise – but it was so much fun! You had to book an electricity outlet extra, breakfast was of course not included and I couldn’t take a shower because there was one water temperature only and to me that was scalding hot… but on the plus side: I had a yummy home-made dinner, the river down below sang me to sleep and I woke to the light coming through the ceiling glass. Which was very much okay as I was so knackered after that second stage I was in my very comfortable bed very soon! To some it might be important to know: there’s no network for anything. In a nutshell: I’d book that again.

Arkleside Guest House, Reeth
Very warm welcome here, a comfy bed… but as I was late coming in and exhausted from the day I forgot to ask some essential questions when checking in and as there was no “manual” as in all other places before, I was left not being able to figure out SKY TV, didn’t know about WiFi… and also forgot to take pictures! Breakfast included the best fruit salad ever, in a room overlooking the valley and the sparrows fighting over the left over toast in the garden. In all, it was certainly good but a tad too expensive compared to the other B&Bs in the Dales.

Queen Anne’s Guesthouse, York
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Somehow, the website let me expect more. It was in a good, easy to find location, the hosts were welcoming as well (loved the flexible check-in) and there was nothing to wish for when it comes to equipment etc. But the breakfast – if you don’t go for eggs and other cooked food in the morning – was carefully uninspired… while a TV was blaring that nobody paid attention to. I might have been spoiled by the Dales’ B&Bs but this had a loveless feel to it by comparison, somehow it wasn’t “whole” if that means anything to anyone. And, also in comparison (though I don’t know the general price level in York), it felt hugely overpriced. And you would think I’d come out seeing things through rose-colored glasses after Germany won the World Cup…

The Leeway, Whitby
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I guess I can say that this is a B&B that leaves nothing to be desired. Warm welcome with delicious cake, a fantastic room with a number of outstanding amenities (I totally fell in love with the lavender pillow mist…) – just a look at the room’s folder with suggestions for activities says it all: on top you will find their own circular walk, starting out at their front door. Excellent breakfast, including daily specials (I tried the peanut butter pancakes with bananas and maple syrup one morning, it was delicious). It definitely was the treat we had intended it to be at the end of our trip!

Yorkshire | Robin Hood’s Bay

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Irgendwann war mal der Gedanke, dass man an der Küste langwandern könnte nach Robin Hood’s Bay. Das habe ich verworfen: ich will den Strand und das Meer und zwar pur. Also habe ich den Bus in dieses malerische Dorf genommen, gut 20 Minuten von Whitby.

The idea was to one day take some path along the coast and reach Robin Hood’s Bay during the stay in Whitby. I reconsidered: I want the beach and the ocean, nothing on the side. So I took the bus to this picturesque little village, about 20 minutes from Whitby.

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Und dann packte mich die Nostalgie komplett: ich habe einen Kescher gekauft und mich bei Ebbe (Strände sind hier so gut wie nur bei Ebbe überhaupt vorhanden) stundenlang am Strand vergnügt und in den kleinen Pools rumgefischt, die da übrig bleiben. Auch wenn der spannendste Fund ein Nummernschild und ein toter Krebs war. Die Sonne, der Sand, das Wasser und ich…

And then I was overcome by nostalgia: I bought a spoon net and made real good use of the low tide (beaches are out practically only during low tide here): I went rockpooling and walking the beach for hours. The most exciting finds being a license plate and a dead crab. But who cares, it was just the sun, the sand, the water and I…

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Barbara

Yorkshire | Whitby

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Zum Abschluss dieses Urlaubs fehlt ja neben sportlichen Großereignissen, dem Besuch bei Freunden, eigener sportlicher Betätigung in atemberaubender Landschaft und einem kulturell-historisch ausgerichteten Aufenthalt in der Großstadt nur noch eins: Meer! Die Dosis holte ich mir mit 3 Tagen in Whitby.

To really make sure all is included in this vacation – in addition to attendance at major international sports events, seeing friends, hiking in breathtaking landscapes and a stay focused on cultural and historical highlights in a large city – there was one thing missing: the ocean! I got my dose of the sea in Whitby.

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Für den ersten Tag hatte ich mir die Erkundung von East Whitby vorgenommen. East und West Whitby werden durch den Fluss Esk getrennt und seit 1909 durch eine Schwenkbrücke verbunden.

For the first day I decided to discover East Whitby. East and West Whitby are separated by the river Esk and have been connected via a swing bridge since 1909.

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Kleine Gassen, noch kleinere Hinterhöfe, alte Häuser ohne einen einzigen rechten Winkel, nette Geschäftchen, gemütliche Cafés, James Cook Museum…

Small lanes, even smaller backyards, old houses without a single right angle, nice little shops, cozy cafés, James Cook Museum…

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… aber eigentlich läuft ja alles nur auf die legendären 199 Treppenstufen hinaus, die einen zur St. Mary’s Church bringen…

… but really it’s all about those legendary 199 steps that lead you up to St. Mary’s Church…

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… und, noch viel wichtiger: Whitby Abbey. Sagte mir mal wieder nichts, aber hier wurde Bram Stoker’s Dracula gedreht. Habe ich halt nicht gesehen. Beeindruckend fand ich es trotzdem, das dritte zerstörte Kloster auf dieser Reise. Auch hier (wie bei so vielem in York) sind die Wurzeln skandinavisch.

… and even more importantly: Whitby Abbey. Didn’t mean a thing to me but this is where Bram Stoker’s Dracula was filmed. Well, I haven’t seen that. I still found it impressive, this third destroyed abbey on this trip. Here, as with so many things in York, the roots are also Scandinavian.

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Also muss ich vielleicht doch noch den Dracula-Film gucken? Mal sehen… aber erstmal: auf bald!

So maybe I do have to watch that Dracula movie after all? We’ll see… for now: take care!

Barbara